Kapitel 4 – Die Erschaffung eines neuen Landes

So schnell wollten alle das Schloss nicht verlieren, das stand fest. Also willigten sie mürrisch ein.

„Und, was sind deine Tagesbeschäftigungen?"

Mabruk sah Molly mit einem breiten Grinsen an.

„Scherze, Streiche. Es ist so langweilig hier, wenn man niemanden hat, der Spaß versteht. Ich stifte gerne mal ein bisschen ‚Chaos'."

Molly wurde misstrauisch.

„Wenn es harmlose Streiche sind, haben wir nichts dagegen. Aber wenn du sowas machst wie du es bei Amalthea und Schmendrick gemacht hast, verstehen wir keinen Spaß mehr." Stellte Molly klar.

„Alles klar, okay. Ich werde die Streiche auf ein ‚Minimum' beschränken." Sagte Mabruk mürrisch.

Bevor jemand noch etwas sagen konnte, verschwand Mabruk mit einem Zauberspruch in einem grauen Nebel. Lir, Molly und Schmendrick waren besorgt, dass Mabruk den Einhörnern etwas antun könnte. Also machten sich Lir und Molly auf den Weg in den Wald, um dort die anderen über seine Vorhaben zu informieren.

„Es muss nun endlich Schluss sein mit dieser Schreckensherrschaft des Königs. Ich werde versuchen einen Weg zu finden, um alle Erinnerungen an das Königreich Haggard auszulöschen. Ich will, dass kein Einhorn mehr Furcht erleben muss. Währenddessen werde ich mich in die Bibliothek zurückziehen, um dort vielleicht etwas herauszufinden. Du kannst mich gerne begleiten, Zauberer.", sagte Amalthea zu ihm..

Ab dann zog sich Amalthea mit Schmendrick in die Bibliothek zurück. Luna war mit Molly, Lir und den anderen Einhörnern spielen. Diese Freude wollte Amalthea ihr nicht nehmen. Aber egal was sie probierte, egal was sie suchte, es schien nichts zu funktionieren. Es dauerte über Monate, bis beide bis ans letzte Regal ankamen. Mabruk wollte zwar seine Hilfe anbieten, doch diese wurde leider nur abgelehnt, da er mit zu wenig Ernst an die Sache heranging. Als Schmendrick und Amalthea das letzte Buch durchgelesen hatten, brachen sie die Suche ab.

„Ach, es hat doch keinen Sinn. Wir werden nie eine Möglichkeit finden, die Vergangenheit ungeschehen zu machen."

Mabruk tauchte plötzlich auf.

„Hat hier jemand was von Vergangenheit löschen gesagt?"

„Ja. Was weißt du darüber?"

Mabruk zuckte mit den Schultern. „Was weiß ich? Ich habe diesen Zauberspruch nie verwendet."

„Es gibt also doch einen Zauberspruch?" fragte Amalthea nach. „Kannst du ihn mir verraten?"

„Möglicherweise. Aber dazu musst du mir versprechen, dass ich bleiben darf."

Amalthea war verwirrt.

„Was meinst du mit bleiben?"

„Das wirst du schon sehen.", sagte Mabruk grinsend.

„Ich verstehe zwar nicht, worauf du hinaus willst Zauberer, aber ich willige ein."

„Gut…sehr gut…"

Amalthea hörte nicht recht was Mabruk ihr erzählte. Er sagte ihr tatsächlich einen Zauberspruch, mit dem die Vergangenheit komplett vergessen werden kann. Allerdings hatte das einen Preis: Dieses Land würde zu einem Paradies werden. Jedoch werden Menschen in dieser Welt nicht existieren dürfen, um den Frieden zu wahren. Außerdem müssen die natürlichen Bedingungen wie Wetter und Tageszeiten von den Einhörnern geregelt werden, da die Physik nicht mehr wie auf der Menschenwelt funktionieren wird. Amalthea war erstaunt und gleichzeitig entsetzt, was der Zauberspruch bewirkte. Das hatte Mabruk also gemeint. Er wollte bleiben. Als Mensch war das allerdings aufgrund des Zauberspruchs nicht machbar.

