Kapitel 4 Nur einmal deine Liebe spüren
Die
nächsten Stunden und Minuten zogen sich dahin wie eine zähflüssige
Masse. Immer wieder blickte er auf die Uhr und glaubte jemand würde
die Zeit festhalten.
„Wo bist du mit deinen Gedanken, Harry?",
fragte Ginny, die sofort bemerkte, dass dieser heute Abend nicht ganz
bei der Sache war.
„Wie?", fragte Harry überrascht und
blickte Ginny an, als hätte sie ihn bei etwas verbotenem erwischt.
„Ich … bin nur verdammt müde. Konnte letzte Nacht nicht richtig
schlafen.", erklärte er, was nicht mal gelogen war, nur vielleicht
etwas übertrieben.
Immer wieder versuchte Harry sich auf die
Hausaufgaben zu konzentrieren und auch auf das, was Ginny ihm
erzählte, doch als er sich gegen elf in den Schlafsaal aufmachte,
konnte er sich nicht mehr erinnern, was sie ihm gesagt hatte.
Schnell
zog er sich seinen Schlafanzug an, den Tarnumhang hatte er unter der
Bettdecke versteckt und legte sich hin.
Ron laberte ihn noch zu
und erzählte ihm Dinge, für die Harry im Moment keinen Kopf hatte.
So tat Harry irgendwann einfach so, als ob er eingeschlafen war.
Ron
verzog sich dann auch murrend, zerrte die Vorhänge um sein Bett zu
und kurze Zeit später hörte Harry schon das leise Schnarchen seines
Freundes.
Ein kurzer Blick auf seine Uhr zeigte dem Gryffindor,
dass es kurz vor halb zwölf war. Wenn er rechtzeitig dort sein
wollte, musste er sich beeilen. Leise schlich er sich aus dem Zimmer,
den Tarnumhang unter den Arm geklemmt.
Er würde Draco sagen, dass
das aufhören musste, dass er nur Interesse an Ginny hätte und er
das nicht wollte. Mit diesem festen Entschluss, schlüpfte er durch
das Portraitloch und warf sich den Umhang über.
Er versuchte kein
Geräusch zu verursachen, während er durch die Gänge und über die
Treppen nach unten eilte. Er sprang über die falsche Stufe und
erreichte den 3. Stock. Sein Blick hing an der Türe, auf die er nun
langsam zuging und den Umhang abstreifte.
Direkt davor blieb er
einen Moment stehen, atmete tief durch und ging in Gedanken erneut
die Worte durch, die er sich zu Recht gelegt hatte, um sie Draco zu
sagen.
Seine Finger legten sich auf das kühle Metall und er
drehte den Knauf leise. Die Türe sprang lautlos auf und er drückte
sie weiter vorsichtig nach innen.
Es war dunkel in dem alten
Klassenzimmer. Nur der fast volle Mond, der direkt in den Raum
schien, erhellte diesen und beleuchtete die Gestalt, die mit
nachdenklichem Blick auf dem Lehrerpult saß und aus dem Fenster
blickte.
Er sah in dem fahlen Mondlicht, noch blasser aus.
Dennoch, so musste Harry sich eingestehen, stand ihm die vornehme
Blässe. Die schlanke Gestallt rutschte langsam von dem Pult
herunter, als er ihn bemerkt hatte.
„Du bist tatsächlich
gekommen", sagte er mit leiser sanfter Stimme. Ein Lächeln huschte
über seine Augen und sie schienen im matten Mondlicht noch mehr zu
erstrahlen.
„Ja, ich … ich muss …", begann Harry, doch er
kam nicht viel weiter, denn Draco rannte jäh auf ihn zu, schlang
seine Arme um ihn und begann ihn leidenschaftlich zu küssen.
Das
kam so plötzlich, dass Harry überhaupt keine Möglichkeit hatte, zu
reagieren. Sein Tarnumhang rutschte ihm aus den Händen, fiel fast
lautlos zu Boden und das leise Seufzen, welches tief aus seinem
Innern kam wurde in Dracos Mund erstickt.
‚Nur dieser eine Kuss,
dann werde ich es ihm sagen', dachte Harry bei sich und kam den
weichen und süßen Lippen entgegen. Dracos Hände wanderten langsam
und vorsichtig über Harrys Rücken nach unten und dieser konnte
überdeutlich spüren, dass sie leicht zitterten, was er noch
deutlicher merkte, als sie unter das Schlafanzugoberteil
glitten.
Dracos Hände waren kühl, aber es war dennoch nicht
unangenehm, sie auf sich zu spüren. Harry spannte den Bauch leicht
an, als Dracos Finger darüber strichen und sich den Weg weiter nach
oben zu seiner Brust bahnten.
