Kapitel 4

Als der Lehrer die Stunde früher beendete, war es wie eine Erlösung für mich.
Eilig ging ich den Weg zur Mensa und holte mir erstmal etwas zu essen. Heute stand zur Auswahl, Pizza, Schnitzel und Pommes oder einen gemischten Salat mit Joghurt Soße. Da ich Pizza langsam nicht mehr sehen konnte und Schnitzel mit Pommes gar nicht mein Ding war, entschied ich mich für den Salat.
Auf dem Weg zu meinem Stammplatz, sah ich Basti verloren in der Menge stehen, der anscheinend nicht wusste was er machen sollte.
Am Tisch angekommen, fragte Jess: „ Seth, magste nicht mal zu Basti gehen? Du weißt ja wie es ist , wenn man neu hier ist und nicht weiß wohin." „ Ja klar, wieso nicht? Er scheint ja auch ein ganz netter zu sein und Verstärkung können mike und ich gebrauchen!", antwortete er und mit einem grinsen, ging er auch auf Basti zu. Von weitem, konnte ich nicht erkennen, was sie da besprachen, doch als sich Basti's Gesicht sich zu einem strahlen veränderte, wusste ich das er dankend zusagte.
Und nun kam Seth, mit Basti im Schlepptau zurück an den Tisch. Er kann von Glück sagen, das noch ein Platz frei war. Nur leider war der Platz genau neben mir, wo er sich auch gleich wohl fühlte, wie es mir schien. Ich wusste ja selber, wie es ist wenn man von einer Großstadt in ein Provinzdorf kommt wie Forks aber eigentlich findet man hier recht guten und schnellen Anschluss. Das sind halt die Vorteile, wenn man als Stadtkind in ein Dorf zieht. Doch wäre es umgekehrt, dann findet man nur schwer oder auch gar keine Freunde. Man ist halt ein so genannter "Dorftrottel".
So sind halt die verwöhnten Stadtkinder, wo ich anmerken muss ich war ja mal selber eine von denen. Naja jetzt lebe ich in Forks und ich hab mich gut eingelebt und um ganz ehrlich zu sein, missen möchte ich es nicht mehr!
Zurück zum Thema. Nun saßen wir halt am Tisch und überlegten, was wir denn heute machen könnten und wir entschieden uns mal wieder einstimmig, das wir nach La Push fahren.
Bastian, war direkt hell auf begeistert und fragte uns aus, was man denn da machen könnte, wie weit es weg ist, ob wir oft das sind, ob da auch andere Jugendliche sind, er kam aus dem fragen gar nicht mehr raus und am ende seines Verhörs, strahlte er voller Begeisterung in die Runde.

Dann läutete zum Glück auch die Klingel, so dass er mit seiner Fragerei, die fast schon an ein Verhör erinnerte, wie in einem schlechten Krimi. Da ich als einzige von meiner Gruppe den Erdkunde Kurs belegt hatte, ging ich nun alleine und ich Gedanken versunken zum Klassenraum. Plötzlich tippte mich jemand an, womit ich nun mal gar nicht gerechnet habe und aus Reflex mich umdrehte, ausholte und zuschlug. „ Auuua...Was ist denn in dich gefahren? Hab ich dir was getan?",hörte ich eine Stimme nur sagen und bis ich dann endlich mal realisiert hatte, das es Basti war, dem ich gerade ins Gesicht geschlagen hatte. „ Ohh, das tut mir Leid, ich war so in Gedanken versunken, oh nein das wollte ich nicht! Geht es ?Oder soll ich dir im Krankenzimmer einen Eisbeutel holen?" „Ähmm..ne ist schon ok, tut nur noch bissen weh, hoffentlich habe ich da nicht gleich einen Abdruck von deiner Hand.", entgegnete er grinsend und fuhr sich über die Wange.
Wo er gerade so dicht vor mir stand, hatte ich mir mal genauer angeguckt. Er hatte eine schöne braune Hautfarbe, strahlend blaue Augen, blonde Haare die er zu einem Igellook hoch gegeelt hatte und was ich jetzt zum ersten mal sah, er hatte ein Tattoo aber was für eins, konnte ich nicht erkennen, ich glaub man nennt es Trible. Naja gut jedem dem seinen. Um seinen Mund herum, kamen kleine Grübchen zum Vorschein, wenn er lä gefiel mir,ja sogar seh!Ich entschuldigte mich und weil er auch zu Erdkunde musste, gingen wir nun gemeinsam dorthin. Die Lehrerin setzte ihn neben mich, weil es der einzig freie platz war. Statt im Unterricht auf zu passen, unterhielten wir uns leise wo wir denn in Phoenix gewohnt haben, welche Schule wir besucht haben und vieles mehr, bis wir dann ermahnt wurden und leise sein mussten. Ich wunderte mich, vergessen hatte er nicht, das ich auch aus Phoenix kam, was mich schmunzeln lies. Anscheinend schien er doch ganz nett zu sein und nicht so ein zweiter Edward.

