Kein vielversprechender Anfang
Der erste Monat verging wie im Fluge und es schien als würde es mit dem ganzen Unterricht, extra Hausaufgaben und der anstrengenden Aufgabe Professor Umbridge körperlich nicht zu schaden keine Freizeit mehr geben. Terry hatte keinen Spaß gemacht. Sie war die lächerlichste Person, die ich je kennengelernt habe. Sie wurde Hogwarts Großinquisitorin. (Das gab ihr das Recht sich noch umfangreicher und ohne Ankündigung in private Angelegenheiten einzumischen, und sich noch mehr wie eine riesige Kröte zu benehmen, als ich dachte das es je möglich sei.)
Merle ging es nicht so schnell wieder so gut wie erwartet, aber ihr ging es auch nicht schlechter, was eine wirkliche Erleichterung war.
Die Lehrer häuften uns mit Extraaufgaben zu. Mein "Zu erledigen" Hausaufgabenstapel fing an wie ein Fass ohne Boden auszusehen.
Das wir keine praktische Verteidigung gegen die dunklen Künste hatte war wirklich nervig. Umbridge schien zu glauben, dass alles was wir wissen mussten in dem Buch eines hochnäsigen Autors, der wahrscheinlich zu ängstlich war um einen Zauberstab in die Hand zu nehmen, stand. So ein Idiot.
Die schlimmste Stunde war vor ein paar Wochen als wir alle still unser "Wie-man-sich-selbst-dumm-langweilt" Verteidigung gegen die dunklen Künste Buch lasen. Umbridge wanderte im Klassenraum herum, um sich zu vergewissern, dass wir nichts machen würden, was mit Nachsitzen enden würde. Sie hielt an meinem Tisch an und schaute mir über die Schulter. Ich zwang mich, mich nicht zu schütteln. Ich wartete darauf, dass sie weiterging, da ich all das machte was sie erwartete, aber sie bewegte sich nicht. Anstelle griff sie in meine offene Schultasche und zog einen drei Wochen alten Newsletter, Righteous Ravenclaw, aus meiner Tasche, der zwischen Büchern hervorschaute.
"Ihr Name, bitte?," sagte sie mit einer honigsüßen Stimme.
"Armilla Kemp." Was zum Teufel wollte sie?
"Miss Kemp, sicherlich kennen sie Ausbildungserlas Nummer 24?"
"Ehm ... ja ..."
"Dann müssten sie eigentlich wissen, dass kein Schüler ohne mein Wissen Mitglied einer Organisation, Gesellschaft, Team, Gruppe oder Club sein darf." Ihre Stimme wurde dabei immer schlimmer.
Jetzt wurde ich wirklich genervt. Alle schaute von ihren Büchern auf und verfolgten uns Beide aufmerksam.
"Ich kenne die Erlässe," sagte ich leise, "und ich gehöre keinem Club oder sonst was an. Da gibt es kein Problem."
"Das ist wohl meine Entscheidung, Miss Kemp!," schnappte sie zurück. "Das Problem hier ist wohl klar. Ich halte hier einen Newsletter des Hauses Ravenclaw in meinen Händen. Eine Organisation, von Schülern gegründet, muss ihn wohl publiziert haben. Ich bin äußerst wütend darüber, dass sie in Besitz so eines Dings sind, obwohl sie wissen, dass ich es nicht befürworte."
"Aber sie ist kein Mitglied einer Organisation," schrie Terry.
"Ruhe, Mr Boot!," sagte sie, mit ihrem Fuß auf den Boden stampfend um ihrer Aussage mehr Ausdruck zu verleihen. "Unterbrechen sie mich nicht. Fünf Punkte Abzug von Ravenclaw."
"Es ist nicht schlimm, dass ich ihn habe. Da steht nichts beleidigendes oder anstößiges drin," sagte ich, "Professor Flitwick hat ihn selbst Korrektur gelesen."
