Ich war nur noch etwa 100 Meter von dem Wolf entfernt, als er ……………
sich umdrehte und in den Wald lief. "Warte!" rief ich ihm hinterher. Ich lief ohne zu zögern hinter ihm her. Der schneeweiße Wolf rannte nicht. Es ist fast so als sollte ich ihm folgen. Doch wieso tue ich das? Ach ja, ich möchte wissen was, das hier alles zu bedeuten hat. Also machte ich mir Mut und lief schließlich weiter hinter ihm her.
Plötzlich hörte ich hinter mir ein Rascheln. Ich blieb stehen und drehte mich um. Als ich sah, dass hinter mir nichts war, drehte ich mich wieder nach vorn.
Wo ist er hin? Ich drehte mich im Kreis, doch ich sah ihn nicht. Oh nein, ich habe ihn verloren. Ich war jetzt mutterseelenallein im Wald.
Ich würde den Wolf jetzt nicht finden. Ich ging also in die Richtung aus der ich kam.
Es ist erstaunlich wie weit ich dem Wolf in den Wald gefolgt bin. Ich kann immer noch nicht den Rand des Waldes sehen. Hoffentlich komme ich hier irgendwann wieder raus, dachte ich.
Auf einmal kam ein eiskalter Windstoß an mir vorbei. Ich erschrak, als plötzlich eine Herde Rehe an mir vorbei rannte. Ich schloss meine Augen vor Angst. Ich saß auf dem Boden und zitterte.
Nach kurzer Zeit war alles Still. Absolut nichts war mehr zu hören. Ich öffnete meine Augen und stand auf. Nichts wie weg, rief meine innere Stimme. Ich rannte fast weiter.
Als ich auf einer Lichtung ankam, blieb ich erschrocken stehen. Ein totes Reh lag dort, doch ich erschrak nicht wegen dem Tier. Nein! Ich erschrak wegen dem Mann der über das Tier gebeugt ist.
W-was .. w-wie... Häh??
Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr erfassen. Was macht er hier? Was tut er da?
Bei dem Reh steht Edward. Ich konnte mich nicht mehr bewegen. Er hielt das Reh fest und sein Mund war an dem Hals des Tieres. Was tut er da?
Plötzlich fuhr er hoch uns sah in meine Richtung. Meine innere Stimme schrie immer wieder. 'Lauf! Lauf ganz weit weg! Lauf Bella!' Doch ich konnte mich nicht bewegen. Er sah genauso erschrocken aus, wie ich.
Als er seinen Blick nur kurz von mir abwendete, löste sich meine Starre. Ich lief so schnell ich konnte weg.
Plötzlich knallte ich gegen etwas Hartes und sehr Kaltes. Durch den Aufprall landete ich auf meinem Po. Ich sah auf um zu wissen gegen was ich geknallt bin.
Es war ein kleines schwarzhaariges Mädchen. Ich habe sie schon irgendwo mal gesehen. Jetzt weis ich es wieder. Wie hieß sie noch gleich? Ach ja Alice Cullen. Wie kann sie auf der einen Seite so klein und zierlich sein und auf der anderen so hart wie Stern?
Was ist wenn sie genauso ist wie ihr Bruder? Ich bekam Angst.
Doch plötzlich war die Angst wie weggeblasen. Ich wurde ganz ruhig und dann kamen noch welche aus dem Wald. Ich glaube, das sind Jasper, Emmett und Rosalie. Dann standen da noch Dr. Cullen und eine Frau. Ich vermutete mal, dass es seine Frau ist. Rosalie sah mich hasserfüllt an und ich zuckte daraufhin zusammen.
Dann kam Edward zu seiner Familie. Ich sah wie er seine Lippen bewegten und die seiner Familie. Verständigten sie sich mit Lippenlesen?
