Im Tee- und Caféhaus saßen, wie Lotte es voraussgesehen hatte, nur die üblichen zehn älteren Damen und Herren, die dieses Haus regelmäßig zu schmücken pflegten.
Aufgrund der Tatsache, dass es kein hippes jugendliches Coffeeshop, sondern eher ein ruhiges Kaffeekannenetablisment war, trauten sich hier so gut wie nie Teenager oder anderes mit der Erscheinung Tom Hiddleston vertrautes Publikum rein. Der Laden war gemütlich aber leider auch ziemlich örtlich eingerichtet. Holzvertäfelung an den Wänden, welche in den Neunzigern in einem Anfall von Modewahn grau-weißlich angestrichen worden waren und grün-grau melierte Stuhlbezüge um die schlichten Holztische. Was die Optik nicht vermochte, machte der Geschmack der Produkte, aber leider auch die Preise wieder wett. Nachdem der bestellte Tee gekommen war, saßen beide still und in sich versunken da. Tom starrte dermaßen intensiv in seine Tasse, als könne er in ihr die Zukunft lesen, während Charlotte die ihre mit beiden Händen fest umschlossen hielt und über ihren Rand ins Nichts starrte. Als Tom seinen Blick aus den Tiefen der Tasse hob, begegnete er Charlottes Blick, die nach wie vor wie ein hypnotisiertes Kaninchen in sein Gesicht zu starren schien.
„Gefunden was du suchst?" Tom zog eine Augenbraue kritisch hoch, während Charlotte ertappt zusammenzuckte.
„Wenn ich auf der Suche nach dem Sinnbild des typischen Engländers wäre, so müsste ich jetzt mit."Ja" antworten" fing sie sich jedoch schnell wieder.
„Sinnbild eines typischen Engländers.. „ sinnierte er, nur um anschließend zu fragen: "Ist das nicht eine ziemlich abfällige Bemerkung? Leute aufgrund ihres Aussehens in Schubladen zu stecken ist nicht gerade sehr tolerant und aufgeschlossen. Machst du das des Öfteren?"
„Und sie? Klettern sie „des Öfteren" über Mauern und stehlen sich fort? Was wird ihr Entourage dazu wohl sagen?"
Etwas in der Art wie sie das Wort Entourage aussprach, ließ ihn kurz aufhören. Entourage, ein scharf akzentuiertes „T" und das „G" für jemanden der kein Französisch sprach zu weich. Abgesehen von dem leicht angedeuteten „E". „Sieh an sieh an, Schneewittchen ist Französin" lachte er in sich hinein. „Meine Entourage" lachte er, „Ja, die wird in der Tat sehr panisch sein, wenn das herauskommt. Aber, was sollte dich das interessieren?"
„Gute Frage" überlegte Lotte, „Vielleicht sollte mich das nicht die Bohne jucken. Vielleicht sollte ich diesen Teil überspringen und gleich zu dem kommen, weswegen ich sie ansprach."
Tom begann ablehnend und wütend zu wirken und meinte: "Ja, natürlich. Tu was du nicht lassen kannst Schneewittchen oder Alice oder wie auch immer du heißen magst. Da ich kaum in deine Gedanken sehen kann, weiß ich nicht, was du tun oder lassen solltest. Von daher ist mir DAS ziemlich egal."
