Kapitel 4: Der 6. Geburtstag
Aufgeregt stürmte ein schwarzhaariger, kleiner Junge durch die Eingangstore des Familienanwesend. Sobald er durch die Tür und in der Eingangshalle stand, suchte er alle Winkel des hohen Raumes ab, bis er von einem kleinen Wesen angesprochen wurde.
„Junger Junior Master Damon. Tipsey freut sich sehr, Sie zu sehen. Tipsey wurde beauftragt Sie in den Salon zu führen, sobald auch Master Marcus und Lady Katie eingetroffen sind.", sagte der Hauself der Familie Flint und verneigte sich tief, so dass seine spitze Nase bis auf den Boden ragte.
„Tipsey!", rief Damon und umarmte den Hauself stürmisch.
„Tipsey ist berührt. Tipsey ist glücklich, das Sie glücklich sind, junger Junior Master Damon. Tipsey-", kam es stürmisch zurück, doch konnte seinen Satz nicht beenden, da genau drei weitere Personen durch die Tür schritten.
„Damon. Hör auf den armen Tipsey die Luft abzuschnüren!", rief eine eher wenig aufgebrachte Dame, die zusammen mit ihrem Ehemann über die Hausschwelle traten.
„Ohhhh… Lady Katie.", fiepte wieder der Hauself, nachdem er sich von Damon loseiste, „…Und, und Master Marcus. Es freut Tipsey sehr sie zu begrüßen."
Und schon wieder verneigte der kleine Hauself sich. Doch bevor dieser bis zum Boden kam, hatte sich Damon schon wieder um seinen Hals geschlungen.
„Damon. Du bist total schlecht. Grandma sagt, dass es nicht gut ist, wenn du Tipsey dauernd umarmst.", sagte nun ein kleines Mädchen mit hellbraunen Haare, die hinter Katie stand und nervös an ihrem weiß-grünem Kleidchen herum zupfte.
„Hat sie gar nicht!", entgegnete Damon, wobei er den Hauselfen losließ.
„Hat sie wohl!", sagte Lana nun aufrichtiger und kam aus dem Schatten heraus, um sich provokativ vor ihren Bruder zu stellen.
„Hat sie nicht!"
„Doch, hat sie!"
„Nein, hat sie nicht!"
„Doch!"
„Ne-"
„Ruhe jetzt, alle beide!", zischte plötzlich Marcus mit grimmiger Miene zwischen dem Wortgezanke seiner und Katies Kindern, die sofort still waren und sich vor ihre Eltern stellten.
„Und jetzt Entschuldigt ihr euch bei Tipsey.", sagte er dann wieder etwas ruhiger.
Beide wandten sich zu dem Hauselfen um und diesmal waren sie es, die sich kurz verbeugten und zeitgleich beide irgendetwas wie, ‚Tut mir leid' nuschelten. Gleich darauf hörte man das leise Geräusch von Absatzschuhen, die die Treppen herunter stolzierten.
„Marcus! Katie! Wie schön, das ihr da seit!", rief eine blonde Frau und fiel erst ihrem einzigen Sohn in die Arme.
Küsschen hier und Küsschen da, bekam der schwarzhaarige Mann jeweils auf die rechte und die linke Wange, und danach noch einmal auf die rechte.
„Mutter. Bitte.", wandte er sich aus ihrer herzlichen Umarmung.
Doch sie ließ sich nicht beirren und knuffte ihn in die Seite, bevor sie sich an seine Frau wandte.
„Katie! Ich bin so froh, dass ihr euch entschieden habt, hier zu feiern.", sagte sie fröhlich gestimmt und umarmte sie auch, nachdem sie ihr auch ein paar Küsschen aufdrückte.
„Ach, zu Hause sieht es chaotisch den je aus. Das kann man ja niemanden zumuten, Elizabeth.", lachte nun Katie und erwiderte die Begrüßung.
„Schön, schön. Und hier sind meine zwei Lieblingsekelkinder!", und umarmte die beiden gleichzeitig.
„Sind auch deine einzigen.", kam es plötzlich hinter Elizabeth, die wieder von ihren beiden Süßen abließ.
„Vater.", kommentierte Marcus und legte zeitgleich seine rechte Hand auf Katies Rücken, zur Stärkung.
„Marcus.", sagt er knapp und nickte dann auch seiner Schwiegertochter zu, „Katie."
