Kapitel 4: Begrüßung und Festessen
„Na, komm schon, Harry....Beeilung!", rief Ron, während er mit Hermine an der Hand Richtung eine der vielen Kutschen, die sie nach Hogwarts fuhren, rannte.
„Ja-ha!", erwiderte Harry stumpf. Diese gute Laune von seinen Mitschülern würde ihn noch umbringen. Er würde dieses Jahr garantiert nicht ein Mal lachen können. Zu viel war passiert, zu viel erinnerte ihn an Sirius.
Hagrid hatte ihn auch nicht beachtet, ob es Absicht oder ein Versehen gewesen war, konnte Harry in diesem Moment ziemlich egal sein. Außerdem glaubte er eher an das Erstere, da Hagrid viel damit beschäftigt war, die Erstklässler mit den Booten sicher über den See zu bringen.
Betrübt stieg Harry in die Kutsche und setzte sich gegenüber von seinen beiden besten Freunden, die jetzt ein – seiner Meinung nach viel zu glückliches – Paar abgaben.
„Ähm...Harry?", räusperte sich Hermine vorsichtig.
„Ja?", war Harrys knappe Antwort.
„Siehst ohne Brille wirklich gut aus!"
Sollte das heißen, dass er mit Brille komplett wie ein Vollidiot ausgesehen hatte oder war es einfach nur ein Kompliment? Harry versuchte den Pessimismus aus seiner Stimme zu vertreiben, doch fiel es ihm wirklich schwer, solange genau dieser seine Gedanken beherrschte.
„Wie haste ‚n das eigentlich gemacht?", fragte Ron nun interessiert, während die Kutsche ein wenig schneller wurde und die drei freunde zurück in ihre Sitze drückte.
„Kontaktlinsen...", antwortete Harry stumpf.
Hermine verdrehte ihre Augen: „Harry, Ron weiß doch gar nicht was das ist!"
„Schön!", Harry verzog sein gesicht, „Dann erklär es ihm doch gleich mal!", mit diesen Worten wandte er den Blick von ihr ab und starrte aus dem Fenster. Er wusste, dass er eben zu unfreundlich gewesen war, doch verstand er einfach nicht, warum sie ihn nicht in Ruhe ließen oder wenn sie ihn schon so nervten, nicht einfach mal trösten konnten. Nicht, dass er das wollte...obwohl, vielleicht brauchte er genau das. Doch gleichzeitig war ihm bewusst, dass die beiden nicht die richtigen dafür sein würden.
Er spürte noch eine Weile, wie Hermine ihn ärgerlich ansah, sich dann aber tatsächlich ihrem Freund zuwandte und ihm ausführlich zu erklären versuchte, was Kontaktlinsen denn nun überhaupt waren.
Schon nach kurzer Zeit hielt die Kutsche auch schon wieder. Harry, Ron und Hermine stiegen gemächlich aus, während die Erstklässler aufgeregt und laut tuschelnd aus ihren Booten sprangen. Jetzt beim Überqueren des schmalen Pfads, der zur Eingangstür führte, fielen Harry viele bekannte Gesichter auf. Unter anderem sah er Susan Bones, Colin, Seamus und auch Cho, die aber mit irgendjemandem, einem großen, dunkelhaarigen Jungen, Händchen zu halten schien.
Harry verdrehte seine Augen, schlimmer konnte es wirklich nicht mehr kommen.
Oder doch?
Denn plötzlich tauchte ein gewisser Blondhaariger neben ihm auf: „Potter, sieht aus, als ginge es dir nicht gut!", Draco musste grinsen, auch wenn das in diesem Moment wirklich unpassend war.
„Halt die Klappe, Malfoy!"
„Ich kann dich verstehen!", erwiderte er nun.
„Ach, ja? Malfoy und ‚Verstehen' in einem Satz?", konterte Harry.
„Ja, nach dem...", Draco hatte gerade anfangen wollen, als er schon von Blaise zur Seite gezogen wurde.
Etwas verwirrt sah Harry den beiden hinterher. Was wurde da gespielt? Oder hatten sie vielleicht schon Wetten über irgendwas abgeschlossen, vielleicht darüber, wann er endlich zusammen brechen würde.
„Harry, du blockierst den Weg!", quengelte Neville nun.
„Oh, entschuldige!", gab Harry kleinlaut zu und torkelte weiter.