Charlotte lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und betrachtete den Typen vor sich, der nun mit einem wütenden Gesichtsausdruck dasaß. Sie versuchte ihn zu beschwichtigen. „Machen wir reinen Tisch." Sie nickte in Richtung ihres Gesprächspartners. „Sie sind abgehauen. Ich vermute mal der Trubel um ihre Person geht ihnen mächtig auf die Nerven und da wollten sie sich eben mal die Füße vertreten. „ Hier versuchte er kurz zu Wort zu kommen um das Bild richtig zu stellen, aber er bekam keine Chance. „Ist ja egal, ich respektiere das. Aber so sehr ich es auch respektiere, es gibt da ein Problem. Ich brauche leider dieses Interview mit ihnen. Für meinen Chef, der sich erhofft, so die Auflage seiner Zeitung zu steigern und das Blatt auf diese Weise retten zu können." Sie sah ihn an, ob er noch etwas darauf sagen wollte oder wie er überhaupt darauf zu reagieren gedachte. Als nichts weiter kam, schließlich war er bereits empört und verletzt, fuhr sie fort: "Hören sie, ich mach das für meinen Chef...", „Und für eine gute Freundin" setzte sie in Gedanken hinzu und versuchte sich so zumindest teilweise für ihren Überfalls zu entschuldigen. Tom sah sie genervt an. „Ich wollte das alles etwas lockerer angehen. Nicht so das typische Interview a la: "Wie geht es dir?", „Welchen Charakter in Thor magst du am meisten?" „Wie ist es mit Größen wie Portmann und anderen zusammenzuarbeiten?" Ist mir zu blöde." erklärte Lotte. „Auch von den üblichen Teeniefragen nach der Lieblingsfarbe, dem Lieblingstier und so, halte ich nichts." gestand sie.
„Und wie sollte das hier dann ablaufen?" gab er zynisch zurück.
„Ich dachte wir könnten es als eine Art Gespräch gestalten" zuckte Lotte zurück, in Anbetracht der Ablehnung die sie erfuhr. So nett war er wohl doch nicht, der liebe Tom. Zumindest dann nicht, wenn er mal nicht im Scheinwerferlicht stand. „Nein." sagte Charlotte, „Ich hatte, bzw. habe keine Idee wie ich es anstellen wollte. Ich wusste lediglich, die übliche Vorgehensweise finde ich öde. Und ich dachte sie auch." „Mal ehrlich," fügte sie hinzu, „wer will schon zum hunderten Mal nach Thor gefragt werden?" Aber sie erhielt keine Antwort... „Ich würde ja sagen, wir unterhalten uns nett. Aber dafür sind sie jetzt vermutlich viel zu sauer drauf und außerdem, worüber unterhält man sich schon mit einem Fremden?" versuchte sie einen erneuten Anlauf.
„Ich weiß nicht... Über das Wetter?" schlug er wütend vor.
„Übers Wetter?" wiederholte sie, „Jetzt fallen sie doch ins Klischee. Aber mich dafür rund machen, dass ich sie als typischen Engländer bezeichnet habe." empörte sie sich in gespielter Art.
Tom musste gegen seinen Willen grinsen. „ Da muss ich leider zustimmen. Der Punkt geht an dich. Und würdest du bitte aufhören mich zu siezen? Wenn du mich weiter Mr. Hiddleston nennst, laufe ich Gefahr mich wie mein eigener Vater aufzuführen."
„Na also." dachte sich Lotte. Sie hatte das Ruder scheinbar zu ihren Gunsten herumgerissen. „Alles wird gut, nur tief durchatmen" sprach sie sich selbst Mut zu. „In Ordnung" sagte sie laut zu ihrem Gegenüber. „Aber, wie soll ich sie, Verzeihung, dich, dann nennen? Sag jetzt bitte nicht Loki!"
„Tom. Für gewöhnlich nennen mich die Leute Tom."
"Gut, dann also Tom."
„Und wer bist du?" fragte Tom Lotte. „Ich kann dich ja schlecht Schneewittchen oder Alice nennen. Es sei denn du hießest wirklich Alice."
„Cha... Sania" stellte Lotte sich vor.
Nochmals ergriff Tom ihre Hand. „Gut, Sania... Ein Interview mit mir soll es also sein. Aber du hast keine Lust auf blöde Fragen.. „
„Nein, keine Lust." zwinkerte Lotte ihm zu. „Normalerweise würde ich mich nach deinen lieben Verwandten oder aber gemeinsamen Freunden erkundigen." lachte Lotte, „Aber zum einen gibt es keine gemeinsamen Freunde und zu anderen kenne ich keine Verwandten von dir."
„Nicht?" fragte Tom perplex.
Charlotte begann sich zu fragen, ob er nur spielte oder ob es ihm Ernst war. „Nein, ich weiß nichts über dich. Außer vielleicht in welchem Film du gerade mitgespielt hast."
