Wie mittlerweile jeden der letzten Tage stand ich vor der Tür der Swans und klingelte. Kaum ein paar Sekunden später stand Charlie vor der Tür, Bellas Vater, welcher mir irgendwie ans Herz gewachsen war.

»Hallo Paige.«, lächelte er freundlich und ließ mich rein.

Breit grinsend überreichte ich ihm den Apfelkuchen meiner Tante. Er sah sehr begierig darauf.

»Meine Tante hat ihn als Dankeschön gebacken, dass ich bei euch schlafen darf, solange mein Zimmer renoviert wird.« Klar, war es eine Lüge, aber immerhin musste man dem Polizeichef irgendetwas auf dem Tisch servieren, wenn man so lange bei seiner Tochter im Zimmer schlief.

»Ach, dass ist doch keine Sache. Ich werde Meg morgen berichten wie gut er geschmeckt hat.«, sagte Charlie als er sich wieder mitsamt Kuchen vor dem Fernseher pflanzte und sich ein Stück vom Kuchen hinein schaufelte.

Meg? Morgen? Berichten? Seit wann sahen sich die Zwei denn?

Ich wusste, dass Charlie momentan öfters ins Krankenhaus kam, weil eine verletzte Zeugin zu seinem Fall dort zur Beobachtung war, aber ich wusste nicht, dass die Beiden sich nun öfters sahen.

Ohne eine weitere Bemerkung ging ich die Treppen nach oben zu Bellas Zimmer und klopfte. Ich spürte wieder dieses merkwürdige Gefühl von Vampir. Zu Bellas wohl hoffte ich, dass es Edward war. Es dauerte einige Momente bis Bella mit total verwuschelten Haaren die Tür öffnete. Ich konnte Edward einige Meter hinter ihr sehen. Wäre er wahrscheinlich am leben, hätte er vielleicht rote Wangen.

»Störe ich euch bei etwas?«, fragte ich mit einem versteckten Lächeln.

Edwards Mundwinkel zuckten kurz bevor er zum Fenster ging.

»Wir haben uns nur kurz verabschiedet.«, erklärte Bella bevor sie beide sich noch ein Lächeln schenkten und er schon aus dem Fenster spring.

»Ihr verabschiedet euch ja sehr... leidenschaftlich.«, neckte ich sie bevor ich an sie vorbei zum Bett ging und mich darauf setzte.

Bella schloss die Tür bevor sie sich neben mich setzte. Sie hatte bereits ein Top und eine Jogginghose dazu an. Ich hatte sie die letzten Tage abends nicht anders gesehen.

»Also... was wollen wir machen? How I Met Your Mother weitersehen? Oder doch etwas anderes?«, fragte ich und holte die DVD heraus. Bella nahm sie sofort und legte sie in den DVD Player. Nun schon fast jeden Abend saßen Bella und ich auf dem Bett und sahen uns die Sitcom auf den alten Röhrenfernseher an, welchen ich mitgebracht hatte. Tante Meg hatte ihn noch von Umzug übrig, aber wollte ihn auch nicht wegschmeißen.

Ich ging hinüber zum Fenster und blickte hinaus. Die Cullens waren jagen, weshalb ich kein kaltes Gefühl vernahm, aber ich konnte das eindeutige Gefühl von Gestaltwandlern spüren und dazu noch von einem ganz Bestimmten.

Ich blickte durch die dichten Bäume und konnte sie dort genau sehen. Ein schwarzer, ein sandfarbener und ein rostbrauner Wolf, so groß wie Pferde sahen sich langsam mit ihren großen Köpfen um. Einer allerdings blickte hoch zum Fenster und sah mir genau in die Augen. Ich erkannte die Augen sofort, aber dennoch war ich mir nicht sicher.

»Bella... Wer ist der rostbraune Wolf dort unten?«

Ich hörte ein kleinen Lacher bevor ich schon Teds Stimme aus dem Fernseher hörte.

»Jacob, wieso?«

Ich drehte mich um und ging zur Tür. »Ich komme gleich wieder.«

Bella nickte nur als ich leise hinunter und durch die Eingangstür ging. Die Hintertür wäre zu riskant gewesen, da sie genau in Charlies Blickwinkel war. Dieser schien aber völlig auf das Baseballspiel konzentriert zu sein. Ich lehnte die Tür nur vorsichtig an.

