Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von MrsValensi.
Danke an alle die mir einen Review geschrieben haben!
Eine Nacht im Hause Cullen.
Als ich von der Arbeit kam, wartete der glänzende Volvo nur wenige Meter von dem Laden der Webers entfernt. Ich stieg ein und bemerkte sofort, das sich seine Verhalten seit seiner Warnung nicht geändert hatte. Aus diesem Grund legten wir den Weg zu meinem Haus in unangenehmen Schweigen zurück, das ich nicht gewillt war zu brechen. Kaum hielt er vor dem Haus, stieg ich schnell und ungeschickte aus dem Auto. In meinem Zimmer angekommen steckte ich ein paar von den Sachen die Alice mir gekauft hatte in eine Tasche. Im Bad packte ich auch schnell ein paar persönliche Sachen, wie Zahnbürste und ähnliches ein. Ich sah in den Spiegel und fuhr mir schnell mit den Fingern durch meine seltsame Frisur. Als ich wieder raus kam, saß Edward noch immer hinter dem Steuer, er hatte seinen Kopf leicht zurück gelehnt. Sobald ich neben ihm saß, setzte er sich aufrecht hin und machte den Motor an, er sah nicht mal in meine Richtung.
Die Fahrt verlief wieder in totalem Schweigen, nur das Edward mir jetzt immer mal wieder einen schnellen Blich aus den Augenwinkeln zuwarf. Es war so unangenehm, das ich froh war als das Haus der Cullens zu sehen war. Je näher wir kamen, desto besser konnte ich das imposante Haus sehen, das sich von der Vegetation abhob. Plötzlich bog Edward ab und fuhr in eine große Garage in der schon drei weitere luxuriöse Autos standen, bei deren Anblick mir der Mund offen stand.
Als ich mich von meiner Überraschung erholt hatte, sah ich das Edward neben dem Wagend stand und mir die Tür aufhielt. Schnell stieg ich aus und wir gingen zum dem imposanten Haus. Noch bevor wir die Tür erreicht hatten, wurde diese aufgemacht und eine strahlende Alice erwartete uns.
Woher wusste sie das wir da waren?
Sie kam auf uns zu getänzelt. Alice schien meinen konfusen Gesichtsausdruck bemerkt zu haben, sie fing an zu lachen.
„Ich habe euch vom Fenster aus gesehen." Erklärte sie grinsend, dann machte sie sich so groß wie sie konnte und legte mir den Arm um die Schulter, um mich ins Haus zu führen.
Das Haus hatte mich von außen beeindruckt, das innere verschlug mir die Sprache. Die Eichenmöbel bildeten einen angenehmen Kontrast zu den weißen Wänden und den Marmorfliesen. Eine Wand bestand komplett aus Glas, von der Decke bis zum Boden und ließ das Licht in jeden Winkel. Alles war schön, luxuriös und harmonisch.
Alice lachte wieder, wahrscheinlich über meinen Gesichtsausdruck.
„Komm Bella, ich zeig dir wo du deine Sachen lassen kannst." Sagte Alice.
Alice führte mich in den ersten Stock, der genauso beeindruckend war wie das Erdgeschoss. Wir gingen durch eine Flur und ich bewunderte die perfekte Dekoration. Alice machte eine der vielen Türen auf und ich war wieder überrascht über das was ich sah. Das Zimmer war eine Kombination aus Farben und glänzenden Ornamenten, die eine harmonische Verbindung bildeten. Ohne Zweifel erinnerte mich das Zimmer an Alice. Das Bett war von einem farbenfrohem Überwurf bedenkt, aber das auffälligste war der enorme Kleiderschrank. Ein moderner Fernseher, ein Schreibtisch und ein auffälliges Sofa rundeten das Bild ab.
„Gefällt es dir?" Fragte sie mich animiert, nahm mir meine Tasche ab und legte sie auf das Sofa.
Ich nickte energisch und grinste.
Es wurde an die Tür geklopft und fast gleichzeitig erschien das grinsende Gesicht Emmetts.
„Aber da ist ja meine Lieblings-Maid." Rief er und ich verdrehte die Augen, konnte mir ein Lächeln aber nicht verkneifen.
„Ich freue mich auch dich zu sehen Emmett." Antwortete ich und streckte ihm die Zunge raus.
„Will Alice dich zu einer Pyjama-Party zwingen." Flüsterte er so laut das Alice es hörte.
