Vielen Dank für die Reviews, ich habe mich darüber gefreut auch wenn Kritik dabei war. Aber daran kann man wachsen, ich hoffe, ich habe es getan.

Hier ein neues Kapitel von mir.

Kapitel 3 – Schreckliche Erkenntnis

„Sein Körper reagiert wieder..." hörte er eine leise Stimme.

„Wird ja auch langsam Zeit... Lange genug hat er ja hier rumgelegen."

„Harry Potter. Kannst du endlich mal aufhören, dich wie ein kleiner Junge zu benehmen? Wir können froh sein, dass Hermine ihn rechtzeitig gefunden hat. Sonst wäre es zu spät gewesen." Das war eindeutig Minerva.

„Ja und zum Dank durfte Mine nun seit fast 2 Monaten seinen Unterricht übernehmen. Er wollte doch gar nicht gefunden werden! Ich kann nur nicht verstehen, wie ein Zaubertrankmeister einen vollkommen veralteten und nicht mehr wirkungsvollen Trank zu sich nehmen kann! Da wäre sogar ich drauf gekommen." schnaubte Harry

„Das war sein und unser Glück. Sonst wäre er garantiert tot gewesen."

Also Gehirn noch mal zusammenfassen. Ich lebe noch, liege seit 2 Monaten bewusstlos rum und ausgerechnet Hermine Granger hat mir das Leben gerettet. Sein Kopf dröhnte so stark, dass er dachte, er würde gleich zerspringen.

„Mir wäre es recht gewesen, wenn er krepiert wäre." Hörte er die verachtende Stimme von Potter.

Er wollte darauf etwas erwidern, doch seine Lippen gehorchten ihm nicht. Sein ganzer Körper schien ihm nicht zu gehorchen. Er konnte seine Augen nicht öffnen.

„Severus können Sie mich hören?" hörte er nun Poppy sprechen.

‚Ja' wollte er schreien, doch kein Laut kam aus ihm. Er schaffte es nicht einmal zu nicken.

Lange Zeit war es ruhig. Harry, Minerva und Poppy beobachteten den Patienten, der aber überhaupt nicht reagierte.

„Ich bin sicher, dass er uns hört. Er bekommt nun nur noch den Stärkungstrank von Hermine. Alles andere habe ich abgesetzt. Ich denke er ist jetzt in ein Koma gefallen." Sagte Poppy traurig.

„Kannst du ihn da rausholen?" fragte Minerva besorgt.

„Nein, dass kann er nur alleine."

Gewaltsam wurden seine Augenlider geöffnet und gleißend helles Licht brannte sich in seine Augen.

„Seine Pupillen reagieren, er ist auf jeden Fall bei Bewusstsein. Severus, wenn Sie uns hören können, dann versuchen Sie wieder aus dem Koma zurück zu kommen!" hörte er wieder die Krankenschwester sprechen.

Er überlegte Fieberhaft, wie er in Kontakt mit ihnen treten könnte. Dann fiel es ihm ein. Okklumantik! Doch damit konnte er nur Potter erreichen und auch nur, wenn er ihn hören wollte. Aber einen Versuch war es wert. Er konzentrierte sich stark und sagte zu ihm in seinen Gedanken

-Potter, können Sie mich hören?-

Harry wusste sofort, wer ihn da kontaktiert hatte. Doch er wollte niemanden davon etwas sagen, deshalb antwortete er in Gedanken.

-Ja-

-Dann sagen Sie Poppy, dass ich Sie alle hören kann-

-Nein- antwortete Harry trotzig in Gedanken.

-NEIN? Warum nicht?- Severus war am verzweifeln.

-Weil ich gar nicht will, dass es jemand weiß- kam die Antwort.

-Ich kann aber nur mit Ihnen in Kontakt treten- Severus versuchte, sich die Verzweiflung nicht anmerken zu lassen.

-Um so besser-

-Was soll das? Warum helfen Sie mir nicht?-

-Ich helfe Ihnen nicht. Niemals werde ich Ihnen je wieder helfen-

-Was habe ich Ihnen getan?- Gut eigentlich wusste Severus Snape, dass er nie besonders nett zu Potter gewesen war, aber so grausam war selbst er nicht.

-Nicht mir, Hermine!- sagte Potter kalt in Gedanken.

-Du weißt es?- Severus merkte gar nicht, dass er Harry geduzt hatte. Zu erschrocken war er über die Erkenntnis.

-Ja und Sie werden dafür noch büßen, da können Sie sich sicher sein!- dann hörte er Schritte, die sich entfernten. Er wusste, dass Harry gegangen war. Seine letzte Hoffnung.

