Unterworfen

Hermine schlief schon eine Weile, als sie von einem Knacken aufgeweckt wurde. Sie schrak auf und kauerte sich gegen die Wand. Jemand war in ihre Zelle gekommen. Die Türe jedoch war schon wieder abgeschlossen. War noch jemand herinnen? Sie konnte es bei bestem Willen nicht sagen. Ein Schauer lief ihr über den Rücken und sie spürte, wie sich ihre Haut zu einer Gänsehaut zusammenzog. Verzweifelt versuchte Hermine in der Dunkelheit etwas auszumachen, doch sie sah nur weiße Flecken auf ihrer Netzhaut. Da. Es hatte schon wieder geknistert. Es kam eindeutig jemand auf sie zu. Hermine kroch schnell in die nächste Ecke und kauerte sich zusammen. Bilder eines Mannes schossen in ihren Kopf. Wollte sie jemand vergewaltigen? In purer Angst verschloss sie ihre Augen und hielt sich die Ellbogen schützend vor ihr Gesicht.

Eine leichte Berührung auf Hermines Unterarm. Es waren kalte, dünne Finger. Hermine hielt den Atem an und blinzelte zwischen ihren Armen hindurch. Im Schimmer des Lichts, das nur leicht durch das kleine Fenster an der Zellentür herein geschienen kam, konnte sie eine kniende Gestalt vor sich erkennen. Blondes Haar schimmerte leicht in dem schummrigen Licht. Erleichtert atmete Hermine auf und lockerte ihre „Umarmung". Sie senkte ihre Arme und blickte nun in das von Schatten geprägte Gesicht von Fleur. Sie war zurückgekommen.

Was machst du hier?" drang es überrascht aus Hermine. Blitzartig hielt Fleur ihr die Hand vor den Mund. „Ssch...sei leise! Sonst hören sie uns noch…" Fleur blickte über ihre Schulter zurück zur Tür, als würde sie eine Bewegung dieser fürchten. Nach Sekunden des Schweigens und an die Tür Starrens, wandte sich Fleur wieder dem ängstlichen Gesicht von Hermine zu. „Gut. Ich schätze niemand hat etwas bemerkt."

Hermine – flüsternd: „Was machst du hier?"

Ich…ich schätze ich schulde dir eine Erklärung…" begann Fleur. Hermine beobachtete die Züge der blonden Frau und war gespannt darauf, was sie nun bald erfahren würde. „Ich nehme an, du hast mich wiedererkannt. Ich wurde eingeteilt deinen Vater aufzutreiben und schließlich auszuspionieren. Er hat mich eine Zeit lang als Haushälterin eingestellt." Es fiel Hermine wie Schuppen von den Augen. Daher kannte sie das Gesicht…Fleur. „Auf jeden Fall konnte ich so Informationen über deinen Vater sammeln um sie an diese Organisation weiterzuleiten. Und nun ja…so habe ich eben unter anderem herausgefunden, dass du das wichtigste in seinem Leben darstellst. Insofern ist das alles meine Schuld." Fleur wandte den Blick ab und sah stattdessen auf den Boden. Hermine war sich nicht sicher, wie sie dies deuten sollte. Hatte sie Schuldgefühle? Immerhin war sie diejenige, die für ihre schreckliche Situation verantwortlich war. War sie das? „Aber Fleur…das hier ist nicht deine Schuld. Wäre mein Vater nicht in Berührung mit dieser…Organisation…was auch immer das für eine sein mag…gekommen, wäre es nie soweit gekommen." Bei diesem Gedanken begannen Hermines Augen sich mit Tränen zu füllen. Zu aller letzt war es ja doch die Schuld ihres Vaters. Sie wandte den Blick ab, um ihre Tränen zu verstecken. Sanft legte Fleur ihre Hand auf Hermines Oberarm und begann ihn zärtlich zu streicheln.

