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Butterfly Effect
3 ~ Zweiter Sprung ~
Schnell huschten seine Augen von Zeile zu Zeile.
Er wollte hier weg, an einen Ort, an dem er nicht der Bruder Dracos war. Irgendwohin, wo er niemandem eine Last war...
Ich bin jetzt in der Schule angekommen, an der ich anscheinend Willkommen bin!
Das Schloss ist riesig und ich weiß schon jetzt, dass ich mich ständig verlaufen werde!
Schon alleine die Halle war bombastisch.
Und auf dem Weg zum Turm, haben sich die Treppen bewegt. Ich denke, dass ich da nicht alleine drüber will.
Was mich aber am Meisten überraschte, war, dass dieser blonde Junge so anders war. In London hat er mir besser gefallen.
Er hat mir die Hand hingestreckt, aber ich habe sie ni-
Ehe noch irgendetwas um ihn herum hätte geschehen können, bekam Harry Nasenbluten und sein Blick verschwamm.
Dann dämmerte er in die Schwärze ab.
Als Harry die Augen öffnete, stand er in der Menge und vor ihm ein elfjähriger Draco, der ihm die Hand entgegenstreckte.
Sein Blick glitt nach rechts, wo Ron stand.
Ein wehmütiges Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
Dann blickte er in das erwartungsvolle Gesicht Dracos. Er fixierte die Hand ein paar Sekunden, ehe er seinen Arm ausstreckte und zur Überraschung aller, diese sogar annahm.
Man sah es dem Blonden nicht an, aber er war erfreut und stolz, dass der große Harry Potter sein Freund werden wollte.
Er zog den anderen gleich mit sich, so dass sie nebeneinander standen.
Harry fragte sich innerlich, ob er nun seine Freundschaft mit Ron verspielt hatte?
Hermine interessierte ihn nicht, er hatte gesehen, was sie einmal tun würde und er zweifelte nicht daran, dass sie jetzt genauso handeln würde.
„So, ihr folgt mir jetzt in die Halle und ich will keinen Mucks hören. Wenn euer Name vorgelesen wird, dann tretet vor und setzt euch auf den Hocker, damit der Hut euch einteilen kann. Mehr gibt es nicht zu sagen. Außer, dass ihr euch dann an euren Tisch zu setzen habt."
Damit drehte sie sich um, öffnete die Flügeltür und marschierte nach vorne.
Die Schüler folgten McGonagall.
Es waren schon einige eingeteilt worden, aber nun kam er an die Reihe:
„Harry Potter!"
Die Halle verstummte und alle starrten ihn mit angehaltenem Atem an.
Langsam, da er das ja schon kannte, stieg der Junge, überhaupt nicht nervös, die Stufen hoch und setzte sich.
Der Hut wurde auf seinen Kopf gesetzt und nahm ihm die Sicht.
„So, wen haben wir denn da? Den großen Zauberer, der Voldemort schon als Baby besiegt hat!?", sprach der Hut und Harry wunderte sich absolut nicht.
„Hm, du scheinst ja gar nicht überrascht, mich sprechen zu hören? Wie kommt das?"
„Ist halt so. Teil mich schon ein, ich hab nicht ewig Zeit!", zischte der Junge etwas ungehalten.
„Schon gut, schon gut! Na dann, wo schicke ich dich hin...?"
Das Leder schwieg kurz.
„Nun, wie wäre es mit Slytherin? Dort würdest du erreichen, was du dir wünschst!"
Harry nickte bloß und der Hut verkündete sein Ergebnis in der ganzen Halle.
Die Anwesenden hatten stumm das verfolgt, was da oben geschehen war, zumal der Hut extrem lange gebraucht hatte! So was war noch nie vorgekommen!!!
Harry ließ sich nicht stören, erhob sich und lief dem applaudierenden Tisch entgegen, um sich dort zu setzen.
Einige nickten ihm zu und schauten dann wieder nach vorne.
Gleich würde wohl der Blonde drankommen.
Und so war es dann auch.
Der Hut schrie das Haus in die Halle und schon kam Draco Malfoy auf ihn zu. Er trug ein selbstgefälliges Grinsen.