Nach der vermeintlichen Begrüßung durch die Großeltern waren nun fast zwei Stunden vergangen. Zuerst war die kleine Familie unter sich, nachdem auch noch Katies Eltern eingetroffen waren. Frank hatte ziemliche Probleme das Anwesen zu finden, da die Wege nicht auf einer üblichen Landkarte verzeichnet waren und er und Theresa mit dem Muggelwagen herkamen.
Jetzt nach den Stunden trafen auch noch andere in das Stille Örtchen ein. Kleine Freunde der Zwillinge, die nicht unterschiedlicher sein konnten. Damons wohl kleine heimliche Kinderliebe Marie. Sie war die Tochter eines Geschäftpartners von William. Zwar ein Jahr älter, als der Junge, dennoch verstanden sie sich prächtig. Und dann war da ja noch Scorpius. Der Sohn der Familie Malfoy. Er verstand sich ziemlich gut mit Damon. Beide spielten in ihren frühen Jahren schon Quidditch und außerdem waren ja ihre Väter auch miteinander befreundet. Wie man eben so schön sagte. ‚Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm'.
„Astoria. Es freut mich, das du und dein Mann gekommen seit.", rief Elizabeth euphorisch, als sie die blonde hübsche Frau und ihren Mann, genauso wie ihren Sohn, in der Eingangshalle sah.
„Es ehrt uns ebenfalls, Großcousine.", sagte sie höflich und beide Frauen umarmten sich kurz.
„Ach, hör doch endlich auf damit und nenn mich Elizabeth.", sagte sie, als sie die Umarmung abbrach und zu ihrem Gatten sah, „Draco. Schön dich wieder in unserem Haus begrüßen zu dürfen. Und noch mehr freut es mich, dass ihr euren Sohn mitgenommen habt. Er wird sich freuen, Damon wieder zu sehen."
Derweil an einem anderen Ort, um genau zu sein in einem alten, nicht mehr benutzen Zimmer, in eines der oberen Stockwerke. Katie sah gerade aus dem Fenster, da sie somit einen perfekten Überblick hatte, wer alles gerade das Grundstück betrat.
„Sag mal, Marcus. Ich dachte es kommen nur die, die in etwa mit der Familie verwandt sind."
Der Angesprochene wandte sich um, da er zu einem Bücherregal gewandt war und gesellte sich zu seiner Frau.
„Ja, wieso fragst du?", fragte er nach, stellte sich hinter Katie und umarmte sie von hinten, um danach sein Kinn auf ihre rechte Schulter abzulegen.
„Warum hat dann deine Mutter Malfoy eingeladen. Ich verstehe nicht, wie da die Verbindung ist."
„Oh. Na ja. Mutter ist die Großcousine von Astoria. Du weißt doch, Greengrass. Und da Astoria nun mit Draco verheiratet ist, sind sie auch eingeladen worden."
„Ach so."
„Sei doch froh. Damon freut sich sicher seinen Kumpel Scorpius wieder zu sehen."
„Ja, da hast du wohl Recht."
Kurz neigte er seinen Kopf so, dass er auf ihren Hals seinen Atem pusten konnte. Gleich darauf zeigte sich eine Gänsehaut darauf.
„Ich hab immer Recht, das weißt du doch.", hauchte er ihr ins Ohr.
Die dunkelblonde ehemalige Gryffindor zog ihre Schultern hoch, da sein Atem sie kitzelte. Doch er ließ sich nicht davon beirren, sondern hauchte ihr zarte, kleine Küsse auf den Hals.
„Lass das, Marcus.", quiekte sie leise.
„Hm. Ich hab das aber schon lange nicht mehr gemacht.", erwiderte er und schlang seine Arme noch fester um sie, bis sie sich an ihn lehnte.
Genüsslich schloss Katie die Augen und verlor sich in sein sagenhaftes Aftershave. Kindergeschrei hallte durch das Haus und durch den Garten, das sie wieder veranlasste die Augen zu öffnen. Irgendetwas fing ihren Blick auf und sie sah aus dem Fenster hinunter, bis sie einen Aufschrei los ließ, den Marcus nicht kommen gesehen, bzw. gehört hatte und sie somit abrupt losließ. Aufgeregt entzog sie sich seinen Armen und rannte aus dem ehemaligen Zimmer das Marcus früher als Kind gehörte und eilte die Treppen herunter. Marcus sah erst gequält zur Tür, aus der Katie gerannt war und dann aus dem Fenster. Er konnte gerade noch erkennen, wie sein langjähriger Freund mit seiner Begleitung durch die Tore schritt. Ein breites Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit, als er sich wieder eines seiner Bücherregale widmete.
