Warnung: Die Inhalte in diesem Kapitel sind überwiegend sexueller Natur.
Bury my heart
Kapitel 4
Imperio
Hermine wusste zuerst nicht recht, ob das alles ein schlechter Scherz sein sollte. Nicht Snape war es, den der Fluch getroffen hatte, sondern sie.
Ungläubig fühlte sie, wie ihr Körper aufhörte, ihr zu gehorchen. Ohne es zu wollen, drehte sie sich zu ihm um, der er immer noch reglos auf seinem Platz stand.
Sie wollte sich abwenden von diesem Anblick, seine stolze, schwarze Gestalt für immer aus ihrer Erinnerung verbannen - den Mörder, der Dumbledore getötet hatte. Doch selbst ihr Verstand schien verrückt zu spielen.
Bilder von hohen Bäumen tauchten vor ihren Augen auf. Blauer Himmel über ihrem Kopf, bis sie plötzlich mit Snape auf der Lichtung eines Waldes stand. Alles was sie vor Verwunderung tun konnte, war blinzeln. Mehr nicht.
Die Sonne schien, es war hell und friedlich um sie herum. Vögel zwitscherten, Insekten summten im Gras. Außer ihr und Snape schien niemand hier zu sein, denn die Todesser, die in ihrem Rücken standen, konnte sie nicht länger sehen.
„Was geschieht hier?", formte sie mit letzter Kraft mit ihren Lippen, ehe auch sie ihr nicht länger gehorchten.
Ohne Snape aus den Augen lassen zu können, suchte sie nach Antworten. Seine schwarzen Pupillen blitzten sie an, die altbekannte, tiefe Furche hatte sich zwischen seine zusammengezogenen Brauen gelegt. Es sah aus, als wollte er ihr etwas sagen, brachte es jedoch nicht fertig.
Dann wurde es ihr klar: es war nicht real. Die Bilder, die die Fremden in ihren Kopf gesetzt hatten, waren nicht echt.
Wie mechanisch setzte sie sich in Bewegung, von Panik ergriffen.
Langsam bewegte sie sich auf Snape zu, sah ihm ungebrochen in die Augen. Er erwiderte eisern ihren Blick.
Der Wald um sie herum verschwand und sie stand wieder bei ihm in der Zelle. Und das machte alles nur noch schlimmer.
Ungewollt senkte sie den Kopf, ließ ihre Augen langsam über seine zugeknöpfte Brust nach unten sinken, zwischen seine Beine.
Sie nahm ihre Hand und legte sie auf sein Herz. Hermine wollte schreien, nie zuvor war sie ihrem Professor auf so unangemessene Weise nahe gewesen.
Snape zuckte kaum merklich zusammen, den Blick plötzlich starr in die Ferne gerichtet, die Kiefer fest zusammengepresst.
Sie konnte seinen sich hebenden und senkenden Brustkorb unter ihren Fingern spüren. Der Stoff seiner schwarzen Kleidung war ganz warm und bewegte sich mit jedem seiner Atemzüge, die inzwischen alles andere als ruhig waren.
Ihre Hand glitt abwärts über seinen Körper, zu seinem Unterleib, bis zwischen seine Beine, wo sie die Wölbung seines Glieds durch seine Hose spüren konnte.
„Verdammt, Granger!", knurrte er frustriert.
Tränen bildeten sich in Hermines Augenwinkeln. Was konnte sie dafür, dass sie nicht die Kraft besaß, den Fluch zu brechen?
Ein greller Blitz zuckte durch den Raum, gefolgt vom tiefen Grollen eines Donners. Hermine hatte Angst, wollte sich ducken. Doch sie konnte sich nicht bewegen.
Snape aber stand unberührt von allem vor ihr und sah ihr tief in die Augen, fast so, als wolle er sie beruhigen.
Sie hörte Regentropfen, die auf sie hinab prasselten, konnte die Schlieren des Wassers vor ihren eigenen Augen sehen, ohne dass sie sie je erreichten.
