5.Kapitel Lügen haben kurze Beine

Während wir den Gang entlang liefen und Aimi mir »Lauf schneller!« zurief kam mir eine Idee. Wie wäre es wenn Shiki und Ichijo uns helfen würden? Immerhin waren sie mit daran schuld, dass die Antiken Tische und Vasen zu Bruch gingen. Außerdem klebt sein Blut sicherlich an dem Tisch.

»Hey Aimi! Ich hab da so eine Idee«, rief ich ihr zu und bog um die Ecke und lief Richtung Ichijos und Shikis Zimmer.

»Wohin laufen wir?«

»Zu Ichijos und Shikis Zimmer.«, antwortete ich.

»Wieso das denn?«

»Na ja die haben doch auch etwas zerstört…«

»Du bist aber listig«, bemerkte sie. War das ein Kompliment oder eine Beleidigung?

Das Ende des Ganges kam näher und wir blieben abrupt stehen. Am Ende des ganges war Kanames Zimmer und daneben Ichijos und Shikis. Vor der Tür blieben wir stehen.

»Wer fragt? Die jenige sollte es dann zuckersüß und verführerisch fragen. Wie wäre es mit dir?«, fragte ich. Dabei war ich bedacht einen Welpen blick auf zusetzen.

»Ich mache es sicherlich nicht. Mach du es doch! Es war deine Idee.«, protestierte sie drohend. »Spinnst du? Was ist wenn Kaname mich sehen würde? Immerhin ist er im Neben Zimmer. Stell dir vor was er denken würde. Ich stehe vor deinem Bruder oder Ichijo und frage ihn verführerisch. Das ist doch klar das man denken würde ich würde ihn betrügen. Du machst das!«

»Aber..«

»Kein aber. Das ist deine Stärke und du musst auf mich hören weil ich ein Reinblüter der Familie Kuran bin.«, murmelte ich grinsend.

Aber… Ich-«, sie wurde von der aufschwankenden Tür unterbrochen.

»Was macht ihr da?«, fragte Ichijo.

»Was? Ich ähm…«, stammelte Aimi.

»Sie möchte gerne zu Shiki-senpai.«, half ich weiter.

»Wieso das denn?«

»Ja.. Hm… vielleicht weil er ihr Bruder ist?«

»Oh ja tschuldigung.«

Wir traten durch die Tür in das Zimmer. Shiki lag auf dem Bett und starrte an die Wand. Aimi stellte sich vor ihm und machte ein Geräusch um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

»Ähm.. Bruderherz? Du siehst heute ähm… wunderbar aus. Du äh-«

»Was willst du von mir?«

»sag ich dir nur wenn du ja sagst.« Oh war sie fies… hehe

»Ok. Ja.«, brummte Senri. »Du musst uns helfen! Du und Ichijo- Senpai habt doch auch Chaos im Wohnheim verbreitet und wir mussten euch doch damals helfen. Erinnerst du dich?«

»Ja.«, antwortete er nach kurzem zögern.

»Gut. Denn ihr werdet uns helfen!«

»Aber hmmm…. Gut.« Senri erhob sich und streckte ihr die Wange hin. Sie küsste ihn auf die wange, doch in diesem Moment sprang die Tür auf. Aido- Senpai stand auf der Türschwelle.

Aimi stellte sich auf und wurde rot. Aido ging auf sie zu und baute sich vor ihr auf.

»Wieso hast d ihn geküsst?«, stellte er sie zur Rede.

»Ähm«

»Hast du etwa zwei Geliebte?«

»NEIN! Natürlich nicht. Nur du ähm…«, stotterte Aimi.

»Wieso hast du ihn dann geküsst?«

»Sie hat mich nur auf die Wange geküsst.«, verteidigte Senri sie.

»Wieso?«

»Das darf doch die kleinere Schwester machen wenn sie sich bei ihrem Bruder bedanken möchte?«

»Ist doch egal wenn sie sich bedankt…. Warte mal…. Aimi… er ist dein Bruder?«, krächzte Aido Aimi zu.

»Jaa…«

»Dann bist du auch mit Kaname-sama verwandt?« Als Aido Kanames Namen erwähnte verdüsterte sich Aimis Stimmung. »Dein Vater ist dann Rido Kuran-sama?«, fuhr er fort.

»Jep«

»Wieso hast du mir das nie erzählt?«

»Ist doch egal!«

Aido starrte sie an und musterte ihre Augen. Ich stupste Aimi vorsichtig mit dem Ellenbogen an und flüsterte ich folgendes ins ohr:

»Wieso hast du ihm das nicht gesagt, wenn du ihm die Geschichte mit dem süßen aber auch bescheuerten Brief erzählt hast?«

»Ähm… ehrlich gesagt habe ich ihm es nicht erzählt«