Einen lieben Dank an die Reviewer! Dieses Kapitel ist für euch!
Den stillen Lesern danke ich aber auch für ihr Interesse
Hier geht es dann endlich mal weiter...musste noch etwas kreatives tun, bevor ich jetzt brav Geschichte lerne böse Vorabiklausuren
Standarddisclaim: Yu-Gi-Oh und seine Charas gehören mir nicht, ich mache hiermit auch keine Geld!...und obwohl mir meine selbstgeschaffenen Charas gehören, mache ich mit denen auch kein geld schade eigentlich...lol
4. Kapitel: Sein oder nicht sein...
„Ah, und das hier sind die beiden Sporthallen. Unsere Stufe hat jeden Donnerstagnachmittag Sport. Es gibt zwei Kurse, man kann sich einen aussuchen. Der eine macht Gymnastik, ein bisschen Turnen und ab und an mal Leichtathletik, der andere spielt vor allem Ballspiele. Du kannst dir vorstellen, in welchem Kurs die Mädchen alle sind, und in welchem die Jungen." Yugi machte eine Pause und sah seinen recht stummen Kamerad direkt in die Augen.
„Und welchen hast du gewählt?" „Ballspiele."
Na super, längere Antworten konnte er nicht geben?
„Gefällt dir unsere Schule denn bisher?" „Hm.", kam es zurück.
So ging das schon die ganze Zeit- Yugi redete und erzählte und Atem Kingsley schwieg, sah sich nicht mal sonderlich um.
Yugi passte das gar nicht, so hatte er viel zu viel Zeit, weiter über diese verblüffende Ähnlichkeit mit dem Pharao nachzudenken. Es war ja nicht so, dass Kingsley so aussah wie er, nein, er hieß auch noch so. Soviel Zufall war doch nicht möglich, oder?
Ein lauter Schrei von hinten rief ihn aus seinen Gedanken zurück in die reale Welt.
„Verdammt, ich glaub es nicht! Tea, komm schnell, der Pharao ist wieder da!" Das war Joey, der da rief und Yugi hätte ihm am liebsten den Hals dafür umgedreht. Der Neue konnte ja gar nicht der Pharao sein.
Und wenn er es doch war, nahm Yugi sich vor, ihm höchstpersönlich den Hals umzudrehen, weil er ihn so verwirrt hatte.
Doch jetzt galt es erst mal, die Situation noch irgendwie zu retten, bevor sie allzu peinlich wurde.
Nur leider waren Joey und Tea schon bei ihnen angelangt und starrten Atem an wie die Jungfrau Maria höchstpersönlich.
„Habe ich was auf der Nase, oder warum starrt ihr mich so blöde an?"
Die plötzliche Aufmerksamkeit schien dem Neuen gar nicht zu gefallen, da half es auch nicht, dass Tea Tränen in die Augen traten und sie verlegen von einem Bein auf das andere trat.
Verwundert bemerkte Yugi, wie ihre Wangen knatschrot anliefen und sie kein einziges Wort herausbrachte.
Das waren ja mal ganz neue Seiten, das junge Mädchen war doch sonst nicht um Worte verlegen.
„Ah, guten Morgen ihr beiden. Darf ich vorstellen? Das ist Atem Kingsley, ihr wisst schon, der Neue, den ich herumführen sollte." Yugi könnte sich selbst ohrfeigen, die beiden hatten ja keine Ahnung, er hatte weder Tea, noch Joey nach dem Gespräch mit dem Direktor irgendwie gesprochen.
Doch Tea nickte. „Ah so, deshalb haben Sie dich aus Kunst geholt gesern." Yugi nickte. „Genau. Also, Atem, das sind Tea und Joey. Sie gehen auch in unsere Stufe und sind meine besten Freunde." Doch Atem nickte nur gelangweilt. „Ist das so? Na dann..." Ohne weiteren Kommentar drehte er sich um und verschwand in Richtung Eingang, wo gerade alle Schüler hineinströmten, da die Glocke laut und deutlich dieses bei Schülern noch mehr verhasste Geräusch als das des Weckers von sich gab.
Yugi war völlig perplex. Was sollte das denn jetzt? Er hatte doch gar keine Ahnung, wohin er musste...
„Hey," meinte Joey, und riss seinen Freund wieder in die wirkliche Welt zurück, „das war doch unser Atemu, oder nicht?"
„Er muss es doch sein, er sieht genauso aus!" Tea hatte offensichtlich entdeckt, dass sie doch sprechen konnte, doch Yugi wusste trotzdem keine Antwort auf Joeys Frage.
Zehn Minuten später saß Yugi in seinem Leistungskurs. Englisch. Warum er den gewählt hatte, wusste er im Nachhinein auch nicht mehr, vielleicht lag es daran, dass er tatsächlich einmal gut gewesen war, nur leider war das Niveau ab der Zwölf stark gestiegen.
Doch es half ja alles nichts, und so saß er halt im Englisch LK und versuchte, so gut es ging mitzumachen.
