Kapitel 4 Verrücktes Hin und Her
„Kakarott! Was willst du? Lass mich in Ruhe!!"
Dass Vegeta jetzt so bösartig knurrte, hatte Son-Goku nicht mit eingeplant, doch er versuchte locker zu bleiben. „ Vegeta, ich muss mit dir ...reden..."
„ Ach, auf einmal? Gestern sah das noch ganz anders aus!" „... Vegeta..."
Son-Goku ging langsam auf den anderen zu, Vegeta ging immer einen Schritt weiter zurück, bis er mit dem Rücken an der Wand stand. „Kakarott. Was hast du vor? Ich warne dich!" Kurz zögerte der große noch, doch dann nahm er seinen Finger und hob damit Vegetas Kinn ein wenig an, sodass auch sein Gesicht weiter nach oben zeigte. „Kakarott..." , kam jetzt nur noch ein Flüstern von Vegeta, bevor sich Son-Gokus Lippen sanft auf die Vegetas legten. Der machte leichte Versuche sich zu befreien, doch so richtig wollte er es doch nicht. Beide hatten die Augen geschlossen und gaben sich ganz ihren Gefühlen hin. Dann, ganz vorsichtig, öffnete Son-Goku seinen Mund, fuhr vorsichtig mit der Zunge über Vegetas Lippen und bat somit um Einlass.
Dieser öffnete seine Lippen bereitwillig und wartete schon begierig darauf, diese neue Gefühl kennen zu lernen. Und schon berührten sich ihre Zungen und in beider Körper machte sich ein Kribbeln breit, was mit Stromschlägen zu vergleichen war. Nach kurzer Zeit fochten ihre Zungen schon ein wildes Duell über die Oberhand aus.
Son-Goku wollte wieder die Initiative ergreifen und beendete den Zungenkuss um mit sanften Küssen von Vegetas Mundwinkel über dessen Wangenknochen zum Hals zu wandern.
Seine linke Hand stützte sich an der Wand links von Vegeta ab und seine rechte Hand fuhr an Vegetas fester Brust entlang nach unten. Kurz bevor er an dessen schon steifer Männlichkeit angelangt war, hielt er abrupt inne. Sein Mund verschloss wieder den das anderen, seine Hände legten sich auf die Vegetas Schultern , drückten ihn somit noch mehr an die Wand.
Vegeta war schon ziemlich am keuchen, und dazu kam, dass er so überrumpelt von den Taten des anderen war. Und als sich dann noch Kakarotts Bein zwischen seine Beine drängte, konnte er ein leises Stöhnen in Son-Gokus Mund nicht zurückhalten. Mit seinem Oberschenkel reib Son-Goku nun leicht an Vegetas Männlichkeit und schon fing Vegeta an, schneller zu keuchen und sein Stöhnen wurde lauter. Automatisch drückte sich seine Hüfte nach vorne. Son-Goku jedoch drückte sie sanft aber bestimmt wieder zurück an die Wand. Dann löste er sich von dem Kuss und ging einen Schritt zurück. Ebenso wie Vegeta, war auch er etwas aus der Puste, doch in seinen Augen spiegelte sich nicht Verlangen oder Lust, nein, sie waren von Traurigkeit getrübt. „ Vegeta, schlag mich. Dann sind wir quitt."
Augenblicklich erwachte Vegeta aus seinem Traum der Lust und auch Liebe. Die Worte des anderen waren schlimmer, als damals der Schlag nach dem Kuss. Bei der heutigen Aktion hatte er wieder Hoffnungen bekommen, Kakarott würde vielleicht doch anders fühlen, doch jetzt... „ So ist das also..." Und kaum einen Wimpernschlag später hatte Son-Goku die Faust von Vegeta im Magen. Son-Goku krümmte sich vor Schmerzen zusammen. Er warf noch einen letzten sehnsüchtigen Blick auf Vegeta, ehe er mit der momentanen Teleportation verschwand.
Jetzt konnte sich der Prinz nicht mehr zurückhalten, ließ seinen verletzten Gefühlen freien Lauf. Seine Wut und Enttäuschung wurde so groß, dass er seine Kräfte nicht mehr unter Kontrolle hatte. Er wurde zum Super- Saiyajin und der gewaltigen Energie, die freigesetzt wurde, konnte der GR nicht mehr standhalten. Wie in Zeitlupe und doch schnell wie die Lichtgeschwindigkeit explodierte der GR und eine riesige Rauchwolke stand über einem Haufen Schutt, unter dem ein Saiyajin begraben war.