„Oh ja. Irgendeine Idee wie ich entkommen kann?" Fragte ich vergnügt und machte sein Spiel mit.
„Ich kann eine Entführung planen, wenn du willst." Sagte er und zwinkerte mir verschwörerisch zu. Alice und ich lachten laut.
„Einverstanden." Antwortete ich.
Da packte Emmett mich um die Taille, hob mich hoch und warf mich wie einen Kartoffelsack über seine Schulter. Lachend hielt ich mich an seinem Hemd fest und er ging los. Mit dem Kopf nach unten, sah ich das wir die Treppe herunter gingen, Alice hüpfte vergnügt hinter uns her. Als wir in dem großen Wohnzimmer ankamen, blieb Emmett stehen.
„Was machst du Emmett?" Fragte die perfekte Stimme Edwards.
Emmett lachte laut.
„Ich entführe Bella." Antwortete Emmett lässig und ich merkte wie er mit den Schultern zuckte. „Ich klaue sie dir." Fügte er hinzu. „Jetzt ist sie meine Gefangene."
„Lass gut sein, sie ist Edwards Gefangene." Bemerkte Alice, ich konnte ihr schelmisches Grinsen sehen.
„Mach was du willst." Sagte Edward und ging an uns vorbei.
Er warf mir noch einen seltsamen Blick zu bevor er nach oben ging.
Der Nachmittag verlief sehr angenehm und lustig für mich. Edward kam nicht mehr aus seinem Zimmer, aber Alice und Emmett kümmerten sich um mich. Sie zeigten mir die Umgebung ums Haus und später machten wir es uns im Wohnzimmer bequem und sahen uns einen Film an. Alice suchte einen romantischen Film aus, von dem sie erklärte das es einer ihrer Lieblingsfilme sei. Es ging um eine tragische Liebesgeschichte, eine Frau musste den Tod ihres Mannes überwinden und das einzige was sie von ihm hatte, waren einige Briefe. Aber trotz der tragischen Geschichte konnte ich nicht aufhören zu lachen, Emmett imitierte jede Person und Situation die in dem Film vor kamen auf seine ganz eigene Art und Weise. Zum Schluss lagen Alice und ich, weinend vor Lachen, über den Sesseln.
Ich war noch dabei mir die Tränen zu trocknen, als ich hörte wie die Haustür aufging und Stimmen aus dem Flur zu hören waren. Unbewusst setzte ich mich gerade hin, während Alice aufstand und fröhlich zur Tür tänzelte. Carlisle kam mit einer sehr attraktiven Frau an seiner Seite ins Zimmer.
„Isabella, wie schön dich hier zu haben." Begrüßte mich der Doktor.
„Vielen Dank Doktor Cullen." Antwortete ich.
„Oh, nenne mich bitte Carlisle." Bat er lächelnd.
„Nur wenn sie mich Bella nennen." Sagte ich.
„Einverstanden." Akzeptierte er lachend. „Aber ich bitte dich auch mich zu duzen."
„Er fühlt sich sonst alt." Flüsterte mir Emmett wieder so laut zu, das es jeder hören konnte.
„Du bist Isabella Swan?" Fragte mich die Frau die mit Carlisle gekommen war. Sie hatte glänzende dunkle Haare und grüne Augen, die ich selbst aus der Entfernung sofort erkannte, obwohl sie viel wärmer waren als die die ich täglich sah. Sie hatte eine unverkennbare Ähnlichkeit mit Alice.
Außer den Augen, die erinnerten mich an eine andere Person.
Ich nickte und nahm an, das sie die Mutter von Edward, Alice und Emmett war.
Da kam die hübsche und schlanke Frau auf mich zu und umarmte mich fast mütterlich. Ich blieb wie versteinert stehen, bis sie ein wenig von mir abrückte und mir in die Augen sah.
„Du weißt, das du für alles was du brauchst auf uns zählen kannst, nicht?" Diese Worte erinnerten mich an die von Alice.
Ich nickte energisch und strahlte sie an.
„Ja, vielen Dank..." Ich wusste ihren Namen noch gar nicht.
„Esme." Stellte sie sich mit einem strahlendem Lächeln vor.