Zärtlichkeit. Eine solche hatte Hermine schon lange nicht mehr gespürt. Sie stand ihrem Vater zwar sehr nahe, doch in den vergangenen Monaten hatte er sich immer weiter zurück gezogen. Und Freunde…ja richtige Freunde hatte Hermine nicht sehr viele. Sie wurde zuhause privat unterrichtet und mit anderen Jugendlichen kam sie nur in Kontakt, wenn sie einmal in die Stadt fuhr.

Hermine wusste nicht genau wieso, doch ihre Hand hob sich – fast wie von selbst – und umschloss Fleurs Hand. Bei der plötzlichen Berührung fuhr Fleurs Blick hoch und die Augen der beiden trafen sich. Hermine sah wie etwas in Fleurs blauen Augen aufblitzte. Egal was es war, es schien sie ungeheuerlich zu fesseln. Fleur fuhr mit ihrer zweiten Hand langsam über Hermines Gesicht. Sie streichelte ihre Wange und fuhr ihr vorsichtig über ihre Lippen. Währenddessen hafteten Hermines Augen immer noch an Fleurs Blick. Sie war fasziniert von den kalt blauen Augen. Ihr Atem stockte als diese näher zu kommen schienen. Fleurs Hand wanderte in ihren Nacken und zog ihren Kopf leicht in die Höhe. Hermine fühlte sich wie versteinert. Fast wie eine Puppe, die an Fäden hing und durch diese bewegt wurde. Sie zitterte leicht als Fleur sich aus dem Griff ihrer Hand löste und diese stattdessen unter ihre Bluse wandern lies. Ihre Finger waren kalt und Hermine schloss bedächtig ihre Augen. Was…tust du… dachte Hermine. Es war das einzige was sie zu denken zusammenbrachte. Sie war wie gelähmt. Ihr Blick wanderte an die Zimmerdecke als Fleurs Hand immer höher wanderte. Ihre Finger strichen zart über ihre weiche Haut, als sie schließlich an Hermines Brust ankamen. Hermine zuckte zusammen, als Fleur ihre Brust mit ihrer Hand umschloss. Fleur beugte sich leicht vor und hauchte in Hermines Ohr „Sei jetzt ganz still…" Hermine hatte gar nicht vor einen Laut von sich zu geben. Und selbst wenn…sie hätte keinen zusammengebracht. Immer noch lag sie wie gelähmt in Fleurs Hand und ließ sich einfach nur treiben.

Fleurs Hand in Hermines Nacken zog ihren Kopf näher zu dem Ihrigen heran. Sie sahen sich nun wieder direkt in die Augen. Fleurs Augen blitzen wieder auf und ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. Langsam fuhr sie sich mit der Zunge darüber. Fleur ließ ihre Hand unter Hermines Bluse nun an ihren Rücken wandern und mit einer sanften Bestimmtheit zog sie Hermine von der Wand weg. Nur um sie dann wieder auf den Boden zu drücken. Hermine atmete scharf ein und blickte mit einer sie überkommenden Angst in Fleurs bestimmendes Gesicht. „Du brauchst keine Angst haben." Flüsterte diese, als sie sich über Hermine kniete und sich mit offenen Lippen zu ihr hinunter beugte. Mit offenem Mund und immer schwerer werdendem Atem starrte Hermine in das Gesicht der blonden Frau, das immer näher kam. „Was…" hauchte Hermine noch, doch sie konnte ihren Gedanken nicht aussprechen. Denn Fleur umschloss bereits ihre Lippen mit den Ihrigen. Etwas in Hermine wollte sich währen. Doch sie konnte nicht. Schnell wurde dieses Gefühl auch schon verdrängt. Von etwas anderem. Verlangen? Langsam öffnete sie ihren Mund, um sogleich Fleurs Zunge zu empfangen. Hermines Körper entwickelte langsam wieder sein Eigenleben und ihre Arme, die zuvor schlapp auf dem Boden lagen, hoben sich und zogen an Fleurs Hemd. Sie zog sie zu sich herab, um mit ihren zarten Armen ihre Taille zu umschließen.

