Danke fürs Feedback :)

... also entweder seid ihr alle gemein oder die Story ist echt schlecht.

Viel Spaß beim lesen.


Die junge Frau rutschte vom Schreibtisch und griff nach ihrem Röckchen.

Danach verließ sie das Arbeitszimmer und ging Richtung Küche. Draco schloss seine Hose und folgte ihr. Sie saß an der Küchenzeile, ein Glas Orangensaft stand neben ihr. Als Draco an den Kühlschrank trat, eine Tüte Milch herausnahm und sie an die Lippen setzte, runzelte sie die Stirn.

„Das habe ich immer an dir gehasst." sagte sie.

Draco wischte sich mit dem Handrücken über den Mund. Ein Grinsen zierte seine Lippen. „Dann ist es ja gut, dass du mich verlassen hast." Seine Stimme klang ruhig, anders, als wie vor einem Jahr als sie mit gepackten Koffern im Flur gestanden hatte und ihm eröffnet hatte, sie würde ihn verlassen.

Nach fünf Jahren Ehe.

„Zieh es bitte nicht ins Lächerliche!" Pansy rümpfte die Nase.

„Wie soll ich das hier denn bitte sonst beschreiben? Die Scheidung läuft und ist fast am Ende, du hast mich ausgenommen wie eine Weihnachtsgans ausgenommen und wir ficken fast jede Woche!"

„BITTE! Mäßige dich …"

„Ich will aber nicht!" Draco hatte begonnen, auf und ab zu laufen.

„Ich will das alles nicht mehr …"

„Hu, jetzt hör aber mal auf. Das vorhin hat aber nicht so ausgesehen, als wenn du es nicht mehr wolltest." gurrte dir Frau verführerisch. Sie war auf Draco zugetreten und hatte ihre Hand auf seinen Oberarm gelegt. Am Ringfinger blitze ein Diamantband.

Draco zog eine Augenbraue in die Höhe und schüttelte die Hand ab.

„Pansy, wir müssen das hier beenden! Ich bin es leid diesen Firlefanz durchzuziehen. Die Scheidung läuft, wir sollten uns nicht mehr sehen."

Pansy zog eine Schnute. „Draco, wir sind zwei Erwachsene Menschen …" Draco unterbrach sie. „… und weil wir so erwachsen sind sollten wir auch zu unseren Entscheidungen stehen. Keine Ehe, kein Sex mehr."

„Du bist ein alter Sturkopf" knurrte Pansy. „Bitte, bin ich halt ein Sturkopf!" sagte Draco ruhig. „Ich denke, es ist besser, wenn du jetzt gehst." Er schob die sich sträubende Pansy zur Tür und schlug sie ihr vor der Nase zu.

So ruhig, wie er sich gegeben hatte, war er nicht doch wie schon zu Schulzeiten war er ein Meister darin, seine Gefühle zu verbergen.

Er hatte Pansy nach seinem Abschluss mit nach Amerika genommen und bald geheiratet.

Doch nach den ersten Ehejahren waren die beiden immer öfter aneinander geraten, insbesondere auf Grund ihrer Ansichten gegenüber Muggelgeborenen.

Während Draco eine gewisse Toleranz gegenüber seinen nicht reinblütigen Mitmenschen entwickelt hatte, bedingt durch den Abstand zu England und seiner Familie, wollte und konnte sich Pansy nicht von ihrem alten Leben lösen.

Zudem war sie immer anhänglicher geworden was wohl daran lag, dass sie sich schwer tat, in der amerikanischen Zauberergesellschaft Fuß zu fassen.

Letztendlich hatte Draco ihr sogar einen eigenen Laden gekauft und mittlerweile war Pansy Gründerin und Geschäftsführerin von „Witch up", einer Kosmetiklinie für Hexen.

Pansys gutes Aussehen hatte ihr schnell nach Eröffnung des Ladens wichtige Türen geöffnet und mit der ansteigenden Zeit, die sie in ihr Unternehmen steckte, sank ihre gemeinsame Zeit mit Draco.