„Alicia!", rief Katie fröhlich und fiel ihrer Freundin um den Hals.
„Holla Adieu, oder wie ging das?", fragte jemand zwischen rein und stellte sich neben Alicia.
„Adrian! Wo hast du denn jetzt den Champagner her? Du sollst dich doch nicht gleich auf den Alkohol stürzen!", giftete die schwarzhaarige Frau ihre Begleitung an, als diese sich von Katie losmachte.
„Was denn? Den haben sie am Empfang ausgeteilt.", sagte er empört und hob das Glas in Katies Richtung.
„Wir freuen uns herzhaft- äh. HerzLICH hier zu sein. Wo sind den die Rabauken?"
Katie zog eine Augenbraue hoch und beugte sich etwas zu Alicia rüber.
„Sag mal,…wann hat er heute angefangen zu trinken?"
Adrian hörte gespannt mit, als er einen etwas lasziven Kommentar abgab.
„Also heute Morgen im Bett hatten wir noch einen Feuerwhiskey. Für die Nerven, nicht Ali?"
Augenblicklich wurde Alicia rot im Gesicht und schlug dem Dunkelblonden auf die Schulter. Dieser fiel kurz zur Seite, da er auf den heftigen Schlag nicht wirklich vorbereitet war und stolperte dann auch gleich zwei Mal, bis er wieder zum Stehen kam.
„Onkel Adriaaaaaaaaaaaan!", hörte man plötzlich eine männliche Kinderstimme schreien, worauf der Angesprochene plötzlich bis zu seiner Hüfte umarmt wurde.
„Hey, Kumpel.", sagte er und tätschelte Damon über seine schwarzen Haare, „Man, bist du groß geworden."
„Jaaaa! Ich bin ganze 20-mal größer als früher!"
„Wow. Hey, zeigst du meiner hübschen Begleitung unseren Tisch?"
„Jaaaa!!", rief er und wandte sich nun an die Begleitung, worauf er aber jetzt erst bemerkte, dass dort seine Patentante stand, „Tante Aliiii!!", lachte er und fiel nun auch über sie her.
Danach machte der Kleine eine andeutende Bewegung in Richtung Garten, um seiner Tante den Weg zu ihrem und Adrians Tisch zu weisen. Katie begleitete sie, um noch mehr in Erfahrung zu bringen, da es ja eindeutig etwas zu erzählen gab. Adrian machte sich derweil auf die Suche nach Marcus, um ihm zu beichten, dass das unvermeidliche vor gut zwei Wochen doch eingetreten war. Er war mit einer ehemaligen Gryffindor zusammen.
Marcus schlenderte gemütlich durch sein altes Zimmer. Ab und an hatte er das ein oder andere Quidditchheft in den Händen und blätterte darin herum. Er lächelte, als er sich daran zurück erinnerte, wie er diese Hefte gesammelt hatte. Auf einigen Regalen lagen noch seine Sammelkarten von berühmten Spielern und kleine Figuren, die immer wieder einmal blinzelten.
„Ach hier steckst du…", kam es plötzlich von der Tür.
Der Schwarzhaarige sah überrascht auf und legte gleich die Hefte, plus die Sammelkarten wieder auf den bestimmten Platz.
„Adrian.", sagte er monoton und wandte sich zu ihm um, „Willst du mir was erzählen, oder soll ich selbst raten, was da zwischen dir und Spinnet läuft?"
Sein Freund seufzte gespielt auf und zuckte mit den Schultern.
„Okay, okay. Ich konnte eben nicht anders.", grinste Adrian und lehnte sich an den Türrahmen.
„Was soll das heißen? ‚Du konntest nicht anders'?", hakte er nach.
„Ja was soll das wohl heißen?! Du und deine dämliche Gryffindor seit schuld, das ich sie gefi-…gefi-…ach du weißt was ich meine!!", sagte er etwas beleidigt, verschränkte seine Arme vor der Brust und sah den Flur entlang.
