Kapitel 4
Die Schüler hatten indes den Weg zur Einhorn-Apotheke zurückgelegt. Sirius blieb stehen und wartete vor der Tür, während Daniel und Asteria hineingingen. Der „Fan-Club" hatte beschlossen, die 'Drei Besen' schon einmal zu sichten und einen ausreichend großen Tisch zu organisieren. Sirius setzte sich und blieb reglos sitzen, bis die beiden wieder herauskamen.
„Oh, schau mal, der Hund hat auf uns gewartet", freute sich das Mädchen, als er wedelnd wieder aufstand und sie anstupste. Er schob sich wieder unter Daniels Hand und dieser strahlte glücklich.
„Oh Mann, könnte ich ihn nur behalten. Mit so einem Hund wäre ich fast unabhängig."
Asteria sah ihn ein wenig mitleidig an. Sie konnte sich vorstellen, wie schwierig es sein musste, ständig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, um alles bitten zu müssen …
„Meinst du, wir sollten ihm einen Namen geben?", fragte sie unsicher. Sirius schaute aufmunternd zu ihr auf.
„Du verstehst jedes Wort, das ich sage, oder?", fragte sie entzückt. Er lächelte und ließ ein bisschen die Zunge heraushängen.
„Du, Daniel. Der lacht mich an", sagte Asteria.
Daniel überlegte schweigend.
„Ich weiß nicht. Er hat sicher einen Namen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er keinem gehört."
„Aber wenn er bei uns ist, müssen wir ihn doch irgendwie nennen. ‚Hund' klingt so abwertend …"
„Würdest du sagen, dass er schön ist?"
„Er ist wunderschön. Der schönste Hund, den ich je gesehen habe."
Sirius wedelte glücklich.
„Dann könnten wir ihn ja Apollo nennen, falls er damit einverstanden ist."
„Na, du Hübscher, möchtest du Apollo heißen?", fragte Asteria und streichelte ihm über den Kopf.
Sirius fand die Idee ziemlich gut. Wenn sie ihm sogar einen Decknamen gaben, konnte ihm das nur Recht sein - falls er zufällig Minerva McGonagall oder Hagrid im Pub treffen sollte … er streckte sich und gab Asteria, die sich ein wenig zu ihm herunter gebeugt hatte, einen feuchten Kuss auf die Wange.
„Ich glaube, das hieß 'Ja'", sagte sie kichernd.
In den 'Drei Besen' war es laut und voll, wie immer an den Wochenenden, an denen die Schüler Ausgang hatten. Die meisten Tische waren besetzt, aber Albert, Robert und Philip hatten einen großen runden Tisch in einer der vorderen Ecken nahe beim Ausgang für sie besetzt, so gelangte Sirius fast unbemerkt hinein.
Ein oder zwei der anwesenden Zauberer drehten sich nach dem ungewöhnlichen Dreiergespann um, aber da der Junge offensichtlich den Hund im Griff hatte und das Mädchen freundlich lächelte, sagten sie nichts und Sirius benahm sich natürlich vorbildlich. Er schnupperte nicht an den anderen Gästen, sondern ging schnurstracks zu dem Tisch, an dem er die Ravenclaws gesehen hatte. Dabei suchte er sich den breitesten Weg mit möglichst wenig Hindernissen aus und ging langsam, so dass Daniel nicht stolperte. Als er den Tisch erreicht hatte, setzte er sich. Daniel ertastete sich einen Stuhl und setzte sich ebenfalls.
„Was möchtest du trinken, Dan?", fragte Asteria.
„Ein Butterbier wäre klasse", meinte Daniel fröhlich. Die anderen Jungs hatten sich ihre Getränke schon besorgt, also ging sie zur Theke, um das Gewünschte zu bestellen.
Asteria kam mit zwei dampfenden Bechern in der einen Hand und einer Wasserschüssel in der anderen zurück. Zuerst stellte sie die Becher auf der Tischplatte ab, dann schob sie Sirius die Schüssel vor die Nase: "Hier, mein guter Apollo, sollst auch nicht durstig bleiben!"
"Danke! Was bekommst du dafür?", fragte Daniel, während seine Hand nach dem Geldbeutel griff.
