Lufa: Ja, ich glaube, es hat ihn richtig erwischt. Ging zwar etwas schnell, aber wo die Liebe hinfällt... . Bei der Vorstellung vom Aussehen und mit den offenen Hemdknöpfen musste ich auch erst einmal schlucken. Mal sehen, wie Dir das nächste Kapitel gefällt.

Katrin71: Ich glaube, wenn man ihn läßt, kann auch Severus romantisch sein. Dachte mir, dass Dir sein Aussehen gefällt.

Traudel: Ja, da bin ich wieder. Wenn Severus romantisch werden soll, muss man schon schweres Geschütz auffahren. Also gleich Paris. Das bewirkt sogar bei ihm Einiges.

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Am nächsten Tag waren alle Bedenken verflogen und sie stand pünktlich vor dem Hotel. Severus war zur vereinbarten Zeit zur Stelle.

Sie gingen in ein nahe gelegenes Café und tranken Café au Laît, aßen Croissants und plauderten munter drauf los.

Schließlich wurde beschlossen, eine Tour durch Montparnasse zu machen. Sie genossen die ungezwungene Atmosphäre, sahen den Künstlern beim Malen zu, hörten sich die musikalischen Vorträge der Straßenmusikanten an, setzten sich ab und zu in ein Café, um etwas zu trinken oder ein Eis zu essen. Es war wundervoll.

Als sie sich schon auf den Rückweg machen wollten, sprach sie ein junger Künstler an und fragte Severus, ob er sich nicht mit seiner Frau malen lassen wollte.

Beide sahen sich an und schwiegen. Dann nickten sie und nahmen auf einer Bank platz. Sie rückten eng aneinander. Danielle lehnte ihren Kopf an seine Schulter und er legte seinen Arm um sie.

Der Künstler war zufrieden und begann. Sie spürte seinen Atem auf ihrem Haar und lehnte sich entspannt noch enger an ihn. Er streichelte ihren Arm.

Als das Bild fertig war und sie es zu sehen bekamen, mussten sie lächeln. Es war wundervoll geworden. Severus bezahlte und beide gingen in ihre Hotels.

Er hatte sie gebeten, sich heute besonders fein zu kleiden, da er sie ins neue Eiffelturmrestaurant ausführen wollte.

Sie hatte ein kurzes schwarzes Cocktailkleid gewählt und trug ihr Haar offen. So wirkete sie richtig sexy.

Als Danielle vors Hotel trat verschlug es ihr fast den Atem.

Er trug einen schwarzen Anzug und darunter ein ebenso schwarzes Hemd, welches er leger über der Hose trug. Er sah unheimlich gut aus. Sein schwarzes Haar rundete das Bild ab.

Mit klopfendem Herzen ging Danielle auf ihn zu. Noch hatte er sie nicht gesehen. Als er sich umdrehte und sie erblickte, war er es, der sprachlos war.

„Du bist wunderschön!", sagte er nach einer kleinen Ewigkeit und trat auf sie zu. Nach einem kurzen Moment besann er sich und bot ihr feierlich seinen Arm an. So schlenderten sie Richtung Eiffelturm.

Im Restaurant „Jules Verne", hoch oben über den Dächern von Paris hatte er wieder einen wundervollen Platz am Fenster reserviert.

Galant schob er ihr den Stuhl zurecht. Sie wählten ein extravagantes Menü, Jacobsmuscheln, Homer, Crème brulée. Wieder war es ein wundervoller Abend. Sie lachten viel.

Nach dem Dessert fragte er: „Du weißt ja nun schon einiges von mir. Aber ich leider nichts über dich. Wo lebst du, was machst du?"

Sie stockte. Vor dieser Frage hatte sie sich gefürchtet.

„Ich lebe in Südfrankreich und unterrichte an einem dortigen Internat Sport.", erklärte sie zaghaft.

