Mein herzlicher Dank an Ina, die dieses Kapitel beta gelesen hat.

Und eine Anmerkung in eigener Sache... Ich weiß, das viele mitlesen, aber nur wenige lassen mir ein Review da.

Ändert das bitte. Ohne Eure Anmerkungen, macht die Schreiberei keinen Spaß.

Kleines Geständnis

„Kann ich bei dir schlafen, Mia? Meine Mitbewohnerin hat Besuch von ihrem Freund."
Hermine nickte nur.

„Hol Gläser Mia. Ich habe Wein mitgebracht."
Endlich saßen beide in Hermines kleinem Wohnzimmer.
„Na los, erzähl schon. Wer ist der Typ?"
„Er ist, nein, war mein Professor," murmelte Hermine.
Liz zischte leise und beobachtete ihre Freundin genau.
„Bei der Herrin, Mia! Du bist in den Typen verknallt!"
„Nein," fuhr Hermine auf.
„Seit Freitagabend hast du unaufhörlich zur Tür gesehen. Jedes Mal, wenn jemand in die Bar kam, fiel dir etwas aus dem Gesicht."
Hermines Gesicht war verschlossen.
„Was glaubst du Mia? Das dein Professor in eine Table Dance Bar kommt und dir seine Liebe gesteht? Werde wach! Wenn er wieder kommt, dann um dich tanzen zu sehen. Um sich an dir aufzugeilen. Der kommt nicht zum reden."
Liz war wütend.
„Sei nicht so naiv!"
„Ich bin nicht in ihn verliebt," wehrte sich Hermine heftig.
„Ja, und ich bin eine Hexe," schoß Liz zurück.
Hermine hielt sich an ihrem Glas fest. Es dauerte, bevor sie wieder etwas sagte. Leise klang ihre Stimme im Raum.
„Ich habe in der Schule heimlich für ihn geschwärmt. Vielleicht war ich auch ein klein wenig in ihn verliebt. Man, ich war ein dummes, kleines Mädchen.
Aber als er mich erkannte... Ich, ich habe mich so blamiert gefühlt, fühle ich mich immer noch. Und ich frage mich laufend, was er von mir denken muss... ."
Liz schüttelte mit dem Kopf.
„Wen interessiert, was er denkt?"
Sie sah Hermines Gesicht, ihren Blick.
‚Oh, Oh'
„Was willst du jetzt machen?"
Hermine wurde rot und flüsterte.
„Ich habe ihm die Karte vom „roten Drachen" geschickt. Wenn er dorthin kommt -----
dann kann ich vielleicht erklären... ."

Snape stand schon seit zwei Tagen vor dem „roten Drachen". Er beobachtete jeden, der hinein und hinaus ging. Nur Hermine sah er nicht.
Langsam gestand er sich ein, dass er nur hier war um sie zu sehen.
‚Der Laden hat doch nichts mit ihr zu tun,' flüsterte die kleine, böse Stimme in seinem Kopf.
„Nein," murmelte er. Er war sich sicher, dass sie dort anzutreffen war.

Schließlich warf er einen ‚Schein' über sich, und betrat langsam den kleinen Buchladen.
Snape blieb in einer Ecke stehen und schaute sich um.
Auf einer Leiter stand eine junge Frau, die ihm sehr bekannt vor kam.
Sie steckte in engen Jeans, einem engen Shirt und ihre Haare reichten bis zur Hüfte. Snape genoss den Anblick, wie sie die Leiter hinunter stieg.
Ein Teenager fragte.
„Haben sie auch Mangas?"
„Junge, das ist ein Buchladen!" fuhr sie den Bengel an.
Snape grinste. DAS war eindeutig Hermine. Ein leises Lachen entschlüpfte ihm.

Hermine hörte das Lachen. Ein lautloses ‚Finite incantatem' beendete den Schein.

Wahllos griff Snape sich ein Buch.
„Kann ich ihnen helfen, Professor?"
‚Ja, du kannst mit mir vögeln,' schrie die kleine, böse Stimme.
„Ich suche ein bestimmtes Buch," erwiderte Snape.
„Eine andere Ausgabe als diese?"
Hermine deutete grinsend auf das Buch in seinen Händen. Erst jetzt sah er richtig hin.
In großen gelben Buchstaben stand da:

Das Kamasutra

Jetzt wurde er doch tatsächlich rot.
„Ähm, ich wollte eigentlich zu ihnen - zu dir," murmelte er.
Nun war Hermine an der Reihe zu erröten.
Eine kleine peinliche Pause entstand.
„Wollen wir heute abend zusammen essen?"
Snape nickte nur.
„Dann hol mich um sieben Uhr ab."

Nachdenklich sah Hermine ihm nach.
‚Ich frage mich was er will, reden oder nur poppen,' schoss es durch ihren Kopf.
Irgendwie hoffte sie auf beides.

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Ein „Schein" ist ein einfacher Illusionszauber.

Außerdem hab ich den „Schein" bei der, leider 1999 verstorbenen, Marion Zimmer Bradley geklaut. (Aus dem letzten Teil, der „Ruwenda" Serie).

meine Hochachtung, Marion!!!!