„Na, Potter, alles klar?", fragte er und setzte sich neben ihn.
Harry wachte auf und blinzelte einige Male. Die Sonne schien in den Raum und er nahm weiße Bettwäsche wahr. Langsam drehte er den Kopf und entdeckte einen hellen Raum, in dem das Bett stand, auf dem er lag.
Leicht stützte er sich auf die Unterarme, da er auf dem Bauch lag und sah auch in die andere Richtung, wo ein Fenster war.
Ja, die Sonne schien...
Dann ließ ihn ein Geräusch aufmerksam werden.
Im Badezimmer, welches wohl angrenzte, war die Toilettenspülung gegangen. Harry fragte sich, wer das wohl gewesen war und beobachtete die Tür.
Kurz darauf erschien ein blonder Haarschopf und ein reichlich verpennt aussehender Draco.
„Oh, hab ich dich geweckt?", fragte er und lächelte.
„Ähm... nein! Aber, was machst du hier?"^
Die Verwunderung in der Stimme des Schwarzhaarigen war nicht zu überhören gewesen.
„Ach, Harry, was fragst du denn so was?", lachte der Blonde und verkroch sich wieder unter die Decke.
„Eh?", brachte Harry bloß heraus, als sich Draco dann auch noch tatsächlich an ihn kuschelte.
Seine grünen Augen betrachteten den nun zufrieden daliegenden Blonden und da wurde es ihm klar: Es war wieder eine Veränderung der Geschichte aufgetreten!
Glücklich legte er seine Arme um den anderen und vergrub sein Gesicht am Hals Dracos.
„Du, Schatz?", kam dann die Frage von dem anderen.
Harry nuschelte ein „Hm?"
„Ich hab vor dem Unterricht noch Lust auf einen Quicky!"
Der Dunkelhaarige war sprachlos, hütete sich aber, etwas dagegen zu tun. Denn vielleicht würde er nie wieder die Gelegenheit dazu bekommen, mit seiner großen Liebe zu schlafen.
Also nickte er bloß und verschwand halb unter der Bettdecke.
Sanft küsste er sich seinen Weg über die Brust, zu den Brustwarzen, die er mit der Zunge reizte. Seine Hände streichelten die Seiten Dracos auf und ab, wanderten manchmal auch in noch tiefere Regionen, was diesen dann zum Aufstöhnen brachte.
„Harry!", japste der Blonde und vergrub seine Hände in den schwarzen Haaren des anderen.
Der Grünäugige war unterdessen am Schritt angelangt und ließ die Shorts verschwinden, denn sie stellten sich als äußerst störend heraus.
Harrys Herz pochte so heftig, dass er glaubte, Draco könnte es hören. Seine Zunge kam zwischen seinen Lippen zum Vorschein und leckte einmal die Länge seines Freunde entlang. Der keuchte und bog den Rücken durch, verlangte nach mehr.
Harry ließ sich nicht lange bitten und nahm das Glied in den Mund. Sanft saugte er daran, übte mit der Zunge Druck aus und setzte seine Zähne ein.
Der Schwarzhaarige spürte, dass sich sein Freund nicht mehr lange würde halten können und ließ darum eine Hand nach oben wandern, schob zwei Finger in den Mund des Blonden.
Draco saugte hingebungsvoll an ihnen und stöhnte dazwischen immer wieder laut auf. Etwas, das Harry zeigte, dass es ihm gefiel.
Seine eigene Erregung schmerzte mittlerweile schon und so entzog er dem anderen seine Finger und führte einen in ihn ein.
Es dauerte nicht lange, und auch der Zweite folgte. Wieder stöhnte Draco laut und nach mehr fordernd, auf.
Hastig drängte der Blonde sein Becken gegen die Finger, machte deutlich, dass er endlich richtig mit Harry schlafen wollte. Sofort verschwanden die Finger, machten etwas größerem Platz.
Sowohl Draco, als auch Harry, stöhnten laut. Es war so unglaublich berauschend, dass sie Beide nicht lange warten konnten und sie sich rhythmisch gegeneinander bewegten, gleich ein hohes Tempo ansetzten.
