Mit gebührendem Abstand standen beide im Fahrstuhl, der sich ätzend in Bewegung setzte um sie in den ersten Stock des Einkaufszentrums zu befördern. Es herrschte eine bedrückende Stille zwischen den Beiden nach der Situation im Parkhaus. Schwer surrend öffneten sich die Fahrstuhltüren und sie fanden sich inmitten der ersten Etage des Kaufhauses, wo ihnen schon bunte Neonschilder und Reklametafeln förmlich entgegensprangen wieder. Unzählige Menschen tummelten und drängten sich auf den langen Gängen die wie Strahlen auseinandergingen.

Bunny die einen himmlischen Geruch in der Nase hatte, lief schon das Wasser im Mund zusammen. „Komm Mamoru lass uns erst mal einen Happen essen" meinte sie und zerrte ihn in Richtung eines Imbissstandes an dem allerlei Kleinigkeiten verkauft wurden. Nachdem Bunny 10 kleine Dango (Reisknödel) verputzt hatte schleifte sie Mamoru in den nächsten Klamottenladen.

Sie entdeckte ein kurzes schwarzes Spagettiträgerkleid, das auf der rechten Rockseite eine lilafarbene verschnörkelte Rose hatte. Bunny strahlte übers ganze Gesicht als sie es in den Händen hielt und prüfend an ihren Körper hielt. Schnurstracks war sie in einer Umkleidekabine verschwunden. Mamoru setzte sich gelangweilt auf einen der fünf Hocker die sich gegenüber den Umkleidekabinen befanden. Nach nicht mal zwei Minuten öffnete sich der Vorhang der Kabine in der Bunny verschwunden war. Sie trat heraus und drehte sich vor Mamoru „Und was meinst du? Das wäre doch genau das richtige für die Disco" meinte sie.

*Sabber, wow steht ihr das gut*dachte er sich „Meinst du nicht dass es ein wenig zu Kurz ist" erwiderte er ihr.

Sie betrachtete ihn skeptisch und dann sah sie prüfend an sich hinunter „Nein wieso? Das ist doch so gedacht. Außerdem so kurz ist das doch nun auch wieder nicht"

„Hm, wenn du meinst" grummelte er darauf nur *Wenn sie das in der Disco anzieht, kann ich mich ja auf was gefasst machen. Die Kerle werden nur so auf sie Fliegen…nur wie schaffe ich es ihr das auszureden* überlegte er.

Bunny war inzwischen wieder in der Umkleidekabine verschwunden und zog sich wieder um. Nach einer geschlagenen Stunde und um 5 neue Teile reicher, verließen beide den Laden und schlenderten an den vielen dekorierten Fenstern vorbei. Bunny steuerte jedoch zielsicher auf einen Dessouladen zu. Kurz vorher wurde sie jedoch von Mamoru zurückgehalten.

„Da geh ich aber nicht mit rein!" meinte er wirsch *Das ist doch wohl jetzt nicht ihr ernst? Soll ich komplett wahnsinnig werden…wenn ich sie in Dessous sehe kann ich mich garantiert nicht mehr beherrschen* dachte er bei sich.

„Hä? Wieso?" fragte sie

„Das ist ein Unterwäscheladen!" zickte er

Bunny fasste sich an den Bauch und lachte ihn aus „Ja na klar, aber da drin gibt es doch auch Unterwäsche für Männer und Bademode, das braucht dir also nicht peinlich sein" meinte sie. *ich wusste gar nicht das Mamoru in der Hinsicht so altmodisch ist*

„Usako! Das ist mir nicht peinlich..."presste er zischend zwischen seinen Zähne hervor.

„Gut dann gibt es ja kein Problem" meinte sie und grinste übers ganze Gesicht und zerrte ihn auch schon hinein.

Mamoru stand noch grummelnd am Eingang als Bunny schon fröhlich durch die Damendessouabteilung hüpfte und ihm auch schon strahlend grinsend einen schwarzen BH mit Lilafarbener Spitze vor ihren Körper haltend präsentierte.

*Gott warum immer ich* dachte er sich und lächelte gequält zurück.

Bunny zog noch ein paar Runden durch die Reihen und nahm alle möglichen BHs von den Ständern und marschierte mit ihnen unter den Arm Richtung Umkleidekabine. Mamoru folgte ihr und nahm wieder auf einer Wartebank vor den Umkleidekabinen Platz. Sie hängte die Dessous an den Hacken um sie nacheinander anzuprobieren und zog sich ihre Bluse aus. Als sie jedoch ihren BH öffnen wollte um einen anderen anzuprobieren, bekam sie ihn einfach nicht auf. Nachdem sie eine geschlagene Minute erfolglos probiert hatte den BH ohne das er womöglich noch kaputt ging aufzubekommen, seufzte sie resignierend.

*Scheiße…irgendwie müssen sich die Haken verbogen haben…ohne Hilfe werde ich den wohl nicht aufbekommen* dachte sie und streckte auch schon ihren Kopf suchend aus dem Vorhang, woraufhin sie auch gleich das Objekt ihrer Begierde entdeckte.

„Pssttt! Mamoru!" versuchte sie so gut es ging zu flüstern, woraufhin er seinen Kopf den er gelangweilt und nach unten gerichtet auf seine Hände gestützt hatte erhob. Völlig irritiert sah er sie fragend an.

Bunny machte mit ihrem Zeigefinger eine Lockbewegung und Mamoru ging wie mechanisch auf sie zu und blieb kurz vor der Kabine stehen. „Was ist" fragte er verwirrt, er konnte gar nicht so schnell reagieren, da hatte sie ihn schon gepackt und blitzschnell zu sich hinter den Vorhang gezogen.

Sie drehte sich um und deutete zum Verschluss ihres BHs „Ich bekomme den Verschluss nicht auf…könntest du mir mal kurz helfen?" flüsterte sie

*Oh mein Gott* dachte er und befeuchtete seine Trockengewordenen Lippen mit der Zunge. Seine Hände wanderten zu ihrem Verschluss und nach kurzem hin und her hatte er ihn auch schon geöffnet. Sanft schoben sich seine Hände an ihren Seiten nach vorne zu ihren Brüsten die er sanft anfing zu massieren, was ihr ein keuchen entlockte.

Wie in Trance begann er ihren Nacken mit fast gehauchten Küssen zu bedecken und wanderte dann ganz langsam ihren Hals hinauf, was ihr eine Gänsehaut bescherte. „Mamoru" seufzte sie leise und fast gequält, als er anfing an ihrem Ohrläppchen zu knabbern. Er hielt es nicht mehr länger aus. Mamoru packte sie sich und drückte sie mit seinem Körper an die andere Seitenwand. Ihren gekeuchten Protest erstickte er sofort in einem leidenschaftlichen Zungenkuss. Sie schlang ergebend ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn so noch dichter an sich. Er hob sie an und Bunny schlang getrieben durch ihre Lust bereitwillig ihre Beine um seine Hüften.

Seine Hände wanderten ihre Schenkel hinauf unter ihren Rock, bis zu ihrer Intimsten Stelle. Er strich ihren Slip sanft beiseite und drang mit zwei Fingern in ihr innerstes. Seine andere Hand wanderte zu seiner Hose wo er rasch den Reisverschluss öffnete wodurch sich sein schon schmerzhaft pochender Stab aus der dem Schlitz hervortrat. Sich nicht von ihren Lippen lösend, die ihre Seufzer auffingen, setzte er sein quälendes Spiel mit seinen zwei Fingern fort, was ihr schier den Verstand raubte. Bunny versuchte ihn noch enger an sich zu ziehen und küsste ihn mit wilder Leidenschaft. Nach Luft schnappend lösten sich seine Lippen kurz von ihr und er sah in ihre vor Lust glasig gewordenen Augen. Sie sah ihn flehend an und hauchte „Bitte quäl mich nicht länger und erlöse mich".

Sofort verschloss er ihre Lippen wieder mit den seinen und entzog ihr seine Finger, nur um dann seine pochende Erektion schnell und hart in ihre Mitte zu stoßen. Immer wieder stieß er hart und erbarmungslos in einem Rasanten Tempo in sie, sich jedoch nie von ihren Lippen lösend, immer darauf bedacht ihrer beider Stöhnen damit zu ersticken.

Explosionsartig erreichten beide den Höhepunkt und Mamoru ergoss sich warm in ihr. Schwer nach Luft ringend verharrten sie noch eine Weile in dieser Position, bis er sie schließlich sanft wieder auf den Boden absetzte.