Bald darauf wurde es ruhig auf der Krankenstation. Er schlief wieder ein, bis ihn eine sanfte Stimme aus dem Traum holte.

„Und er kann uns wirklich hören?"

„Ja Hermine. Er kann uns hören, doch er scheint keine Kraft und vielleicht auch keinen Willen zu haben, wieder aufzuwachen. Wenn das so weitergeht müssen wir ihn ins St. Mungos bringen. Ich bin mit meiner Weisheit am Ende." Sagte Poppy.

„Aber das würde er nicht wollen, dass weiß ich. Es muss doch eine Möglichkeit geben, ihn zurück zu holen."

„Ja, aber wie?"

Wieder Schweigen.

„Vielleicht kann man ihn über Okklumantik erreichen." Sagte Hermine nach einer ganzen Weile.

Gut gemacht Miss Granger. Ich wusste doch, dass Sie nicht dumm sind, dachte Severus.

„Wie sollen wir dann in seinen Geist eindringen?" erwiderte Poppy traurig.

„Vielleicht müssen wir das nicht, geben Sie mir mal seinen Zauberstab." Er hörte, wie sich jemand entfernte und wieder zurückkam.

„Hier Hermine, ich weiß zwar nicht, was sie vorhaben, aber ich vertraue Ihnen."

„Ganz einfach. Professor Snape beherrscht die ungesprochene Magie. Vielleicht kann er damit auch in den Geist von Ihnen eindringen." Severus Snape war noch nie so stolz auf einen seiner Schüler.

„Professor, ich weiß, Sie können mich hören. Ich werde Ihnen jetzt ihren Zauberstab geben. Vielleicht können Sie damit und mit Ihrer Begabung für Okklumantik mit uns kommunizieren." Hörte er die sanfte Stimme von seiner ehemaligen Schülerin. Dann spürte er, wie ihm der Zauberstab in die Hand gelegt wurde.

‚Jetzt konzentrier dich' dachte er angestrengt und dann ‚Legimens'

-Hermine, können Sie mich hören?-

Nichts...

„Ich glaube es funktioniert nicht..." sagte Poppy leise.

„Doch es funktioniert, da bin ich mir sicher. Wenn er wirklich wieder wach ist, dann kann er auch irgendwann in Ihren Geist eindringen." Erwiderte Hermine.

„Warum nicht in deinen?" wunderte sich Poppy.

„Nein, in meinen Geist wird nicht eingedrungen!" schrie die Jüngere so überrascht, dass selbst Severus zusammenzuckte, doch leider blieb es unbemerkt, denn Poppy starrte die junge Frau ganz entsetzt an.

„Entschuldigung Poppy, doch das lasse ich nicht zu. In meinen Geist schnüffelt niemand herum!"

‚Verständlich' dachte Severus bei sich.

Hermine fuhr herum.

„Auch wenn Sie es verständlich finden Professor. Ich weigere mich Sie in meinen Geist zu lassen!"

-Zu spät-

„Nein!" schrie sie ihn an.

-Bitte, ich brauche Ihre Hilfe und das wissen Sie!- kontaktierte Severus weiter.

„Ich will nicht" irgendwie klang sie schwach.

-Sie brauchen doch nur weitergeben, was ich Ihnen sage. Ich werde nicht bei Ihnen schüffeln, versprochen. Sie würden es sowieso merken-
Gut das war gelogen, doch das würde er ihr nicht auf die Nase binden.

„Habe ich eine Wahl?" sagte sie resigniert.

Poppy hatte sich das ganze kopfschüttelnd angesehen. Hermine sprach mit Snape, als wenn sie ihn verstehen könnte.

„Gut Poppy, ich kann ihn hören. Stellen sie ihm die Fragen, ich werde seine Antworten wiedergeben." riss Hermine die Krankenschwester aus ihren Gedanken.

„Gut Severus. Erst einmal ein paar Informationen. Den Trank haben Sie vor 2 Monaten eingenommen. Da ihre Giftreserven aber bereits einige Jahre alt sind. Hat der Trank nicht vollständig gewirkt. Deshalb konnten wir sie ins Leben zurückholen. Naja, so gut es ging halt. Hermine hatte rechtzeitig bei ihrem Rundgang behört, dass Sie gestürzt sind. Minerva konnte Sie dann durch den Kamin holen. Wie geht es Ihnen jetzt?"

-Das kann ich nicht sagen, ich spüre ja nichts!- knurrte er.

Hermine konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Noch immer der selbe, nicht wahr Professor" sagte sie zu ihm und an Poppy gewandt.
„Den Umständen entsprechend."

