Auf der Suche nach Magie"

Übersetzung der Geschichte „Looking for Magic" von Hypnobarb.

Disclaimer: Alles gehört JKR, bis auf diese Übersetzung. Die gehört mir, aber ich verdiene kein Geld damit!

Vielen Dank an meine Reviewer!

Heute wird es ruhig und ziemlich geschäftlich zugehen. Viel Spaß beim Lesen!


4. Kapitel:

Korrespondenz, 10. Oktober 1997

An: Professor Severus Snape, M. f. Z.
Kerker
Hogwarts - Schule für Hexerei und Zauberei
Bezirk Hogsmeade
Schottland

Von: Professor Gerhardt Boch, M. f. Z.
Abteilung Zaubertränke
Avalon College
Chicago, Illinois
Vereinigte Staaten

Ich war überaus erfreut, von Ihnen diese Woche gehört zu haben. Obwohl wir uns noch nicht persönlich begegnet sind, habe ich trotzdem das Gefühl, Sie aufgrund meiner laufenden Korrespondenz mit unserem gemeinsamen Lehrmeister und Freund, Arsenius Jigger, zu kennen. Er hat oft von Ihnen gesprochen und Ihre Arbeit in den höchsten Tönen gelobt, insbesondere die Entwicklung des Wolfsbanntrankes. Ohne Zweifel hat Ihre Erfindung Erleichterung für Hunderte von feinen Individuen gebracht, die mit diesem bedauerlichen Umstand leben müssen.

Ihre Anfrage zu den Studienprogrammen, die hier am Avalon College angeboten werden, ist sehr begrüßenswert. Ich bin vor sechs Jahren hier Dozent geworden als der Aufsichtsrat beschloss, den Studienplan für Zaubertränke auf ein Programm mit Meisterniveau zu erweitern. Da wir beide eine Ausbildung bei Meister Jigger, einem überaus anspruchsvollen Zaubertränkemeister, absolviert haben, kann ich Ihnen versichern, dass unser Zaubertränkestudienplan genauso gründlich und anspruchsvoll ist, entsprechend dem, was wir in unserer Ausbildung durchlaufen haben. Nachdem das Programm beschlossen worden war, wurden vor drei Jahren die ersten Studenten zu dem Programm zugelassen, weswegen wir allerdings noch keine Absolventen haben. Deshalb können wir die kompletten Fähigkeiten unserer Absolventen auch noch nicht einschätzen. Unsere Entscheidung, auch Klassen für Muggelwissenschaften auf Collegeniveau mit aufzunehmen, hat das Niveau unseres Programms erhöht. Ich bin überzeugt, wir werden am Ende das Äquivalent zu einem gebildeten, umfassenden Zaubertränkemeister bieten können, mit einem ausführlichen Grundwissen sowohl in der magischen Wissenschaft als auch in der physikalischen Wissenschaft der Muggel.

Sie haben außerdem nach dem am Avalon College angebotenem Zauberkunstprogramm gefragt. Es ist ein Vierjahresprogramm und geht somit ein Jahr länger als die Standardausbildung in Zauberkunst. Bei uns beinhaltet es jeweils noch eine Vorlesung in Physik und in Grundlagenstudien der Muggel, damit ein Abschluss gemacht werden kann, der auch in den Muggel-Vereinigten Staaten anerkannt wird. Das Programm ist vor sechs Jahren gestartet und mittlerweile haben zwei Klassen mit insgesamt 47 Studenten graduiert. Unser Nachkontakt mit unseren Absolventen ergab, dass 94 Prozent momentan in einem Bereich arbeiten, der mit ihrem akademischen Abschluss in Zauberkunst zusammenhängt, mit einem Durchschnittsverdienst sieben mal höher als dem, den Arbeitsanfänger mit einem Meister in Zauberkunst erhalten, die eine traditionelle dreijährige Ausbildung absolviert haben.