‚Ich muss es ihm jetzt sagen',
huschte es durch Harrys Kopf, doch in dem Moment, als Dracos Finger
über seine Brustwarzen glitten, hatte er den Gedanken schon wieder
vergessen. Kleine Blitze schienen von diesen kleinen Punkten durch
seinen Körper zu schießen, raubten ihm dem Atem und ließen ihn
aufstöhnen, was Draco dazu verleitete sich diesen zwei Stellen etwas
intensiver zu widmen.
Als der Slytherin Harry das Shirt über den
Kopf auszog, wehrte er sich nicht, doch mussten sie den Kuss lösen
und beide atmeten heftig ein und aus, während sie sich ansahen.
Dracos Augen hatten einen eigenartigen Glanz angenommen, es waren
Verlangen und Begehren deutlich darin zu lesen.
Der Gryffindor
erschauderte heftig und wieder regte sich kurz Widerstand in ihm. Er
musste es jetzt sagen, bevor es zu spät war.
Langsam senkte sein
Gegenüber wieder den Kopf, doch diesmal nicht, um ihn auf den Mund
zu küssen, sondern um seine Lippen über Harrys Brust gleiten zu
lassen. Was machte er nur mit ihm? Er war doch nur gekommen, um ihm
zu sagen, dass er das hier nicht wollte.
Das erregte Seufzen
konnte er nicht mehr unterdrücken, als er die Lippen auf seiner
Brustwarze fühlte, als die flinke Zunge des Blonden diese umtanzte
und schließlich daran saugte.
Die Gefühle begannen sein Denken
auszuschalten, die winzige Flamme, die in seinem Lenden geflackert
hatte, erblühte zu einem heftigen Feuer und er fürchtete, dass ihn
das Feuer von Innen heraus verbrennen würde und er konnte nichts
dagegen tun. Wollte er das überhaupt?
„Mehr", flüsterte er,
ohne sich darüber bewusst zu sein und kam Dracos Lippen leise
stöhnend entgegen.
Angespornt davon ließ der Blonde seine Lippen
tiefer wandern, küsste Harrys Bauch, ließ die Zunge um seinen
Bauchnabel kreisen und stieß dann mit ihr in die kleine Öffnung.
Harry spannte unwillkürlich seine Muskeln an und blickte nun nach
unten zu Draco, während er seine Hand in dessen langes helles Haar
schob.
Wieder trafen sich ihre Blicke, keiner sprach ein Wort, es
war auch gar nicht nötig. Die Spannung, die zwischen ihnen in der
Luft lag, war fast greifbar und als Dracos Hände über die Hüften
des Dunkelhaarigen glitten, wurde diesem zum ersten Mal wirklich
bewusst, dass er heftig erregt war und die Beule in seiner Hose, das
seinem Gegenüber deutlich zeigen musste.
Natürlich war sie ihm
aufgefallen, denn kaum hatte Harry diesen Gedanken zu Ende gedacht,
wurde ihm die Hose über seine Hüften nach unten gezogen und kurz
darauf, stand er vor Draco, wie Gott ihn erschaffen hatte.
Nun war
es Harry, der zu zittern begann, seine Knie fühlten sich wie
Wackelpudding an und er hatte keine Ahnung, was nun passieren
würde.
Aber das war nicht schlimm, denn Draco zeigte es ihm
sogleich. Mit der Zungespitzen leckte er frech über die Spitze von
Harrys Männlichkeit, woraufhin dieser die Augen schloss und einfach
genoss, was dieser mit ihm anstellte.
Die zarten Lippen schlossen
sich um ihn und begannen an ihm zu saugen, sanft, verführerisch. Es
war ihm unmöglich noch zu denken, Harry konnte nur noch fühlen und
genießen. Nur noch versuchen nicht umzukippen, denn seine Knie
schienen immer wieder den Dienst versagen zu wollen.
Immer
heftiger begann das Feuer in seinen Lenden zu toben, er hatte
aufgehört darüber nachzudenken, was er hier tat und ob das in
Ordnung war oder nicht. Er wollte nur noch, dass Draco nicht
aufhörte. Doch genau das tat er und zwar kurz bevor Harry glaubte in
den Himmel zu fliegen.
Keuchend und überrascht sah er nach unten
zu Draco, der sich wieder aufrichtete, ihm ununterbrochen in die
Augen blickte und begann die Knöpfe seines seidenen dunkelgrauen
Schlafanzugs zu öffnen. Doch nur die ersten drei, dann zog er sich
den Stoff über den Kopf. Harry legte seine Hände auf Dracos Brust
und ließ die Finger, die wieder zitterten, über die wunderschöne
zarte und blasse Haut gleiten. Doch dem Slytherin genügte das nicht,
er befreite sich ebenfalls von seiner Hose und genoss es, den Blick
von Harry, der schüchtern auf die erhobene Männlichkeit von Draco
sah, auf sich zu fühlen. Als der Gryffindor nicht reagierte, nahm
Draco dessen Hand, legt sie auf seinen eigenen Bauch und schob sie
langsam, seinen Gegenüber nicht aus den Augen lassend,
tiefer.