Aus der Ferne drang Gelächter zu ihr vor, scheinbar zu weit entfernt, um real zu sein.
Das Gewitter verschwand so plötzlich, wie es erschienen war. Zurück blieb nur die trostlose Zelle mit ihrem künstlichen Licht, sie und Snape.
Die Tränen liefen dick und rund über ihre Wangen, ein stummer Aufschrei aus den Tiefen ihrer Seele. Doch sie konnte sich ihrem eigenen Willen nicht beugen, noch der Gewalt seiner bestimmenden Worte. Sie war schlichtweg in der Willkür der fremden Todesser gefangen.
Langsam schob sie sein Gewand auf die Seite und fing damit an, ihn durch seine Hose hindurch zu streicheln, obwohl sie alles andere als das wollte.
„Es tut mir leid", dachte sie bei sich selbst, ohne dass auch nur ein Ton über ihre zitternden Lippen gekommen wäre. „So wahnsinnig leid ..."
Sie wollte es herausschreien, als sie die Männer lachen hörte, wollte ihre Augen für immer vor dem sich ihr bietenden Anblick seines erigierten Glieds verschließen. Doch sie konnte es nicht.
„Granger!", dröhnte er erneut, obwohl er wissen musste, dass sie nichts tun konnte.
Ganz gleich, wie sehr sie ihn verabscheute, für das, was er getan hatte, das war nicht etwas, was sie ihm antun wollte, geschweige denn, sich selbst.
Sie fühlte die Härte seiner Männlichkeit unter ihren Fingern. Und auch dann, wenn sie merkte, dass er dagegen ankämpfte, war er durch die Kraft der magischen Fesseln unfähig, sich zu befreien, oder gar zu bewegen. Lediglich sein Kopf schien ihm zu gehorchen.
Hermines Herz erzitterte.
Snape! Warum ausgerechnet Snape?
Natürlich hatte sie mit Ron geknutscht und dabei erfahren, dass er Gefühle für sie gehabt hatte. Aber mit ihm war es in Ordnung gewesen. Es hatte sich richtig angefühlt. Im Gegensatz zu jetzt.
Sie hasste Snape. Aber er wollte das genauso wenig wie sie. Hermine konnte sehen, wie verbissen er dagegen ankämpfte.
Am liebsten wäre sie im Boden versunken. Sie wusste, warum sie das ausgerechnet mit ihr taten: um Snape zu verletzen, um ihn zu brechen. Vielleicht sogar, um zu sehen, ob er ihrem Herrn gegenüber loyal war, schließlich war er ihr Professor gewesen, hatte eine Bindung zu ihr gehabt, die auf Verantwortung begründet war.
An diesem Punkt tauchten erneut künstliche Bilder vor ihren Augen auf. Ein Klassenzimmer. Welch Ironie!
Sie fühlte sich, als wäre sie allein mit ihm in Hogwarts. Alles wirkte täuschend echt. Doch es war eine Illusion.
Hermine ging vor ihm in die Knie. Ihre Hände öffneten seinen Gürtel, seine Hose. Sie hörte das Geräusch des Reißverschlusses, das tief in ihrem Kopf nachhallte.
Mein Gott! Sie würden das wirklich durchziehen.
Panik mischte sich mit Angst.
Langsam legten sich ihre Hände auf die warme Unterhose. Angewidert tastete sie sich vorwärts, bis sie das feste Fleisch in ihren Händen hielt. Sie befreite das harte Brett, sah, wie ihr sein Penis entgegen sprang.
Niemals hätte sie das für möglich gehalten. Er war groß und fest. All das Geknutsche mit Ron schien ihr in diesem Moment so unschuldig, dass ihr erst so richtig bewusst wurde, wie unerfahren sie noch war.
Ihre Hände umfassten sein Glied und streichelten es. Die Haut war warm. Sanft und fest zugleich.
Es war verstörend.
Die Spitze ragte ihr wie ein Pilz entgegen, fordernd und doch so zart.
