Disclaimer: Also...die Charaktere gehören leider nicht mir, sondern Joanne K. Rowling. Mir
gehört leider gar nichts. seuftz

Warnungen: Diese Story wird sehr wahrscheinlich eine Harry/Draco. Im Klartext, hier ist Shounen-Ai drin. Wer das also nicht mag, sollte es besser nicht lesen!

Anmerkungen: Ich halte mich nicht immer unbedingt an die Bücher. Also seid nicht zu verwundert. Zum Beispiel weiß Dumbledore bei mir nicht, dass Harry auch in Slytherin sein könnte. Zudem spielt meine Story im 6.Schuljahr.

Es tut mir wirklich wahnsinnig leid, dass ich nicht früher geschrieben habe. Bitte verzeiht mir. sich-in-Ecke-stell-und-schäm. Aber in den letzten Wochen waren meine restlichen Arbeiten, sodass ich nicht sehr viel schreiben konnte. Und als ich dieses Kapitel endlich fertig hatte, wurde schließlich meine Beta-Leserin krank. Ich habe bis heute noch gewartet, mich jetzt aber doch dazu durchgerungen das Kapitel einfach hoch zu stellen. Also, bitte nicht böse sein, wenn ihr Fehler entdeckt, ja?

Review-Antworten:

Lady of Mystery and Chaos - Bitte, sei mir nicht böse, dass ich dieses Kapitel schon hochstelle, ja? Wenn du jedoch noch was auszusetzten hast, nur her damit!

Glaniel – Hast schon recht, wird ein Harry/draco Paaring. Es ist nun mal mein Liebstes.

Severina35 – Bei mir sind Hermine und Ron einfach deshalb böse, weil ich es so wollte. böse-lach. Nein, jetzt mal im ernst. In vielen Geschichten sind die beiden die Engel auf Erden und ich schreibe selbst noch an einer anderen Story, wo die beiden gut sind. (psst, gelle?). Manchmal muss man aber einfach mal seinen Frust so richtig rauslassen. Dann kommt es gerade recht, wenn manche Charactere so böse sind.

White Silver Black – Hey, gute Idee. Pansy/Milli noch. Ich glaube, da kann ich was draus machen. Mal schaun?!

Susy2902 – Vielen Dank für das Kommentar. Ich glaube, ich bin immer noch rot. Aber du hast schon recht. Dies ist meine erste Story, die ich veröffentliche, aber nicht die erste, die ich schreibe. Eine von meinen früheren will ich auch bald noch rausbringen. Mal schauen. Wann das sein wird.

Vielen Dank auch an kevin2 und Momo-chan21989.

So, jetzt aber endlich los:

„Sprechen"

Denken

Kapitel 4: Die Wildkatze

Das Frühstück war kaum beendet, als sich die kleine Gruppe, die Harrys Vorhersage mitbekommen hatte, wieder in den Privaträumen Snapes traf. Sobald sich alle gesetzt hatten, fing Elddir auch sofort an zu sprechen.

„Also, was wollen wir jetzt unternehmen?"Vollkommende Stille war die Antwort, welche schließlich von Snape gebrochen wurde, indem er seufzte und fragte: „Können wir denn wirklich sicher sein, dass es eine richtige Vorhersage war und, was noch wichtiger ist, ob sie wirklich wahr ist? Nur sehr erfahrene Seher schaffen es die Zukunft richtig zu deuten.."

„Das stimmt schon.", meinte Narzissa. „Jedoch glaube ich fest daran, dass man sich diese zu Herzen nehmen sollte."

Bisher hatten die Jugendlichen nur still auf ihren Plätzen gesessen und den Erwachsenen zugehört. Doch nun meldete sich Draco zu Worte: „Ich denke auch, dass wir Harry in diesem Punkt sehr ernst nehmen sollten."

Als er die verwirrten Blicke aller anderen auffing, redete Draco schnell weiter. „Er sagte mir doch, dass ich Träume erhalten würde, um den Kleinen zu beschützen. Wisst ihr noch?"

„Soll das etwa heißen...?", fragte Lucius erstaunt. „Genau Vater. Ich habe erst heute Nacht davon geträumt, dass Harry angegriffen wird."

