Disclaimer: wie immer nix mir
Thanks meinen Schwestern fürs Betalesen
Da ich an Ostern n bissl Zeit hatte, kommt jetzt doch noch n Kap
Viel Spass!
Schwärmerei und andere Gefühle
Seit zwei Jahren arbeitete ich jetzt im Lodge. Ein kleines Restaurant, das wohl das Schickste in unserem kleinen Städtchen war. Und das Teuerste. Ich verbrachte hier jeden Nachmittag nach der Schule und jedes zweite Wochenende. Ich besserte damit mein Taschengeld auf und einen kleinen Teil sparte ich fürs College. Mr. Whitters, der Inhaber, arbeitete als Küchenchef. Im ersten Jahr lernte mich seine Frau hinter der Theke ein. Mittlerweile vertraute er mir soweit, dass ich alleine hinter dem Tresen stand. Mrs. Whitters kümmerte sich um den Papierkram und half nur noch mit, wenn viel los war.
Es war ein ruhiger Nachmittag. Mr. Whitters hatte mir gleich verziehen, dass ich etwas zu spät dran war. Es war das erste Mal in den 2 Jahren und ich ärgerte mich über den Grund dafür. Außer zwei Stammkunden, die mit Kaffee und Zeitung am Tresen saßen, und einem jungen Pärchen, das ich nicht kannte, es musste von außerhalb sein, war niemand da. Ich wischte noch einmal über die Theke, alle anderen Aufgaben hatte ich bereits erledigt, und nahm mir dann eine Zeitschrift. Mr. Whitters hatte mir gestattet, während der Arbeit zu lesen, wenn ich zwischendurch nichts zu tun hatte. Alle paar Minuten ließ ich meinen Blick über die wenigen Gäste schweifen, um zu sehen, ob jemand noch etwas brauchte.
Als ich gerade in einen Artikel über den neuen Kinofilm, der nur beste Kritiken bekam, vertieft war, läutete das Türglöckchen und kündigte somit neue Gäste an. Ich legte schnell meine Zeitschrift zurück und sah nach, wer gekommen war. Am liebsten hätte ich mich hinter dem Tresen versteckt. Edward! In Begleitung zweier Blondinen! Er setzte sich mit ihnen an einen Fensterplatz in der Ecke, er auf der einen, die Mädchen auf der anderen Seite. Als ich die zwei genauer ansah, fiel mir auf, dass sie Zwillinge sein mussten, dieselben Augen, dieselben langen blonden Haaren, dasselbe Outfit. Und dieselbe Haltung. Sie hatten beide die verschränkten Arme auf dem Tisch und kicherten vor sich hin. Edwards Gesicht konnte ich vom Tresen aus nicht sehen, aber er schien sich entspannt nach hinten zu lehnen, einen Arm auf der Rückenlehne. Ich hatte mich noch nicht ganz von diesem Schock erholt, als Mr. Whitters mich fragte, ob ich nicht langsam mal die Gäste bedienen wolle. Ich zuckte kurz zusammen, er hatte mich erschreckt, und nickte dann eilig. Auf dem Weg an ihren Tisch bemühte ich mich, die Fassung zu wahren. Ich nahm Stift und Block aus meiner Schürze und stellte mich an das Tischende.
„Willkommen im Lodge. Was kann ich Ihnen bringen?" Ein Satz wie aus einem Drehbuch, ich hatte ihn schon so oft gesagt. Edward sah zu mir auf und grinste, mal wieder, schien aber nicht überrascht zu sein, mich hier zu anzutreffen. Dann blickte er vielsagend zu den Mädchen, die daraufhin erneut einem Kicheranfall erlagen.
„Einen Schokobecher, bitte", sagte der linke Zwilling.
„Und für mich einen Erdbeerbecher, bitte", orderte der rechte Zwilling. Ich notierte beides und wartete darauf, dass Edward bestellte. Als er nichts sagte, blickte ich widerwillig von meinem Block auf, um ihn fragend anzusehen. Er grinste frech zu mir hoch, wahrscheinlich hatte er abgewartet, bis ich ihn ansah. Ich hatte das dringende Bedürfnis, meine Faust in sein Gesicht zu schlagen.