Carlisle wollte kurz mit mir reden, er erklärte mir, das die Situation meiner Eltern unverändert sei und sie alles menschenmögliche tun würden um ihnen zu helfen. Danach ging ich wieder zu Alice und Emmett ins Wohnzimmer. Die Beiden versuchten dann über eine Stunde lang mich mit ihren Scherzen und Sticheleien aufzuheitern. Obwohl ich mich wegen meinen Eltern schlecht fühlte, schafften sie es dann doch, das ich lachen musste.
Esme sagte uns Bescheid das das Essen fertig sei, dann murmelte sie irgendetwas vor sich hin und ging die Treppe herauf, sie wirkte verärgert. Ich ging mit den anderen zum großen Esstisch, dort wartete Carlisle schon auf uns. Alice setzte sich auf ihren Platz und ich mich neben sie. Emmett setzte sich seiner Schwester gegenüber, die jetzt aufstand um uns zu servieren. Mich wunderte das es kein Dienstmädchen in diesem luxuriösen Haus gab.
Bevor ich mich in meine Gedanken vertiefen konnte, saß Alice schon wieder neben mir und fing eine angeregte Konversation mit Carlisle an. Alice erzählte ihm von unseren ersten Tagen in der Schule. Wenige Minuten später erschien Esme wieder, sie sah etwas besorgt aus, lächelte aber sobald sie mich sah. Wenige Schritte hinter ihr kam Edward, er setzte sich neben seinen Bruder, mir gegenüber. Er fing schweigend an zu essen, währen Alice weitere Geschichten von den ersten Schultagen erzählte.
Als wir fertig waren, bestand ich darauf Alice und Esme beim abräumen des Tisches zu helfen, immer noch verwundert von der Tatsache, das Esme keine Hilfe im Haushalt hatte.
„Esme findet es unnötig jemanden zu haben der die Sachen macht, die sie selber machen kann." Erklärte mir Alice, als ob sie geahnt hätte das ich sie das fragen wollte. „Sie ist ziemlich hyperaktiv."
„Na dann weiß ich ja nach wem du kommst." Sagte ich und Alice lachte laut.
Schnell waren wir mit unserer Arbeit fertig und Alice zog mich in ihr farbenfrohes Zimmer. Dort baute sie ein Bett für mich auf und ich ging in ihr Bad um mich für die Nacht fertig zu machen. Ich zog mir meinen Pyjama an, oder besser gesagt das was einen Pyjama am nächsten kam, ein Shirt und eine kurze Hose. Dann ging ich wieder zu Alice, die hatte ein rosa Nachthemd an und saß auf ihrem Bett und wartete auf mich. Sie klopfte an ihre Seite, damit ich mich zu ihr setzte.
Wir unterhielten uns eine ganze Weile über alle möglichen Sachen. Alice war ein lustige Person, so voller Leben. Gegen zwölf machte Alice leise Musik an, um die anderen nicht zu stören und fing an einige Sachen raus zulegen die ich anprobieren sollte. Ich verdrehte die Augen und bat sie einen Moment auf mich zu warten, da ich etwas trinken wollte. Alice erlaubte mir einen Moment in die Küche zu flüchten und ich befürchtete, das sie die Zeit nutzen würde um noch mehr Sachen zu suchen.
So leise wie möglich tastete ich mich durch das dunkle Haus. Vorsichtig ging ich die Treppe herunter, immer vorsichtig einen Fuß vor den anderen, um bloß nicht zu stolpern. Ich seufzte erleichtert als ich heile unten ankam, auf Zehenspitzen schlich ich in die Küche. Dort angekommen, machte ich den Kühlschrank auf und holte mir etwas Saft, den ich durstig trank. Nachdem ich das Glas ausgespült hatte, ging ich genauso leise und vorsichtig wieder nach oben. Ohne Lärm zu machen, ging ich noch kurz ins Bad, von dem ich noch wusste, das es die erste Tür war. Ich machte sie auf und als ich einen Schritt ins Bad machte, sah ich die Gestalt die sich über das Waschbecken beugte. Ich wollte schreien vor Schreck, aber es kam kein Ton über meine Lippen. Ich machte hastig einen Schritt zurück, stieß dabei mit dem Rücken gegen die Tür, die dabei zu ging. Der andere Besucher des Bads richtete sich auf und ich sah wie Edward mich konfus ansah.
Ich war bestimmt weiß wie die Wand.
„Bist du Ok?" Fragte er verwirrt.
