Kapitel 4
Vom Regen
in das Badewasser
Kai schlurfte ins Bad und stellte zu
seiner Verwunderung fest, dass er einen Verband am Hals hatte. Als er
diesen entfernte, gab er eine ziemlich große Wunde links am
Hals frei.
Na toll...
Eine frische Mullbinde verdeckte
das Desaster und er schritt etwas zerknirscht ins Wohnzimmer
zurück.
„...sag mal...was sollte das nun wieder...?"
Tala
drehte sich um und grinste unschuldig.
„...was denn...?"
„Du
weißt, was ich meine..."
Sein Gegenüber
lachte.
„...es wurde höchste Zeit, dass ich mein Revier
neu markiere...auch wenn diesmal meine Hormone wohl etwas mit mir
durchgegangen sind..."
„...etwas...wie...?"
„...ich
hätte dir ja ein Halsband gekauft...aber da sträubst du
dich ja immer so..." es kam so trocken und ernst rüber,
dass Kai Probleme hatte, zu entscheiden, ob dies nun ein Scherz war
oder nicht. Dennoch schlich sich ein leichter Rotschimmer auf seine
Wangen.
„...das...das wäre ja auch wohl mehr als
demütigend..."
Tala kam auf ihn zu und drängte ihn
gegen die Wand. Er stemmte seine Hände links und rechts von ihm
ab und neigte sich weit vor. Seine Augen strahlten das pure Verlangen
aus.
„...dann würde aber auch der dümmste merken,..."
er schob seine Hand unter Kai's Kinn und zog ihn näher an sich
heran „...dass du mir gehörst..." Der darauffolgende
Kuss ließ Kai seinen leichten Unmut
vergessen.
So
einfach die Schranktür auf den ersten Blick auch aussah, war sie
dennoch eine Sonderanfertigung. Mit Anderen Worten, das Glas musste
angepaßt werden und für Tala schien es am leichtesten,
gleich die ganze Tür zur Glaserei zu bringen, damit diese es
richtig abmessen und gleich einsetzten konnten.
Kai trottete etwas
gelangweilt hinter dem Anderen her.
Nach der Glaserei wollten sie sich noch was zu essen holen, keiner der beiden hatte Lust zu kochen und das Essen von gestern Abend hatte Tala letztendlich vor lauter Frust, über Kai's kleinen Ausbruch, weggeschmissen.
Der
Glasermeister versprach, die Tür wäre in 2 Tagen fertig zum
Abholen. Sie hatten 2 Stunden mit ihm diskutiert, welches Glas es
denn sein sollte. Bis Tala schließlich die Geduld verlor, da
der Glasermeister ihm eine bestimmte Sorte andrehen wollte, welche
natürlich entsprechend teuer war.
„Hören sie...es mit
mir Scheißegal ob das Glas dieses oder jenes ist und
kann...ich will einfach nur Glas, dass auch aussieht wie Glas und
sonst nichts...ist das zu viel verlangt...?"
In den Augen des
Rothaarigen brannte ein Feuer, welches seinen Gesprächspartner
zur Einsicht lenkte und dieser schließlich
nachgab.
Auf
dem Rückweg kamen sie an einem Tierladen vorbei. Es wurden grade
neue Hundehalsbänder auf einer Stange plaziert.
„...schwarz
würde dir sehr gut stehen..."
Kai, der diesmal vor ihm
ging, drehte sich um und sah ihn etwas irritiert an.
„...was...?..."
Er folgte Tala's Blick „...sag mal, hast du sie noch alle...?"
blaffte er seinen Gegenüber an. Die Verkäuferin sah
verwirrt zwischen den Beiden hin und her.
„...oder doch besser
dunkelrot" er schob seinen Zeigefinger unter Kai's Kinn und sah
ihm tief in die Augen „...das passt besser zu deinen schönen
Augen..." der provozierende Sarkasmus war nicht zu
überhören.
Kai's Wangen färbten sich vor Scham und
Wut rot und er riss sich los. Auch die Verkäuferin bekam eine
gesunde Farbe, als sie dem Gespräch nun besser folgen konnte.
„...oder was meinen sie...?" Sie schreckte auf, als der
Rothaarige sie fragend ansah.
Das war zu viel.
„Du perverser
Dreckskerl..." Kai schäumte fast über.
„...na
na...pass auf, sonst muss ich dir auch noch 'nen Maulkorb
besorgen...".
Kai holte aus und wollte seine Faust in das
Grinsen vor ihm schlagen, als Tala diese jedoch mit seiner flachen
Hand abfing und ihn zu sich zog.
