Mit zerzaustem Haar und schläfrigen Augen verließ Marty sein Bett und ließ barfuß durch das stille Haus. Er hatte nur eins im Sinn. Heute wird der Tag sein, an dem er endlich aus diesem lebendigen Albtraum entfliehen wird, was er sein Haus nennt. Grimassen formten sich auf seinem Gesicht als er so leise wie möglich sein wollte und die Treppe hörte nicht auf zu knarren. Endlich gelangte er ins Erdgeschoss und im gleichen Moment wurde seine Aufmerksamkeit auf das Licht aus dem Wohnzimmerfenster gelenkt. Sein Vater saß auf der Couch und sein Gesicht hatte einen wütenden Ausdruck angenommen. Der 8-jährige Junge schüttelte sich durch Angst und er fühlte sich als könnte er nicht mehr entfliehen.
Auf Zehenspitzen gehend lief er zur Küche, wo es einen Hinterausgang zum Hinterhof ist. Wenn er dadurch gehen kann, dann muss er nur noch rennen bis nicht mehr atmen kann - dann wäre er frei. Bevor er den Türknauf ergriff flog sein Blick zu der Spüle mit dem dreckigem Geschirr und er erinnerte sich an das Abendessen. Alles lief gut bis ein Streit ausbrach. Seine Mutter schwang das Messer Richtung Ehemann, aber mit extremer Leichtigkeit und Schnelligkeit, nahm Gordon John es aus ihren Händen und bedrohte sie. Marty wurde aus der Küche gestoßen, weil seine Mutter seinem Vater anbettelte ihn nicht Zeuge dieset Szene sein zu lassen.
Martys Unterarm wurde rot und man konnte langsam die Hand seines Vater auf der Haut erkennen. Seine Mutter weinte als sein Vater sie schlug und schüttelte. Der kleine Junge schaute zu, bereit das Messer zu nehmen, seinen Vater anzugreifen und die Quälerei, die er und seine Mutter tagtäglich erleben, zu beenden. Aber Marty war kleiner Junge, er fühlte sich verletzt, machtlos und erschrocken. Gordon ließ seine Frau in Ruhe, als sie am Boden saß, ihr Gesicht mit Verletzungen übersäht und weinte. Als er die Küche verließ und seinen Sohn sah der ihn voller Angst und Ekel anschaute, schluck er ihn ins Gesicht und seine Lippe riß auf. Er ging in das Wohnzimmer und Marty schlitterte die Wand an der er lehnte hinunter und weinte mit der Hand vor seinem Mund. Blut tropfte an seinem Kinn herunter und Tränen floßen an seiner Wange hinunter und salzte seinen Mund. Er schaffte es aufzustehen und zu seiner Mutter zu laufen. Er kniete sich vor ihr und umarmte sie kräftig.
"Ich werde uns hier rausbringen, Mum." Nachdem er das gesagt hat, schluchzte und weinte er noch heftiger und sah die Verletzungen die sein Vater ihr zugezogen hat. "Er wird uns nicht mehr weh tun."
"Zum Teufel, was sagst du da?", fragte Gordon hart und riß Marty an seinen Haaren nach oben. Er warf ihm gegen einen Küchenschrank und schrie. "Während du in meinem Haus lebst, lebst du unter meinen Regeln! Du gehst, gut für dich, aber du gehst allein. Deine Mutter wird mich nicht verlassen, hast du mich verstanden?"
Marty zitterte immer vor Angst, noch immer auf der Erde sitzend, weinend und seinen Knien an die Brust gezogen. Als er in die Realität zurückkehrte, ging er in sein Zimmer nachdem er sich erinnert hat was nach dem Essen passiert ist. Wenn er nicht mt seiner Mutter gehen kann, dann kann er nicht gehen. Schlimm wurde es als Gordon ihn auf den Weg in sein Zimmer fand - er war sturzbetrunken. Er sah die Augen seines Vaters und die Hände an seinem Gürtel und ring die Treppen nach oben. Erst als er sein Bett erreicht hatte stoppte er. Glücklicherweise folgte ihm sein Vater nicht, aber er konnte seine Herzschläge nicht beruhigen und er weinte wieder, von Angst angetrieben.
Wieder in das Jetzt zurückgekehrt, erwarte Deeks mit tränenden Augen und schwer atmend. Er realizierte, das er immer noch auf Kensis Couch sitzt und sie neben ihm schlief, ahnungslos dass er plötzlich erwachte. Marty ist ein Erwachsener aber die Erinnerungen aus seiner Kindheit entmutigte ihn immer noch von Zeit zu Zeit. Er schaute zu seinem Partner - ihr Kopf lehnte an seinem Oberarm. Er fühlte das Gary trotzdem ein glückliches Kind ist. Zurückblickend hatte Deeks niemanden der sich um ihn kümmerte. Obwohl sie mit aller Kraft versuchte es nicht zu zeigen, war Gary ihr sofort ans Herz gewachsen. Und Gary vertraute ihr. Deeks verstand wie Gary sich fühlte; endlich hat er jemanden gefunden, der ihn beschützte, aber vor allem jemanden der sich um einen sorgte und kümmerte. Er bemerkte das die Sonne langsam aufging. Er stand auf, ließ Kensi auf die Couch fallen und bereitete Kaffee vor.
