Und weiter geht's! Es ist diesmal ein bisschen mehr als sonst. (Dank des Wochenendes;)
Einen ganz lieben Dank nochmal für die letzten Reviews, auch nochmal an TiniSnape und Eve, bei denen ich mich leider nicht persönlich bedanken konnte)
Wie immer würde ich mich über Feedback und Reviews von Euch sehr freuen!
Bis dahin
LG- Morgaine
4.
Das kann nicht sein, dachte Charlie.
Wieder blickte sie zu der Familie. Ha-...hatte der Mann da einen Zauberstab in der Hand?
Wie versteinert beobachtete sie, wie die Vier den Pub betraten. Als die große Eichentür aufknarrte, hörte sie leise Musik und Stimmengewirr aus dem Inneren des Tropfenden Kessels kommen.
Unschlüssig stand sie da. Wie spät war es ?
In fünf Minuten musste sie im Büro sein... sie musste jetzt wirklich los...
„Nur ein kurzer Blick..." der kleine Teufel auf ihrer Schulter meldete sich zu Wort.
Vorsichtig machte Charlie einige Schritte nach vorn.
„Ja, nur ganz kurz..." sagte der zweite Teufel auf ihrer anderen Schulter.
Gut, dass sich mein Gewissen so gut versteht, dachte sie als sie den kalten Eisengriff der Eichentür hinunterdrückte.
Unter schweren Knarren öffnete sie die Tür einen Spalt breit und lugte hindurch.
Der Anblick, der sich ihr bot, ließ ihre Kinnlade hinunterfallen.
Die Kaschemme war gut besucht. Die hölzernen Tisch waren alle besetzt und auch an der Theke war einiges los. Große Kessel hingen von den Decken und beleuchteten den Laden in düsteren Tönen. Alle Menschen, die Charlie durch den Spalt erspähen konnte, waren genauso seltsam der noch seltsam bekleidet wie die Familie, der sie gefolgt war.
Und eins war noch merkwürdig. Die Kneipe sah von Innen viel größer aus als von Außen.
Als ob noch ein unsichtbares Gebäude dranhängen würde.
„...wie beim Ford Anglia der Weasleys und dem Zelt bei der Quidditchweltmeisterschaft..." flüsterte Charlie zu sich selbst.
Sie wusste nicht, ob sie wirklich glauben konnte, was sie da sah.
Genauso hatte sie sich den Tropfenden Kessel immer vorgestellt, aber es war doch nur Fiktion ! ES GAB IHN NI-...schwebte da etwa gerade ein Putzbesen an ihr vorbei ?
Völlig ungläubig beobachtete sie wie der kleine Besen ganz von allein zwischen den Gästen die Böden fegte und öffnete dabei die Tür noch ein Stückchen weiter.
Charlie rieb sich die Augen. Da ! Der Löffel in der Tasse des Mannes rührte von alleine !
„Hey Sie !" Unwirsch wurde die Tür aufgerissen und ein kleiner buckliger Mann mit Glatze sah sie wütend an.
„Entweder kommen Sie rein oder Sie bleiben ganz draußen ! Ich kann mir nicht leisten, dass die Muggel etwas von diesem Laden mitbekommen. Also..." Einladend hielt der Bucklige ihr die Tür auf.
Alle Besucher des Pubs sahen sie misstrauisch an.
Charlotte wollte nicht, sie wollte wirklich nicht. Schließlich würde sie einen Haufen Ärger mit Aaron bekommen, wenn sie wieder zu spät kam. Aber ihre Füße taten die Schritte einfach. Sie überquerten die Türschwelle als wäre es das Natürlichste der Welt.
Mit einem dumpfen Knall schloss sich die Tür hinter ihr und alle Besucher widmeten sich wieder ihrem Essen oder ihren Gesprächen als wäre nichts gewesen.
Der Bucklige winkte sie zu sich an die Theke.
„Sind Sie das erste Mal hier ?" fragte er während er einen verstaubten Humpen mit einem noch schlimmer verstaubten Handtuch reinigte.
Charlie schluckte. „Äh.. ja...kann man so sagen." Sagte sie heiser.
„Mhm..mhm.." antwortete der Bucklige abwesend während er dem Humpen mit ein bisschen Spucke noch den letzten Schliff verpasste.
Misstrauisch beäugte er die Blondine vor sich, die anscheinend noch nie zuvor einen Gnom gesehen hatte. „Wo kommen Sie denn her, wenn ich fragen darf?"