So weiter ich in den Garten der Swans schlich desto großer wurde das Gefühl. Ich blickte hinter mich um mich zu vergewissern, dass niemand mich sah bevor ich mich wieder umdrehte und ein menschlicher Jacob, in nichts mehr als eine Shorts und Sneakers gekleidet, vor mir stand. Er lächelte mich wie immer freundlich an.

»Verfolgst du mich?«, fragte ich neckisch und verschränkte die Arme vor meiner Brust.

Jacob lachte kurz amüsiert bevor er sich auf die Hollywood-Schaukel unter dem kleinen Baum setzte. Ich folgte ihm und nahm neben ihm Platz.

»Ich wurde von Sam eingeteilt. Das hatte nichts mit mir zu tun.«, versicherte er mir.

»Ach wirklich?«, harkte ich nach und sah ihn ungläubig an bevor ich gespielt enttäuscht nach oben in den Himmel sah. »Ich hatte gehofft, dass du mich wieder sehen willst.«

Jacob musterte mich. Er wusste wohl nicht ganz ob ich es ernst meinte oder ihn ärgern wollte.

»Ach gib es zu. Du wolltest mich wiedersehen.«

Ich schüttelte amüsiert den Kopf. Er hatte nicht ganz unrecht. Wir hatten uns nun eine Weile nicht gesehen und Ich hatte öfters den Wunsch gehabt ihn zu sehen, aber ich war wohl einfach zu feige gewesen zu ihm zu fahren. Was wollte ich von ihm überhaupt? Er war doch... nun er war eigentlich nur freundlich und witzig zu mir gewesen. Nichts was übel an jemanden wäre, aber mir wurde ein wenig schlecht, wenn ich darüber nachdachte, dass ich nie eine ernste Beziehung hatte. Meine letzte war einfach nur ein Desaster gewesen. Mir wurde mit einem Mal klar wie kalt es war und zog meine schwarze Lederjacke näher an mich.

»Bella kann sich glücklich schätzen dich zu haben.«, kam es ein wenig schnell aus meinem Mund.

Der Werwolf blickte mich verwirrt an bevor er einen Arm auf die hintere Lehne der Schaukel legte.

»Was meinst du?«

Ich schmunzelte amüsiert. »Sie mag dich... mehr als einen Freund. Sie liebt vielleicht Edward, aber... sie fühlt sich eindeutig zu dir hingezogen. Edward entgeht das auch nicht.«

Jacob atmete tief aus bevor er näher an mich heran rutschte. Ich begutachtete seine Bewegung misstrauisch und blickte ihn warnend an.

»Du zitterst.«

Ich lehnte mich nach hinten ohne den Blickkontakt zu unterbrechen. Ich gab keinerlei Anzeichen näher zu kommen. So leicht war ich nun nicht zu bekommen.

»Trotzdem ist das keine Einladung zum Kuscheln.«, erwiderte ich in dem zickigsten Ton, welchen ich beherrschte.

»Aber für eine Erkältung oder was? Vampire fürchten sich ja sehr vor Jägerinnen mit tropfender Nase und heiserer Stimme.«, scherzte Jacob und hielt seinen Arm einladend zu mir.

Ich verdrehte die Augen und rückte ein kleines Stück näher zu ihm bevor ich meinen Hinterkopf auf die Lehne stützte.

»Das mit Bella war mal...«, sagte Jacob und blickte genauso wie ich hoch in den Nachthimmel.

»Hattet ihr Beide mal eine Beziehung oder?« Jacob lachte kurz als wäre es das Absurdeste was er je gehört hatte.

