So, das ist jetzt erst einmal das letzt Kapitel, bis ich aus dem Urlaub zurückkomme. Gleichzeitig ist es – sozusagen – ein Stück von meinem Geburtstagskuchen für euch. Leider habe ich die Kerzen schon ausgeblasen und habe mir dabei dummerweise nicht gewünscht, dass ich ganz viele, liebe Kommentare bekomme, aber das kann ich ja nachholen. Bitte sagt mir, was ihr von dem neuen Kapitel haltet, als Geburtstagsgeschenk sozusagen.

Nummero duo: Danke für eure Reviews für das letzte Kapitel. Es wurde dabei vor allem eine Frage aufgeworfen: Weiß Harry, dass die Potters seine biologischen Eltern sind? An alle, die das wissen wollten erteile ich den Ratschlag, nochmal das zweite Kapitel zu lesen. Genauer gesagt die Szene, in der sich Harry im Spiegel beschaut

Lilith: du hast geschrieben, dass du die Story mit der Hilfe durch ein Deutsch-Englisches Wörterbuch gelesen hast. Vielleicht möchtest du die Story dann lieber auf Englisch lesen? Den Link dazu findest du auf meiner Favourite Seite.

Und jetzt, ohne noch weiter um den heißen Brei herumzureden: Die Welt des Prinzen
Harry seufzte und versuchte erneut sich zu konzentrieren. Es war schon so schwierig genug den Dreh von diesem dummen Fluch rauszukriegen, auch ohne den nervenden Schmerz in seiner Narbe, der ihm die Konzentration brach. Er versuchte noch einmal aufzupassen, als Bella wieder und wieder erzählte, dass er seine Gedanken darauf richten sollte, Schmerz zu bereiten und auch wirklich zu wollen, dass der Knochen brach. Das war die einzige Möglichkeit, wenn der Knochenbruch-Fluch funktionieren sollte. Ihre Lektion über Schmerz ließ Harry seine eigenen Kopfschmerzen nur noch stärker spüren. Er warf ihr einen bösen Blick zu, da sie sichtlich glücklich darüber war, dass Harry einmal nicht zu etwas fähig war, worin sie eine Expertin war.

„Aww, was ist los mit dir Prinz. Willst du etwa schon Feierabend machen?", kicherte sie während sie zusah wie er frustriert seine Stirn rieb.

„Lass mich in Ruhe Bella. Ich bin heute nicht in Stimmung für deine verrückten Spielchen.", antwortete er und massierte dabei seine Stirn mit den Fingerknöcheln.

Sie hörte sofort auf zu grinsen und rannte zu Harry hinüber.

„Harry bist du okay? Ist es wieder deine Narbe? Es tut mir Leid, dass ich es nicht gemerkt habe, Harry.", entschuldigte sie sich und versuchte gleichzeitig seine Hände von seiner Stirn wegzureißen, um zu untersuchen, wie groß Harrys Schmerzen waren. Harry versuchte sein Bestes ihn auszublocken. Er hasste das. Er war es leid, Tester für die Launen seines Vaters zu sein. Als er jünger war hatten Malfoy und andere Mitglieder des Inneren Zirkels Harry immer gefragt, ob seine Narbe schmerzte, bevor sie gegangen waren um Lord Voldemort zu sehen. Wenn seine Narbe dann noch nicht geschmerzt hatte, so hatte sie es mit Sicherheit getan nachdem sie hineingegangen waren.

Harry biss die Zähne zusammen und versuchte sich von Bella wegzureißen. Er konnte das ohne ihre Hilfe schaffen.

„Bella, mir geht es gut. Lass mich einfach für einen Moment in Ruhe, wir können weitermachen, wenn mein Vater sich beruhigt hat."

„Gut, aber lass mich wissen, wenn du bereit bist."

Bella ließ ihn los und verließ sein Zimmer. Sie kam zur Tür und drehte sich um, nur um zu sehen, dass er immer noch seine Narbe rieb. Er ist stolzer, als gut für ihn war´, dachte sie.

„Harry, ich bin gleich mit ein paar schmerzlindernden Zaubertränken zurück, und ich will nicht hören, dass du sie nicht brauchst!"

Harry lächelte sie schwach an und nickte leicht mit dem Kopf. Er würde im Moment garantiert nicht nein sagen zu einem schmerzlindernden Zaubertrank.

Er mochte Bella wirklich gern, es war ihm nur unangenehm, wenn sie zu mütterlich wurde.