„Kaffee", sagte er nur. Oh, ich hasste ihn dafür, dass er mich dazu bringen musste, nachzufragen. Ich sah ihn so freundlich als mir möglich an.
„Tasse oder Kännchen, Milch, Zucker, Süßstoff?" Wieder ein Drehbuchsatz, meine Stimme war erstaunlich ruhig.
„Eine Tasse, schwarz." Ich notierte wieder.
„Kann ich sonst noch was bringen?", fragte ich höflich. Edward beugte sich nach vorne, legte einen Arm auf den Tisch und lächelte die Mädchen an.
„Möchten die Damen noch was trinken?", säuselte er ihnen entgegen, so dass sie wieder einen Kicheranfall bekamen. Ich rollte mit meinen Augen und schüttelte unmerklich den Kopf. Die Zwei sahen sich unter dem Gekicher kurz an, antworteten aus einem Mund, „Zwei Cola light", und kicherten weiter. Ich notierte erneut und ging zurück hinter die Theke. Die Eisbestellungen ließ ich in die Küche gehen. Ich schnappte mir eine Tasse, die ich unter den Kaffeeautomat stellte. Während der Kaffee aufbrühte, bereitete ich die zwei Cola light zu. Ich packte alles auf mein Tablett und ging an ihren Tisch. Edward hatte sich wieder zurückgelehnt. Wortlos stellte ich die Getränke ab.
„Bella?" Ich hatte mich gerade zwei Schritte von ihrem Tisch entfernt. Ich machte auf dem Absatz kehrt und blieb vor ihm stehen. Er sah mich diesmal nicht an, grinste den Mädchen zu.
„Ja, bitte?", gab ich leicht angesäuert von mir. Ich hätte mich dafür selbst ohrfeigen können, schließlich war er Kunde, auch wenn es mir nicht passte, ihn hier zu sehen, geschweige denn, ihn bedienen zu müssen.
„Ich hätte gerne einen Kaffeelöffel." Verwirrt hob ich meine Augenbrauen. Er trank seinen Kaffee schwarz und brauchte einen Löffel? Wofür?
„Kommt sofort", antwortete ich knapp und ging zurück. Ich schnappte mir einen Kaffeelöffel und wickelte ihn in eine Serviette. Ich wusste, dass es mich nichts anging, aber die Frage ging mir nicht aus dem Kopf. Wofür?
„Miss Swan, können Sie mir noch einen Kaffee machen?", unterbrach Mr. Goody meine Gedankengänge und hob seine leere Tasse in die Luft.
„Natürlich, Mr. Goody." Ich legte den eingepackten Löffel aufs Tablett und nahm die Tasse entgegen. Als der Kaffee aufbrühte, vernahm ich das Küchenglöckchen. Das Eis war fertig. Ich brachte Mr. Goody seinen Kaffee und machte mich, mit Eis und Löffel im Gepäck, erneut auf den Weg zu den Dreien. „Einmal Schokobecher, einmal Erdbeerbecher", sagte ich, während ich das Eis vorsichtig auf dem Tisch abstellte. Den Löffel legte ich kommentarlos neben Edwards Tasse. „Guten Appetit." Ich ging eilig zurück hinter die Theke. Da es so aussah, als hätte ich vorerst nichts weiter zu tun, nahm ich mir erneut die Zeitschrift, um den Artikel fertig zu lesen. Es war unmöglich, die Mädchen zu überhören. Ihr Gekicher wurde zu einem überaus penetranten Hintergrundgeräusch. Auch kam ich nicht umhin, immer wieder mal zu ihnen rüber zu sehen. Ich musste die Gäste ja im Auge behalten. Nach einiger Zeit bat mich das Pärchen zu kassieren. Nachdem sie gegangen waren und ich deren Tisch abgeräumt hatte, sah ich, dass die Mädchen mit ihrem Eis fertig waren. Als ich mich dem Tisch näherte, hörte ich unwillkürlich das Gespräch mit.
„... war unglaublich. Das hättest du sehen sollen." Einer der Zwillinge. Beide kicherten wieder.
„Aber meine liebe Schwester hier kann das noch viel besser als ich", sagte die Andere und stieß der Ersten spielerisch in die Rippen. Ich hatte gerade mein Tablett abgestellt und die leeren Becher in die Hände genommen, als Edward sich wieder auf den Tisch lehnte.