Es gab nichts, womit sie all ihre Gefühle hätte beschreiben können. Einzig ihr Magen schien bei sich zu sein, denn er rebellierte so kräftig, dass ihr ganz schlecht wurde.
Aus den Augenwinkeln konnte sie einen Blick auf sein Gesicht erhaschen. Er war voller Selbstverachtung und Konzentration. Es gehörte nicht viel dazu, um ihr zu sagen, wie sehr er das Szenario verabscheute. Er wollte den Bann brechen, wagte es nicht einmal, sie anzusehen. Doch er konnte es nicht, genauso wenig wie sie.
Ihre Hände machten weiter. Sie sah etwas auf der Spitze seines harten Glieds glitzern. Ein Tropfen Flüssigkeit.
Mein Gott! Sie hatte ja keine Ahnung...
Nicht lange und ihre Hände wurden schwer. Die eine hielt unten seinen Schaft, während die andere mit dem Daumen sanft über seine Spitze kreiste.
War das Zeug klebrig oder bildete sie es sich nur ein?
Ihr Kiefer bebte, sie konnte die Tränen nicht stoppen.
Es war widerwärtig. Sie wollte den Blick senken, nie wieder die Augen öffnen. Doch nichts dergleichen geschah.
Sie rubbelte an seinem Penis, bis er plötzlich pulsierte und Snape seinen Samen aus sich herauspumpte.
Ein tiefes Brummen entfuhr ihm - nein – es war ein Stöhnen. Hermine schauderte.
Die ganze Zeit über war er so still wie nur irgend möglich gewesen. Aber jetzt drang ein kehliges Stöhnen aus den Tiefen seines Seins hervor.
Sein Samen schoss auf sie zu.
Ein Stoß, zwei ... drei Stöße und ihr Pullover war an den verschiedensten Stellen bedeckt von seinem weißen Ejakulat.
Das Klassenzimmer war verschwunden. Zurück blieb nur die Zelle, sie und Snape.
Ihre Hände sackten schwer wie Blei zu Boden.
Sie sah sein Gesicht. Er hatte Farbe bekommen. Von Wut verzerrt stieß er einen Schrei aus, der sie bis ins Mark erschütterte.
Noch nie hatte sie ihn so außer Kontrolle gesehen.
Er zitterte am ganzen Leib, seine Brust vibrierte hart. Die Fesseln, die ihn im Zaum gehalten hatten, hatten ihre Kraft verloren, mit einem Mal mussten sie verschwunden sein, denn seine Hände schossen nach vorn und schubsten sie unsanft fort.
Hermine geriet ins Schwanken, strauchelte. Sie fühlte, dass ihr Körper wieder ihr gehörte, dass der Zauber gebrochen war. Dennoch konnte sich sich nicht bewegen, sie brachte es einfach nicht fertig, und so fiel sie seitlich zu Boden. Dort blieb sie liegen.
Sekunden vergingen, ehe sie begriff, dass sie mit Snape allein war. Wohin waren die Fremden so schnell verschwunden?
Es spielte keine Rolle. Doch die Erleichterung blieb aus.
Ihre Augen blinzelten. Snape stand auf wackeligen Beinen, den Körper vornüber gebeugt. Sein Atem ging schwer. Mit zittrigen Händen tastete er sich an der Wand entlang, bis in die dunkelste Ecke des Kerkers.
Hermine wusste dennoch nicht, wo sie hinsehen sollte, als er schnell seine Männlichkeit verstaute, die Hose an ihren rechtmäßigen Platz brachte und den Gürtel schloss.
Er schien allgegenwärtig zu sein. Es war unmöglich, ihm aus dem Weg zu gehen.
Noch immer liefen Tränen über ihre Wangen, noch immer lag sie aufgewühlt auf dem Boden. Sie fühlte sich gedemütigt und beschämt. Offenbar ebenso wie er.
Er vermied es, sie anzusehen und kauerte sich in die Schatten der dunkelsten Ecke des winzigen Raumes. Doch selbst dort wusste sie, dass er da war; hörte sie doch das unruhige Keuchen seines Atems.
