Disclaimer: Mir gehört nichts, nicht einmal die Story... das ist wirklich traurig... :(

Draco Dormiens Nunquam Titillandus

„Kitzle niemals einen schlafenden Drachen"

Ü/N: Eigentlich wollte ich das Kapitel schon letzte Woche hochladen, aber ich hatte einfach jeden Abend bis elf nur Hausaufgaben zu tun, deshalb bin ich nicht dazu gekommen. Ich dachte immer, zwischen den Klausurenblocks wäre weniger zu tun als mittendrin, aber da habe ich mich wohl geirrt. Wie auch immer, danke für eure Geduld!


Kapitel 3

Alicia wünschte den Zwillingen eine gute Nacht und ging nach oben. Sie klopfte an die Tür, die mit „Erstklässler" beschriftet war.

Angelina warf die Tür eine Sekunde später auf. „Oh, du bist es. Ich habe für eine Minute gedacht, es wären Fred oder George."

„Na ja, ich bin's nur." Sie sah auf den Zauberstab in Angelinas Hand. „Bitte verhex' mich nicht."

„Du weißt, dass das hier auch dein Zimmer ist, du musst nicht klopfen", sagte Katie von dem Himmelbett aus, auf dem sie lag.

„Dir gehört das mittlere Bett", sagte Angelina.

Alicia sah sich im Raum um. Er war rund und es standen drei große Himmelbetten nebeneinander. Sie erblickte ihren Koffer und ihre Tasche, die am Fußende des mittleren Bettes standen.

„Was hat der Hut zu euch gesagt?", fragte Alicia, als sie anfing, ihre Sachen auszupacken.

„Er sagte, ich hätte Temperament. Als ob ich das nicht bereits wüsste", sagte Angelina gereizt.

„Na ja, zuerst hat er Hufflepuff gesagt. Ich bin sauer geworden und er hat bemerkt, dass ich keine Blondinen-Klischees mag, also hat er mich nach Gryffindor gesteckt", sagte Katie, als sie begann, ihre Kleidung in den Schrank zu hängen.

„Was hat er zu dir gesagt? Du warst Ewigkeiten da oben!"

„Anscheinend bin ich eine Mischung. Zuerst war es Slytherin, dann Hufflepuff, dann Ravenclaw. Schließlich hat er sich für Gryffindor entschieden. Aber ich war kurz davor, nach Slytherin gesteckt zu werden." Alicia schüttelte sich allein bei dem Gedanken daran.

Angelina schenkte ihr ein ermunterndes Lächeln. „Nun, du bist jetzt in Gryffindor und das ist alles, was zählt."

„Ich glaube wirklich, wir können die besten Freunde sein", sagte Alicia ehrlich.

Katie sagte, „Das denke ich auch."

„Dito."

Am nächsten Morgen wurde Alicia davon geweckt, dass jemand an die Schlafzimmertür klopfte.

„Was ist los?", nuschelte Katie vom Bett rechts neben ihr.

„Jemand ist an der Tür." Alicia setzte sich auf und rieb sich die Augen.

„Sag ihnen, sie sollen weggehen", murmelte Angelina und drückte sich das Kopfkissen über den Kopf in einem Versuch, das Klopfen fernzuhalten.

Alicia krabbelte aus dem Bett und schloss die Tür auf. Fred, George und Lee stürmten in den Raum.

„Was zur blauen Hölle denkt ihr, was ihr hier macht?", fragte Alicia.

„Cooles Zimmer. Unseres ist aber größer", sagte Lee, als er sich umsah.

„Es ist okay. Aber zu mädchenhaft", fügte George hinzu, auf die Porzellan-Kinkerlitzchen anspielend, die den Ankleidetisch zierten.

„Ich nehme an, das ist dein Bett", sagte Fred und setzte sich auf Alicias unordentliches Bett. Er griff nach Tiger und legte sich auf den Rücken.

In diesem Moment setzte sich Angelina auf und starrte ihn finster an. „Ich habe gedacht, ich hätte deine Stimme gehört, aber ich hatte gehofft, dass es nur ein Alptraum war."

