3. Unvorhergesehene vorhergesehene Wendungen
Harry stand vor dem Bett und betrachtete den Schlafenden. Er sah mehr als nur verlockend aus und dass er unbekleidet schlief, im Gegensatz zu sonst, wenn sie sich trafen, war mehr als nur eine Einladung. Es war mehr eine Aufforderung.
Leise glitt Harry aufs Bett über den verlockenden Körper des Mannes und küsste sich sanft über dessen Hals, bis er die Lippen des anderen zärtlich in Besitz nahm.
Ein Arm, der sich um seine Hüfte schlang, zeigte ihm, dass Seth keinesfalls mehr schlief. Sanft löste er sich von ihm und blickte in schwarz funkelnde Augen.
„Ich glaube, ich muss dich gar nicht mehr daran erinnern wo wir waren. Mir scheint, du bist von selbst darauf gekommen."
Harry antwortete auf diese Feststellung mit einem verruchten Grinsen und begann sich Seths Oberkörper zu widmen, der verführerisch im schwachen Licht einer Kerze glänzte.
Sanft huschte seine Zunge über die feinen Konturen des Körpers unter ihm und ein wohliger Schauer lief ihm über den Rücken, als er ein genießerisches Stöhnen vernahm.
Geschickt fing er eine Brustwarze mit den Zähnen ein und begann an ihr zu saugen. Dabei glitten seine Hände weiter um die Haut an den Hüften des anderen zu reizen.
Seths gerötete Lippen waren leicht geöffnet und sein Atem kam stoßweise, als Harry weiter hinunter glitt, um die weiche Haut an seinen Innenschenkeln mit Küssen zu bedecken.
„Gefällt dir das?", frage Harry unschuldig und bekam darauf nur ein abgehacktes Nicken als Antwort.
Heftig begann der Kleinere an dem zarten Fleisch zu saugen und der Körper unter ihm stemmte sich ihm begierig entgegen, verlangte nach der gleichen Aufmerksamkeit an anderer Stelle.
Nur zu gerne kam Harry dieser stummen Bitte nach und begann das nun aufgerichtete Glied mit zärtlichen Küssen zu bedecken, ehe er kurz an der Spitze knabberte. Der Körper kam ihm noch mehr entgegen. Harry erbarmte sich, nahm das erigierte Glied ganz in seinen Mund auf.
Seine Hände platzierte er an den Hüften des anderen, während er das weiche Fleisch bearbeitete, das Glied wieder aus seinem Mund herausgleiten ließ, nur um es danach wieder fest einzusaugen. Mit der Zunge stupste er in die leichte Vertiefung der Eichel und Seth entkam ein unterdrücktes Stöhnen.
Und mit jedem Moment, mit dem er diese Behandlung fortführte, spürte er seine eigene Erregung in ihm heranwachsen.
Harry ließ von dem prallen Glied des anderen ab, was ihm ein frustriertes Aufstöhnen einbrachte, und fragte provozierend:
„Soll ich weitermachen?"
„Ja…", bekam er die verklärte Antwort.
„Sag 'Bitte'", kam es nun mit einem sadistischen Grinsen seitens Harry und wurde prompt mit einer Antwort belohnt.
„Niemals."
„Bist du sicher? Ich kann auch anders."
Als der Jüngere keine Antwort bekam, ließ er sich breitbeinig auf Seth nieder, sodass dieser einen guten Blick auf seinen gesamten Körper hatte und begann mit seinen Händen lasziv über seine eigene Haut zu streichen. Vorsichtig neckte er seine Brustwarzen, bevor seine Hände provozierend langsam tiefer glitten, seinen Bauchnabel umkreisten und sich eine Hand verführerisch um sein stolz aufgerichtetes Glied legte. Während er langsam zu pumpen begann, lehnte er seinen Kopf zurück und stöhnte lustvoll auf.
Seth wollte schon nach dem sich windenden Jungen greifen, doch Harry drückte dessen Hände blitzschnell wieder in die Laken.
„Nicht anfassen, nur ansehen", flüsterte er und widmete sich wieder seiner vorherigen Tätigkeit.
Mit Genugtuung sah Harry, was er dem anderen damit antat, denn dieser musste sich sehr beherrschen, um bei Harrys Anblick nicht laut aufzustöhnen. Spielerisch ließ der Junge zwei seiner langen Finger in seinem Mund verschwinden und begann an ihnen zu saugen, so, wie er es vorher an Seths Glied getan hatte.