Blaise, Pansy und Milli klappte der Mund auf. Und auch die Lehrer konnten sich nur mit Mühe zusammenreißen. „Wie sah dieser Angriff aus?", meldete sich nun wieder Snape zu Wort. In seiner Stimme klang ein besorgter Unterton mit, als er redete. Er wusste so gut wie die anderen Erwachsenen, dass sein Patensohn eine leichte Sehergabe hatte. Und Harry war ihnen allen in dieser kurzen Zeit irgendwie ans Herz gewachsen.

Draco rang kurz mit sich selbst. Vor allem bei der Erinnerung des Traumes, den diese Warnung unterbrochen hatte. Schließlich sagte er: „Wir", dabei zeigte er auf seine Freunde und sich selbst „waren gerade auf dem Weg zur großen Halle, als Granger und das Wiesel auf uns zukamen und versuchten mit Harry zu reden. Dieser wollte jedoch nicht und wir gingen weiter. Doch die Zwei ließen uns nicht in Ruhe, sondern griffen uns aus dem Hinterhalt an. Das Schlammblut ging auf Harry zu und schien ihn zu verzaubern. Was sie allerdings sagte, weiß ich nicht. Ich konnte nichts verstehen."

Während Draco gesprochen hatte, war er völlig in seinen Erinnerungen versunken gewesen. Als er nun in die Gesichter der anderen sah, konnte er darin Entsetzen und Erstaunen erkennen.

„Ich würde sagen,", meinte schließlich Elddir. „dass wir gut auf unseren Kleinen aufpassen sollten. Außerdem sollten wir schnellstens die anderen Person aus der Prophezeiung suchen und, was noch wichtiger ist, möglichst bald finden."

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Ein vorwitziger Sonnenstrahl stahl sich durch eines der Kerkerfenster in den dahinter liegenden Raum. Dieser hatte einen dunklen Parkettboden und die Wände bestanden aus dunklem Stein. Im Raum waren zudem ein gut gefülltes Bücherregal, dessen Inhalt alle nur erdenklichen Kategorien behandelte, und ein Schreibtisch, auf dem Papiere, Tinte und Federn wohl geordnet nebeneinander lagen. Doch den meisten Platz nahm ein riesiges Himmelbett ein. Die Vorhänge, die Betttücher und Bezüge waren in einem dunklen Grün und schwarz gehalten. In dem riesigen Bett lag ein Junge mit zerzausten schwarzen Haaren, der sich nun langsam regte.

Harry lag mit geschlossenen Augen auf seinem Bett und dachte über seinen Traum nach. Es war ein seltsamer Traum gewesen. Er war darin doch tatsächlich nach Slytherin gewählt worden und hatte sich mit Blaise, Pansy, Milli, Crabbe, Goyle und Draco angefreundet. Was man doch so alles zusammen fantasierte. Nicht zu fassen. Aber das wohl verrückteste war, dass er den sprechenden Hut aus der großen Halle entwendet hatte und in der Nacht in eine Trance gegangen war. Danach wusste er nichts mehr.

Nach ein paar Sekunden seufzte er leise. Obwohl es schon schön gewesen wäre mit den Slytherins befreundet zu sein. Sie waren so anders als die Gryffis. So einfühlsam. Er seufzte noch einmal.

„Sag mal, was ist denn mit dir los?", meldete sich plötzlich eine Stimme direkt neben Harry. Dieser riss erschrocken die Augen auf und sah zu der Person, die ihn eben angesprochen hatte. An seiner rechten Seite saß niemand anderes als ein gewisser blonder Slytherin. Daneben, und am Ende des Bettes, saßen die anderen Slytherins aus Harrys Traum.

Harrys neue Freunde mussten lachen, als sie den vollkommen verwirrten Ausdruck auf dessen Gesicht sahen. Und nach kurzer Zeit stimmte auch der Schwarzhaarige vor Freude und Erleichterung, dass es nicht nur ein Traum gewesen war, in das Gelächter ein.

Angezogen von dem Lärm betraten nun auch die Professoren Malfoys, Snape und Elddir den Raum. Als sie sahen, dass Harry aufgewacht war, lächelten sie ihn an. Währenddessen ging Narzissa zu ihrem „Patienten"und musterte ihn gründlich. „Wie fühlst du dich Harry?"