Wie oft wollte er mir diese Frage eigentlich noch stellen?
Ich nickte.
„Ja, obwohl du mir einen ganz schönen Schreck eingejagt hast." Sagte ich und hob eine Hand an meine Brust.
„Du solltest klopfen bevor du reingehst." Antwortete er ernst.
„Woher soll ich den bitte schön wissen, das du um zwölf Uhr Nachts im Bad bist?" Ich hatte Mühe meine Stimme nicht zu sehr zu erheben.
Er lächelte schief.
Diese schiefe Lächeln, das mich aufhören ließ zu atmen.
Ich erinnerte mich selber daran, das ich atmen musste um weiter zu leben.
„Ich lass dir deine Ruhe." Schaffte ich es zu sagen. „Ich werde das Bad von Alice benutzen.
Bevor Edward noch etwas sagen konnte, drehte ich mich um. Als ich die Tür aufmachen wollte, drehte sich der Griff einmal komplett rum und ich hatte ihn in der Hand. Erschrocken sah ich Edward an, der seufzte nur und murmelte.
„Sieht so aus als ob Emmett Recht hatte, die Tür sollte repariert werden..."
„Was machen wir jetzt?" Fragte ich und wedelte wild mit dem Türgriff vor seinem Gesicht rum.
„Hast du Platzangst?" Fragte er.
Ich stemmte meine Hände in die Hüften und zog eine Augenbraue hoch.
„Nein, warum?"
„Dann ist es ja nicht so schlimm." Murmelte Edward, lehnte sich gegen die Wand, verschränkte die Arme vor der Brust und wich meinem Blick aus.
Da bemerkte ich erst, das Edward einen blauen Pyjama trug, die obersten Knöpfe des Oberteils waren offen und ließen etwas von seiner Brust sehen. Erneut musste ich mich daran erinnern zu atmen, wenn ich nicht in einem Bad sterben wollte.
Ich merkte wie ich rot wurde und senkte meinen Blick, bis ich merkte das er mich beobachtete.
„Was?" Fragte ich defensiv.
„Nichts." Murmelte er und sah jetzt aus dem Fenster an der gegenüberliegenden Wand.
Was hatte er jetzt wieder?
Mit dem Rücken gegen die Tür ließ ich mich nach unten gleiten und setzte mich auf den kalten Fußboden, den Türgriff noch immer in der Hand. Ich lehnte meinen Kopf zurück und kämpfte gegen die Müdigkeit die mich übermannte. Meine Augen fielen zu, aber ich schaffte es sie wieder auf zu machen. Edward sah mich wieder mit diesem unergründlichen Blick an, der mir so unangenehm war. Schweigend setzte er sich jetzt ebenfalls auf den Boden, er winkelte die Knie an und legte sein Arme darauf, das war eine viel zu lässige Haltung für ihn.
Die Minuten vergingen schweigend, bis wir Geräusche auf dem Flur hörte. Dann wurde vorsichtig an die Tür geklopft.
„Bella? Bist du da drin?" Fragte Alice leise von der anderen Seite her.
„Ja Alice, hier bin ich." Antwortete ich erleichtert. „Ich bin eingeschlossen."
„Wie?" Fragte sie verwirrt.
„Emmett hatte recht mit der Tür." Sagte Edward müde. Ich sah ihn an.
„Edward!" Quietschte Alice. „Was machst du denn da drin?"
„Zieh keine voreiligen Schlüsse Alice." Bat Edward und verdrehte die Augen. „Es war ein Unfall."
„Ich hohle Emmett." Rief Alice aufgeregt. „Der Griff ist ab."
Ich seufzte wieder und wartete auf das was da kam.
Alice kam mit Emmett zurück. Nachdem Emmett einige wenig puritanische Bemerkungen darüber gemacht hatte, warum wir wohl Beide im Bad waren, studierte er eine ganze Weile lang die Tür. Dann fällt er sein Urteil, ein Schlosser musste her und die Tür reparieren.
„Wie brillant du doch bist." Bemerkte Edward sarkastisch, nachdem Emmett sein Urteil bekannt gegeben hatte.
Ich drehte meine Kopf weg, damit Edward mein Grinsen nicht sehen konnte.
Emmett und Alice gingen nach unten, um einen Schlosser anzurufen. Ich hatte mittlerweile all meine Hoffnung verloren, noch Heute Nacht aus dem Bad zu Kommen, Edward glaube ich auch. Es konnten auch nur Emmett und Alice auf die Idee kommen Nachts um eins einen Schlosser anzurufen.
