Vorsichtig oeffnete Oliver die Beifahrertuer und hob Felicity aus dem Auto, er brachte es nicht uebers Herz sie zu wecken. Aus ihrer Handtasche holte er ihren Zimmerschluessel und schloss geschickt mit seinem IT-Girl auf dem Arm die Tuer auf.
Als er das Zimmer betrat erschrak er, ueberall lagen ihre Kleider und leere Wodkaflaschen. Behutsam legte er sie aufs Bett, zog ihre Schuhe aus und ihren Mantel. Felicity murmelte etwas im Schlaf was er nicht verstand, dann drehte sie sich um und atmete tief aus.
Oliver betrachtete sie, Felicity wirkte schmaler als in den letzten Tagen, sie wirkte verletzlicher als sonst und es war alles seine Schuld. Fuer einen kurzen Moment ueberlegte er ob er in sein Zimmer gehen sollte, aber er entschied sich dagegen, zu groß war seine Angst, das sie am naechten Morgen wieder die Flucht ergreifen wuerde. Nein er musste ihr alles erklaeren und endlich reinen Tisch machen. Der Billionaer schnappte sich die leeren Wodkaflaschen und entsorge sie in der Muelltonne, die zwei vollen und die angebrochene brachte er ins Bad und leerte sie aus. Es musste Schluss sein damit, er erinnerte sich daran, wie Felicity ihm erzaehlt hatte wie sehr sie ihre Mutter dafuer hasste das sie immer getrunken hatte.
Nachdem ihr Zimmer ordentlich war, ging Oliver in sein Zimmer um eine Decke und ein Kissen zu holen, anschließend legte er sich auf ihre Couch. Das einschlafen viel ihm schwer, er musste als an Felicity denken, wie sie in ihrem kurzen roten Kleid auf der Buehne stand. Sie hatte nie erzaehlt dass sie eine unglaublich gute Saengerin war. Waere er nicht schon verliebt in sie, dann haette er sich in diesem Moment neu in sie verliebt.
Gerade als er dabei war in einen festen Schlaf zu driften, hoerte er Felicity. Sofort sprang er auf und setzte sich zu ihr aufs Bett. Ihre Haare und ihr Gesicht wahren Schweiß gebadet und sie schlug wild um sich. „Nein, nein lass das bitte nicht Mammmmaaaaaa", schrie sie. „, Hey hey Felicity es ist alles gut wach auf, du hast nur einen boesen Traum", sagte er sanft. Felicity bemerkte ihn nicht, erst als sie hoch schreckte und sich fest an ihn klammerte, als ob ihr Leben von ihm abhing. Oliver schloss sie fest in seine Arme und schloss seine Augen, denn genau diesen Moment hatte er sich lange herbei gesehnt, allerdings unter anderen Umstaenden.
„Ich bin bei dir und dir kann nichts passieren, ok", seine Stimme war wie Balsam fuer ihre Seele. Auch wenn er ihr das Herz gebrochen hatte Oliver Queen war wie eine Droge, er konnte sie noch so sehr verletzten und krank machen, sie brauchte ihn um zu ueberleben. Einerseits hasste sie diese Abhaengigkeit, denn sie war immer selbststaendig gewesen, andererseits war sie dankbar dass es in ihrem Leben jemanden gab, der fuer sie da war und sich um sie sorgte.
Oliver entließ sie aus seiner Umarmung um sie anzuschauen, ihre traurigen und angst erfuellten Augen gingen ihm durch Mark und Bein, „Felicity es tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzen. Das mit Sara haette nicht passieren duerfen, dafuer gibt es auch keine Entschuldigung, das weiß ich. Aber ich war in diesem Moment so durch einander, die Sache mit Thea und meiner Mutter ich habe mich in diesem Moment einfach nach Geborgenheit gesehnt."
Felicity konnte seinem Blick nicht stand halten sie schloss ihre Augen und einzelne Traenen liefen ueber ihre Wangen. „Warum sie?"
