„Bella, Atme gefälligst!" Meine Kopfstimme meldete sich zu Wort und ich nahm einen tiefen Zug Sauerstoff in mir auf. Verdammt, das war das schärfste Nicht – Scharfe was ich je erlebt habe.

Ich blinzelte dem Scheinwerferlicht entgegen und versuchte, die Sternchen auf meiner Pupille weg zu bekommen. Ich ließ meinen Kopf nach links und nach rechts schweifen, doch von Mr. Travolta war nichts mehr zu sehen. Das Adrenalin schoss immer noch durch meine Venen und ließ meinen Kreislauf pulsieren. Der Alkoholpegel tat sein übriges.

Ich stolperte die Treppe hinunter. Hoffentlich hatte Edward das nicht gesehen. Wie peinlich. Wo war er eigentlich auf einmal? Fand er es so Scheiße? War ich zu aufdringlich? Ich hatte alles vermasselt!

Ich wurde von 2 kräftigen Armen aufgefangen. Ich sah in Jaspers grinsendes Gesicht. Natürlich lief ich gleich knallrot an. Oh man, 1. Vorsatz: „Kein Alkohol mehr auf dem Schiff!"

Ich löste mich aus seinen Armen und suchte den Raum nach den anderen ab. Rosalie und Emmett kamen gröhlend auf uns zu.

„Bella. Heilige Scheiße. Was war DAS bitte? Du warst so heiß!" Emmett klopfte anerkennend auf meine Schulter während er sich gleichzeitig von Rosalie einen strafenden Blick einfing.

Ich lächelte verlegen und Rosalie umarmte mich schnell: „Du warst echt der Hammer! Aber bei dem Typen als John Travolta würde jedes Mädel schwach werden!" Sie flüsterte es nur in mein Ohr und als ich wieder in ihr Gesicht sah, entblößte sie ihre perfekten Zähne und das Blut schoss wieder direkt in meinen Kopf.

„Ach, mein Alkoholpegel hat sich ein bisschen zuviel in den Vordergrund gedrängt! Normal wäre ich nie so abgegangen! Wirklich!" Ich hob entschuldigend meine beiden Hände in die Höhe und setzte eine Unschuldsmiene auf.

Emmett wirbelte mich einmal um meine eigene Achse und hielt mir ein Schnapsglas entgegen. Ich roch dran und mein Magen rumorte gehörig. Nicht schon wieder Tequila!

„Ach komm Bella, Du Teufelsbraut! Einer geht noch!" Er grinste vor sich hin, reichte mir ein Stück Zitrone und schaute mich herausfordernd mit hochgezogener Augenbraue an. Ich schloss die Augen und seufzte wohl entschieden zu laut. Emmett griff nach meiner Hand, streckte seine Zunge heraus und leckte mir einmal über den Handrücken.

Ich zog angewidert die Nase kraus doch Emmett ließ sich nicht beirren, schüttete mir Salz auf die angefeuchtete Stelle und ließ dann triumphierend meinen Arm wieder los.

Rosalie drängelte sich zwischen uns und ihre Augen funkelten. Sie sah zuerst von Emmett zu mir und dann wieder zurück, griff nach dem Salzstreuer und postierte sich direkt vor Emmett. Er zog eine Augenbraue hoch und verschränkte die Arme vor der Brust.

Rose hob den Arm und dirigierte Emmett mit dem Zeigefinger zu sich. Sie nahm seinen Arm und zog langsam und ziemlich sexy eine feuchte Spur über seinen Handrücken und streute dann Salz darüber. Mit einem lauten Knall stellte sie den Salzstreuer auf den Tisch neben uns ab und reichte uns unsere mit Tequila gefüllten Schnapsgläser.

Emmett versuchte krampfhaft lässig zu wirken.

In seinem Inneren brodelte es aber sichtlich. Das er nicht sabbernd vor Rosalie kniete und sie anflehte mit hoch auf sein Zimmer zu kommen war wirklich alles.

„Lass uns Brüderschaft trinken!" Rosalie stemmte einen Arm in ihre Seite und blickte Emmett herausfordernd an. Dem fiel die Kinnlade fast auf den Boden, aber keine Sekunde später breitete sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht aus.

Ich beobachtete das Schauspiel schmunzelnd.

Rosalie stellte sich leicht auf die Zehenspitzen und verschränkte ihren Arm mit dem von Emmett. Er schlürfte aus seinem Glas und sie aus ihrem.

Danach nahm sie sein Gesicht in beide Hände und drückte ihm einen ganz leichten Kuss auf die Wange. Er zog eine Schnute, weil er sich wohl mehr erhofft hatte, und sie grinste ihn nur an, weil sie ihn mal wieder gelinkt hatte.

Ich schüttelte nur meinen Kopf und kippte mir dann meinen Tequila runter. Oh man, das war wirklich zuviel. Ich trinke heute gar nichts mehr.