„Danke für deine Hilfe, Mabruk. Aber ich weiß nicht ob ich mein Versprechen einhalten kann. Wenn der Zauberspruch erstmal seine Wirkung entfaltet hat…" sagte Amalthea besorgt.

„Entspann' dich. Ich kümmere mich um mein Wohl. Sorge du nur dafür, dass du das danach mit dem Wetter und den Tageszeiten hinbekommst."

Das war ein Problem. Amalthea wusste nicht, wie sie das schaffen sollte. Das Wetter und gleichzeitig die Tageszeiten kontrollieren? Das war fast unmöglich für ein einziges Einhorn.

„Ich habe alles mitgehört. Ich werde dir helfen, Schwester." Sagte Luna, die gerade auf der Suche nach Amalthea war.

„Luna? Du solltest dich doch draußen vergnügen."

„Habe ich auch. Das hat Spaß gemacht. Und jetzt möchte ich wieder bei dir sein."

„Gut, Luna. Aber du musst verstehen, dass es eine große Verantwortung ist. Wobei möchtest du mir helfen?"

„Ich möchte mich um den Mond kümmern, da ich ihn einfach toll finde. Er ist wie die Sonne, nur kann man ihn direkt ansehen ohne zu erblinden. Und Licht gibt er in der Nacht auch."

„Schaffst du das auch? Nicht, dass das eine zu große Aufgabe für dich ist."

„Ich habe fleißig geübt, große Schwester. Ich denke, ich brauche zwar ein paar Anläufe, aber ich bekomme das hin."

„Gut. Wenn du das machen möchtest, ist dies nun deine Aufgabe. Dann werde ich mich um die Sonne und das Wetter kümmern. Aber was machen wir mit Molly, Lir und Schmendrick? Ich habe sie wirklich gern, jedoch liegt mir auch das Wohl der Einhörner am Herzen. Also bleibt uns wahrscheinlich keine andere Möglichkeit. Mabruk, hast du eine Idee, wie wir die drei in Sicherheit vor dem Zauberspruch bringen könnten?"

Mabruk fing wieder an zu grinsen.

„Na klar. Ich soll drei Menschen vor einem der größten Zaubersprüche in Sicherheit bringen. Was soll ich machen? Ein Paralleluniversum erschaffen, indem Menschen statt Einhörner existieren?" antwortete Mabruk sarkastisch.

Amalthea machte große Augen. Wie kommt Mabruk immer auf solche Ideen? Aber eins musste man ihm nach genauerer Überlegung lassen: Die Idee war gar nicht so dumm. Jedoch wusste Amalthea nicht mal ansatzweise, wie sie das schaffen sollte. Sie blickte wieder auf Mabruk und wollte von ihm wissen, wie dieser Plan am besten umzusetzen wäre. Schließlich war es die einzige Idee.

„Oh, du meinst das ernst? HAHAHA!", lachte der Zauberer, „also das war eigentlich als Scherz gemeint. Jedoch…könnte ich mir vorstellen, sowas zu erschaffen. Dafür möchte ich natürlich gerne wieder eine Gegenleistung."

Amalthea war überrascht, dass Mabruk einen Zauberspruch parat hatte. Allerdings störte sie es ein bisschen, dass er wieder eine Gegenleistung haben wollte. Schließlich ging es hier um das Wohl aller Lebewesen.

„Ich schätze dein Angebot sehr, alter Zauberer. Das könnte die Rettung für die drei sein. Aber was möchtest du dafür haben?"

„Ich möchte frei sein. Immer nur diese Sparwitze und schlechten Scherze, die ihr mir erlaubt. Ich möchte mal wieder so richtig auf den Putz hauen, ihr versteht?"

Amalthea war besorgt. Sollte sie Mabruk einfach so erlauben, alle Scherze und Streiche spielen zu dürfen? Die Frage klang zwar total verrückt, jedoch blieb ihr nur diese Möglichkeit, um für Molly, Lir und Schmendrick ein neues Zuhause zu finden.