Jetzt stemmte sich Umbridge zu ihrer vollen Größe (was eigentlich kein großer Vorteil für sie war) auf. "Möge es so sein, Sie wurden auf frischer Tat ertappt, einen Newsletter, von einer von mir nicht erlaubten Organisation gedruckt, zu besitzen. Als Großinquisitorin von Hogwarts habe ich jedes Recht sie deswegen von der Schule zu verweisen," lächelte sie scheußlich.
An diesem Punkt sprang ich auf. "Was! Das ist doch lächerlich! Ich habe diesen Newsletter noch nicht einmal gedruckt! Und wenn Sie genauer hinschauen, würden Sie sehen dass er vor ihrem Ausbildungserlaß erscheinen ist. Also war das Drucken des Newsletters damals noch nicht verboten."
Umbridge versuchte nicht geschlagen auszusehen, obwohl ich sagen konnte, dass sie wusste, dass ich im Recht war. "Nachsitzen, Miss Kemp. Kommen Sie jeden Abend dieser Woche um Sechs in mein Büro. Und seinen Sie froh, dass ich nicht strenger mit ihnen war. Setzen Sie sich."
Wütend setzte ich mich wieder. Ehrlich gesagt hatte ich nie zuvor von so etwas albernes gehört. Nachsetzen nur weil ich einen Newsletter besaß?
Ich war ganz in meinen Gedanken versunken als ich zusammen mit den anderen aus Ravenclaw und Huffelpuff zu Zaubertränke runter in die Kerker ging. Ich ärgerte mich so sehr, dass mein Kopf sich anfühlte, als würde er sich schnell drehen und meine Bauch fühlte sich an, als ob er Salti machen würde, was dazu führte, dass ich einen entscheidenden Punkt den Snape machte, nämlich wie man Affodill zu unserem Unsichtbartrank dazu gibt.
Um es harmlos auszudrücken, ich habe versagt. Ich konnte nicht glauben dass ich gerade versagt hatte. Normalerweise war ich okay in Zaubertränke, weil normalerweise immer alles die richtige Farbe und Konsistenz hatte. Aber heute zischte mein Trank und färbte sich in ein blasses Grün, anstelle von Perlweiß – nicht mein gewünschtes Ergebnis. Oder Snapes. Als er die Farbe meines Trankes sah, kam er zu mir.
"Ich bin mir sicher , Miss Kemp," sagte er mit seidenglatter Stimme, "dass ich die richtige Methode, wie man Affodill zu einem Unsichtbartrank hinzufügt am Anfang dieser Stunde erklärt habe. Bin ich recht in der Annahme, dass Sie mir nicht zugehört haben, oder vielleicht meinen Sie, dass die es nicht nicht nötig hätten solch einfachen Anweisungen zuzuhören?."
"Ich habe zugehört," sagte ich, mich unter seinem strengen Blick auf meinem Stuhl wendend.
Er schaute mich fragend an, "Wirklich? Dann muss wohl nicht Ihr Hörvermögen, sonder ihre Auffassungsgabe über das was ich sagte überprüft werden."
"Ich habe das schon richtig verstanden, Sir. Ich habe bloß nicht richtig darüber nachgedacht, als ich die Affodillwurzel hinzugefügt habe," erwiderte ich, währen mein Kopf immer roter wurde. Mann, was war das für eine Tag.
"Zweifellos," sagte er kühl. "Da Sie heute in kleinster Weise Grundkenntnisse im Zaubertrank brauen vorweisen können, werden Sie Freitag Abend um Sieben Uhr hierher kommen und so lange bleiben, bis sie diesen Trank richtig brauen. Verstanden?"
"Ja, Sir."
Welche ein Glück. Ich hatte schon an jedem Abend dieser Woche Nachsitzen bei Umbridge. Ich schwöre ich musste unter einer Leiter langelaufen sein, oder so was ähnliches mit all dem Unglück . In der ganzen Zeit die ich schon in Hogwarts war, war mir noch nie so etwas passiert. Normalerweise hielt ich mich eher im Hintergrund auf, nicht wichtig genug um eine Hauptrolle zu spielen. Aber heute war ich Mittelpunkt bei den zwei meist gehassten Lehrern.
Vielleicht sollte ich mich etwas hinlegen.