Nach Schulschluss, trafen wir uns alle nochmal und beschlossen, das wir uns um 15Uhr in La Push treffen.
Alle gingen zu ihren Autos, nur Basti stand da und wartete. „ Worauf wartest du denn? Soll ich dich mitnehmen? Wo wohnst du denn? Das ist kein Problem!", fragte ihn.
„ Mhmm..das wäre sehr nett, meine Mutter hat mich bestimmt wieder vergessen. Der Job weißt du, das ist sehr anstrengend.", antwortete er klein laut. Wie ich erfuhr, wohnte er nur ein paar Häuser von mir entfernt, toll dachte ich mir, endlich mal jemand, der bei mir um die Ecke wohnt
Bevor er ausstieg, machten wir noch aus, das ich ihn hier um 14:45 Uhr abholen und wir dann gemeinsam nach La Push fahren. Mit einem ganz lieben lächeln verabschiedete er sich und ich fuhr auch nach hause. Dort angekommen, überlegte ich erstmal was ich kochen sollte und entschied mich für Lasagne. Wie gesagt,so getan. Ich machte mich an die Arbeit und nachdem ich die Lasagne in den Ofen geschoben hatte, erledigte ich noch den Haushalt und bezog sogar mein und das Bettzeug von meinem Vater frisch. Pünktlich zum essen, kam Charlie dann auch nach hause und schlang das essen nur so hinunter und verabschiedet sich dann wieder, weil er zurück zum Revier musste. „Entschuldige Bella Schatz, nur heute ist viel zu tuhen, sei mir nicht böse.", murmelte er hastig währen er sich seine Jacke anzog und aus der Tür ging, ehe ich etwas antworten konnte.
Ich ging zurück in die Küche und aß noch zu ende, Anschließend spülte ich noch und dann war es auch schon Zeit zum umziehen, wir hatten es schon halb drei. Eilig rannte nach oben in mein Zimmer, zum Kleiderschrank, wo ich dann wieder stand und nicht wusste, was ich anziehen sollte. Nach 5 Minuten, hatte ich mich für eine dunkle Jeans und ein Rosa Top entschieden mit einer dazu gehörigen schwarzen Sweatjacke. In einem nicht Bella typischen Tempo, raste ich ins Bett, warf einen flüchtigen Blick in den Spiegel und sauste zum Auto. Basti stand schon vor seinem Haus und wartete ungeduldig auf mich, denn wo ich angefahren kam, huschte ein Lächeln über sein Gesicht, was mir nicht entging und in mir drin ein kleines aber bemerkbare kribbeln auslöste. Nachdem er eingestiegen war, fuhr ich los und malte mir den Tag aus , wie er werden würde.

Ich entschied mich dann, einfach alles auf mich zukommen zulassen.