„Danke, sehr gut.", antwortete der Angesprochene nur, wobei er verschämt auf seine Bettdecke schaute. Er war es von den Dursleys nicht gewohnt, dass man sich um sein Wohlbefinden sorgte. Dadurch bemerkte er auch nicht die Blicke, die sich die anderen zuwarfen.

„Bist du nicht müde, oder erschöpft?", hakte Dracos Mutter nach. Als Harry nur den Kopf schüttelte, zuckte sie schließlich mit den Achseln. Es war zwar nicht normal, dass man nach so einer tiefen Trance und dann noch einer Vorhersage nur so kurz schlief, aber der Junge hatte sie schon des öfteren überrascht.

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Das Grüppchen Slytherins hatte sich im Wohnzimmer versammelt und saß nun in den gemütlichen Sesseln vor dem Kamin. Sie hatten Harry gerade von Dumbledores Ankündigung erzählt.

„Was meint ihr, was mag diese Überraschung sein, von der Dumbledore sprach?", fragte Pansy aufgeregt.

„Hatte er ein Glitzern in den Augen?", antwortete Harry mit einer Gegenfrage. In einer sarkastischen Tonlage erklärte er: „Wenn ja, dann gehe ich lieber gleich zum Schafott. Dann habe ich es wenigstens schnell hinter mir und weiß schon vorher, was mich erwartet."Die Jugendlichen sahen sich irritiert an, während sich die Erwachsenen bemühten ihr Lachen zu unterdrücken. Sie wussten ganz genau, wie Harry das mit dem Schafott und dem Glitzern gemeint hatte.

Als Snape merkte, dass die Schüler diesen Ausspruch nicht verstanden verdrehte er die Augen. „Das mit dem Glitzern in den Augen ist eine Eigenschaft Dumbledores. Immer wenn er will, dass man etwas für ihn macht, was man überhaut nicht will, erscheint dieses Leuchten. Außerdem erfährt man erst am Schluss mehr, wenn eigentlich schon alles vorbei ist. Verstanden?"

Die Angesprochenen nickten. „Aber keine Sorge, so schlimm wird es schon nicht werden.", fügte Lucius hinzu. „Wir vier sind nämlich die Verantwortlichen, und nicht Dumbledore."

Draco und seine Freunde wussten aus Erfahrung, dass sie nun nichts mehr aus ihren Eltern herausbekommen würden und hingen in den nächsten Minuten ihren eigenen Gedanken nach. Schließlich erhob sich Elddir und verkündete, dass das Mittagessen bald serviert würde. So standen alle auf, und machten sich auf den Weg zur großen Halle.

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Während sich die Slytherins unterhalten hatten, war auch im obersten Geschoss des Schlosses, sprich im Gemeinschaftsraum der Gryffindors, ein lebhaftes Gespräch im Gange. Das gesamte Haus war versammelt und hörte gerade Ron und Hermine zu. Diese Zwei standen in der Mitte des Raumes, die anderen um sich herum auf Tischen, in Sesseln und Sofas und sogar auf dem Boden sitzend, versammelt.

„Und deshalb müssen wir Harry unbedingt von den Slytherins zurück holen.", beendete Hermine gerade ihre Ansprache. Sie und Ron waren sich ihrer Sache vollkommen sicher. Sie hatten aufgeführt, was Gryffindor schon alles für Harry gemacht hatte und wie sie vor allem im letzten Jahr im DA geholfen hatten.

Hermine und Ron waren deshalb ziemlich erschrocken, als sich plötzlich Neville erhob und mit sicherer Stimme sagte: „Ich bin absolut gegen diese Ausführungen."

Neville hatte in den Ferien nachgedacht und hatte, auch durch Harrys Ermutigungen im letzten Jahr, endlich seinen Mut und seinen Charakter gefunden. Er war nun kein ängstliches kleines Bübchen mehr, sondern ein junger Mann, der mit seinen 1,90 Metern und einem guten Körperbau [ AN: Ein Hoch auf Fitnesszentren!] genau wusste, was er wollte.

Neville drehte sich zu seinen Hauskameraden, welche ihn nun musterten, und sagte: „Denkt doch einmal daran, was Harry alles für uns gemacht hat. Gibt es etwa unter allen hier auch nur einen, dem er nicht geholfen hat, oder den er nicht wieder aufbaute, als er es am nötigsten brauchte?"