„Ich akzeptiere deine Forderungen, Zauberer. Doch sei nach wie vor gewarnt, solltest du meinen Einhörnern irgendetwas antun, hat das Konsequenzen."

„Ja, und wenn wir dich nicht von hier weg schicken können, werden wir dich in Stein verwandeln."

Mabruk konnte sich vor Lachen vor der kleinen Luna nicht mehr halten.

„In Stein? Ernsthaft? Ihr könnt selbst keinen großen Verwandlungszauber aufsagen, aber wollt gleich Lebewesen in Stein verwandeln? Das ist doch einfach zum Totlachen." Rollte sich Mabruk vor Lachen auf dem Boden.

Amalthea nahm Luna in Schutz.

„Wir hoffen, dass es niemals dazu kommen wird, Zauberer. Für unsere beiden Seiten. Als Zauberer und Einhörner."

Nachdem Mabruk sich wieder beruhigt hatte, stand er auf und nahm sein Zepter in die Hand. Er murmelte irgendwelche Worte, die später zu großen Ausrufen wurden. Langsam tat sich draußen ein Gewitter auf. Der Himmel färbte sich dunkel. Schmendrick, Lir und Molly sahen, dass die Funken des Zaubers vom Schloss kamen und rannten so schnell sie konnten dorthin. Als sie ankamen, sahen sie das Mabruk gerade den Zauber ausführte, der jetzt auch Amalthea und Luna einfing.

„NEIN! Was machst du mit ihnen, Mabruk? Lass sie los." Schrie Schmendrick auf und rannte den Thronsaal hoch zu den Bücherregalen.

Amalthea und Luna wollten ihn sagen, dass das ein Missverständnis ist, jedoch mussten sie sich für den Zauber konzentrieren. Schmendrick ging dazwischen und fing an einen Gegenzauber aufzusagen. Dieser zeigte jedoch erstmal keine Wirkung. Mabruk bekam davon nichts mit, er konzentrierte sich ebenfalls auf seinen Zauber. Langsam merkten alle, wie sich die Umgebung veränderte. Die Gemälde von König Haggard verschwanden langsam von den Wänden und alles wurde… irgendwie flacher. Die Steine an der Wand wirkten nicht mehr so wuchtig, und die Landschaft die man durch das Fenster sehen konnte, wurde sehr bunt. Sie bemerkten allerdings diese Veränderung auch an ihnen selbst, Ihre Kleidung wurde leuchtender, angenehmer, freundlicher. Als sogar der Thronsaal von dem Zauber erfüllt wurde, leuchteten Amalthea und Luna hell auf. Schmendrick versuchte trotzdem irgendwas dagegen zu unternehmen. Er gab dieses Vorhaben in diesem Moment auf, als er durch das Fenster erkannte, wie alle Einhörner langsam anfingen, vom Boden abzuheben. Alle waren in Mabruk's magischen Zauber gefangen. Sie fingen ebenfalls an zu leuchten. Als es zu hell wurde, mussten sich die drei Menschen die Augen zu halten, um nicht geblendet zu werden. Dann gab es einen großen Knall und das Licht wurde wieder schwächer. Als die drei die Augen wieder aufmachten, sahen sie aus dem Fenster eine große Regenbogenwelle die sich über das gesamte Land über den Himmel verteilte. Sowas schönes hatten sie noch nie zuvor gesehen. Die Landschaft war nicht mehr wieder zu erkennen. Das Wasser, die Wiesen und die Luft. Einfach perfekt. Doch schnell konzentrieren sie sich wieder auf Amalthea und Luna, die aus ihrem weißen Lichtkegel wieder erschienen. Als sie wieder zu sehen waren, trauten die drei ihren Augen nicht. Amalthea und Luna haben sich ebenfalls verwandelt: Amalthea's Haupt zierte nun eine große Mähne, die statt silber nun aus den Farben Türkis, Grün, Blau und Rosa bestand. Auch Luna hatte sich verändert. Ihre Mähne wurde dunkelblau und schimmernd. Bei genauem Hinsehen sah der Schimmer aus wie tausend kleine Sterne, die sie in der Mähne trug. Die größte Veränderung bemerkten sie an deren Körper selber: Das Gesicht war kleiner, die Augen wurden größer. Man konnte nun die Augenfarbe der beiden Einhörner klar erkennen. Am Körper der Einhörner selber bemerkten die drei eine weitere große Veränderung: Amalthea und Luna hatten Flügel bekommen. Sie haben sich zur Hälfe in zwei Pegasi verwandelt, jedoch waren diese Flügel anders. Sie waren größer als die der anderen Pegasi, die sie bis jetzt gesehen hatten.

