Anm: Vielen Dank für die Reviews! Anstatt zu lernen mach ich wieder etwas, was ich nicht sollte, aber zum Glück ist es nicht allzuviel geworden. ° Mir war jetzte einfach so danach und irgendwie ist das alles nicht so ernst wie es sein sollte.
- 3. Kapitel -
„Ganz toll. Ich dachte wir bekommen jetzt endlich ein paar Sachen geklärt und dann ist das nur eine codierte Textnachricht!" machte Commander Ford seinen Ärger über diese bittere Enttäuschung Luft.
Auch Bridger war enttäuscht, ließ sich jedoch nichts anmerken. „Können Sie es entcodieren?", fragte er an O'Neill gewandt.
„Ich kann es probieren, aber besonders einfach wird es nicht. Der Computer war bisher nicht in der Lage ein System zu erkennen und die normal gängigen Codierungen scheinen ebenfalls keine Ähnlichkeit mit diesem hier zu haben." sagte der bebrillte Lieutenant.
Ford runzelte die Stirn. Vorwurfsvoll sah er seinen Vorgesetzten an. „Langsam wird mir das wirklich zu seltsam. Erst dieser überraschende Zusammenstoß, dann Lucas' Hack, der erkannt wird und nun bekommen wir endlich eine Antwort auf unsere Rufe, allerdings in einem Code, den wir wahrscheinlich nicht entschlüsseln können. Was soll das alles?"
„Wir könnten getestet werden." vermutete der Captain.
„Getestet? Auf was? Ob wir ihre Spielchen durchschauen können? Das können die sich wahrlich sparen. Vielleicht tun die bereits in unseren Systemen sämtliche Daten verändern und wir merken gar nichts mehr." machte Ford seinem Ärger Luft.
„Noch wissen wir nicht genaueres." Bridger wandte sich zu Oritz. „Scannen Sie bitte die Umgebung nach einer Energiestahlung. Unsere beiden Gäste sagen, sie wurden von einem Energieimpuls getroffen. Suchen Sie jedes noch so kleine Atom ab. Da muss sich doch etwas finden lassen." Er ließ sich in seinen Stuhl sinken. Der Dienst des Captains war bereits seit Stunden vorbei, doch die gegenwärtige Situation ließ es nicht zu, sich auszuruhen. Ein starker Kaffee würde reichen müssen. Sobald es ging, musste er sich einen holen gehen.
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Mit festen Schritten eilte der Captain auf die Brücke. Die Schleuse hing halb offen, das Kontrollsystem war blockiert, wie so ziemlich vieles auf dem Boot. Wenn man nach seinen Technikern ging, sollte sich an diesem Zustand die nächste Zeit auch nichts ändern. Alles Nieten auf diesem Boot. Nie hatte man anständiges Personal, wenn es gebraucht wurde. „Status, Commander!" verlangte er von seinem ersten Offizier.
„Unverändert, Sir." antwortete Ford, als er sich zu ihm herum drehte.
„Unsere Spectre?", fragte der Captain weiter.
„Befinden sich jetzt auf der anderen seaQuest." sagte Lieutenant Henderson.
Hudson musste bei dieser Nachricht fest schlucken. „Dann sind Brody und Piccolo auf sich gestellt. Was machen unsere Systeme?"
„Nun, soweit wir das beurteilen können, nicht viel. O'Neill und Lucas arbeiten daran, aber sehr viel weiter sind die beiden nicht gekommen. Angeblich hatten wir sogar einen Hackerangriff. Mehr ist mir über diesen Fall jedoch nicht bekannt." erklärte Commander Ford.
„Einen Hackerangriff? Soll das heißen, wir hatten jemanden in unserem System?" Captain Hudson sah seinen ersten Offizier schief von der Seite an.
„Nein, denn ich konnte denjenigen noch bevor er etwas machen konnte raus werfen. Ich hab ihm praktisch die Tür vor der Nase zugeschlagen. War alles kein Problem." Ensign Wolenczak kam, sich die Hände an einem Tuch abwischend, auf die Brücke.
„Wie wollen Sie das getan haben, wenn das ganze Boot nutzlos ist?" Hudson zweifelte nicht gerade selten an der Kompetenz seines Wissenschaftlers, doch manche Dinge waren seiner Auffassung nach selbst für ein Genie unmöglich.