Es folgte ein zustimmendes Gemurmel von allen Anwesenden. Ja, alle hatten sie schon einmal Hilfe und Beistand von Harry erhalten. In manchen Fällen sogar beides.

Neville sprach weiter und hielt allen vor Augen, wie Harry ihnen geholfen hatte, Streit schlichtete, jemandem gut zu sprach, wenn man Heimweh oder Sorgen hatte. Wie er manchmal sogar geschafft hatte jemanden vor einer Strafarbeit zu bewahren, indem er alle Schuld auf sich nahm. Vor allem aber, wie er im letzten Jahr den DA geleitet hatte. „Ich weiß, dass es ihm manchmal schwergefallen ist. Aber er wusste, dass er euch somit hilft. Wisst ihr noch, als er einmal trotz seiner blutenden Hand kam? All dies tat er, ohne von euch eine Gegenleistung zu erwarten. Wollt ihr ihm nun so in den Rücken fallen?"

Auf diese Worte machte sich betretenes Schweigen im Raum breit. Jeder sah beschämt zu Boden. Ja, es stimmte, was Neville gesagt hatte.

Hermine und Ron erkannten, dass ihre Pläne erst einmal vereiltet waren und zogen dich unauffällig zurück. Sie würden es auch alleine schaffen. Die Sprüche von Harry wirkten hoffentlich noch etwas. Doch sie wussten, sie mussten sich beeilen. In ein paar Tagen konnte es schon zu spät sein.

Indes erläuterte Neville noch einige Zeit, wie schwer es wohl gerade für Harry gewesen sein musste in ein anderes Haus gewechselt zu haben. „Ihr solltet euch eher für Harry freuen, dass er schon Freunde gefunden hat."

Als Neville nun endete, erhob sich Ginny und meinte betreten: „Ich glaube, ich spreche für alle hier, wenn ich sage, dass es mir leid tut."Alle Anwesenden nickten bekräftigend. „Auf jeden Fall sollten wir uns bei Harry entschuldigen und ihn auch weiterhin unterstützen. Was meint ihr?"

Fred und Georg erhoben sich und traten zu ihrer kleinen Schwester und Neville. „Wie wäre es denn, wenn wir ...."

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Dumbledore erhob sich, als alle Schüler satt und zufrieden an ihren Haustischen saßen. „Liebe Schüler. Die bereits erwähnte Überraschung beginnt für die ersten in einer halben Stunde. Wie schon gesagt, kommt ihr bitte ohne Umwege ins Lehrerzimmer, sollte euer Name ausgerufen werden. Es werden alle Jahrgänge gemischt aufgerufen, also keine Sorge."

Harry stöhnte leise, als er das Blitzen in den Augen des Schulleiters sah. Na, das kann ja noch heiter werden., dachte er sarkastisch. Ob ich mich einfach krank stelle? Ach nein, lieber nicht. Sonst muss ich schon wieder in den Krankenflügel. Und da war ich in den letzten Jahren mehr als genug!

Seine Gedanken schweiften ab und blieben schließlich, wie schon so oft in der Vergangenheit, bei seinem Patenonkel hängen. Wieder einmal sah Harry den verwunderten Ausdruck auf Sirius Gesicht, als der Fluch ihn traf.

Völlig in Gedanken beendete Harry sein Mittagessen und folgte den anderen wieder in den Gemeinschaftsraum. Dort setzte er sich in einen Stuhl bei der Sitzgruppe am Kamin. Pansy und Blaise, sowie Milli und Draco warfen sich besorgte Blicke zu. Was war los, dass Harry völlig neben sich zu stehen schien?

„Harry?", fragte Pansy schließlich. Sie probierte es auch noch weitere Male. Als der Schwarzhaarige jedoch beim fünften Mal noch nicht reagierte, wurde es ihr zu bunt. „Harry James Potter! Wenn du nicht augenblicklich wieder in diese Welt zurück findest, kannst du was erleben.", schrie sie plötzlich.

Die anderen Slytherins im Gemeinschaftsraum hatten sich zu der kleinen Gruppe gedreht, als Pansy zu schreien anfing. Alle hatten bemerkt, dass Harry in der großen Halle nicht bei der Sache war. Doch das Ergebnis von Pansys Wutausbruch konnte sich sehen lassen. Der betreffende Slytherin hatte sich nämlich so erschrocken, dass er mitsamt dem Stuhl rückwärts umgefallen war.