Mit Freude registrierte er, wie sich der Ältere bei diesem Anblick aufbäumte und sich haltlos stöhnend an ihm rieb.
Harry überging aber den nach Beachtung schreienden Körper unter sich und begann damit, seine Finger um seinen eigenen Muskelring kreisen zu lassen. Als er die Finger endlich in sich eindringen ließ, warf er den Kopf ekstatisch zurück und ihm entrann ein tiefes Stöhnen. Quälend langsam begann er die Finger in sich zu bewegen, ließ aber dabei Seth keinen Moment aus den Augen. Frohlockend registrierte er die aufwallende Begierde des anderen und konnte selbst kaum noch an sich halten, so sehr wollte er ihn in sich spüren.
„Wie lange willst du mich denn noch quälen?", fragte Seth mit lusttrunkener Stimme, während er beobachtete, wie Harry sich wieder mit der freien Hand über den Körper fuhr und dabei wie zufällig seine Brustwarzen reizte.
„So lange, bis du mich bittest", meinte dieser mit verruchter Stimme.
Seths Hände krallten sich nur noch fester in die Laken und Harry konnte einen harten Kampf im Gesicht des anderen sehen. Verlangen focht gegen Stolz, und Harry konnte noch keinen Sieger ausmachen.
Wachsame schwarze Augen verfolgten jede seiner Bewegungen.
Wie eine feingliedrige Hand zärtlich über das Glied strich, Harrys Finger, welche sich in seinem Inneren vergruben.
Als er seinen Lustpunkt berührte und laut aufstöhnte brachen in Seth alle Dämme.
Mit einem Ruck richtete sich der Ältere auf und entfernte Harrys Hände von dessen Körper. Heftig drang er mit einem einzigen harten Stoß in den nun unter ihm Liegenden ein. Harry entkam ein unterdrückter Schrei, während sich süßer Schmerz durch seinen gesamten Körper zog.
„Ich bekomme immer was ich will. Und du kannst jetzt nicht mehr auf Schonung hoffen", meinte Seth heiser.
„Dann red nicht so viel und hol dir endlich was du willst", konnte Harry nur noch heraus bringen, bevor er sich noch näher an ihn drängte. Das ließ sich der Zauberer nicht zwei Mal sagen und begann sofort rücksichtslos in den begierigen Körper zu stoßen.
Wie im Rausch bewegten sie ihre Leiber gegeneinander und Harry war sich sicher, noch nie etwas Besseres erlebt zu haben. Es tat so verflucht gut den anderen in sich zu spüren.
Immer wieder traf dieser sein Lustzentrum und Harry näherte sich immer mehr dem Ziel seiner Erregung.
Doch kurz bevor er zum Höhepunkt kam, zog sich Seth aus ihm zurück und hinterließ eine unbefriedigende Leere. Frustriert stöhnte der jüngere Zauberer auf und wollte sich wieder näher an den Leib des Anderen pressen, als er von einer teuflisch berauschenden Stimme aufgehalten wurde.
„So leicht entkommst du mir nicht, jetzt wirst du leiden."
Mit diesen Worten verschloss ihm Seth den Mund und zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Er setzte noch einen zärtlicheren Kuss hinterher, bevor er sich ganz von Harrys Lippen löste und spielerisch an dessen Hals zu saugen begann, bis er aus einem inneren Impuls heraus hart zubiss. Der kleinere Körper unter ihm bog sich ihm wollüstig entgegen als er den Schmerz vernahm.
„Da habe ich mir wohl einen kleinen Masochisten ins Bett geholt", frohlockte Seth mit einem sadistischen Grinsen.
„Los, dreh dich um!", sagte er mit befehlender Stimme. Harry dachte noch nicht mal daran, sich ihm zu widersetzen und kniete nun vor ihm, so dass er diesem den Rücken zuwandte. Seth zog ihn nun heftig zu sich und Harry musste sich am Bettgeländer festhalten um nicht umzufallen.
Er versuchte sich umzudrehen um den anderen im Blickfeld zu haben, doch Seth versetzte seiner Kehrseite nur einen schmerzvollen Schlag.
„Ich habe dir nicht erlaubt mich anzusehen!"
Gehorsam drehte sich Harry wieder um und spürte nun etwas Feuchtes an seinem Muskelring.
Seth ließ seine Zunge um das Loch des Anderen gleiten, während sich seine Fingernägel in Harrys Oberschenkel vergruben.
