Hallo, alle zusammen!
Hier kommt endlich das vierte Kapitel. Leider hat das reale Leben meine Beta Eleena vom betan abgehalten. Für dieses Kapitel hat sich dann Schwarze Woelfin erbarmt. Danke, dir!
Ich hoffe, ihr habt genau so viel Spaß beim lesen wie ich ihn beim schreiben hatte!
L.G Autum
Manchmal, da war Harry sich mittlerweile hundertprozentig sicher, war das eigene Leben auf Untergang und totale Vernichtung geeicht. Totale Vernichtung im Sinne eines lauten Knalles, eines bedrohlichen Gerumpels und Malfoys hoher Stimme, die Verwünschungen in den Raum zeterte, bei denen selbst Seamus die Ohren rot geworden wären. Muss noch erwähnt werden, dass sich das Ganze noch vor sechs Uhr morgens abspielte?
"Potter!" Super, Harry hatte nicht einmal die Brille auf der Nase und schon wurde er Zielobjekt des malfoy'schen Jähzorn.
"Sag deinem bescheuerten Vieh, dass es seinen gefiederten Arsch aus meinem Bett bewegen soll, sonst mach ich einen verdammten Eierwärmer daraus!"
Vieh? Wie auf Kommando ließ Hedwig ihr vertrautes Fiepen vernehmen und riss den armen Gryffindor so aus der allmorgendlichen Umnachtung.
Hastig die Brille aufgesetzt und schon bot sich ihm ein... doch, das Bild war erheiternd, eigentlich zum totschreien komisch. Da saß der hochwohlgeborene Giftspucker aufrecht in seinem Himmelbett, einen der Vorhänge äußerst dekorativ über sein platinblondes Haupt gestülpt und mit Hedwig noch obendrauf, von der Harry schwören würde, dass sich ihr Schnabel zu einem Grinsen verzogen hatte, denn wenn Eulen grinsen könnten, dann würden sie dabei genau so aussehen.
"Hallo, meine Schöne. Na komm her, lass das böse Frettchen nur reden, aus dir macht keiner einen Eierwärmer, der nicht selbst als Federhalter enden möchte!" Hedwig schuh-schuhte zustimmend und erhob sich geschmeidig von ihrem Platz, um zu ihrem geliebten Besitzer zu gleiten. Hier wurde ihr auch sofort ausführlich das Gefieder gekrault und der ein oder andere Eulenkekse zu gesteckt.
"Merlin, Potter! Du verhätschelst den fliegenden Schneeball ja genauso schlimm wie deine Tante deinen fetten Cousin!"
Harry streckte dem anderen nur die Zunge raus und schob die Nase praktisch bis zum Ansatz in das Gefieder seiner treuen Eule.
"Lass den bösen Malfoy nur reden, der ist ja nur neidisch, weil ihm außer Mommy keiner Kekse gibt." Wieder gurrte die Schneeeule und schmiegte ihren Schnabel an Harrys Wange.
"Bei Salazar, das ist doch nicht normal, was hast du dem Tier ins Fressen gemischt? So benimmt sich doch keine normale Eule! Nimm ihr doch einfach den verdammten Brief vom Fuß und schick sie dahin zurück, wo auch immer sie hergekommen ist, so wie jeder normale Zauberer es machen würde."
"Mach du lieber dein Bett wieder heile du Schlafzimmer-Hooligan!"
"Klappe Potter, sonst kannst du deine Familienplanung gleich vergessen!"
"Aber doch nicht vor der Eule!" Harry hatte die Zeigefinger beider Hände dorthin gepresst, wo er unter den ganzen Federn Hedwigs Ohren vermutete, diese blickte, vor allem für eine Eule, ziemlich verwirrt aus der Wäsche. Harry hatte genau das alberne Grinsen aufgelegt, für das Draco ihn seit der ersten Klasse schon verfluchen wollte.
"Du hast doch einen Komplettschaden!"
"Kann ich nur zurück geben..."
Draco rollte die Augen, murmelte einen Spruch der seine Vorhänge wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzte und drehte dem Helden der Zauberwelt demonstrativ den Rücken zu, er zog sogar noch seine Decke halb über den Kopf.
"Wie auch immer, ließ den verdammten Brief und kuschel mit deiner flauschigen Mäusefalle, ich werde jetzt weiter schlafen und zwar mindesten noch drei Stunden, also tu was auch immer du tust leise!", und nach wenigen Sekunden fügte er noch hinzu:
"Achja, und bevor ich es vergesse, morgen wird vor dem Schlafengehen das Fenster zu gemacht!"
Leise glucksend -wie kam es eigentlich, dass Malfoys Nörgeleien ihn immer wieder zum lachen brachten- hob er die Schneeeule leicht an, worauf sie ihm brav ihr Bein entgegenstreckte, an dem ein Blatt feines Pergament befestigt war.
Behutsam strich er es auf der Bettdecke glatt, während er Hedwig mit der anderen Hand einen letzten Keks als Belohnung anbot.
