xlittlevampirex:
Für die Geschichte reicht eigentlich das Wissen von Band 1 aus mit dem Zusatz von Bellas Verwandlung in einen Vampir. Ich werde aber eigentlich auf nichts Spezielles aus den Büchern Bezug nehmen, also eigentlich ist es egal, wann genau das jetzt spielt (auf gut Deutsch: ich weiß es selbst nicht so genau :P)
Oompa:
Fragen über Fragen – aber so einfach gibt's keine Antworten :
So, nach einer kurzen/langen Pause gibt's mal wieder nen neuen Teil. Ich hoffe, er gefällt^^
~Part 4~
Fast schon schreiend vor Freude sprang ich auf und lief auf Edward zu, rief immer und immer wieder seinen Namen. Doch warum reagierte er nicht? Was sah er da auf dem Boden?
Sekunden, nach dem ich losgerannt war, stand ich nun vor der Entscheidung, ob ich Edward umwerfen oder einige Zentimeter von ihm entfernt stehen bleiben würde. Mein Verstand sagte mir, dass hier etwas nicht stimmte und deshalb hielt ich es doch für angemessen, ihm nicht gleich um den Hals zu fallen.
Ich strahlte über das ganze Gesicht und flüsterte immer wieder seinen Namen. Ich sah seinen betrübten Gesichtsausdruck, sein Blick starr auf einen großen Fleck verbrannten Grases geheftet. Was war hier geschehen? In diesem Moment kamen die Erinnerungen zurück, an die drei riesigen Vampire, die vor mir standen, die Augen blutrot und hasserfüllt.
Doch wo waren die Volturi jetzt? Was hielt sie davon ab, mich einfach zu töten? Verdankte ich – wieder einmal – Edward meine Existenz? Erneut flüsterte ich leise seinen Namen, nahm sogar seinen Arm, doch er schien mich nicht einmal zu registrieren.
Nahm er es mir am Ende übel, dass ich im Wald nicht zu ihm umkehrte, als ich doch eindeutig seinen Geruch wahrnahm? Diesen wunderbaren Geruch, von dem ich niemals zu hoffen gewagt hatte, ihn je wieder riechen zu können. Doch Moment… Ich konnte es nicht. Etwas stimmte hier nicht. Der ganze Wald war geruchlos. Meine Atmung ging immer schneller; immer öfter hintereinander versuchte ich, so viel Luft wie möglich in meinen Körper zu ziehen, auf der Suche nach dem kleinsten bisschen Geruch, der doch ohne Zweifel in der Luft liegen müsste. Meine Augen weiteten sich immer mehr in Panik, doch Edward schien sich auch daran überhaupt nicht zu stören. Genauso regungslos wie vorher stand er da und würdigte mich keines Blickes.
Ich verstand das alles nicht mehr und fing an, an meinem Verstand zu zweifeln. Halluzinierte ich? Aber würde der Edward aus meinen Vorstellungen mich ebenso komplett ignorieren wie dieser hier? Könnte ich nicht die gesamte Situation einfach ändern, wenn ich es wollte?
Gepackt von dem Entschluss, ihn nun auch nicht mehr zu beachten, lief ich zurück in den Wald. Ich wusste nicht, wie lange ich lief und wie viel Strecke ich dabei zurückgelegt hatte, doch nach einiger Zeit tat es mir Leid. Warum hatte ich ihn nicht einfach gefragt, was nicht stimmt? Vielleicht hätte er mich dann beachtet, erleichtert darüber, dass er darüber sprechen konnte. Ich hatte solch eine Wut auf mich, dass ich verbissen meine Finger in den nächstbesten Baum grub. Dass ich ihn innerhalb von einer Sekunde komplett abgerissen hatte, fiel mir gar nicht auf. Ich dachte daran, wie ich den Cullens beichtete, was ich getan hatte. An den Moment, in dem Alice mir meine Begegnung mit den Volturi offenbarte.
Die Fassungslosigkeit in den Gesichtern meiner Familie war nicht in Worte zu fassen. Natürlich hätten sie mir geholfen, wenn ich ihnen erzählt hätte, dass ich vorhatte, Charlie alles zu gestehen. Und dann das Entsetzen in Alice' Augen, als sie die Vision von den Volturi und mir hatte. Mein einziges Glück damals war, dass Edward in diesem Moment gedanklich ganz und gar bei mir war und kein bisschen seiner Energie daran verschwendete, auf die Gedanken unserer Schwester zu achten. Nur deshalb konnte sie mir erst später unter vier Augen die wahren Ausmaße meines Zusammentreffens mit den Volturi offenbaren. Meinen Tod.
Stundenlang stritten wir darüber, ob sie es den anderen sagte, damit sie mir helfen könnten, doch schließlich konnte ich sie dazu bringen, diesen Gedanken wieder zu verwerfen. Doch… was war danach passiert?
Ich wusste es nicht mehr. Es war wie ausgelöscht, in keinem Winkel meines Gedächtnisses zu finden. Wie konnte das sein? Von meinen menschlichen Erfahrungen und Erinnerungen war ich es gewohnt, dass sie manchmal verblassten und teilweise ganz verloren gingen. Aber ein Zeitpunkt, der eine Woche zurücklag? Wie konnte ich das vergessen, wie konnte das passieren? War das Erinnerungsvermögen eines Vampires nicht unfehlbar?
Was hatten sie mit mir gemacht? Ich konnte keine Gerüche um mich herum mehr wahrnehmen. Momente, an die ich mich eigentlich erinnern müsste, waren wie ausgelöscht.
Wie sollte ich nun noch überleben? Ohne meinen Geruchssinn war doch sogar jagen so gut wie unmöglich. Zumindest vorübergehend – bis wir herausgefunden hatten, was passiert war – war ich nun ganz auf Edward angewiesen. Seufzend drehte ich um und lief zurück in die Richtung, in der ich die Lichtung vermutete.