Unsere Studentenschaft wird allmählich sehr international. 87 Prozent unserer Studenten kommen aus den Vereinigten Staaten und Kanada. Die verbleibenden 13 Prozent sind aus Mexiko, Panama, Ecuador, Chile, Argentinien, Indien, Japan, China, Korea, Frankreich, Russland und Polynesien. Deshalb seien Sie versichert, wir würden uns über Studenten aus Groß-britannien und Europa sehr freuen und planen bereits, Werbung für uns in Hogwarts und Beauxbatons zu betreiben. Wir würden sehr gern den intelligentesten Schülern aus Europa eine Möglichkeit an unserem College geben.

Ich möchte Ihnen noch eine Einladung aussprechen, unseren Campus als unser Gast zu besuchen. Das würde Ihnen und mir die Gelegenheit geben, uns kennenzulernen und unsere gemeinsamen Interessen zu diskutieren. Ich kann Ihnen währenddessen einen Rundgang über den Campus geben, natürlich inklusive unserer Zaubertränkeeinrichtungen. Des Weiteren kann ich Treffen mit anderen Kollegen der Zaubertrank- (Soweit ich informiert bin, sind sie mit Professor Josepha Ben Ari bekannt?) und Zauberkunstabteilung arrangieren. Obwohl ich nicht zum Angeben geneigt bin, muss ich doch gestehen, dass ich die Möglichkeit sehr genießen würde, Sie mit unserem Angebot an Programmen und Einrichtungen zu beeindrucken.

Sie sind, wie ich auch, gerade mitten in Ihrem Schuljahr. Wäre deshalb ein Wochenendbesuch möglich? Wenn ja, so hätte ich am Wochenende des 18. Oktobers oder die meisten Wochenenden im November Zeit. Allerdings wäre mir ein Besuch früher als später lieber, da wir den ganzen Herbst über Bewerbungen für unsere Programme erhalten und vorläufige Annahmeangebote (abhängig vom Abschluss und dem UTZ-Ergebnis) im kommenden Februar unter-breiten. Bitte geben Sie mir Bescheid, wann Ihnen ein Besuch am besten passt.


Severus Snape hält das Pergament locker in seiner Hand, es zum zweiten Mal betrachtend. Nachdem er heute auf seine Lehrerroben verzichtet hat, trägt Severus seine gewöhnlichen schwarzen Hosen, sein weißes Hemd, einen alten und sehr oft getragenen, schwarzen Pullover im Strickjackenstil und ein Paar wildlederne, schwarze Slippers. Die langen Beine von sich gestreckt, sitzt er in seinem Lieblingslehnsessel vor dem Kamin. Ein kleiner Tisch, belegt mit Stapeln von Büchern, befindet sich neben ihm. Über eine riskant abgestellte Teetasse greifend, zieht Severus einen Terminkalender hervor, murmelt den Öffnungszauber und prüft die Vermerke im Oktober und November. Das Pergament und den Terminkalender weiter festhaltend, erhebt sich Severus, geht zu einem Schreibtisch in der Ecke, setzt sich und beginnt zu schreiben:

An: Professor Gerhardt Boch, M. f. Z.
Abteilung Zaubertränke
Avalon College
Chicago, Illinois
Vereinigte Staaten

Von: Professor Severus Snape, M. f. Z.
Kerker
Hogwarts – Schule für Hexerei und Zauberei
Bezirk Hogsmeade
Schottland

Ich schätze Ihr Angebot, zu Ihnen zu kommen und den Campus des Avalon Colleges zu besichtigen und damit die Möglichkeit zu haben, Sie und einige der anderen Dozenten an der Fakultät kennenzulernen. Wie Sie auch in Ihrem Brief gesagt haben, je früher wir uns treffen können, desto besser. Ich denke, das Wochenende des 18. Oktobers passt sehr gut. Aufgrund des sechsstündigen Zeitunterschiedes zwischen Chicago und Schottland würde ich gern Freitagabend zu Ihnen kommen, was mir wiederum ein wenig Zeit geben wird, mich einzugewöhnen und den vollen Nutzen meines Besuches am Samstag zu erhalten. Wenn Sie damit einverstanden sind, lassen Sie es mich bitte wissen.


Ein neues Stück Pergament hervorziehend, beginnt Severus ein zweites Schreiben.