Der Brief war 'natürlich' von Hermine. Wenn es schon nicht die ordentliche Schrift und das schöne Pergament verraten hätten, dann wäre spätestens bei der Anrede klar, dass dies kein Produkt Ron Weasleys war: 'Lieber Harry', eher würde Snape rosa Häschen Hausschuhe zum Unterricht tragen, als dass Ron ihn mit 'Lieber Harry' anschreiben würde.
Seine Briefe begannen meist mit 'Ey, alter du glaubst nie was Fred und George gerade gemacht haben... ' oder 'Hey, Kumpel... ' und das waren die einzigen beiden Anreden, in den einzigen sieben Briefen, die Harry jemals in all den Jahren von ihm erhalten hatte. Von Hermine hatte er einen ganzen Schuhkarton voll und damit meinte er einen in den Vernons Schuhen passten, die riesengroß waren und die vielleicht sogar Hagrid gepasst hätten. Mit dem wunderbar warmen Gefühl im Bauch, das sich immer einschlich, wenn er an seine beiden besten Freunde dachte, wand sich Harry wieder Hermines Brief zu.
»Lieber Harry,
sicher wunderst du dich, dass ich dir schon jetzt schreibe. Immerhin vier Tage eher als normalerweise... Ich hoffe sehr, dass es dir gut geht. Ich meine, die jetzige Situation ist sicher nicht die beste.«
Wie es der Albino-Schlange wohl gefallen würde, wenn er wüsste, dass Hermine ihn als 'die Situation' bezeichnet?
»Obwohl es sicher lächerlich ist, mache ich mir einfach Sorgen um dich oder darum, was du Malfoy antust, wenn er sich genauso arrogant aufführt wie in der Schule. Ich würde mich freuen, wenn du schnell antwortest, auch wenn es drei Rollen voller Beschwerden über das Frettchen sind. Es tut mir leid, dass deine Ferien anders sind, als du sie dir wohl gewünscht haben wirst.
P.S Ich bin ab übermorgen mit meinen Eltern in Italien, also Wunder dich nicht, wenn die Post etwas länger dauert!
Alles Liebe
Hermine«
Ja, das war typisch Hermine, immer um sein Wohl und Temperament besorgt... Und auch wenn er es früher oft als störend empfunden hatte, war er nun wirklich dankbar dafür. Immerhin war sie die einzige, die nach dem Krieg so lange gebohrt hatte, bis er nachgab, die einzige, die sich nicht von einem halben Lächeln täuschen ließ. Sie war es auch, bei der er sich am Ende die Augen ausgeheult hatte, im wahrsten Sinne des Wortes.
Neugierig bis zum bitteren Ende, das war sie unbestreitbar, aber das war halt Hermine und Harry mochte seine Freunde so wie sie waren. Punkt!
Verstohlen ließ er seinen Blick zu Malfoy wandern. Ob Slytherins Eisprinz auch Freunde hatte? Harry hatte in der Vergangenheit immer dazu geneigt, die Leute um ihn herum als Handlanger zu bezeichnen oder in Parkinsons fall als Klette/ Fangirl. Sein ganzes Haus hatte eigentlich vor Malfoy gekuscht und das spätestens seit dem fünften Schuljahr, im sechsten ging es so weit, dass sich keiner getraut hatte, ohne die Erlaubnis seiner Lordschaft, auch nur zu niesen, nicht einmal die älteren Schüler der siebten Klasse!
Und wenn sie nun zurückkehrten nach Hogwarts?
Eigentlich hatte Harry schon direkt nach Ende des Krieges, spätestens aber in den restlichen Monaten des Schuljahres, an eine Verschiebung der Machtverhältnisse geglaubt. Insgeheim hatte er sich auch eine Annäherung zwischen den Häusern gewünscht, aber wie naiv dies war, hatte er spätestens dann erkennen müssen, als Schüler aus anderen Häusern begannen den Kindern bekannter Todesser nachzustellen und sie teilweise übel zu verhexen. Zum Glück ging das nur so lange, bis sie sich an Malfoy rangetraut hatten, der hatte ihnen den Spaß dann ganz schnell ausgetrieben...
Würde das die anderen Slytherins noch mehr unter sein Kommando stellen? Würden seine 'Freunde' auch jetzt noch hinter ihm stehen, wo er nicht mehr der Sohn von Voldemorts rechter Hand war?
Harry hatte keine Ahnung, Hermine hätte es sicher sagen können, immerhin war sie um einiges aufmerksamer und konnte das Verhalten der Leute wahnsinnig gut voraussagen.
Vielleicht sollte er sie einfach in seinem Brief fragen? Aber nein, das würde dann noch so wirken, als habe er Interesse an irgendetwas, das mit dem Frettchen zu tun hatte und also bitte, aber er und Interesse an Malfoy? Nie und nimmer. Nicht im Geringsten.
'Genau' höhnte die fiese kleine Stimme ganz hinten in seinem Kopf, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, ihm genau die Dinge mental vor die Füße zu spucken, von denen er nicht wissen wollte, dass sie ihm durchaus bewusst waren.