Sie hatte, zusammen mit seinem Vater, am meisten mit ihm trainiert. Sie war ein guter Lehrer und er konnte sehen, dass sie sich um ihn sorgte. Er was sich aber nicht sicher, ob das so klug war, da sein Vater ihm immer beigebracht hatte, dass Gefühle, wie Liebe und Fürsorge, nur die eigene Macht schwächten. Er konnte sich aber nicht beschweren, da er Bella auch sehr gern hatte. Sie hatte ihn immerhin großgezogen.

Er war noch so mit Nachdenken beschäftig, dass er gar nicht hörte, wie Bella zurück ins Zimmer kam.

„Hier.", sagte sie und drückte ihm eine kleine Glasphiole in die Hand. Harry nahm sie dankbar an und leerte sie in einem Zug. Die Wirkung trat sofort ein, betäubte den Schmerz in Harrys Narbe aber nur ein wenig. Er würde erst ganz aufhören, wenn sein Vater nicht mehr zornig war, denn das war es, das Harry die Unannehmlichkeiten bereitete.

„Warum ist er immer zornig oder genervt, wenn ich gerade in der Nähe bin?", fragte Harry niedergeschlagen.

„Sei nicht respektlos!", fuhr ihn Bella sofort an.

Harry brachte es fertig sanft zu lachen, bevor er sie mit seinen grünen Augen funkelnd anstarrte.

„Entschuldige, dass ich es nicht angenehm finde, wenn mein Kopf in Stücke springt."

„Er macht das nicht absichtlich, Harry. Er würde dich nie leiden sehen wollen, und schon gar nicht dafür verantwortlich sein wollen."

Harry wollte gerade antworten, als ein besonders schmerzvoller Stich durch Harrys Narbe zuckte und er seine Stirn mit seinen Händen umklammerte und ein vor Schmerz lautes Zischen ausstieß. Bella war sofort an Harrys Seite und wunderte sich was ihr Lord so wütend machte.

„Das reicht! Ich geh nachsehen, was ihn so aufregt." Damit sprang Harry auf die Füße, griff sich seine silberne Maske und stürmte aus der Tür.

Nach kurzer Zeit stand er vor der Eichentür seines Vater. Bereits mit zehn Jahren kannte Harry alle Ein- und Ausgänge des Riddle Herrenhauses. Harry hatte sich nun die Maske übers Gesicht gezogen und klopfte einmal an die Tür. Ohne auf eine Antwort zu warten, stürmte er durch die Tür von Voldemorts privatem Audienzzimmer. Lord Voldemort war überrascht, dass sein junger Erbe in solcher Eile war, erkannte aber schnell den Grund dafür. Sofort begann er sein Mantra, um den Zorn, der in ihm brodelte zur Ruhe zu bringen. Auch nahm er den Cruciatus-Fluch von Crabbe. Der erbärmliche Todesser rappelte sich langsam auf, sein ganzer Körper zuckte immer noch stark.

„Herr,...vergib mir...Herr...es w..wird n..n..nie wieder vorkommen..."

„Ruhe!", zischte Voldemort und bedeutete Crabbe, sich zu entfernen. Dankbar für das Eintreffen des Dunklen Prinzen, ging Crabbe schnell hinaus.

Als Crabbe weg war, nahm Harry seine Maske ab und starrte seinem Vater direkt in die Augen.

Voldemort beruhigte sich schon bei Harrys Anblick. Er lächelte und bedeutete Harry, näher zu kommen. Harry ging einige Schritte und blieb dann stehen. Er war der einzige, dem sein Vater es nicht erlaubte sich vor ihm zu verbeugen.

„Harry, mein Junge, was ist los?", fragte er leise.

Auf seines Vaters Frage hin zog Harry eine Augenbraue hoch.

„Ich dachte nur, ich schaue mal nach, was dich so verärgert hat, Vater, bevor mein Schädel zerspringt.", sagte Harry mit der honigsüßesten giftigen Stimme, die er aufbringen konnte.

Lord Voldemort hätte jeden anderen, der in diesem Ton mit ihm gesprochen hätte, sofort getötet, aber Harry war eine Ausnahme. Immerhin war er Lord Voldemorts einziger Sohn.

„Harry, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Dieser Schwachkopf Crabbe hat mir einige beunruhigende Neuigkeiten gebracht. Es scheint so, als hätte Riley einen Komplizen gehabt."

Harrys Ärger und Frustration verschwanden sofort und er schlüpfte auf der Stelle in seine Kriegerrolle.

„Wie lauten deine Anweisungen Vater?", fragte er, wobei keine Emotionen von seinem Gesicht ablesbar waren.

