Hi!
Und da bin ich wieder und hab den nächsten Teil im Anhang.

Hab mich wirklich, wirklich, wirklich seeehr über eire commis gefreut…
und wäre ja jetzt nicht so, als würde ich nicht gern wieder von euch hören… was ich damit sagen wollte, heißt eigentlich so viel wie:
BÜÜÜTTTTE REVIEW!

Okay?!

Ina Bauer: Heiß! Danke für dein commi

yvi: Ja, hab ich! ;-) Danke

Anne Carter: "freu" Schön, wieder von dir zu lesen! Danke

zissy: Jetzt gehts weiter! ;-)

Also die Beiden gehören immer noch nicht mir.

Und noch mal nen rießen Dank an meine Beta: daisy-goes-shopping!

Also dann, viel spaß!


Harrys Stimme hörte sich einen kurzen Moment brüchig an und es dauerte ein paar Momente, bis er weiter sprach.

Kurz schloss Draco die Augen und versuchte sich gegen das zu wappnen, was noch kommen musste.

°OoO°

„Kennst du das Gefühl, in Lebensgefahr zu schweben und genau zu wissen, dass du nichts tun kannst, überhaupt nichts?

Vielleicht bist du schon einmal vom Besen gefallen, vielleicht hat dich ein Klatscher herunter geschlagen, egal, du fällst.
Du kannst nichts mehr tun. Du fällst. Du siehst, wie der Boden auf dich zu rast. Du kannst nichts tun. Was bleibt dir übrig? Die letzten Sekunden zählen?

Weiß du, ich will, dass du meine Entscheidung verstehst."

Ein verwunderter Blick traf den Schwarzhaarigen.
Warum ich?, schien er zu fragen.

„Die meisten Menschen sind so dumm… so dumm…. Aber du bist anders…Besser!... warst du schon immer. Und deswegen hoffe ich, dass du irgendwann meine Entscheidung verstehen kannst, dass du begreifen kannst...

Du darfst dich nicht von den offensichtlichen Dingen wie Schwarz und Weiß ablenken lassen, sondern du musst die verschiedenen Nuancen von Grau erkennen. Nichts ist je so wie es scheint. So war es nie und so wird es nie sein.

Ich will dir erklären, was mich hier her gebracht hat."

Der ehemalige Gryffindor seufzte.
Draco hielt die Luft an und versuchte die Situation zu begreifen. Er schaffte es nicht. Es war einfach zu unwirklich.

„Stell dir vor, es ist ein ganz normaler Tag in deinem Leben. Hogsmeadwochenende. Du bist mit deinen Freunden in die drei Besen. Plötzlich ein Angriff.
Sie wollen Dich.
Nur Dich.

Dann ist da plötzlich einer deiner Freunde, gerade hast du noch mit ihm gelacht. Jetzt sind sein Augen leer. Er stirbt. Er stirbt wegen dir. Er stirbt in deinen gottverdammten Armen und du kannst nichts tun.
Nichts.

Wie gesagt, es ist ein ganz normaler Tag in deinem Leben."

Der Schwarzhaarige hatte sich an die Wand gleich neben dem Fenster gelehnt und die Augen geschlossen. Dafür war Draco dankbar. Immer wenn er sie ansah, fühlte er sich, als würde er dem Tod persönlich in die Augen sehen.

So viel Tod.

Draco hatte schon viele Menschen sterben sehen. Sie hatten Krieg gehabt, und jetzt war es sein verdammter Job. Bei Salazar! Er hatte schon genügend Leichen gesehen, um den Tod zu erkennen.

Aber noch nie, noch nie, hatte er solche Augen gesehen….so…
So verloren?

Einen Moment lang wollte er dem Impuls folgen und so weit rennen, wie er konnte.
Doch er tat es nicht.
Er musste hören, was Potter zu sagen hatte.
Er musste es wissen!

„Immer wenn du versucht, jemanden zu retten, sterben sie. Sie alle.

So geht es jetzt immer. Immer. Du weißt, dass es nicht aufhört. Du weist, dass es kein Traum ist.

Du weißt, dass du nichts tun kannst.

Du kannst nicht mehr schlafen. Wochenlang. Du siehst sie sterben. Immer wieder. Es ist deine Schuld.
Und immer wieder der Tod.

Der nächste Tag, der nächste Fluch und in deinen Armen stirbt der Nächste.

Du kannst wieder nichts tun. Und langsam beginnst du zu begreifen, dass Du nie etwas tun kannst.

Plötzlich liegt dein bester Freund in deinen Armen. Du siehst wie er stirbt. Er hat es hinter sich.
Und du wünschst dir, an seiner Stelle zu sein.