Lustvoll stöhnte der Untergebene auf als sich eine geschickte Zunge in sein Rektum drängte.
„Fick mich endlich!", stöhnte Harry mit rauer Stimme.
Seth sah auf.
„Kannst es wohl nicht erwarten von mir hart rangenommen zu werden?" Dieser Tonfall brachte Harry um den Verstand
„Los, antworte!", befahl Seth und versetzte Harrys Arsch noch einen festen Schlag. „Jahh…", stöhnte der Jüngere nun hingebungsvoll. Das reichte dem Anderen wohl, denn er richtete sich auf und versenkte sich mit einem einzigen harten Stoß in dem bebenden Körper.
Heißes Feuer verbrannte Harry von innen heraus als der andere immer wieder kompromisslos in ihn stieß.
Ich kann nicht mehr lange, dachte Harry noch, als er eine Hand an seinem tropfenden Glied spürte.
Nachdem die Hand auch noch begann, ihn mit den Stößen zu reiben, war das zu viel für den Jüngeren und er ergoss sich mit einem Stöhnen.
Harry war so sehr in seinem Orgasmus gefangen, dass er kaum mitbekam, wie er den anderen mit in den Abgrund riss und sich ein heißer Strahl Flüssigkeit in sein Inneres ergoss.
Erschöpft sanken sie aufeinander und rangen nach Atem.
„Noch mal lasse ich mich von dir nicht überrumpeln", meinte Harry, nachdem sich sein Atem wieder einigermaßen normalisiert hatte. Seth begann zu lachen.
„Versuche nicht zu bestreiten, dass du es genossen hast", brachte er amüsiert heraus.
„Hab ich doch gar nicht. Wie könnte ich dich nicht genießen?", sagte der Junge mit einem katzenhaften Lächeln.
Lachend lehnte sich Seth an das Bettgeländer und zog den kleineren an seine Brust.
„Aber eins muss ich dir lassen", meinte er, als er Harry einen Kuss auf die Stirn hauchte.
„Ich hätte nicht gedacht, dass sich unser kleines Abenteuer in diese Richtung entwickelt."
(A/A Die Autorin auch nicht) (B/A Die Betaleserin schon)
„Gestört zu haben schien es dich aber auch nicht sonderlich", meinte Harry nur lüstern, während er aufreizend über Seths Oberkörper strich.
Ruckhaft beugte sich dieser runter und fing Harrys Lippen ein.
„Du solltest das unterlassen, wenn du heute noch dein Geburtstagsgeschenk haben willst", meinte Seth mit einem erregten Knurren.
„Du hast ein Geschenk für mich?!", rief Harry überrascht aus.
„Klar", sagte Seth selbstgefällig und griff nach seinem Zauberstab auf dem Nachtschrank. Mit einem Wink hielt er nun einen kleinen Pergamentzettel in der Hand, den er Harry reichte. Dieser setzte sich nun bequemer hin und lehnte sich mit dem Hinterkopf an Seths Brust.
Als er den Zettel entfaltete standen nur zwei Wörter darauf.
„Aspectare Facero", flüsterte er leise. „Was bedeutet das?"
„Das ist ein Zauberspruch, der deine Sehschwäche behebt. Ich finde, es ist eine Schande, dass dein hübsches Gesicht in Wirklichkeit von einer Brille verschandelt wird. Du tippst dir einfach nur gegen die Schläfen und sagst 'Aspectare Facero', und schon kannst du den Annihilare-Zauber, den ich dir dem letzt gezeigt habe, an deiner Brille testen."
Ein breites Grinsen zierte nun Seths Gesicht.
„Und wo ist der Haken?", fragte Harry nachdenklich. „Wenn es so einfach wäre würden das schließlich alle machen."
„Der Haken liegt daran, dass der Spruch schwarzmagisch ist, und alle schwarzmagischen Sprüche vom Ministerium verboten wurden."
„Aus welchem Grund wurde er denn als schwarzmagisch eingestuft?"
„Oh, das ist ganz einfach." Seths Stimme bekam einen bitteren Unterton.
„Der Spruch wurde von einem anderen schwarzmagischen abgeleitet, der einen für immer erblinden lässt und da die Wurzeln schwarze Magie sind, wird auch der neue Spruch in die Rubrik schwarze Magie eingeordnet. So einfach und unsinnig ist das."
Harry dachte noch kurz über das Gehörte nach ehe er Seth einen Kuss auf die Lippen drückte.
„Danke."