Meine Augen fielen mir wieder zu und ich rutschte von der Tür weg, man wusste ja nie auf was für seltsame Ideen die Beiden kommen könnten um die Tür zu öffnen. Ich lehnte mich jetzt gegen die gleiche Wand wie Edward, mit gebührendem Abstand natürlich. Und meine Augenlider wurden wieder schwer.
Als ich meine Augen wieder aufmachte, stach mir das Licht der Deckenleuchte in die Augen. Schnell machte ich die Augen wieder zu, ich bewegte mich etwas und spürte einen starken Schmerz in meinem Nacken. Mit gesenktem Kopf blinzelte ich ein paar Mal und nahm dann einen süßen Duft neben mit wahr. Berauschend. Das war das einzige Wort das mir dafür einfiel. Wieder machte ich die Augen auf und das erste was ich sah, war etwas blaues, viel zu nah vor meinen Augen. Konfus hob ich meinen Blick, jetzt sah ich nur noch grün. Mein Herz schlug schneller, während ich meinen Kopf von Edwards Schulter hob, der mich immer noch mit seinem einschüchternden Blick ansah.
Wieso zum Teufel, hatte ich an seiner Schulter geschlafen?
„Ich...das...eh..." Versuchte ich es, aber es waren keine ganzen Sätze mehr in meinem Kopf.
„Ist schon Ok." Unterbrach er mich mit seinem undurchdringlichen Gesichtsausdruck.
Wir schwiegen und ich rieb mir meine schmerzenden Augen. Mit einem Blick zum Fenster stellte ich fest, das es immer noch dunkel war.
„Wie lange habe ich geschlafen?" Fragte ich.
„Fast drei Stunden." Antwortete er mit seiner samtenen Stimme.
„Und Alice und Emmett?" Fragte ich mit Angst davor was sie wohl angestellt hatten.
Zwei so verrückte Gehirne zusammen, konnte nichts gutes bedeuten.
„Emmett hat sich in der Kunst des Türöffnens versucht, das Ergebnis war gleich Null." Erklärte er und verdrehte die Augen. Ich musste lachen. „Und Alice hat wahrscheinlich alle Schlosser von Forks geweckte, was Gott sei Dank nicht viele sind."
„Also ich glaube nicht, das sie euch deswegen nicht mehr bedienen werden." Antwortete ich belustigt. „In eurem Haus befindet sich schließlich die Hälfte aller Türen von Forks."
Auf Edwards Gesicht zeigte sich wieder dieses schiefe Lächeln und mein Herz hämmerte in meiner Brust.
„Edward? Lebt ihr noch?" Fragte die quietsche Stimme von Alice und riss mich aus meinem nervösen Zustand.
Ich lachte leise.
„Oh nein Alice." Antwortete ich theatralisch. „Edward ist durchs die Toilette verschwunden, ich konnte ihn nicht aufhalten!"
Von der anderen Seit war das melodische Lachen von Alice und das tiefe Lachen von Emmett zu hören.
„Du hast es also geschafft das mein Bruder durchs Klo verschwindet, eh Fräulein?" Fragte Emmett mit seiner tiefen Stimme. „Das habe ich meine ganze Kindheit über versucht und nicht geschafft."
„Das liegt daran, das du kein Hirn hast." Antwortete Edward ernst.
„Oh...du hast mir damit weh getan." Kam es tragisch von Emmett. „Du hast mir mein Herz gebrochen...wieder mal."
Ich hatte keine Ahnung wie lange wir, mit einer Tür zwischen uns, solch einen Blödsinn redeten, aber ich musste mir mehr wie einmal den Bauch halten vor Lachen, Emmett erzählte echten Schwachsinn. Mir wurde erst bewusst, das viel Zeit vergangen sein musste, als ich sah wie es draußen heller wurde. Das Lachen verstummte und ich konnte Schritte auf der anderen Seite der Tür hören.
Glücklicherweise konnte Esme uns helfen, sie rief einen Schlosser an den sie kannte und nachdem sie sich für den nächtlichen Anruf von Alice entschuldigt hatte, bat sie ihn so schnell wie möglich zu kommen. Und das tat er auch, dann brauchte er gut zehn Minuten und wir waren frei. Beschämte lächelte ich Esme an als die Tür aufging, sie hingegen sah belustigt von mir zu Edward.