Lord Voldemort ging hinüber zu seinem Sohn, der erst gestern von einem Auftrag zurückgekehrt war, legte seine knochigen, blassen Hände auf Harrys Schultern und blickte ihm in die Augen

„Töte die Ratte!", sagte er und Harrys Augen wurden sofort kalt und leer von allen Emotionen und Gefühlen.

Er drang in den Geist seines Vaters ein und sah alles, was er brauchte um seinen Auftrag auszuführen. Harry hatte jetzt einen Namen, eine Adresse und ein Gesicht. Das war alles, was er brauchte.

Harry wollte sich schon wegdrehen, als sein Vater seinen Griff verhärtete und einen seiner langen Finger unter sein Kinn schob, um Harrys Gesicht leicht anzuheben, damit er in dessen grünen Augen schauen konnte.

„Ich bin bestürzt, dass dir dadurch Unannehmlichkeiten entstanden sind, Harry. Du weißt wie sehr ich es hasse, dich in meine Emotionen hineinzureißen."

Harry lächelte, Wärme breitete sich in seinen grünen Augen aus.

„Ich weiß Vater, es ist nur etwas zu viel geworden dieses Mal, deswegen bin ich gekommen um zu sehen was los war."

Voldemort sah Harry nach, wie er sich umdrehte und aus seinen Gemächern verschwand. Er hatte sich nicht gedacht, dass sich ein solches Band zwischen ihm und seinem Erben formen würde, als er Harry diese Narbe gegeben hatte. Manchmal bemitleidete er das arme Kind sogar. Er litt, wenn Lord Voldemort zu fröhlich oder zu traurig war. Jedes intensive Gefühl bereitete Harry starke Schmerzen. Lord Voldemort hatte versprochen seinen Zorn im Zaum zu halten, solange Harry in der Nähe war. Während Harry wegen seinen Aufträgen unterwegs war, konnte Lord Voldemort natürlich so glücklich oder wütend werden, wie er wollte, ohne befürchten zu müssen Harry dabei zu verletzten. Es schien nämlich, dass Harry nur stark betroffen war, wenn er sich in der Nähe des Dunklen Lords befand. Wenn er weit weg war von ihm wusste Harry zwar immer noch, was der Dunkle Lord fühlte, aber es war dann nur noch ein schwacher Schmerz, den er mittlerweile ausblenden konnte.

Lord Voldemort saß auf seinem Thron und dachte still über Pierce nach. Er hätte es kommen sehen sollen. Die kleine Ratte würde bezahlen und Harry würde dafür sorgen.


Harry war zurück zu seinen Räumen geeilt und hatte schon angefangen sich für seinen neuen Auftrag vorzubereiten, als Bella den Kopf zu Tür hereinstreckte.

„Harry, der Dunkle Lord wünscht mit dir zu sprechen, bevor du aufbrichst."

„Okay.", war das einzige, das sie als Antwort bekam.

Harry spickte seinen Umhang mit den Dolchen, die er von seinem Vater nach seinem ersten Auftrag bekommen hatte. Harry legte seinen Zauberstabhalter an seinem rechten Bein an und verstaute umsichtig seinen Zauberstab darin. Dann nahm er seinen zweiten Zauberstab und steckte ihn vorsichtig in seinen Umhang. Er war in eine schwarze Robe gekleidet und hatte eine schwarze Kapuze, die er immer für den Fall, dass seine silberne Maske abhanden kommen sollte, dabei hatte. Er würde nie jemandem erlauben sein Gesicht zu sehen, das waren die Anweisungen seines Vaters. Er zog eine kleine schwarze Schachtel hervor, die kleine Fläschchen Zaubertränke enthielt. Er lies sie schrumpfen und steckte sie in seine Tasche.

Er besah sich noch einmal im Spiegel. Er sah durch und durch aus, wie ein Krieger. Seine unordentlichen Strähnen und seine durchdringenden grünen Augen gaben ihm ein gefährliches Aussehen und er hielt seinen Körper mit solcher Anmut aufrecht, dass Harry sich sicher war, dass die Leute lieber zurückweichen würden, als mit ihm zu kämpfen. Er lächelte sein Spiegelbild an und ging hinaus, um seinen Vater noch einmal zu sehen bevor er seine Mission begann.