„Hmmm.. „ meinte er, „Das ist eher ungewöhnlich" setzte er noch hinzu. Lotte konnte das wohl kaum verhehlen. „Ja, blöde Situation. Allerdings ist das für uns die Chance ein völlig ungewöhnliches Interview führen zu können." „Gut, in Ordnung, was schlägst du vor?"
„Naja, ich weiß nicht... London? Warum erzählst du nicht von London?"
„London? Warum gerade London?" wollte Tom wissen, „Ja, es ist meine Geburtsstadt und ich lebe dort. Sicher ist es eine der besten Städte der Welt, aber wenn dich interessiert wo ich überall war, dann könntest du mich auch nach Paris, New York oder aber L.A. fragen." „Du warst in Paris?" staunte Charlotte ungläubig, was ihn nur laut auflachen ließ.
„Ich sage dir, ich war in L.A. und New York und du fragst mich ausgerechnet nach Paris?!"
„Ja, na klar. Warum nicht? Was interessiert mich New York? Absolut stressige Stadt, wenn du meine Meinung hören willst. L.A. kenne ich nicht, aber damit verbindet mich auch nichts."
Tom lachte nun noch mehr, „Aber Paris! Was hast du mit Paris zu schaffen?"
„Hör mal " antwortete sie ihm, „Jeder in Frankreich kennt Paris. Paris hält sich für das Zentrum des Universums. „
„Ah ja, schon mal dagewesen?" fragte er.
„Zählt die Rocade?" fragte sie frech zurück.
Tom saß überrascht aufrecht: „Du warst noch nie in Paris?"
„Nein."
„Aber du willst von mir wissen wie Paris so ist?"
„Ja klar. Wenn ich es tatsächlich mal hinschaffen sollte, dann habe ich ein paar nette Insidertipps, wo ich hin gehen muss und was sehenswert ist." erklärte Lotte.
„Frag den Touriguide" war seine abschlägige Antwort, „Ich war nämlich nur zum arbeiten dort. Viel Zeit für Unternehmungen blieb dabei nicht. Mehr als die üblichen Touristenhochburgen habe ich nicht sehen können und kann auch nicht mehr weitergeben." lautete Tom Auskunft.
Charlotte ärgerte sich. Dieses Interview lief nicht sonderlich gut. „Schade" seufzte sie. „Aber eine Frage wirst du mir doch sicherlich beantworten können: London oder Paris, welche Stadt ist besser?"
Tom zögerte und dachte nach. Nur um schließlich mit der Antwort aufzuwarten, dass keine der beiden Städte besser als die andere wäre. Jede hätte eben ihre Vorzüge, es käme darauf an, was man wollte. „London ist meine Heimat. Ich liebe meine Stadt für ihre Museen, Teashops und natürlich ihre Theater. Ich habe Shakespeare zum ersten Mal in London gesehen. Eine Offenbarung. Aber Paris... Ich meine, Paris gilt als Stadt der Liebe, der verträumten Cafes, der Künstler und des Frühlings oder?"
Lotte ärgerte sich immer mehr. „Herrgott, der ist glatter als ein nasser Aal" dachte sie bei sich. „Soviel Diplomatie auf einem Haufen ist schwer ertragbar!" „Ja, Paris, die Stadt der Liebe. Oder aber die Stadt der brennenden Autos, der Krawalle und der Streiks." sagte sie laut und deutlich.
Tom fühlte sich aus seinen schönen Gedanken gerissen und zog eine Augenbraue hoch. Das Interview, soviel war klar, verlief bereits jetzt völlig anders. „Ziemlich negative Einstellung findest du nicht?" fragte er Lotte.
Lotte sah überrascht hoch. „Was?" bemerkte sie, „Ist doch so. Die meisten normalen Menschen sehen Paris nicht so, wie du es beschrieben hast. Die leben nicht im ersten Arrondissement, sondern weiter draußen in einer der hübschen Betonhochburgen. Liebe, Gloria sind da oft sehr weit von entfernt. Aber gut, ich gehe davon aus, dass einem Star wie dir das relativ unbekannt sein wird. Vom „normalen" Leben bekommst du ohnehin nicht mehr viel mit, wo du nur noch von Hotelzimmer zu Hotelzimmer in Privatautos gefahren wirst."