'Darum hast du wahrscheinlich auch jede Gelegenheit ausgenutzt, um ihm hinterher zu spionieren. So wie im zweiten, als du dachtest, dass er der Erbe Slytherins war, im vierten als er Kimkorn Hermines nicht existente Dreiecksbeziehung mit dir und Krum aufgeschwatzt hatte oder noch besser, vor dem Sommer als er unser aller Vernichtung plante und es wagte auf Dumbledores Seite zu wechseln.'
'Klappe Gewissen' fauchte Harrys bewusstes Ich zurück und machte sich sogleich daran all das, was er gerade 'gehört' hatte, gedanklich wieder schön weit weg zu schieben, alles andere würde sein Leben nur noch komplizierter machen. Und noch mehr Schwierigkeiten war etwas, was er nicht wollte. Er wünschte sich nur ein ganz normales Leben an der Grenze zur Langeweile.
Um sich auf etwas anderes zu konzentrieren, schnappte er sich ein paar Blätter Pergament und seine Schreibfeder.
»Hi Hermine,
bei mir ist alles in Ordnung. Keine Todesser, keine Dementoren und Malfoy hat auch nicht versucht mich im Schlaf zu erstechen. Naja, bis jetzt noch nicht...
Ne, eigentlich ist er ganz...-nicht in Ordnung- aber harmlos. Nicht, dass ich ihn nicht bei sich bietender Gelegenheit sofort in die Themse schubsen würde, aber wenn er mal seine Klappe hält, kann man ihn wunderbar ignorieren. Ich versuche einfach ihn zu beschäftigen. Bist du eigentlich am Ende der Ferien bei den Weasleys? Vielleicht kann ich ja Dumbledore überreden, mich auch vorbei schauen zu lassen, dann kann seine Lordschaft sich von mir aus in der Schule in seinem Kerker verkriechen oder so...
Bis hoffentlich bald,
Harry«
Prüfend hielt Harry den Bogen mit ein wenig Abstand vor sein Gesicht. Okay, es war weder ein literarisches Meisterwerk noch sonderlich emotional, aber das waren seine Briefe nie und Hermine würde sich weder daran noch an der Kürze stören, sie wäre eher froh überhaupt eine so schnelle Antwort zu bekommen. Und was ließ sich auch sonst sagen? Alles was in den letzten zwei Tagen passierte, hätte das Wörtchen Malfoy beinhaltet und er war sich nicht sicher, ob er den Namen drei Mal hintereinander schreiben könnte, ohne spontan einem anhaltenden Brechreiz zu erliegen.
Er pfiff leise durch die Zähne, worauf Hedwig sich zu ihrem Herren herüberschwang und folgsam ihr Bein anbot.
"Bringst du dies zu Hermine, meine Hübsche?"
Die Schneeeule knabberte zärtlich an Harrys Finger, um sich dann, wenn man von dem Rascheln von Federn absah, völlig lautlos zu erheben und aus dem immer noch geöffneten Fenster zu segeln.
So leise wie möglich -sechs Uhr war selbst ihm zu früh, um sich mit Malfoy zu schlagen, weil er es gewagt hatte, ihn von seinem überfälligen Schönheitsschlaf abzuhalten- stand er dann auf und machte sich auf in die Küche. Wie nicht anders erwartet, war Petunia schon auf. Mürrisch blickte sie von ihrer Klatschzeitung zu ihm auf, die dünnen Lippen zu einem einzigen Strich zusammengepresst.
"Was willst du?"
"Öhm, nichts besonderes, aber... ich habe mich gefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn ich heute weg fahre?" Petunias Augen wurden noch ein wenig schmaler.
"Wohin?"
"Nach London?"
"Nimmst du deinen kleinen Freund mit?"
Harry zuckte mit den Schultern. Klar, er würde den blonden Bastard lieber hier lassen, aber das würde Dumbledore wohl nicht wirklich passen und Harry hatte nicht das kleinste Bedürfnis, sich mit seinem Schulleiter anzulegen und immerhin war der Slytherin ja auch so etwas wie der Hauptgrund, warum er in die Stadt hinein fahren wollte.
"Na dann von mir aus".
Ungläubig sah Harry zu ihr auf.
"Was? Hast du gedacht ich würde nein sagen? Pass mal auf, Harry. Wir wollen dich nicht hier haben und du willst auch nicht hier sein und ich bin mir sicher, dass dein arroganter Schulkamerad auch lieber wo anders wäre. Also warum ignorieren wir uns nicht einfach so gut es eben geht für die letzten paar Wochen, bevor du dir dann endlich deine Koffer schnappst und uns in Frieden lässt?"