Voldemort saß in seiner Kammer und wartete auf Harry. Er saß stumm da, in Gedanken an seinen jungen Erben versunken. Er war tatsächlich stolz auf Harry. Die schiere Macht, die Harry besaß, war etwas, wovon die meisten Zauberer nur träumen konnten. Voldemort hatte diese Kraft in ihm schon gespürt, als er in zum ersten Mal zu Auge bekommen hatte. Selbst im Alter von einem Jahr, hatte Harry eine Aura der Macht um ihn gehabt, die Voldemort spüren konnte, was vermutlich auch der Grund dafür war, dass er aus einem Impuls heraus beschlossen hatte, Harry sei ein würdiger Träger des Namens Marvolo, eines Erben von Slytherin.

Voldemort sah auf, als es an der Tür klopfte und Harry hereinkam. Er bedeutete Harry, näher zu kommen. Harry gehorchte und kam direkt vor seinem Vater zum Stehen. Voldemort fühlte den Stolz in ihm überkochen, als er Harrys Kriegerumhang und die Weise, mit der seine Augen vor Erregung über seine neue Aufgabe leuchteten, mit seinen Augen aufnahm. Er war ein wahrer Kämpfer.

Voldemort griff in seinen Umhang und zog eine Kette mit einem goldenen Anhänger heraus. Er beobachtete Harrys neugierigen Gesichtsausdruck und lachte in sich hinein.

„Harry, ich möchte, dass du dies nimmst."

Er sah, wie Harrys Augen sich vor Neugierde weiteten. Harry studierte den Anhänger sorgfältig. Er hatte die Form einer Schlange mit zwei Köpfen an zwei Enden, seines verschlungenen Körpers. Die Augen der Schlange hatten eine schimmernde grüne Farbe, die Harry beinahe zu hypnotisieren schien. Er stand still da und fragte sich nach dem Ursprung des Amuletts.

„Es gehörte einem unserer bedeutendsten Vorfahren, Salazar Slytherin. Es ist von Generation zu Generation weitergegeben worden. Jetzt will ich, dass du es hast.", erklärte Voldemort, der die Gedanken seines Erben gelesen hatte.

Harry blickte den Anhänger nun mit einem ehrfürchtigen Gesichtsausdruck an. Voldemort liebte es, wenn er es schaffte einen Kinderblick aus Harry herauszulocken.

„Aber dieser Anhänger hat noch eine andere Besonderheit, Harry, und ich möchte, dass du der einzige bist, der es hat. Siehst du, Harry, dieses Medaillon birgt einen kleinen Teil meiner Seele, deswegen ist es auch nur rechtens, dass du es bist, der es nahe an seinem Herzen trägt."

Voldemort endete seine kleine Rede und beobachtet fasziniert, wie Harry nach Worten rang. Er konnte sehen, dass Harry von diesen Informationen geschockt war, dass es aber die Verantwortung, einen solche Gegenstand zu besitzen, war, die ihm Probleme bereitete.

„Aber Vater, was, wenn es zerstört wird während ich mich mit jemandem duelliere oder wenn es ein anderer in die Finger bekommt?"

„Darüber brauchst du dir keine Gedanken machen, mein Sohn. Auf dem Anhänger liegen viele Zauber, unter anderem auch ein Unzerbrechlichkeits-Zauber. Und nur du und ich wären in der Lage, es abzunehmen, sobald du es trägst. Egal in welcher Verfassung du bist, es kann dir nicht entrissen werden."

Voldemort lächelte erneut, als er sah, wie die Sorge aus Harrys smaragdgrünen Augen wich und von einem Leuchten abgelöst wurde, bei dem Gedanken soetwas bei sich zu tragen.

Voldemort streckte das Medaillon aus und streifte sie Harry über den Kopf. Der Anhänger passte gut um Harrys Hals und saß nur ein kleines Stück von seinem Herzen entfernt.

„Danke, Vater, ich werde das niemals ablegen und ich versichere dir, dass ich nicht zulassen werde, dass ihm etwas zustößt."

Harry lächelte, als er eine Welle von Emotionen von seinem rotäugigen Vater fühlte.

In diesem Moment wurde die Zimmertüre aufgerissen und ein Todesser kam hereingeeilt. Harry drehte schnell sein Gesicht von der Türe weg und zog sich seine silberne Maske übers Gesicht. Der Todesser hatte nicht einmal die Chance gehabt Harry zu sehen, bevor dieser schon seine Maske angebracht hatte. Lord Voldemort hatte den törichten Todesser am Boden zucken und zittern noch bevor dieser überhaupt die Möglichkeit gehabt hatte, auch nur ein Wort hervorzubringen. Nachdem er ihn für zwei ganze Minuten mit dem Cruciatus-Fluch belegt hatte, hob er den Fluch auf und wartete, bis der Todesser sich hoch gerappelt und sich entschuldigt hatte.