Als Sie einigermaßen ihre Kleidung wieder in Ordnung gebracht haben, gab ihr Mamoru noch einen innigen Kuss „Ich geh jetzt besser…ich warte draußen" meinte er. Bunny sah ihn leicht schmollen an „Wie du meinst…es dauert auch nicht lang…Slips kann ich jetzt eh nicht mehr anprobieren." Erwiderte sie und fing sich einen beleidigten Blick von Mamoru ein.

„Wer hat den hier wen in die Umkleide gezerrt" meinte er beleidigt.

„Kann ich ja nicht wissen dass du gleich über mich herfällst" schmollte sie weiter „Ich sage dir, wenn sie dann hinterher nicht passen kaufst du mir neue! Dessous muss man nämlich im Set kaufen alles andere wäre Blödsinn" fügte sie noch hinzu

„Jaja" meinte er, schlüpfte durch den Vorhang und setzte sich wieder auf die Wartebank.

Mamoru musste noch geschlagene Zwanzig Minuten warten bis Bunny endlich aus der Kabine kam und allein zur Kasse ging. *Man wird der Augen machen wenn ich so vor ihm stehe …hoffe ich jedenfalls…und die neuen Bikinis sind einfach Toll* freute sich Bunny schon innerlich während die Kassiererin ein Teil nach dem Anderen einscannte und eine andere sie danach in eine Papiertüte verfrachtete.

Um einiges Ärmer aber sichtlich zufrieden mit ihrem Einkauf verließ sie zusammen mit Mamoru das Geschäft.

„So nun gehen wir Lebensmittel einkaufen" meinte Sie glücklich.

„Wie du meinst Prinzessin" sagte Mamoru mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen und dachte bei sich *Hoffentlich werde ich nicht allzu arm bei ihrem Nahrungsbedarf*

Keine halbe Stunde später an der Kühltheke.

„Was möchtest du Morgen überhaupt zum Abendbrot essen Krümel?" fragte Mamoru nachdenklich während er eine Packung eingeschweißten Käse in den Einkaufskorb packte.

„Hm weiß nicht…ach Mist morgen geh ich ja shoppen mit den Mädels…hätte ich beinahe vergessen…könnte also später bei mir werden" meinte sie.

„Du verarscht mich doch grad?" fragte Mamoru baff

„Nein wieso?" fragte Bunny und sah ihn sichtlich irritiert an.

Fahrig fuhr sich Mamoru durch sein Dichtes schwarzes Haar und seufzte *Die Frau kostet Nerven* „Kannst du mir dann bitte mal verraten warum wir heute einkaufen gehen mussten?"fragte er mit genervtem Unterton.

„Nun 1. War das mit dem Einkaufengehen deine Idee, 2. Wollte ich nur das nützliche mit dem angenehmen verbinden und 3. Und wohl am entschiedensten, warst du nehme ich mal an, noch nie mit einer großen Mädchengruppe einkaufen, es geht immer sehr chaotisch zu und man schafft gerade mal nur das nötigste einzukaufen, dass heißt Shirts, Hosen, Kleider und Assessors und wenn man Glück hat schafft man es sogar Schuhe zu kaufen. Das heißt also dass ich uns eine Menge Zeit gespart habe, die ich nun mit dir verbringen kann. Ansonsten hätte ich nochmal losziehen dürfen." meinte sie.

Mamoru war im ersten Moment sprachlos, er fasste sich jedoch schnell und meinte dann „Gut dann holen wir uns halt eine Pizza wenn du wieder da bist"

Nach geschlagenen vier Stunden Einkaufsmarathon und unzähligen Debatten über die Essensgestaltung der nächsten Tage, kamen beide endlich in Mamorus Apartment an. Vorsichtig bugsierte er die drei schweren Lebensmitteleinkaufstüten in die Küche. Währenddessen stellte Bunny ihre Tüten sowie ihren Koffer in Mamorus Schlafzimmer ab und ging dann in die Küche und half ihm die Lebensmittel zu verstauen.

„Ich glaub ich brauch die nächsten Monate nicht mehr einkaufen gehen" meinte Mamoru, als er krampfhaft versuchte im Tetris-System die Lebensmittel im Kühlschrank zu stapeln, damit dieser noch zu ging.

„Was soll denn das nun wieder heißen" giftete Bunny ihn an und schaute ihn schmollend an „Was kann ich dafür wenn du so wenig isst!"

Mamoru rollte mit den Augen „Ich verstehe nur nicht wo du das alles lässt…ich meine du futterst den ganzen Tag um dich rum…machst keinen Sport und trotzdem ist kein Gramm zu viel an deinem Körper."

Bunny zuckte daraufhin nur mit den Schultern „Guter Stoffwechsel?" erwiderte sie *Oder es liegt daran, dass ich die letzten Jahre meistens mitten in der Nacht aus dem Bett geschmissen wurde um gegen irgendwelche Monster zu kämpfen* „Halt warte mal, war das ein Kompliment?"

„Hm.." erwiderte er nur und wollte sich wieder dem Inhalt des Kühlschrankes widmete als Bunny ihm an den Hals sprang und ihm einen innigen Kuss auf seine Lippen drückte. Mamoru schloss die Kühlschranktür, zog sie noch enger an sich und mit aufflammender Leidenschaft intensivierte er ihren Kuss. Er hob sie hoch auf die Küchenzeile und fuhr mit seinen Händen ihre Außenschenkel entlang. „Das in der Umkleidekabine hat dir wohl noch nicht gereicht" flüsterte er grinsend als er ihren Hals mit seinen Lippen endlangfuhr und sie sich ihm endgegenstreckte.

*Gott er macht mich so wahnsinnig. Ich bin süchtig nach ihm* dachte sie sich und schlang ihre Beine um seine Hüfte „Nein dir?" flüsterte sie. Woraufhin Mamoru lachte, sie wieder Hochhob und sie in sein Schlafzimmer tragen wollte. Als jedoch sein Handy klingelte, das auf dem Esstisch lag, setzte er sie schweren Herzens wieder auf ihren Füßen ab.

„Chiba?"fragte er, der Mann auf der anderen Seite der Leitung sprach einen Augenblich etwas was Bunny nicht verstehen konnte, da das Handy so leise eingestellt war. Mamoru hob eine Augenbraue und sah dann Bunny an und zog einen leichten Schmollmund, sagte jedoch in das Handy „Alles klar, ich bin in etwa einer halben Stunde dann da"*So ein Mist, jetzt kann sie bei mir wieder schlafen und nun muss ich auch noch arbeiten* dachte er sich. Ihre Augen weiteten sich *wer war denn das? Eine andere Frau…oh mein Gott* dachte sie sich. Bevor sie ihn darauf ansprechen konnte zog er sie wieder in seine Arme „Es tut mir leid, ich muss die Nachtschicht für einen Kollegen im Krankenhaus übernehmen." meinte er und seufzte.

„Was …Warum…ich will aber nicht alleine sein" wimmerte sie halb.

„Ich würde auch lieber hier bei dir bleiben, aber wenn ich auch in Zukunft dort arbeiten möchte, muss ich da wohl durch. Außerdem bin ich morgen früh wieder da bevor du zur Schule musst, dann können wir noch gemeinsam frühstücken." sagte er sanft und streichelte mit seinem rechten Daumen über ihre Wange.

„Kann ich nicht mitkommen?" fragte sie.

„Nein das wäre glaube ich keine so gute Idee ich wäre abgelenkt und könnte mich nicht richtig auf meine Arbeit konzentrieren" meinte er schief grinsend.

Bunny zog einen Schmollmund und verschränkte die Arme vor der Brust, seufzte „hm…Okay".

Mamoru küsste sie innig „Weißt du was, ich mache dir einen Vorschlag, du bestellst dir irgendwas und darfst in meinem Bett essen, dabei fernsehen, zudem rufe ich dich, gegen elf noch mal an damit du besser einschlafen kannst. Na was hältst du davon?" fragte er grinsend.

„Erstens hast du keinen Fernseher im Schlafzimmer und Zweitens müsste ich ja dann wieder aufstehen wenn du anrufst" meinte sie nachdenklich.