„Ich bin davon überzeugt, dass ihr beide umwerfend wart", säuselte er wieder.
„Nicht doch," sagten die Zwei gleichzeitig und sahen verlegen und kichernd zur Seite. Ich hätte beinahe die Becher fallen lassen, so sehr musste ich mir das Lachen verkneifen. Es war absurd, aber das entsprach genau dem Szenario, das ich ihm in der Schule an den Kopf geworfen hatte. Edward mit ZWEI blonden Püppchen, die bei jedem seiner Worte, die nur so vor Schleim trieften, in Ohnmacht fallen könnten. Die klappernden Löffel in den Bechern veranlassten Edward jedoch, fragend zu mir aufzusehen. Ich versuchte, einen unbeteiligten Eindruck zu machen, schien ihn ab er nicht ganz überzeugt zu haben, denn er fing an zu grinsen. Und ich konnte es jetzt auch nicht mehr zurückhalten. Ich setzte ein mehr als selbstgefälliges Grinsen auf, denn hier wurde mir ganz offensichtlich meine Theorie bestätigt. Edward war ein Macho, durch und durch! Es wurde ein langer Nachmittag. Ich brachte den Mädchen noch mal zu trinken und Edward einen weiteren Kaffee.
Ich sah gerade auf die Uhr, kurz vor Sieben, bald hätte ich Feierabend, als das Türglöckchen läutete. Wie ich mich umdrehte, erstarrte ich überrascht in meiner Bewegung. In der Tür stand ein junger Mann, vielleicht fünfundzwanzig, mit langem blonden Haar, leicht gelockt, das er zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte, und strahlend blauen Augen. Er sah unheimlich gut aus, besonders mit dem weißen Polo-Shirt, das seine muskulöse Brust betonte, und der schwarzen eleganten Hose. Ich konnte meine Augen nicht von ihm abwenden, er hingegen schien etwas zu suchen. Als sein Blick auf den Tisch mit Edward und den Mädchen fiel, spiegelte sein Gesichtsausdruck Sorge. Er ging zu ihnen und nickte Edward kurz zu.
„Mary, Evelyn, es wird Zeit", hörte ich ihn leise sagen. Die Mädchen sahen traurig zu ihm auf.
„Gib uns noch ein paar Minuten, Leo", flehte die Eine geradezu.
„Na gut. Aber beeilt euch. Mutter wartet bereits." Er war ihr Bruder? Das erklärte die Sorge. Mir wäre auch nicht wohl, wenn ich eine Schwester hätte, die mit Edward ausgehen würde. Er nickte Edward erneut zu und stellte sich etwas abseits. Mein Blick blieb bei den Dreien am Tisch hängen. Die Mädchen wirkten ziemlich niedergeschlagen. Ich hätte zu gerne gewusst, was genau vor sich ging. Ich grübelte verzweifelt darüber, was die drei miteinander geredet haben könnten, außer dem wenigen, das ich mitbekommen hatte. Mein Blick huschte zu dem jungen Mann namens Leo und ich war überrascht festzustellen, dass er mich fragend ansah. Sein Blick wanderte von mir zu seinen Schwestern und wieder zurück, ein paar Mal, und die Sorge gewann wieder Oberhand. Schließlich kam er an den Tresen. Mein Herz setzte einen kurzen Moment aus.
„Miss?", fragte er mit einer unheimlich angenehmen Stimme, aber einem nervösen Unterton. Ich musste mich kurz räuspern, ehe ich antworten konnte.
„Ja, bitte?"
„Ich möchte nicht unhöflich sein, aber... kennen Sie den Mann?" Sein Kopf deutete in die Richtung seiner Schwestern. Das überraschte mich erneut. Was er damit bezwecken wollte?
„Ja, er geht in dieselbe Schule wie ich", antwortete ich wahrheitsgemäß.