Von dem lauten Grollen alarmiert, kamen nun die vier Familienmitglieder der Briefs, sowie Son-Goten angelaufen, um zu schauen, was passiert war.
Bulma erkannte sofort, dass es nur ein Saiyajin schaffen konnte, ihren GR so zu schrotten und nachdem der meiste Rauch verschwunden war, lief sie auf den Schutthaufen zu und suchte nach Vegeta oder Son-Goku, vielleicht auch beide. Doch sie konnte die Suche sofort wieder einstellen, da Vegeta sich schnell von den Resten des GR' s befreit hatte und mit zahlreichen Aufschürfungen und Verbrennungen laJngsam aufstand.
„Vegeta, geht's dir gut? Was ist passiert?" „ Lass mich! Hättest du nicht damit angefangen, mit mir reden zu wollen, wäre das ganze nicht passiert!"
Natürlich brauchte Vegeta jetzt einen Sündenbock, doch er wusste ebenso genau, dass Bulma keine Schuld traf. Seelisch niedergeschlagen Pinguinperlich angeschlagen verschwand er im großen Gebäude der CC und ließ eine ratlose Familie Briefs zurück. Auch Trunks und Son-Goten hatten dem ganzen Schauspiel von Vegeta zugeschaut und wurden nun doch neugierig, was es auf sich hatte, mit Vegeta und irgendwelchen Problemen.
„Du, Trunks, ich glaube du solltest mal mit deiner Mutter reden. Ich geh wieder ins Zimmer zurück, okay?! Wir sehn uns..." Dann ging er und zwinkerte Trunks noch bedeutungsvoll zu. Trunks wusste, was der andere meinte und lächelte. Bevor die Explosion passiert war, waren sie gerade dabei sich leidenschaftlich zu küssen. Es hatte lange gedauert, doch endlich hatte sich Trunks eingestanden, dass er Son-Goten liebt. Und als sie gerade dabei waren, erste Zärtlichkeiten auszutauschen, wurden sie gestört, aber Trunks, wusste, dass das nicht der letzte Kuss war...
„ Mutter, ich glaube, wir müssen mal reden..." Bulma, die bis dato noch Vegeta hinterher geschaut hat, drehte sich nun ihrem Sohn zu und guckte ihn fragend an. „ Wieso müssen wir reden? Worüber denn?" „ Zum Beispiel darüber, wie sich Vater die letzte Zeit immer verhalten hat." „Mmhh... ich weiß nicht, ob ich das darf... na gut, wir können es ja mal versuchen...am besten gehen wir rein..." Sie gingen ins Labor, da Bulma auch gleich noch eine Kapsel mit einem neuen GR raussuchen wollte.
„ Und, was ist mit ihm los? Sag schon, ich werde dann mal versuchen, mit ihm zu reden." „ Also weißt du, Trunks, das ist ziemlich kompliziert..." „ Mutter, ich bin schon 18. Ich versteh schon einiges. Immerhin bin ich der Sohn der intelligentesten Frau Japans." Jetzt musste Bulma doch lachen. „Okay, okay, also, wie fang ich denn an? Ach , am besten ganz direkt. Also dein Vater, Prinz vom Planeten Vegeta, stolzer Krieger..." „Mutter... mach hinne."
„Also... er ist in Son-Goku verliebt..." „Oh weia... na dann ist das ja kein Wunder... ich war auch erstratlos..." „Wobei warst du denn ratlos?" „ Ähm... also... Son-Goten und ich sind seit kurzem ein Paar..." Trunks Gesichtfarbe änderte sich augenblicklich vom Normalen in Schamrote. „ Du... und Son-Goten... wow, na kein wunder. Das liegt wohl in den Genen... weißt du was? Am besten redest du mal mit deinem Vater, ich weiß noch nicht mal, was vorgefallen ist..." „ Okay, ich versuche es mal. Er ist bestimmt in seinem Zimmer, oder?" „Ja, versuch es mal dort." „Okay, und danke, dass du das alles so locker nimmst." Gefolgt war ein Umarmen von Mutter und Sohn.
Trunks verließ das Labor mit gemischten Gefühlen. Wie wird Vater wohl darauf reagieren, wenn ich ihm von mir und Son-Goten erzähle? Hoffentlich erzählt er mir, was vorgefallen ist... Kurze Zeit später war er auch schon vor Vegetas Zimmer angelangt und klopfte. „Verschwinde!" „Vater, ich muss mit dir reden." „ Ich will aber nicht mit dir reden. Wahrscheinlich hat dich wieder dieses Weib geschickt..." „Nein Vater, Mutter hat damit nichts zu tun. Ich muss dir was wichtiges erzählen. Wirklich. Darf ich jetzt reinkommen? Es ist nicht gerade ermutigend, gegen eine geschlossene Tür zu reden."