Er lachte vergnügt als er ihr nachdenkliches Gesicht sah „Tja Krümel, mein Schlafzimmer ist immer für eine Überraschung gut, der Fernseher ist im Kleiderschrank eingebaut" meinte er und fügte hinzu „Und für das andere Problem gibt es auch eine einfache Lösung" sagte er und drückte ihr sein Handy in die Hand.

„Du lässt mir dein Handy da?" fragte sie ihn überrascht.

„Klar warum nicht" meinte er achselzuckend.

Mamoru zeigte Bunny den Fernseher in seinem Schlafzimmer und zog sich für die Arbeit um. Bunny saß auf seinem Bett und sah ihm dabei zu. Als er fertig war kam er auf sie zu und sie küssten sich innig. Ein letztes Mal strich er mit seinem Daumen über ihre Wange „So ich muss jetzt los, ich ruf später nochmal an, ansonsten bis morgen Krümel".

„Viel Spaß Mamo-chan" meinte sie, zog ihn nochmal zu sich und drückte ihm noch einen Kuss auf seine Lippen. Er grinste sie frech an und meinte „Vielleicht kann ich mich früher loseisen und wir können morgen früh noch gemeinsam duschen".

Bunny grinste ihn frech an und meinte „Mal sehen"*Gott ich bin ihm total verfallen* dachte sie sich.

Als Mamoru aus der Tür war ging sie in den Flur, auf die Kommode zu, auf der das Telefon stand und mehrere Flyer von Lieferdiensten im Obersten Fach abgelegt wurden. Sie bestellte sich Spagetti mit Bolognese, gab Mamorus Adresse durch und als man ihr für ihren Auftrag dankte und ihr sagte das in einer halben Stunde ihr essen geliefert werden würde, legte sie zufrieden auf. Sich streckend ging sie in die Küche, machte sich Tee und öffnete den Kühlschrank *hm…ich glaub als Nachtisch gibt es nachher Schokopudding* dachte sie grinsend und schloss die Tür wieder. Mit ihrem Tee in der Hand schlenderte sie ins Schlafzimmer. Nachdem sie ihn auf dem kleinen Nachtschränkchen abgestellt hatte, setzte sie sich aufs Bett und schaltete den Fernseher an.

Keine zehn Minuten später Klingelte es an der Wohnungstür. Bunny dachte sich nichts weiter und öffnete die Tür. Vor ihr stand jedoch kein Lieferjunge sondern eine junge Frau mit gelockten schulterlangen braunen Haaren. Ihre Augen waren wie ihre Haare Nussbraun, sie trug einen langen beigen Trenchcoat, der obwohl sie einen Kopf größer als Bunny war, ihre zierliche Gestalt umschmeichelte. Die junge Frau schien sie jedoch gar nicht gesehen zu haben und öffnete ihren Mantel ruckartig. Was Bunny jetzt sah verschlug ihr die sprachen. Die Frau stand nun nur noch in Unterwäsche vor ihr und faselte „Mammorusch wasch saschst duu dazchu". Jetzt erst Bemerkte sie Bunny die sie mit großen Augen fragend und perplex ansah. „Wer bisch en du?"fragte sie, wartete jedoch nicht auf ihre Antwort und drängte sich an Bunny vorbei in die Wohnung.

„Ähm. Wer bist du und was zur Hölle machst du hier" meinte Bunny nun leicht angesäuert und folgte der anscheinend betrunkene Frau ins Wohnzimmer.

„Wer bisch du! Ich habe zuerscht gefragt" meinte diese dann und ließ sich auf die Couch fallen.

„Ich heiße Usagi" meinte Bunny dann und setzte sich auf einen Sessel „Und wer bist du?"

„Akiko" sagte diese „Wo ist Mamoru?"

„Weg" meinte Bunny kühl

„Dann warte isch eben" lallte Akiko

„Warum bist du hier" fragte Bunny *Man Bunny wie dumm bist du eigentlich, ist ja wohl offensichtlich warum sie hier ist…ob das schon lange zwischen ihnen so läuft? Gott hat er mich etwa angelogen? Er hat doch gesagt das er keine neben mir…*fragte sie sich wurde jedoch in ihren Gedanken von Akiko unterbrochen.

„Isch wollte Mamoru überraschen…Gott er ist einfach sone Sahneschnitte…gutaussehend, charmant, gebildet und verdammt gut gebaut…" meinte sie und fing an wild zu kichern.

Bunny rollte mit den Augen *Noch eine die ihm verfallen ist…so langsam frage ich mich ob es überhaupt ein weibliches Wesen gibt das nicht in ihn verliebt ist oder zumindest eine Schwäche für ihn hat.*

„Was mascht du hier. Soweit ich weiß hat Mamoru keine kleene Schwester" fragte Akiko.

*Hat die einen Knall so jung sehe ich ja nun wirklich nicht aus!* dachte sich Bunny und meinte „Ich bin auch nicht seine Schwester"

„Wasch bist du dann. Seine Freundin biste jedenfalls nisch…das wüschte ich…" meinte Akiko.

„Woher kennt ihr Euch?" fragte Bunny den letzten Satz gekonnt ignorierend.

„Wir schtudieren zusammen medichzin" lallte Akiko und streckte ihre Beine auf der Couch aus.

„Und besuchst du Mamoru öfters, mitten in der Nacht in so einem Aufzug" hackte Bunny nach.

Akiko schüttelte mit dem Kopf „Nee isch das erste Mal überhaupt…er isch so distanziert…so unnahbar…so faschzi…faschzinierend mysteriös, da dachte ich Akiko, schnapp dir den Mann und da bin isch…tada!"den ersten Teil stammelte sie noch, den Zweiten Teil grölte sie dafür umso lauter.

„Aja und vorher hast du dir Mut angetrunken." stellte Bunny fest.

„Jap" antwortete ihr daraufhin Akiko fröhlich grinsend.

„Nun wie du siehst ist Mamoru nicht da" meinte Bunny *Gott aber in diesem Zustand kann ich sie doch nicht einfach so vor die Tür setzen*dachte sie bei sich und fragte sie deshalb „Akiko sag mal wo wohnst du eigentlich?"

„Och in Yotsuya" sagte Akiko und winkte ab.

„Das ist etwa eine Stunde von hier wie bist du überhaupt hier her gekommen?"fragte Bunny geschockt.

„Taxchi" meinte Akiko dann nur.

Es klingelte an der Tür und Bunny erhob sich schwerfällig aus dem Sessel. Sie nahm ihre Spagetti entgegen und kam mit der Schachtel in ihren Händen wieder ins Wohnzimmer, wo sie Akiko auch schon mit großen hungrigen Augen ansah. *Toll, einfach klasse…ich wette sie hat auch hunger…Menno dafür esse ich aber dann zwei Schokoladenpuddings* dachte sich Bunny und fragte Akiko mit einem leichten Lächeln auf den Lippen „Hast du auch Hunger?".

Akiko nickte heftig, Bunny stellte die Schachtel auf den Glastisch, ging in die Küche und holte für sich und Akiko, Besteck und Teller.

Nachdem beide gegessen hatten, gab Bunny Akiko eines ihrer großen Schlaf-T-Schirts, das sie sich überziehen sollte und das sie auch dankbar entgegennahm. So langsam ließ die Wirkung des Alkohols nach und sie wurde wieder Herr ihrer Sinne, es war Akiko nun schrecklich peinlich, was für einen Auftritt sie sich hier geleistet hatte.

„Usagi es tut mir ehrlich leid, unter welchen Umständen wir uns kennenlernen mussten" sagte Akiko und ließ schuldbewusst die Schultern hängen.

Diese jedoch winkte ab „Das macht doch nichts, möchtest du noch einen Tee? Der wird dir bestimmt gut tun"

„Ja das wäre sehr Nett von dir Usagi" meinte Akiko dankbar. Kaum hatte sie diesen Satz ausgesprochen hörte Man wie die Wohnungstür aufgeschlossen wurde und Mamorus freudige Stimme durch den Flur hallte „Usako ich bin wieder da, mein Kollege wegen dem ich eingesprungen bin, ist doch noch aufgetaucht. Hey was hältst du davon wenn wir wieder dort anzuknüpfen wobei wir vorhin so unhöflich unterbrochen wurden".

Akiko zuckte bei dieser Stimme zusammen und sah hilfesuchend zu Bunny, diese wusste jedoch auch nicht so recht wie sie mit dieser Situation umgehen sollte. Mamoru der noch nichts Böses ahnte, ging ins Wohnzimmer als er Bunny sah lächelte er übers ganze Gesicht als diese jedoch nur schwach zurücklächelte und dann in Richtung Couch sah, erstarrte er.