Harry war sich bewusst, dass sein Mund leicht offen stand. War das ihr Ernst? Fast sah es so aus. Und hatte sich nicht schon gestern abgezeichnet, dass die Ferien dieses Jahr etwas anders sein würden? Klar, Harry erwartete nicht, dass man ihn nicht immer noch zum Spülen und Rasenmähen abstellen würde und was auch immer Vernon und Petunia sagten, das bedeutete nicht, dass Dudley ihn in Ruhe lassen würde, auch wenn er wohl gestern einen kleinen Dämpfer bekommen haben dürfte. Dennoch gefiel ihm der Gedanke seltsam gut. Vor ein paar Jahren noch, vor allem vor seiner Zeit in Hogwarts, hätten ihm die kalten Worte seiner Tante vielleicht weh getan, aber über soetwas war er hinweg, denn alles was sie sagte stimmte. Sie wollten ihn nicht und das war okay, denn er wollte sie auch nicht und sie würden sich wohl niemals wiedersehen, wenn Harry am Ende des Sommers erst einmal aus der Haustür zum Ligusterweg Nummer Vier hinaus spazieren würde.
Er nickte kurz, um ihr zu zeigen, dass er verstanden hatte und machte dann scharf auf dem Absatz kehrt, um zurück in sein Zimmer zu joggen.
"Los, Malfoy, steh auf!"
Keine Reaktion, aber dafür hatte Harry nun wirklich keine Geduld. Entschlossen packte er das ihm zugewandte Ende seiner Bettdecke und zog sie mit einem Rück komplett weg.
"Scheiße Potter! Hast du Probleme oder so? Erst deine verrückte Eule und jetzt du, was ist so schwer daran zu verstehen, wenn ich sage, dass ich schlafen will?"
"Hör auf dich so an zu stellen und zieh dir was an, wir fahren nach London."
"Sagt wer?", fauchte Malfoy.
"Sag ich!", bestimmte Harry die Arme in die Seiten gestützt und den grimmigsten Blick aufgesetzt, zu dem er in der Lage war. Draco starrte nicht minder böse zurück. Die fast weißen Haare standen nicht wie bei Harry in alle Richtungen ab, sondern lagen fast unnormal ordentlich an seinem Kopf an, nur ein wenig verwuschelt, auf eine Art, für die andere Ewigkeiten mit einer Tube Haargel bewaffnet vor dem Spiegel standen. Typisch für ihn eigentlich.
"Warum sollte ich mit dir, von allen möglichen Leuten, in eine verdammte Muggelstadt fahren? Ich habe nicht einmal gefrühstückt!"
"Wir holen uns etwas unterwegs."
"Ich habe nichts zum Anziehen!", der Konter schien Malfoy zu gefallen, zumindest hatte er dieses dumme Halbgrinsen auf dem Gesicht.
"Eben darum fahren wir ja, damit du ein paar Sachen hast, mit denen du dich in den nächsten Wochen in die Öffentlichkeit trauen kannst."
"Ich will aber keine Muggelklamotten, die sind scheußlich!", protestiere er. Harry verlegte sich wieder einmal auf das Verdrehen der Augen.
"Es gibt hunderte Stile bei den Muggeln, du musst dich ja nicht anziehen wie ich oder gar Dudley, sicher wird es auch Klamotten geben, die deinen Ansprüchen genügen werden."
"Da wäre ich mir nicht so sicher."
"Merlin, Malfoy! Zieh dich doch verdammt noch mal endlich an!"
"Ich sagte doch schon, dass ich nichts zum Anziehen habe! Hast du jetzt auch noch Gedächtnisschwund, Narbengesicht?"
"Zieh doch einfach das an, was du gestern getragen hast." Offensichtlich fand Malfoy den Vorschlag nicht ganz so einleuchtend wie Harry. Er blickte drein, als habe man ihm vorgeschlagen, doch nackt zu gehen.
"Kommt überhaupt nicht in Frage! Ich werde nicht und ich wiederhole NICHT in den gleichen Sachen rumlaufen wie am Vortag!" Seine Stimme klang schrill, fast schon panisch, sodass Harry nicht umher kam zu grinsen. Das war sie also, die ultimative Katastrophe für einen Draco Malfoy: Seine Klamotten zweimal zu tragen.
"Na gut, dann verwandle doch irgendetwas von deinem anderen Zeug."
"Spinnst du? Meine Sachen wurden mit Magie geschneidert! Wenn ich da jetzt rumpfusche, dann bekomme ich die nie wieder so hin, wie sie einmal waren!"
"Jetzt tu bloß nicht so, als wäre unter dem ganzen Zeug nichts, was du nicht aussortieren könntest."
"...Nunja, ich schätze mal, ich werde meine Schulkleidung nicht mehr brauchen, immerhin werde ich mir am Anfang des Schuljahres eh neue schneidern lassen, aber..."
Übertrieben begeistert klatschte Harry in die Hände und setzte ein Grinsen auf, von dem er wusste, dass es Malfoy zur Weißglut treiben würde.
"Na dann ist das ja geklärt!"
"Stopp, Potter", protestierte der Slytherin, "Überhaupt nichts ist hier geklärt!"
