Ich kann heute leider nur kurz auf eure Reviews eingehen. Ich sitze hier auf Arbeit und meine Kopfschmerzen bringen mich um. :(
Elementargeist: Die Story hat nur 6 Kapitel. Ich hab sie vorher schon bei XPerts hochgeladen und wollte das letzte Kapitel auf beiden Seiten gleichzeitig reinstellen. :)
Lilith-kv: In Remus Coktails ist hochprozentiger Alkohol. Ich war mal auf einem Straßenfest und hab mir an einem Stand einen Long Island Eistee bestellt. Der war so ekelhaft, dass man ihn nicht trinken konnte. Da ich ihn aber schon einmal reklamiert hatte und mir das Geld zum wegschütten zu schade war, hab ich ihn mit Todesverachtung leer getrunken. Die Folgen: Orientierungslosigkeit und Alkoholvergiftung. Ich hab ganze 3 Tage im Bett gelegen.
Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Lesen. :)
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Kapitel 4 – Feuer und Flamme
Ginny betrat die Bar, die zum Bersten voll war und mit Lavender an der Hand, schob sie sich durch die Menschenmassen zur Theke.
„Mensch Ginny, Lavender. Wie gut, dass ihr endlich da seit. Hier ist heute mal wieder die Hölle los."
„Hallo Samara.", riefen die Mädchen im Chor und Lavender schlängelte sich schon hinter den Tresen, um ihren Rucksack dort zu verstauen.
„Hey Sam, hast du meinen Bruder gesehen? Der müsste eigentlich auch hier sein."
„Der sitzt dort hinten am Tisch. Pass aber auf, die sind alle schon ziemlich gut angetrunken."
Ginny verdrehte die Augen. „Bin gleich wieder da." So schnell es ging, bahnte sie sich ihren Weg in die Richtung, die Samara ihr gezeigt hatte und fand ihren Bruder mit Hermine, Harry und Severus an einem Tisch sitzen. Sie konnte kaum glauben, was sie da sah. Mit heruntergeklapptem Kiefer bestaunte sie die Szenerie, die sich ihr bot. War Harry wirklich gerade dabei, Severus Hand zu ergreifen und ihm liebevoll in die Augen zu schauen? Und lies der Meister der Zaubertränke dies wirklich zu und strich sogar noch zärtlich mit dem Daumen über Harrys Handrücken?
„Hallo Schweschterschen.", rief Ron über den Lärm der Massen hinweg und winkte wild, wobei er fast vom Stuhl gefallen wäre, hätte Hermine ihn nicht eben noch festgehalten.
Ginny stellte sich an den Tisch und grinste in die Runde. Von Harry und Severus wurde sie gar nicht wahrgenommen. Hermine fiel ihr um den Hals und drückte ihr einen Kuss auf den Mund, der etwas intensiver wurde, als ursprünglich geplant.
„Hallo, Süße. Ich hab dich auch vermisst.", sagte Ginny grinsend. Hermine grinste zurück. Ron war puterrot angelaufen. So etwas von seiner kleinen Schwester zu sehen, haute ihn noch immer um.
„Musst nicht rot werden, Ronnilein.", witzelte Hermine und kniff ihm in die Wange.
„Ich soll dir von unserer Mutter ausrichten, dass du gefälligst Morgen zum Frühstück erscheinen sollst.", rief Ginny ihrem Bruder zu.
„Wasch??", brüllte Ron zurück.
„Du – Morgen – Frühstück bei Mama.", meinte Ginny.
Ron sah Hermine fragend an. „Du sollst morgen früh im Fuchsbau zum Frühstück erscheinen.", erklärte ihm Hermine noch einmal. Ron verzog das Gesicht, hielt aber den Daumen hoch, um Ginny zu verstehen zu geben, dass er endlich kapiert hatte. Ginny grinste Hermine an und deutete mit dem Kopf auf Harry und Sev, die sich wohl telepatisch zu unterhalten schienen, da sie noch immer Blickkontakt hielten und grinsten. Hermine winkte ab und Ginny nickte nur.
„Ich muss jetzt was tun. Gleich ist unser Auftritt und dann fängt das Karaoke-Singen an. Sehen wir uns dann an der Theke?"