Nachdem er sich von seinem ersten Schock erholt hatte meinte er sehr brummig „Akiko was zur Hölle suchst du hier!"

Bunny stand vom Sessel auf „Ich gehe dann mal Tee aufsetzen" sagte sie schnell und war auch schon in der Küche verschwunden die Tür schloss sie hinter sich.

Mamoru sah ihr nach, fuhr sich fahrig durch sein schwarzes Haar und ließ sich in den Sessel fallen indem Bunny kurz zuvor noch gesessen hatte. *Toll was wird sie jetzt wieder über mich denken* fragte er sich. Nachdem er sich wieder einigermaßen gesammelt hatte, wandte er sich Akiko zu „Nun warum bist du hier?" fragte er sie.

„Ich…weißt du…" stammelte sie, ihre Finger verkrampften sich in Bunnys Shirt. Sie fasste jedoch wieder Mut „Ich wollte zu dir…ich habe mich in dich verliebt…Mamoru wir würden so gut zusammen passen…ich würde einfach alles dafür geben um mit dir zusammen zu sein" sagte sie und sah ihm fest in die Augen.

Er jedoch schüttelte nur traurig mit dem Kopf *Was würde ich dafür geben wenn das Usako zu mir sagen würde…das Leben ist echt manchmal ziemlich ungerecht* „Akiko ich liebe dich nicht, ich werde auch nie mehr als Freundschaft für dich empfinden" sagte er zu ihr in einem ernsten Ton.

„Ist es wegen Usagi?" fragte Akiko ihn, woraufhin er ihr nur einfach weiter ernst in die Augen sah und ihr auf diese Frage nicht antwortete. „Ich verstehe" meinte sie und senkte ihren Blick.

Die nächsten Minuten schwiegen sie, bis Bunny wieder das Wohnzimmer mit einem Tablett in den Händen betrat. Darauf bedacht ja nichts zu verschütten, ging sie hölzern auf den Wohnzimmertisch zu und als sie das Tablett sicher auf ihm Platzierte, verließ ein zufriedenes „Puh" ihre Kehle, was Mamoru ein schmunzeln aufs Gesicht zauberte.

Bunny stellte drei Tassen hin, goss in jede Tee und brachte das Tablett wieder in die Küche. Als sie wieder aus der Küche kam, wusste sie im ersten Augenblick nicht wo sie sich hinsetzen sollte, wollte sich jedoch mit zu Akiko auf die Couch setzen, als zwei Kräftige Hände sie auf Mamorus Schoß zogen.

Von dieser Aktion völlig perplex quickte sie kurz überrascht auf und sah Mamoru mit großen Augen an. Der hingegen ignorierte das völlig und drückte ihr einen Kuss auf die Wange und fragte flüsternd in ihr Ohr „Alles Okay Krümel". Bunny nickte nur und errötete, sah jedoch dann zu Akiko, die dieses Szenario ganz genau verfolgt hatte.

Akiko lächelte schwach und meinte dann „Hättest du mir früher gesagt das du so eine bezaubernde und liebe Freundin hast, hätte ich mich bestimmt nie in dich verliebt Mamoru. Mal ehrlich wieso verheimlichst du das?"

Mamoru räusperte sich und meinte „Akiko…weißt du…" dann kam ihm der rettende Gedanke „sie ist erst sechzehn".

„Sechzehn?" wiederholte Akiko ungläubig und sah Bunny prüfend an. Es kam ihr vorhin nicht so vor als ob sie sich mit einer erst sechzehnjährigen unterhalten würde.

„Ich werde aber bald siebzehn" versicherte Bunny stolz und strahlte übers ganze Gesicht.

Akiko brach in schallendes Gelächter aus, was Bunny total irritierte „Ach so ist das, naja wenn das so ist das du bald schon siebzehn wirst"

„Hey ich wüsste nicht was daran so witzig sein sollte!" meinte Bunny

„Weil es dann immer noch strafbar ist Usako, deshalb" erklärte ihr Mamoru sanft

„Pah! Strafbar. Wenn man danach geht, ist fast alles strafbar…son Käse, als ob da son Unterschied besteht wenn man achtzehn anstatt siebzehn ist, ist doch nur ein Jahr Unterschied. Alles Quatsch und Korintenkackerei" meinte sie schmollend und verschränkte ihre Arme vor der Brust.

Jetzt war es ganz um Akiko geschehen, sie lachte aus vollem Halse und einzelne Tränen rannen ihr schon aus den Augenwinkeln.

„Du bist echt ein Original Usagi!" lachte Akiko „Zumal ich keine Frau kenne die eine andere Frau, die nur in Unterwäsche, betrunken, vor ihrer Tür steht, um den Freund von ihr anzubaggern, erst ihr Essen mit ihr Teilt, ihr ihre Kleidung ausleiht damit sie wenigstens etwas anhat, sich mit ihr anfreundet, um ihr wohlergehen besorgt ist und sie im Nachhinein, nachdem sie eine Abfuhr erhalten hat auch noch zum Lachen bringt. Du bist einfach ein Engel. Ich kann dich echt verstehen Mamoru"

Bunny wurde erlegen „Ich…Nun...ähm" stammelte sie.

„Was du hattest nur Unterwäsche an?"fragte Mamoru überrascht mit einem schelmischen Blick auf Bunny, diese stieß ihn mit ihrem Ellenbogen leicht in den Bauch „Mamoru!" fauchte sie und wollte von seinem Schoß springen, jedoch umarmte er sie fester und flüsterte ihr ins Ohr „War doch nur ein Scherz, sie hätte hier auch Nackt antanzen können und ich hätte trotzdem kein Interesse an ihr gehabt". Was ihr eine Gänsehaut verschaffte und sie sichtlich besänftigte.

„So ich denke ich werde mich dann auch auf den Nachhauseweg machen, ich will euch nicht weiter stören" meinte Akiko und wollte aufstehen jedoch sagte Bunny schnell „Das kommt überhaupt nicht in Frage, ich bezweifle das du um diese Zeit ein Taxi bekommst und nach Hause laufen in deinem Zustand, noch dazu Mitten in der Nacht ist auch keine gute Idee."

„Aber" wollte Akiko wiedersprechen und sah hilfesuchend Mamoru an, der jedoch zuckte mit den Schultern und sagte „Du hast sie gehört, ich denke nicht das du es schaffst sie umzustimmen, sie ist ein Stur kopf" „Hey!" protestierte Bunny „Du kannst hier auf der Couch schlafen das ist kein Problem" fügte er noch hinzu.

Nachdem Mamoru ihr frisch bezogenes Bettzeug gebracht und die Couch, die eine Schlaffunktion besaß, ausgezogen hatte, wünschte er ihr eine gute Nacht und zog Bunny mit sich in sein Schlafzimmer.

Als sie aneinander gekuschelt im Bett lagen, dachte Bunny bei sich *Ich fühle mich so wohl in seinen Armen…* fragte ihn jedoch „Wieso hast du ihr gesagt dass wir zusammen sind?"

„Was hätte ich sonst sagen sollen?"stellte er ihr eine Gegenfrage.

„Weiß nicht, aber wenn sie jetzt überall rum erzählt das du eine Freundin hast, hast du es dann bestimmt schwerer bei den Frauen" meinte sie *Gott der wird nie Probleme haben eine Frau zu finden Bunny*.

*Man ich will doch gar keine anderen Frauen außer dir haben!* dachte er sich, zu ihr sagte er „Dafür dass du mich nicht leiden kannst machst du dir aber viele Sorgen um mich und mein Seelenheil"

„Pah! Ich doch nicht. Bild dir bloß nichts ein" meinte sie bockig, kuschelte sich jedoch tiefer in seine starken Arme und seufzte zufrieden.

Keine fünf Minuten waren beide zufrieden im Land der Träume versunken.

