4. Chapter; "You don't own me!"

Hatsumomo und Harry saßen beide schlecht gelaunt im Aufenthaltsraum der Gryffindors und sprachen kein Wort miteinander. Hatsumomo nahm Ron immer noch den Versuch von gestern sehr übel und war deswegen schlecht drauf, während Harry nach wie vor nicht einsehen wollte, dass Hatsumomo ihn, besonders ihn, nicht wollte.

Ron und Hermine saßen an diesem Abend auch nicht beieinander, auch die Gründe waren für beide triftig: Hermine hasste Ron dafür, dass er Hatsumomo liebte und Ron sie für ihre Erpressung.

So war es ziemlich still an diesem Abend, bis Oliver Wood hinein gepoltert kam.

"Training, Leute!"

"Jetzt?" tönte es verschlafen aus jeder Ecke.

"Ja genau jetzt! Einwände?" Bevor jemand den Mund aufmachen konnte sprach er weiter. "Sehr gut! Aug geht's, nehmt eure Sachen mit, ihr könnt euch unten umziehen.

Missmutig standen Harry und Hatsumomo auf und verschwanden die Treppe hoch, um ihre Sachen zu holen.

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"Hatsumomo, schlaf nicht ein, wenn man dir den Quaffel zuwirft!" brüllte Wood über das ganze Feld, doch leider war es schon zu spät und Hatsumomo hatte den Quaffel wieder an sich vorbei rauschen lassen, ohne ihn zu fangen.

"Miss Mandragoran, so können wir's auch lassen! Was soll das?" fuhr Wood sie wütend an.

"Jaja, schon gut, ich bemühe mich ja." Hatsumomo verdrehte die Augen und fing den Quaffel dieses Mal auch.

"Na endlich, geht ja doch!" sagte Wood zufrieden und ließ sich langsam zu Boden sinken.

Hatsumomo und der Rest des Teams taten es ihm gleich.

"So Feierabend für heute!" verkündete Wood.

Allgemeiner Jubel. Auch Hatsumomo schulterte gerade ihren Besen um zu gehen, aber Wood packte sie am Arm.

"Du nicht, du kriegst für dein miserables Spiel gerade ein Sondertraining!" Wood grinste.

Resigniert schaute Hatsumomo auf den Boden und hätte Wood am liebsten ihren Besen um die Ohren geschlagen, leider wäre sie dann wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Quidditchteam geflogen und darauf hatte sie keine Lust.

"Auf geht's Schlafmütze!" Beide stießen sich vom Boden ab.

Von unten sah man nur zwei Gestalten im Licht der untergehenden Sonne, die sich einen Ball zuwarfen, oder ab und zu im Sturzflug bis auf den Boden sanken.

Nach einer halben Stunde ungefähr, winkte Wood Hatsumomo zu sich.

"So, jetzt reicht es, oder meinst du nicht?"

Sie nickte wie verrückt. Morgen, da war sie sich sicher, konnte sie vor lauter Muskelkater keinen Schritt mehr tun.

Langsam ließ sie sich hinab sinken, wo Wood schon auf sie wartete und ihr ganz gentlemanlike vom Besen half.

"Was ist mit dir? Heute so galant, das passt so gar nicht zu dir." meinte Hatsumomo schnippisch und dachte direkt daran, wie es das letzte Mal gewesen war, als Wood "nett" zu ihr gewesen war.

Mittlerweile war es dunkel geworden und Hatsumomo flüchtete so schnell vor Wood, wie es nur möglich war, ohne auffällig zu wirken, in Richtung Mädchenumkleidekabine, stellte jedoch zu ihrem großen Ärger fest, dass die Tür verschlossen war.

"Oliver!" brüllte sie wutentbrannt in die Nacht hinein.

"Du hast gerufen, mit deinem zarten Stimmchen?" lachte Wood. (also ich würde Hatsumomo als so laut bezeichnen wie mich selber… fragt mal die Tsumi, das ist seeeeehr laut!)

"Wieso hast du die Tür abgeschlossen? Wo zum Teufel soll ich mich umziehen?" keifte Hatsumomo ihn an.