„Willst du mich denn nicht einmal mehr begrüßen?", fragte Neville nun und quetschte sich neben Harry.
„Hey, Neville!", erwiderte Harry monoton.
Perplex blieb Neville stehen und nach wenigen Sekunden hörte Harry hinter sich ein leises Gemurmel: "Was'n mit dem los?"
„Du weißt doch...nach dem Tod von..."
„Aber er kann doch nicht ewig hinterher trauern!"
Harry kniff seine brennenden Augen für einen Moment zusammen, ignorierte das eben gehörte, tat so als hätte er es nicht gehört. Nicht nur Ron und Hermine enttäuschten ihn, jetzt sogar noch all seine anderen Freunde aus Gryffindor.
Auf Grund des vielen Nachdenkens hatte er gar nicht bemerkt, dass sie die große Halle bereits betreten hatten. Betrübt ließ Harry sich an dem Tisch der Gryffindors nieder und starrte auf seinen Leeren Teller.
Währendessen versammelten sich all die neuen Schüler vorne in der Mitte der großen Halle. Harry beschloss die Zeremonie einfach zu ignorieren, seine Ohren zuzuschließen, jedenfalls für diesen Moment. Er klatschte nicht einmal, als neue Gryffindors zu ihnen traten, versuchte fragende Blicke zu meiden und gleichzeitig Tränen vor Wut und Trauer zurückzudrücken. Er hatte so viel geweint, seine Augen taten ihm schon weh davon. Jetzt wollte er versuchen stark zu bleiben, denn er musste es sein.
So viele Glückliche Menschen umgaben ihn und nicht eine von ihnen wusste, wie es überhaupt war, einsam zu sein. Nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch.
oooO0Oooo
„Was sollte denn das, Blaise?", fragte Draco zornig, während alle anderen Slytherins gespannt darauf warteten, wer neu in ihre Gruppe kommen würde.
„Das Gleiche könnte ich dich fragen!", Blaise hob eine Augenbraue.
„Du weißt, dass es normal meine Aufgabe ist und du weißt, dass du mich so oder so nicht davon abhalten kannst!", so kalt Draco auch war, merkte man, dass Blaise der dominantere von ihnen war.
„Du hättest ‚deine Aufgabe' ja nicht annehmen müssen!", erwiderte Blaise ungerührt.
„Du kennst meinen Vater..."
„Und ich kenne dich!", erwiderte Blaise.
„Außerdem wollte ich ihn vorhin lediglich fragen, wie es ihm geht und warum er so betrübt dreinblickt!", sagte Draco nun und nickte zufrieden.
„Ja, um mit deiner Anfreundungstour zu beginnen. Siehst du nicht, dass der Kerl genug durchgemacht hat!"
„Dann ist's doch gerade der richtige Moment, um seinem Leben ein Ende zu setzten!", konterte Draco trocken.
Blaise funkelte ihn zornig an: „Du, Draco Malfoy, hast garantiert nicht das Recht, über Tod und Leben zu entscheiden!"
„Und ob...spätestens wenn ich endlich einer von ihnen bin, ein Todesesser!", antwortete ihm Draco.
„Als ob du das wirklich wolltest!", Blaise schüttelte enttäuscht über Dracos Antwort seinen Kopf.
„Was willst du tun, Blaise? Mich abhalten, so dass ich meine Aufgabe nicht bestehe? Dann folgt mein Tod. Hältst du mich nicht davon ab, so folgt Potters Tod? Wer ist dir mehr wert?", nun begannen auch Dracos Augen vor Wut zu funkeln, während er sie nur noch zu schmalen Schlitzen verformt hatte.
„Ich kenne Potter nicht, um darüber urteilen zu können!", war Blaises gut ausgewählte Antwort.
„Warum nimmst du ihn überhaupt ständig in Schutz?", fragte Draco nun verwirrt.
„Es geht hier nicht um Potter, hast du das noch immer nicht kapiert? Es geht mir hier viel mehr um dich und das was aus dir geworden ist...ein Mörder. Ich kenne Potter nicht, aber er ist auch nur ein Mensch, vor allem einer, der wohl am meisten hier von uns allen gelitten hat. Ich finde einfach, er hätte mal Frieden verdient. Zudem mochte ich dich wirklich mal ziemlich gerne, Draco. Soweit dein Gedächtnis noch funktioniert solltest du dich an einige schöne Momente gut erinnern können."