Mein Kopf begann sich nun zu Wort zu melden. Er brummte und ratterte vor sich hin und auch mein Magen rebellierte so langsam gegen den Alkoholgenuss. Ich schaute auf meine Armbanduhr und es war mittlerweile 3:45h und morgen durfte ich um 12h anfangen zu arbeiten.

Jasper stand direkt neben mir und deutete meine Geste genau richtig: „Ist schon ziemlich spät, huh? Ich muss Gott sei Dank erst morgen Abend wieder ran. Zum großen Begrüßungsdinner. Im Anzug und Krawatte zu klassischer Musik am Klavier. Bin mal gespannt wie's die restlichen Tage wird. Habe nur für Morgen ein Motto erhalten was ich an Musik spielen soll, die restlichen Tage muss ich morgen nach Feierabend erfragen."

„Du hast es gut, ich fange morgen um 12 Uhr an. Dann kurze Lagebesprechung was ich diese Woche alles machen muss, was an Veranstaltungen ansteht, die ich fotografisch begleiten muss, und dann beginnt der Ernst des Lebens hier!" Bei den letzten Worten musste ich ein Gähnen unterdrücken. Der Alkohol benebelte langsam meine Sinne und ich wurde schlagartig müde.

„Weißt du wo Alice iiiiiist?" Das letzte Wort wurde von einem Gähnen übertönt. Ich legte meine Hand auf meinen Mund und kniff die Augen zusammen.

„Sie hatte sich glaube ich schon hingelegt!" Jasper zog seine Stirn etwas kraus. „Ich bring dich eben hoch in euer Zimmer, okay?" Ich nickte dankend und schlummerte schon etwas vor mich hin. Er legte fürsorglich den Arm um meine Schulter und ich lehnte mich gleich an sein Schulterblatt, das durchaus Kopfkissen-Qualitäten aufwies. Im Fahrstuhl zu unserer Etage konnte ich meine Müdigkeit kaum noch verbergen. Mein Kopf ruhte immer noch an Jaspers Schulter und ich fühlte seinen gleichmäßigen Atem auf meinem Haar.

Als das „Pling" des Fahrstuhls ertönte wurde mir klar: Gleich war ich endlich in meinem Bett.

„Jasper, vielen, vielen Dank das du mich noch hier hoch gebracht hast, sonst wäre ich womöglich im Sitzen im Fahrstuhl eingeschlafen!" Ich umarmte ihn freudestrahlend und klopfte noch mal kurz auf seinen Rücken. Dann kramte ich den Zimmerschlüssel aus meiner Hosentasche und winkte ihm noch einmal zu.

Er stand da, die Hände in den Hosentaschen seiner Jeans gestopft. Sein blau/grünes Hemd, das er trug, war bis zu den Ellbogen aufgeknöpft. Seine schwarzen Nikes hatte er an den Fußfesseln übereinander geschlagen und lässig an der Wand gelehnt.( .com/jasper/set?id=16340291 )

Er stand da als wenn er noch auf etwas warten wollte. Ich nuschelte ein „Gute Nacht" und schloss dann die Tür auf, die quietschend aufging.

Er grinste ein etwas deprimiertes Grinsen, machte auf den Absatz kehrt und stolzierte auf den Fahrstuhl zu.

Ich schloss so leise wie möglich die Tür, um Alice nicht aufzuwecken, streifte mir meine Schuhe von den Füßen und torkelte so leise wie möglich auf Zehenspitzen ins Badezimmer. Quietschend öffnete sich die Tür, ich glitt durch den kleinen Türschlitz und tapste zum Waschbecken. Langsam ließ ich warmes Wasser ins Becken laufen und verschloss den Stöpsel damit es drinnen blieb.

Ich stützte mich mit beiden Händen auf den Beckenrand auf und schaute auf mein eigenes Spiegelbild. Mein Lidschatten war leicht verschmiert, der Gloss lag nicht mehr auf meinen Lippen und meine Haare sahen leicht zersaust aus. Wie nach einer richtigen Partynacht halt. Ich ließ den Abend noch mal kurz in meinem Kopf Revue passieren. Ich schloss die Augen und ließ etwas Wasser über meine Handgelenke laufen. Den ganzen Abend über lief ich Edward über den Weg. Erst als wir gerade angekommen waren und ich die Cocktails besorgte. Dann als Rosalie mich zum Singen geschleppt hat, ich fast vor ihm auf die Knie gegangen wäre, weil ich mich nicht mehr halten konnte, und dann als wir beide oben auf der Bühne standen.

Ich ertappte mich selber dabei wie ich das Lied leise vor mich hin summte und ein wohliges Lächeln sich auf meinem Gesicht ausbreitete. Ich stellte den Wasserhahn ab, schnappte mir einen weichen Waschlappen und wusch mir dann mein Gesicht.