„Gut Severus. Wie ich schon vor ein paar Tagen sagte. Nur Sie allein können wieder aus dem Koma raus."

-Hahaha-

„Er sagt gut" sagte Hermine stattdessen.

-Habe ich gar nicht- knurrte er wieder in Gedanken. -Es scheint Ihnen zu gefallen, wenn ich auf Sie angewiesen bin, nicht wahr?-

„Natürlich Professor, nach jahrelanger Schikane, freue ich mich sehr darüber"

„Ihr könnt euch nachher unterhalten, jetzt müssen wir erst einmal seine Reaktionen testen." Unterbrach Poppy sie.

„Severus, Sie sind bei dem Sturz mit dem Rücken auf den Tisch geknallt. Ich habe soweit alles heilen können, doch es kann sein, dass sie trotzdem bleibende Schäden davongetragen haben. Ich werde sie jetzt an verschiedenen Stellen Ihres Körpers berühren und Sie sagen mir, na ja Sie wissen schon, ob Sie etwas spüren, und wo."

-ok-

„Ok"

Poppy tastete mit Ihren kalten Fingern über den Kopf.

-Sagen Sie ihr, dass sie sich erst die Hände wärmen soll!-

„Er spürt es" Hermine musste wieder grinsen.

-Na warte, wenn ich dich in die Finger kriege!- Severus spürte, wie Hermine Ihre Finger in seine Hand legte.

„Jetzt haben Sie mich Professor. Und was nun?"

-Du bist ein Sadist, Hermine. Ich kann mich nicht bewegen und du reitest noch darauf rum- knurrte er wieder.

„Professor, auch wenn es nur in meinen Gedanken ist, seit wann duzen Sie mich? Dann kann ich dich ja auch duzen. Und du weißt, dass du da selbst wieder rauskommen kannst."

„Könntet Ihr endlich mal aufhören. Ich muss hier noch eine Untersuchung machen. Also die Hände scheint er auch zu spüren. Gut dann machen wir weiter."

-Oberkörper-

„Er spürt es"

-Bauch, und wehe sie geht tiefer!-

„Ja, er spürt es" Hermine konnte sich das Lachen kaum verkneifen.

-Die Rache ist mein-

„Später Severus, später" erwiderte Hermine darauf nur.

-Oberarme-

„Ja, das spürt er auch"

-Was nun, warum macht sie nicht weiter?-

„Aber wieso, sie..." der Rest blieb Hermine im Halse stecken. Poppy hatte Ihre Hände auf seine Beine gelegt. Doch Severus schien nichts zu spüren.

„Das hatte ich befürchtet" sagte Poppy leise.

-Hermine, was ist los?-

„Poppy, er fragt, was los ist"

„Severus, wahrscheinlich sind Sie von der Hüfte abwärts gelähmt. Auf jeden Fall spüren Sie nichts."

-NEIN-

Hermine sah die Krankenschwester hilflos an. Das hatte er nun wirklich nicht verdient.

-Lasst mich bitte beide alleine-

„Severus, dass ist keine gute Idee."

-Doch ist es.-

„Gut, wenn du es willst. Aber ich nehme deinen Zauberstab an mich, ich traue dir nicht über den Weg."

-Tu, was du nicht lassen kannst, ich kann nichts dagegen machen-

„Poppy, lassen wir ihn erst einmal alleine. Er wünscht es so."

„Gut, Sie bekommen nur noch einen Stärkungstrank, Severus. Damit Sie bald wieder aufwachen"

Sofort wurde ihm ein eklig schmeckender Trank eingeflößt.

„Gute Nacht Severus" hörte er Hermine leise sagen, doch er antwortete nicht darauf.

Er hörte, wie sich die Schritte der beiden Frauen entfernten. Endlich Zeit zum Nachdenken. Nochmal zusammengefasst, liebes Gehirn, ich bin den Tod in letzter Sekunde von der Schippe gesprungen, dank einer Person, deren Leben ich zerstört habe, lag Monatelang sinnlos hier rum, kann mich nicht bewegen und zu guter letzt bin ich auch noch von der Hüfte abwärts gelähmt! Das Leben meint es gut mit dir Severus Snape. Falls du irgendwann noch einmal aufwachst, dann bist du ein Krüppel. Du kannst nicht einmal mehr vom Kerker in die große Halle, geschweige denn überhaupt in den Kerker zurück. Ein Krüppel! Vollkommen nutzlos und auf andere angewiesen! Kein Mensch wird dich je wieder ernst nehmen!

- TBC –