der Dunkelheit

Dunkelheit. Dunkelheit und Schmerz waren das Erste, was er wahrnahm. Ein stechender Schmerz, der seinen gesamten Körper gefangen hielt und keine Gedanken, keine Erinnerungen kein logisches Denken zuließ. Da war nur Schmerz.

Scherz, der es ihm unmöglich machte, sich zu bewegen, oder gar seine Augen zu öffnen. Schmerz, der ihn in der Dunkelheit und Ungewissheit festhielt und nicht losließ.

Doch dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, schaffte es etwas, den dichten Nebel, der seinen Geist umgab, zu durchbrechen. Mehrere Bilder, Erinnerungen.

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Er stand auf der Stadtmauer und blickte nach unten. Dort befanden sich sieben [AdA: Sind es sieben Ichani? Ich kann momentan nicht nachsehen.] Gestalten, in bunte, exotisch aussehende Gewänder gekleidet.

An ihrer Spitze stand ein gedrungenger, massiger Mann, seine Gewänder waren rotgolden und an seiner Hüfte trug er einen aufwändig mit Edelsteinen verzierten, gekrümmten Dolch.

Er grinste siegessicher und rief etwas. Dann verzog er sein Gesicht zu einer höhnischen Fratze. Auf ein Zeichen hin traten seine sechs Gefährten neben ihn, sodass sie gemeinsam eine Linie bildeten.

Dann griffen sie an.

Er sah bunte Lichter aufblitzen, Flammen schossen in die Höhe, nur um sofort von Eisschlägen, gefolgt von einer arktischen Kälte, gleich wieder erstickt zu werden.

Staubwolken hüllten ihn ein, nahmen ihm die Sicht, dann prallte plötzlich etwas Gewaltiges gegen ihn und durchbrach den Schild, den er mit all seinen Kräften aufrecht gehalten hatte.

Er taumelte nach hinten und verlor den Halt.

Er fiel.

Das Nächste, an das er sich erinnerte, war ein stechender Schmerz in seinem Rückgrat [AdA: Schreibt man das so?], ein gewaltiger Druck, der auf seinem Körper lastete und aufgeregte Stimmen.

Dann war der Druck plötzlich weg. Mühsahm öffnete er die Augen. Jemand beugte sich über ihm. Eine schwarze Kapuze verhüllte seinen Kopf, aber er konnte blasse Haut, ausgeprägte Wangenknochen und dunkle, durchdringende Augen erkennen.

Akkarin!

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Er riss die Augen auf. Es umfing ihn immer noch Dunkleheit, diese aber war natürlichen Urprungs und keineswegs Undurchdringlich. Es war Nacht. Alles fiel ihm wieder ein. Erinnerungen prasselten wie Hagelkörner auf seinen erschöpften Geist ein.

Die Verbannung, der wilde Magier, die Hinrichtung, die Ichani, der Angriff, der sinnlose Kampf, die Niederlage. Und Akkarin, den er davon abgehalten hatte, ihn zu heilen. Dann wusste nichts mehr.

Vorsichtig versuchte er, sich zu bewegen. Wieder durchfuhren ihn Schmerzen, klangen jedoch langsam wieder ab. Noch einmal mühte er sich, seinen Körper zu bewegen. Dieses Mal gelang es.

Die Schmerzen waren fast unerträglich, doch wie durch ein Wunder schaffte er es, sich langsam und schwerfällig aufzusetzen. Schwarze Punkte flimmerten ihm vor den Augen, aber er hatte es geschafft.

Er befand sich inmitten einiger großer Gesteinsbrocken. Es dauerte eine Weile, bis er begriff, dass es Steine waren, die einmal zur massiven Stadtmauer Imardins gehört hatten.

Eine Welle des Entsetzens schlug über ihm zusammen. Von der einst prachtvollen, achtzehn Schritt breiten und fünfunvierzig Schritt hohen Wehrmauer war nichts geblieben.

Lediglich einige versteute Steinhaufen erinnerten noch an das über fünfhundert Jahre alte Mauerwerk.

Er stemmte sich mühselig in die Höhe. Erst nach einigen Versuchen kam er schwankend hoch. Er sah an sich herab.

Seine einstmals dunkelblauen Roben waren schmutzig, voller Staub und an besorgniserregend vielen Stellen von einer für ihn zuerst undefinierbaren rotbraunen Flüssigkeit durchtränkt.

Das war doch nicht etwa...Blut?!?

So viel...

Immer noch stachen und brannten seine Gliedmaßen schmerzhaft, und jede unbedachte Bewegung wurde von einem bösartig schmerzenden Pochen bestraft.

Als er versuchte, auf seine magische Quelle zuzugreifen, fand er nur gähnende Leere.

Schritt für Schritt wankte er von der zerstörten Wehrmauer weg, die völlig verwüstete Straße hinauf. Er wollte nicht hinsehen, aber er konnte den Blick nicht abwenden.

Der Boden war übersät mit bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen, zerstückelten Gliedmaßen, aufgeschlitzten, in großen Blutlachen liegenden Leihnamen; bei den Frauen waren die Kleider und Röcke bis über die Hüfte hochgeschoben, gelb verfärbte Blutergüsse, Platzwunden, offene Knochenbrüche und lange, blutrote Striemen waren noch die harmlosesten Verletzungen.

Die verzerrten Gesichter und zu Schreien aufgerissenen Münder, aus denen Blut geflossen war, der Frauen und Mädchen kündeten von dem entzetzlichem Grauen, das man ihnen angetan hatte. Man hatte sie erniedrigt, gedemütigt, gequält und gefoltert.

Er stieß einen undefinierbaren Laut aus, eine Mischung aus Entsetzen, Ekel und Grauen.

Taumelnd wankte er weiter; er schaffte es endlich, den Blick abzuwenden, doch das nutzte ihm nicht viel, er konnte immer noch die so entsetzlich verstümmelten Körper sehen, es war, als hätten die schaurigen Bilder sich auf seiner Netzhaut eingebrannt.

Ein süßlicher Geruch erfüllte die Luft und ließ ihn würgen.

Alles drehte sich und vor seinen Augen flimmerten schwarze Punkte. Er schwankte, dann brach er zusammen. Kurz bevor er erneut das Bewusstsein verlor, meinte er Stimmen gehört zu haben und verschwommene Silhouetten auf ihn zueilen zu sehen.

Dan wurde es um Lorlen herum Schwarz.

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Also dann, bis zum nächsten Chappi!!

*euchErdbeerenmitschlagsahneundZuckerhinstell*

Bidde Reviewt!

Hel M3dUSa