„...ganz ruhig...das war doch
nur ein Scherz..."
Entzückt quietschte die Verkäuferin
auf, als sich die Lippen der beiden mehr als freundschaftlich
berührten.
Während
sie über das eben Gesehene und das Mittagessen "diskutierten"
fing es an wie in strömen zu Regnen. Schnell waren die, nicht
gepflasterten, Wege aufgeweicht.
Doch beide störte das
weniger, das Essen schien nur wichtiger zu sein.
Nach einigen
heftigen "Diskussionspunkten" trennten sie sich schließlich
und während Tala sich für Italienisch entschied, hatte Kai
Lust auf Chinesisch.
Zu spät bemerkte dieser, dass er seinen
Wohnungschlüssel nicht dabei hatte und rief seinen
Wohnungsgenossen auf dem Handy an.
Er stand noch im Imbiss und
legte Kai nahe, schon mal vorzugehen und dann im Hausflur zu
warten.
Im strömenden Regen schlenderte dieser nach dem
Telefonat am Damm entlang und kam an der Stelle vorbei, wo er und
Tala ihr erstes intimes Treffen hatten.
Eine Welle von Emotionen
durchflutete seinen Körper, erhitzte die vom Regen ausgekühlte
Haut und die Wunde an seinem Hals begann zu brennen.
„...na
sowas...lässt er dich bei dem Regen einfach so hier rumlaufen
?...Das ist aber nicht sehr rücksichtsvoll...du wirst ja noch
krank..."
Bryan stellte sich neben Kai und hielt seinen
Schirm über sie beide.
„...sag mal hab ich Zucker in den
Taschen...oder warum läufst du mir ständig nach...?"
seufzte sein Gegenüber genervt.
„...ich weiß eben,
wo ich nach dir zu suchen hab'..."
Bryan packte Kai am Kinn
und küsste ihn. Dieser stieß ihn weg und auf einmal wurde
er von den Füßen gerissen und rollte den Damm runter.
Als
er unten ankam sah er aus Reflex nach oben.
Tala kam wutschnaubend
den, vom Regen leicht aufgeweichten, Damm runter. Er rutschte auf dem
nassen Rasen und Dreck bis nach unten.
„...ich hab' doch gesagt,
dass du deine Drecksgriffel von ihm lassen sollst...red' ich
chinesisch oder was...?"
Bryan wischte sich etwas Schlamm aus
dem Gesicht.
„...ach weißt du...manche Sachen überhöre
ich diskret..."
Kai setzte sich auf den Damm und stützte
das Kinn auf die Hände.
„...ich komm mir vor, wie im
Kindergarten..." er fing den etwas beleidigten Blick Tala's auf.
Kai setzte nach „...du bist dir schon bewusst, dass dein Essen
nicht nur kalt,...sondern auch nass wird...?"
Tala winkte ab
„...nerv nicht..."
„...also wirklich Kai...das kann
dir doch wohl nicht gefallen, wenn er dich so anschnauzt..."
Noch
bevor Kai ein Kommentar abgeben konnte, hatte der Rothaarige Bryan am
Kragen.
„Wie ich mit Kai umgehe, geht dich absolut nichts
an..."
„...hast du Angst, Kai könnte bemerken, dass
du ihn nur ausnutzt, um deine Triebe auszuleben...?" Beide
landeten auf dem aufgeweichten Boden und die Brühe spritze in
alle Himmelsrichtungen.
„...sag' das noch einmal und ich zeig
dir noch eine Andere Methode, wie ich meine Triebe ausleben
kann..."
Man sah, dass beide noch recht angeschlagen waren,
von ihrer letzten Begegnung, dennoch gingen sie aufeinander los, wie
wilde Tiere.
Der Regen hatte beide bereits bis auf die Haut
durchnäßt und schwer hingen die Kleider an ihrem
Körper.
Man hörte das reißen von Stoff, als Tala
und Bryan sich an den Shirts packten und über den Boden
rutschten.
Kai indessen saß noch immer auf dem Dammrand,
beobachtete angespannt das Treiben und schien fasziniert von dem, was
da passierte.
Immer aggressiver rissen sie sich gegenseitig an den
Shirts, bis der Stoff schließlich endgültig nachgab und
als Tala seinen Rivalen von sich stieß, hing nicht nur sein
Hemd in Fetzen an ihm, sondern auch der Verband. Mit einem Ruck
entledigte er sich von dem störenden Rest, stand auf, stemmte
die Hände in die Hüfte und spuckte Blut aus.