"Ach komm, lass stecken", meinte Asteria leger.
"Nichts gibt's!", protestierte Daniel, "Du hast es schon geholt, dann will ich wenigstens bezahlen!"
Sie hatte sich auf den freien Stuhl zwischen ihrem Fan-Club und Daniel niedergelassen und nahm sich einen der Becher: "Hör zu, ich will dein Geld nicht, aber ... wie wäre es, wenn du uns ein bisschen was erzählst?"
"Erzählen? Worüber denn?"
"Na, zum Beispiel über Miss Gone", mischte sich Philip ein und Albert ergänzte: "Keiner von uns braucht Nachhilfe, also hatten wir bisher keine Chance, sie richtig kennenzulernen."
"Dabei kursieren die unterschiedlichsten Gerüchte in der Schule", meldete sich jetzt auch Robert, "stimmt es, dass sie eine Muggel ist?"
"Stop, Stop, bei dem Lärm hier müsst ihr etwas näher rücken, ich hab keine Lust, schreien zu müssen", beschwerte Daniel sich.
"Hast Recht", meinte Asteria, sofort setzte das Stühle-Rücken ein.
Auch Sirius hob den Kopf und spitze die Ohren, das versprach ja nun wirklich interessant zu werden.
Fröhlich forderte das Mädchen: "Komm, lass es dir erst mal schmecken, bevor das Butterbier kalt geworden ist."
Vorsichtig tasteten Daniels Hände nach dem Becher, er schnupperte erst einmal, bevor er zum ersten Schluck ansetzte.
Nachdem er ein wenig Wasser geschlabbert hatte, kroch Sirius unter den Tisch, legte seinen Kopf auf Asterias Knie und ließ sich hinter den Ohren kraulen. Die Akustik war hier auch nicht schlechter als neben dem Tisch, wo der Lärm der Nachbartische viel mehr störte als unter dem Tisch, außerdem genoss er den intensiven Kontakt zu seiner Tochter. Ihre Hände waren so schlank und feingliedrig wie seine eigenen und sie wusste, wo und wie man einen Hund kraulte. Es fühlte sich so gut an, dass er am liebsten den Rest des Tages so zugebracht hätte.
"Also, ihr wollt mich über meine Mobilitäts-Trainerin ausfragen, habe ich das richtig verstanden?"
"Na ja, ganz so würde ich es nicht ausdrücken, aber wie soll ich sagen, da gibt es so viel Widersprüchliches", Asteria wand sich wie eine Schlange um den Begriff Ausfragen herum. "Wir haben ja alle mitbekommen, dass der sprechende Hut dich nach Gryffindor gesteckt hat, aber es heißt, du würdest nicht bei den anderen im Turm wohnen."
"Ja, das stimmt, Miss Gone und ich haben sozusagen eine eigene Wohnung am Fuße des Gryffindor-Turms. Nur wenn sie nicht im Schloss ist, übernachte ich im Schlafsaal. Aber was nur irgend geht, mache ich mit den anderen zusammen, Hausaufgaben, Übungen und so. Aber den anderen Unterricht: Orientierung, Stock-Training, Tast- und Hör-Übungen machen wir in der Wohnung oder im Freien."
"Ist sie nun eine Muggel oder nicht?", fragte Robert etwas ungeduldiger.
"Das ist schwer zu beantworten. Wenn du es genau wissen willst, frag sie halt selbst."
"Moment mal", mischte sich Asteria ein, "es heißt ja, dass sie Snape bei jeder Gelegenheit die Stirn bietet, das haben wir ja gerade eben erlebt! Welcher normale Mensch würde sich mit einem Magier wie Snape anlegen?"
"Die Argumentation würde ich nicht gelten lassen, weil sie das immer und überall macht, schon aus Prinzip, glaube ich. Aber sie beherrscht Telepathie und ich denke, das hat sehr wohl mit Zauberei zu tun."
"Was noch?", fragte Philip unverhohlen.
"Sie bringt uns bei, sich richtig zu konzentrieren, Meditation, wie man den Kopf frei bekommt und Visualisierung. Das hilft ungemein bei Verwandlungen und Zauberkunst. Außerdem ist sie eine gute Musikerin."