Doch der Retter der magischen Welt stellte sich taub und verschwand mit einem Bündel Klamotten im angrenzenden Bad, wo er gleich die Dusche anstellte, um das wilde Protestieren aus dem Schlafzimmer zu ignorieren. Während er sich die unzähmbaren Haare wusch und auch den Rest seines Körpers einrieb, wanderte er gedanklich schon mal ein paar Stunden weiter. Er war noch nicht oft direkt in London gewesen, nicht so oft wie wohl die meisten anderen Jugendlichen der Gegend, aber doch oft genug, um sicher zu sein, dass er alles finden würde, was er suchte und kein Problem mit dem dichten U-Bahn Netz haben würde. Sie würden ein paar neue Klamotten für seine Grimmigkeit kaufen und dann noch Abstecher in das ein oder andere Restaurant machen. Zudem wollte Harry auch der Winkelgasse einen Besuch abstatten. Es gab da die ein oder andere Kleinigkeit, die er noch gebrauchen konnte, vielleicht sogar einen neuen...
"Hey, Wonderboy! Bist du ersoffen oder bloß eingepennt? Nicht, dass mich nicht vor allem Möglichkeit eins zutiefst erfreuen würde..." Harry verdrehte aufgrund von so kindischem Verhalten die Augen, stellte aber trotzdem das Wasser ab und trocknete sich ab. Na der Tag konnte ja heiter werden...
Und wie heiter er wurde. Draco, noch immer unendlich angesäuert über die Tatsache, dass er sein Slytherin Abzeichen von Hemd und Blazer entfernen musste, weigerte sich vehement in den verdammten Bus zu steigen, sodass sie eine gute halbe Stunde allein zur Zug Station laufen konnten, wo die versnobte Schlange dann darauf bestand, einen Fahrschein für die erste Klasse zu buchen, nachdem er schrill und in einer Lautstärke, von der Harry schwor, dass sie den Bahnhoffunk übertönte, verkündet hatte, dass er nicht mit dem ganzen Muggelpack in einen Wagon gehen würde. Harry hatte dem armen älteren Herren hinter dem Schalter ein freundliches Lächeln gezeigt und 'Amerikaner' zu geraunt, worauf ein Ausdruck des Verstehens über dessen Gesicht huschte.
Der Weg in die Innenstadt nahm noch einmal eine gute halbe Stunde in Anspruch und dann endlich waren sie da. Wobei 'da' der für Muggel zugängliche Teil von Kings Cross war und sich nun die wirklich schwere Frage stellte, wie um alles in der Welt Harry Malfoy überreden sollte, sich in eine der Underground Bahnen zu bewegen, damit sie zu den Geschäften kamen.
Gar nicht, war dann doch die absehbare Antwort. 'Eher würden Trolle Schwanensee tanzen, als ein Malfoy Underground fahren' und das war ein Zitat.
Seufzend rief Harry schlussendlich ein Taxi zu sich, mit der Bitte, sie so schnell wie Möglich in die Oxford Street zu bringen.
Da die einzigen Erfahrungen, die Harry mit Shoppen abseits der Winkelgasse gemacht hatte, auf den Erzählungen seines Cousin und Petunias fanatischen Suchen nach Reduzierten Handtaschen basierten, hatte er eigentlich vor sich, wie schon am Vortag, auf diese zu verlassen. Leider hatte Dudleylein bei Klamotten einen wesentlich schlechteren Geschmack als bei Eis. Am Anfang rümpfte Malfoy noch die Nase über die Bestückung der Kleiderstangen, nach dem vierten Laden wurde alles schlechtweg ignoriert. Nur sein Blick wurde immer finsterer.
"Okay, Malfoy. Kannst du bitte dein spitzes Näschen einmal aus den Wolken holen und dir endlich ein paar Klamotten aussuchen? Ich weiß, dass ich gesagt habe, dass wir nicht eher fahren, bis wir was für dich gefunden haben, aber wenn du dich nicht zumindest mal umschaust, dann werde ich dich einfach eiskalt bei den Dursleys abstellen und zwar für die restlichen sechs Wochen!"
"Wie bitte?! Was kann ich denn dafür, wenn die Muggel nur ordinäre Lumpen in ihren Geschäften haben? Und ich habe sogar schon welche gesehen, die das Zeug tragen! Und ich laufe bestimmt nicht im Partnerlook mit denen herum, das kannst du knicken!"
Ordinäre Lumpen? Nunja, konnte ja nicht jeder schon im Maßanzug auf die Welt gekommen sein. Wobei...
"Malfoy, ich weiß genau, wo wir als nächstes hingehen."
"Wenn dir der Laden gefällt, brauchen wir erst gar nicht hingehen."
"Oh glaub mir, das ist genau dein Ding."
'Natürlich' war Harrods genau Malfoys Ding. Schon beim Anblick der Fassade schlich sich dezentes Interesse in die Sturmgrauen Augen, eine Tendenz die sich drinnen nur fortsetzte. Das ganze Gold, die antik wirkende, oder wirklich antike, Harry wusste es nicht, Innenausstattung und aufwendige Dekoration wie die Rolltreppen im ägyptischen Raum. Merlin, der Laden war fast genauso versnobt wie Malfoy.