An: Mr. Patrick Pellworthy
Von: Simon Solomon

Mit Respekt erbitte ich um die Möglichkeit eines Treffens mit unserem gemeinsamen Freund, um eine wichtige Angelegenheit zu diskutieren. Ich bin natürlich an jedem Abend oder Wochenende erreichbar, entsprechend dem Belieben und Nutzen unseres guten Freundes.


"Das dürfte für Pettigrew und eine Anfrage um eine Audienz bei Voldemort reichen", denkt Severus. „Jetzt noch Lucius."

An: Mr. Lucius Malfoy
Malfoy Manor

Von: Severus Snape, M. f. Z.
Hauslehrer von Slytherin

Ich würde mich über die Gelegenheit eines Treffens mit dir freuen, sobald es dir möglich ist, um den akademischen Fortschritt deines Sohnes Draco zu besprechen. Ich glaube, unsere Diskussion wird uns zu neuen Möglichkeiten seiner weiteren Ausbildung führen.


Snape nimmt die drei Pergamente, rollt sie zusammen, sigilliert sie mit sehr unterschiedlichen Siegeln und geht zur Eulerei, um sie zu versenden.


Hermine Granger verpasst Professor Snape in der Eulerei um knapp fünf Minuten, aufgehalten durch ihr Gespräch mit Madame Pince in der Bücherei über zwei Neuanschaffungen an Büchern zur Anwendung der Arithmantik in anpassungsfähigen Zaubertränken.

"Hedwig", ruft sie. Hermine schaut sich in dem großen Raum mit seinen luftigen Fenstern und der hohen Decke um. Eulen jeder Art, von kleinen braunen Eulen, wie von Pigwidgeons Größe, bis hin zu muskulösen Schleiereulen auf Bauhölzern und in Schlupfwinkeln sowie Verstecken, waren überall im Raum vertreten. Eine große, schneeweiße Eule flattert auf einem Balken im steilen Giebeldach herum. Graziös herabschießend, landet Hedwig auf einer Sitzstange neben Hermine und schaut sie fragend an.

Hermine hält ihr ein Stück Haferflockenkeks hin, welches Hedwig vorsichtig aus ihren Fingern pickt. „Hallo Hedwig", gurrt Hermine und krault Hedwig hinter ihrem linken Ohr. „Du bist wie immer eine schöne und elegante Dame. Ich habe Harry gefragt, ob ich dich haben kann, um einen Brief von mir an meine Eltern zu überbringen und er hat gesagt, es wäre in Ordnung. Was sagst du dazu, heute nach London zu fliegen?" Hedwig richtet ihr Köpfchen auf und streckt ihr Bein hervor. Hermine befestigt daran einen kleinen Briefumschlag. „Vielen Dank, Hedwig. Mum weiß, dass du ihr hausgemachtes Müsli sehr gern magst und sie hat mir versprochen, welches für dich aufzuheben. Mum wird ihre Antwort sehr wahrscheinlich gleich schreiben, deshalb wäre es schön, wenn du darauf wartest, worüber ich mich sehr freuen würde. Danke dir, Hedwig."

Hedwig und der Brief entfernten sich daraufhin in Richtung London.


An: Mum und Dad
Von: Hermine

Ich freue mich schon so sehr auf unseren Besuch des Avalon Colleges am 25. Oktober. Es ist ein Wochenende extra für Eltern und Bewerber, denen Besichtigungen, Orientierungen und viele andere Dinge geboten werden, während wir dort sind. Mir wurde ein Portschlüssel zugesandt, der uns direkt zu einem ihrer Transporträume im Verwaltungsgebäude auf dem Campus bringen wird. Ich werde zu euch nach Hause apparieren und dann werden wir von dort gemeinsam starten. Dem Brief entsprechend wird es wohl warmes Wetter den Tag über geben und in der Nacht wird es kühl, mit sehr viel Wind. Ich nehme an, deswegen nennen sie es auch die Windige Stadt. Jedenfalls, hier eine große Umarmung von eurem kleinen Mädchen (das hoffentlich bald eine Collegestudentin sein wird) und wir sehen uns dann.


Und, was denkt ihr?

Reviews sind klasse…