Trotz der Kälte, stieg Draco nun kaum merklich leichte Röte ins Gesicht: „Das ist lange her!", zischte Draco zurück.
„Exakt 17 Monate und 3 Tage!", erwiderte Blaise.
„Ja klar, das soll ich dir abnehmen?", Draco lachte hohl auf
„Was?"
„Na, dass du dir den Tag genau gemerkt hast?"
„Bis jetzt schon, aber so wie es aussieht, werde ich ihn in Zukunft möglichst schnell wieder vergessen!", erklärte Blaise in gesenkter Stimme.
„Außerdem war das ein Ausrutscher?", versuchte Draco sich zu retten.
„Oh...", Blaise Lache füllte sich mit Sarkasmus, „Wenn du das darüber denkst!"
„Blaise, ich bin nicht schwul, falls du das denkst!", zischte Draco nun doch um Einiges lauter und befürchtete kurz, dass es jemand gehört haben konnte. Doch dem war nicht so.
„Hab' ich nie behauptet, geschweige denn ausgesprochen. Das kam jetzt gerade nur von dir!"
„Ja, weil du's gedacht hast!"
„Was soll ich denn deiner Meinung nach sonst davon denken. Ich bin kein Mädchen, du bist kein Mädchen, also sind wir zwei Jungs, die was miteinander hatten. Schlussfolgerung: entweder hattest du eine pubertäre Phase oder du bist schwul!"
„Bist du's denn?", fragte Draco nun leise und wieder merkte man, dass Draco Respekt vor seinem gegenüber hegte.
„Was?"
„Schwul?"
„Vielleicht...", Blaise lächelte.
„Warum grinst du denn jetzt?" „Okay, ich habe eine Idee."
„Und die wäre?", Draco verdrehte seine Augen.
„Ich lass alles zu, was du mit Potter anstellen willst. Wenn du...", er beugte sich vor und flüsterte Draco was ins Ohr.
„Bist du bescheuert?", schrie Draco daraufhin empört auf.
„Warum? Wenn du dir so sicher bist, gewinnst du doch eh!", Blaise lachte.
„Gut...abgemacht!", Draco streckte Blaise die Hand entgegen, welcher sie zufrieden ergriff und schüttelte. Er war sich sicher, dass nicht Draco sondern er gewinnen würde.
„Na, komm schon, Harry....Beeilung!", rief Ron, während er mit Hermine an der Hand Richtung eine der vielen Kutschen, die sie nach Hogwarts fuhren, rannte.
„Ja-ha!", erwiderte Harry stumpf. Diese gute Laune von seinen Mitschülern würde ihn noch umbringen. Er würde dieses Jahr garantiert nicht ein Mal lachen können. Zu viel war passiert, zu viel erinnerte ihn an Sirius.
Hagrid hatte ihn auch nicht beachtet, ob es Absicht oder ein Versehen gewesen war, konnte Harry in diesem Moment ziemlich egal sein. Außerdem glaubte er eher an das Erstere, da Hagrid viel damit beschäftigt war, die Erstklässler mit den Booten sicher über den See zu bringen.
Betrübt stieg Harry in die Kutsche und setzte sich gegenüber von seinen beiden besten Freunden, die jetzt ein – seiner Meinung nach viel zu glückliches – Paar abgaben.
„Ähm...Harry?", räusperte sich Hermine vorsichtig.
„Ja?", war Harrys knappe Antwort.
„Siehst ohne Brille wirklich gut aus!"
Sollte das heißen, dass er mit Brille komplett wie ein Vollidiot ausgesehen hatte oder war es einfach nur ein Kompliment? Harry versuchte den Pessimismus aus seiner Stimme zu vertreiben, doch fiel es ihm wirklich schwer, solange genau dieser seine Gedanken beherrschte.
„Wie haste ‚n das eigentlich gemacht?", fragte Ron nun interessiert, während die Kutsche ein wenig schneller wurde und die drei freunde zurück in ihre Sitze drückte.
„Kontaktlinsen...", antwortete Harry stumpf.
Hermine verdrehte ihre Augen: „Harry, Ron weiß doch gar nicht was das ist!"
„Schön!", Harry verzog sein gesicht, „Dann erklär es ihm doch gleich mal!", mit diesen Worten wandte er den Blick von ihr ab und starrte aus dem Fenster. Er wusste, dass er eben zu unfreundlich gewesen war, doch verstand er einfach nicht, warum sie ihn nicht in Ruhe ließen oder wenn sie ihn schon so nervten, nicht einfach mal trösten konnten. Nicht, dass er das wollte...obwohl, vielleicht brauchte er genau das. Doch gleichzeitig war ihm bewusst, dass die beiden nicht die richtigen dafür sein würden.