Und dann schrie der Blonde erlösend auf, dass sich seine Muskeln zusammenzogen, somit Harry einkerkerten und ihn mit sich rissen.
Erschöpft lagen sie noch kurz aufeinander, ehe sich der Schwarzhaarige von seinem Freund trennte und sich neben ihn schmiss.
„Hm.. Liebling, seit wann machst du solch wahnsinnig geile Dinge mit mir?", raunte Draco und lächelte lasziv.
„Übung, Schatz!", lachte der Dunkelhaarige nur und küsste den anderen, ehe er aufstand.
Jetzt brauchte er eine Dusche!!
Und als er unter dem Wasser stand, dachte er darüber nach, wie sein Leben verlaufen war. Jetzt, wo er es schon wieder verändert hatte...
Flashback
Harry hatte es nicht als so schlimm empfunden, in Slytherin zu sein. Er hatte bemerkt, dass die Slytherins nicht so kalt waren, wie sie immer bei den anderen vorgegeben hatten.
Er hatte sich ein Zimmer mit Draco geteilt, was ja eigentlich nicht besser hätte sein können.
Eigentlich war es ja so gewesen, dass der Blonde ihn regelrecht mit hinein gezogen und darauf bestanden hatte, dass er blieb.
Natürlich hatte er sich das nicht zweimal sagen lassen!
Und so verstrich schnell ein Jahr, in dem er eine Menge erlebt hatte. Leider, wie er fand, hatte er seine beginnende Freundschaft mit Ron, nicht retten können.
Andererseits hatte er gedacht, dass es besser gewesen war, denn dadurch hatte der Rotschopf vielleicht überlebt...
Den Stein der Weisen, hatte sich Harry schnell angeeignet, so dass der Angriff des netten Lords erfolglos geblieben war.
Draco hatte er von dem Ganzen allerdings nichts erzählt, da er nicht gewusst hatte, wie er zu Voldemort stand.
Es war besser gewesen, das wusste er.
Harry hatte noch Jahre später gelacht, wenn er sich an das verwirrte Gesicht Dumbledores, und insbesondere Snapes, erinnerte.
Zaubertränke waren für ihn leicht gewesen, dadurch, dass er ja schon alles gekonnt und sich auf der Uni enorm verbessert hatte.
Trotzdem war er nicht umhin gekommen, manchmal eine gehässige Bemerkung von dem Mann zu bekommen.
Einmal, da hatte er zurück gepunktet und der Tränkelehrer war schneeweiß geworden.
Welch Genugtuung das gewesen war...
Das zweite Schuljahr war mit der Kammer verbunden gewesen und auch da hatte er unauffällig alles gelöst.
Zu seiner Verwunderung war er nicht, so wie früher, von allen angebetet worden, dafür, dass er der- Junge- der- lebt war.
Aber gut, er hatte es sowieso immer verabscheut und damit war ja sein Ziel erreicht gewesen.
Wenn er es sich recht bedachte, war er gemieden worden, wenn man sein eigenes Haus ausschloss.
Denn, die Schüler aus Slytherin hatten ihn interessant gefunden und oft hatten sie zusammen gesessen und hatten sich über Verschiedenes unterhalten.
Draco, wie Harry aufgefallen war, war selten von seiner Seite gewichen...
Das Dritte hatte, wenn es sich Harry recht überlegte, auch nicht viel Neues gebracht gehabt, außer, dass er wohl nie von seinem Paten erfahren hätte, wenn sein erstes Leben – konnte man das so nennen? – nicht in Gryffindor verlaufen wäre.
So aber hatte Harry unbemerkt Recherchen über seinen Paten betreiben und versuchen können, ihn zu treffen.
So war die Nacht gekommen, an der die fette Dame verschwunden war und sich herausgestellt hatte, dass Sirius Black in Hogwarts eingebrochen war.
Als die Slytherins, insbesondere Harry, davon gehört hatten, hatte er sich gefragt, wieso sein Pate ihn ausgerechnet da oben gesucht hatte?
Aber was sollte es.
Im Dunkeln war er raus zum verbotenen Wald geschlichen und hatte mit einem leisen `Lumos´, den Weg vor sich beleuchtet.