„Klar. Ich versäum doch euren Auftritt nicht. Ich muss euch doch aus nächster Nähe zujubeln.", rief Hermine zurück.
Ginny verschwand in der Menschenmasse. Kurze Zeit später ertönte ein schriller Pfiff und jeder, der den Blick noch nicht auf die Theke gerichtet hatte, drehte sich um, um zu sehen, was jetzt passieren würde. Hermine sprang auf und eilte so schnell es ging zum Tresen, auf dem jetzt Ginny, Lavender und Samara standen. Die Menge fing an zu toben, als im selben Moment die ersten Töne zu „Baby one more time" ertönten und die 3 Girls anfingen zu tanzen.
„Oh baby baby.", sang Lavender
„Oh baby baby.", folgte ihr Ginny.
„Oh
baby baby. How was I supposed to know, that somethin' wasn't right
here.", sang jetzt Samara und regelte sich an einer Stange. Hermine
pfiff auf ihren Fingern und jubelte mit der Masse mit.
„Oh
baby baby. I shouldn't have let you go. And now you're out of sight,
yeah.", sang Ginny wieder. Samara
hatte Hermine entdeckt und bedeutete ihr, sie solle dazu kommen.
Hermine schüttelte lachend den Kopf, doch Joe war schon neben
ihr, zog sie kurzerhand zum Tresen und half ihr hoch.
Gerade
sang Lavender: „Show me, how you want it to be. Tell me, baby
'cause I need to know now. oh, because…"
Alle
vier, inklusive Hermine, stimmten jetzt in den Refrain ein. „My
loneliness is killing me." „And
I.", gröhlten die Leute. „I
must confess I still believe." „Still
believe.", kam es wieder von der Masse. „When
I'm not with you, I lose my mind. Give me a sign." Die
Girls stellten sich seitlich zu ihrem Publikum auf, beugten den
Oberkörper ein Stück nach vorne, klatschten sich mit der
Hand auf den Hintern und riefen lauthals: „Hit me baby one more
time."
Joe drückte Ginny eine Flasche Feuerwhiskey in die
Hand, die diesen teils in Gläser, aber zum Großteil auf
die Theke goss. Samara hatte ein brennendes Streichholz in der Hand,
lies es fallen und die Holzplatte des Tresens stand im Nu in Flammen.
Die Jubelrufe im Raum wurden immer lauter, während die 4 im
Feuer tanzten.
„Jetzt seit ihr gefragt.", rief Samara, als das Lied zu Ende war. „Karaoke-Nacht in der Bar ‚Zum glücklichen Wildschwein'. Los Leute, ich will was hören." Die vier verließen die Theke. Jemand hielt Hermine eine Hand hin, die sie ohne genau hinzusehen ergriff, um sich runter helfen zu lassen.
„Du warst echt klasse, Hermine.", rief ihr der Typ ins Ohr. Der erste Gast hatte sich auf das Podest gestellt und angefangen zu singen. Hermine sah ihrem Helfer ins Gesicht.
„Wau! Danke, Sirius. Ein Kompliment. Und dann auch noch von dir.", rief sie zurück und verzog das Gesicht.
„Alles in Ordnung bei dir, Hermine?", fragte er mit unschuldigem Blick.
„Sollte etwas nicht in Ordnung sein?", gab sie spitz zurück.
Sirius zuckte mit den Schultern. „Warum behandelst du mich so abweisend?"
„Das fragst du doch nicht ernsthaft, Black?"
„Hey Schnuffel, lass doch die Schlampe.", mischte sich jetzt Draco ein und kuschelte sich in Sirius Arme.
„Ich soll eine Schlampe sein, Malfoy?", keifte Hermine zurück. „Wer hat denn hier seinen Freund mit einem anderen betrogen und dann einfach Schluss gemacht?"
Draco grinste hämisch. „Was kann ich dafür, dass ich so beliebt bin."
„Da bist du ja, Hermine. Wir haben dich schon gesucht.", rief Severus, der gerade dazu gekommen war und packte sie bei den Schultern.
„Uuuuuuuuuuh Granger. Deine rosa Wattekönigin ist hier, um dich zu retten."