Er spürte noch eine Weile, wie Hermine ihn ärgerlich ansah, sich dann aber tatsächlich ihrem Freund zuwandte und ihm ausführlich zu erklären versuchte, was Kontaktlinsen denn nun überhaupt waren.
Schon nach kurzer Zeit hielt die Kutsche auch schon wieder. Harry, Ron und Hermine stiegen gemächlich aus, während die Erstklässler aufgeregt und laut tuschelnd aus ihren Booten sprangen. Jetzt beim Überqueren des schmalen Pfads, der zur Eingangstür führte, fielen Harry viele bekannte Gesichter auf. Unter anderem sah er Susan Bones, Colin, Seamus und auch Cho, die aber mit irgendjemandem, einem großen, dunkelhaarigen Jungen, Händchen zu halten schien.
Harry verdrehte seine Augen, schlimmer konnte es wirklich nicht mehr kommen.
Oder doch?
Denn plötzlich tauchte ein gewisser Blondhaariger neben ihm auf: „Potter, sieht aus, als ginge es dir nicht gut!", Draco musste grinsen, auch wenn das in diesem Moment wirklich unpassend war.
„Halt die Klappe, Malfoy!"
„Ich kann dich verstehen!", erwiderte er nun.
„Ach, ja? Malfoy und ‚Verstehen' in einem Satz?", konterte Harry.
„Ja, nach dem...", Draco hatte gerade anfangen wollen, als er schon von Blaise zur Seite gezogen wurde.
Etwas verwirrt sah Harry den beiden hinterher. Was wurde da gespielt? Oder hatten sie vielleicht schon Wetten über irgendwas abgeschlossen, vielleicht darüber, wann er endlich zusammen brechen würde.
„Harry, du blockierst den Weg!", quengelte Neville nun.
„Oh, entschuldige!", gab Harry kleinlaut zu und torkelte weiter.
„Willst du mich denn nicht einmal mehr begrüßen?", fragte Neville nun und quetschte sich neben Harry.
„Hey, Neville!", erwiderte Harry monoton.
Perplex blieb Neville stehen und nach wenigen Sekunden hörte Harry hinter sich ein leises Gemurmel: "Was'n mit dem los?"
„Du weißt doch...nach dem Tod von..."
„Aber er kann doch nicht ewig hinterher trauern!"
Harry kniff seine brennenden Augen für einen Moment zusammen, ignorierte das eben gehörte, tat so als hätte er es nicht gehört. Nicht nur Ron und Hermine enttäuschten ihn, jetzt sogar noch all seine anderen Freunde aus Gryffindor.
Auf Grund des vielen Nachdenkens hatte er gar nicht bemerkt, dass sie die große Halle bereits betreten hatten. Betrübt ließ Harry sich an dem Tisch der Gryffindors nieder und starrte auf seinen Leeren Teller.
Währendessen versammelten sich all die neuen Schüler vorne in der Mitte der großen Halle. Harry beschloss die Zeremonie einfach zu ignorieren, seine Ohren zuzuschließen, jedenfalls für diesen Moment. Er klatschte nicht einmal, als neue Gryffindors zu ihnen traten, versuchte fragende Blicke zu meiden und gleichzeitig Tränen vor Wut und Trauer zurückzudrücken. Er hatte so viel geweint, seine Augen taten ihm schon weh davon. Jetzt wollte er versuchen stark zu bleiben, denn er musste es sein.
So viele Glückliche Menschen umgaben ihn und nicht eine von ihnen wusste, wie es überhaupt war, einsam zu sein. Nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch.
oooO0Oooo
„Was sollte denn das, Blaise?", fragte Draco zornig, während alle anderen Slytherins gespannt darauf warteten, wer neu in ihre Gruppe kommen würde.
„Das Gleiche könnte ich dich fragen!", Blaise hob eine Augenbraue.
„Du weißt, dass es normal meine Aufgabe ist und du weißt, dass du mich so oder so nicht davon abhalten kannst!", so kalt Draco auch war, merkte man, dass Blaise der dominantere von ihnen war.
„Du hättest ‚deine Aufgabe' ja nicht annehmen müssen!", erwiderte Blaise ungerührt.