Ich erzählte Esme und Emmett, während wir in die Küche gingen, wie alles passiert war. Edward verschwand in sein Zimmer und als er zurück kam, bemerkte ich ein kleines Detail, er trug seinen Pyjama nicht mehr und ich rannte noch immer in meinen Schlafshorts durch die Gegend. Mit roten Wangen entschuldigte ich mich und ging, begleitet von Emmetts Lachen, nach oben. Ich stolperte die Treppe rauf die mich zum Zimmer von Alice brachten, doch da merkte ich das es da ein kleines Problem gab.
Ich hatte keine Ahnung welche der vielen Türen mich in das Zimmer von Alice brachten.
Langsam ging ich durch den Flur und versuchte mich an meine gestrige Ankunft zu erinnern, doch ich hatte mich so auf die Dekoration konzentriert, das ich nicht wusste welche Tür Alice geöffnet hatte. Zögernd näherte ich mich einer der Türen, es schien eine Art Abstellkammer zu sein. Dann machte ich die rechts neben mir auf und kam in ein Zimmer, das aber ohne Zweifel nicht das von Alice war. Es war in verschiedenen Blautönen gehalten und fürchterlich ordentlich. An der einen Wand stand ein großes Bett mit passendem Nachttisch, an der anderen Wand stand ein Regal voller Bücher und eins voller CDs. Es gab noch ein kleines Sofa wie bei Alice, nur das dieses aus schwarzem Leder war. Eine breite Glastür führte auf einen kleinen Balkon. Einige moderne elektronische Geräte vervollständigten das Bild. Vorsichtig ging ich weiter in das Zimmer. Auf dem Nachttisch stand ein Foto der ganzen Familie Cullen und noch ein Bilderrahmen.
Wie eingefroren blieb ich stehen und mein Herz zog sich zusammen.
Auf dem Foto war Edward, er umarmte ein hübsches blondes Mädchen, deren Haare in der Sonne leicht rötlich schimmerten. Er hatte das schönste Lächeln im Gesicht das ich je gesehen hatte und seinen Arm um die Taille des Mädchens gelegt. Das Mädchen, deren honigfarbenen Augen einen ganz eigenen Glanz hatten, lächelte ein wenig verächtlich. Vorsichtig nahm ich das Foto in die Hand und betrachtete das perfekte, lächelnde Gesicht Edwards.
Ich blieb eine Weile einfach so stehen, bis das leise quietschten der Tür mich erschreckte.
Mit großer Anstrengung schaffte ich es, das der Bilderrahmen nicht auf den Boden fiel. Ich hielt ihn fest und drehte mich langsam um und sah in das konfuse Gesicht von Alice. Erleichtert atmete ich aus als ich sah das sie es war. Sie kam langsam auf mich zu und sah auf das Foto in meiner Hand.
„Was machst du damit?" Fragte sie leise, so als ob sie Angst hatte laut zu reden.
Mich verwirrte ihr Verhalten völlig.
„Ich bin...zufällig hier rein...und hab es gesehen." Erklärte ich und sah wieder auf das Foto. „Wer ist sie?" Fragte ich dann.
Alice seufzte.
„Ich glaube nicht das ich die richtige Person bin, um dir das zu sagen."
„Aber Alice..."
„Ich weiß was ich sage." Unterbrach sie mich ernst. „Und jetzt gehen wir besser, bevor Edward uns einen Kopf kürzer macht."
Ich stellte das Foto weg und Alice zog an meiner Hand, damit ich mich in Bewegung setzte. Ich ließ mich einfach von ihr mitziehen, unfähig mich zu konzentrieren. Es hätte mir eigentlich vom ersten Moment an klar sein müssen, vom ersten Mal an als ich ihn sah, vom ersten Wort an das er zu mir sagte, vom ersten einschüchternden Blick seiner grünen Augen an, hätte ich es wissen müssen. Ich meine, wie konnte Edward Cullen keine Freundin haben? Wieso hatte ich es nicht gemerkt? Es war doch so offensichtlich.
Und es überraschte mich auch nicht.
Aber warum fühlte ich dann diesen unangenehmen Druck in meiner Brust?
Und vor allem, warum wollte ich alles von diesem blondem Mädchen wissen?