»Nein... Edward hatte mal eine Phase wo er sich von ihr ferngehalten hatte. Viele Monate lang und sie vegetierte hin wie ein Zombie. Naja, bis ich was mit ihr unternommen habe und es ihr besser ging. Wir wurden die besten Freunde und ich schätze, dass ich mich in sie verliebt hatte.«

Ich drehte meinen Kopf zu ihm. Er blickte noch immer nach oben in den Himmel, aber genau so wollte ich es. Er sah einfach wunderschön aus. Alles an ihm schien genau da hinzugehören wo es sollte. Seine dunklere Haut machte ihn umso schöner und ich konnte den wundervollen Geruch seines Haares riechen. Es roch frisch und nach Wald. Kein bisschen nach Hund, so wie Diana es meinte.

»Was passierte dann?«, fragte ich neugierig und beobachtete seine Gesichtszüge. Er schloss kurz die Augen bevor er anfing zu sprechen.

»Edward kam wieder und naja... das hier passierte. Sie sind wieder zusammen und eine Blutsaugerin versucht Bella umzubringen. Ist doch alles wie immer oder nicht?«

Ich bemerkte, dass er der Frage auswich, welche ich zwischen den Zeilen gefragt hatte. Welche, die mich schon seit einiger Zeit bohrte.

»Liebst du sie denn noch?«

Plötzlich drehte Jacob seinen Kopf zu mir und sah mir in die Augen. Mit einem Mal fühlte es sich an wie eine Art Verlust der Erdanziehung. Ich spürte den Boden nicht mehr richtig und irgendwie sah ich nur noch Jacob vor mir. Ich spürte nicht mal die Schaukel unter mir oder sonstige Sachen um mich außer den Indianerjungen vor mir.

»Wieso möchtest du das wissen?«, fragte er so unglaublich ruhig und gelassen.

»Du weichst meiner Frage aus.«, schmunzelte ich und versteckte meinen schnellen Herzschlag, welcher aber zugleich furchtbar wehtat, denn ich fürchtete seine Antwort.

»Du weichst meiner aus.«, konterte er und schmunzelte genauso, allerdings konnte ich Nachsicht in seinen Augen sehen.

»Nein.«

»Nein?«

»Ich liebe sie nicht mehr.«, erklärte er und musterte mich. Er wollte wohl sehen wie ich auf seine Antwort reagierte. Ein dicker Brocken fiel von meinem Herzen bevor ich wieder in den Himmel sah.

»Wieso nicht?«

Jacob lehnte stöhnend den Kopf in den Nacken und ich fing an amüsiert zu lachen.

»Wieso willst du das unbedingt wissen? Eifersüchtig?«

Ich sah ihn völlig schockiert an, aber leider konnte man mein schiefes Lächeln sehen. Ich war eine schlechte Lügnerin.

»Ich eifersüchtig? Natürlich. Vielleicht in deinen Träumen, Black.«

Jacob grinste nur süffisant in seinen nicht vorhandenen Bart als ich wieder aufstand. Er blickte mich nun etwas enttäuscht an. Wie ein Welpe, welcher die Aufmerksamkeit seines Herrchens haben möchte.

»Ich sollte zurück zu Bella. Edward erschlägt mich noch, wenn er erfährt, dass ich lieber mit dir rede als auf die aufzupassen.«

Jacob nickte lächelnd und stand ebenfalls auf. Wir schienen beide nicht sehr glücklich über das Ende unseres Gesprächs zu sein.

»Auf Wiedersehen, Jacob.«, verabschiedete ich mich und trat den Weg ins Haus an.

»Jake.«

Ich drehte mich fragend um.

»Nenne mich bitte Jake.«

Ich schmunzelte und drehte mich wortlos um bevor ich wieder ins Haus hinein ging.

Ich konnte mich nicht wirklich auf den Unterricht konzentrieren. Immer wieder blickte ich aus dem Fenster vom Klassenraum und musste an Jacob denken und an unser Gespräch vor drei Tagen. Wir hatten seitdem viel telefoniert, fast jeden Abend und ich hatte jede Minute genossen in der er mich über sich erzählte.

Er konnte leider nicht so oft zu mir, da die Wölfe öfters auf Patrouille waren und nach Victoria sahen. Sie traute sich immer mal wieder nach La Push, aber kam nie ganz an sie vorbei.