Dieser machte zu der Zeit selbst eine sehr schwere Zeit durch und als Pansy ihn mit einem Lieferjungen betrog war es abzusehen, dass er die Ehe beenden musste.

Leider ließen sich so viele Jahre nicht ungeschehen machen und darum befanden sich die ehemaligen Eheleute in dieser verzwickten Situation.

Draco stöhnte auf, als ein Stechen in seiner Schulter durch den Arm wanderte.

Die Verletzung, die er sich während eines Spieles zugezogen hatte, hatte ihn auch dazu gezwungen, seine Karriere als aktiver Spieler aufzugeben. Als Hüter brauchte er beide Arme. Doch der Trainerposten konnte ihn einigermaßen entschädigen.

Er blickte noch kurz aus dem Fenster heraus aber Pansy war schon appariert.


Sanfte Sonnenstrahlen erhellten die Wohnung.

In diesem ruhigen Stadtteil, etwas außerhalb der Stadt hatte Hermine eine Wohnung angemietet.

Im oberen Teil des Hauses wohnte sie nun zusammen mit ihrer Schwester, im unteren Teil die Kinderfrau und Haushälterin.

Ganz Hermine hatte sie sich dagegen gesträubt, den Hauselfen ihres Vaters weiter zu beschäftigen und hatte ihm Kleidung geschenkt doch das treue Wesen war wohl schon etwas zu alt, um diese Geste zu realisieren und war einfach mit der Familie umgezogen.

Sue war sehr angetan von dem Elf, da sie ein solches Geschöpf noch nie gesehen hatte und so jagte sie ihn den ganzen Tag durch die Wohnung. Hermine konnte darüber nur den Kopf schütteln. Der Elf würde wahrscheinlich bald an einem Schock sterben, wenn Sue ihn noch mal aus dem Hinterhalt anspringen sollte, weil sie es für ein lustiges Spiel hielt.

Harry war wieder nach Europa abgereist, der Abschied am Flughafen war herzzerreißend gewesen. Nun war sie wieder vollkommen alleine. Sie nestelte nervös an ihren großen, goldenen Ohrringen herum während sie beobachtete, wie das Umzugsunternehmen ihre Möbel in der Wohnung verteilten. Sie hatte sich vorgenommen, nicht allzu viel zu zaubern und da sie eh nicht in Eile war hatte sie sich entschieden, ihren Umzug auf „altmodische" Art und Weise zu gestalten.

Sie stand in Mitten des Wohnzimmers, dessen Wände in einem cremeweiß getüncht waren. In allen Räumen herrschten Pastellfarben vor und auch die schweren, rustikalen Möbel hatte sie gegen verschnörkelte, zierliche und helle Möbel getauscht. Sie verließ die Wohnung und stieg die Treppen hinunter. Die Möbelpacker, die ihr entgegen kamen, grinsten sie alle an.

Vor dem Haus auf einer Bank saß Kendra, die hübsche Nase in ein Buch gesteckt.

„Drachenblut – Wie man es verwendet". Hermine musste schmunzeln. Auch wenn sie sich in ihrem Äußeren unterschieden waren sie doch beide unglaublich wissbegierig. Wenigstens dieses eine gute Gen hatte ihnen der Vater vermacht.

Sie zögerte kurz, setzte sich dann aber doch neben das Mädchen.

Kendra versuchte sie zu ignorieren und tat unbeteiligt, aber da Hermine nichts sagte und sie nur anschaute, klappte das Mädchen irgendwann ihr Buch mit einem Lauten Klatschen zusammen und blickte seine ältere Schwester entnervt an.

„Was willst du schon wieder?" fragte sie, in ihrer Stimme schwang etwas leicht Aggressives mit.