Mein Verstand fängt langsam wieder an zu arbeiten. Eins weis ich mittlerweile, dass sind keine Menschen. Wer oder besser was sind sie? Alice trat auf mich zu und ich wich zurück. „Bella, du brauchst keine Angst vor uns zu haben." sagte sie. Mein Blick fiel auf Rosalie, die mich zwar nicht mehr so hasserfüllt anschaut, doch es macht mir immer noch Angst.
Ich saß immer noch auf dem Boden. „W-Was s-sei-t ihr?" brachte ich stotternd hervor. Sie schauten sich gegenseitig an und nickten dann. Dr. Cullen trat vor und antwortete mir: „Da du schon zu viel gesehen hasst, bring es nicht weiterhin es vor dir geheim zu halten. Doch eins musst du uns noch versprechen."
Was kommt jetzt? Ich stand auf, weil mir unwohl dabei war, wenn sie die ganze Zeit zu mir runter sahen. Ich blieb jedoch ein Stückchen entfernt von den Cullens. Sie warteten wahrscheinlich auf eine Antwort, deswegen nickte ich Dr. Cullen zu damit er weiter sprach. „ Du musst uns versprechen, dass du es auf keinem Fall jemanden erzählen wirst. Keiner darf davon jemals erfahren." Ist das jetzt so eine Sache, wie ' wenn du es jemanden erzählst, müssen wir dich umbringen '- Geschichte?
Ich nickte zur Bestätigung. Was hätte ich auch anderes tun können? „Wir sind Vampire. Doch wir ernähren uns nicht wie du es jetzt wahrscheinlich denkst. Wir trinken ausschließlich Tierblut." Alle beobachten meine Reaktion genau. Doch erstmal geschah nichts, doch dann wurde um mich rum alles schwarz.
Ich kam langsam wieder zu mir. Ich lag auf etwas Weichem. Als ich meine Augen aufschlug, sah ich einen hellen Raum. Ich lag auf einem Bett. Das Zimmer sah aus wie ein Gästezimmer. Doch wo war ich? Wem gehört dieses Gästezimmer? Mir schwirrten so viele Gedanken im Kopf, dass ich sie nichts sortieren konnte.
Plötzlich öffnete sich die Tür und eine Frau mit braunen Haaren kam herein. Ihr Kopf war fast herzförmig. „Geht es dir wieder besser? Ich bin Esme. Meinen Sohn Edward hast du ja schon kennengelernt." Plötzlich trafen mich die Erinnerungen wie ein großer Schlag. Ich erzitterte. Ich bin hier also bei den Cullens zu Hause.
Esme sah mich besorgt an. „Du brauchst keine Angst vor uns zu haben. Wir werden dir nichts tun." sagte sie und lächelte mir aufmunternd zu. „Ich weis es ist etwas viel für dich, doch bitte halte dein Versprechen." bat sie mich mit samtweicher Stimmer.
Sie ist so lieb zu mir obwohl sie mich überhaupt nicht kennt. Sie ist so liebreizend. Wie kann ich ihr da etwas abschlagen? „Ich werde nichts verraten." bestätigte ich ihr und sie lächelte mich immer noch an.
„Möchtest du vielleicht etwas zu trinken?" fragte sie mich. „Nein, danke. Kann ich vielleicht nach Hause?" entgegnete ich ihr vorsichtig. „Ja klar. Edward wird dich nach Hause fahren." Ich habe ein bisschen Angst vor dieser Auto fahrt. Esme ging aus dem Zimmer und ich lief ihr hinterher.
Im Wohnzimmer saßen alle anderen zusammen auf den Sofas. Edward kam zu mir und sagte: „Komm ich fahre dich nach Hause." Ich nickte ihm zu. Wir gingen zu seinem silbernen Volvo. Er hielt mir die Beifahrerseite auf und kaum das ich mich gesetzt habe, war er schon auf dem Fahrersitz.
Eins kann ich mit Sicherheit sagen. Das wird eine sehr lange Autofahrt.
