A/ N: Hier kommt das übliche Autoren-Entschuldigungs-Gefasel: Also, es tut mir leid

A/ N: Hier kommt das übliche Autoren-Entschuldigungs-Gefasel: Also, es tut mir leid. Ich hatte verdammt viel zu tun. Und bitte vergebt mir (da hab ich mich doch wenigstens mal kurz gehalten). ;-)

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„Klingel noch mal, vielleicht haben sie uns nicht gehört."

„Wäre mir auch Recht."

Ron streckte die Hand nach dem Klingelknopf aus, während Lavender ein weiteres Mal ihre Haare ordnete.

„Wenn sie jetzt eine Kamera im Treppenhaus haben und uns aufnehmen."

Sie kicherte albern. Ron betätigte ein drittes Mal die Klingel, als die Tür aufgerissen wurde.

„Lavender, Liebes."

Angedeutete Küsse wurden ausgetauscht und Ginny zog die beiden ins Wohnzimmer.

„Wächst du noch Brüderchen, oder warst du schon immer so groß."

„Letztes Mal waren deine Absätze höher. – Ist Harry da?"

Ron machte sich, den Geräuschen auf der Terrasse folgend aus dem Staub, die beiden Frauen hinter sich lassend.

„Hast du abgenommen, Ginny? Du siehst richtig blass aus."

„Nein, mir geht's fantastisch. Ich bin reich, ich hab einen Ehemann. Was sollte mir fehlen."

Lavender legte ihre Handtasche auf der cremfarbenen Couch ab, Ginnys letzte Worte leise wiederholend.

„Richtig, was sollte dir fehlen."

Offensichtlich hatten Ginny und Harry das große Glück gefunden. Und sie hing immer noch mit Ron in der Dreizimmerwohnung, hatte ihre Ziele schon längst aus den Augen verloren.

„Sag mal, bist du schwanger?"

„Was?"

„Du glänzt so."

Lavender beschloss auf diese Frage nicht zu antworten und bei nächster Gelegenheit mit Puderdose bewaffnet das Bad aufzusuchen. Stattdessen wandte sie sich der kleinen Galerie im Flur zu. Dort waren Bilder von ihnen, nach dem Krieg. Der Wunsch zu Leben hatte sie vereint. Sie waren so glücklich gewesen. Ginny auf einer Schaukel. Harry schubste sie an. Ron und sie auf der Rutsche. Wie Kinder hatten sie sich benommen. Nur Hermine war die ewig gleiche Erwachsene. Ein Bild von ihr auf der Parkbank beim Lesen. Der Platz neben ihr war frei, als gehöre er jemanden, der nicht bei ihr sein konnte – oder wollte. Lavender hatte nie begriffen, warum Hermine die Einsamkeit suchte. Für sie war es undenkbar niemanden um sich zu haben. Vielleicht war Ron nicht perfekt, aber er betete sie an.

„Kommt Hermine mit Snape?"

Sie wandte sich nicht um, als sie mit Ginny sprach. Wohl wissend, dass diese hinter ihr stand und sich über die ausbleibende Beachtung ärgerte.

„Ich weiß auch nicht, was sie an ihm findet. Aber du kennst Hermine ja. Sie hatte schon immer eine Schwäche für Außenseiter."

„Wenn du's so nennen willst."

„Ich brauch jetzt Champagner."

Ginny verschwand in der Küche und kam wenig später mit zwei gut gefüllten Gläsern zurück. Es war ihr anzumerken, dass die Champagnerflasche schon bei Rons und Lavenders Eintreffen nicht mehr voll gewesen war.

„Hast du schon mein sündhaft teures Kleid bewundert."

„Ich hoffe du hast nicht zuviel dafür gezahlt."

Musste Ginny es so raushängen lassen, dass sie Geld hatte? Die Art, wie sie es vor sich her trug war beinahe peinlich. Lavender wandte sich ihrem Champagnerglas zu, als es erneut an der Tür klingelte.

„Hermine, Schätzchen!"

Ginny musterte ihre Freundin in dem knallgelben Kleid mit hochgezogenen Augenbrauen. Hermine konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, blieb aber stumm.

„Dass ist ja – ganz bezaubernd."

„Sehr witzig, Hermine."

Lavender wandte sich wieder von der Szene ab. Hermine hatte sie alle lächerlich gemacht. Jetzt liefen sie in Abendgarderobe herum Nur Hermine sah aus, als wäre sie auf einer Faschingsparty. Sie entlarvte mit ihrem Outfit die Farce dieses Abends. Ein Maskenball, in dem jeder seine Rolle spielte.

Snape war im Hintergrund geblieben. Hatte seine Begrüßung nur mit einem Nicken angedeutet. Jetzt verschwand auch er zu Harry und Ron, die auf der Terrasse standen und sich über ihre Zauberstäbe unterhielten.

„Ron, Harry."

Noch immer viel es ihm schwer, die beiden Freunde mit Vornamen anzusprechen und er konnte nicht verhindern, dass seine Stimme gepresst klang. Sie schüttelten sich die Hand, wenn auch widerwillig. Dann trat für einen Moment unangenehmes Schweigen ein.