5:30 Uhr am nächsten Morgen

Der Wecker heulte erbarmungslos auf. Nur mit halb geöffneten Augen, drehte sich Mamoru genervt um und drückte auf die Snooze Funktion vom Wecker. Leicht brummend drehte er sich wieder zurück auf die Seite und zog den warmen nackten Frauenkörper der neben ihm lag und noch Seelig schlief, zu sich ran. Er wollte einfach nicht aufstehen, das Gefühl war einfach zu herrlich. Das weiche warme flauschige Bett, die Frau deren Haut so samtig weich und deren Geruch so wunderbar betörend war, zogen ihn in ihren Bann. Er hatte das Gefühl im Paradies zu sein und er wollte sich das von dem blöden Wecker nicht verderben lassen.*Usako würde jetzt sagen „Ich liebe mein Bett und mein Bett liebt mich. Nur mein Wecker versteht das einfach nicht!"* dachte Mamoru sich und musste grinsen. Bunny kuschelte sich tiefer in seine Umarmung und seufzte wohlig. Sie spürte seinen warmen Atem an ihrem Hals und ihre Nackenhärchen stellten sich wohlig auf. Langsam erwachte sie aus ihrem Dämmerschlaf und streichelte über seinen Arm der um ihren Bauch geschlungen war. Mamoru strich ihr eine Strähne von ihrem Hals und küsste diesen. „Guten Morgen" hauchte er ihr in ihr Ohr, woraufhin ihr ein angenehmer Schauer über den Rücken lief. Sie grummelte ein leichtes Morgen zurück und drehte sich in seiner Umarmung zu ihm um.

Langsam öffnete sie die Augen und sah zu ihm Auf um sie nur wenige Sekunden danach wieder zu schließen und herzhaft zu gähnen. „Wie spät ist es?" fragte sie und fuhr mit einem ihrer Zeigefinger seine Brust entlang. Mamoru grinste „Wir haben noch genug Zeit" er hatte es kaum ausgesprochen schon hatte er sie auf den Rücken gedreht und lag über ihr. Bunny wollte protestieren, aber Mamoru verschloss ihre Lippen mit einem Kuss. Seine Hand schob den Saum ihres weißen Nachthemdes, das ihr nur knapp bis unter den Po ging, ihre Seite entlang nach oben. Ihre Arme schlangen sich um seinen Nacken und zogen ihn näher an ihren Körper der unter seiner sanften Berührung anfing angenehm zu kribbeln. Ihr Kuss wurde immer leidenschaftlicher, bis ihn Mamoru unterbrach um ihr ihr Nachthemd auszuziehen, das geräuschlos zu Boden fiel. Er sah ihr tief in die Augen „Du bist wunderschön weißt du das?" fragte Mamoru mit rauer Stimme. Seine Sinne waren von diesem bezaubernden Wesen das unter ihm lag und dessen Finger die gerade seine Brustmuskeln entlangfuhren verzaubert.

Gerade als er sich wieder ihren Lippen widmen wollte, wurde die Tür geöffnet und eine ziemlich perplexe Akiko stand in Mamorus Schlafzimmer. Bunny quickte erschrocken auf und verschränkte schnell die Arme vor ihre nackten Brüste. Akiko´s Gesichtsfarbe wechselte in ein knalliges rot, stammelte nur noch ein „Badezimmer gesucht, sorry" und verschwand auch schon wieder so schnell, wie sie gekommen war.

Mamoru seufzte gequält und ließ seinen Kopf auf Bunny´s Brust senken, woraufhin sie die Arme wegnahm und ihm durchs Haar streichelte. „So langsam reicht es mir dauert stört uns einer" murmelte er leicht gereizt. „Ist das deine einzige Sorge? Hallo, wäre sie auch nur fünf Minuten später reingeplatzt hätte sie uns beim … naja du weißt schon erwischt!" fauchte sie nun leicht. Mamoru grummelte nur „Ist sie aber nicht". Er rollte sich von ihr runter, auf seine Seite des Bettes, verschränkte die Arme hinter den Kopf und seufzte nochmals gequält auf. Bunny sah ihn an und kuschelte sich an ihn „Hey jetzt schmoll doch nicht, wir können doch heute Abend da weitermachen wo wir gestört wurden" meinte sie. Sie fuhr mit ihrem Zeigefinger über seine muskulöse Brust dessen Muskeln sich anspannten als dieser hinab bis hin zu seinem Bauchnabel fuhr „und das viele viel viele Male" sagte sie verführerisch, woraufhin Mamorus Blick der bislang stur auf die Decke gerichtet war auf sie viel, so als wolle er überprüfen ob sie es ernst meinte. Sie sah zu ihm auf und grinste ihn frech an, woraufhin er nicht anders konnte als es zu erwidern. Mit der rechten Hand nahm er ihr Kinn in die Hand und zog sie zu sich zu einem langen innigen Kuss, den sie gern erwiderte.

„Na los lass uns Aufstehen und Frühstücken Krümel" sagte er als sie den Kuss wieder trennten. „Au ja!" quickte sie euphorisch und stieg über Mamoru aus dem Bett. Sie suchte sich schnell Unterwäsche aus ihrem Koffer, dessen Inhalt nun den halben Boden in Mamorus Schlafzimmer bedeckte. Mamoru bemerkte dies mit einem unzufriedenen Grummeln und ging zum Schrank um sich eine neue Unterhose anzuziehen. „Die andere Schrankseite ist noch leer, die kannst du gern benutzen" meinte er während er sich eine Hose anzog. Bunny die dabei war sich gerade ihre Bluse von der Schuluniform zuzuknöpfen sah ihn überrascht an. „Aber ich …bleib doch nur über das Wochenende…"meinte sie. Mamoru verdrehte die Augen „Besser im Schrank als auf dem Boden, außerdem gehe ich davon aus das du heute so viel einkaufen wirst…das das alles gar nicht in deinen Koffer passen wird"*Naja wo er recht hat*dachte sich Bunny so bei sich „Okay wie du meinst, will ich mal nicht so sein…ich weiß ja das du pingelig bist wenn es um Ordnung geht" meinte sie und sah ihn herausfordernd an. „Tja kann ja nicht jeder so chaotisch sein wie du" sagte er diabolisch grinsend. Bunny schnappte nach Luft und wollte ihm eine freche Gegenantwort an den Kopf schmeißen, jedoch hatte er sie schon in seine Arme gezogen und seine Lippen auf die ihren gepresst. Eine Zeitlang wehrte sie sich dagegen aus Empörung die jedoch schnell verschwand und sie seinen Kuss erwiderte.

Akiko ging währenddessen im Wohnzimmer auf und ab. Ihr war die Situation mehr als nur peinlich. *Gott das ist ja so peinlich…wie soll ich den beiden bloß jemals wieder in die Augen sehen…aber ich hab mich nicht getäuscht, Mamoru ist echt der Hammer…Akiko! Scheiße er will nichts von dir!*. Sie schreckte aus ihren Gedanken als Mamoru das Wohnzimmer betrat und mit einem gebrummten „Morgen" in ihre Richtung in der Küche wieder verschwand.

„Gott ist der schlecht drauf" murmelte Akiko und sah ihm betroffen nach.

„Der beruhigt sich schon wieder keine Angst" meinte Bunny die nun neben ihr stand und genauso wie sie in Richtung Küche sah.

„Es tut mir so leid…Es war wirklich keine Absicht…ich" stammelte Akiko mit einem Gesicht das einen dunklen Rotton angenommen hatte.

Bunny lächelte sie warm an „Mach dir keine Gedanken" meinte sie wobei auch ihr Gesicht feuerrot wurde.

„Hey wollt ihr da nur rumstehen oder hättet ihr die Güte mir vielleicht zu helfen?" sagte Mamoru leicht genervt, woraufhin beide eifrig nickten und den Esstisch deckten.

Beim Frühstück herrschte betretenes Schweigen, keiner wusste so wirklich wie er dem anderen in die Augen schaute. Bunny blickte abwechselnd von Akiko zu Mamoru, für sie wurde die Stille einfach unerträglich. „Ja es war peinlich! Aber wir vergessen einfach was vorgefallen ist, so als ob nie etwas passiert ist. War ja auch nicht so schlimm schließlich werdet ihr beide bald Ärzte sein…da seht ihr ja auch nackte Menschen…also benehmt euch nicht wie kleine Kinder denen der Lolli geklaut wurde…Gott und da sagt man ich sei nicht erwachsen" meinte sie.

Mamoru starrte sie ungläubig an, musterte ihre ernste Miene und ihren entschlossenen Ausdruck genau. Bunny die seinen abschätzenden Blick bemerkte, verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn mit einem Blick der keine Wiederrede duldete an.

Er fuhr sich fahrig durch sein schwarzes volles Haar und seufzte resignierend. Sie hatte Recht er benahm sich albern, aber es wäre einfach schön gewesen wenn er mit ihr noch ein wenig allein hätte bleiben können.