"Pah, Musik, was hat das damit zu tun", spuckte Albert verächtlich aus.
"Ah, ah, ah, hast du vergessen, was Dumbledore immer sagt? Musik ist der größte aller Zauber", bremste Asteria den Mitschüler aus.
"Hey, ich mache euch einen Vorschlag: Kommt doch zum Singen und Tanzen, da darf jeder mitmachen, je mehr um so besser. Ihr könnt euch selber ein Bild machen und habt die Gelegenheit, Miss Gone zu erleben und ganz unauffällig mit ihr zu reden."
Asteria fand diese Idee hervorragend, die Jungen waren eher skeptisch. Natürlich waren sie neugierig und wollten mehr erfahren, aber Singen und Tanzen? Das war doch recht peinlich, wenn man dabei gesehen wurde …
Asteria jedoch ließ sich gleich den Termin sagen und versprach, auf jeden Fall zu kommen.
Sirius hatte den Ausführungen Daniels interessiert gelauscht. Telepathie? Musik? Konzentration und Visualisierung? Ja, das passte genau in sein Bild. Sie war eine weiße Magierin, da konnte sie noch so tun, als wäre sie Muggel. Er hatte ihre Aura gespürt. Es war etwas darin, was ihn irritierte.
Diese Aura war anders als die der meisten anderen weißen, aber ohne Zweifel war sie sehr hell. Sie war der von Severus nicht unähnlich, etwas Fremdes schwang darin mit, wie Schlieren einer anderen Farbe … als hätte jemand einen Tropfen Blut in ein Glas Milch fallen lassen.
Er wusste nicht, was das zu bedeuten hatte, aber er würde der Sache bei Gelegenheit auf den Grund gehen. Wenn ihn nicht alles täuschte, würde er von dieser Dame noch öfter hören oder sie gar sehen. Sie hatte das Spiel mitgespielt, aber gleichzeitig zu erkennen gegeben, dass sie wusste, mit wem sie spielte. Eine sehr interessante Partie versprach das zu werden.
Zu schade, dass er nicht dabei sein konnte, wenn Asteria zum Singen und Tanzen ging. Wenn sie die Anlagen ihrer Mutter geerbt hatte, würde sie tanzen wie eine Fee, da war er ganz sicher. Er war auch kein übler Tänzer, zumindest hatte man den Mädchen in der Disco angesehen, dass sie beeindruckt waren - aber das konnte natürlich auch an den Lederhosen gelegen haben, die ihm wie eine zweite Haut gesessen und seinen Hintern aufs Vorteilhafteste zur Geltung gebracht hatte.
Während Asteria versuchte, die Corona der Ravenclaws zu überzeugen, mit ihr dorthin zu gehen, schweifte Sirius' Blick über die Knie und Füße der Angesprochenen. Also … bei mindestens einem von ihnen würde er doch dringend abraten, ihn zum Tanz aufzufordern - mit den Füßen konnte man da nur verlieren. Die sahen aus, als wären sie besser zum Waldbrandaustreten geeignet. Langsam war es genug mit der Kraulerei, er leckte seiner Tochter noch einmal dankbar die Fingerspitzen und legte sich flach auf den Boden, um vielleicht nach anderen bekannten Füßen Ausschau zu halten.
"Oh Mann, stellt euch doch nicht so an", stöhnte Daniel leicht genervt, "Ich wusste gar nicht, dass in Ravenclaw lauter Schisser sitzen, die schon bei solchen Kleinigkeiten kneifen."
Sofort erhob sich lautstarker Protest wie "Frechheit!" – "Boshafte Unterstellung" – "Was bildest du dir ein", während Asteria über die eingeschlagene Taktik lauthals zu lachen begann.
Die Tür öffnete sich und noch mehr Gäste betraten den ohnehin schon überfüllten Schankraum, allen voran Hermine. Sie blickte sich um und wollte sich schon zum Gehen umdrehen, als ihr Blick an dem runden Tisch haften blieb.
"Daniel?!", rief sie erstaunt aus, als sie feststellte, dass er in den Streit involviert war, 'was machst Du denn hier, allein mit Sechstklässlern aus Ravenclaw und Slytherin' konnte sie sich gerade noch verkneifen. Augenblicklich herrschte Ruhe am Tisch.