„Dir auch einen guten Morgen", erwiderte Fred kühl und warf Angelina Tiger an den Kopf.

Angelina blinzelte nicht einmal; sie griff den Teddy einfach direkt vor sich aus der Luft.

„Ihr Junges dürft hier nicht drin sein, ihr habt gehört, was Prima uns erzählt hat", sagte Katie leise von ihrem Bett aus.

„Junge, sind wir mit ein paar Mädchen eingesperrt worden", kommentierte Fred.

„Ich warne dich, George", grollte Angelina.

„Ich bin Fred."

„Welcher du auch immer bist!"

„Sie ist ein Morgenmuffel, nicht wahr?", flüsterte George Alicia zu.

„Das kann ich ihr nicht verübeln. Was macht ihr eigentlich hier?"

„McGonagall will uns wegen des Zwischenfalls auf dem See gestern sehen."

„Oh, ich hatte gehofft, sie würde es vergessen", stöhnte Alicia.

„Kein Glück, Leeshy", sagte Fred verständnisvoll.

„Leeshy? Das ist so süß!" Lee kniff ihr in die Wange.

Sie musste kichern, obwohl sie es nicht wollte.

„Alicia!"

„Oh, stimmt, ich denke, es wird Zeit, dass ihr geht, Jungs. Wir treffen uns in fünf Minuten im Gemeinschaftsraum."

„Schön, wir wissen, wann wir nicht erwünscht sind", beschwerte sich Fred, sprang von Bett und ging zur Tür hinaus, George und Lee hinter sich.

„Verdammt richtig!" Angelina schlug die Tür hinter ihnen zu.

„Glaubst du, wir werden Schwierigkeiten bekommen?", fragte Alicia ängstlich und niemand bestimmtes.

„Was ist eigentlich passiert?" Katie setzte sich auf und fuhr mit einer Bürste durch ihre schulterlangen blonden Haare.

„Die Zwillinge haben in unserem Boot ein Filibuster-Feuerwerk hochgehen lassen und es hat Angelina überrascht. Wir haben versucht, ihr zurück ins Boot zu helfen, aber es ist umgekippt."

„Und deswegen hasst du die Zwillinge so sehr?", fragte Katie Angelina.

„Aber richtig."

„Sie sind wirklich nicht so schlimm", sagte Alicia, als sie in ihrem Kleiderschrank nach ihren Schulroben suchte.

„Das vom gleichen Mädchen, das mir geraten hat, ihnen um jeden Preis fern zu bleiben? Du hast deine Einstellung ganz schön geändert."

„Ich weiß, dass sie keine Preise für ihr gutes Verhalten gewinnen werden, aber man lernt sie zu schätzen. Man muss sich an sie gewöhnen, denke ich. Es ist nur so, dass ich letzte Nacht mit ihnen geredet habe und sie schienen etwas erwachsener geworden zu sein."

„Sie sind alle drei auch irgendwie süß", sagte Katie nachdenklich.

Angelina schenkte ihr einen Blick, der deutlich besagte: ‚Du machst Witze!'

„Süß auf eine extrem nervige Art und Weise, natürlich."

Angelina schnaubte und stürmte in das anliegende Badezimmer.

Es dauerte zehn Minuten, bis sie und Angelina fertig waren. Sie schlossen sich schließlich Fred und George im Gemeinschaftsraum an.

„Das waren keine fünf Minuten", sagte Fred, als sie durch das Porträtloch kletterten.

„Wenn du nicht gleich an deinem ersten Tag rausgeworfen werden möchtest, dann rate ich dir, lieber in dieser Sekunde die Klappe zu halten", drohte Angelina.

„Warum sollte ich? Ich wette, du weißt nicht mal, wer ich bin."

„Du bist Fred. Ich habe einen Unterschied zwischen euch beiden gefunden", sagte Angelina ziemlich süffisant.

„Ich bin süßer als George?"