Charlie, dessen Augen gerade noch an diesem kleinen, unförmigen Menschen dort hinten in der Ecke geklebt hatten, blickte sich überrascht zu dem Barkeeper um.
„Ähh...Deutschland...ursprünglich" antwortete sie unsicher.
„Und gibt es so welche", er nickte Richtung Ecke, „bei Ihnen nicht...in Deutschland?" fragte er misstrauisch.
Charlie wurde ihres Fauxpas bewusst. Sie durfte nicht so starren. Für die Zauberer war das alles hier normal !
... hatte sie gerade Zauberer gesagt ?
Memo an Charlie, Memo an Charlie: ES GIBT KEINE ZAUBERER !
„Äh...nein. Die sind bei uns schon fast ausgestorben." Unsicher fuhr sie sich mit den Händen durchs Haar.
„Aha...und was verschlägt Sie hier zu uns?" stichelte der Bucklige (Das müsste Tom sein, dachte Charlie. Hieß der Wirt des Tropfenden Kessels nicht Tom?...das heißt wenn sie hier wirklich in DEM Tropfenden Kessel war)
„Geschäftliches" antwortete sie schnell. Das sagten die in den Filmen doch auch immer, oder?
„Ah!", Tom verstand, „Sie wollen in die Winkelgasse!"
„Äh..r-richtig."
„Und was GENAU machen Sie ?"
„Das kann ich ihnen leider nicht sagen!" antwortete Charlie. Langsam begannen seine Fragen sie ins Schwitzen zu bringen.
„Ah!" wieder glaubte Tom zu verstehen, „Sie arbeiten für Dumbledore nicht wahr?" mit einem verständnisvollen Zwinkern knuffte er sie in die Schulter.
Charlie dagegen war wie perplex. „Dumb...Albus Dumbledore...ge-...genau."
Oh Gott, in was war sie HIER reingeraten?
„Verstehe, verstehe", flüsterte Tom geheimnisvoll und beugte sich weiter über die Theke.
„Dann glaubt Dumbledore also wirklich, dass du-weißt-schon-wer noch einmal zurückkommt?"
„Darüber kann ich Ihnen wirklich nichts sagen." Flüsterte Charlie zurück.
„Verstehe, verstehe.." grummelte der Bucklige. „Na ja, der alte Knacker wird schon seine Gründe haben..." sagte er abwesend. „Wissen Sie, wie Sie zur Winkelgasse kommen, oder soll ich Ihnen den Eingang zeigen?"
Charlotte blickte auf ihre Uhr. Sie hätte schon seit fünfzehn Minuten in der Firma sein sollen...
Scheiß drauf !
„Das wäre zu freundlich von Ihnen, äh...?"
„Tom, mein Name ist Tom. Mir gehört dieses Lokal." Er verschwand hinter der Theke und bedeute ihr, ihm zu folgen.
Ok, er hieß Tom. Purer Zufall, dachte sich Charlie. Ist schließlich ein weit verbreiteter Name...
Sie folgte dem Buckligen durch eine alte Holztür und betrat einen kleinen Hinterhof der mit einer Backsteinmauer umzäunt war.
„Wenn Sie mit ihrem Zauberstab die Steine in dieser Reihenfolge hier berühren, kommen Sie zur Winkelgasse" erwartungsvoll blickte er Charlie an.
Zauberstab? Sie hatte keinen Zauberstab!
„Gibt es irgendein Problem?"
„Äh...", stotterte Charlie, „T-tja, wissen Sie. Ich hatte da letzte Woche so ein kleines Malheur... mir ist mein Zauberstab zerbrochen und..."
Tom blickte sie misstrauisch an.
Denk, Charlie, denk ! „...und ich habe ein Verabredung mit Mr Ollivander, der arme Kerl wartet sicher schon auf mich, also wenn sie so nett wären?"
„Ah...Ollivanders ! Ja, ja...guter Mann, guter Mann..." murmelte Tom und zog seinen eigenen Zauberstab aus der Tasche.
Nachdem er die Steine einen nach dem anderen berührt hatte, fing die Erde an zu beben und Charlies Herz klopfte bis zum Hals.
Langsam und schwerfällig verschoben sich die alten Backsteine und formten unter ächzten und bröckelnden Steinchen einen soliden Torbogen.