Edward

Schon allein dieser Name ließ meinen Puls gleich auf 180 springen. Wie bekloppt muss man eigentlich sein. Man nimmt sich vor möglichst weit weg von der Männerwelt zu sein und dann? Dann trifft man gleich am ersten Abend den umwerfendsten, charmantesten, gutaussehendsten, grünäugigsten Kerl, den man sich nur vorstellen kann. Ich Depp. Bestimmt hatte er ne Freundin, so wie er nun mal aussah.
Ich blickte wieder auf mein Spiegelbild und sah mich an. Ich hatte meine Unterlippe fast vollständig eingesogen und kaute darauf rum. Meine braunen, runden Bambiaugen sahen traurig aus. Jetzt machte ich mir schon Gedanken über einen Kerl von dem ich nur den Namen kannte und sonst gar nichts und ließ mich sogar von ihm in meiner Laune runterziehen.

Verdammt, Bella, reiß dich zusammen. Du lässt dir nicht von noch einem Kerl das hier alles versauen!

Meine Finger glitten in die Schublade unterhalb des Waschbeckens und griffen sich eine große Haarbürste. Ich würde mir nicht mehr so viele Gedanken über Edward machen. Am Besten wäre es sogar, wenn ich ihn nicht mehr sehen würde. Jawohl.

Ich stöhnte leise auf als ich die vielen kleinen Knoten aus meinem Haar zu entfernen versuchte. Nach 5 Minuten Höllenqualen gab ich entnervt auf, schnappte mir ein Haargummi und steckte mir meine Haare zu einem Pferdeschwanz hoch.

Ich ließ meine Jeans über den Wäschekorb hängen und auch mein Top legte ich darüber. Ich griff mir das Shirt, das ich mit ins Bad genommen hatte, und zog es über. Es war immer noch viel zu groß. Trotz der ganzen Jahre, in denen ich es besessen hatte.

Ich erinnerte mich noch an den Tag als mein Dad es mir geschenkt hatte. Ich war 12, er und meine Mom waren getrennt seit ein paar Wochen und ich wollte mich nicht von meinem Vater trennen nachdem wundervollen Wochenende, die wir miteinander verbracht hatten. Ich heulte wie ein kleines Kind. Er verschwand für einen kurzen Moment in sein Schlafzimmer und kam dann mit einem Shirt wieder. Er sagte, wenn es mir schlecht gehen würde und ich Abends nicht schlafen könne, dann soll ich dieses T-Shirt anziehen und immer dran denken, dass er mich so lieb hätte und immer auf mich aufpassen würde. Es war ein altes Footballshirt meines Großvaters, der ein erfolgreicher Spieler gewesen war. Kurz vor seinem Tod schenkte er es meinem Vater und nun war ich anscheinend an der Reihe es zu bekommen.

Erst Jahre später wurde mir klar was für ein großes Geschenk er mir damit machte. Ich liebte dieses Shirt und wenn ich können würde, würde ich es jeden Tag tragen.

Ich wischte mir noch schnell eine Träne aus meinen Augenwinkeln und schlich dann auf Zehenspitzen wieder nach draußen. Vorsichtig schloss ich die Tür und versuchte, im Dunkeln mein Bett zu erwischen. Auf einmal raschelte es kurz und Alice knippste das Licht an.

„Du brauchst hier nicht so im Dunkeln rumzuschleichen, ich kann eh nicht schlafen!" seufzte sie. Ich schaute mich um und bemerkte, dass ich auf den Weg in die komplett falsche Richtung war. Wie dumm. Ich schüttelte meine Bettdecke auf und ließ mich mit einem lauten Stöhnen ins Bett fallen.

„Wieso bist du schon so früh ins Bett, Alice?" Ich stützte mich auf meinem Ellbogen ab und ließ mein Kinn auf meine Hand ab.

„Ach, ich muss morgen schon um 10h loslegen und hab Einsatzbesprechung bezüglich der Yogakurse! Hach ja...." Sie erhob ihren Oberkörper und setzte sich im Schneidersitz auf's Bett. Ihr gelber Schlafpyjama blitzte unter der schneeweißen Bettdecke auf.

„Sonst noch was? Du scheinst irgendwie was auf dem Herzen zu haben?" Ich blickte sie fragend an und ließ mich gleichzeitig auf den Bauch rollen um sie besser ansehen zu können.

„Ach, nichts, es ist schon gut, Bella!" Sie winkte ab und versuchte das Thema zu wechseln. „Wie war denn der Abend noch so?"

„Alice! Dir scheint doch was auf der Zunge zu brennen, also leg mal bitte los!" Langsam wurde ich etwas genervt.

Sie druckste etwas herum bis sie anfing: „Du und Jasper, ihr versteht euch gut, oder?"

Ich verstand nicht ganz: „Ja klar verstehen wir uns gut! Immerhin werden wir wohl zusammen arbeiten müssen an den Abenden, da ist es ganz gut, dass man gut miteinander klar kommt!"

