Kapitel 4
Durch eine einfache Maßnahme hatte das Ministerium es geschafft die etwa 50 Todesser im Ministerium auszusortieren. Alle Angestellten mussten den Auroren ihre Arme zeigen. Auch an vielen anderen Stellen verfuhr man so und konnte innerhalb von einer Woche fast 150 Todesser festsetzen.
Trotzdem wurde die Lage immer schlimmer. Die einzigen magischen Orte die noch nicht angegriffen wurden waren Hogwarts, das Ministerium und aus irgend einem seltsamen Grund Godric's Hollow.
Die Dementoren waren inzwischen auch zu Voldemort übergelaufen, so dass sich die Lage immer mehr zuspitzte.
Dumbledore wurde immer miesepetriger und war anscheinend immer noch darauf versessen Harry zu finden.
Hermine und Ginny, die sich wie immer ein Zimmer teilten, waren gerade dabei noch einmal ihr Koffer zu kontrollieren, da sie Morgen nach Hogwarts zurückkehren würden. Ohne Harry.
Hermine hatte inzwischen schon Angst vor Ron, seit der ihr zugezischt hatte:"Warte nur bis wir Zwei mal alleine sind, dann kann dich keiner mehr vor mir beschützen."
Die Zwillinge würden zwar versuchen ihr zu helfen, aber sie waren eine Klasse über ihr und konnten nicht immer bei ihr sein.
Seit sie das erkannt hatte versuchte sie mehr zu lernen, um sich gegen Ron wehren zu können. Aber wegen ihrer Angst fiel es ihr immer schwerer.
Sie hatte sich auch an Mrs. Weasley gewandt, aber die hatte nur gelächelt und gemeint, dass Ron ihr niemals etwas tun würde.
Sie hatte jetzt alles durchgesehen und ließ sich seufzend auf ihrem Bett nieder.
Es dauerte nicht lange und sie war eingeschlafen.
Festung Darkemian, 2 Monate zuvor
Harry glotzte Merlin an.
"MERLIN?"
Er lächelt wieder und antwortete:"Ja allerdings. Aber wollen wir uns nicht setzen? Dann erkläre ich es dir."
Sie setzten sich beide hin und Merlin begann zu erklären. "Nun vielleicht sollte ich erst einmal erzählen, wieso ich noch lebe. Es ist relativ simpel. Ich habe in eurer Welt vor 1000 Jahen diese Insel mit einem mächtigen Ritual aus den Dimensionen gerissen. Darkemian existiert nur in einer Art Zwischendimension und Zeit gibt es hier eigentlich nicht. Nach der "normalen" Zeitrechnug sind in den 1000 Jahren in deiner Welt hier 30.000 Jahre vergangen. Allerdings altert man hier nicht, außer mit Alterungstränken, was dann auch meine Anwesenheit erklärt, oder?"
"Ähhh..."
"Sehr geistreich!" kam es belustigt von Merlin.
Harry wurde knallrot und zögerte bevor er fohrtfuhr:"Ähm ja, das schon. Aber was ist Darkemian überhaupt?"
"Ah! Eine gute Frage. Nun, Darkemian ist, man könnte sagen, Hauptquartier und das Ausbildungszentrum der Bruderschaft der Schwarzen Ritter. Bevor du fragst, die Bruderschaft ist eine Vereinigung von Rittern mit magischen Fähigkeiten, die auf die Erfüllung einer Prophezeiung warten, damit sie in einem Krieg eingreifen können, da sie es einst König Arthus geschworen hatten. Und diese ist mit diesem Krieg erfüllt."
Merlin erzählte ihm was die Prophezeiung besagte und fuhr dann fort:"Aber das ist noch nicht alles. Sie erzählt auch das der Junge im Krieg, also du, den Krieg alleine beenden musst. Weshalb man beschlossen hat dir anzubieten, dich hier auszubilden."
"Ausbilden? In was denn?"
"Nun ja, im allgemeinen Kampfkünste und von mir kannst du höhere Magie lernen."
Jetzt folgte ein kurzes Schweigen, bevor Harry antwortete: "Okay sie haben Recht. Ich muss stärker werden um gegen Voldemort eine Chance zu haben. Es würde mich freuen, wenn sie mich ausbilden könnten."
Merlin lächte noch einmal.
"Gut, dann lass uns gleich anfangen."
King's Cross, 1. September
Der Bahnsteig 9 3/4 war dieses Jahr schwer von Auroren bewacht, die bei jedem kontrollierten, ob er ein Todesser ist. Ihnen fielen auch die 4 in schwarze Umhänge gehüllten Gestalten auf, die in einer Ecke standen und alles beobachteten. Auch das Ministerium hatte diese Gestalten bemerkt, doch diesmal war etwas anders. Eine der Gestalten hatte kein silbernes Muster auf seinem Umhang, sondern ein goldenes. Einige Auroren gingen zu ihnen hinüber und baten sie ihre Arme zu zeigen. Der mit dem goldenen Muster sah sie misstrauisch an, bevor er seinen Ärmel hochschob und die anderen Drei taten es ihm nach. Bei keinem war ein dunkles Mal zu sehen.
"Zufrieden?" zischte jetzt der Mann wieder.
"Darf ich noch fragen wieso sie hier sind?"
"Nein."
"Wie bitte?"
"Ich sagte nein, dürfen sie nicht."
"Nun gut, ich verlange das sie mir sagen was sie hier tun."
Man konnte sein Gesicht zwar nicht sehen, aber es schien, als würde der Mann den Auror scharf mustern.
"Warten."
"Was?"
"Wir warten und jetzt gehen sie."
Der Auror gab sich nun endlich zufrieden und ging.
Der Mann allerdings warf jetzt wieder einen Blick auf den Zug und flüsterte, jetzt deutlich sanfter: "Es ist so lange her..." so das ihn nur seine Begleiter hören konnten.
"5 Jahre, oder?" fragte jetzt eine eindeutig weibliche Stimme.
"Ja, 5 Jahre habe ich dies alles nicht gesehen und nun komme ich wieder und erfahre, dass mich mein bester Freund verraten hat. Und der alte Mann hat mich seit Jahren bestohlen. Das ist keine schöne Rückkehr."
"Da hast du wohl Recht, aber das können wir nicht ändern. Wann willst du dich zeigen?"
"Noch nicht jetzt. Ich werde noch etwas warten. Aber jetzt dürfen wir eingreifen."
"Also dürfen wir ihnen endlich helfen. Darauf habe ich jahrelang gewartet."
Jetzt fiel der Blick der ersten Person auf ein ängstlich wirkendes Mädchen mit buschigen braunen Haaren und er fühlte einen Stich im Herzen.
"Sie hat Angst vor ihm."
"Wir sollten gehen. Wir haben genug gesehen," sagte jetzt eine männliche Stimme.
"Ja, du hast Recht. Gehen wir."
Die vier Personen verschwanden mit einem schwachen Blitz.
