Disclaimer:
Leider gehört mir nichts davon und ich verdiene leider auch kein Geld damit…. Es macht nur Spaß mit J.K. Rowlings Figuren zu spielen... Also keine Panik, ich gebe sie später auch schön wieder zurück...
"Most men aren't nearly as brave as they think they are when faced with an angry woman."
- Anonymous
Hermione eilte zusammen mit Harry und Ron hinunter zu den Kerkern, in denen sich Professor Snapes Klassenräume befanden. Während des ganzen Weges sprach sie kein Wort mit ihren so genannten Freunden, die sie von nun an jedes Mal in Verteidigung gegen die Dunklen Künste zwischen Malfoy und Zabini sitzen lassen würden. Oh ja, Hermione war wütend, wenn man es milde ausdrücken wollte. Also stürmte sie ein paar Meter vor ihren Freunden her und warf ihnen über die Schultern immer wieder Blicke zu, die normalerweise jeden zu eis hätten erstarren lassen. Nicht jedoch Harry und Ron, die diese Blicke fast schon gewohnt waren.
„Erst Lavender, dieses kleine Miststück, das meint sich zwischen uns zu stellen, dann Malfoy und Zabini mit ihren ach-so-wunderbaren Witzen. Dieser Tag kann echt nur besser werden!" dachte Hermione und ließ ihre Augen kurz über die recht überschaubare Anzahl der Schüler vor Snapes Klassenzimmer schweifen.
Die Türen des Klassenzimmers waren bereits geöffnet und Snape beobachtete gebannt wer wohl als erstes den mut zusammen nehmen würde sein Klassenzimmer zu betreten. Er war nicht umsonst einer der einschüchternsten Lehrer in Hogwarts und so wartete er gespannt, wer sich bereits vor dem klingeln in die Höhle wagen würde.
„Ach verdammt, was seid ihr alle nur für Angsthasen."
Hermione stürmte in Snapes Klassenzimmer ohne ihren Lehrer auch nur eines einzigen Blickes zu würdigen und ließ sich auf den erstbesten Platz fallen, der sich ihr bot. Sie war definitiv angepisst und hatte absolut keine Lust auf irgendjemand, der ihr heute den Tag noch weiter versauen wollte. Doch um solchen Kommentaren aus dem Weg zu gehen hätte sie nicht Zaubertränke wählen dürfen, denn Professor Snape war nicht gerade dafür bekannt mit seinen Schülern sanft umzugehen.
Und so kam er, nachdem auch seine restlichen Schüler sich langsam entschlossen hatten die Höhle des Löwen oder besser der Schlange zu betreten, zu er und blickte herablassend auf Hermione herab.
„Heute einen schlechten Tag gehabt, Miss Granger? Oder lief nur nicht alles genau so, wie sie es sich in ihrer kleinen, perfekten Welt vorgestellt haben? Oder gibt es etwa andere Dinge, die ihnen so eine schlechte Stimmung bereiten können? Fehlt ihnen etwas?" Snape ließ seinen Blick provokativ über Hermione gleiten und verzog seine Lippen.
Er machte sich über sie lustig, seine Stimme reichte allein schon aus um ihr das deutlich zu machen, doch seine Worte, seine Art wie er sie Miss Granger nannte machte sie nur noch wütender. Ob er grinste oder angeekelt von ihrer Erscheinung war konnte Hermione in ihrer Aufregung gar nicht sagen, denn von Snapes Gesicht hatte sie sich schon lange abgewandt. Hermione hatte bisher noch nie einen Lehrer unrespektvoll behandelt aber sie wusste wenn es heute so weiter ginge würde sie ihre Zunge irgendwann nicht mehr im Zaum halten können.
„Nein, Professor Snape, ich habe heute keinen schlechten Tag und mir fehlt auch nichts spezielles, wie sie es so schön ausdrücken, danke der Nachfrage."
Hermione drehte sich demonstrativ um und lächelte Anthony Goldstein an, der gerade als einer der letzten durch die Tür herein kam. Wie von selbst fuhr sie sich mit der Zunge über die Lippen um sie schöner wirken zu lassen. Verführerischer, auch wenn sie im Grunde genommen keinen Grund dazu hatte. Es machte einfach Spaß ein wenig zu flirten und das Leben zu genießen.
Das gehörte auch zu den Dingen, die sie im Sommer gelernt hatte. In Paris, bei den Franzosen, war manches so viel einfacher. So viel lockerer. Wenn andere sagten, lass das sein, die Franzosen sagten: mach es, versuch's doch! Dort nahm man jeden Tag wie er kam, etwas, was Hermione noch nie besonders gut gekonnt hatte und wahrscheinlich nie wirklich gut können würde, aber sei's drum. Es machte zumindest Spaß es zu probieren.
Snape hatte sich mittlerweile von ihrem Tisch entfernt und Anthony, ermuntert durch ihr zurückhaltendes Lächeln, kam auf sie zu und sprach sie an.
„Ist der Platz neben dir noch frei?"
Hermione nickte nur und stellte ihre Tasche auf den harten Steinboden. Severus Snape klatschte in die Hände und unterband so alle weiteren Gespräche im Raum. Allein schon seine Präsenz konnte sehr einschüchternd sein.
„Dreht euch zu eurem Banknachbarn um und prägt euch sein Gesicht ganz genau ein, denn mit ihm werdet ihr für den Rest dieses Jahres zusammenarbeiten. Und ich warne euch, keine Beschwerden!"