„Darf ich fragen..." Er stockte, es schien ihm unangenehm zu sein. „Ich frage mich nur, ob... ob er gut für sie ist. Kennen Sie ihn näher?" Da hätte er mich lieber nicht fragen sollen. Was konnte ich antworten? Ihm sagen, dass Edward nur ein aufgeblasener Macho ist? Das war definitiv keine gute Idee, er war auch so schon krank vor Sorge. Aber Edward mit einer fadenscheinigen Lüge decken, wollte ich auch nicht. Ich hatte zu lange gezögert. „Es ist nur, wir werden heute wegziehen, nach Europa, und ich möchte nicht, dass die beiden enttäuscht werden", erzählte Leo mir. Er befürchtete, dass Edward die beiden ausnutzte? Würde Edward so etwas tun? Ich war mir nicht sicher, aber...
„Er ist erst seit heute an unserer Schule. Und soweit ich weiß, ist seine Familie auch erst vor etwa einer Woche hierher gezogen." Ich versuchte mich herauszuwinden, ihm zu sagen, dass ich Edward nicht gut genug kennen würde. Leos Sorge verschwand und stattdessen blickte ich in ein erleichtertes, strahlendes Lächeln. Gott, war der süß. Und leider auch schon so gut wie außerhalb meiner Reichweite.
„Danke", sagte er aufrichtig. Scheinbar hatten ihn meine wenigen Worte überzeugt. Ich fragte mich, was er darin gehört hatte. Aber ich war überglücklich ihn von dieser Sorge befreit zu haben, um jetzt in den Genuss dieses Lächelns zu kommen. Ich lächelte zurück.
„Gern geschehen. Bella Swan", fügte ich noch an und streckte ihm meine Hand entgegen. Er strahlte noch mehr und nahm meine Hand.
„Leo Sanders. Freut mich, Sie... dich... kennen zu lernen?" beendete er seinen Satz und sah mich fragend an.
„Freut mich ebenfalls, dich kennen zu lernen", antwortete ich und gab ihm nur allzu gerne mein Einverständnis einer freundschaftlichen Beziehung, die eigentlich schon endete, bevor sie richtig begonnen hatte. Er ließ meine Hand los, lächelte wieder und ich hätte mich in diesem Anblick verlieren können, wenn nicht seine Schwestern plötzlich neben ihm aufgetaucht wären.
„Wir sind soweit", sagte eine der beiden und als ich mich ihnen zuwandte, sah ich auch Edward, der am Tresen lehnte, keinen Meter von mir entfernt. Und ich sah seinen Blick. Es lief mir eiskalt den Rücken runter. Der Zorn in seinen Augen war entsetzlich. Hasserfüllt starrte er auf... Leo? Ich sah ein paar Mal zwischen den beiden hin und her. Was war zwischen ihnen vorgefallen? Wegen den Mädchen? Leo hingegen schien völlig gelassen. Er nickte Edward wieder nur kurz zu und drehte sich dann noch mal zu mir.
„Machs gut, Bella."
„Viel Glück in Europa, Leo", wünschte ich ihm. Er nickte und schenkte mir noch einmal dieses freudestrahlende Lächeln, bevor er sich umdrehte und verschwand. Mein Herz raste wieder, das war eindeutig das Beste, das mir an diesem Tag passiert war.
„Bella?" Musste er mir jetzt auch noch diesen Augenblick verderben? Mit einem Seufzen sah ich ihn an und war überrascht. Konnte es wirklich sein, dass ich so etwas wie... Kummer in seinen Augen sah? Es war so schnell weg, dass ich mir nicht sicher war. „Ich möchte zahlen." Seine Stimme war ruhig und irgendwie... kalt. So hatte ich ihn noch nicht reden hören. Ich musste wieder an diesen hasserfüllten Blick denken. Was war passiert? Ich nannte ihm die Summe und er gab mir sogar Trinkgeld. „Ich habe ihn nicht benötigt", sagte er noch, schob etwas über die Theke und ging. Dann erkannte ich den eingepackten Kaffeelöffel. Ich runzelte die Stirn. Da hatte ich mir die Mühe doch ganz umsonst gemacht. Und dass er einfach so ging, verwirrte mich etwas. Ich hatte irgendeinen dummen Spruch erwartet. Ich wusste nicht, warum mich das eigentlich beschäftigte. Ich sollte froh sein, dass er mich in Ruhe ließ. Aber irgendetwas stimmte nicht. Gedankenverloren nahm ich den Löffel und rollte ihn aus der Serviette, um ihn zurück zum sauberen Besteck zu legen. Aus dem Augenwinkel fiel mir etwas an der Serviette auf, das nicht dazu passte. Als ich genauer hinsah, fiel mir vor Schreck der Löffel aus der Hand, der natürlich mit einem lauten Klirren zu Boden ging. In eine Ecke der Serviette waren vier Worte geschrieben: Ich warte auf dich.
