Ich möchte mich besonders bei KathyJane bedanken. Natürlich meine ich Zukunft J, danke für die Info. Sorry für den kleinen Patzer. Wünsche euch viel Spaß mit Kapitel 4
Kapitel 4
Galactica – 7 Monate vor den Ereignissen von Kapitel 1
Bill hatte das Gefühl von den Blicken der Anderen durchbohrt zu werden. Sein Sohn Lee und sein XO Tigh blickten nach unten und schauten Bill nicht an. Beide hatten ein zweifelhaften Blick, als Bill von seinen Erlebnissen erzählte. Nur Starbuck hielt die ganze Zeit über den Blick des alten Mannes stand, sie selbst hatte in letzter Zeit so viel verrücktes erlebt, dass sie ihn glauben konnte. Sie war es auch, die das Schweigen brach.
„Ok, also wenn ich es richtig verstanden habe, kamen Sie aus der Zukunft her um uns zu sagen, dass eine Welt in 150.000 Jahren untergehen wird, die wir nicht einmal kennen. Und das alles hat Ihnen Baltar gesagt? Gaius Baltar, der größte Spinner dieser Flotte ist jetzt plötzlich eine Gottheit, der wir folgen sollen?"
Dann mischte sich Lee in das Gespräch ein.
„Kara hat recht Dad, es klingt alles sehr…"
„Ja ich weis wie es klingt Lee, dennoch ist es wahr. Ich werde diesen Auftrag erfüllen und das mit oder ohne euch. Die Galactica ist mein Schiff und ich bin immer noch der Admiral."
„Dad, wir sagen nicht das wir dich nicht unterstützen. Jedoch müssen wir auch Zeit haben um alles zu planen und um die Flotte zu informieren. Als Vertreter im Rat, muss ich dir sagen dass die Flotte nicht begeistert sein wird. Du sagst wir finden einen bewohnbaren Planten auf dem ein gutes Leben für uns möglich wird. Ich denke einfach das wir alle schon genug durchgemacht haben. Seit 4 Jahren werden wir quer durch die Galaxis gejagt, diese Leute haben ein ruhiges Leben verdient und keinen neuen Krieg für eine Welt die nicht unsere ist."
Bill wusste das es schwer wäre jemanden zu überzeugen, doch er gab nicht auf. Selbst wenn er mit Laura allein das Wagnis eingehen müsste, er würde diese Mission durchführen. Er war nicht hier um alles noch einmal geschehen zu lassen. Gerade als Bill weitersprechen wollte, meldete sich Laura die bis dahin sehr ruhig gewesen war.
„Bill, ich muss Lee recht geben. Wir wissen nicht einmal um welche Bedrohung es sich handeln wird. Als Oberhaupt der Zivilen Flotte kann ich so einem Wagnis nicht zustimmen. Vielleicht wäre es das beste einfach den Kurs zu dem Planeten den du neue Erde nanntest aufnehmen. Ich kenne dich Bill, du hast dir etwas in den Kopf gesetzt und willst es auch durchsetzten. Gib bitte nicht den Befehl zu dieser Mission, lass alle Freiwilligen sich uns anschließen und lass den Rest ein friedliches Leben führen. Ich werde bei dir sein."
Bill konnte nicht glauben wie er die letzten 6 Monate ohne sie leben konnte. Er liebte Laura so sehr und hasste sich dafür das er es manchmal nicht so zeigen konnte wie er es wollte.
„Also ich komme mit! Ich bin eine Kämpfernatur und brauche Action in meinem Leben." meldete sich Starbuck zu Wort. Die Geschichte des alten Mannes war verrückt und unglaublich, doch war das ihre Geschichte nicht auch?
„Danke Starbuck, was ist mit euch?"
Fragend blickte Bill zu Lee und Tigh, doch keiner sagte etwas. Wir müssten sie eine Entscheidung treffen, die ihr Leben komplett verändern würde.
Los Angeles – 150.000 Jahre später
Sharon stand in ihrer Küche und nahm eine Aspirin. Ihr Kopf hämmerte schrecklich und sie hatte das Gefühl den Verstand zu verlieren. Immer wieder sah sie die sterbende Frau vor sich.
‚Laura, geh raus aus meinem Kopf!'
„Sharon, ist alles ok?"
Rustys Stimme ließ sie aufschrecken.
„Sicher, ich habe nur etwas Kopfschmerzen. Rusty, warum hast du mir nicht gesagt das ich dich fast jede Nacht geweckt habe? Du brauchst deinen Schlaf."
„Das gleiche könnte man von dir sagen. Ich wusste du würdest es runter spielen wenn ich etwas sagen würde, also habe ich…"
„Also hast du Andy auf mich angesetzt. Schau Rusty, ich finde es süß das du dir Sorgen machst aber es wird schon wieder."
Als es an der Tür klingelte, machte sich Rusty auf den Weg und ließ Sharon allein in der Küche. Sie schloss kurz die Augen und lächelte.
‚Film Abend mit Andrew Flynn, wer hätte das gedacht.'
Sie öffnete die Augen und wollte Rusty hinterher gehen um Andy zu begrüßen, doch was sie sah, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.
„Hallo liebe Sharon, ich bin hier um dir etwas wichtiges zu sagen."
Direkt vor ihr stand ein Mann mit braunem Haar und einem weißem Gewand, lächelnd sah er sie an.
„Wer sind Sie?" langsam ging Sharon einen Schritt zurück und verfluchte sich das sie ihre Waffe nicht bei sich hatte. Aber wie zum Teufel war er hier herein gekommen, war er eine Bedrohung für Rusty?
‚Wo ist meine Waffe?'
„Oh, deine Waffe brauchst du nicht, sie wäre auch nutzlos gegen mich und keine Angst, dem Kind passiert nichts. Ich habe etwas für dich, ließ es und nimm deine Bestimmung an."
Schockiert sah sie den Fremden an, woher wusste er was sie dachte.
‚Ich träume wieder, dass muss es sein.'
„Nein, du träumst nicht. Hier, nimm das Buch."
Er legte es auf den Tresen und lächelte.
„Wer zum Teufel sind Sie?" diesmal klang ihre Stimme energischer.
„Nennen sie mich Gaius, obwohl ich das schon lange nicht mehr bin. Wenn Sie so energisch sind, haben Sie noch mehr Ähnlichkeit mit Laura."
Sharon schluckte schwer, was sollte das alles bedeuten?
„Hey Sharon, Lieutenant Flynn ist hier und…..Sharon? Sharon, was ist los?"
Rusty rannte zu seiner Pflegemutter und berührte sie leicht an der Schulter. Nie zuvor hatte er sie so kreidebleich gesehen mit großen weit aufgerissenen Augen starrte sie ins Leere, sie wirkte es hätte sie einen Geist gesehen.
„Ich…ich weis nicht. Ich müsste wirklich mal wieder schlafen."
Nachdem Rusty in die Küche kam, war der seltsame Mann fort und Sharon zweifelte an sich selbst.
‚Ich werde verrückt.'
Doch dann sah sie das Buch dort liegen. Langsam nahm sie es in ihrer Hände und schaute es nur an.
„Wo kommt das her Sharon?"
Sie schüttelte ratlos den Kopf. „Ich weiß es nicht Rusty."
‚Laura….wieder ging es um Laura! Mein Gott, was ist nur los mit mir?'