Harry und Ron wechselten einen erschrockenen Blick. Sie saßen wie immer neben einander an einem Tisch, hatten aber damit gerechnet, dass Hermione sich abregen und wieder zu ihnen kommen würde um ihnen bei ihren Zaubertränke zu helfen, denn ohne sie waren sie wirklich verloren.
Eine Reihe weiter vor ihnen musste Anthony Goldstein lächeln. Er konnte sein Glück kaum fassen, dass er ab heute für den Rest des Schuljahres zumindest in Zaubertränke mit Hermione Granger zusammenarbeiten würde. Nicht nur war sie eine brillante Schüler und Zaubertränkebrauerin, nein, sie war, Anthonys Meinung nach, auch noch eine sehr angenehme Gesprächspartnerin mit viel Feuer und Temperament. Man konnte sie so schnell in ein Gespräch verwickeln nur um dann zu sehen, wie ihre Wangen erröteten und ihre Augen leuchteten. Ihr einziger Fehler, wenn man es denn als solchen bezeichnen konnte, war, dass sie ständig von zwei Jungen umgeben war, die alle anderen abschreckten. Auch aus diesem Grund hatte es ihn viel Überwindung und vor allen Dingen Mut gekostet sich neben den weiblichen Part des Golden Trios zu setzen, mit dem heute augenscheinlich nicht besonders gut Kirschen essen war.
Wortlos begannen beide alle nötigen zutaten zusammen zusammeln und den Vorschriften gemäß vorzubereiten. Immer wieder sahen sie sich zufällig an und lächelten, einfach nur so. Sobald ihre Hände sich jedoch trafen zog Hermione sie scheu wieder zurück und lächelte wiederum schüchtern unter ihren langen, dunklen Wimpern hervor. Es war ein Spiel, das sie spielten, wobei keiner wusste, wann es angefangen hatte und wer siegen würde. Anthony war es relativ gleich, ihm machte es Spaß einfach nur schweigend mit Hermione Granger zusammen zu arbeiten. Immerhin war sie eines der wenigen Mädchen in Hogwarts, das nicht pausenlos über irgendetwas reden musste.
Während der gesamten Stunde schauten immer wieder einige neugierig zu dem ungewöhnlichen paar, das dort friedlich gemeinsam einen Zaubertrank braute. Harry und Ron verzweifelten fast vor ihrem Kessel und Neville scheiterte königlich. Selbst Malfoy und Zabini beobachteten Granger und Goldstein argwöhnisch, auch wenn sie es niemals zugegeben hätten.
Es klingelte zum Ende der Stunde und als letzte brachte Hermione das Fläschchen mit ihrem abgefüllten Zaubertrank nach vorne. Alle anderen waren bereits gegangen und auch sie verspürte kein besonders großes Bedürfnis länger mit Snape zusammen im Kerker zu sein als irgendwie nötig, doch Snape schien andere Pläne mit ihr zu haben. Immer noch ungehalten wegen ihres Verhaltens zu Beginn der Stunde und darauf bedacht dem Gryffindor Buchwurm einen kleine Schreck einzujagen, baute er sich zu seiner ganzen, doch recht imposanten Größe vor ihr auf und besah sie ganz langsam von oben bis unten. In Gedanken, da war Hermione sie sicher, zog er sie aus.
„Passen Sie auf Miss Granger, sie spielen jetzt mit den großen Jungs."
Seine Stimme war leise, fast gedämpft, doch die klare Warnung darin war nicht zu überhören. Auch nicht von Hermione, die jedoch keineswegs eingeschüchtert war. Heute hatten einfach schon zu viele mit ihr streiten wollen.
Hermione ließ nun ebenfalls ungeniert ihren blick über Snapes hagren Körper wandern. Ganz langsam beugte sie sich nach vorne, peinlich darauf bedacht Snape nicht zu berühren und trotzdem ihre Körperwärme mit ihm zu teilen. Ihre Lippen verzogen sich zu einem kleinen, wissenden Lächeln, als sie seine Reaktion auf ihre Nähe bemerkte und mit einer bitter-süßen Stimme flüsterte sie ihm leise ins Ohr:
„Aber große Jungs sind noch lange keine Männer."
Mit einem letzen Grinsen verließ Hermione das Zaubertränkeklassenzimmer um noch rechtzeitig in die große Halle zum Mittagessen zukommen. Zurück ließ sie ein vollkommen erstarten Severus Snape und eine Schatten vor dem Klassenzimmer, der eigentlich auf Hermione gewartet hatte.
Das war nun auch schon das vierte Kapitel, ich hoffe es hat euch gefallen... Der letzte kleine Wortwechsel zwischen Hermione und Snape hat einfach sein müssen... Ich sagte ja: Ich liebe sie schlagfertig...
Habt ihr irgendwelche Ideen, wer auf sie gewartet haben könnte? Vielleicht Harry, vielleicht Ron? Oder sogar Anthony? Oder gar jemand ganz anderes? Wer weiß? Schickt mir eure Vorschläge...
Wenn ihr irgendwelche Ideen, Vorschläge oder Kritik habt, keine Hemmungen, ich vertrage es...
Reviews würden mich in jedem Falle freuen und ich versuche immer die Wünsche meiner Leser in die Geschichte mit einzubringen. Es liegt also auch zum Teil an euch, was mit Hermione geschieht...