Harry schaute verdutzt von seiner Position auf dem Boden in die, nun lachenden, Gesichter seiner Hauskameraden. „Was ist denn so lustig daran, dass ich vom Stuhl falle?", fragte er schließlich, wobei er eine kleine Schnute zog.

Einfach süß., schoss es Draco durch den Kopf, bevor er Harry hoch half und ihm mit einem Grinsen erklärte: „Du warst nur etwas abwesend und hast anscheinend nichts mehr wahrgenommen. Irgendwann ist Pansy der Kragen geplatzt."

„Und deshalb schreit sie gleich hierum?", grummelte Harry.

Die anderen Slytherins im Raum mussten noch breiter grinsen, als sie Harrys Worte hörten. Wenn Pansy einmal außer sich war, hielt man am besten fünf Meter Sicherheitsabstand. Doch diese kleine, unbedeutende Sache hatte Harry wohl noch nicht erfahren.

Doch die Reaktion der wütenden Pansy Pakinson ließ nicht lange auf sich warten. Unheilverkündend baute sie sich vor Harry auf und schaute mit düsterem Blick auf ihn herunter, da das Opfer ihrer Stimmungsschwankung kleiner war als sie.

„Harry Potter", fauchte sie unheilverkündend. „Was hast du gerade gesagt?" Doch bevor Harry antworten konnte, sprach sie schon weiter. „Ich soll mich wohl nicht so aufregen, wenn sich einer meiner Freunde komisch verhält?! Soll ich etwa warten, bis Snape kommt?"

Was sie dabei nicht bemerkte, war der erstaunte und leicht belustigter Blick, den Harry ihr sandte. Doch die anderen merkten es und fragten sich, wie man in Harrys Lage noch belustigt sein konnte. Denn Pansy war noch näher an ihr Opfer herangetreten und hatte die Augen gefährlich zusammengekniffen.

Doch als nun Harry auch noch zu kichern anfing, platzte Pansy entgültig der Kragen. Mit einem Satz wollte sie sich auf ihr Opfer werfen, doch Harry war in letzter Sekunde ausgewichen.

Wutentbrannt zog eine gewisse Slytherin ihren Zauberstab und fing an, auf den vor ihr weglaufenden Sprüche abzufeuern. So rannten die beiden im Gemeinschaftsraum auf und ab, an lachenden Schülern vorbei. Und sie hinterließen verzauberte Schüler, die einen von Pansys Sprüchen abbekommen hatten.

In der Ecke von Draco und seinen Freunden kringelten sich alle bis auf zwei Personen auf dem Boden vor Lachen. Doch hätte jemand genau hingeschaut, wäre ihnen aufgefallen, dass sich auch Crabbe und Goyle kaum beherrschen konnten nicht laut mit Lachen herauszuplatzen. Und auch niemand bemerkte die fünf Lehrer, die den Raum betraten und erst verblüfft, dann belustigt dem Schauspiel folgten. Vor allem, weil man eindeutig merkte, dass Harry seinen Spaß bei der ganzen Sache hatte, während er spielerisch den Flüchen von Pansy auswich.

Nach der fünften Runde, ließ sich Pansy schließlich völlig außer Atem in ihren Sessel sinken. Dabei beobachtete sich jedoch weiterhin Harry, der kichernd ein paar Schritte entfernt von ihr stand.

Etwas frustriert schrie sie deshalb: „Was gibt es denn da zu lachen?"

„Weißt du eigentlich, welch eine große Ähnlichkeit du mit einer Wildkatze hast? Diese fauchen auch sofort, sollte man ihre Jungen auch nur anschauen."Etwas Nachdenklich fügte er hinzu: „Na ja, Wildkatzen haben aber auf jeden Fall eine bessere Kondition als du."Mit diesem Ausspruch hatte Harry es nun geschafft. Der gesamte Raum brach wieder in Lachsalven aus, einschließlich Pansy und den Lehrern. Was Harry nämlich nicht wusste war, dass seine Gegenüber mit Spitznamen „Wildkatze"hieß.

Niemand im Raum bemerkte den Blick, den sich Crabbe und Goyle zuwarfen. Sie hatten als einzigen bemerkt, dass Harry kein bisschen außer Puste war. Ja, dass Gespräch mit Harry würde sicher interessant werden.