„Gut vergessen wir das ganze einfach" sagte er und reichte Akiko versöhnend die Hand, die sie ergriff und ihn dankbar anlächelte „Das wäre also geklärt, zufrieden Krümel?" fragte er und sah zu Bunny.

Diese nickte eifrig und lächelte die beiden zufrieden an und widmete sich wieder ihrem Marmeladebrötchen.

„Wie habt ihr beide euch eigentlich kennengelernt?" fragte Akiko

Mamoru und Bunny sahen sich an „Tja nun es war an einem Mittwoch vor ungefähr zwei Jahren. An diesem Tag habe ich eine Mathearbeit wiederbekommen, die ich komplett in den Sand gesetzt habe. Ich war so wütend und frustriert, weil ich für diesen Test echt gebüffelt habe, dass ich ihn vor Wut zerknüllt habe und hinter mich geworfen habe. So nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn…" erzählte Bunny.

„Tja nur leider ging ich hinter ihr und habe ihn voll gegen die Rübe bekommen" mischte sich Mamoru ein und rieb sich, als ob sein Kopf noch heute von dieser Attacke weh tat, den Kopf.

„Daraufhin fing er an mich auf das übelste zu beleidigen, er nannte mich Weichbirne, ich mein es tat mir leid das ich ihn erwischt habe, aber das gab ihm noch lange nicht das Recht mich zu beleidigen. Ich habe ihn dann zurück beleidigt, naja und jeder ist wieder seiner Wege gegangen" erzählte sie weiter.

„Und ab diesem Tag, ist sie fast täglich entweder in mich rein gerannt oder hat mich mit irgendwelchen Sachen beworfen. Es grenzt an ein Wunder das ich keine bleibenden Schäden zurückbehalten habe." grinste Mamoru und hatte die Bilder einer vierzehnjährigen Bunny die mit geröteten Wangen keifend vor ihm stand noch deutlich vor Augen.

„Und seit wann seid ihr zusammen, ich meine jetzt als Paar?"bohrte Akiko nach

„Noch nicht so lange." meinte Bunny schnell „So ich muss dann auch los" setzte sie dem noch nach, stand auf und brachte ihren Teller in die Küche.

Akiko sah ihr nach und fragte sich ob Bunny dieses Thema unangenehm war. Als Bunny wieder in Wohnzimmer kam, schnappte sie sich ihre Schultasche die bei der Couch stand, drehte sich nochmal zu den beiden und meinte „Ich wünsch Euch einen schönen Tag, machts gut. Es hat mich gefreut dich kennenzulernen Akiko."

„Ja ebenfalls, ich hoffe ich darf mal wieder zu Besuch kommen, aber das nächste Mal komme ich natürlich angezogen und am Tag" grinste diese.

Bunny lächelte und war schon halb aus dem Wohnzimmer als Mamoru aufsprang „Warte ich bring dich zur Tür Usako".

Als sie außer Sichtweite von Akiko im Flur standen zog Mamoru Bunny an sich und küsste sie innig „Hab einen schönen Tag und komm schnell wieder" sagte er und strich ihr, mit seiner rechten Hand liebevoll über ihre Wange. Sie seufzte und stellte sich auf die Zehenspitzen um ihm noch einen allerletzten Kuss auf seine weichen Lippen zu drücken „Ich versuche es" meinte sie, sah ihn ein allerletztes Mal an und verschwand aus der Tür in Richtung Aufzug. Mamoru sah ihr noch zu wie sie in diesem verschwand, bevor er sich wieder ins Wohnzimmer zu Akiko begab.

Mamoru kehrte ins Wohnzimmer zu Akiko zurück, die ihn skeptisch musterte.

„Warum ist Ihr das so unangenehm über Eure Beziehung zu reden? Ich mein versteh mich nicht falsch Mamoru, aber wenn ich mit dir zusammen wäre, selbst wenn ich noch minderjährig wäre, würde ich das in die Welt hinausschreien wie glücklich ich bin. Bunny hingegen möchte am liebsten gar nicht darüber reden, das ist mir schon gestern Abend aufgefallen. Sie hat zu keiner Zeit irgendwelche Andeutungen gemacht in welchem Verhältnis ihr zueinander steht. Und gerade eben beim Frühstück war es ihr genauso unangenehm." Meinte Akiko nachdenklich „Irgendwie verhält sie sich komisch, ich sehe in ihren Augen dass sie dich aufrichtig liebt, aber da ist noch was anderes in ihrem Blick was mich stutzig macht. So was wie Trauer oder Schmerz…ich konnte das nicht richtig deuten" fügte sie hinzu.

*In ihrem Blick lag Liebe? Wenn es nur so wäre. Begierde vielleicht, ja sie findet meinen Körper anziehend, das sagt mir mein Gefühl, aber da ist mit Sicherheit nicht mehr, Immerhin liebt sie ja einen anderen und ist nur bei mir um genügend Erfahrung für ihn zu haben. Gott was ist wenn sie bald nicht mehr auf meine Hilfe angewiesen ist? Vielleicht war es das was Akiko gesehen hat*fragte er sich fuhr sich fahrig durch seine schwarze Mähne und starrte an Akiko vorbei aus dem Fenster.

„Und du benimmst dich genauso seltsam wie sie!" holte sie ihn in die Realität zurück „Ich mein selbst wenn sie noch so jung ist, hättest du immerhin sagen können, dass du eine Freundin hast. Aber das hast du nicht getan. Warum? Das ist alles so widersprüchlich für mich und so wie sich das für mich angehört hat, läuft dass schon eine ganze Weile zwischen Euch!" fuhr Akiko unbeirrt fort. Sie wollte auf Ihre Fragen, die sich ihr in der Nacht aufdrängten, Antworten und zwar jetzt.

Mamoru wusste nicht so recht was er darauf antworten sollte. Er konnte ihr ja schlecht die Wahrheit sagen. „Ja du hast Recht…Da gibt es noch einen Grund, warum wir die Beziehung geheim halten, fürs erste. Eine von Bunnys besten Freundinnen ist auch in mich verliebt und das anscheinend schon ziemlich lange. Das Problem ist, dass sie einfach nicht aufhört mich Anzugraben. Wir können ihr auch nicht sagen, dass wir zusammen sind, dass würde ihr das Herz brechen." Erzählte er. Zumindest war es ein Teil der Wahrheit. Rai stand ja wirklich auf ihn und wenn sie erfahren würde, was er und Bunny so miteinander anstellten, sollten sie beide besser nicht in ihrer Nähe sein.

„Also ehrlich Mamoru ist das nicht nur eine faule Ausrede? Wenn sie wirklich so eine gute Freundin ist, wird sie das verstehen. Klar wird sie nicht begeistert sein, vielleicht wird sie auch eine Weile nicht mit Euch reden. Aber will Bunny, nur weil sie Angst hat vor den Konsequenzen hat, eure Beziehung geheim halten? Das geht auf Dauer sowieso nie gut. Irgendwann kommt jedes Geheimnis ans Tageslicht, es ist nur eine Frage der Zeit. Und wenn sie es selbst rausfindet, ist es viel schlimmer für sie, weil ihr sie die ganze Zeit belogen und betrogen habt."