Der Matsch
auf Tala's Körper vermischte sich mit dem Blut, welches aus den
kleinen Wunden im Gesicht und an den Armen lief, wurde von dem
Regenwasser abgespült und teilweise von der Hose aufgesogen.
Kai
entging dies keinesfalls und er warf Bryan einen tödlichen Blick
zu.
Dieser hielt sich mit einem gequälten Gesichtsausdruck
den rechten Arm, welcher ihm vor nicht mal 10 Minuten brutal von Tala
auf den Rücken gedreht wurde. Er stand ebenfalls auf, zog sein
Shirt aus und wischte sich damit den Dreck und das Blut aus dem
Gesicht.
Seine Wunde auf der Stirn war wieder aufgeplatzt und um
seinen Kreislauf wieder etwas in geregelte Bahnen zu bekommen, legte
er den Kopf in den Nacken und atmete tief durch, während das
kalte Regenwasser seine Schmerzen etwas linderte.
„...was ist
?...hast du schon genug...?"
Bryans Kopf fiel nach vorne und
er grinste sein Gegenüber an.
„...nun...seit du dich mit
dem Streuner beschäftigst, hat deine Kondition sich sehr
verbessert...ich hatte geglaubt, dich schneller zu Boden zu
schicken..."
Tala grinste zurück.
„und wenn das
alles ist, was du zu bieten hast, würde dich mein Streuner
schneller zum Herzinfarkt treiben, als du glaubst..."Bryan sah
kurz zu Kai, der wenig erfreut über die Aussage des Rothaarigen
war.
„...das wär's mir wert, um mir seinen aufmüpfigen
und bockigen Verstand gefügig zu machen ..."
„...HEY...hab
ich da nicht auch noch ein Wörtchen mitzureden..."
Beide
sahen zu Kai.
„...das wird nicht nötig sein...wir klären
das auf unsere Weise, nicht wahr...?" Bryan's Gesicht
verdunkelte sich „...Tala..."
Wie auf Kommando schnellten
beide aufeinander zu und schon nach wenigen Minuten wälzten sich
beide wieder in der Dreckbrühe.
Tala's ehemals weiße
Hose war am Bund eingerissen und eine seiner Gesäßtaschen
hatte ihr leben lassen müssen.
Bryan's Hose war nur an den
Knien lädiert, dafür war er körperlich in einer etwas
schlechteren Verfassung, als sein Gegner und damit auch mal wieder
der Unterlegene in dieser Schlammschlacht.
Tala saß auf
dessen Brustkorb und ließ erbarmungslos seine Fäuste auf
ihn einschlagen.
Doch Bryan wehrte sich ebenso heftig und sah
plötzlich seine Chance. Rücksichtslos rammte er Tala seine
Faust genau auf die Stelle, welche von einem großen Bluterguss
geziert wurde. Tala musste seine dominierende Stellung aufgeben und
wurde nun in den Matsch gedrückt. Er war schon ziemlich am Ende
und Bryan bemerkte das. Unerbittlich schlug er auf den Rothaarigen
ein, der jedoch die Schläge besser wegstecken und abwehren
konnte, als er.
Kai's Muskeln spannten sich an und unruhig
rutschte er auf dem nassen Boden hin und her.
„...ich warne
dich Tala,...wenn du nicht mehr laufen kannst, werd ich der Letzte
sein, der dich nach Hause schleppt...damit das klar ist..."
Tala nahm noch mal seine ganze Kraft zusammen und stieß
Bryan von sich.
„...na du...bist mir ja...ein schöner
Lover..." er lachte „...du würdest...mich eiskalt hier
liegen lassen..."
„...wenn du dich weiterhin so blöd
anstellst..."
Tala sah sich nach seinem Kontrahenten um.
Dieser versuchte aufzustehen, doch er hatte nicht mehr die Kraft dazu
und fiel wieder zurück.
Der Rothaarige hatte zwar auch einige
Mühe, schaffte es aber auf den Beinen zu bleiben und ging
gemächlich zu dem Anderen.
„...ich hoffe...du hast
jetzt...endlich genug...?"
Bryan lachte.
„...für
heute schon..." Er setzte sich auf „...doch das wird nicht
das letzte Mal gewesen sein..."
Der Rothaarige stieß
einen verächtlichen Laut aus, drehte sich jedoch kommentarlos
um.
Kai stand auf und sein Blick blieb an Tala's Körper
hängen.
