Nach langer Zeit habe ich gleich zwei Kapitel mitgebracht. Hier das erste:


„Hey" Was machen sie da?", schrie eine unbekannte Person vom Gasseneingang aus dem Trubel der Stadt. Wie sich heraus stellen sollte handelte es sich hierbei um einen einfachen Streifenpolizisten, der nicht gerade furcht erregend aussah.
Die zwei Gorillas schluckten schwer. Werden sie erwischt? Jetzt hieß es ihr schauspielerisches Können zu zeigen – a la Null-acht-fünfzehn. Das wurde es auch.
„Meinen Sie uns Officer?"
„Wen sonst?"
„Nun ja, also wir...", „...wir haben die Ratten gejagt. Sie müssen wissen, unser Boss hat es nicht so gern wenn sich diese Viecher seines Casinos aufhalten."
Der Cop nickte verständnisvoll mit dem Kopf. Dann bemerkte er Tammo mit dem Gesicht am Boden liegend.
„Und was ist mit ihm?" Dabei zeigte dieser auf Tammo.
„Oh, um ihn brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Sie müssen wissen unser Freund da, ist nicht mehr der Jüngste und erschrickt sich leicht. Zudem hat er noch furchtbare Angst vor Ratten. Ich kann Ihnen nicht sagen warum, aber wenn er ihnen begegnet schmeißt er sich alle paar Meter auf den Boden."

Das glaubt er Ihnen doch nicht etwa?

Der Cop zögerte einen Moment, musterte dann noch einmal Ding und Dong und gab ihnen, als er sie verließ, nur noch den Rat mit, dass sie sich besser um "Ihren Freund" kümmern sollten.
„Ja, danke. Das werden wir sofort tun! Gute Nacht, Officer." Damit war dieser verschwunden.

Er hat es geglaubt! So eine hole...

Ding und Dong viel offensichtlich ein äußerst schwerer Stein von den Schultern. So schwer wie in diesem Moment, hatten sie offensichtlich noch nie geseufzt Dong fasste sich von ihnen als erstes.
„Los komm!", womit er seinen Kollegen am Arm packte, „Bevor noch so einer auftaucht." Er zeigte mit einem Daumen in die Richtung, in die der Streifenpolizist verschwunden war.
Man hätte jetzt denken können, Ding würde seine Waffe wieder einstecken oder die Beiden hätten es sich anders überlegt und würden es bei einem einfachen Schrecken einjagen belassen. Aber dem war nicht so.
Sie gingen zu Tammo herüber, jeder auf eine Seite, packten ihm an den Armen und schliffen ihn förmlich ein paar Meter weiter in den dunklen Flur hinein. Dann stellten sie ihn an eine Wand. Und wieder kam es Meg vor, als würde die Zeit in Slow-Motion ablaufen.

Der Regen. Der Atem. Die Bewegungen. Die Schüsse.
Tammo, der an der Wand zu Boden sackte.
Die Gorillas, die sich ein paar Schritte entfernten.
Ding, der seine Waffe wieder verstaute.
Der letzte Atemzug, der aus Tammo entwich.
Ding und Dong die sich auf dem Weg zurück ins Casino machten.

War das gerade tatsächlich passiert? Hatten sie gerade...? Ist er...? Oder ist das alles nur ein Traum? Ein ganz schlechter?
Ja, eindeutig. Das muss es sein. Ich schließe jetzt einfach meine Augen, zähle bis Drei und wenn ich sie wieder öffne ist das gerade nicht passiert...
Eins...
Zwei...
Drei...
NEEIIINNNN!

Es war kein Traum. Tammo war tot. Sie hatte es mit angesehen. Wie sollte sie das nur Malwin und Pius erklären? Konnte sie ihnen einfach so sagen was passiert war? Oder sollte sie lieber zur Polizei gehen? Würde ihr dort überhaupt jemand glauben?
Es war eindeutig nicht leicht. Nun litt Meg unter einer schweren Last. Ihr Kopf schmerzte. Es war zuviel.

Irgendwie hatte sie sich unbewusst neben Tammos leblosen Körper gestellt. Über die Frage "Wie?" konnte sie sich jetzt keine Gedanken machen.

Was war das? Eine Zuckung. Er lebt!

Meg kniete sich neben ihn und suchte nach einem weiteren Anzeichen dafür, dass sie sich nichts eingebildet hatte. Sie überprüfte zu aller erst die Schlagadern – nichts. Als zweites drückte, kniff und zog sie wo es nur ging – nichts. Zuletzt suchte sich noch in seinen Kleidungstaschen um irgendetwas Brauchbares zu haben, dass ihr vielleicht doch noch weiterhelfen könnte – nichts. Zumindest nichts außer einem Foto von Tammo selbst und jeweils einen Umschlag für Malwin und Pius. Was war das für ein Bild? Das kannte sie noch gar nicht. Sollte sie die Sachen an sich nehmen? Für jeden anderen täte es so aussehen, als ob Meg Tammo überfallen würde.
Nun, irgendjemand schien das auch vermutet zu haben. Denn das nächste was Meg hörte war:
„Hey, du! Was...!" Und das letzte:
„Jemand muss die Polizei rufen!"
Doch Meg war verschwunden.


Keine Sorge...das zweite Kapitel ist auf der nächsten Seite. Könnt, wenn ihr wollt aber ruhig eine Anmerkung hinterlassen. Schaden kann es ja schließlich nie.