Tom rückte vom Tisch ab und hielt beschwichtigend die langen weißen Hände vor sich. „Wow.. Hör mal, ich hatte auch mal ein Leben all dem Ruhm." verteidigte er sich. „Wenn du meinst ich sei im puren Luxus geboren, Fehlanzeige. Ich habe auch für meine Miete und Ausbildung arbeiten müssen. Und das „Starleben", dass ist auch nicht so toll wie alle meinen." Charlotte zog nur leicht die Augenbrauen in die Höhe, während er damit begann einen langen Vortrag über Drehtage mitten in der Einöde in sengender Hitze oder fürchterlicher Kälte, verbunden mit frühem Aufstehen und späten zu Bett gehen zu halten.
„Schön schön.. „ unterbrach sie ihn. „Schauspielern ist also ein hartes Brot"
Tom nickte. Er hasste es auf die „Nur – ein – Schauspieler – Schiene" abgeschoben zu werden.
„Gut, Frage: Nehmen wir an, du wärst nicht an die Schauspielerei geraten, was wärst du dann?"
„Was ich dann wäre?" fragte er verwirrt. „Ja, was wärst du dann? Feuerwehrmann? Polizist? So etwas in der Art? Ist doch der Traum aller Jungs, oder?"
„Nein... ich weiß nicht. Ich wollte schon immer Schauspieler werden. Ich konnte es nur lange nicht zugeben. „
Lotte rollte mit den Augen. Würde er je etwas brisantes sagen? Diesen Vorstoß konnte sie also auch als fehlgeschlagen verbuchen. Sie seufzte, was konnte sie jetzt noch fragen?
„Also, du wusstest worauf du dich einließt? War es eine große Umstellung als der Erfolg kam?" Tom dachte erneut nach. „Ja, denn man kann nicht damit rechnen. Nicht mit so etwas." meinte er dann.
„Bist du deswegen abgehauen?" fragte Charlotte, „Weil es dir auf die Nerven geht?"
„Ja, nein... Es ist schwer zu erklären" Tom schüttelte verwirrt den Kopf. " Es ist nur.. „
„Oh BITTE!" stöhnte Lotte in Gedanken.
„Ich liebe meinen Beruf. Ich liebe die Fans und den Erfolg. Es macht mich glücklich, dass ich offenbar einen guten Job mache, sonst gäbe es diesen ganzen Hype wohl nicht. Aber, es ist anstrengend. Ich weiß nicht, ob du mal eine Rundreise gemacht hast, bei der du in sehr kurzer Zeit sehr viele Städte besuchen konntest." Tom hielt inne, „Das verwirrt. Ich sehe ja auch nie viel von den Orten. Da ist es auf Dauer schwer einen Unterschied zu machen, schwer zu erkennen, ob du nun in New York, Paris oder sonst wo bist."
Lotte bemühte sich es zu verstehen. Es wollte ihr jedoch nicht so recht gelingen.
„Das ist der Teil der nervt. Abgesehen davon, dass sich plötzlich jeder anders benimmt, wenn man dich erkennt."
Charlotte nickte erneut, wenn auch mechanisch. Mit dieser Rede ließ sich für Sania bestimmt was anfangen. Charlotte nahm noch einen Schluck Tee.
„Was wolltest du mal werden?" kam plötzlich unerwartet die Frage von ihm.
„Ich?!" plusterte sich Lotte auf.
„Ja, du. Ist nur fair, wenn ich dir die gleiche Frage stelle, wo das doch ein Gespräch werden soll."
„Eigentlich sollte ich hier die Fragen stellen" wich Charlotte unwirsch aus.
Tom schüttelte den Kopf. Er wollte wissen wen er da vor sich hatte und er wollte Antworten. „Kein Ausweichen. Ich höre.. „ bestand er darauf.
Charlotte dachte fiebrig nach. „Keine Ahnung." schloss sie dann.
Tom hakte nach: „Ach komm, du kannst mir nicht sagen, dass du keine Träume hattest als du klein warst?"