Und natürlich liebte Harrods Malfoy. Vielleicht lag es daran, wie er es schaffte die Nase noch höher zu tragen als der Rest der Luxustouristen und reichen Londoner, die durch die Etagen flanierten, aber sobald sie die Herrenabteilung erreicht hatten, überschlügen sich die -meist weiblichen- Verkäufer geradezu, um ihm behilflich sein zu dürfen. Zwei ziemlich junge Damen schafften es tatsächlich ihn in Windeseile aus seinen Klamotten zu bekommen und begannen wie die verrückten Sachen in die Umkleide hereinzureichen.
Ungefähr bei Outfit vier sah Harry ein, dass das Ganze noch dauern würde und plumpste in einen der zugegebenermaßen außerordentlich bequemen Sessel.
Es war fast schon erheiternd -okay, es war ziemlich erheiternd- wie Malfoy seinen Zuschauern eine Modenshow bot. Drei Touristinnen im Teenageralter hatten sich neben Harry platziert und sahen ungeniert zu, während ein paar andere möglichst unauffällig auf und ab schlenderten.
Als würde er auf einem Catwalk gehen, stolzierte Malfoy vor der Umkleide hin und her, drehte sich um die eigene Achse und ließ sich mit einer Beiläufigkeit bewundern, die Harry erneut zweifeln ließ, ob schüchtern oder auch nur bescheiden in seinem Wortschatz überhaupt existierten.
Als selbst den Verkäuferinnen endlich die möglichen Outfitideen ausgingen, blieb Malfoy in dem was er momentan trug stehen und musterte sich im extra für ihn herbeigerollten Spiegel.
"Wie viel würde die Kleidung denn eigentlich kosten?"
Die Verkäuferinnen wechselten einen schnellen Blick.
"Pro Outfit? So um die 1000 Pfund..." antwortete die blonde, die sich als Stacy vorgestellt hatte. Ihr Kollegin nickte bestätigend.
"Potter wie viel ist das? In vernünftiger Währung bitte!"
"Ähm, so um die 260 Galeonen schätze ich."
"Oh, ich hätte gedacht, der Laden wäre teurer...tja, um so besser. Ich nehme es dann."
"Was nimmst du?" Draco bedachte seinen Schulkameraden mit einem mitleidigen Blick.
"Alles natürlich!"
Natürlich, warum auch nicht? Im Hintergrund standen die Verkäuferinnen kurz vor einer Ohnmacht.
"Hat dir ein Pixie das Hirn gestohlen, Malfoy? Du kannst doch hier nicht den halben Laden leerkaufen!"
"Elf Hosen, acht Hemden, elf Pullover und T-Shirts, vier Jacken und drei paar Schuhe sind wohl kaum der halbe Laden."
"Hat's du eine Ahnung was die vom Ministerium mit dir machen, wenn die erfahren, was wir mit dem ganzen Geld gemacht haben?"
Draco rollte mit den Augen.
"Dann zahle ich den alten Knausern halt alles zurück, ist ja nicht so, als würden wir hier von einem ganzen Vermögen reden."
Nein Malfoy, nur von einem Betrag mit dem die Weasleys ein ganzes Jahr auskommen müssen und zwar für all ihre Kinder, aber das werde ich dir sicher nicht auf die Nase binden, du würdest dich ja doch nur darüber lustig machen, dachte Harry.
"Und damit du auch was davon hast, nehmen wir dir auch gleich was präsentables mit."
"Wie bitte?!"
"Wie sieht es aus, meine Damen? Würdet ihr so nett sein, meinem geschmacksverwirrten Begleiter hier zu ein wenig Stiel zu verhelfen?" Die beiden Damen wechselten einen kurzen Blick, nickten kurz und machten sich dann mit einem wirklich, wirklich bedrohlichen Grinsen in den Augen auf Kleidersuche. Malfoy riss ihn unterdessen grob aus dem Sessel und schubste ihn in die Umkleide, eine Jeans und ein Shirt flogen gleich hinterher.
Mit dem Gedanken, dass es manchmal besser war, sich seinem Schicksal zu fügen, begann Harry sich umzuziehen.
"Was dauert das denn so lange?"
Wie immer die Geduld in Person riss Malfoy ohne Vorwarnung den Vorhang zur Seite. Erschrocken stolperte Harry ein Stück zurück und riss das Shirt, welches er gerade über den Kopf zog, nach unten. Das Frettchen war so dreist, nicht mal rot zu werden, ganz im Gegensatz zu ihren Zuschauerinnen, die sich immer noch nicht davon gemacht hatten, sehr zu Harrys Verwunderung.
"Wow Potter, in vernünftigen Klamotten hast du gleich zehn Kilo weniger auf den Rippen, man könnte meinen, dass das Quidditschtraining dir wirklich einen gute Figur verpasst hätte." Tja, und diesen Satz wie eine Beleidigung klingen zu lassen, das konnte in der Form wirklich nur Malfoy.
"Was interessiert dich meine Figur?"
"Brauchst ja nicht gleich rot zu werden, Wonderboy. Zieh lieber mal das hier an!"