„Liebst du deinen Beruf? Liebst du dein Leben?", hakte er nach.

„Natürlich! Ich liebe es, mit jungen Menschen umzugehen, sie zu formen und zu fördern. Sie haben es mit mir nicht leicht, ich verlange viel, aber nur so sind sie in der Lage, ihre Grenzen auszuloten und bis an diese zu gehen. Anfangs verstehen sie das nicht und schimpfen, aber im Laufe der Jahre erkennen sie meine Beweggründe und sind voller Eifer dabei.

Mein Leben ist so wie es ist in Ordnung.", fügte sie ausweichend hinzu.

„Ich finde das was du sagst wichtig. Auch ich verlange von meinen Schülern viel ab. Leider sind viele unter ihnen, die den gehobenen Ansprüchen nicht entsprechen. Die versuche ich auf meine Art zu animieren, besser zu werden. Das wird allerdings zu oft missverstanden."

Den Rest des Abends unterhielten sie sich über Unterrichtsmethoden, Schülerbenehmen und Motivation. Es war eine angeregte Diskussion.

Als sie das Restaurant verließen und auf den Lift warteten, trat Danielle ans Fenster und betrachtete Paris. Als Severus sich hinter sie stellte, spürte sie seinen Atem in ihrem Nacken und sie bekam wieder eine Gänsehaut.

„Wundervoll, oder?", hauchte er ihr ins Ohr. Sie drehte sich zu ihm um und beide sahen sich an, in ihren Augen brannte ein Feuer. Langsam näherten sich ihre Lippen und als sie sich trafen war es, als sprühten tausend kleine Funken zwischen ihnen hin und her.

Es war ein unendlich sanfter und zärtlicher Kuss. Ihre Zungen spielten miteinander.

Als sie sich sanft voneinander gelöst hatten, legten beide ihre Stirn aneinander und sahen sich in die Augen.

„So machen wir das in England.", flüsterte er.

Sie lächelte. Nun erklang die Glocke des Liftes und beide fuhren nach unten. Sie hatten sich bei den Händen genommen und nur Augen füreinander.

Den ganzen Weg zum Hotel zurück hielten sie Händchen und zogen sich ab und zu gegenseitig zueinander, um sich wieder zu küssen. Trotzdem schien der Weg viel zu kurz zu sein.

Vor dem Hotel zog er sie wieder ein eine leidenschaftliche Umarmung und sie flüsterte ihm zu: „Möchtest du gern meine Briefmarkensammlung sehen und einen Tee dazu trinken?"

Er sah sie irritiert an, dann besann er sich und antwortete: „Keine Ahnung, was eine Briefmarkensammlung ist, aber nichts könnte mich daran hindern, einen Tee mit dir zu trinken."

Dann gingen sie nach oben.

Im Zimmer angekommen küssten sie sich ausdauernd und lang anhaltend. Sie warf ihre Schuhe weit von sich und ließ sein Jackett über seine Schultern hinweg nach unten gleiten.

Dann öffnete sie langsam sein Hemd. Mit jedem geöffneten Knopf wurde mehr Haut sichtbar und sie begrüßte es indem sie diese abküsste. Er zog scharf die Luft ein. Etwas Erotischeres als diesen Augenblick hatte er in seinem ganzen Leben nicht erlebt.

Er konnte noch immer nicht fassen, dass dies Wirklichkeit war. Kurz nahm er ihre Handgelenke und schob sie von sich, um ihr in die Augen zu sehen.

Sie sah ihn mit sanften, blauen Augen und einer Mischung aus Verlangen und Sinnlichkeit an. Für einige Sekunden schloss Severus seine Augen. Diese Situation brachte ihn ohne Zweifel an die Grenzen seines Beherrschungsvermögens.

Er ließ ihre Handgelenke los und riss mit beiden Armen ihren Körper an sich.