Von drinnen kam nur ein verhöhnendes Lachen. „Was hat du mir denn schon wichtiges zu sagen?"
Trunks wäre am liebsten wieder weggegangen, schließlich konnte es ihm ja auch egal sein, was in seinem Vater vorging. Der war ja immer schlecht drauf. Doch eine Tatsache schweißte sie eben doch zusammen und deshalb öffnete er einfach Vegetas Zimmertür und trat ein.
Vegeta lag auf seinem Bett und hatte den Kopf in Richtung Wand gelegt, als Trunks einfach die Tür geöffnet hatte, drehte er seinen Kopf und schaute nun seinem Sohn ins Gesicht. „Was willst du? Ich habe nix zu bereden."
„Aber ich. Und bevor du mir wieder ins Wort fällst: Ich bin verliebt."
Vegeta wurde doch wieder ein wenig rot im Gesicht, auf solche Gespräche war er nicht gefasst. "Ähm, ja, schön. Ich gehe mal davon aus, dass ich sie nicht kenne" „ Äähm, kennen tust du die Person. Es ist nur...ich liebe kein... Mädchen. Ich liebe Son-Goten." Für einige Minuten wusste Vegeta nicht, was er sagen sollte. Er liebt Kakarotts Sohn? Was... wieso... wie...
„ Vater, ist alles in Ordnung? Wenn du es so schrecklich findest, tut es mir Leid, aber ich wollte es nicht länger für mich behalten. Ich würde es verstehen, wenn du sauer wärst, oder so..." „Nein , nein, ich bin nicht sauer." Vegeta war wieder so verträumt, dass Trunks nicht anders konnte. „ Vater, was ist mit dir und Son-Goku? Ich weiß, dass da was ist, du brauchst nichts zu leugnen. Was ist vorgefallen? Mir kannst du es sagen."
Vegeta schaute nun etwas undurchschaubar seinen Sohn an.
„Trunks, wie seid ihr beiden eigentlich zusammengekommen? Ich meine, wer von euch beiden... hat den ersten Schritt gemacht?" Über diese plötzliche Frage musste sich Trunks doch wundern. Doch dann bekam er ein peinlich berührtes Lächeln ins Gesicht und seine Wangen wurden zartrosa.
„Also das war so: Son-Goten und ich sind an den See geflogen und haben uns Fische gefangen und dann haben wir hinterher noch ein bisschen im Wasser 'gespielt'. Und dann sind wir irgendwann später gemeinsam auf getaucht und da hat er gesagt, dass er mehr als nur Freundschaft für mich empfindet. Natürlich war ich erst mal geschockt und bin dann sofort nach Hause geflogen...das tut mir heute noch leid... zu Hause wurde mir dann klar, dass es mir nicht anders geht und ich war traurig, dass ich weg geflogen bin. Aber er hat nicht locker gelassen und ist später gekommen. Er hat mich geküsst und dann hab ich ihm auch gesagt, dass ich ihn liebe. Jo,so in etwa war's im Groben." „ Aahh...das hilft mir aber nicht weiter."
Schon beinahe traurig schaute Vegeta auf den Boden. „Vater, erzähl mir doch, was passiert ist. Du liebst Son-Goku. Was steht dir im Weg ?" „ Das verstehst du nicht. Er würde es auch nie verstehen. Er hat mit mir gespielt..." „Mensch, jetzt sag mir doch, was passiert ist." Selbst wenn ich mit ihm rede, er wird mir nicht helfen können. Niemand kann das. Kakarott weiß nicht, wie ernst ich es meine. Ich ... ich...liebe ihn. Ich liebe dich, Kakarott! „Trunks? Willst du wirklich alles wissen? Von Anfang an?" „ Ja Vater, das sag ich doch als. Erzähl mir alles, von Anfang bis Ende!"
So fing Vegeta also an, die ganzen Geschehnisse, von den Träumen bis hin zu der Explosion des GR' s, zu erzählen. Trunks hörte aufmerksam zu und wurde bei manchen Stellen wieder leicht rosa im Gesicht, doch am Ende konnte er mit seinem Vater mitfühlen. Doch er hatte auch mehr Überblick über die ganze Sache und konnte seinem Vater helfen.