"Ähm, dürfen wir uns zu euch setzen? Wenn wir dicht zusammenrücken, müsste der Platz reichen."
"Macht nur", japste Asteria, "aber Stühle müsst ihr euch selbst organisieren ..."
"Und passt auf, wo ihr eure Füße unterbringt, es gibt hier noch einen Gast!"
Daniel deutete mit dem Finger auf die Tischplatte. Hermine bückte sich, um nachzusehen: "Das ist ja..."
"Pscht, wir wollen nicht, dass er rausgeworfen wird. Er ist ein prima Führhund", unterbrach Daniel flüsternd, "Du kennst ihn? Wisst ihr, wem er gehört?"
Geistesgegenwärtig erwiderte Hermine: "Wir haben ihn schon ein paar Mal getroffen, hier im Dorf, aber immer allein."
Ron und Harry waren inzwischen weitergegangen zur Theke. Schließlich kehrten sie an den Tisch zurück, Ron trug einen Stapel aus drei Hockern, Harry hatte die Hände voller Bierkrüge, und sie quetschten sich noch an den Tisch.
Hermine ermahnte nochmals: "Ron, pass auf, wo du deine langen Beine hinstreckst."
Der sah unter dem Tisch nach, blickte in ein schwarzes Hundegesicht und verschwand unter dem Tisch: "Schnuffel, was machst du denn hier?"
Harry machte es ihm sofort nach, Gott sei Dank waren die Sitzgelegenheiten niedrig genug.
Der Animagus unter dem Tisch indes war davon überzeugt, dass es die Sterne heute ganz besonders gut mit ihm meinten. Er konnte sein Glück kaum fassen. Alle Menschen, die er zu treffen gehofft hatte, waren hier beisammen, er hatte Georgia kennengelernt und eine Menge über sie erfahren, er hatte seine Tochter beschnuppern dürfen und nun traf er auch noch Harry und seine Freunde.
Wäre der Raum unter dem Tisch jetzt nur nicht so verdammt eng … er würde am liebsten herumspringen vor Freude. Als Harry und Ron zu ihm abtauchten und er in ihre überraschten Gesichter sehen konnte, hätte er am liebsten laut gelacht. Stürmisch leckte er ihnen über die Wangen, sein Schwanz schlug immer wieder hart gegen verschiedene Knie und Tischbeine, aber das machte ihm nichts. Er musste seiner Begeisterung irgendwie ein Ventil verschaffen. Später würde er mit ihnen hinaus auf die Wiesen und quer übers Gelände flitzen, er freute sich jetzt schon darauf. Im Sonnenschein mit geliebten Menschen einfach nur glücklich sein … wie lange hatte er darauf gewartet!
Hermine blickte sich am Tisch um: "Das hat sich eben nach Streit angehört?"
"Ich hab den Helden aus Ravenclaw vorgeschlagen, auch mal zum Singen und Tanzen mitzukommen, aber denen fehlt der Mut dazu", berichtete Daniel verschmitzt.
Die anderen Jungs murrten wieder unwillig.
"Habt ihr keine Lust, herauszubekommen, wie das mit einem Regentanz funktioniert?", versuchte Daniel die Neugier der anderen zu wecken.
"Regentanz? So ein Blödsinn, das sind doch alles Ammenmärchen", lästerte Albert herablassend.
"Hast du es denn überhaupt schon mal ausprobiert?", fragte Hermine leicht gereizt.
"Aber du...", stichelte der Ravenclaw weiter.
Da erschien Rons rotes Gesicht knapp über der Tischkante: "Ein paar schöne Blitze und Donner haben wir schon hinbekommen! Aber für ein richtiges Gewitter könnten wir noch Verstärkung brauchen."
Den Ravenclaws klappten die Kinnladen runter und Asteria fragte verblüfft: "Das ist nicht euer Ernst, oder?"
Ron, Hermine und Daniel nickten, der blinde Junge fuhr fort: "Miss Gone stellte anfangs die Frage, wie wir glauben, große Magie beherrschen zu können, wenn wir nicht einmal mit unserem Körper richtig umgehen können ..."