Mamoru sah sie ernst an. So langsam reichte es ihm. Er spürte wie ihn eine unglaubliche Welle der Wut packte. Es war immer noch sein Leben und er konnte machen was er wollte. Schon lange war er kein kleiner Junge mehr, den man herum schubsen konnte wie man wollte. Damals im Waisenhaus, in das er mit sechs Jahren kam, als seine Eltern diesen Autounfall hatten und er der Kleinste dort war, konnte man ihn vielleicht rumschubsen. Aber auch das nur eine gewisse Zeit lang bis er sich zur Wehr gesetzt hatte. Er hatte lange Trainiert um stärker zu werden, um eines Tages gegen die großen Jungs eine Chance zu haben. Als er dann acht Jahre alt wurde, war dieser Tag gekommen. An einem lauen Sommertag nach der Schule lauerten ihm die Blues, so wie er sie nannte, weil die Gruppe die aus drei zehnjährigen Jungen bestand, alles Waisenkinder so wie er, jeden Tag blaue Jeans trugen, im Park auf. Doch an diesem Tag sollten sie ihr blaues Wunder erleben und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dem Anführer der drei schlug er die Nase blutig, den anderen beiden verpasste er jeweils ein blaues Auge, sodass diese für ein paar Wochen ein richtig saftiges Veilchen hatten. Von dem Tag an ließen sie ihn in Ruhe und diktierten somit nicht mehr sein Leben im Heim. Von da an bestimmte er sein Leben selbst und er war verdammt stolz darauf. Er hatte sich nicht aufgegeben und sich diese Unabhängigkeit erkämpft zu tun und zu lassen was er und wann er es wollte. Und jetzt wollte ihm wieder jemand sagen was er tun soll? Er war ihr keine Rechenschaft schuldig und es ginge sie beim besten Willen nichts an. Mamoru ballte die Hände zu Fäusten und versuchte die Wut in ihm im Zaun zu halten. Sie war eine Freundin von ihm. Sie meinte es sicher nur gut mit ihm. „Ich weiß du meinst es nur gut, aber halt dich da raus! Und solltest du mit irgendwem darüber reden, waren wir die längsten Freunde gewesen! Diese Sache geht nur mich und Usagi etwas an. Ich möchte nicht das du sie in irgendwelche Schwierigkeiten bringst!" sagte er streng.

Akikos Augen weiteten sich geschockt und sie schnappte wie ein Fisch, der an Land war nach Luft. Solche Töne war sie von Mamoru nicht gewöhnt. Normalerweise versprühte er Charme und pure Höflichkeit. Noch nie hatte er in irgendwelcher Art und Weise gedroht. Diesen aggressiven Ton in seiner Stimme hatte sie noch nie gehört. Nicht mal ansatzweise hatte er jemals ein böses Wort von sich gegeben. Sie runzelte die Stirn und musterte ihn. Kannte sie diesen Mamoru überhaupt? Noch vor vierundzwanzig Stunden hätte sie geschworen, dass sie Mamoru Chiba mit allen Facetten seiner selbst kennen würde, doch da hatte sie sich wohl gewaltig getäuscht. Sie hatte ja noch nicht einmal gewusst, dass Usagi überhaupt existierte. Stets war sie bemüht alles von ihm zu wissen. Das was er nicht von sich aus erzählte, versuchte sie auf anderem Wege heraus zu bekommen. Entweder sie fragte seine Freunde, wovon er ziemlich wenige hatte, allen voran Motoki. Wenn der jedoch ihre Fragen nicht beantworten konnte oder wollte, war sie gezwungen ihren Vater um Hilfe zu bitten. Ihr Vater war Chefarzt am Klinikum, in dem Mamoru seine Praktika für sein Studium machte. Durch seine Personalakte erfuhr sie so einiges über sein Leben. Zum Beispiel das er seine Eltern durch einen Autounfall verloren hatte oder das Vermögen, das sich auf seinem Bankkonto befand. Sie wusste von allen Frauen von der Uni, die auch auf Mamoru standen und ihn gierig umschwärmten, wie die Motten das Licht. Doch sie hatte immer geglaubt, dass Saori ihre größte und ernstzunehmendere Konkurrentin war. Sie konnte ihr gefährlich werden, so dachte sie. Sicher könnte man das jetzt als Stalking bezeichnen. Sie jedoch redete sich hinaus, dass es sicher gut wäre alles über seinen zukünftigen Ehemann zu wissen, um ihm eine gute Ehefrau zu sein.

Jetzt wusste sie es besser, sie alle hatten von Anfang an keine Chance bei ihm, seit er Bunny kannte. Er hatte sich schon bei ihrer ersten Begegnung in sie verliebt. Gegen ein Schulmädchen verlor, was für eine Ironie. „Du liebst sie sehr hm" seufzte sie. Es war mehr eine Feststellung als eine Frage von ihr.

„Ja ich würde alles tun damit sie glücklich ist, selbst wenn es mein Leben kosten würde." bestätigte er ihr. Es tat ihm gut. Es tat ihm so unbeschreiblich gut, dieses Geständnis von der Seele zu haben und jemanden zu sagen, was er wirklich fühlte. Es einfach offen zu sagen, was er für Usagi fühlte. Seinem kleinen Bunny. Seiner Usako. Das was er schon so lange Ihr gegenüber fühlte, aber sich zuerst nicht eingestehen und später nicht getraut hatte zu offenbaren.

„Ich verstehe" meinte Akiko leicht geknickt. Er würde nie jemanden je mehr lieben wie Bunny, das wurde ihr schmerzlich klar. Sie hatte zwar gestern von ihm schon einen Korb bekommen, aber wie er schon sagte Bunny war noch so jung, vielleicht würde sie irgendwann Schluss machen. An diesen winzigen Funken Hoffnung hatte sie sich geklammert, aber jetzt wo er so offen zu ihr war, musste sie erkennen, das selbst wenn dies passieren würde Mamoru Bunny immer noch genauso sehr lieben würde, keine andere Frau würde ihn je so glücklich machen können wie sie es vermochte. Das sah sie an seinen Augen. Die sie noch nie so strahlen gesehen hatte.

Bunny war währenddessen auf dem Weg zur Schule und hing Ihren Gedanken nach. Sie sah auf die Uhr und stellte erstaunt fest, dass sie mehr als genügend Zeit hatte. *Komisch, immer wenn ich bei ihm übernachte, fühle ich mich am nächsten Morgen so fit und munter…und ich komme mal nicht zu spät zum Unterricht* dachte sie, als sie durch den Park ging.

„Hey Bunny!" rief sie eine weibliche Stimme. *Oh Oh!* dachte Bunny, als sie die bekannte Stimme vernahm und drehte sich um. Makoto lief zu ihr, mit einem freundlichen Lächeln umarmte sie Ihre Freundin, „Mensch, was machst du denn in dieser Gegend? Das ist doch gar nicht dein üblicher Weg." fragte Makoto. Jetzt war sie in Erklärungsnot. Was sollte sie sagen? Leider konnte sie nicht behaupten, dass sie bei einer Freundin übernachtet hat. Denn erstens wohnte keine von ihren Freundinnen, bis auf Makoto und Ami in dieser Gegend. Zweitens wenn sie eine neue Freundin kennengelernt hätte, wo war diese gerade und die alles entscheidende Frage wäre, wieso sie ausgerechnet unter der Woche bei einer Freundin übernachtet hatte. Ihre Eltern würden das nur in den Ferien erlauben oder bei Naru, dessen Elternhaus, in unmittelbarer Nachbarschaft lag und sie somit immer kontrollieren konnten, ob sie wirklich dort war. Nun, zu ihrem Glück hatten das ihre Eltern noch nie getan, denn dann hätten sie gewusst, dass ihre Tochter schon des Öfteren dort nicht anzufinden war. Denn jedes Mal, wenn sie als Sailor Moon nachts gebraucht wurde, war ihre Standardbegründung für ihre Eltern immer Naru gewesen. Entweder sie mussten für die Schule lernen, sie hatte etwas sehr wichtiges bei ihr vergessen oder es war eine „Mädchensache", wie sie immer sagte.

Bunny entschloss sich für eine Halbwahrheit. „Ich hatte meine Aufzeichnungen bei Mamoru liegen gelassen." sagte sie, leider klang sie anscheinend nicht glaubhaft genug, denn Makoto sah sie an und zog skeptisch eine Augenbraue nach oben. „Aber wir schreiben doch nie freitags einen Test und außerdem fangen doch eh am Montag die Ferien an. Viel werden wir an unserem letzten Tag eh nicht machen." meinte Makoto. *Scheiße! Und nun ist guter Rat teuer! Was sag ich den jetzt?* fragte sie sich und ehe sie begriff was sie tat, sagte sie: „Ja naja ich wollte ihn auch noch was fragen."

„So? Was denn? Muss ja ziemlich wichtig gewesen sein, wenn du deswegen extra so zeitig auf den Beinen bist." erwiderte Makoto mit einem dicken Grinsen im Gesicht. Bunny's Gesichtsfarbe wechselte von kreidebleich zu dunkelrot. „Nein! Nein…Ich konnte eh nicht schlafen! Wir gehen doch heute alle zusammen shoppen, deswegen war ich so aufgeregt, dass ich nicht schlafen konnte. Ich wollte nur…ich meine…puh…wir fahren doch alle am Sonntag gemeinsam in den Urlaub…ich wollte nur mit ihm vereinbaren, das wir…ja nun halt das…das wir obwohl wir nicht lernen trotzdem den Waffenstillstand aufrecht erhalten sollten, damit wir Euch euren Urlaub nicht versauen…und das neue Bündnis wollen wir heut Abend im Saxx begießen." stammelte sie.