„Mich mit dir unterhalten?" fragte Hermine zaghaft. Ihre Schwester war in den letzten Wochen sehr verschlossen geworden. Sie redete nicht mehr als das nötigste mit ihrer Schwester und versuchte ihr aus dem Weg zu gehen. Die Frage, ob sie denn nun bei ihr bleiben wollte und eine öffentliche Schule besuchen wollte oder doch wieder aufs Internat gehen sollte, ließ sie stets unbeantwortet. Hermine hatte sich nach dem Gespräch mit dem Anwalt dazu durchgerungne, ihre Schwester entscheiden zu lassen aber da diese ihr aus dem Weg ging und Anmeldeschluss an der öffentlichen Schule war hatte sie selbst die Initiative ergriffen.

„Kendra, du weißt, dass ich es dich selbst entscheiden lassen wollte, auf welche Schule du gehst."

„Ach wirklich? Ich dachte, du willst mich loswerden?" Hermine zuckte zurück, als wenn ihre Schwester sie geschlagen hätte. So dachte das Mädchen also von ihr?

„Nein, nicht wirklich. Ich habe dich aus eben diesem Grund auch an der öffentlichen Schule hier einschreiben lassen. Wir waren so lange getrennt, dass ich gerne mit dir eine richtige Schwesternbeziehung aufbauen würde." Sagte Hermine zaghaft und hoffte auf eine positive Reaktion ihrer Schwester.

Doch diese funkelte sie nur böse an und verzog ihren Mund.

„Schön, also muss meine schulische Leistung unter deinen dummen Ideen leiden!"

„Kendra! Das stimmt doch gar nicht!" rief Hermine erschrocken.

Doch das Mädchen hatte nur noch einen abschätzigen Blick für sie übrig und stand von der Bank auf um in das Haus zu verschwinden.

Hermine vergrub ihr Gesicht in den Händen. Wieso musste das alles ausgerechnet ihr passieren? Hatte sie sich nicht etwas anderes für ihre Zukunft gewünscht als eine zickige kleine Schwester und ein Quidditchteam?

Etwas Flauschiges strich um ihre Beine. Hermine nahm das Hündchen auf den Schoß und drückte es an ihre Brust. Die kleine rosa Hundezunge leckte über ihre Wange und Hermine musste ungewollt Lächeln. Es war als wollte ihr Sue sagen, dass alles gut werden wird.

„Ich will da wirklich nicht rein. Wirklich nicht!" murmelte Draco, als er die Türklingel betätigte. Eine verzerrte Stimme fragte, wer er sei und nachdem er Namen und Anliegen angegeben hatte ertönte ein Summen und er trat in das Treppenhaus.


Er hatte gewettet und verloren.

Deswegen war es nun an ihm, mit Hermine über die kommende Saison zu sprechen.

Seit ihrer Übernahme hatte sie sich nicht einmal im Center sehen lassen. Verträge wollten unterschrieben, Gehaltschecks ausgestellt und Mitarbeiter beschäftigt werden. Mit jeder Stufe wurde er langsamer, als ob er damit das Treffen herauszögern konnte. Als er die letzte Stufe erreicht hatte, sah er Hermine im Türrahmen stehen.

Ein unverschämt kurzer Stoffrock spannte sich über ihre wohlgeformten, straffen Schenkel. Ein taillierter Blazer und eine durchsichtige Bluse vervollständigten das Outfit. Farblich bewegte sie sich im gryffindor'schen Rahmen. Rot und Gold schmeichelten ihrer leicht gebräunten Haut.

Die Füße steckten in schwarzen Pumps.

In Draco meldete sich der Mann. Hermine sah in dieser nicht ganz jugendfreien Gryffindor- Aufmachung aus wie ein Schulmädchen, dass man für diesen unverschämt kurzen Rock einmal übers Knie legen sollte. Doch sofort schollt er sich; dies war Hermine, Besserwisserin und Schlammblut aus Gryffindor. Zwar akzeptierte er mittlerweile Muggelgeborene doch so weit ging seine Akzeptanz nun auch nicht, dass er sich eine Bettgeschichte mit einer vorstellen konnte.