„Meister...v...verzeiht mir, Meister..." Der fetthaarige Todesser, der sich vor Lord Voldemort und dem Dunklen Prinzen verbeugte, war kein anderer, als Voldemorts Spion, Severus Snape.

„Snape,...ich habe gehofft, dass du, vor allen anderen, die Intelligenz besitzen würdest nicht hereinzuplatzen, wenn ich eine Unterredung mit meinem Sohn habe oder wenigstens Respekt zu zeigen und anzuklopfen, bevor du eintrittst."

Voldemort fühlte, wie sein Zorn mit ihm durchgehen wollte, aber mit ein kurzer Blick auf Harrys Finger, die seine Stirn durch die Maske hindurch massierten, zwang er sich, sich zu beruhigen.

„Meine demütigste Entschuldigung, My Lord. Ich hoffe, dass Ihr mir für mein äußerst unhöfliches Hereinplatzen vergebt, aber ich komme gerade von einem Treffen mit dem Orden. Sie haben einen Plan geschmiedet um den Dunklen Prinzen gefangen zu nehmen."

Snape ließ seine Worte, unter dem Vorwand neuen Atem zu holen, wirken. Er fuhr fort.

"Leider ist Pierce zu Dumbledore gegangen und hat ihn und den ganzen Orden von der Existenz des Dunklen Prinzen unterrichtet. Und jetzt wollen sie ihm eine Falle stellen um den Dunklen Prinz zu sich zu locken. Sie wollen Pierce dabei als Köder verwenden."

Snape beobachte die zwei Personen vor ihm. Es war das erste Mal, dass er den Dunklen Prinz in Fleisch und Blut gesehen hatte. Er hatte von ihm gehört, daran bestand kein Zweifel, da Lucius ihm oft erzählt hatte, dass er über den Dunklen Prinzen bereits von Anfang an bescheid gewusst hatte.

Snape hatte seinen Occlumentik-Schild aufgebaut, sodass der Dunkle Lord nicht sehen konnte, dass dies ein Teil des Plans des Ordens war. Snape hatte abgelehnt eine Rolle bei der Gefangennahme der Dunklen Prinzen zu spielen, da er wusste, dass er seine Position als Spion aufs Spiel setzten würde, wenn der Orden den Dunklen Prinzen fing und er den Dunklen Lord nicht davor gewarnt hätte. Das hatte einige Mühe gekostet, da alle ihn beschuldigten, weil er ihnen nicht schon vorher über den Dunklen Prinzen erzählt hatte. Severus hatte ihnen nur erzählt, dass er sich nicht sicher war, ob die Gerüchte, die er gehört hatte, wahr waren oder nicht, da er das Treffen, in dem der Dunkle Prinz eingeführt wurde, verpasst hatte. Es war niemals sicher, den Gerüchten Glauben zu schenken, die in den Reihen den Todessern kreisten und deshalb hatte Snape wirklich erst mehr Bewiese sammeln wollen, bevor er den Orden benachrichtigte.

Lord Voldemort drehte sich zu seinem Sohn, doch bevor er etwas sagen konnte, antwortete ihm der Dunkle Prinz.

„Es ist in Ordnung, Vater. Lass den dreckigen Orden nur Pläne schmieden, ich werde meinen Auftrag dennoch ausführen. Wir können es ihm nicht erlauben zu überleben."

Snape hörte die Stimme zum ersten Mal und erkannte, dass der Dunkle Prinz nicht älter sein konnte, als fünfzehn oder sechzehn. Die Arbeit an einer Schule hatte Snape einige zusätzliche Fähigkeiten gegeben.

„Aber der Orden? Was wirst du mit ihnen machen?", fragte Voldemort, und Snape hatte Mühe die Fassung zu bewahren, als er echte Sorge in seiner Stimme erkannte.

„Wenn der Orden da ist, werde ich sie bluten lassen und zu Pierce durchdringen."

Lord Voldemort gab seinem Sohn ein anerkennendes Nicken und trat zur Seite um ihn durchzulassen.

Snape verneigte sich leicht, als der Sohn des Dunklen Lords an ihm vorbei eilte und hinausging, zu was Snape nur seinen Untergang nennen konnte.


AN: Vergesst nicht mein Geburtstagsgeschenk:)

Ach, und jetzt, nachdem ich die Reply-Taste auf dem Computer endlich gefunden habe, werde ich auch allen Reviewern antworten (sorry LAVH-16: und ich kann deine Fragen wirklich nicht beantworten ohne die ganze, mir bereits bekannte Story zu erzählen)