„Amalthea! Luna! Seid ihr in Ordnung?"

Die zwei Einhörner kamen wieder zur Besinnung. Sie haben von der großen Verwandlung nicht viel mitbekommen. Erschöpft antwortete Amalthea:

„Was ist passiert? Ist alles in Ordnung gegangen? Seid ihr alle wohlauf? Wie geht es den anderen Einhörnern?"

Als Amalthea gerade wieder bei Sinnen war, rannte sie schnellstmöglich den Thronsaal hinunter zum Eingangstor. Sie durchschritt das Tor, blieb allerdings vor Erstaunen erstmal stehen. Es war alles anders. Die Landschaft, der Himmel und der Wald. Sie ging vorsichtig auf den Wald zu, sah allerdings schon von weitem, dass sich die Einhörner verändert hatten. Sie hatten auf einmal alle unterschiedlichen Fellfarben. Genauso war es mit der Mähne. Sie sahen wunderschön aus. Doch Amalthea wurde sehr schnell klar, dass sie nun ebenfalls so aussah. Als sie sich mit dem Gedanken abgefunden hatte, dachte sie sich selber, dass das immer noch besser ist, als in einen Menschen verwandelt zu werden.

Menschen? Natürlich. Sie hatte für einen kurzen Moment vergessen, dass sie sich darum kümmern muss, dass sie diesen Ort verlassen. Das würde allerdings nicht leicht werden. Amalthea wollte die drei ungern gehen lassen, sie hatten so viel hier erlebt, allerdings waren viele Sachen auch mit der schrecklichen Vergangenheit verbunden. Es musste so kommen, daran führte kein Weg vorbei. Sie musste es für ihre Einhörner tun. Also ging Amalthea wieder zurück in das „Schloss der zwei Schwestern" und folgte dem Thronsaal bis sie wieder bei der Gruppe war.

„Du hast es also gesehen, Amalthea? Wie sieht es da draußen aus?" wollte Molly wissen.

„Es sieht einfach alles perfekt aus. So hatte ich mir das Königreich vorgestellt. Wie hast du das geschafft, Mabruk?"

Mabruk musste sich nach dieser Anstrengung erstmal setzen. Dabei stützte er sich auf seinen Stab.

„Weißt du, Amalthea. Ich habe nicht viel machen müssen. Deine Magie und deine Vorstellungen eines perfekten Königreichs haben fast schon alleine ausgereicht um das hier zu schaffen. Sieh dich um, das ist dein Königreich, Amalthea. Oder sollte ich sagen, Königin Amalthea?"

„Königin? Aber wieso das?" fragte sie aufgeregt.

Mabruk schmunzelte.

„Schmendrick, könntest du ihr erklären, was sie für ein Wesen ist?"

Schmendrick begutachtete Amalthea genau. Es dauerte allerdings ein paar Minuten bis er ein passendes Wort fand.

„Das kann doch nicht sein. Du bist tatsächlich ein…"

„Was bin ich, Schmendrick? Sag es mir bitte." Sagte Amalthea besorgt.

„Du bist ein Alihorn, Amalthea. Du und Luna habt euch zu Alihörnern verwandelt. Ich kann es kaum fassen, dass ich das noch erleben darf. Du vereinst alle Eigenschaften, die den verschiedensten Einhörnern im Laufe der Zeit gegeben wurden. Du bist somit mit Luna das mächtigste Einhorn seit der Legende."