„Bella? Alles in Ordnung mit dir?" Ich zuckte erschrocken zusammen und sah auf in das besorgte Gesicht von Mr. Whitters. „Ist dir schlecht? Du bist ganz bleich", fragte er mich nach ein paar Sekunden des Schweigens, da ich unfähig war, ihm zu antworten. Ich knüllte die Serviette in meiner Hand fest zusammen.
„Nein, es ist nichts. Nur ein kleiner Schwindelanfall. Ich sollte mehr trinken", log ich schnell. Mr. Whitters sah mich zweifelnd an. Er drehte sich um und füllte ein großes Glas mit Cola, das er mir in die Hand drückte.
„Bevor du gehst, wird das leergetrunken, junge Dame", befahl er auf eine väterliche Art.
„Danke", murmelte ich noch, aber er war schon wieder in die Küche verschwunden. Ich nahm einen großen Schluck. Das kühle Nass fühlte sich gut an und der kleine Zuckerschub festigte meinen Kreislauf. Ich stellte mein Glas zur Seite und hob den Löffel auf, er musste jetzt doch zum schmutzigen Geschirr. Ich öffnete den Mülleimer, sah noch mal kurz auf die Serviette in meiner Hand und warf sie weg. Es war viertel nach acht, als ich nach Feierabend das Restaurant durch den Hintereingang verließ. Ich wendete mich nach rechts in Richtung Parkplatz und ging um die Ecke des Gebäudes. Erschrocken machte ich halt. Mitten auf dem Fahrstreifen des Parkplatzes stand ein silberner Wagen und gegen die Beifahrerseite gelehnt Edward mit verschränkten Armen. Er grinste mich an. Die Serviette. Ich hatte sie schon vergessen. Edward öffnete die Beifahrertür und deutete mit einer Hand in den Innenraum.
„Kann ich dich mitnehmen?" Ich rollte mit den Augen und schüttelte leicht meinen Kopf. Er war also wieder ganz der Alte und konnte offenbar noch nerviger sein.
„Ich hab ein eigenes Auto", sagte ich und ging weiter, bestrebt ihn wortwörtlich links liegen zu lassen, um an mein Auto zu gelangen. Er ließ die Autotür wieder zufallen, und lief neben mir her, als ich ihn passierte.
„Möchtest du mit mir Essen?" Ich seufzte. Immer die gleiche Leier.
„Bist du das nicht leid?", fragte ich.
„Was?" Ich blieb stehen. Bis er es registrierte, war er schon zwei Schritte weitergegangen, bevor er sich überrascht mir zuwandte.
„Ständig eine Abfuhr zu kassieren", erläuterte ich meine Frage. Er legte nachdenklich seinen Kopf leicht schräg. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor und ich dachte schon, er würde gar nicht mehr antworten.
„Nein." Er sah sehr ernst aus, als er das sagte und es klang auch ehrlich.
„Wann siehst du es endlich ein und gibst auf?", fragte ich jetzt sichtlich verzweifelt. Das konnte doch nicht ewig so weitergehen. Da würden meine Nerven nicht mitmachen. Er setzte wieder dieses dümmliche Grinsen auf.
„Ich gebe nie auf. Ich krieg immer, was ich will." Das klang verdammt entschlossen. Ich stöhnte innerlich bei dem Gedanken an die bevorstehenden Tage, Wochen oder gar Monate. An Jahre wollte ich gar nicht erst denken. Ich ging weiter und diesmal machte er keine Anstalten mir zu folgen. Stattdessen fuhr kurz darauf ein silberner Wagen an mir vorbei in die schwarze Nacht. Ich setzte mich in meinen alten Transporter und atmete tief durch. Es musste irgendeine Möglichkeit geben, ihn davon abzubringen. Mir musste etwas einfallen. Irgendetwas! Aber was...?
Need Reviews! ;)