»Jacob war ziemlich enttäuscht gewesen, dass du gestern Abend nicht da warst.«

Bellas Stimme riss mich aus meinen Gedanken raus und zurück in die reale Welt. Ich blickte sie selbst etwas enttäuscht an. Ich konnte mich daran erinnern, dass Jacob mich eingeladen hatte zu irgendeinem Lagerfeuer mit Essen und Getränken, aber da Meg noch spät arbeiten musste und Diana mit den Cullens jagen war, musste ich auf sie aufpassen. Beth war zwar alt genug, aber sie schien noch völlig in ihre rebellischen Phase zu hängen.

Ich konnte sie zu einem gemeinsamen Abend mit Kochen und alten Filmen überreden.

»Ich konnte leider nicht. Ich hätte ihn aber... ich meine ich wäre gerne gekommen... zum Lagerfeuer.«, korrigierte ich mich und sah auf meine Notizen. Etwas nervös kaute ich auf den Bleistift. Bella neben mir lächelte.

»Du magst Jake oder?«

Ich blickte sie aus den Augenwinkel an, aber zuckte mit den Mundwinkeln.

»Vielleicht ein bisschen. Er ist zumindest sehr attraktiv.«, flüsterte ich ihr zu als unser Geometrielehrer an uns vorbei ging.

»Ich glaube dasselbe denkt er auch von dir.«

Ich lächelte Bella zu. Ich konnte Leah nur zur Hälfte verstehen warum sie Bella nicht mochte. Nachdem ich die Wölfe vor einer Weile wieder besucht hatte, um zu erfahren wie nahe Victoria nun wirklich an Forks kam, hatten Leah und ich uns lange über Gott und die Welt unterhalten. Sie mochte Bella kein bisschen, genauso wenig wie Diana, dafür schien sie mich zumindest zu tolerieren. Beides konnte ich nicht ganz verstehen. Bella war vielleicht ein wenig zu aufopferungsvoll, schüchtern und einen furchtbares Talent dafür sich in Schwierigkeiten zu bringen, aber sie hatte einen guten Kern und irgendwie beneidete ich sie für diese Art. Ich wäre wohl ein wenig wie sie, wenn ich keine Jägerin wäre.

Das Klingeln der Schulglocke erlöste uns von dem langweiligen Unterricht und läutete die Mittagspause ein.

»Denkt bitte daran: Kommt nächste Woche pünktlich zur Prüfung. Schüler, welche zu spät kommen müssen die Prüfung nachschreiben!«, rief Mr. Cleaver noch in die Klasse bevor alle verschwanden.

»Du kommst zur Abschlussparty, oder?«, fragte Bella als wir auf den Weg zur Cafeteria waren.

»Wenn nicht bringt mich Diana um. Sie ist genauso Party verrückt wie Alice. Wer glaubst du kauft mit ihr den ganzen Dekokram?«

Bella und ich sahen uns amüsiert an bevor wir in die Cafeteria gingen und uns zu Angela, Mike, Jessica, Eric und Edward setzten. Letzterer schien mehr als erfreut zu sein, dass seine Angebetete wieder da war. Sie beide gaben sich einen langen innigen Kuss.

»Hey, nehmt euch ein Zimmer, ja!«, scherzte ich und boxte Edward gegen die Schulter, welcher mich etwas genervt ansah. Ich erwiderte seinen Blick und setzte mich neben Eric, welcher mit den anderen Drei über Jessicas Rede diskutierten. Sie war wohl immer noch nicht ganz fertig. Ich bemerkte gar nicht wie Mike sich plötzlich verkrampfte und zu etwas weiter hinter mir sah.

»Was will der denn hier?«

Jeder einzelne am Tisch sah nun hinter mich, mich eingeschlossen und es verschlug mir etwas die Sprache.

Jake stand am Eingang der Cafeteria in einer braunen sehr schicken Lederjacke, einem schwarzen T-Shirt, dunklen Jeans und genauso dunklen Schuhen. Er sah einfach umwerfend aus und ich schien nicht die Einzige zu sein, welche das auffiel. Einige Mädchen tuschelten etwas weiter neben ihm und zogen ihn förmlich mit Blicken aus. Ich konnte es ihnen nicht verübeln.

»Entschuldigt mich.«, warf ich in die Runde und trat vom Tisch weg. Bella und Edward amüsierte Gesichter konnte ich nicht mehr erkennen.