"Bei mir? Angelina hat den Schlüssel mitgenommen." Als er Hatsumomos finstereres Gesicht im Mondschein sehen konnte, fügte er hastig hinzu: "Keine Panik, ich werde dich schon nicht vergewaltigen."

"Will ich auch hoffen." sagte Hatsumomo immer noch sehr misstrauisch und folgte Wood aber trotzdem in die Jungenumkleidekabine.

"Pass auf, du kannst da duschen gehen und ich warte bis du fertig bist, okay?" Hatsumomo nickte und schlurfte in Richtung Dusche. Wehe sie würde wegen Wood ihre Wette verlieren und beschloss direkt, sich auf gar keinen Fall auf ihn einzulassen, zumal ihr, wenn sie schon die Wette verlor, Draco da irgend wie lieber wäre, aber da Hatsumomo nicht vorhatte zu verlieren, würde sie sich zu nichts hinreißen lassen.

Achtlos warf sie ihre Sachen über die Heizung und huschte unter die Dusche.

Das heiße Wasser ergoss sich über ihren Körper und Hatsumomo genoss es einfach ein paar Minuten unter der Dusche zu stehen und nichts zu tun. Irgendwo in der Umkleidekabine hörte sie ein Poltern und danach einen wütenden Fluch. Wo drüber war Wood, der Trottel, jetzt schon wieder gefallen?

Als sie fertig war, wollte sie nach ihrem Handtuch greifen, stellte aber fest, dass sie gar keins hier hatte, sondern dass es noch bei Wood lag. So zog sie sich notgedrungen den Duschvorhang so über den Körper, dass man nur ihr Gesicht aus der Dusche gucken sah und rief: "Wood, kannst du mir den gefallen tun und mir mein Handtuch geben? Ich hab das bei dir liegen lassen!"

"Du sagtest, ich sollte dir nicht zu nahe kommen!" Wood lachte von weiter hinten.

"Haha, sehr witzig, soll ich warten bis ich getrocknet bin, damit ich meine Klamotten anziehen kann?"

"Wäre eine Maßnahme!"

"Wood!"

"Jaja schon gut, ich bring es dir!"

Hatsumomo hörte Schritte und kurz darauf sah sie einen grinsenden Wood mit ihrem Handtuch.

"Sag bitte."

"Fick dich und gib das Handtuch her!"

"Schon gut, hier." Er reichte ihr das Handtuch und Hatsumomo flüchtete sich frierend hinter den Duschvorhang.

Langsam legte sie sich das Handtuch um und wrang sich die Haare aus. Eigentlich hatte sie angenommen, dass Wood weg war, doch als sie den Duschvorhang zur Seite schlug, stand er direkt vor ihr.

"Was… was soll das?" sagte sie zaghaft und legte den Kopf in den Nacken um zu Wood aufblicken zu können und erinnerte sich dabei an das letzte Mal in der Umkleidekabine, alles war wie beim letzten Mal, ein verdammtes Dejavu.

Plötzlich legte Wood eine Hand um ihre Hüften und mit der anderen berührte er ihr Gesicht.

"Lass das Wood" flüsterte Hatsumomo leise. Das Geld war ihr schon lange egal. Hier ging es nur darum sich zu beweisen.

"Warum?" hauchte er leise in ihr Ohr

"Weil… ich dir nicht gehöre… ich gehöre zu Harry."

"Das ist aber nicht sehr überzeugend." sagte er sanft lächelnd.

Soll es eigentlich auch nicht sein, Blödmann, dachte Hatsumomo bei sich.

"Also, was ist?" Oliver küsste sanft ihren Hals und strich ihr mit den Fingern zärtlich über die Lippen.

Hatsumomo war wie gelähmt, ihr ging nur eins durch den Kopf: Du wirst nicht verlieren, du wirst auf gar keinen Fall dich von Hermine demütigen lassen.

Wood zog sie ganz nah zu sich und Hatsumomos Herz begann wie wild zu schlagen. Du wirst nicht verlieren, du lässt Wood abblitzen… oder nicht?