„Bitte", kam es leise über Dracos Lippen. Doch es war
gar nicht nötig gewesen, Harry zu bitten, denn seine eigene
Erregung, seine entfachte Neugier, hätte ihn das sowieso tun
lassen.
Es fühlte sich so seltsam und doch so erregend an, das zu
tun, seine Finger berührten den Slytherin, glitten über die Härte
und umschlossen sie schließlich. Heißer Atem schlug ihm entgegen
und als er wieder hochsah, erkannt er, dass Dracos Augenlieder leicht
flackerten und dann mit einem Seufzen zufielen.
Er sah so schön
aus, so perfekt. Das Gesicht ebenmäßig, die Haut klar und zart, die
Lippen weich und einladend. Langsam begann er seine Hand zu bewegen,
schob sie auf und ab und umkreiste die empfindliche Spitze mit seinem
Daumen. Das leise Stöhnen, das ab und an über diese
verführerischen, nicht ganz geschlossenen Lippen kam, war wie eine
sinnliche Einladung und so näherte er sich ihnen bedächtig, legte
zaghaft seine Lippen auf die von Draco, der den Kuss augenblicklich
intensivierte und sich gegen ihn presste.
Wie zwei verlorene
Seelen, die sich aneinander klammerten, standen sie nun in diesem
dunklen Klassenraum, pressten ihre bebenden Körper gegeneinander und
nur der Mond war Zeuge dieser Szene, die soviel aussagte und am Ende
doch nur ein Moment im Leben zweier Menschen war.
Draco löste
sich mit einem Mal von Harry, ergriff dessen Hand und zog ihn mit
sich. Rückwärts ging er zum Lehrerpult, den Blick nicht von dem
Jungen nehmend, der ihm mehr bedeutete, als er vor anderen zugeben
wollte und konnte.
„Du hast mein Leben verändert, du hast mir
gezeigt, was wichtig im Leben ist, Harry. Bitte… bitte lass mich
nur einmal deine Liebe spüren", hauchte er mit einer
verführerischen Stimme, die Harry den Atem nahm und eine wohlige
Gänsehaut erzeugte. Er war gefangen von dem Anblick, der sich ihm
bot. Er war erregt bis in die Zehenspitzen und seine Augen huschten
über die Gestalt vor ihm, der es genauso erging.
„Liebe mich,
Harry", forderte er ihn erneut auf, setzte sich auf den Pult und
zog den Gryffindor noch einmal an sich, schlang dabei seine Beine um
dessen Hüften.
Ein weiterer Kuss folgte und dann widmete Draco
sich erneut Harrys Brustwarzen, die sich ihm klein und hart
entgegenstreckten. Unwillkürlich drückte Harry seinen Unterleib
gegen Draco, keucht dann auf, genauso wie dieser es tat, der
schließlich von ihm abließ, sich nach hinten legte und Harry nun
klar wurde, was er mit seinen Worten gemeint hatte.
Wieder bekam
der doch eigentlich so mutige Junge weiche Knie und war gar nicht
sicher, ob er soweit überhaupt gehen wollte. Doch wieder war es
Dracos Eingreifen, was ihm diese Entscheidung abnahm, denn er griff
nach Harrys pochender Härte und zeigte ihm, wo er diese spüren
wollte. Wie in Trance folgte Harry seiner Aufforderung, presste die
dunkelrote Spitze seines Schaftes, gegen die enge Öffnung, deren Weg
der kleine ringförmige Muskel zuerst nicht freigeben wollte. Doch
dann, zu Harrys Verwunderung ging es leicht und er glitt langsam,
beinahe sanft immer tiefer, spürte wie er eng und heiß empfangen
wurde und konnte nicht anders, als leise stöhnend die Augen zu
schließen. Vorausahnend, musste Draco sich schon für diesen Moment
vorbereitet haben, denn es war für Harry absolut kein Problem in ihn
zu dringen.
Aus dem Feuersturm in Harrys Unterleib wurde ein
heftiger Orkan, dessen Macht der Junge Held nichts entgegenzusetzen
hatte. Tiefer und tiefer begann er seinen Geliebten, der Draco in dem
Moment ja war, auszufüllen.
Auch der Slytherin, stöhnte auf,
genoss es, wie Harry Besitz von ihm ergriff und drückte sich ihm
sogar noch entgegen.
„Mehr, mehr. Ich will alles", raunte er
liebestrunken, drückte Harry tiefer in sich, in dem er seine Beine
noch fester um ihn schlang.