Der Regen spülte in kleinen Bächen Schmutz
und Blut von dessen Haut. Seine Brust hob und senkte sich schnell und
sein Gang war leicht unsicher.
Man sah die Erschöpfung und
Schmerzen in seinen Augen.
„...hast du Wasser da...?"
Kai
zog eine Augenbraue hoch.
„...hast du nicht schon genug Wasser
für heute gehabt..."
Tala lachte.
„...hast du, Ja
oder Nein ?"
Kai reichte ihm eine Flasche Mineralwasser,
welche er aus dem Chinarestaurant mitgenommen hatte.
Tala nahm
einen Schluck, spuckte es jedoch gleich wieder aus.
Dann zog er
Kai zu sich heran.
Er lächelte entschuldigend „...jetzt
hast du wegen mir die ganze Zeit hier gewartet und bist total
durchnäßt..." Vorsichtig ließ er seine Lippen
auf Kai's sinken. Sanft glitten seine Hände an dessen Schultern
herab und löste sich schließlich.
„...ja und dreckig
dazu..." setzte Kai nach und sah an sich runter und wischte über
den Dreck und das Blut an seiner Kleidung.
Tala nahm die Hand
seines Gegenübers.
„...lass doch...das wird schon wieder
sauber..."
Kai schnappte sich die beiden Tüten mit dem
Essen, welche er vorsorglich zugeknotet hatte, damit kein Wasser
reinläuft.
„...lass uns gehen...ich will unter die
Dusche...oder am besten...in die
Badewanne"
„...ich
komm mir vor, wie in einer Sauna...du hättest wenigstens das
Fenster aufmachen können..."
Kai war gerade in's Bad
gekommen, weil er ziemlich fror und endlich auch baden wollte, um
sich aufzuwärmen.
„...dann mach's doch auf, wenn's dir
zu warm ist..."
Kai schaute zu Tala und dann etwas weiter
nach oben. Das einzige Fenster hier im Bad war das über der
Badewanne.
„...du bist näher dran..." er verschränke
die Arme vor der Brust.
„...mich stört es aber nicht..."
Tala stemmte einen Arm auf den Beckenrand, legte sein Kinn darauf und
grinste.
Kai's Augen verengten sich und ein Schnauben war zu
hören.
Er baute sich demonstrativ vor der Wanne auf. Doch als
er die blauen Flecken und Schrammen an Talas Körper sah, lenkte
er zähneknirschend ein
„...also schön..."
Etwas
unsicher stieg er in die Wanne. Das Wasser war zwar nur noch lauwarm,
dennoch schien es Kai's ausgekühlte Haut zu verbrennen.
Er
bewegte sich langsam vorwärts. Die Wanne war recht groß
und bot Platz für bis zu 5 Leute. Er stolperte und verlor
beinah' den Halt.
„...nimm deine Stelzen da weg..."
Tala
zog seine Beine schnell weg und brachte Kai damit aus dem
Gleichgewicht.
„...HEY...!" mühsam stand er noch
aufrecht.
Tala lachte und zuckte mit den Schultern.
„...was
denn, ich sollte meine Beine doch wegnehmen..."
Kai warf dem
Badenden einen bösen Blick zu, setzte seinen Weg fort und
klappte das Fenster auf.
Er stemmte seine Hände in die Hüfte
und sah Tala tadelnd an.
„..sieh' zu, dass du jetzt raus
kommst...mir ist kalt und will jetzt auch endlich in's
Wasser..."
„...ach dir ist kalt..."
Ehe sich Kai
versah, hatte der Rothaarige ihn am Bein gepackt. Rein aus Reflex
versuchte dieser sich loszureißen und rutschte auf dem nassen
Wannenboden aus. Das Wasser schwappte über den Rand und setzte
das Bad unter Wasser.
Als er wieder auftauchte und das Badewasser
aus seinen Lungen gehustet hatte, sah er in zwei eisblaue
Augen.
„...ich wüsste da etwas, was dich wieder
aufwärmt..."
Durch das warme Wasser, waren Tala's Wangen
gerötet und Kai schaffte es zum erstem Mal nicht, dessen Blick
standzuhalten und seine Augen wandten sich ab. Dieser Anblick war
einfach zu ungewohnt und zum ersten Mal spürte Kai eine starke
Erregung, welche seine Shorts, die er zusammen mit einem T-Shirt
immer noch anhatte, doch recht eng werde lies.
Der Rothaarige
zwang ihn, sich wieder ihm zuzuwenden.