„Du kennst meinen Vater..."
„Und ich kenne dich!", erwiderte Blaise.
„Außerdem wollte ich ihn vorhin lediglich fragen, wie es ihm geht und warum er so betrübt dreinblickt!", sagte Draco nun und nickte zufrieden.
„Ja, um mit deiner Anfreundungstour zu beginnen. Siehst du nicht, dass der Kerl genug durchgemacht hat!"
„Dann ist's doch gerade der richtige Moment, um seinem Leben ein Ende zu setzten!", konterte Draco trocken.
Blaise funkelte ihn zornig an: „Du, Draco Malfoy, hast garantiert nicht das Recht, über Tod und Leben zu entscheiden!"
„Und ob...spätestens wenn ich endlich einer von ihnen bin, ein Todesesser!", antwortete ihm Draco.
„Als ob du das wirklich wolltest!", Blaise schüttelte enttäuscht über Dracos Antwort seinen Kopf.
„Was willst du tun, Blaise? Mich abhalten, so dass ich meine Aufgabe nicht bestehe? Dann folgt mein Tod. Hältst du mich nicht davon ab, so folgt Potters Tod? Wer ist dir mehr wert?", nun begannen auch Dracos Augen vor Wut zu funkeln, während er sie nur noch zu schmalen Schlitzen verformt hatte.
„Ich kenne Potter nicht, um darüber urteilen zu können!", war Blaises gut ausgewählte Antwort.
„Warum nimmst du ihn überhaupt ständig in Schutz?", fragte Draco nun verwirrt.
„Es geht hier nicht um Potter, hast du das noch immer nicht kapiert? Es geht mir hier viel mehr um dich und das was aus dir geworden ist...ein Mörder. Ich kenne Potter nicht, aber er ist auch nur ein Mensch, vor allem einer, der wohl am meisten hier von uns allen gelitten hat. Ich finde einfach, er hätte mal Frieden verdient. Zudem mochte ich dich wirklich mal ziemlich gerne, Draco. Soweit dein Gedächtnis noch funktioniert solltest du dich an einige schöne Momente gut erinnern können."
Trotz der Kälte, stieg Draco nun kaum merklich leichte Röte ins Gesicht: „Das ist lange her!", zischte Draco zurück.
„Exakt 17 Monate und 3 Tage!", erwiderte Blaise.
„Ja klar, das soll ich dir abnehmen?", Draco lachte hohl auf
„Was?"
„Na, dass du dir den Tag genau gemerkt hast?"
„Bis jetzt schon, aber so wie es aussieht, werde ich ihn in Zukunft möglichst schnell wieder vergessen!", erklärte Blaise in gesenkter Stimme.
„Außerdem war das ein Ausrutscher?", versuchte Draco sich zu retten.
„Oh...", Blaise Lache füllte sich mit Sarkasmus, „Wenn du das darüber denkst!"
„Blaise, ich bin nicht schwul, falls du das denkst!", zischte Draco nun doch um Einiges lauter und befürchtete kurz, dass es jemand gehört haben konnte. Doch dem war nicht so.
„Hab' ich nie behauptet, geschweige denn ausgesprochen. Das kam jetzt gerade nur von dir!"
„Ja, weil du's gedacht hast!"
„Was soll ich denn deiner Meinung nach sonst davon denken. Ich bin kein Mädchen, du bist kein Mädchen, also sind wir zwei Jungs, die was miteinander hatten. Schlussfolgerung: entweder hattest du eine pubertäre Phase oder du bist schwul!"
„Bist du's denn?", fragte Draco nun leise und wieder merkte man, dass Draco Respekt vor seinem gegenüber hegte.
„Was?"
„Schwul?"
„Vielleicht...", Blaise lächelte.
„Warum grinst du denn jetzt?" „Okay, ich habe eine Idee."
„Und die wäre?", Draco verdrehte seine Augen.
„Ich lass alles zu, was du mit Potter anstellen willst. Wenn du...", er beugte sich vor und flüsterte Draco was ins Ohr.
„Bist du bescheuert?", schrie Draco daraufhin empört auf.
„Warum? Wenn du dir so sicher bist, gewinnst du doch eh!", Blaise lachte.
„Gut...abgemacht!", Draco streckte Blaise die Hand entgegen, welcher sie zufrieden ergriff und schüttelte. Er war sich sicher, dass nicht Draco sondern er gewinnen würde.