„Weißt du, was ich denke? Son-Goku ist einfach verunsichert. Er fühlt etwas für dich, kann das aber nicht einordnen. Ich schwör dir, wenn du jetzt zu ihm gehst und ihn mit...äh... irgendwas... überraschst... dann passiert das nicht mehr, der wird sich darauf einlassen. Guck doch mich und Son-Goten an. Ich war mir auch meinen Gefühlen erst nicht so sicher, und dann hat es Son-Goten noch mal versucht und jetzt sind wir zusammen. Such ihn, glaub mir, es geht gut aus. Ich hab da so ein Gefühl." „Selbst wenn ich ihn jetzt suchen wollte, ich würde ihn sowieso nicht finden..." „Weißt du was? Ich frag mal Son-Goten, der weiß bestimmt wo sein Vater ist." Damit sprang Trunks auf und ging.
Will ich Kakarott überhaupt noch sehen? Er hat mir doch eindeutig gezeigt, dass er nicht das selbe fühlt. Wofür also der Aufstand
Kurze Zeit später kann Trunks auch schon wieder und strahlte. „ Son-Goten meint, dass er vielleicht im Palast Gottes ist. Son-Gohan wäre da, und es würde ihn nicht wundern, wenn sein Vater mit ihm sprechen wolle. Also los." Vegeta jedoch hatte noch Zweifel. "Ich weiß nicht. Er will mich bestimmt nicht sehen, nach allem, was passiert ist..." „Vater, du fliegst jetzt sofort da hin. Hör bitte einmal auf deinen einzigen Sohn. Ich mein es doch nur gut. Bitte."
Vegeta schaute noch ein letztes Mal in das verzweifelt wirkende Gesicht seines Sohnes, bevor er mit einem „ Okay, ich kann's ja mal versuchen... danke Trunks." Und einem liebevollen Lächeln aus dem Fenster flog.
Trunks lächelte, es wäre gut, wenn sein Vater auch mal richtig glücklich wäre...
Son-Goku stand vor dem Gebäude, in dem Dende, Popo und Piccolo lebten. Den Schmerz in seinem Magen war schon längst wieder weg, doch der Schmerz in seinem Herzen wollte einfach nicht weichen. 'So ist das also...' , hatte er gesagt. Wie ist es? Was hat er gemeint? Seine Augen... so traurig... und dann diese Wut... und Verzweiflung...?
„Hallo Son-Goku. Schön, dich mal wieder zu sehen. Was treibt dich hier her?"
Son-Goku musste unweigerlich zusammenzucken. Dende hatte ihn doch ein weinig erschreckt. „Äh, hallo Dende, ich wollte zu Son-Gohan, ist er hier?" „Ja, er ist hinten bei Piccolo, aber ich weiß nicht, ob er wirklich Zeit hat..."
Doch das bekam Son-Goku nicht mehr mit, er war schon auf dem Weg ins letzte Zimmer des langen Flures. Er musste unbedingt mit seinem Sohn sprechen, ihn um Rat fragen.
Als er an der Tür ankam, war diese leicht geöffnet. Son-Goku wäre fast reingegangen, jedoch hörte er im letzten Moment leise Geräusche. Er öffnete die Tür noch ein Stück mehr und sofort erkannte er ein Bild, das er noch nie gesehen hat, geschweige denn, dass er es sich vorgestellt hatte. Son-Gohan in den Armen Piccolos, in einen Kuss vertieft, leicht keuchend.
Sofort spürte er die aufsteigende Hitze in seinem Körper und an seinen Wangen. Gerade wollte er die Tür wieder zuziehen und gehen, da blieb er mit dem Fuß an einer Holzleiste hängen und stolperte ins Zimmer. Peinlich berührt kratzte er sich am Hinterkopf, als er beobachtete, wie Son-Gohan und Piccolo voneinander abließen und betreten zur Seite guckten." Entschuldigung. Ich wollte euch nicht stören. Aber ich bin gestolpert, und dann..." „Ist schon okay, Vater. Jetzt weißt du es ja. Piccolo und ich lieben uns." „Ja, aber was ist mit Videl? Weiß sie davon?" „Nein, aber ich werde es ihr bald sagen." „Und was sagt deine Mutter dazu? Hast du es Chichi schon erzählt?" „Ich glaube, sie würde aus allen Wolken fallen, wenn sie es erfahren würde. Kannst du mir versprechen, nichts zu sagen? Ich werde es ihr bald schonend beibringen." „Ja, ich wohne sowieso nicht bei ihr. Wir haben eine Auszeit genommen. Und ich wollte mal mit dir etwas bereden." „Kann Piccolo dabei sein?"