„Halt die Klappe, Malfoy, oder ich steck deiner Mutter mal, mit wem du dich so abgibst." Severus Ton war ruhig, aber eisig.
„Glaubst du wirklich, sie legt noch Wert auf das, was du zu sagen hast.", gab Draco genauso kalt zurück.
„Was mischt du dich eigentlich in unsere Angelegenheiten ein, Schniefelus?", fragte Sirius und seine Augen funkelten bedrohlich.
„Du bist nicht sonderlich intelligent, Black. Ich mag solche Männer.", meinte Severus grinsend.
„Soll das ne Anmache sein, Schniefelus?"
„Was denkst du denn? Oh, ich vergaß, du denkst ja nicht."
„ Schicker Anzug, Schniefelus.", entgegnete Sirius und schnippte ihm einen imaginären Fussel vom Ärmel. „Meine Mutter hat Vorhänge aus dem Stoff..."
„DAS bezweifele ich ernsthaft."
„Gut, okay. Ich wollte dir nur nicht auf die fettigen Haare treten, wenn ich dir sage, wohin mein Klopapier anscheinend verschwunden ist."
Severus wollte gerade noch etwas erwidern, als Hermine ihn am Arm packte. „Nicht, Sev. Die sind es nicht Wert. Lass uns zurück gehen."
„Musst du dich jetzt von einem Schlammblut retten lassen?", fragte Draco, noch immer hämisch grinsend.
„Lieber von einer Muggelgeborenen gerettet, als am Umhangzipfel eines verlausten Straßenköters kleben.", gab Snape zurück, drehte sich um und lies sich von Hermine zu ihrem Tisch zurück ziehen. Dort saß Ron ganz alleine, den Kopf auf die Hand gestützt und ins leere starrend.
„Wo ist Harry?", fragte Hermine.
„Dort vorne." Er deutete auf das Podest. „Er will auch singen."
„Oje!", riefen Hermine und Severus im Chor und setzten sich auf ihre Plätze.
„Du lallst ja gar nicht mehr.", stellte sie, an Ron gewandt, plötzlich fest.
„Meine Schwester auf dem Tresen, im Feuer tanzen zu sehen, hat mich wieder nüchtern werden lassen.", antwortete er schief grinsend. „Dein Auftritt war übrigens super."
„Danke, Ron."
„Harry! – Harry! – Harry!", riefen jetzt vereinzelt Leute aus dem Publikum und die drei am Tisch sahen zur Bühne. Severus setzte sich rittlings auf den Stuhl, verschränkte die Arme auf der Rückenlehne und legte den Kopf drauf. Die ersten Töne erklangen und Hermine schlug sich eine Hand vor den Kopf.
„Er singt jetzt aber nicht Barbara Streisand, oder?", fragte sie kopfschüttelnd.
„Ich fürchte doch.", antwortete Severus und klebte mit seinen Augen förmlich an Harrys Gesicht, als der ‚Memory' zu singen begann.
Jemand
buhte und es war eindeutig Draco, als Harry zu der Stelle kam, in der
es um Träume von alten Tagen, als das Leben noch schön war,
ging. Trotz des ganzen Alkohols, den Harry intus hatte, lies er sich
leicht verunsichern. Tränen glitzerten in seinen Augen. Er
blickte durch die Menge und entdeckte Severus, wie er da saß
und ihn die ganze Zeit verträumt ansah. Dieser Blick aus den
schwarzen Augen, verliehen Harry die Kraft, die letzte Strophe mit
soviel Inbrunst zu singen, dass die Menge jubelte und applaudierte.
Er sang jetzt nur noch für den Mann, der da saß und ihm
liebevoll zulächelte.
Severus stand auf, ging zur Bühne,
reichte Harry eine Hand und zog ihn einfach in eine feste Umarmung.
Harry hatte nie gewusst, wie gut es sich anfühlen konnte, von
einem Mann so gehalten zu werde. Er legte seine Arme um Severus
Taille, kuschelte sein Gesicht an seine Brust und schloss die Augen.
In diesem Moment fühlte er sich, zum ersten Mal in seinem Leben,
wirklich beschützt und geborgen.