Ein paar Wochen sind vergangen. In den Köpfen von Kensi und Deeks, wurde Gary etwas vergessen wegen der ganzen Arbeit und ihren routinierten Leben. Trotzdem gab es immer einen Moment wenn Deeks seinen Albtraum wieder lebte, nachdem er an ihn gedacht hat. Und wenn Kensi allein war und versuchte etwas Schlaf zu bekommen, hörte sie wie Gary ihren Namen schrie und sie anbettelte ihn nicht gehen zu lassen. Sie fühlte sich noch schuldiger weil sie ihn versprochen hatte, ihn zu besuchen. Und jetzt, einen Monat später, hat sie ihr Versprechen noch nicht eingehalten.
"Es ist auf jeden Fall besser, ein Spiel im Stadion zu schauen!", argumentiere Sam.
"Yeah, wenn du von Tonnen von Menschen erdrückt werden willst ist es wirklich besser.", antwortete Callen zurück. "Ich schau mir ein Baseballspiel lieber in meinem Haus an, mit einer Flasche Bier, komplett relaxed."
"Sitzen worauf? Du hast nicht mal ein Sofa!".
Kensi konnte nicht anders und musste lachen und schaute zwischen beiden hin- und her, die, wie immer, sich zankten. Dieses Mal über über Baseball - Zuhause oder im Stadion. Das Thema kam auf wegen dem großen Baseballspiel was in Los Angeles stattfinden wird. Sam wird es sich live auf dem Spielfeld anschauen und versuchte Callen zu überreden, mitzugehen.
"Was macht das schon? Ich genieße Baseball trotzdem, in meinen eigenen vier Wänden!" Sam kicherte, verspötterte ihn und sagte wieder: "Warum fragen wir nicht Kensi und sehen was richtig ist? Kensi?"
Kensi seufzte mit einem Lachen und antwortete. "'Tschuldige Callen, aber ich bin auf Sams Seite. Da gibt es einen Vergleich zwischen Zuhause schauen oder im Stadion zu sein."
"Gehst du dieses Wochenende?"
"Ja, werde ich."
"Morgen, Leute.", sagte Deeks und ging zu seinem Tisch. "Oh, was ist das?", murmelte er als er den Umschlag sah.
"Liebesbriefe, wie in High School Zeiten?", witzelte Sam.
"Ja, verspottet mich aber ich wette es ist eine Notiz von einer super schlauen und heißen Frau aus dem Gebäude."
"Wenn sie "schlau" ist, hätte sie nie eine Notiz hinterlassen. Wir reden hier schließlich über dich!", hänselte sie.
"Dann ist sie zumindest heiß!" Kensi rollte ihre Augen und stand auf, folgte Sam und Callen als Eric auftauchte und sie zu einem Fall rief. "Es ist ein Baseball Ticket...", sagte er misstrauisch. "Für dieses Wochenende... Du sagtest den Jungs du gehst zu dem Spiel. Vielleicht könnten wir zu-"
"Ich bin schon Begleitung!", sagte sie spitzbübig.
"Begleitung? Oh, Wer ist er?"
"Oh, er ist schwarzhaarig, hat braune Augen, kann schon manche Sachen lesen, was beeindr-"
"Du datest einen Mann der kaum lesen kann - ist es Gary? Du nimmst Gary zu dem Baseballspiel mit?" Kensi schaute zurück und lachte während beide die Treppe hochgingen. "Wie hast du das gemacht?"
"Ich wollte ih gestern besuchen, aber konnte nicht weil es zu spät war, jedoch sprach ich mit dem Direktor. Er erzählte mir das Gary von einem Physchotherapeuten betreut wird und Fortschritte macht. Als ich ihn fragte ob ich ihn für einen Nachmittag nehmen könntem sagte er das es schwierig ist das zu arrangieren, weil ich mich nicht für seine Adoption beworben habe aber da jeder Fall verschieden ist, stimmte er zu das es gut für ihn wäre mit mir rumzuhängen."
"Oh, das ist großartig. Ich glaube er wird es lieben. Warte.. da ich das Ticket habe, kann es nur meinen das du es für mich gekauft hast damit ich mitgehen kann?"
Kensi drehte sich schnell um und betrat den Raum wo das ganze Team schon wartete. "Kensi? Kensi, geb es zu! Du hast das Ticket gekauft!"
Ein kürzeres Kapitel als das letzte.
Das Orginal schreibt Pekenota14. Schaut mal auf ihren Profil vorbei und lest ihre Geschichte. Alle sind einsame Spitze! :)