„Hmmm, nein, da muss ich passen. Tut mir leid. Ich habe nie Vorstellungen über meine Zukunft gehabt. Ich lebe von Tag zu Tag." war ihre Antwort.
„Von Tag zu Tag leben? Keine schlechte Philosophie." sinnierte er.
Charlotte versuchte nochmal das Gespräch an sich zu bringen. „Paris, wie siehst du die Franzosen so?"
„Wie ich sie sehe?"
„Warum muss er immer die Fragen wiederholen?!" fragte Lotte sich.
„Nette Menschen sind sie, die Franzosen. Zumindest nach dem was ich von ihnen sehen konnte."
„Sprichst du französisch, oder blieb auch dafür keine Zeit, als du in Paris warst?"
„Doch, je parle francais. Et toi? Est-ce que tu parle francais?"
„Si. Pas mal ton francais." log Charlotte.
„Merci pour le compliment. Comment est possible, que toi aussi tu parle francais?"
„Weil ich jahrelang in Frankreich gelebt habe. Ich durfte einen Teil meiner Kindheit dort verbringen."
„Aha, also doch Französin!" dachte er sich. „Du bist in Frankreich geboren?"
„Nein, geboren und teilweise aufgewachsen bin ich in Kanada. Und später dann ab nach Frankreich."
„Interessant. Ein mal um die Welt also, wie es scheint." meinte Tom höflich.
„Ja, aber kommen wir doch wieder auf das Interview zurück." drängte Lotte, ziemlich plump.
Tom amüsiert sich. Offenbar war Sania wohl sehr zugeknöpft wenn es um ihre Person ging, während Lotte bemerkte, dass ihr Tee so gut wie leer war. Außerdem war es spät geworden und der ging ihr ziemlich auf die Nerven. Sania hin oder her, sie wollte den Diplomaten im Schauspielerkostüm loswerden. Was sie hatte musste reichen. Zumal es sich ja auch nur um einen kleinen Artikel in einer unbedeutenden Lokalzeitung handelte.
„Noch eine letzte Frage. Ich nehme an du wirst wieder zurück wollen, bevor du erwischt wirst?" Tom nickte. „Nehmen wir an, du hättest dich in deiner Familie. Also du würdest dich von außen betrachten können, du bemerkst, wie die Karriere in Gang kommst. Was würdest du dieser Person raten?"
Tom sah etwas verwirrt drein: „Wie bitte? Das versteh ich nicht."
„Ich meine, stell dir vor, du bist nicht du, sondern jemand anderes, ein Cousin, ein Onkel, enge Freundin. Du kennst die Person bereits seit Jahren und siehst wie ihre Karriere anläuft und plötzlich nimmt es überhand. Diese Person ist überall. Was rätst du dieser Person?" bemühte sich Lotte.
Tom begann zu verstehen: „Was ich einem engen Freund in der Lage raten würde? Ich weiß nicht, ich bin vorsichtig mit Ratschlägen. Er sollte vorsichtig sein, wem er traut. Ach und er sollte sich an Einsamkeit und Stress gewöhnen. Und einen Bodyguard für seine Familie anschaffen, sowie sich ein dickes Fell zulegen. Was auch für den Rest der Familie gilt. Egal mit wem er unterwegs sein wird, es wird immer getuschelt. Und zwar nicht auf die Nette Art und Weise."
„Wow. Gut, bzw. Nicht gut. Ich danke dir." schloss Lotte. Unvermittelt stand sie auf und hielt Tom die Hand zum Abschied hin. Sie wollte gehen, aber er hielt sie auf:."Moment Sania! Bei welcher Zeitung arbeitest du nochmal? Wo kann ich von dir lesen."
„Ich schreibe für den K.-Kurier." antwortete ihm die falsche Sania.
„Gut, ich hoffe ich kann mir das merken." lächelte Tom, „Ich gedenke mir das durchzulesen."
„Oh ja, zweifelsohne" dachte Lotte säuerlich. Sie wollte nur noch fort. Was fand die Frauenwelt nur an so einem Bubi? Viel zu glatt und zu schön, zu höflich und immer so diplomatisch.