Sie seufzte und blickte mir tief in die Augen: „Bella, ich mein das etwas anders. Rosalie und Emmett verstehen sich auch „gut" wenn du verstehst was ich meine!" Sie ließ sich plumpsend wieder auf den Rücken nieder. „Ach vergiss einfach was ich gesagt habe!" versuchte sie das Gespräch noch zu beenden.

Und auf einmal machte es klick in meinem Kopf.

„Ohhhh, Alice! Du magst ihn? Du bist eifersüchtig auf mich? Himmel, Pass auf Mausi, Ich mag Jasper, Ja! Ich mag ihn wirklich gerne! Aber nicht so wie du. Er ist mehr mein bester Kumpel Freund, verstehst du?" Ich versuchte die Situation etwas zu entschärfen. Aber ich sagte auch die Wahrheit, ich mochte Jasper wirklich gerne, aber eben nur als Freund. Dazu schwirrte mir Edward viel zu sehr durch den Kopf. Sollte ich ihr das sagen um meiner Aussage noch mehr Wahrhaftigkeit einzubauen?

Nein, lieber nicht. Ich hatte vorhin beschlossen das auf sich beruhen zu lassen und mich nur auf meinen Job zu konzentrieren.

„Ok, das beruhigt mich etwas. Als ihr vorhin Händchen haltend von der Toilette kamt war ich etwas, hmm sagen wir irritiert, weil ich das überhaupt nicht von euch beiden erwartet hätte!"

In diesem Moment öffnete sich unsere Zimmertür und Rosalie kam herein.

"Mädels, ihr seid ja noch wach? Gott, wie spät ist es, ich muss schlafen! Ich hab morgen um 10 Lagebesprechung in der Lobby!"

Sie pfefferte ihre Pumps in die Ecke und ließ sich auf ihr Bett fallen. Ihre Haare waren leicht verzaust und ihr roter Lippenstift war leicht verschmiert. Ich hatte eine „schlimme" Vorahnung was passiert war, aber das würde bis morgen warten können.

Ich knipste meine Nachttischlampe aus. „Gute Nacht Mädels! War ein toller Abend mit euch!" Auch Alice wünschte uns angenehme Träume und Rosalie huschte noch schnell ins Bad bis auch sie sich in die Bettdecke kuschelte und es dunkel wurde, weil nun auch die letzte Nachttischlampe erlosch.

Ich grübelte noch eine zeitlang über Alice nach. Hatte sie wirklich ein Auge auf Jasper geworfen oder wollte sie aus anderen Gründen nicht, dass er und ich eventuell was miteinander hatten. Wie ich schon sagte wollte ich nichts von ihm. Viel mehr war ich an jemand anderen interessiert, der aber sofort aus meinem Kopf gestrichen werden musste. Ich wälzte mich ein paar Mal noch hin und her. Das letzte Mal als ich auf die Uhr sah war es 5:10 Uhr und danach glitt auch ich endlich in den Schlaf.

Ein Piepsen weckte mich aus meinen Träumen. Ich rieb mir verschlafen die Augen und hörte wie der nervige Wecker endlich Ruhe gab. „Guten Morgen!" Hörte ich nur und war prompt hellwach. Das war eine männliche Stimme neben mir. Eine verdammt sexy männliche Stimme, die sich immer näher an mein Ohr vorkämpfte.
„Gut geschlafen?" säuselte Edward in mein Ohr. Ich war willenlos als sein heißer Atem mein Ohrläppchen sanft liebkoste. Ich hörte die Bettdecke rascheln und Edward noch näher an mich ran rutschen. Sein nackter Oberkörper berührte meine Schulter. Verspielt drückte er mir einen Kuss darauf und blickte zu mir hoch.

Seine grünen Augen funkelten, obwohl einzelne wirre Haarsträhnen versuchten, sie zu verdecken. Seine Hand schob sich unter mein Haar und griff in meinen Nacken. Seine Lippen wanderten unaufhörlich über mein Schlüsselbein, hinauf zu meinem Kinn bis hin zu meinem Ohrläppchen. Ich schloss die Augen als er leicht hineinbiss und mir entglitt ein leises Stöhnen. Auf dem Nachttischschrank erblickte ich, nachdem ich meine Lider wieder öffnete, eine rote Rose. Ich schaute zu Edward rüber: „Ist die für mich?"

Er grinste breit: „Die habe ich dir doch gestern Abend schon mitgebracht, ich hoffe sie gefällt dir! Denn ich werde dir in nächste Zeit wohl öfters welche mitbringen!"

Ich schaute ihn etwas irritiert an und zog eine Augenbraue hoch, was sein Grinsen nur noch breiter werden ließ.

„Bella" Wie er schon meinen Namen aussprach. Ich kochte jetzt schon vor Leidenschaft. Seine Lippen rückten wieder bedrohlich nahe zu meinem Ohr. Er flüsterte jetzt nur noch: „Jedes Mal wenn ich dir eine Rose mitbringe und dir schenke, werde ich dich dazu bringen, meinen Namen die ganze Nacht zu rufen!" Mein Atem setzte kurzzeitig aus und ich musste seine Worte erst mal begreifen. „Du hörst richtig Bella, Ich werde dich verwöhnen und vögeln für jede Rose, die du von mir bekommst!"