Er atmete tief und schwer aus, „Weil sie in diesem Moment nichts von mir erwartet hat, keine Gefuehle keine Liebe, wir kennen uns. Wir wussten beide dass es nichts weiter als Sex war um uns von unseren Gedanken und unserer Einsamkeit abzulenken. Sara liebt Nyssa und sie ist auf dem Weg zu ihr um mit ihr unterzutauchen."
„Warum bist du nicht zu mir gekommen? Ich waere auch fuer dich da gewesen"
„Weil es falsch gewesen waere, Felicity ich liebe dich. Ich will eine Beziehung mit dir und kein One Night Stand, dafuer bist du einfach zu schade."
So sehr sich diese Worte gut anhoeren sollten, so sehr verletzten sie sie. Er liebt sie und schlief mit einer anderen? Der ganze Alkohol die Alptraeume aus ihrer Vergangenheit, seine Worte das war alles zu viel, sie wollte stark sein, aber es ging einfach nicht zu viele Emotionen befanden sich in ihrem Kopf und ihrem Herzen.
„Ich hab dir vertraut Oliver, ich hab mein Leben fuer dich komplett geaendert. Ich hab dir meine Vergangenheit anvertraut mein Leben wuerde ich fuer dich geben und du kommst mir hier mit der Ausrede ich bin zu schade fuer eine Nacht mit dir? Du liebst mich, aber schlaefst mit einer Frau die du nicht liebst? Ich versteh das alles nicht, bedeutet Liebe nicht das man den anderen respektiert, ihn auf Haenden traegt und nur mit ihm zusammen sein will? Bin ich da vielleicht zu altmodisch und deshalb alleine? Oder ist es so wie meine Mutter immer gesagt hat, ich bin nichts weiter als ein großer Fehler der es nicht verdient hat zu leben und gluecklich zu sein?" ihre Stimme wurde immer bruechiger und aus den vereinzelten Traenen waren mittlerweile Sturzbaeche geworden. Oliver versuchte sie erneut in seine Arme zu schließen, aber sie werte sich, „Es ist besser wenn du jetzt gehst Oliver."
Seine Kiefermuskeln verspannten sich, er konnte nicht gehen, nicht so, „ Ich werde nicht gehen Felicity, ich werde dich nicht kampflos aufgehen. Das was du beschrieben hast, genau das ist Liebe und ich war ein verdammter Idiot, das ich es dir nicht vorher gesagt habe. Ich habe mich aus Angst dich zu verletzen fern von dir gehalten", erneut versuchte er Kontakt zu ihr aufzunehmen indem er ihre Hand nahm, sie schreckte nicht zurueck, „Felicity ich habe gedacht du verdienst etwas besseres als mich, wer bin ich? Ein gebrochener Billionaer der in seinem Leben verdammt viele Fehler gemacht hat, mein Koerper und meine Seele sind gezeichnet von Narben die nie wieder verheilen werden. Felicity du hast auf mich immer so perfekt gewirkt und du warst so ganz weit weg von dieser Dunkelheit die mich oft umgibt. Je enger wir mit einander gearbeitet haben umso mehr habe ich gemerkt wir verdammt gut du mir tust, das du mit deinem plappern und deinem Rueckhalt den du mir gibst, mein Leben lebenswert machst. Du glaubst an mich und du holst mich auf den Boden der Tatsachen zurueck, wenn meine Emotionen und meine Wut mit mir durchgehen. Felicity ich liebe dich mehr als alles andere in meinem Leben und ich moechte nicht eine belanglose Nacht mit dir, ich moechte mein Leben meine Zukunft mit dir verbringen. Ich moechte ein wir nicht nur in unserem Job sondern auch privat. Felicity gib mir eine Chance und ich schwoere bei Gott ich werde dich nicht enttaeuschen, ich brauche dich… ich liebe dich, denn nur mit dir bin ich komplett."
Langsam naeherten seine Lippen sich ihren, Felicitys Herz klopfte wie wild, „Oliver", hauchte sie aber weiter kam sie nicht, denn seine Lippen beruehten ihre und sie spuerte den Schwarm Schmetterlinge der sich in ihrem Koerper ausbreitet.