Marcus zog belustigend die Augenbrauen hoch. Er musste sich fest zusammenreißen nicht los zu lachen.
„Ah ja. Also. Darf ich zusammenfassen? Ich und Katie sind schuld, das ihr in die Kiste gesprungen seit?"
„So kann man das auch sagen, ja."
„Und wieso, wenn ich fragen darf?"
„Weißt du noch vor drei Jahren. An eurer Hochzeit. Da sind Alicia und ich zu ihr nach Hause gefahren mit den Kindern. Das reinste Chaos war das. Wir haben uns gefetzt bis sich die Nachbarn beschwert haben.", sagte er und sah dann auf den Boden, „Warum muss die auch so 'ne kleine Wohnung haben.", flüsterte er.
„Scheint so, als wärt ihr gut ausgekommen.", grinste er.
Der dunkelhaarige Mann zischte kurz etwas Unverständliches vor sich her, sagte aber dann nichts weiter.
„Also. Wie kommt's wirklich? Seit ihr…richtig…zusammen?"
Er nickte leicht.
„Ich…ja ich denk schon. Na ja, wir können nicht immer irgendetwas zusammen unternehmen, da ich gerade auf Tour bin und sie ständig arbeiten muss. Du weißt doch sicher von Katie, dass Ali im Ministerium arbeitet. Na ja, nachdem wir das Wochenende getrennte Wege wieder gegangen waren, haben wir uns wegen einem Spiel wieder gesehen. Ich musste wegen einer Lappalie ins Ministerium. Zu hart gespielt wahrscheinlich und jetzt rate Mal, wer für dieses Thema eingeordnet war?", grinste nun auch wieder Adrian.
„Angelina Johnson?"
„Oh ja. Sehr witzig, Marcus. Nein, Alicia Spinnet!"
„Und weiter?", fragte er nach, leicht belustigend.
„Ja, wir haben erst einmal wieder gestritten. Erst ging es um das Thema und später waren es wieder die so genannten Vorurteile, bis ich sie dann einfach zum Essen eingeladen habe, damit ich ihr diese Vorwürfe endlich austreiben konnte."
„Das habt ihr ja dann getan. ‚Austreiben'…ja, ja.", lachte Marcus und man hörte deutlich wie und welches Wort er genau betonte.
„Hey, wir haben es nicht gleich an dem Tag getrieben! Ich hab doch gesagt, dass wir uns eher selten gesehen haben. Ich war die meiste Zeit außer Lande und sie steckte mitten in ihrer Arbeit. Ab und an haben wir uns geschrieben. Und… na ja."
„Uhh. Pucey ist in Spinnet verschossen.", scherzte der verheiratete Mann und zog ein grinsendes Gesicht.
„Lass den Quatsch. Wir sollten lieber wieder runter gehen."
„Da stimme ich dir vollkommen zu.", nickte er und trat zusammen mit Adrian aus dem Zimmer, runter in den Salon, in dem schon ein paar Spiele betrieben wurden.
Damon und Scorpius saßen sich gegenüber auf dem Boden vor dem Kamin. Vor ihnen lagen spezielle Sammelkarten mit denen sie ein Duell ausfochten. Sobald der junge Malfoy eine Karte aufdeckte, kletterte die Figur aus der kleinen rechteckigen Karte und stellte sich in Position. Gleich darauf war auch Damons Karte aus der Karte gekommen und zückte seinen übermikroskopischen Zauberstab und sprach leise ein paar Zauber. Es war der neuste Schrei bei den Kleinen. Wizard Game Card, nannte man es worauf es eigentlich nur darauf ankam seinem Spielpartner seine Karten zu zerstören. Wer am Ende keine fähigen Zauberer oder Hexen mehr hatte, war in diesem Bezug der Verlierer.
In einer anderen Ecke des Raumes saß Marcus' Tochter zusammen mit ihren Freundinnen, die sie in ihrer Umgebung ebenfalls wohnten und spielten dieses typische Kaffeekränzchen –Spiel. Sprich; Tee einschenken, reden, Zucker in die Tasse und weiter reden. Oder währenddessen reden. Alles war eben möglich!