Piiiep, Piiiep, Piiiep......

Ich schreckte hoch. Der Wecker klingelte und ich war schweißgebadet. Ich hatte die Augen immer noch geschlossen und tastete ganz langsam links neben mir. Nichts! Ich blinzelte langsam durch meine Lider. Ok, ich war alleine in meinem Bett. Von der anderen Seite des Zimmers hörte ich nur ein Kichern. Alice war schon aufgestanden und hatte mich wohl beobachtet.

„Bella, was wird das?" Sie konnte sich ein Lachen immer noch nicht verkneifen und prustete auf einmal kräftig los. Sie wich gekonnt dem fliegenden Kissen von Rosalie aus und kicherte weiter vor sich hin.

„Schlechter Traum, würde ich sagen!" Ich konnte ihr ja schlecht sagen, dass ich gerade einen verdammt heißen Traum von Edward Cullen, dem Barkeeper, hatte.

„Rosalie, beweg deinen Arsch, in einer halben Stunde müssen wir 2 Süßen los!" Alice schmiss das Kissen zurück auf Rosalie und ich war einen Moment lang nicht Mittelpunkt des Geschehens und konnte meine Gedanken ordnen. Bitte was war das für ein Traum? Isabella Swan. Seit wann hast du so versaute Träume?

Seitdem ich Mr. „Ich-bin-heißer-als-Chilli" gesehen habe!

Argh, wie ich innere Stimmen hasse!

Weil sie immer Recht haben!

Ich rollte mit den Augen und setzte meine Füße schwungvoll auf den Boden. Mein Schädel brummte schon gewaltig. Ich tapste zum Tisch und schnappte mir die Aspirin, die schon parat lagen. Ich nahm eine aus der Verpackung und mit einem Zisch öffnete sich die Wasserflasche. Ich stopfte mir die Tablette in den Mund und nahm einen riesigen Schluck Wasser.

„Bella, wenn ich soviel getrunken hätte wie du gestern, dann würde ich heute den ganzen Tag leidend im Bett liegen bleiben und mich von Emmett versorgen lassen!" Rosalie stand neben mir fertig gestylt und grinste.

Ich hustete einmal kräftig weil ich mich am Wasser verschluckt hatte. „Du und Emmett, huh? Geht da was?"
Sie winkte mit den Händen ab: „Ich genieße und schweige!" Sie lachte und nun kam Alice aus dem Bad, auch fertig gemacht. Sie trug eine weiße, enge Jeans und ein kurzärmeliges T-Shirt. Dazu weiße Sneaker. Arbeitskleidung halt. Rosalie war heute auch etwas legerer gekleidet. Sie trug eine Jeans Capri-Hose, dazu ein weißes langärmliges Long-sleeve und passende Ballerinas.

Sie verabschiedeten sich noch kurz und huschten dann auch schon zur Tür raus.

Alice hatte Kaffe gekocht. Das roch ich sofort. Ich schnappte mir eine große Tasse aus unserer kleinen Küche und genehmigte mir bevor ich duschen ging noch eine Portion Kaffee.

Ich hatte noch gut 2 Stunden Zeit bevor ich mich mit meinem Leiter Aro treffen sollte. Er war schon etwas freakig drauf. Er hatte lange, braune Haare und hatte die irrwitzigsten Klamotten an. Aber er war total nett und hatte mir sofort das „Du" angeboten. Wir haben immer am Anfang der Woche ein Meeting, wo wir den ganzen Wochenplan für mich abklären und generell die Aufträge, Aufgaben und Arbeitszeiten für die nächsten 7 Tage klären.

Ich stieg unter die Dusche und spülte meinen Kater weg. Die Tablette schien zu wirken und ich fühlte mich nun auch frisch und munter für meinen ersten richtigen Arbeitstag. Ich kramte in meinen Kleiderschrank und wusste gar nicht so recht was ich anziehen sollte. Dresscode gab es ja für Fotografen nicht wirklich. Da musste ich Aro noch mal drauf ansprechen.

Ich entschied mich für ein schlichtes Schwarz-Gold-Outfit. Eine kurze Jeans-Shorts, ein schwarzes Top und schwarz/goldene Römersandalen. Dazu passend holte ich aus meinem Schmuckkästchen eine goldene Kette raus die ich mal vor Jahren auf meinem Parisurlaub gekauft hatte. Meine Haare stupfte ich zu einem Pferdeschwanz zusammen und ließ an der Seite einige Strähnen heraushängen.

Ich schminkte mich nur dezent. Etwas Grundierung, leichte Smokey-Eyes mit einem Kajalstift gezaubert und Rouge auf den Wangen. Fertig war ich.