„Malfoy." Ihre Stimme war rauchig aber tropfte trotzdem vor Sarkasmus.

„Granger." Draco war bemüht um einen neutralen Ton.

„ Ah ah ah. Malfoy, so unaufmerksam, so kenn ich dich gar nicht. Miss Duvall, wenn ich bitten darf." Ein kleines boshaftes Lächeln umspielte ihre Lippen.

Draco drückte seine Finger in den Handteller um seine Maske aufrecht zu halten.

„Natürlich, MISS DUVALL." Er betonte jede einzelne Silbe und es erstaunte Hermine nicht, dass es nach Verachtung klang.

„Ich hoffe doch, dass wir beim du bleiben? Wo wir uns doch schon so lange kennen!" fuhr Draco fort. Hermine zog scharf die Luft ein. Hatte sie doch zu beginn des Gespräches Oberwasser gehabt drängte Draco sie wieder einmal in die untergeordnete Position.

„Na fein, Malfoy, dann komm mal rein." Hermine trat zurück und Draco betrat die Wohnung.

Im selben Augenblick wie er den Fuß über die Schwelle setzte bereute er es. Er war in seiner persönlichen, pastellfarbenen Hölle gelandet. Alles hier schrie förmlich nach Weiblichkeit; die hellen Farben, die zierlichen Möbel, die bunten Bilder und der Wald an Zimmerpflanzen.

Zudem schwebte ein Duft in der Luft, der Draco an seine Kindheit erinnerte. Es war eine Mischung aus Keksteig, Blumen, Babyöl und einer undefinierbaren Nuance. Wäre es nicht zu auffällig gewesen, er hätte sich die Nase und Augen am liebsten zugehalten.

Hermine ging im voraus und setzte sich an einen kleinen Tisch, welcher Draco an die französischen Bistrotische erinnerte, die er und Pansy während ihrer Flitterwochen in Paris gesehen hatten.

Er setzte sich auf einen kleinen Stuhl und Draco hoffte, dass dieserin tragen würde. Der Stuhl ächzte leicht, was ihm eine hochgezogene Augenbraue Hermines einbrachte aber Draco ignorierte seine Umwelt einfach. Er war nur aus einem Grund hier und diesen durfte er nicht aus den Augen lassen.

„Also, Granger …"

„Duvall!"

„… Granger, ich bin hier um dich" hier stoppte Draco kurz und musste sich ernsthaft zusammen reißen „um dich zu bitten, ins Center zu kommen. Es gibt weiß Gott genug Arbeit zu tun und da du nun mal die neue Besitzerin bist…"

„Nein."

„Wie bitte?"

„Nein. Ich komme nicht, Ich bin zwar die Besitzerin aber du weißt, wie wenig ich mit Quidditch am Hut habe. Ich habe keine Lust zu kommen."

Draco starrte die junge Frau fassungslos an.

„Das ist nicht dein ernst, Granger!" schnarrte er.

„Duvall. Und doch, das ist mein ernst! Ihr werdet schon ohne mich zurecht kommen."

„Nein tun wir nicht. Nicht, dass ich dich gerne dort sehen würde," Draco trommelte mit seinen Fingern auf das Tischchen, „aber du bist es dem Team schuldig! Viele Spieler können noch nicht spielen weil ihre Verträge nicht unterzeichnet sind und ganz davon abgesehen werde ich gerne für meine Arbeit bezahlt!"

Hermine rollte mit den Augen; so etwas hatte ja kommen müssen. Wie hatte sie glauben können, dass ihr Vater sie so leicht entkommen ließ.

Sie verschränkte die Arme vor dem Körper.

„Na schön." Knurrte sie.

„Wenn es sein muss, dann komme ich halt ins Center. Aber glaub ja nicht, dass ich da nach deiner Pfeife tanzen werde." Sie beugte sich zu ihm rüber. „Wir sind nicht mehr in Hogwarts Malfoy. Du arbeitest jetzt für mich."

Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen und Draco stöhnte auf. Das konnte ja heiter werden.