Oft, eigentlich immer, verfluchte er dabei die Tatsache, dass es zwei LKs Englisch gab und Tea eben im anderen saß und ihm nicht helfen konnte.
Als dann die Tür aufging und Atem Kingsley eintrat, offensichtlich hatte er sich zu dem Raum durchgefragt, musste Yugi unvermittelt seufzen.
Da vorne trat seine Rettung durch die Tür, faktisch gesehen, denn wenn jemand Englisch konnte, dann doch wohl ein Junge mit einem Engländer als Vater.
Für eine klitzekleinen Moment sah Yugi Hoffnung am Horizont, die jedoch jäh wieder zerstört wurde, als er daran dachte, wie abweisend der Neue ihn zuvor behandelt hatte.
‚Na gut, war nichts mit Hilfe...' dachte er sich verstimmt und steckte die Nase in sein Buch, um noch ein paar Vokabeln zu lernen, als sich Atem doch tatsächlich auf den Platz neben ihm plumpsen ließ.
„Hey, Kid, ist hier frei?" Yugi nickte. Tristan hatte dort gesessen, doch seitdem dessen Familie umgezogen war und der brünette Junge die Schule hatte wechseln müssen, war der Platz in der dritten Reihe rechts von Yugi leer geblieben.
„Ja, ist er. Also setz dich...", Yugi unterbrach sich selbst halb ärgerlich. Diese Coolness des Neuen ging ihm gehörig auf die Nerven. „Wobei, du sitzt schon...", damit wandte er sich wieder seinem Buch zu. „Ach, und noch was," murmelte er, mehr zu den Seiten vor ihm, als zu Atem gewandt, „ich heiße Yugi, nicht Kid!"
Atem antwortete allerdings nicht, sondern grinste nur undurchsichtig, was Yugi, vertieft in seine Vokabeln, allerdings nicht bemerkte.
Der Unterricht verlief wie erwartet. In Englisch verhielt Yugi sich meist still, ähnlich wie Atem, der es offensichtlich nicht für nötig hielt, mit seinem Können zu protzen, obwohl der Lehrer ihn des öfteren aufforderte.
Zudem bemerkte Yugi, wie Atem immer wieder ärgerlich mit den Mundwinkeln zuckte, wenn der Lehrer ihn ansprach, so wie gerade.
„Atemu, können Sie uns sagen, was Wilder auf Englisch heißt?" Atem zuckte mit den Schultern. „Es heißt ATEM!" antwortete er ärgerlich. Yugi musste grinsen. Er hatte anfangs ähnliche Probleme gehabt, den Namen des Pharaos auszusprechen, lag wohl daran, dass dieses Wort für Japaner nun einmal völlig ungewöhnlich war, doch der Pharao hatte es ihm niemals übel genommen.
Atem Kingsley schien es da allerdings anders zu halten. Zornig sah er den Lehrer an, bevor er dann endlich die gewünschte Antwort gab: „Savage."
Der Lehrer, Sakurado- Sensei, runzelte die Stirn, bedachte Atem mit einem unerfreuten Blick, nickte dann aber.
„Correct, Kingsley-san. So, this takes us back to you, Hinagiko. What did you want to say about the savage?"
So ging der Unterricht weiter, eine Diskussion über Aldous Huxleys "Brave New World" und sogar Yugi machte, wenn auch widerwillig, mit, von dem Gedanken erfasst, eventuell doch ein wenig Eindruck auf Atem machen zu können, denn es stank im gewaltig, wie sehr der ihn missachtet hatte am Morgen.
‚Aber warum kümmerst du dich eigentlich darum, Yugi?' fragte seine innere Stimme, die der Junge einfach ignorierte. Er kümmerte sich halt darum- und basta!
Nach dem LK war große Pause.
Irgendwie war Yugi froh, dass er aus dem Raum heraus war, andererseits wünschte er sich, noch weiter neben Atem sitzen zu können, der, wenn er nicht gerade sprach, dem Pharao wirklich bis aufs Haar glich. Yugi gab sich nur zu gerne der Vorstellung hin, dass sein bester Freund irgendwie wieder aufgetaucht war, auch, wenn er sich immer wieder selbst einredete, dass das nicht möglich war.
‚Wenn man vom Teufel spricht...' dachte Yugi, als er Atem gerade in diesem Moment durch die Tür zum Spindraum eintrat.
Schnell wandte er sich wieder seinem eigenen Spind herum und kramte scheinbar wild suchend darin herum.
Atem beachtete ihn auch gar nicht, sondern ging den Gang zu einem anderen Spind hinunter, wo er seine Inlineskates herausholte, wie Yugi, der ihn jetzt doch neugierig beobachtete, feststellte. Hatte er jetzt eine Freistunde? Ja, hatten sie denn den gleichen Stundenplan? Yugi wusste, dass jetzt nur der Pädagogikgrundkurs gehalten wurde. Wobei das wieder Sinn machte, kein einziger Junge hatte den belegt.
Vielleicht hatte Yugi ja jetzt Gelegenheit, noch einmal mit Atem Kingsley zu sprechen.