„Ich denke schon." „Okay, dann leg mal los. Was ist denn passiert?"
Son-Goku fing an und erzählte von den ersten Beobachtungen Vegetas, wie er so abwesend und verträumt dreinschaute. Er erzählte bis ins kleinste Detail alles, was bisher geschehen war, ohne bei irgendwelchen Stellen rot zu werden. Dafür warfen sich die beiden anderen Kämpfer zwischendurch bedeutungsvolle Blicke zu. Als er fertig war, konnte man Son-Goku die Unsicherheit von der Nasenspitze ablesen und Son-Gohan seufzte erst mal. „Das scheint im ersten Moment eine ziemlich schwierige Lage zu sein, aber so schwierig ist das gar nicht. Ich muss dich mal was fragen: Was empfindest du für Vegeta? Du hast gesagt, dir haben die Berührungen gefallen, aber hast du noch was anderes, außer...Lust... gespürt?"
Son-Gokus Blick wurde nachdenklich und seine Stimme wurde merkwürdig ruhig. „ Ich hab es immer verdrängt. Irgendetwas hat nicht gestimmt, ich wollte es nicht zulassen, hab die Gefühle unterdrückt. Ich glaube, ich hatte Angst, weil es so neu war. Aber als ich Vegeta vorhin geküsst habe und alles, da bekam ich Herzklopfen und ich habe mich frei gefühlt. Doch dann bekam ich wieder dieses Merkwürdige Gefühl und ich konnte nicht anders, ich musste mich zurückziehen. Aber dieser Blick von Vegeta... und seine Worte... Vegeta kann doch nicht in mich verliebt sein?! Dafür ist er doch zu stolz und so. Das würde er nie zugeben..." „Vater, ich wollte nur wissen, ob du ihn liebst." „Mh... nein... doch... ja, ich liebe ihn. Allein seinen toll gebauten Körper, die leicht gebräunte Haut, die dunklen Augen...Warum ist mir das nicht vorher alles aufgefallen? Als ich ihn so berührt habe... einfach himmlisch..." Piccolo und Son-Gohan tauschten ein paar vielsagende Blicke aus, bevor der Namekianer dann das Wort ergriff.
„ Son-Goku, was ist jetzt dein Problem?" „Ich will zu Vegeta, aber er will mich bestimmt nicht sehen, nachdem was ich zu ihm gesagt habe..." „Son-Goku, er liebt dich, das sieht ein Blinder mit Krückstock. Geh einfach zu ihm und erklär ihm dein Verhalten, und wenn es im Kampf ist! Los, such ihn, und dann lasst eurer Liebe freien Lauf."
Son-Goku wunderte sich, dass Piccolo auf einmal so komisch war. Früher hätte dieser nicht mal im Traum daran gedacht, so was überhaupt nur zu denken. Er musste Son-Gohan doch echt lieben. Das motivierte Son-Goku, er stand auf und bedankte sich bei den beiden. „Ich wusste schon immer, dass ich mich auf euch verlassen kann. Ihr habt was gut bei mir." „ Ach was, quatsch nicht rum , sondern geh jetzt!" Noch ein dankender Blick von Son-Goku, und schon war er verschwunden.
„Mann, mit Vater hat man's echt nicht leicht... Wo waren wir stehen geblieben, Piccolo?" Mit einem lasziven Lächeln um die Mundwinkel stürzte er sich auch schon auf Piccolo...
Son-Goku versuchte, Vegetas Aura zu orten, fand sie aber nicht. Er musste sie unterdrückt haben. Einen kurzen Moment wusste Son-Goku nicht, was er machen soll, doch dann beschloss er, einfach mal zurück zur Capsule Corp. zu fliegen. Er war schnell dort, doch auch da war Vegeta nicht aufzufinden. Aber wo konnte er noch sein? Es war unnütz, jetzt durch die Gegend zu fliegen und ihn zu suchen, es hätte sowieso nichts gebracht. So beschloss er, einfach hier auf ihn zu warten. Irgendwann würde er schon wieder kommen. Die Zeit könnte er auch mit Duschen vertreiben. Was er allerdings nicht wusste, war, dass der, den er suchte, gerade beim Palast Gottes aufgetaucht war und nach ihm fragte.