Lana erzählte gerade ausgiebig davon, was sie schon alles für Geschenke ausgepackt hatte. Darunter waren viele verrückte Sachen. Wie zum Beispiel eine beißende Frisbee, oder auch Scherzartikelware von den Weasley Zwillingen, Fred und George. Natürlich kamen sie von dem Thema schnell wieder weg und fingen nun an zu schwärmen über die neuesten Sachen, die es zum Anziehen gab.
Auch wenn Lana ziemlich auf den Boden geblieben war, was dem ganzen Kleider-Boom anginge – dank ihrer Mutter – konnte sie es sich nicht verkneifen ab und an davon zu Träumen in einem Berg voller neuer Kleider auf zu wachen.
Wie im Schlaraffenland eben.
Einige Zeit später sah man, wie Katie sich gerade mit Alicia und Angelina unterhielt. Neben ihr ihre Mutter, Theresa – die gespannt zuhörte.
Allerdings machte sich schon etwas Unbehagen in ihrem Magen breit, wenn sie nur daran dachte, dass ihr Schwiegersohn ihrem Enkel einen Orkan 1004 geschenkt hatte. Es war das neuste Modell der Rennbesen seit diesem Jahrhundert. Klar, der kleine Damon war Quidditch verrückt, genauso wie seine Eltern. Wem konnte sie das auch verübeln. Dennoch. Einem nun 6-jährigen einen so schnellen Besen zu kaufen war nicht gerade sehr Verantwortungsbewusst.
„Ich finde es immer noch nicht gut, dass er ihm so etwas geschenkt hat.", gab die schon etwas ältere Frau von sich.
Katie wandte sich zu ihrer Mutter, die mit ihren 44 Jahren immer noch Top fit aussah. Na ja. Wenigstens etwas.
„Mum, du brauchst dir wirklich keine Sorgen zu machen. Damon darf nur mit diesem Besen fliegen, wenn Marcus bei ihm auf dem Platz hinterm Haus ist. Außerdem haben wir den Besen weggeschlossen, so dass er ihn auch nicht alleine holen kann. Da kann gar nichts passieren.", erklärte sie Theresa nun bestimmt schon zum 10-mal.
„Katie hat Recht, Mrs. Bell. Ich hätte nie gedacht, dass ich das Mal sage, aber so wie Marcus mit seinen Kindern umgeht, ist er wirklich fürsorglich.", sagte nun Angelina.
Somit war auch dieses Thema abgehakt. Gerade rechtzeitig als Marcus und Adrian in Sichtfeld von Alicia und Angelina kamen. Die letztere Genannte zog eine Augenbraue hoch und sah hinter Theresa.
„Hallo Ladys. Mrs. Bell.", grüßte Adrian und schaute sich um, um sich zu entscheiden wo er sich hinsetzen sollte.
Doch Angelina nahm ihm die Entscheidung ab, in dem sie aufstand und sich entschuldigte. Sie wollte unbedingt einmal nach ihrem Sohn sehen. Nicht das er schon wieder was anstellte und verabschiedete sich mit einem Lächeln von der kleinen Gruppe. Somit setzte sich Adrian zu seiner Freundin und Marcus nahm neben Katies Mutter Platz, da Katie selbst zwischen Alicia und Theresa fest saß. Nach einigen schweigsamen Minuten, seufzte Theresa auf. Sie merkte, wenn sich die Kinder – in ihren Augen waren sie das noch alle! – nicht ungestört unterhalten konnten, wenn ein Elternteil in ihrer Nähe saß. Somit stand sie auf und legte dabei eine Hand auf Katies Schulter.
„Ich sehe Mal nach deinem Vater. Er wollte die Videokamera aus dem Auto holen.", lächelte sie verschmilzt.
„Ist in Ordnung, Mum."
Nachdem sie außer Hörweite war, seufzten fast alle vier zeitgleich aus, wobei sie sich gestört dabei ansahen und wenig später alle darauf lachen mussten.
„Daddy,...", nuschelte der kleine Damon vor sich hin, als er in den Armen von seinem Vater saß.
Er hatte dabei seinen Kopf an seine Schulter gelehnt und seine Augen waren geschlossen. Genauso wie die Arme des Mannes, die sich um seinen Sohn schlängelten. Fest genug, so dass er nicht von seinem Schoß rutschte. Es dämmerte gerade und obwohl noch so ziemlich alle da waren, war Damon so erschöpft von dem vielen Geschenke auspacken und dem herum gehoppse, dass er nicht anders konnte als in Daddys Armen zu schlafen. Lana ging es da allerdings etwas anders. Nachdem sie den ganzen Vormittag und eigentlich den gesamten Tag eher ruhig war, war es nun sie, die herumtollte. Mit Marie und einigen anderen Kindern rannten sie im Garten auf und ab und spielten Fangen und Wer hat Angst vorm bösen Zauberer.