Was sie dort sah, verschlug ihr den Atem. Es WAR die Winkelgasse. Genauso, wie sie im Buch beschrieben war, genauso, wie Charlotte sie sich immer vorgestellt hatte
„Danke" sagte Charlie wie in Trance und schritt durch den gewaltigen Eingang.
Sie stand am Anfang einer schiefen Pflastersteinstraße. Zu beiden Seiten drängten sich Gebäude um Gebäude. Menschen in Kleidern und Umhängen schoben sich durch die Gassen. Eulen flogen über die hohen Häuser hinweg, an ihren Beinen trugen sie Zeitungen oder Briefe...
Dort ! Da war die Eulerei, von der sie gelesen hatte und da, da war der Laden für Quidditchzubehör, in dem Harry zum ersten Mal den Nimbus 2000 gesehen hatte !
Vorsichtig ging sie die ersten Schritte in diese neuen Welt.
Ihr fehlten jegliche rationale Erklärungen für das, was sie sah.
Das MUSSTE echt sein !
„Echseneier! Frische Echseneier! Möchten Sie einmal probieren, Ma'am?"
eine alte, gekrümmte Frau stand neben ihr und bot ihr mit zahnlosen Grinsen ein großes grünes Ei an.
„Nein, vielen Dank." Charlie versuchte freundlich zu klingen, doch sie wusste, dass sie angewidert dreinblickte und machte, dass sie wegkam.
Fasziniert durchstreifte sie die Straße. Von Weitem konnte sie das krumme weiße Gebäude der Gringotts Bank erkennen.
„Oh mein Gott, ich bin wirklich hier !" flüsterte sie in Ehrfurcht.
Sie schob sich durch den Stau von Jugendlichen, die fasziniert das Quidditchzubehör im Schaufenster betrachteten und wunderte sich, als sie inmitten all dieser Zaubergeschäfte, ein Geschäft mit Mugglewaren sah.
„Daddy? Was ist das da?" ein kleiner Junge stand fasziniert vor dem Schaufenster eben genau dieses Ladens und drückte seinen Zeigefinger gegen das ,fast mit allerlei GESUCHT/GEFUNDEN Flugblättern bekleisterte Glas hinter welchem ein antik-anmutendes Telefon mit Wahlscheibe stand.
„Ich hab keine Ahnung, Junge. Aber das sieht interessant aus. Vielleicht kann man damit Musik machen?"
Charlie lachte und ging auf die Beiden zu. „Nein. Das ist ein Telefon." Sagte sie und lächelte den kleinen Jungen liebevoll an.
„Ah, ein Teflon!" sagte sein Vater und betrachtete das ihm fremdartige Gerät eingehend.
„Nein Te-le-fon." Wiederholte Charlie langsam.
„U---und was kann es?" fragte der Junge neugierig.
„Man kann damit Leute anrufen." Erklärte Charlie geduldig.
„Anrufen?" fragte der Vater entsetzt. „Wir rufen schon seit Jahrhunderten niemanden mehr an. Dieser ganze Keltenkult ist doch schon längst überholt !"
Charlotte brauchte einige Sekunden um zu verstehen, was der Mann meinte.
„Nein, nein. Nicht im Sinne von Geister oder Götter anrufen oder beschwören. Sondern Sei nehmen den Hörer ab, das ist dieses lange, Bananenförmige Ding, wählen die Telefonnummer und..."
„Telefonnummer?" unterbrach sie der Junge.
Charlie biss sich auf die Lippe. Wie sollte sie das jetzt erklären?
„Jeder Men-...Muggel hat so etwas zu Hause stehen. Und dazu gibt es eine Nummer. Jede Nummer wird nur einmal ausgeteilt...Also, siehst du die Wahlscheibe mit den Zahlen da? Wenn du mit jemanden sprechen willst, wählst du einfach seine Nummer und dann klingelt das Telefon bei ihm zu Hause und wenn er da ist, muss er einfach nur den Hörer abnehmen und dann kannst du mit ihm sprechen."
„Na, DAS klingt aber kompliziert." Mischte sich der Vater ein. „Warum benutzen die Muggel denn nicht einfach ihre Kamine oder Eulen um miteinander zu reden?"
„Muggel können das nicht. Sie haben keine Eulen und ihre Kamine sind nicht mit dem...äh..Floh...netzwerk verbunden."