Er atmete einmal tief durch um sich Mut zu machen und ging dann langsam ebenfalls den Gang hinunter.
Doch, wie es aussah, kam er zu spät.
Um die Ecke bog Umino Suzuki, der Anführer der meistgefürchteten Gang an Yugis Schule.
„Hey, du musst Atem Kingsley sein." stellte er fest, als er den Neuen sah.
Atem nickte.
„News verbreiten sich hier wohl recht schnell." antwortete Atem, scheinbar gelangweilt, was auf Umino allerdings offensichtlich wie ein Ausdruck von Coolness galt.
„Meine Freunde und ich sind hier so was wie eine kleine Gruppe. Wir sind nicht so langweilig wie die anderen und machen einfach, was uns gefällt. Meist bedeutet das, irgendwo abhängen und skaten." Umino warf einen Blick auf die Skates des Neuen. Er grinste. „Und mit DENEN scheinst du zu uns zu passen."
Atem sah Umino abschätzend an, nickte dann aber. „Cool." sagte er ausdruckslos, wandte sich dann wieder seinem Spind zu.
„Wir treffen uns alle in der Mittagspause vor dem Schultor. Wir warten auf dich, Kingsley!"
Damit verschwand Umino und Yugi atmete auf. Er mochte Umino nicht. Obwohl er in der 13 war und demnach eigentlich mit der Schule mehr als beschäftigt hätte sein sollen, terrorisierte er dauernd andere Schüler- meist aus der Unterstufe.
Als Yugi jetzt an Atem vorbeiging, trafen sich ihre Blicke wie aus Zufall und Yugi rann es eiskalt den Rücken hinunter. Er kannte diesen Blick zu gut. Sein Yami hatte ihn immer so angesehen, wenn er gespürt hatte, dass mit Yugi etwas nicht stimmte.
‚Oh verdammt, hör doch endlich damit auf, ihm so ähnlich zu sein!' flehte Yugi innerlich verzweifelt, denn er fühlte Tränen in sich hochsteigen.
Es war eine Sache, den Verlust des Pharaos zu überwinden, wenn er allein war, doch einen Doppelgänger vor der Nase zu haben, war schon eine ganze Nummer härter.
„Hey, Mutou-kun, hast du jetzt auch frei?" fragte der ältere plötzlich und riss Yugi mal wieder aus seinen Gedanken. Der blieb stehen und sah Atem an. Verwundert, was nun kommen würde.
„Ja, sicher, jetzt gleich wäre nur der Pädagogik Grundkurs...und du kannst dir vorstellen, dass da nur Mädchen drin sind."
Atem zuckte mit den Schultern. „Nicht unbedingt. Aber ich nehme das mal als ein Ja. Also, hättest du Zeit?"
Yugi schnappte nach Luft. Er hatte ja alles erwartet, nur nicht, dass Atem Kingsley auf einmal doch nett zu ihm sein würde.
„Ja, habe ich."
Atem lächelte. „Gut. Können wir dann irgendwohin gehen, wo wir ungestört sind?"
War Yugi vorher noch nicht verwirrt gewesen, so gab ihm das den Rest. Er nickte nur und versank wieder in Gedanken, während er Atem in die Bibliothek der Schule führte.
‚Ist er es doch?' Erneut hoffte Yugi auf das eigentlich Unmögliche.
Mit klopfendem Herzen setzte er sich mit Atem an einen der Tische und sah ihn erwartungsvoll an.
Atem schien das nicht zu bemerken, sondern stellte erst mal seine Tasche ab. Die Inliner waren wieder in seinem Spind. Was auch immer er mit ihnen vorgehabt hatte, als er Yugi gesehen hatte, hatte er es sich anders überlegt.
Dann kramte der dunkelhäutige Junge ein Buch aus seiner Tasche- Yugi erkannte das Buch vom Mathe GK, und sah Yugi erwartungsvoll an.
„Ich hatte gehofft, du könntest mir sagen, wo ihr zur Zeit mit dem Stoff seid."
Yugis Hoffnungen zerstoben und er schluckte traurig. Jetzt war er sich sicher, dass Atem Kingsley und Pharao Atem nicht die gleiche Person waren.
Er nickte und schlug die entsprechende Seite auf. Erklärte, was sie gerade im Unterricht machten, machte dann mit anderen Fächern weiter, bis die Schulglocke schließlich zur fünften Stunde läutete.
Er hatte auch das nächste Fach, eben Mathe, mit Atem zusammen und während sie schweigend nebeneinander zum Raum gingen, schrie Yugi innerlich auf.
Es war, als hätte er seinen Freund gerade in der Bibliothek zum zweiten Mal verloren.
tbc...
So, das war es dann für heute. Ich weiß, es geht langsam voran, aber ich kann ja schlecht sagen: neuer kommt an yugis schule, sieht aus wie Atem, ist es, sagt es yugi, ...und sie lebten glücklich bis an ihr ende----ENDE... das wäre dch langweilig
so, dann danke ich euch für eure aufmerksamkeit und bis zum nächsten kapitel!
eure Nics