Ich schielte auf meine Armbanduhr und sah das ich noch eine Stunde Zeit hatte bis ich im Studio sein musste. Ich schnappte mir mein Mobiltelefon, mein Portemonnaie, Schlüssel, Terminplaner und Kaugummis und verließ dann das Zimmer, um mich noch mal ein bisschen umzusehen und zu schauen, wo die anderen alle abgeblieben sind.

Als erstes sah ich Alice, die gerade bei Rosalie im Kosmetikraum war. Der Raum war nur durch eine Glastür zur „Aussenwelt" getrennt. Ich klopfte vorsichtig an und Rosalie winkte mich direkt rein.

„Hey Süße, du siehst ja toll aus! Ich will auch wieder Farbe tragen, aber Weiß ist ja nun mal vorgeschrieben!" Sie seufzte laut.

„Ihr Tratschtanten! Habt ihr nichts zum Arbeiten?" giggelte ich. Alice winkte ab: „Mein Yoga-Kurs beginnt erst heute Nachmittag. Vorher hab ich auch keine Physio-Termine. Also ich habe Freizeit!"

Ich schaute zu Rosalie rüber, die mich angrinste und auf ihre Uhr tippte: „Pause!" Ich rollte mit den Augen.

„Nein! Mein nächster Kosmetiktermin kommt erst in einer halben Stunde. Die machen das hier mit Terminen. Es hängen überall Flyer aus, wo man sich eintragen kann für den nächsten Tag, und wir hängen dann eine Liste mit der Abfolge der Termine morgens aus. Damit ich planen kann und die Leute planen können. Das ist echt ne gute Sache!" Rosalie kritzelte noch schnell etwas in ihr Notiz-Buch bevor sie wieder aufblickte und von Alice zu mir und wieder zurück blickte. „Mädels, wie lange müsst ihr heute arbeiten? Sollen wir einen Mädelsabend machen? Nur wir 3 auf unserem Zimmer, ohne Kerle?"

Alice verzog den Mund und tippte sich mit dem Zeigefinger an die Unterlippe: „Heute könnte ich! Morgen aber leider nicht! Was ist mit dir Bella?"

Ich zuckte mit den Schultern: „Ich hab noch gar keine Ahnung was ansteht. Ich hab gleich erst Meeting. Aber ich denke ich muss heute wohl länger, weil heute ja sozusagen Begrüßungsabend ist und ich mit Sicherheit beim Dinner und danach noch Bilder machen muss, aber ich sag euch auf jeden Fall Bescheid, Ok?"

Ein Blick auf die Uhr in Rosalies Raum verriet mir das es jetzt doch schon kurz vor 12 war und ich mich langsam auf den Weg machen sollte. Ich verabschiedete mich noch von meinen Mädels und schlenderte los.

Als ich gerade auf den Weg zu Aro`s Büro war kam mir Emmett entgegen – im Sportdress –

„Hey Bella, naaa, wieder nüchtern?" begrüßte er mich direkt und streckte seine Arme aus, um mich zu Umarmen. Ich boxte ihn leicht auf die Brust und er sackte zusammen als wenn ich ihn zusammen geschlagen hätte. Ich grinste triumphierend.

„Emmi, war schön dich zu sehen, aber ich muss jetzt los. Ich hab Besprechung. Aber Rosalie hat bestimmt Zeit für einen Quicki!" Ich lachte laut auf und Emmett entglitten die Gesichtszüge. Ich winkte ihm noch schnell zu und verschwand dann in der immer größer werdenden Menge. Langsam aber sicher kamen alle Gäste an und heute Abend sollte es dann auch losgehen zu unserem ersten Punkt. Montego Bay. Die Drittgrößte Insel der Karibik.

Ich schlängelte mich durch die ganzen Besucher, Kinder, Koffer, Taschen durch und erreichte pünktlich das Büro von Aro. Zaghaft klopfte ich an und er ließ sofort ein freundliches „Herein!" von sich. Ich öffnete die Tür und betrat das riesige Büro.

„Bella! Schön das du so pünktlich bist! Ich dachte zwischen den ganzen Touris verläufst du dich!" Sein Lachen erhallte den Raum und ich stimmte mit ein.

„Nein, nein, ich habe mich gut durchgeschlängelt, wie eine Schlange!" Ich formte meine Hände und deutete an wie eine Schlange über den Boden zu „schweben".

„Setz dich doch erst mal, dann können wir deinen Wochenplan besprechen!" Er deutete mit der Hand auf den freien Platz vor seinem Schreibtisch. Ich nahm Platz und zückte schon mal meinen Terminplaner.