Die Hände neben ihm auf dem Pult
abstellend sank der Dunkle über ihn, suchte begierig seine Lippen
und küsste ihn erneut. Ihre Zungen lockten und schlängelten sich
wie Schlangen umeinander, sie kämpften einen Kampf, den keiner
gewinnen oder verlieren konnte und doch bekamen sie nicht genug
voneinander. Irgendwann begann Harry sich zu bewegen, vorsichtig,
zaghaft zog er sich ein Stück zurück und drängte sich wieder ganz
in ihn. Doch je öfter er das tat, umso mutiger wurde er, umso mehr
zog er sich aus ihm zurück und stieß immer fester wieder zu. Nicht
nur Harry schien daran Gefallen finden, auch Draco berauschte es, was
Harry mit ihm anstellte. Er hob sich ihm immer wieder entgegen,
klammerte seine Beine weiter um ihn, wenn auch nicht mehr so fest und
ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Auch Harry war es egal, ob sie
jemand bemerken würde, ob das Stöhnen vielleicht auch außerhalb
des Klassenzimmers zu hören war. Das alles war in dem Moment
vollkommen egal. Nur noch er und Draco waren wichtig, nur noch das
Gefühl, das zwischen ihnen … nein, in ihnen war, zählte und sonst
nichts.
Schon konnte Harry fühlen, dass es nicht mehr lange
dauern würde, bis sein Begehren, seine Gelüste gestillt werden
würde. Auch dem Blonden war dies nicht entgangen, der nun seine Hand
zwischen ihre beiden Körper schob und begann seinem eigenen
Verlangen nachzugeben und sich zu massieren. Für einen Moment
beobachtete Harry ihn dabei, dann schob er dessen Hand beiseite und
machte für ihn weiter. Er wollte sie beide über die Klippe bringen,
wollte dass sie gemeinsam fliegen würden.
Beide Körper befanden
sich schon am Rand der Ekstase, vereint, sich gegenseitig Lust
schenkend, konnte man im blassen Mondlicht schon das erste Zucken von
ihnen erkennen, dass die endgültige Erlösung ankündigte.
Mit
einem lauten, genussvollen Aufstöhnen ergoss sich Draco in Harrys
Hand, der das in dem Moment nicht gleich mitbekam, ihn einfach
weitermassierte, während er kraftvoll ein letztes Mal in Draco stieß
und sich schließlich heftig in diesem verströmte.
Heiße,
schwitzige Körper wanden sich unter heftigen Gefühlen, bebten unter
den Kontraktionen der Muskeln und rieben sich weiter aneinander, wenn
auch nicht mehr so heftig wie zuvor …
Erst jetzt bemerkte der
Gryffindor, die warme Flüssigkeit an seinen Fingern und ließ von
Draco ab, der sich leise stöhnend ganz auf das Pult zurücksinken
ließ. Doch noch bevor Harry wieder klar denken konnte, schob der
Slytherin die Hand in seinen Nacken zog ihn zu sich herunter und
küsste ihn noch einmal, liebevoll und glücklich.
„Danke",
flüstert er dann und Harry drückte sich leicht nach oben, um ihn
anzusehen.
‚Was hatte er hier getan?' Schoss es ihm durch den
Kopf. Er wollte ihm doch eigentlich nur sagen, dass sie sich nicht
mehr alleine sehen würden, dass er das nicht wollte. Er öffnete den
Mund, er musste ihm sagen, dass es sich das nie mehr wiederholen
dürfte, dass keiner je davon …
Doch Draco legte ihm seinen
Finger auf die Lippen und stoppte ihn, bevor er anfangen konnte zu
reden.
„Du weißt gar nicht was mir das bedeutet. Mir ist klar,
dass das einmalig war. Mir ist überdeutlich klar, dass du Ginny
Weasley liebst und sie dich bestimmt eines Tages heiraten wird.
Dennoch… ich konnte nicht anders, ich musste versuchen diesen
einen, meinen Traum zu verwirklichen. Ich werde es nie vergessen. Es
wird aber alleine in meinem Herzen bleiben, das verspreche ich dir.
Ich wollte nur eines …
Nur einmal deine Liebe
spüren!"
Wie es ausging wissen wir alle. Nie hat jemand jemals etwas von dieser Nacht erfahren. Es blieb das Geheimnis der Beiden. Nur der Mond war Zeuge.
Würde mich freuen, wenn ihr sagt, was ihr von der FF haltet. Eure Sisilia
Ist
die Story so mies, dass keiner was dazu sagen will? Ein kurzes ...
nett, oder na ja, hättest du dir sparen können zu schreiben, würde
mir ja reichen. Irgendwie weiß ich jetzt gar nicht, ob sie gefällt,
oder totaler Mist ist. Bitte seid ehrlich, ich verkrafte das.
ZG
Sil