„...du wirst doch auf
deine alten Tage nicht schüchtern werden..."
Kai schlug
die Hand weg.
„...red keinen Quatsch..." Er sah das
lüsterne Grinsen des Rothaarigen und spürte dessen Hand in
seinen Shorts. Diese hatte sanft seine bereits versteifte Erregung
umschlossen.
„...sieh' mal einer an...du bist doch immer für
eine Überraschung gut...mein lieber Kai..." Der
Angesprochene packte das Handgelenk des Rothaarigen, welches begonnen
hatte, zärtlich sein Glied zu massieren.
„...sagtest du
vorhin nicht...du wärst...vollkommen...erledigt...aaahhhhh..."
die kleine Behinderung schien Tala's Vorhaben nicht sonderlich zu
stören und zufrieden sah er in das entspannte und erregte
Gesicht seine Lovers.
„...mach' dir mal um mich keine
Sorgen...wer könnte schon bei solchen Aussichten erschöpft
sein,...bevor es richtig angefangen hat..."
„...Gott
wie ich dich...hasse...aaaaahhhh..." Kai warf den Kopf in den
Nacken. Fest hatten die Finger zugedrückt.
„...also
wirklich...du solltest solche bösen Sachen nicht in einer
derartigen Situation sagen...das kann nur von Nachteil für dich
sein..." es dauerte keine Minute bis er Kai von seiner, für
dieses recht feuchte Milieu, unpassenden Bekleidung befreit hatte und
diese auf dem Boden außerhalb der Wanne landete.
Deren
Besitzer wollte hinterher, wurde aber von Tala an der Hüfte
zurückgezogen und mit dem Bauch gegen den Wannenrand
gepresst.
„...wo wollen wir denn hin...?" er lachte
und zeichnete die Bahn der Wirbelsäule seines Vordermannes nach
„...komm schon, Kai...lass uns ein wenig Spaß zusammen
haben..."
„...hattest du das nicht...schon genug für
heute...ahhhh..." gierig drängten sich zwei Finger in
ihn.
„...es kommt immer darauf an, wie man Spaß
definiert...und für mich war das kein Spaß, sondern eine
Notwenigkeit..." unerbittlich bewegte sich seine Hand, während
die Andere über Kais Bauch strich.
„...meine
Spaß-Def...Definition stimmt...mit
dei...deiner...nicht
ganz...über...überein..."
„...was für
ein böser Junge du bist...du sollst mich doch nicht immer so
dreist anlügen..." ein Wechsel vollzog sich und Kai schien
innerlich zu verbrennen.
Das Wasser um sie herum schien zu kochen
und Kai biss sich in den Handrücken und Tala erneut an der Wunde
am Hals fest.
Von dessen Erschöpfung
war nicht viel zu bemerken. Im Gegenteil. Er schien unerschöpfliche
Energiereserven zu haben. Ganz zu Kai's Leidwesen, dieser fühlte
sich plötzlich nicht mehr so wohl und hielt sich krampfhaft am
Rand festhielt, um nicht ins Wasser zu rutschen.
Tala beugte sich
vor und schlang seine Arme stützend um dessen Hüfte und
verlangsamte seinen Rhythmus, begann dann aber, sich Kai's Erregung
zu widmen und genoss jeden Laut, den dieser von sich gab.
Weiß
traten dessen Knöchel hervor, so fest krampften sich seine
Finger an dem Porzellan der Wanne fest.
Vorsichtig versuchte Tala,
diese zu lösen und mit seinen zu verschlingen.
Leise und
zärtlich stöhnte er Kai's Namen und trieb ihn damit
zusätzlich zum Höhepunkt. Kai spürte den heißen
Erguß des Rothaarigen und war erschöpft und ließ
sich zufrieden nach hinten in Tala's Arme sinken. Dennoch fühlte
er sich nicht wirklich besser.
„...hey...was
ist...?"
„...was...meinst du...?"
„...dir
geht's wohl nicht gut, was...?"
„...wie...kommst
du...darauf...?"
„...na hör' mal...ich wär' ja
wohl ein schlechter Liebhaber, wenn mir sowas nicht auffallen
würde.."
Eine Zeitlang beobachtete er Kai.
„...mir
scheint...du brühtest was aus...du hast dich wohl
erkältet..."
Kai wollte widersprechen, als Tala ihn aus
dem Wasser zerrte.
„...na komm...ab ins Bett...für heute
hatten wir wirklich genug Spaß..."
Ende Kapitel 4