„Nein, du bist nerviger als George. Er scheint zu wissen, wann er den Mund halten muss, während du es einfach ablehnst, ihn überhaupt zu halten."

Alicia lächelte, als sie George leicht erröten sah.

Sie trafen Professor McGonagall in der Eingangshalle. Sie sagte nichts zu ihnen, sie sah nur streng auf die Gruppe hinab und gab ihnen ein Zeichen, ihr zu folgen.

Sie folgten ihr still durch die leeren Korridore. Die Gruppe umrundete mehrere Ecken, bis sie schließlich vor einer Tür stoppten, die mit einem Schild versehen war, auf dem ‚Stellvertretende Schulleiterin Professor M. McGonagall' stand. Es gab ein leichtes Geschubse und Geschiebe, als Fred und Angelina beide versuchten, das Büro gleichzeitig zu betreten.

Glücklicherweise bemerkte McGonagall das nicht. „Bitte setzen Sie sich."

Alicia setzte sich zwischen Fred und Angelina um sicherzugehen, dass sie nicht stritten.

„Gut, ich hoffe, wir können das hier schnell regeln, damit Sie pünktlich zu ihrer ersten Unterrichtsstunde kommen. Würden Sie bitte alles erzählen, was gestern Abend passiert ist, Ms. Johnson?"

„Uh, nun ja, als wir uns dem Hafen näherten, habe ich mich über den Rand des Bootes gelehnt, weil ich gehört hatte, dass es einen Riesenkraken im See geben soll. Ich denke, dass ich mich ein bisschen zu weit rüber gelehnt habe, weil ich ins Wasser gefallen bin."

Alicia und die Zwillinge schnappten nach Luft. Angelina hatte gerade gelogen!

„Hagrid sagte, er hätte einen Knall gehört."

„Knall? Ich habe keinen Knall gehört. Hast du einen Knall gehört, Alicia?" Angelina wandte sich an sie.

Alicia schüttelte prompt ihren Kopf.

„Wie ist dann der Rest von Ihnen hineingefallen?"

„Sie haben versucht, mir wieder zurück ins Boot zu helfen, als es umkippte", antwortete Angelina munter.

„Genauso ist es passiert", sagte Fred bestimmt nickend.

„Schön. Das war nicht so schwer. Sie dürfen nun zum Frühstück gehen."

Die vier standen auf und gingen zur Tür

„Oh, und Ms Johnson."

„Ja, Professor?"

„Seien Sie bitte in Zukunft vorsichtiger."

„Sicher, Professor." Sie lächelte reizend und folgte ihren Mit-Gryffindors zurück zur Großen Halle.

„Du hast gelogen!", sagte Alicia zweifelnd.

„Ich habe die Wahrheit ein bisschen zurecht gebogen", sagte Angelina mit einem gleichgültigen Achselzucken.

Fred hatte nicht aufgehört, sie anzustarren, seit sie das Büro verlassen hatten. Angelina bemerkte seinen Blick und verdrehte ihre Augen.

„Danke, Angelina", sagte er ernst und lächelte im Nachhinein und etwas verspätet.

„Hebe jetzt nicht ab, Weasley. Ich habe das nicht für dich getan; ich wollte nur nicht, dass Gryffindor Punkte abgezogen werden. Versuch es aber nicht wieder. Ich werde die nächsten sieben Jahre nicht herumlaufen und deinen Arsch retten."

Angelina entdeckte Katie und marschierte zu ihr hinüber, die anderen hinter sich lassend.

Fred ergriff Alicias Arm und flüsterte ihr ins Ohr: „Weißt du, vielleicht ist sie gar nicht so schlimm. Ein bisschen lebendig, aber damit kann ich leben."


Ü/N: Ein sehr kurzes Kapitel, besonders für Alicias Verhältnisse. Aber gut, wenigstens könnt ihr euch sicher sein, wann Nummer 4 ins Netz kommt (vorraussichtlich am Wochenende). Jetzt kann ich nur noch um Reviews bitten...