Seine Küsse wirkten erfahren und rau und schmeckten so unendlich nach ihm. Danielle hörte das Rauschen in ihren Ohren und glaubte, vor Verlangen vergehen zu müssen. Sein Körper erschien ihr zugleich erregend aber auch vertraut, sein Geruch machte sie im selben Moment schier wahnsinnig und vermittelte ihr das Gefühl von Geborgenheit. Sie spürte seine Konturen an jedem Millimeter ihres Körpers, spürte die zunehmende Härte seines Schoßes an ihrem Unterleib. Er tat nichts, als sie stürmisch zu küssen und an sich zu drücken und doch konnte sie nicht behaupten, je eine auch nur annähernd so erregende Situation erlebt zu haben... nicht einmal in ihren aufregendsten Träumen. Dann ließ er sie abrupt wieder los und schob sie atemlos von sich. Seine Augen loderten wie Feuer.

„Du hast nicht die leiseste Ahnung, worauf du dich da einlässt, Danielle!", murmelte er heiser, „Du wirst das bereuen! Ich kann nicht teilen! Wenn ich etwas will, dann gehört es mir, nur mir und das mit Haut und Haar!"

Severus starrte sie an. Er hatte keine Chance. Noch nie hatte er eine Frau so gewollt, wie sie in diesem Moment. Er öffnete mit ungeduldigen Bewegungen ihr Kleid und ließ es nach unten fallen. Schließlich hob er sie hoch und trug sie zum Bett. Dort legte er Danielle sanft ab. Er beugte sich über sie und sie zog ihn zu sich herunter. Dann lagen sie eng umschlungen, sich wild küssend und klammerten sich aneinander fest, als wären sie zwei Ertrinkende und der jeweils andere, die einzige Rettung.

Danielle blickte kurz hinunter auf Severus´ stattliche Männlichkeit. Sie wollte ihn ganz nackt sehen und begann, weiter die Knöpfe zu öffnen, doch er drängte ihre Hände zur Seite und fand kurz darauf zielstrebig den Weg zwischen ihre Beine. Ungeduldig schob er ihren Slip zur Seite und stimulierte sie ohne große Umschweife gekonnt und zielsicher.

Sie stöhnte auf, als sie seine Finger an ihrer empfindlichsten Stelle spürte. Er richtete seinen Oberkörper auf, umfasste er ihre Hüften und drang mit kräftigen Stößen in sie ein. Danielle fühlte eine Welle der puren Lust sie durchfluten. Sie hob ihr Becken drückte sich immer enger an ihn heran.

Sie stöhnte auf und öffnete die Augen, um ihn anzusehen. Ihre Sinne schienen unter seiner Berührung zu zerreißen. Er starrte sie an und seine Blicke betörten sie. Sie konnte ihre Augen nicht von dem tiefen Schwarz abwenden. Als sie merkte, wie heiße Wellen ihren ganzen Körper erfassten und sie schließlich an den Gipfel der Lust brachten schrie sie lustvoll auf.

Ein kurzes Lächeln huschte über seine angespannten Züge, dann spürte er, wie auch er einem noch nie erlebten Höhepunkt entgegen steuerte. Er warf seinen Kopf nach hinten und stöhnte laut auf. Dann sank er auf Danielles Körper hinab und versenkte sein Gesicht an ihrem schweißnassen Hals.

Die nächsten Minuten hielten sie sich einfach fest und versuchten, wieder zu Atem zu kommen.

Sie lagen einfach nur da und sahen sich an.

Severus umfasste ihr Gesicht mit ihren Händen, strich einige Haarsträhnen beiseite und sah sie an. Dann zog er sie näher heran und küsste sie sanft auf die Lippen.

So schliefen sie ein.

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Ich hoffe, es hat Euch gefallen, denn ich muss gestehen, das war meine erste Liebesszene und davor hatte ich richtig Bammel. Für Tips und Anregungen bin ich Euch dankbar, aber auch für Kritik und Meinungen!