Und schon fand Harry sich mit einem grünen, von allen Farben musste es ja unbedingt Grün sein, Oberteil im Gesicht wieder.
Nach weiteren fünfzig Minuten war der Alptraum zu Ende, Harrys Nerven hatten einen Totalschaden und Malfoy sah aus, als würde er vor Glück gleich anfangen zu schnurren.
"Würden sie das bitte zur Kasse bringen?", dabei wies er mit zuckersüßem Lächeln -hah, also ob ihm das einer abnehmen würde, der ihn länger als zwei Tage kannte- auf den riesen Stapel Klamotten, für den er sich entschieden hatte, plus diejenigen, von denen er meinte, Harry müsse sie haben.
Ein kurzes Zwinkern für die Bewunderer und schon wurde Harry in Richtung Kasse geschubst.
Zum Glück machte ihre magische Kreditkarte keine Mucken und sie konnten unbehelligt und mit dutzenden von dunkelgrünen Tüten den Laden verlassen.
"Ich sag es ja nicht gerne, aber wie es der Zufall will, hattest du doch einmal in deinem Leben recht, was Potter?"
"Ich sag es ja nicht gerne, aber wenn ich nicht sofort in ein anständiges Café komme und was zu trinken bekomme, dann werfe ich alle deine tollen neuen Klamotten von mir und beginne einen Hungerstreik."
"Wenn die Muggel hier was vernünftiges zu essen haben, dann gerne. Aber bitte lass uns dieses Mal sofort in einen richtigen Laden gehen, ja?"
Was auch immer Malfoy als vernünftig bezeichnen mag, McDonalds dürfe es wohl ausschließen...
Um das ganze etwas abzukürzen wank Harry ein Taxi heran und bat den Fahrer, sie an irgendeinem lächerlich teuren Restaurant oder Café heraus zu lassen, das keine Warteliste hatte.
Der Gute zog zwar die Brauen bis unter den Haaransatz, sagte aber nichts, wofür Harry unendlich dankbar war und setzte sie drei Straßen weiter in der Nähe eines Parks, dessen Name Harry nur hätte erraten können, wieder ab. Der Gryffindor drückte ihm sein letztes Bargeld in die Hand, den Rest sollte er als Trinkgeld behalten. Der tiefen Verbeugung nach zu urteilen, hatte er hier gerade ein ziemlich großes Trinkgeld gegeben, aber das war ihm in dem Moment auch egal.
Jetzt wollte er sich nur noch in einen Stuhl fallen lassen und beten, dass er nie wieder ein Bekleidungsgeschäft von innen sehen musste.
"Und, fahren wir noch in die Winkelgasse?" Harry sah von seinem wirklich vorzüglichem Nudelgericht, mit dem komischen französischen Namen, den Malfoy so bewundernswert leicht über die Lippen gebracht hatte und der ihm nur die Zunge verknotete, auf.
"Wie kommst du darauf?"
"Du hast nicht nur dieses komische Papier eingesteckt, das die Muggel dreister weise Geld schimpfen, sondern auch vernünftige Münzen und deinen Schlüssel zu Gringots."
"Sag mal, beobachtest du mich eigentlich jede verdammte Minute?"
"Sekunde, Potter, jede Sekunde und wenn du einen winzig kleinen Fehler machst, dann kannst du dein heldenhaftes Gryffindor Hinterteil für den Rest deines Lebens aus einem riesigen Haufen Drachenmist ziehen." Dracos Lippen zogen sich weit genug zurück, sodass selbst seine Eckzähne zu sehen waren. Diese Art des Grinsens hatte etwas unglaublich raubtierartiges, etwas das Harrys Nacken mit einer feinen Gänsehaut überzog. Er schluckte, hob die Augenbrauen und hoffte, dass man ihm seine kurze Verwirrung nicht anmerkte.
"Dir ist schon klar, dass sich das ziemlich nach sexueller Belästigung anhört oder?"
"Ich belästige dich vielleicht in deinen Träumen, Wonderboy."
"Bitte, mir wird schlecht." Harry, wirklich ein wenig blass um die Nase, lehnte sich in seinem Stuhl zurück, Malfoy hingegen ließ die Unterarme weiter auf der Tischplatte ruhen, er hatte sogar die Dreistigkeit sich noch ein paar Zentimeter vorzulehnen.
"Oh, ist doch kein Grund gleich schüchtern zu werden!", schnurrte Malfoy und Merlin hilf ihm, aber Harry würde schwören, dass er in diesem Moment genau so aussah wie Hermines Kater Krummbein, kurz bevor der sich auf seine ahnungslose Beute stürzte.
"Weißt du, du bist nicht der erste Junge, der... "
Okay, was genug war genug!
"Malfoy!", knurrte Harry dazwischen, "Wenn du nicht dein spitzes Gesicht neu arrangiert haben möchtest, dann wirst du diesen Satz nicht beenden!"