Am Tag zuvor hatte er sich Krätze gefangen, damit er Sirius schnell anlocken konnte.
So war es dann auch gewesen.
Als der große, schwarze Hund auf ihn losgehen wollte, um die Ratte zu bekommen, hatte er einen Schritt zur Seite gemacht und leise gelacht.
Auch als Hund hatte sein Pate gerade einen zu komischen Ausdruck drauf gehabt.
„Sirius? Ich bin Harry, dein Patenkind!"
Leise hatte er das gesagt und dann abgewartet. Der Hund war wie auf Kommando stehen geblieben und hatte ihn angesehen.
„Ich will auch, dass diese Ratte bestraft wird, aber wenn du ihn tötest, dann haben wir keine Beweise, um deine Freiheit zu erhalten."
Das Tier hatte daraufhin seine Gestalt verändert und dann war ein Mann vor ihm gestanden.
„Harry... Du bist wie deine Mutter... sie hätte das auch gesagt, genauso wohl auch James."
War Sirius´ leise und wehmütige Stimme erklungen.
Harry war herumgewirbelt und hatte Remus Lupin erkannt, der den Weg gestolpert gekommen war.
„Hat aber lange gebraucht, um herzukommen, der liebe Remus..." Hatte Harry gegrinst und dem Professor entgegen gesehen.
„Mr. Potter, was gedenken sie hier zu tun?!"
Lupin hatte ihn schnaufend angeschaut und dann erst Sirius.
Der Mann war bewegungslos stehen geblieben und hatte seinen alten Freund erst einen Moment angestarrt, ehe er ihm um den Hals gefallen war.
„Siri, mein Freund, du bist es wirklich!"
Sie hatten sich umarmten und Harry hatte die glücklichen Gesichter beobacht.
„Ich möchte ja nicht stören, aber wir haben noch etwas zu tun."
Er hatte die Ratte hoch gehoben, die erbärmlich zu zittern begonnen hatte. Mit seinen scharfen Zähnen hatte das Biest versucht den Jungen zu beißen, doch der hatte vorgesorgt.
Ein Zauber schützte ihn vor den vergeblichen Angriffen und Befreiungsversuchen.
„Was?! Diese Ratte, ist das..?"
Hatte Remus begonnen und seine Augen hatten einen fragenden Ausdruck getragen.
„Ja, ganz richtig! Und nun sollten wir zurück ins Schloss, dort können wir dann die Auroren benachrichtigen und damit ist Siri dann frei."
Der Junge hatte das ganz ruhig gesagt und amüsiert der Ratte zugeschaut, die immer noch versuchte, sich zu befreien.
„Echt, Pettigrew, du kannst es noch tausendmal versuchen, aber bringen wird es nichts. Ich lass dich nicht laufen, diesmal nicht!"
Sirius wie Remus, war ein Schauer über den Rücken gelaufen. Die Stimme des Jungen hatte wie die eines Erwachsenen geklungen, der schon viel Leid und Tod gesehen hatte.
„Junge, was hat das zu bedeuten? Und woher kennst du seinen Namen?"
Hatte der schwarzhaarige Mann wissen wollen.
„Hm? Oh, das ist schwer zu erklären. Ich weiß es halt und nun bist du frei, Sirius! Jetzt kann ich zu dir ziehen und damit weg von den Muggeln, die mich eh nie haben wollten! Vielleicht können wir drei ja zusammen wohnen!?"
Harry war begeistert gewesen. Ja, er hatte die Idee gut gefunden, mit den Beiden zusammen wohnen zu können. Es war alles perfekt gewesen, was hätte er sonst noch haben wollen?
Harry hätte da schon etwas gewusst, aber darauf hatte er sich keine großen Hoffnungen gesetzt, denn es hätte entweder noch eine Weile gedauert, oder es wäre nie etwas geworden...
Dann hatte er sich abgedreht und war voran geschritten, damit die zwei anderen ihm folgten.
So, Ende für diesen Teil...
Im nächsten Kapitel werde ich den Rest des Flashbacks bringen und dann werden wir mal sehen, was noch so alles passiert!^^
Bye,
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