„Glauben Sie mir Captain, so nutzlos wie sie die seaQuest in ihrem derzeitigen Zustand einschätzen ist sie nicht. Wir haben zwar einiges abbekommen und das schon vor der neuen Waffe der Allianz, aber um sich in ein System einzuhacken, auf das ich meine Augen habe, da gehört schon einiges an Klasse dazu und die besitzt einfach keiner." Lucas setzte sich an die Konsole, welche normalerweise die Dienststation von Tim O'Neill war. Mit geübten Handgriffen legte er die Schalttafeln im unteren Bereich frei und ging auf die Knie.
„Wenn einmal jemand versucht hat in unser System zu kommen, könnte das doch sicherlich ein weiteres mal passieren." Hudson beugte sich zu Wolenczak. Seine Hand ruhte auf der Stuhllehne.
Lucas nickte. „Ja, das ist durchaus möglich. Allerdings hab ich dementsprechend gleich Vorsorge getroffen und die Systeme auf dem anderen Boot ein wenig durcheinander gebracht. Es wird ein wenig dauern bis das alles wieder funktioniert und selbst wenn sie es schnell wieder hinbekommen weiß ich wie ich bei einem erneuten Angriff vorgehen würde und muss demnach nur diese Wege absperren." Selbstgefällig lächelte er dem Captain ins Gesicht, ehe er sich der Konsole widmete.
„Sie sagen es, die Wege, die Sie nehmen würden, aber wer sagt mir, dass der von diesem Schiff dort drüben nicht eine andere Taktik verfolgt?"
„Das glaub ich kaum." Lucas kroch unter die Konsole und beleuchtete mit einer Taschenlampe die einzelnen Drähte.
Hudson stieß einen verächtlichen Laut aus.
„Captain, das ist ziemlich sicher." wandte Ford ein. „Wenn wir den spärlichen Daten glauben können, die wir rein bekommen, dann befinden wir uns im Jahr 2018 und damals gab es auf der seaQuest nur einen, der die Fähigkeiten hat sich mit Leichtigkeit in andere Systeme einzuladen."
Captain Hudson ging von Lucas weg und stellte sich vor Ford. „Wer?"
„Ich." kam es unter der Konsole gedämpft hervor.
Auf dem Gesicht des Captains spielte sich keine Regung ab, statt dessen drehte er sich nur ganz langsam herum. Er sah mit der selben Steifheit seinem wissenschaftlichen Offizier zu wie dieser wieder auftauchte, seinen Pal hervor holte und O'Neill bat die Stromzufuhr zu dessen Station zu aktivieren.
„Na bitte, geht doch." freute sich der Ensign, als der Monitor anging. Er zog sich auf den Sessel hinauf und schloß das Kontrollpult.
„Erzählen Sie mir hier gerade dort drüben auf dem Boot befindet sich Ihr jüngeres ich?", fragte Hudson erstaunt und mit sehr viel Skepsis.
Der Commander biß sich bereits auf die Zunge. Am besten er hielt sich jetzt hier ganz raus, denn der junge Lucas war um einiges heißblütiger in manchen Dingen gewesen. Man brachte den Captain lieber nicht dazu mehr über den damaligen Teenager zu erfahren. Am Ende wollte er ihn entweder gleich einsperren lassen oder rekrutierte ihn um gegen die Allianz vorzugehen, sofern sich ihr Lucas hier weigerte.
Ensign Wolenczak nickte in die Richtung des Captains. „Ganz genau das meine ich damit. Ich wüsste sonst keinen, der dort die Zeit und Muse hat sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Die haben bei unseren Zusammenstoß einiges abbekommen, dort geht es mindestens genauso zu wie hier. Die haben weit aus bessere Dinge zu tun, als uns zu untersuchen."
„Das wiederspricht sich mit ihren Rufen." entgegnete Hudson trocken.
„Ja, aber da habe ich bereits abhilfe geschafft." sagte Lucas wie beiläufig und wartete darauf, dass sich das Programm endlich öffnete, dass er aktiviert hatte.
Nun musste Jonathan Ford eingreifen. „Uns ging das ständige Gepiepe auf die Nerven und da meinte Lucas wir könnten ihnen eine codierte Nachricht schicken, an der sie eine Weile zu beißen haben."
Anerkennend musste Hudson nun eingestehen, dass er soviel Einfallsreichtum seiner Crew nicht zugetraut hatte. „Was steht drin?"