Mit jeder Berührung regte sich etwas in Hermine. Etwas, das sie bis dahin noch nicht kannte. Das Verlangen nach Zärtlichkeit wuchs immer mehr, als ihre Hände langsam unter Fleurs Shirt vordrangen. Sie spürte die leicht raue Haut unter ihren Handflächen. Sie verlagerte ihre Hände schließlich auf Fleurs Rücken und zog sie mit einer plötzlichen Gewalt ganz zu sich herunter. Sie konnte nun ihre Brüste ganz nah bei ihr spüren und ein elektrisierender Schauer fuhr ihr durch den ganzen Körper. Plötzlich lies Fleur von Hermines Lippen ab. Hermine fuhr mit ihrem Kopf ein wenig dem von Fleur nach und blickte sie mit einem fragenden Blick an. Fleur grinste nur und begann Hermines Bluse aufzuknöpfen. Hermine senkte ihren Kopf wieder und schloss ihre Augen. Sie wollte jede Berührung richtig spüren. Mit einem Finger glitt Fleur von Hermines Kinn angefangen über ihren Hals weiter hinunter in ihren Ausschnitt. Langsam breitete sie ihre Hände über Hermines Oberkörper aus und beugte sich über sie. Plötzlich konnte Hermine Fleurs Zunge auf ihrer Haut spüren. Gänsehaut. Hermine Krallte ihre Hände in das Heu, das neben ihr am Boden lag und sie biss sich in die Unterlippe. Ihr Körper bebte unter der Anspannung, als Fleurs Zunge ihre Brustwarze liebkoste währen ihre Hände Hermines Seite langsam auf und ab fuhr. Fleurs Zunge hinterließ schlussendlich eine feuchte Spur, als sie sich in südlichere Regionen vorarbeitete. Langsam öffnete sie den obersten Knopf von Hermines Jeans und streifte sie hinab.

Ein Gefühlschaos braute sich zu einem Sturm zusammen. Hermines Körperspannung baute sich zunehmend auf und ihr Unterleib bewegte sich im Rhythmus von Fleurs Zungenspitze, als sie leise zu Stöhnen begann. Sie wusste, dass sie niemand hören durfte. Sie zwang sich auf ihre Unterlippe zu beißen und unterdrückte so gut es ging etwaige Ausschreie. Plötzlich riss sie ihre Augen weit auf. Sie spürte etwas Heißes in ihren Mund fließen. Ihre Knöchel wurden weiß, so sehr verkrampfte sie sich. Mit einem leicht unterdrückten und dennoch lauten Stöhnen kündigte sich Hermines Höhepunkt an. Nach einigen hundertstel Sekunden entspannte sich ihr Körper und ihr Atem verlangsamte sich wieder. Ihre Arme lagen nun schlaff neben ihr.

Fleur hob genüsslich ihren Kopf und beäugte das Mädchen, das vor ihr lag. Fleur leckte sich die Lippen und schmeckte die salzige Flüssigkeit, die diese benetzten. Sie beugte sich über Hermines Gesicht und hauchte „Ich sagte doch…dass du keine Angst zu haben brauchst." Hermine zog an Fleurs Shirt um ihr ihre Zunge in den Mund gleiten zu lassen. Es schmeckte bitter. Hermine war erschöpft, doch sie wollte Fleur nicht gehen lassen. Sie wollte nicht länger alleine sein…doch Fleur riss sich los. „Ich muss jetzt gehen…das wird langsam auffällig."

Nein!" entwich es Hermines Lungen. Lauter als sie es geplant hatte.

Verdammt sei leise!" krächzte Fleur durch die Dunkelheit. „Ich komme ja wieder…bei Gelegenheit." Hauchte sie noch bevor sie Hermine verließ.

bei Gelegenheit? Bei…Gelegenheit?? Fuck. Sie kann mir das nicht antun…und dann…bei Gelegenheit…wiederkommen! Ich …brauche sie… Hermines Körper verkrampfte sich und eine seltene Wut überkam sie. Wie konnte sie sie jetzt verlassen?