„Ha!" lachte der Mann und klopfte ihr freundlich auf die Schulter. „Wie unzivilisiert diese Muggel doch noch sind!"
Charlie räusperte sich. „Äh...ja...genau..."
„Und was ist das?" ungeduldig zupfte der kleine Junge an ihrem Blazer und zeigte auf ein großes Gerät in der Ecke des Ladens.
„Das ist ein Fahrrad..."
Während Charlie erklärte, was ein Fahrrad ist und was man damit machen kann („Und Sie sind sicher, dass man damit nicht fliegen kann?") drängten sich immer mehr Familien mit ihren Kindern um sie und hörten ihren Ausführungen gebannt zu.
Charlie schien es, als würden selbst die meisten der Eltern nicht wissen, wozu all diese Dinge im Schaufenster gut waren und so machte es ihr einen Riesenspaß, ihnen zu erklären, wie man Toaster bediente, Radios an- und ausschaltete und dass sie NIEMALS in eine Steckdose fassen sollten.
Obwohl sich mittlerweile eine ganze Menschentraube um sie gebildet hatte und ihr zuhörten, fühlte sich Charlie, im Gegensatz zu gestern, nicht unwohl zu ihnen zu sprechen. Schlie0lich war diesmal sie es, die alles wusste und es hing auch gar nichts davon ab, was sie dort erzählte.
Mitten in ihrer Erklärung über die Eigenschaften eines Epiliergerätes tippte ihr jemand hart auf die Schulter.
Sie drehte sich um und schaute in das Gesicht einer alten Dame, mit großen Augen und einem spitzen Zauberhut auf dem Kopf.
„Sie machen das wirklich gut." Sagte die Dame. Ihr Stimme bestätigte ihre strenge Körperhaltung vollkommen.
„Äh..Danke." antwortete Charlie perplex.
„Hätten Sie vielleicht einen Moment für mich." Mit sanfter Gewalt fasste die Frau sie am Arm und zog sie aus der Menge.
„Kinder macht Platz!" zischte sie streng. Zu Charlottes Erstaunen gehorchten die Kleinen ihr auf's Wort und ließen die Beiden hindurch.
„Am besten wir setzen uns in Florean Fortescues Eisdiele." Die Frau hielt ihr die Tür der Eisdiele auf und gab ihr zu verstehen, sich zu setzen.
„Äh...was genau wollen Sie jetzt von mir?" fragte Charlie unsicher.
„Zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen vorstellen. McGonagall, der Name. Minerva McGonagall."
Charlie konnte es nicht verhindern. Ihre Kinnlade plumpste von allein ein Stockwerk tiefer.
„P-Professor McGonagall?" fragte sie heiser. Sie betrachtete die alte Frau. Streng nach hinten geknotetes Haar, der Zauberhut, die verschlossenen Kleidung und der kontrolliert Blick, mit dem sie Charlie jetzt beobachtete.
„Ganz richtig, meine Liebe. Ganz richtig."
„Und..wie kann ich Ihnen helfen?" Eigentlich wollte Charlotte die Antwort gar nicht wissen...
„Nun, ich habe sie beobachtet. Sie haben ein Talent mit Kindern umzugehen. Sie klebten förmlich an ihren Lippen. Und sie wissen eine beträchtliche Menge über die Muggelwelt."
Erwiderte die Professorin.
„Das kommt daher, dass ich dort lebe." Antwortete Charlie vorsichtig.
„Oh!" McGonagall klang überrascht. „Sind sie mit einem Muggel verheiratet?"
„Äh...nein."
„Nein? Nun, also leben sie FREIWILLIG dort. Das erlebt man selten."
Charlie wusste langsam nicht mehr, wie sie sich aus der Affäre ziehen sollte, sollte McGonagall jetzt weiter fragen, deshalb beschloss sie wieder zum Ursprung dieser Unterhaltung zurückzukehren.
„Nun, Professor. Ich will ja nicht unhöflich klingen, aber was wollen Sie von mir?"
Die Alte räusperte sich. „Nun, wie gesagt...Sie können sehr gut mit Kindern umgehen und sie wissen sehr viel über die Muggelwelt und...ich habe mich gewundert...Haben Sie jemals zuvor unterrichtet?"
Charlie starrte sie an. „Sie meinen...Kinder?"
„Ja, ganz recht. Wissen Sie, es ist nämlich so..." sie stand auf und riss eins der vielen Plakate vom Schaufenster und reichte es ihr.