„Also, Heute Abend ist in Saal 3 die größte der Willkommensparties! „Ladies in Red" ist das Motto. Also noch mal zum Verständnis. Einmal in der Woche gibt es Mottoparties. Jeden Montag! Und auch die Crew muss sich dementsprechend kleiden. Also Liebes, wirst du heut Abend etwas Rotes tragen müssen! Du sollst sozusagen eine Reportage fotografieren, die Leute nicht beim Essen oder Tanzen stören, sondern einfach nur begleiten. Bilder machen und die dann am Besten noch morgen früh auf den Hauptrechner ziehen. Dann laufen die als Diashow den ganzen nächsten Tag und die Leute können sich dann mit den jeweiligen Nummern die Bilder bestellen. Verstehst du?" Ich nickte nur und war schon total aufgeregt, endlich mal wieder meine Kamera in die Hand zu nehmen.

„Du fängst am Besten beim Dinner an. Deine Ausrüstung kannst du beim Pianist Mr. Whitlock stehen lassen. Der hat da eine kleine Nische wo niemand dran kommt. Das Dinner beginnt um 6 und ich denke es reicht, wenn du bis 23h Bilder machst, danach hast du dann Feierabend für heute.

Morgen solltest du wieder gegen 12h da sein. Wir treffen uns dann am Studio und du wirst Fotos der Mitarbeiter machen. Ich werde dir morgen noch eine Liste reinbringen wer wann kommt, das du das planen kannst, OK? Nachmittags werden wir dann vor Montego Bay vor Anker gehen und da wird Abends keine große Fete gemacht, das heißt dann hast du morgen Abend frei! An den anderen 3 Tagen hätte ich dich gern vormittags im Studio, um eventuell Termine anzunehmen, wenn Leute Familienportraits oder so etwas haben wollen und dann am frühen Nachmittag an Deck oder generell auf dem Schiff, um das „Schiffsleben" auch wieder reportagemäßig festzuhalten! Sprich heute von 17:30h – 23:00h, morgen von 12h – 19h, Mittwoch – Freitag dann von 10h – 14h im Studio und dann von 15h – 19h an Deck und Samstag/Sonntag hast du Frei! Da brauch ich dich erst mal nicht, da werde ich selber Fotografieren! Und Montag dann das übliche. Diesmal aber schon 10h Meeting hier im Büro! Alles klar? Hast du soweit alles?"

Ich musste alle Informationen erst mal verdauen. Aber die erste Arbeitswoche klang ziemlich vielversprechend! Ich notierte mir noch mal schnell alles und verschwand dann wieder um meinen restlichen freien Nachmittag zu genießen.

Um 17h ging es los. Ich war so was von in Rot gestylt. Ich legte mir gerade noch den roten Lippenstift auf und los ging es. Rosalie und Alice hatten einen freien Abend. Ich grüßte noch schnell und dann ging es los. Ich schnappte mir meine Ausrüstung aus dem Studio und machte mich dann auf zum Saal, um Jasper aufzusuchen. Der saß schon an seinem Klavier und bereitete auch alles vor. Es war noch leer, denn um 18h war erst offizieller Einlass. Jasper trug einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und roter Krawatte. Passend zum Abend.

Ich grinste ihn an und er half mit, meine ganzen Utensilien auszubreiten.

Der Abend verlief durchaus erfolgreich. Jasper und ich waren ein gutes Team, er versorgte mich mit guter klassischer Musik vom Klavier, ich unterhielt ihn in seinen und meinen Pausen gut. Die Fotos, die ich gemacht hatte, sahen auch schon auf dem Display ordentlich aus. Die Besucher fühlten sich nicht gestört und baten sogar teilweise darum, dass ich sie fotografieren sollte.
Edward begegnete ich Gott sei Dank auch nicht. Er hatte wohl woanders Dienst. Von daher konnte ich mich auch gut auf meine Arbeit konzentrieren. Ich konnte auch Pünktlich um 23h Feierabend machen, während Jasper der Arme bis zum bitteren Ende herhalten musste.

Als ich endlich bei den Mädels angekommen war holten wir unseren Mädelsabend nach. Es war noch relativ früh und sowohl Alice als auch Rosalie hatten morgen auch erst spät Dienst. Wir köpften eine Flasche Sekt, zogen uns schon gemütliche Klamotten an und machten es uns in Alice Bett bequem.

„Also nun mal Butter bei de Fische Rosalie, Was geht da mit dir und Emmett?" Ich war so neugierig. Gerade auch wegen Emmetts Gesichtsausdruck heute Morgen bei unserer Begegnung.

„Mädels, ihr wisst gar nicht WIE gut er gebaut ist!" giggelte sie und wurde rot. Sie zog sich ein Kissen zu sich und vergrub ihr Gesicht darin.

Alice klatschte quietschend in ihre Hände und zog Rosalie das Kissen aus dem Gesicht.

„Rose, erzähl Tacheles, was habt ihr gestern getrieben???" Alice platzte fast.

„Mädels, Mädels, ganz ruhig. Was denkt ihr von mir, ich spring doch nicht mit dem am ersten Abend in die Kiste! Er und ich hatten den ganzen Abend Spaß uns gegenseitig, sagen wir mal, etwas anzuheizen! Als ich dann sagte ich würde jetzt ins Bett gehen hat er sich noch angeboten mich bis zur Zimmertür zu bringen. Ich wusste ja nicht, dass der Fahrstuhl noch dazwischen kommen würde!"