"... und sie sagte, dass es weniger auf die Bewegungen ankommt, sondern wie man mit der freigesetzten Energie umgeht und davon gibt's eine Menge", hörte man Harrys Stimme unter dem Tisch.
Nun tauchte auch sein Gesicht, rosa vor Aufregung aber breit grinsend, wieder auf: "Und die Ministeriums-Kröte hat diese 'harmlose' Beschäftigung abgesegnet ..."
"Keine Frage, ich bin dabei", meinte das große Mädchen und hob ihren Becher an, stieß mit Hermines an. Daniel schloss sich an, auch Ron und Harry, nach kurzem Zögern die anderen Jungs ebenfalls. Alle schmunzelten und es fühlte sich herrlich nach Verschwörung an.
Die Art, wie sie sich selbstbewusst präsentierte, diese entzückenden Grübchen und das Blitzen in den Augen erinnerten Harry auf einmal sehr stark an Sirius.
‚Meine Güte, sie ist ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ...', dachte er. War es Zufall, dass sie und er zusammen hier waren? Wohl kaum. Sicher, sie war seine Großcousine... Zu gerne hätte er ihn jetzt ausgefragt, doch das ging nicht.
Wieso war ihm diese Ähnlichkeit nur bisher nicht so aufgefallen? Na ja, bis vor kurzem hatte er von Sirius' Verwandtschaft nichts gewusst. Und mit Slytherins hatte er sich aus Prinzip nicht beschäftigt, von den Typen in seinem Jahrgang mal abgesehen, mit denen man sich zwangsläufig auseinandersetzen musste, ob man nun wollte oder nicht.
Er hatte auf einmal das dringende Bedürfnis, mit seinem Paten zu sprechen, oder wenigstens mit ihm nach draußen zu gehen und ihm die Meinung zu sagen. Schließlich hatte dieser sich nicht darum geschert, dass er am Grimmauldplatz bleiben sollte, er hatte sich über ihre Proteste hinweg hierher gewagt. Was, wenn er erwischt wurde? Was, wenn Dumbledore oder andere Ordensmitglieder ihn hier sahen? Was, wenn jemand ihn hier entdeckte? So sehr er sich freute, so sehr regte er sich im Moment darüber auf, dass Sirius so unvorsichtig war.
Er flüsterte mit Ron und gab auch Hermine ein Zeichen, dass sie sich beeilen sollte. Schließlich hatten sie noch einen weiteren Termin. Alle drei tranken zügig ihr Butterbier und verabschiedeten sich von Daniel und den anderen. Dann steckte er den Kopf noch einmal unter den Tisch.
„Schnuffel, wie ist es, hast du Lust auf einen kleinen Spaziergang?"
Sirius hob erwartungsfreudig den Hintern und wedelte fröhlich mit dem Schwanz. Die drei erhoben sich, um sich in Richtung Ausgang zu bewegen, Sirius kam unter dem Tisch hervor. Er drehte sich noch einmal zu Asteria um, legte ihr wie zur Entschuldigung kurz den Kopf aufs Knie, stupste Daniel noch mal kurz an der Hand an und lief dann Harry nach. Asteria schaute ihm bedauernd nach.
„Da zieht er hin. Schade."
Daniel nickte betrübt. „Er scheint doch ein sehr ... unabhängiger Geist zu sein. Er macht, was er will."
Draußen sahen sich Harry, Ron, Hermine und auch der Hund erst einmal vorsichtig um. Es tummelten sich zwar eine ganze Menge Leute auf den Straßen, aber glücklicherweise schienen gerade keine Lehrer unterwegs zu sein. Sie machten sich schnellen Schrittes auf zum Ortsende, wo das Gelände langsam waldig wurde und der Pfad zur Heulenden Hütte hinauf führte. Sirius rannte vor ihnen her, als er merkte, wo sie hin wollten.
„Harry, denk dran, dass wir noch das Meeting im Eberkopf anberaumt haben. Wir sollten pünktlich sein", ermahnte Hermine.
„Klar doch, ich weiß", sagte Harry leicht genervt. Im Grunde war es ihre Idee gewesen und er hatte im Moment gar keine Lust darauf.