DRINGEND GESUCHT !
LEHRER ODER LEHRERIN FÜR DAS FACH MUGGELKUNDE
AN DER HOGWARTS SCHULE FÜR HEXEREI UND ZAUBEREI
GESUCHT WIRD: KOMPETENTE KRAFT MIT VIEL ERFAHRUNG
IM FACH MUGGELKUNDE DIE GEDULD MIT KINDERN HABEN
SOLLTE
ARBEITSBEGINN IST GLEICH SCHULBEGINN
BITTE MELDEN BEI ALBUS DUMBLEDORE , SCHULLEITER
„Heißt das, sie wollen mir einen Job anbieten?" Charlie blickte erstaunt auf.
„Exakt. Und wie ich beobachten konnte, scheinen Sie dafür genau die Richtige zu sein!"
„Wissen Sie, ich glaube nicht, dass ich die Richtige dafür bin...es ist nämlich so...ich bin eigentlich gar nicht von hier..."
McGonagall winkte an. „Das hab ich schon an ihrem Akzent gehört! Woher kommen Sie? ...Bulgarien? Das ist aber wirklich kein Problem. Schließlich ist unsere Schule international."
Charlie schüttelte den Kopf. „Nein, ich komme aus Deutschland...aber das ist es gar nicht...es...es ist nämlich so...Ich bin gar keine richtige Hexe...ich kann nicht zaubern!"
McGonagall blickte erstaunt drein. „Sie...sie können nicht zaubern?"
„Nein...ich...ich bin..."
Auf einmal veränderte sich der harte Gesichtsausdruck McGongalls in ein liebenswertes Lächeln.
„Ach, meine Liebe, warum sagen Sie das nicht gleich ! Sie sind ein Squib! Dafür brauchen Sie sich aber nicht zu schämen...unser Hausmeister ist auch Einer! Alles kein Problem."
Liebevoll tätschelte sie Charlies Hand.
„Äh...ok..." sagte sie unsicher.
WAS sollte sie auch sagen? McGonagall hielt sie für eine von Ihnen! Zwar für einen Squib aber immerhin!
„Und? Wie sieht es aus? Haben Sie Interesse?" fragte McGonagall nach einer Weile.
Charlotte dachte an Aaron, der jetzt vermutlich schon im Carré sprang und an Tom's Rede, darüber wie wichtig ein sicherer Arbeitsplatz in der heutigen Zeit ist.
„Ich...kann ich vielleicht noch eine Nacht drüber schlafen?" fragte sie schließlich.
„Tut mir Leid." McGongall tippte noch einmal auf einen Teil der Anzeige
ARBEITSBEGINN GLEICH SCHULBEGINN
„Der Schulbeginn ist morgen und sie müssten heute noch zusagen, damit ich einen Tag hätte, sie einzuarbeiten."
„Und was ist mit den anderen Bewerbern? Was ist, wenn ich Professor Dumbledore nicht zusage?"
„Schätzchen, glauben Sie ernsthaft, die Anzeige würde noch aushängen, wenn wir noch andere Bewerber hätten? Und was Alb- Professor Dumbledore angeht, das überlassen Sie nur mir!"
Charlie schluckte. Sie musste Träumen! Das alles konnte nicht wahr sein.
Erst gab es diesen ganzen Kram, den Tropfenden Kessel, die Winkelgasse, all das und dann bekam sie auch noch ein Jobangebot als Lehrerin in Hogwarts !
„Aber meine ganzen Sachen ! Ich müsste erst packen und all das!" Krampfhaft versuchte ihr gesunder Menschenverstand Ausreden für diese einmalig Gelegenheit zu finden.
„Keine Sorge ! Sie geben mir einfach ihre Adresse und ich veranlasse, dass die Sachen per Flohnetzwerk nach Hogwarts gebracht werden. Das braucht nur ein paar Stunden!" McGonagall sah ihr tief in die Augen „Also?"
„Ich weiß nicht." Stotterte Charlotte.
„Haben Sie wirklich keine Angst wegen ihrer kleinen...Behinderung. Niemand wird sie deshalb verurteilen! Na ja,...Einer vielleicht, aber den können Sie guten Gewissens ignorieren. Es ist sein Lebensinhalt sich an den Schwächen anderer Menschen hochzuziehen."
Da traf es Charlie wie ein Blitz.
„Ich mach's !" sagte sie entschlossen.