Natürlich hatte der Bastard die Nerven siegesgewiss zu Grinsen, als wäre alles zwischen ihnen ein Wettstreit, also wirklich, nicht doch, aber immerhin wand er sich wieder seinem Essen zu und brachte seinen armen Tischnachbarn nicht mehr zur Verzweiflung.
Natürlich war das Thema damit nicht vom Tisch. Sie hatten sich gerade wieder aufgemacht, als Harry erneut den stechend klaren Blick im Nacken spürte.
"Komm schon, Potter! Sei nicht so ein verfluchtes Weichei, wenn auch nur einmal in deinem verpfuschten Leben und sag verdammt noch mal, was du willst, es wird dich schon nicht kaltmachen, nicht einmal der dunkle Lord hat das geschafft!"
"Nennst DU gerade MICH ein Weichei?"
"Ja, genau das tue ich, Narbengesicht. Und jetzt fang nicht mit den Ereignissen deiner heroischen Jugend an, damit würde ich schon zu genüge in den Schlaf gelangweilt, sondern pack lieber aus, warum du immer mit einem derart dümmlichen, sehnsüchtigen Gesichtsausdruck auf deinen Verliesschlüssel starrst, als würde dich da ein ganzer Kessel Felix Felicitas erwarten? Was gib es wohl, dass der große Harry Potter sich wünschen könnte? Immerhin dachte ich, ihr Gryffindor Helden braucht kein Geld nur Luft und Liebe. Ach warte, dass waren ja die Wiesel und die 'haben' kein Geld, nur Luft und Liebe..."
"Meinst du wirklich, dass ich versucht bin, mit dir zu reden, wenn du dich benimmst wie ein Arschloch und meine Freunde beleidigst?"
"Keine Ahnung, denn niemand hat so einen riesigen Sturkopf wie du, also sind die Chancen wohl von Anfang an 50/50 gewesen, die 'armen' kleinen Wiesel zu beleidigen, macht mir zumindest Spaß..."
"Dir ist doch hoffentlich klar, dass du ziemlich gestört bist oder? Aber fein, wenn du es wissen willst: Einen Besen."
Auch wenn er es nie zugeben würde, aber in diesem Moment blickte Malfoy auch nicht viel intelligenter in die Weltgeschichte als Dudley.
"Was hat ein Besen mit dem Bankkonto der Familie der Eliterotschöpfe zu tun?"
"Nichts, natürlich! Ich war am Überlegen mir einen zu kaufen, du Troll! Aber eigentlich ist das ja nicht so wichtig." Malfoy blieb wie vom Stupor getroffen stehen. Mitten auf dem Gehweg.
"Willst du mir etwa erzählen, du willst dir noch einen Besen kaufen, wenn du einen Feuerblitz hast?"
"Hatte, Frettchen. Einer der Todesser hat ihn durchgebrochen, als sie mich, Hermine und Ron durch halb Schottland verfolgt haben." Darauf wich dann auch der letzte Rest Farbe aus dem spitzen Gesicht.
"Durchgebrochen. Einen Feuerblitz?!" Und dann folgte wesentlich schriller. "War denn der Idiot wahnsinnig?! Verkaufen, klar. Für sich behalten, verständlich...aber durchbrechen?! Welch verkapptes Hirn tut denn so etwas, das ist doch unerhört!"
"Malfoy, das war ein Besen, so leid es mir um ihn tut, aber es war nur ein Besen!"
"Feuerblitz du ignoranter Pseudo-Retter. Merlin, sag mir bloß nicht, wer das war, sonst darf ich meine Jugend auch in diesem Drecksloch von Askaban fristen, weil ich dem Penner den Hals umgedreht habe. Und überhaupt! Harry-Wunder-der-Lüfte-Potter, jüngster Sucher der letzten paar hundert Jahre, Quidditschheld ganzer Heerscharen von Gryffindor wird im nächsten Jahr auf einem Schulbesen über das Feld gurken? Dem einzigen noch existierenden Modell, das älter ist, als die verunglückten Zweigchen auf denen deine sommersprossigen Freunde durch die Lüfte schippern? Willst du mich verarschen?"
"Zumindest hättest du dann eine Chance zu gewinnen." Draco entschied sich das einfach zu überhören, genau wie Harry die Spitze gegen die Weasleys überhörte.
"Von wegen, das werde ich nicht zulassen! Wir kaufen dir morgen einen neuen Besen und zwar einen vernünftigen, einen bei dem die kleine Karotte in Ohnmacht fällt allein bei seinem Anblick! Denn die schau ich mir ganz bestimmt nicht als Sucherin an, ein Wiesel im Team reicht meinen sensiblen Augen, vielen Dank auch! "
Hatte Malfoy jetzt auch den letzten Rest Verstand verloren? Warum bei Dumbledores Unterhosen sollte er wollen, dass sein Gegner einen guten Besen hatte? Und warum sprang er nicht im Dreieck vor Freude bei der Aussicht, dass Harry nicht mehr im Hausteam fliegen würde?
Und noch viel schlimmer, hieß das noch einmal Shoppen mit Malfoy?
So, und nun schreibt ihr- und zwar Reviews! ;)