Du hast es so satt. Du hast gekämpft. Unzählige Male.
Du hast so viel verloren, alles. Du selbst stehst nur noch einen Schritt vom Tod entfernt und du weißt, dass du ihn dir mehr als alles andere auf der Welt wünschst.

Aber du weißt genauso, dass es nicht geht. Du musst wieder kämpfen. Du wirst wieder verlieren, du wirst wieder Menschen sterben sehen und du wirst wieder nichts tun können.

Weißt du, was mich die letzten Jahre gekostet haben?

Weißt du, wie es ist alleine zu sein, weil du weißt, dass du den Tod bringst?

Weißt du wie es ist, die Menschen zu verlassen, damit sie nicht sterben.

Aber du liebst sie dennoch und sie sterben….

Tod! Sonst gibt es nichts mehr in meinem Leben."

Eine Gänsehaut bildete sich auf dem gesamten Körper des Blonden. Er spürte, wie sich jedes einzelne Haar aufstellte. Sein Magen verkrampfte sich.
Er konnte sich nicht rühren. Es war, als stände er an einem Abgrund und wenn er auch nur einen Muskel rühren würde, würde er fallen.

Er schloss die Augen. Er fürchtete, was jetzt kommen würde.

Er wusste, noch konnte er gehen.

Alles hatte sich verändert. Es war eben so passiert.
Sie Beide hatten sich verändert.
Der Krieg hatte sie verändert.

Noch könnte er gehen...

Er sah Potter an...

Und er wusste, diese Möglichkeit gab es nicht mehr für ihn...

„Ich will nicht mehr. Ich bin müde, so unendlich müde. Eine bleierne Müdigkeit hält mich gefangen und es gibt nichts was sie vertreiben könnte und eigentlich will ich das auch nicht. Sie sehne mich nach allem, was ich verloren habe. Ich sehne mich nach Ihnen. Meinen Freunden, meiner Familie. Ich vermisse sie so sehr."

Dracos Blick glitt immer wieder über Potters Gesicht. Er sah schrecklich aus. Seine Wangen waren eingefallen. Seine einst wild abstehenden pechschwarzen Zotteln, waren nun stumpf und hingen schlaff herab.
Seine Haut war bleich.
Nur tiefe schwarze Ringe unter den Augen bildeten dazu einen Kontrast.

Ja, Potter sah müde aus.
Sehr müde.

„Ich vermisse unsere Abende vor dem warmen Kamin. Unsere Schachduelle. Das Quidditschtraining. Ich sehne mich nach dem Geruch staubiger Bücher, dem Geschmack von Zitronenbonbons.
Ich möchte sie lachen hören und ihre Umarmungen spüren.
Ich möchte mich mit ihnen streiten, nur um mich mit ihnen versöhnen zu können. Ich vermisse alles.
Absolut alles…"

Potter Stimme klang hohl. Wie ein Echo aus längst vergangenen Zeiten.
Er seufze und öffnete seine Augen wieder.
Schnell fingen sie Dracos ein.

Ein bitterer Geschmack bildete sich in seinem Mund, als der Andere weiter sprach.

„Ich kann nicht mehr. So einfach ist es. Ich möchte einfach nur noch, dass es endet.
Ich kann nicht mehr weitermachen. Ich habe diesen Kampf schon vor so langer Zeit verloren.
Für mich gibt es keine Gründe mehr weiter zu machen. Es gibt hier nichts mehr, was mich halten könnte… "

Wieder stieß er einen Seufzer aus. Er klang kraftlos… resigniert.

„Vielleicht sollte ich jetzt so etwas wie eine Entschuldigung bringen. Etwas dass das hier, nicht mehr ganz so schäbig aussehen lassen würde. Aber das geht nicht.
Es geht nicht.
Es ist selbstsüchtig, es ist mein Wunsch. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich bin nur ein Mensch. Ich bin nicht der Engel, den sie alle einst in mir sahen und ich bin auch nicht der Teufel, den sie heute hinrichten wollen. … Ich bin nur ein Mensch."

Draco zitterte. Er konnte kaum noch atmen.
Potter schwieg für ein paar Momente, doch sein Blick bohrte sich wie ein Messer tief in sein Herz.

Er schwieg. Er wusste Potter war noch nicht fertig. Irgendetwas in ihm wusste, dass er noch etwas sagen würde.
Etwas sagen musste.
Langes Schweigen.
Draco hielt die Luft an.

„Ich weiß, warum du hier bist, Draco und ich bin glücklich, dass du es bist…
Ich weiß, dass du mein Erlöser bist!"

Und Draco fiel.

und verhängt stattdessen die Todesstrafe…


tbc

Und?
Jetzt haben sich einige euere Fragen geklärt, nicht wahr.
Aber vielleicht haben sich ja neue aufgeworfen?

Einfach mal ein commi da lassen, gelle?!?!?!?!?