Sie machte eine ausgiebige Pause.

„Verdammt, Rose, jetzt erzähl!" Auch ich konnte mich vor Neugier gar nicht mehr halten.

„Also, Im Fahrstuhl kam er mir dann verdammt nahe. Oh Junge dieser Mann hat Muskeln wo ich noch nicht mal's wusste, dass es da Muskeln gibt. Auf jeden Fall kam er näher und näher und plötzlich stand er direkt vor mir. Von Angesicht zu Angesicht. Er nahm ganz sanft mein Gesicht zwischen seine großen kräftigen Hände und verdammt. Dann hat er mich einfach so geküsst!"

Ein Gekreische ging durch unser Zimmer. Alice und ich schauten uns mit großen Augen an und waren fast vor'm Durchdrehen.

„Und na ja, da kam er mir unheimlich nahe, sein Becken drückte an mein Becken und was man da zu fühlen bekam. Halleluja, Mädels, das war RIESIG!"

Ich vergrub mein Gesicht in meine Hände und konnte nicht mehr. Ich prustete los vor lachen und verschüttete dabei fast mein Sektglas.

„So ins Detail solltest du nicht gehen!" giftete Alice gespielt.

„Apropos Detail, Liebe Alice, wie schaust du eigentlich den Herrn Whitlock immer anschmachtend an?!" Jetzt hatte Rosalie Alice wunden Punkt getroffen. Die Stimmung drohte zu kippen. Dachte ich zumindest. Doch Alice strahlte auf einmal über das ganze Gesicht und konnte sich kaum halten.

„Ist er nicht süß. Diese Grübchen wenn er lacht. Die strahlend blauen Augen. Diese wunderschönen blonden gelockten Haare. Die laden einfach nur ein zum hineinfassen! Ich muss mich mal mehr bemühen, sonst werde ich noch von Bella ausgebootet!" Sie lachte beim letzten Teil des Satzes.

Ich wurde schon wieder purpurrot im Gesicht.

„Ach wobei, Bella, was ist eigentlich mit dem Barkeeper, mit dem du aufgetreten bist, den hast du ja vielleicht ehrfürchtig angeguckt! Zum Schießen. Ich hab mich totgelacht!" Nun hatte Rosalie auch meinen wunden Punkt getroffen.

„Ähm, ja, was soll mit ihm sein? Er hat mit mir zu dem Song performed und das war's!" Ich versuchte mich irgendwie aus der Situation zu retten... Vergebens...

„Bella, hast du dir den Typen mal genauer angeguckt?"

Oh ja, Habe ich!

„Der ist eigentlich voll heiß und er hat dich so süß angeschmachtet auf der Bühne! Das war total großes Kino!" Rosalie kam gerade richtig ins Schwärmen.

„Naja, er ist ja schon ganz süß!" nuschelte ich eigentlich nur zu mir selber.

Ich hielt mir die Ohren zu, weil Alice unaufhörlich quiekte und auch Rosalie klatschte freudig in die Hände und genehmigte sich dann einen großen Schluck Sekt.

Gott, großartig jetzt wussten sie von meiner Vorliebe für Barkeeper und wie ich die beiden kannte würde das ganze in einer riesigen Verkupplungsaktion enden und nicht wie ich eigentlich geplant hatte in einer „Aus-dem-Weg-geh-Aktion".

Wir quatschten den ganzen Abend bis in die frühen Morgenstunden. Einfach ein grandioser Mädelsabend.

Am nächsten Tag musste ich als erste von uns Aufstehen und ich schlüpfte in bequeme Klamotten. Bluejeans, graues Top und Chucks. Auf dem Weg zum Studio verschluckte ich mich fast an meiner Tasse Kaffee, die ich in der Hand hielt. Aro wartete schon vor dem Studio und drückte mir die Liste mit den Crew Mitgliedern in die Hand, die ich Heute fotografieren sollte. Es standen jeweils nur die Vornamen darauf und die „Abteilung" in der die Leute arbeiten.

Ich überflog schnell die Liste von unten nach oben und nach der Reihe entdeckte ich Jasper, Rose, Alice und Emmett. Beim ersten Namen stockte ich. Verdammt, daran hatte ich ja so gar nicht gedacht! ER arbeitete ja auch hier.

EDWARD

Und dann war es auch noch der erste. Mist!

Ich öffnete das Studio und ließ die Tür gleich offen stehen. In wenigen Minuten würde er ja hier sein. Mein Blut pulsierte in meinen Venen und mir war auf einmal ganz schön heiß. Ich lief rot an, weil ich gerade wieder einmal an meinen Traum von letztens denken musste.

Oh mein Gott

Mein Gehirn ratterte. Erst ganz allmählich verarbeitete es das, was meine Augen schon vor Sekunden registrierten.

Edward

Aber nicht allein!