Als sich die Lehrer wieder erholt hatten, traten sie weiter in den Raum. Augenblicklich verstummten alle und warteten auf das, was da wohl noch kommen würde. „Ab jetzt beginnt die Überraschung. Ihr werdet innerhalb des Hauses gemischt aufgerufen, da jedes Haus von bestimmten Lehrern ...ähmm...eingewiesen wird."

Die Schüler konnten auf diese Ankündigung nur Nicken. Wer würde wohl der oder die Erste sein?

„Millicent Bulstrode. Wenn ich sie nun bitten dürfte uns ins Lehrerzimmer zu folgen."

Milli stand aus ihrem Sessel auf und ging kreideweiß mit den Lehrern aus dem Raum. Alle folgten ihr mit den Augen. Doch waren die meisten froh nicht als erste gehen zu müssen.

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Im Laufe des Tages wurden immer mehr Schüler aufgerufen. Die Anspannung und Aufregung war im ganzen Schloss beinahe greifbar. Die Schüler, welche die „Überraschung"schon hinter sich hatten, kamen erschöpft zurück. Doch keiner von ihnen konnte Auskünfte geben. Sobald sie es versuchten, verschwand ihre Stimme. Nur diejenigen, welche es schon hinter sich gebracht hatten, konnten untereinander darüber sprechen. Die Außenstehenden verstanden nichts.

Als es schließlich langsam Zeit zum Abendessen wurde, war von dem Hause Slytherin allein Harry noch nicht aufgerufen wurden. So kam es, dass seine Freunde eine für ihn nicht zu hörende Unterhaltung hatten, während sie alle um das Kaminfeuer saßen. Nach einiger Zeit wurde Harry jedoch müde. Er hatte ja in der Nacht nicht besonders viel geschlafen und begab sich nun in seinen Schlafraum. Seine neuen Freunde hatten es nicht bemerkt. Sie waren zu sehr in ihr Gespräch verwickelt.

Harry legte sich indessen auf sein Bett und schloss die Augen. Er hatte nicht vor einzuschlafen, doch genoss er die Ruhe und die Einsamkeit, die er von seinen Verwandten her gewöhnt war. Sie hatten diesen Sommer nicht sehr viel mit ihm geredet. Sie hatten ihn nur angeschrieen, wenn er etwas „angestellt hatte". Was so ziemlich oft der Fall gewesen war. Doch die restliche Zeit hatten sie ihn einfach in Ruhe gelassen und Harry hatte die Stille genossen. Er hatte dann am liebsten im Garten gearbeitet.

Während Harry auf die Vögel und das Rauschen der Blätter draußen hörte, musste er an die letzten zwei Tage denken. Es ist schon erstaunlich, wie viel inzwischen passiert ist. Nun sind die Slytherins meine Freunde. Und Hermine und Ron haben sich gegen mich gestellt. Ach ja, diese Visionen sind doch manchmal echt ätzend. Aber warum habe ich bisher noch nichts über diese „Überraschung"gesehen? Mit solchen und ähnlichen Gedanken schlief Harry schließlich ein.

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„Harry. Harry! Nun wach endlich auf. Du musst sofort ins Lehrerzimmer gehen. Die Lehrer haben schon eine Großsuche im Slytherinturm nach dir laufen."Der Besitzer der Stimme schüttelte unbarmherzig Harrys Schulter. Nur langsam fand sich dieser wieder in der Realität zurecht. Doch als er hörte, dass er nun endlich dran war, war er plötzlich hellwach und sprang aus dem Bett.

Mit einem kurzen Dankeschön zu Blaise, der ihn geweckt hatte, rannte Harry aus dem Zimmer und hinauf zum Lehrerzimmer. Als er an seinem Ziel ankam, blieb er erst einmal stehen, um wieder zu Atem zu kommen. Dann klopfte er an und betrat den Raum, als er eine vertraute Stimme „Herein"rufen hörte.

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Ich hoffe, euch hat es gefallen? Ich verspreche euch, dass das nächste Kapitel sehr viel schneller draußen sein wird. Keine Sorge.

Bitte, schreibt wieder so schöne Reviews, ja?

Bis zum nächsten Mal,

Lady Arcano
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