Ich trat die Cafeteria entlang auf Jacob zu, welcher es mir gleich tat. Ich blieb kurz vor ihm stehen und blickte verwirrt in seine Augen.

»Was machst du hier?«, fragte ich und bemerkte wie Jake sanft meine Hand nahm und mit seinen Fingerspitzen meine Innenfläche streichelte.

»Wollte dich einfach sehen.«

»Mitten in der Schulzeit?«, sagte ich amüsiert und blickte kurz auf unsere Hände bevor ich wieder zu ihm sah.

»Ich bin halt spontan.«, scherzte er und brachte mich zum Lachen, welches aber je unterbrochen wurde als plötzlich Mike neben uns stand und mich anlächelte.

»Hi.«, sagte er nur kurz. Nun war ich vollkommen verwirrt.

»Paige, ich wollte nur fragen ob naja du-«

»Wir unterhalten uns gerade.«, zischte Jake zwischen seine Zähne und wandte sich Mike zu.

»Jetzt komm wieder runter. Musst du dich echt an jedes Mädchen ran machen?«, verteidigte sich Mike.

Jedes Mädchen? Hatte er etwa schon mal ein Mädchen von dieser Schule gehabt? Auf einmal flog mir Bella vor mein inneres Auge, aber jegliche Gedanken verschoben sich in eine tiefe Ecke meiner Gedanken als ich wieder zu Jacob blickte.

Seine großen braunen Augen waren voller Wut und ich spürte das Zittern. Es war alles andere als ein gutes Zeichen, aber würde Jake jetzt auf ihn losgehen hätte er mehr Probleme als die Sache wert war.

"Lass sie in Ruhe!", zischte er wütend zwischen den Zähnen. Ich spürte die plötzliche Hitzewelle durch seinen Körper fahren und innerlich wusste ich, dass er nur noch Sekunden davon entfernt war ihn anzufallen. Ich schloss meine Augen und sammelte jedes bisschen Mut was ich besaß. Herr Gott, ich war eine Jägerin, da sollte ich doch etwas mutiger sein.

Mit einem Satz stellte ich mich vor Jakob, schloss meine Hände um sein Gesicht und zog seine Lippen auf meine.

Ich war mehr als erstaunt von meinen Bewegungen und mein Hirn schrie gerade vor sich, was ich denn da tun würde, aber eine bessere Möglichkeit fiel mir gerade nicht ein. Es schien auch zu wirken. Ich spürte wie Jake sie entspannte und langsam seine Hände auf meine Hüften legte, aber genau dann löste ich mich von ihm. Mike stand schon gar nicht mehr bei uns und war wieder am Tisch mit den anderen wo Eric ihn nur auslachte, Angela, Edward und Bella und zu grinsten und Jessica Mike nur ziemlich wütend ansah.

Ich nahm sofort meine Hände wieder von seinem Gesicht und trat einen Schritt zurück. Jake blickte mir sehnsüchtig hinterher, aber ich versuchte den Blick nicht zu erwidern sondern blickte ihn stattdessen lässig an.

»Ich weiß, dass ihr kurz vor der Verwandlung seid, wenn ihr zittert. Ich wollte nur nicht, dass ihr auffliegt.«, erklärte ich mein Verhalten und lächelte ihn an bevor ich ihm auf die Schulter klopfte.

»Wir sehen uns später, ja? Ich glaube nämlich es ist besser, wenn du jetzt gehst.«

Meine Worte schienen Jake wie ein Schlag ins Gesicht zu sein, denn im nächsten Moment sah er nur kurz auf den Boden bevor er aus der Cafeteria hinausstürmte und ein paar Leute anrempelte.

Ich dagegen ging wieder zum Tisch und hatte das furchtbare Gefühl meine Wörter zu bereuen, aber... Ich liebte ihn doch nicht. Ich mochte ihn, sehr, aber... ich war kein Mensch für Beziehung und schon gar keiner für romantische Gefühle. Immerhin war ich eine Jägerin... er ein Werwolf bzw. ein Gestaltwandler. So etwas würde nicht funktionieren.