Amalthea war nicht darauf vorbereitet. Sie war komplett überrumpelt von den Ereignissen, die sich in den letzten Minuten abgespielt hatten. Luna freute sich riesig über ihr neues Aussehen. Sie betrachtete ihren neuen Flügel und ihr Fell. Aber Amalthea konnte sie zuerst nicht freuen. Sie wollte sich erst überzeugen, dass wirklich alles funktioniert hatte. Plötzlich wurde Mabruk kreidebleich. Mehr als er es sonst ist. Da sprang Mabruk plötzlich auf und ging die Treppen hinunter zum Thronsaal.

„Mabruk, was ist? Was hast du?" rief Molly hinterher.

„Meine Uhr! Ich habe gar nicht daran gedacht, als ich den Zauber aufführte. Ich hoffe sie ist noch da."

Er rannte hinunter in die große Halle, die mittlerweile allerdings auch anders aussah. Die Fliesen waren sauber und die Halle erstrahlte wie in einem neuen Glanz. Die Fackeln waren allesamt angezündet und erhellten den gesamten Raum. Dort, wo die Uhr einst stand, stand nun ein großer Spiegel. Dieser war mit auffälligen Verzierungen versehen. Hufeisensymbole waren um den Standfuß des Spiegels zu erkennen. An dem Rand des Spiegels waren 11 rosa Edelsteine verteilt.

„Ah, Das Portal ist noch da. Sehr schön. Ich hätte es mir nie verzeihen lassen können, meine tolle Erfindung zu zerstören." Freute sich Mabruk.

„Wieso? Die Uhr ist doch weg? Das ist doch nur noch ein Spiegel." Bemerkte Schmendrick.

„Die Uhr ist unwichtig. Mir geht es nur um das Portal. Das ist nämlich kein gewöhnlicher Spiegel. Das ist das gleiche Portal, durch das ihr schon immer geschritten seid. Ich frage mich nur, wie wir jetzt das Portal betreten können, da ist die Spiegelfläche davor. Obwohl…"

Mabruk näherte sich langsam dem Spiegel. Er tastete den Boden ab und den Rand. Schließlich berührte er den Spiegel selber, der allerdings sofort mit einem Leuchten an der Stelle nachgab, wo Mabruk den Spiegel berührte. Er war sichtlich erleichtert.

„Das Portal ist noch da. Es ist der Spiegel. Man kann durch den Spiegel schreiten. Bin gespannt, ob das Portal immer noch das gleiche Ziel hat."

Bevor irgendjemand was sagen konnte, durchschritt Mabruk das Portal. Alle schauten sich verängstigt an. Was wird jetzt passieren? Geht es Mabruk gut? Amalthea hoffte, dass er gleich wieder aus dem Portal kommen würde und sagen würde, dass alles noch so ist wie ist es war.

„Ich schätze, das kann bei dem Väterchen etwas dauern. Setzen wir uns erstmal hin und warten." Scherzte Lir.

„Ich muss euch etwas sagen…", setzte Amalthea an, „Es ist jetzt ganz wichtig, dass ihr mir zuhört."

„Wir hören dir zu, Amalthea.", sagte Molly.

„Wenn das hier vorbei ist, müssen wir leider Abschied von einander nehmen. Der Zauber, den Mabruk herauf beschwört hatte, hat zwar das erfüllt was ich wollte, doch es hatte einen Preis. Damit wir Einhörner hier in Frieden leben können, dürfen keine Menschen hier mit uns leben."

Diese Neuigkeit schockierte alle. Sie wollten sich nicht so einfach von Amalthea trennen. Sie kennen sich jetzt schon so lange.

„Aber Amalthea. Wir sind doch schon ewig bei dir. Wir werden euren Frieden nicht stören." Flehte Molly.

„Es tut mir leid. So bestimmt es der Zauber. Aber ich habe mit Mabruk eine Abmachung, dass er für euch eine Lösung gefunden hat. Ich hoffe er hält sein Versprechen."

„Und was, wenn nicht? Wo sollen wir hin, Amalthea?" sagte Molly verzweifelt.

Das Alihorn war ratlos. Bevor sie allerdings reagieren konnte, trat Mabruk mit einem Lachen aus dem Portal hervor.