Katie saß neben Marcus, der immer wieder Damon etwas hoch zog. Denn so allmählich drohte er wirklich nach unten gen Boden zu rutschen. Etwas erschöpft lehnte sich die ehemalige Gryffindor an ihren Mann.
„Süße, mein Arm ist schon eingeschlafen. Willst du, dass meine Schulter auch noch taub wird?", fragte er etwas grimmig, worauf er aber gleich wieder einen entschuldigen Blick aufsetzte.
„Sorry. Ich bin nur so müde.", murmelte sie und rieb sich ihre Augen.
„Die Feier ist eh bald offiziell beendet. Dann kehrt hier etwas Ruhe ein. Und da wir eh hier im Anwesen übernachten, brauchen wir gar nicht so viel zu stressen. Alles ruhig und gechillt…", sagte Marcus und sah dabei durch die schreienden Kinder.
Eines dieser Kinder lief nun auf ihn zu und hielt eine blumenartige Kette in den Händen.
„Mummy! Mummy! …guck Mal, was ich gemacht hab!", rief Lana fröhlich und hielt ihrer Mutter die Gänseblümchenkette vor die Nase.
Sie nahm die Kette an und musterte ihre Tochter.
„Hab ich für dich gemacht. Und…und Daddy…auch. Warte, ich hol sie.", rief sie noch eine Oktave höher und schon war sie nur wieder in der Ferne zu sehen.
„Sie kommt total nach dir.", murmelte der Schwarzhaarige leise.
„Ach was du nicht sagst. Und wie kommt Mr. Flint darauf?", grinste sie leicht und sah schmunzelnd zu ihren beiden Männern.
Kurz strich sie ihrem Sohn eine kleine Haarsträhne hinters Ohr, die ihm etwas nach vorne gerutscht war.
„Keine Ahnung. Ist doch so ein gängiger Satz, denn man sagt. Darauf wollte ich keine Antwort. Es war nur rein hypothetisch gemeint."
„Ach, wenn das so ist.", sagte Katie leise und lehnte sich etwas zu ihm vor, um ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauche, „Dann kommt Damon wohl nach dir."
„Warum?", fragte er ebenso leise wie sie.
„Rein hypothetisch.", erwiderte sie nur, worauf beide anfingen leise zu glucksen.
Marcus Blick fuhr über die Konturen ihres Gesichtes. Während er etwas Abtriefet, blieb er schlussendlich an der Kette hängen. Ohne etwas zu sagen, befreite er seinen rechten Arm von Damon und griff zur Blumenkette. Katie sah ihn etwas überrascht an, ließ es aber mit sich machen, so dass sie am Ende das kleine Gewächs auf ihrem Haar hatte.
„Jetzt bist du meine Fee.", grinste er süffisant und fuhr mit den Fingerspitzen seiner rechten Hand über ihre Wange, bevor er ihr diesmal einen Kuss auf die Lippen gab. – Seiner war aber mehr bestimmender, als der gehauchte Kuss von ihr.
„Daddy!!", rief Lana erneut, als er sich gerade von seiner Frau entfernt hatte und sah zu seiner Tochter, die nun eine weitere Kette mit ihren beiden ausgestreckten Armen ihm entgegen hielt.
A/N: Ja^^ Das war das neue Kapitel. Entschuldigt, dass es etwas gedauert hatte .__. Ich kam einfach nicht dazu das Kapitel hochzuladen, jetzt da ich endlich wieder etwas zum Arbeiten habe^^v
Das nächste wird jedoch auch etwas dauern, da ich ab hier erst einmal wieder schreiben muss xD
Zum Verständnis noch, muss ich erwähnen, dass es nur noch knapp zwei Kapitel geben wird! *snif* ;__; Aber ich hab euch ja vorgewarnt DX Also bitte nicht böse sein Q__Q
Nun denn. Ich hoffe es hat euch gefallen! Würde mich über Reviews wirklich sehr freuen ;)
Lg Eure SarinaChan91 ;3