„Hört auf uns zu nerven." sagte Lucas amüsiert. Auch der Commander grinste bereits. Captain Hudson jedoch brauchte eine Weile bis er sich im Klaren war, was das genau für sie bedeutete.
„Jetzt ist wirklich Ruhe?" Versichern war das wichtigeste was ein Captain in kritischen Situationen tun konnte.
„Ja, Sir. Wir bekommen seit einiger Zeit keine Anfragen mehr rein." sagte Henderson.
„Gut, dann können wir uns ja ganz auf unsere Probleme konzentrieren und versuchen das Boot wieder aktiv zu bekommen." Dann fiel ihm jedoch etwas ein. „Sagen Sie Ensign, können Sie im Gegenzug auf deren Systeme zugreifen ohne bemerkt zu werden?"
Fassungslos sah Lucas ihn an. „In dem Zustand in dem sich die seaQuest gerade befindet? Nein, Sir, völlig unmöglich. Ich müsste mich mehrmals absichern und ich kann mit Sicherheit sagen, dass die genau aufpassen werden, nachdem ich mich bereits aus unserem System raus geworfen habe."
„Wir müssen aber wissen, was aus unseren Leuten geworden ist. Ich überlasse Brody und Piccolo nicht ihrem Schicksal." verkündete Oliver Hudson energisch.
„Captain Bridger hat das Kommando über die seaQuest. Auch wenn es sich um Kriegsgefangene handeln sollte, so werden Sie sehen, dass es ihnen bei ihm gut geht. Er behandelt sie besser, als wir unsere." Dabei musste Ford an die beiden makronesischen Soldaten denken, die sie derzeitig in einer dunklen Zelle sitzen hatten.
„Mir egal ob es Bridger oder Mousolini ist, ich möchte meine Männer wieder haben und dann zurück in unsere Zeit. Bourne soll nicht denken, dass er mit seinem selbstsüchtigen Verhalten durchkommt."
Lucas und der Commander wechselten wissende Blicke. Hudson war seit ihrem kleinen Rumms mit der anderen seaQuest etwas neben der Rolle. Sie hatten sich zuvor schon über seine sprunghaften Launen lustig gemacht. Man sollte eine Gehirnerschütterung nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber wenn man nicht auf Dr. Perry hörte und lieber durch die Gegend rannte um seine Leute zu nerven, konnte die Crew nichts machen, als ihren Captain gewähren zu lassen.
„Gehen Sie wieder in Ihr Quartier zurück und ruhen sich ein wenig aus. Wir haben die Situation soweit unter Kontrolle und wenn sich etwas ergibt, werden wir Sie informieren. Im Moment ist es wirklich besser, wenn Sie sich ein wenig ausruhen." Ford war auf den Captain zugegangen. „Ich werde Sie begleiten."
Hudson sah ihn an als hätte er nicht alle Tassen im Schrank. „Danke Commander, aber ich kann allein laufen. Ensign, sobald Sie hier fertig sind, möchte ich Sie sprechen." Damit drehte er sich herum und stapfte davon. An den Stufen verlor er das Gleichgewicht und strauchelte, doch fing sich noch rechtzeitig genug um nicht hinzufallen.
Erleichtert atmeten einige der Brückenoffiziere aus. Niemand hatte damit gerechnet den Captain so schnell wieder von dannen ziehen zu sehen. Vielmehr saßen alle mit gespannten Nerven an ihren Stationen und versuchten zu reparieren, was sie konnten.
„Er sollte wirklich im Bett bleiben." sagte Henderson besorgt.
„Von mir aus kann er da ruhig länger als nur einen halben Tag bleiben." meinte Lucas. „Dann müsste ich mir nachher nicht was anhören."
„Glaubst du er hat wieder was auszusetzen?" wollte Lonnie wissen.
„Ach was, der wird nur von Lucas wissen wollen wie er früher war und ob es nicht doch möglich ist Bridger auszuspionieren. Du wirst noch sehen, als nächstes müssen wir ein Team rüber schicken, das sich an Bord schleichen soll." sagte Jonathan augenrollend und ganz im Vertrauen zu den beiden.
Der junge Wissenschaftler konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Na klar und Bridger wird davon auch gar nichts mitbekommen." Kopf schüttelnd gab er einige Befehle in den Computer ein und glich mit Tim die weiteren Einstellungen an den Hauptschaltkreisen ab.