„Ihr habt ein Date?" hackte Makoto nach. „Nein! Gott Nein, ihr sollt auch kommen und… und natürlich Motoki auch. Wir treffen uns alle nur als Gruppe, mehr nicht." sprudelte es aus ihr heraus. „Aha…"Makoto wusste das sie log. Bunny war eine sehr schlechte Lügnerin. Vielleicht lag es auch nur daran, dass sie die verliebten Blicke letztens und die Wesensveränderung der beiden, einfach nur richtig deuten konnte. „Warum lügst du? Dafür gibt es keinen Grund Bunny…Denkst du denn wirklich, dass ich so blind bin um nicht zu sehen, dass da mehr zwischen Euch läuft als nur Nachhilfeunterricht?" Makoto war leicht genervt. Sie konnte ja verstehen, dass sie es vor Rai erst mal verschwiegen, aber doch nicht vor ihr. Sie konnte doch immer zu ihr kommen.

„Makoto…ich…weißt du…das ist kompliziert." seufzte Bunny ergebend, „Wir sind nicht zusammen glaub mir…"

„Ihr seid also nicht zusammen, aber du bist verliebt in ihn und er in dich. Wo ist das Problem? Nur wegen Rai?" hackte Makoto nach. Sie konnte es ja auf einer Seite verstehen, dass die beiden Angst vor Rai hatten, aber deswegen unglücklich sein? Liebe konnte man nun mal nicht erzwingen und Mamoru hat Rai nie geliebt, sie hatte also von Anfang an keine Chance.

Bunny seufzte, starrte zu Boden. „Nein…ich bin nicht verliebt Makoto…ich liebe ihn! Aber er liebt mich nicht…schnief…Gott Makoto ich…" schniefte sie und warf sich in Makotos Arme. „Schhhh..Süße…was…ich verstehe nicht?" fragte Makoto perplex und strich beruhigend Bunny's Rücken auf und ab. „Komm wir setzen uns und dann erzählst du mir alles, vielleicht kann ich dir helfen. Auf alle Fälle wird es dir gut tun es dir von der Seele zu reden." Sie dirigierte Bunny zu einer nahe liegenden Bank und setzte sich mit ihr.

„Wir haben eine Abmachung getroffen…ich war doch so verliebt in Tuksedo Kamen …aber immer wenn ich in seiner Nähe war, habe ich keinen Ton rausbekommen…dann kam ich auf die Idee, ihn zu verführen, aber ich wusste doch nicht wie." verzweifelt sah sie zu Makoto, die sie nur fragend ansah. Sie erzählte Makoto, wie sie Mamoru darum gebeten hatte ihr zu zeigen wie man einen Mann verführen konnte und wie sie Gefühle für ihn entwickelte.

„Ihr habt euch geküsst?" fragte Makoto und Bunny bejahte ihre Frage. „Ihr habt doch nicht mehr miteinander gemacht wie euch zu küssen, oder?"

Bunny's Gesicht wurde dunkelrot. Sie wusste nicht was sie machen sollte. Was sollte sie denn jetzt auch sagen? Da war viel mehr wie ein Kuss? Sollte sie ihr sagen, dass sie sich geliebt hatten? Würde Makoto sie nicht durchschauen, wenn sie es abstritt? Sie entschloss sich einfach gar nichts zu antworten. Eigentlich ging nur sie und Mamoru das an. Er hatte sie zu nichts gezwungen. Sie wollte es, sie hatte ihn förmlich darum angefleht. Nun gut sie glaubte nicht, dass sie, als Mamoru sie fast wahnsinnig mit seinen zärtlichen und doch verlangenden Küssen und Berührungen, sie überhaupt noch zurechnungsfähig war. Dennoch, sie wollte es und sie bereute es nicht ein bisschen.

„Oh Mein Gott!" stammelte Makoto, „Du bist keine Jungfrau mehr!" Das war vielmehr eine Feststellung, denn Bunny's Gesicht sprach bände.

„Bitte Makoto, das muss aber unter uns bleiben." flehte sie, „Ich bereue es nicht! Keines Wegs, aber das geht nur mich und ihn etwas an und niemanden sonst. Er kann ja nichts dafür, dass ich so doof war mich in ihn zu verlieben." meinte Bunny geknickt.

„Bist du dir denn sicher, dass er dich nicht auch liebt? Ich mein, keiner geht einfach so mit jemandem in die Kiste…er muss doch irgendwelche Gefühle für dich haben. Vielleicht ist er nur zu feige sie dir gegenüber zu gestehen?" fragte Makoto. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie Mamorus Blicke so falsch interpretiert hatte. Die anderen hatten es doch auch gesehen. Alle bis auf Rai.

Bunny seufzte. „Makoto, wir reden hier von Mamoru Chiba, der begehrtesten Junggeselle in ganz Tokio, wahrscheinlich ganz Japans…er kann jede haben…vielleicht findet er meinen Körper anziehend…vielleicht ist es einfach nur praktisch für ihn jemanden zu haben, der ihm das gibt was er braucht ohne zu verlangen, dass er einen gleich heiratet. Er liebt mich nicht, er wird mich auch nie lieben, ich bin nur das kleine dumme Odango Atama und so wird er mich auch immer sehen…aber weißt du was, das ist mir egal…weißt du ich bin zum ersten Mal richtig glücklich in meinem Leben. Wenn ich bei ihm bin…all mein Kummer und meine Sorgen sind dann wie weggewischt…ich kann mich einfach fallen lassen und so sein wie ich bin…wie ich wirklich bin…das möchte ich genießen…solange es noch andauert…verstehst du das?"

Makoto sah sie an. „Ja, irgendwie schon." hauchte sie. Natürlich hatte sie keine Ahnung wie Bunny sich fühlen musste, aber sie erkannte an ihrem Gesichtsausdruck, dass es ihr mehr als ernst war mit all dem was sie gesagt hatte. Sie hatte gewusst das Bunny nicht immer so glücklich war, wie sie tat, aber dass es anscheinend so schlimm war, hatte sie nicht geahnt.

„Versteh mich nicht falsch, eigentlich dürfte ich mich nicht beschweren und müsste glücklich sein. Ich habe eine tolle Familie, die selbst wenn sie über meine Noten und meine Schusseligkeit nörgeln, einfach liebe- und verständnisvoll sind. Ich habe die besten Freundinnen dieses Universums, die zu mir halten und es alle nur gut mit mir meinen. Und wenn man jetzt noch darüber hinweg sehen würde, dass ich gegen böse Monster kämpfen muss und schlecht in der Schule bin, könnte man meinen mein Leben wäre perfekt. Dennoch ist da diese Leere in mir…es ist wie eine Art stechender Schmerz, den ich einfach nicht zu lindern vermag." versuchte Bunny es Makoto zu erklären.

„Du musst das nicht erklären, Bunny. Glaub mir ich respektiere das, wenn es dich glücklich macht kann es nicht falsch sein." meinte Makoto und lächelte sie leicht an. „Du brauchst dir keine Sorgen machen. Ich werde das für mich behalten. Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich immer für dich da bin. Du kannst immer zu mir kommen egal mit was und wann."

Jetzt strahlte Bunny übers ganze Gesicht und umarmte Makoto stürmisch. „Danke Mako, ich danke dir."

Makoto musste schmunzeln. „Na komm, lass uns weitergehen, nicht das wir noch zu spät kommen." und mit einem zwinkern fügte sie hinzu: „wir wollen doch nicht riskieren, dass du dich umsonst so zeitig von Mamoru loseisen musstest."

Gemeinsam machten sich auf den Weg zu Schule. Sie beschlossen jedoch nicht weiter über Mamoru zu reden. „Hey aber eigentlich könnten wir wirklich heut ins Saxx gehen." meinte Makoto, „Ich mein, das würde sicher spaßig werden."

„Naja ich weiß nicht…meinst du?" Bunny war sich nicht sicher, ob das so eine gute Idee war, dennoch stimmte sie zu, was sollte schon großartig passieren.

Ehe sie sich versahen, waren sie auch schon an ihrer Schule angekommen. Jetzt mussten sie nur noch die letzten Unterrichtsstunden vor den Ferien absitzen und dann konnte der Spaß beginnen.