Guten Tag!
Bevor ihr nun meckert erst einmal eine dicke Entschuldigung für die lange Auszeit- es tut mir so leid!
Wer die Gründe genau wissen will, leist mein Review an Faylen7. Das sollte eigentlich alles erklären!
Ich werde mir wieder mehr Mühe geben die Geschichte fortzuführen. Falls ich aber doch auf meinem Weg mal wieder verloren gehe, schickt mir ne böse Mail oder ein Böses Review!
Und zwingt mich wieder dran zu arbeiten!
Es geht nun aber auch weiter! Kein großes Kapi, aber eins welches das Prädikat 'gut' verdient.
LG Jo
Es folgen für Link noch einige anstrengende Tage mit dem rothaarigen Meereskobold, an denen er bis in die Nacht ackert und erst wenn der Elf vor Erschöpfung umkippt der Kapitän von ihm lässt.
Und jeder Tag endet mit dem Ritual wie in der ersten Nacht und man kann vom Strand aus sehen wie eine schemenhafte Figur eine Kiste den Hang des großen Hügels hinter Lorian hochzieht und ein kleiner Pfeiferauchender Mann auf derselben Kiste sitzt.
Wieder oben angekommen schmeißt der Kobold die Ladung der Kiste- zumeist Kanonenkugeln- den Hang wieder herunter, bevor er sein ‚Zugtier' auf der Spitze des Hügels alleine lässt.
Link steht zumeist- wenn er dann noch stehen kann- auf der Spitze und sieht in die Ferne nach Norden, geleitet von seiner hervorragenden Orientierung und seiner Kenntnis die Sterne zu lesen, in Richtung des Schlosses. Oder zumindest dahin, wo es sich hinter der grünen Steppe befindet.
Es
ist dieser Augenblick der Link seine schmerzenden Muskeln vergessen
lässt, und wenn er sich dann wieder auf den Weg zurück ins
Dorf macht sich sein Ziel wieder vors Auge führt.
Immer
wenn Link ankommt ist das Licht in der Hütte bereits erloschen
und der Kobold liegt schlafend auf seinem Bett. Der Hylianer genießt
die augenblickliche Ruhe und endlich das Gefühl zu haben, nicht
mehr beobachtet zu werden.
Doch Rauschebart beobachtet Link auch in der Nacht genau, selbst wenn es den Anschein macht das der rundliche Kobold tief und fest vor sich hin schnarcht hat er seinen Blick auf Link gerichtet.
Und auch wenn Rauschebart es nicht zugeben will, so sorgt er sich doch um Link seit der ersten Nacht. Denn auch nachts leuchtend diese traurigen dunkelblauen Augen, wenn sie in Richtung des einzigen Fensters gerichtet den Mond beobachten, der in diesen klaren Sommernächten nicht einmal von einer nächtlichen Wolke gestreift wird.
Seit
dem Tag an dem Rauschebart Link diese Version schickte hat der
Hylianer nicht mehr gesprochen- jedenfalls nicht mehr als ein
zustimmendes ‚Mh' oder ein verneinendes ‚Mhmh'.
Es
kommen Zweifel in dem sonst so felsenfesten gestanden Mann auf, ob er
richtig gehandelt hat. So wirkte der blonde Hylianer auf den ersten
Blick überheblich und zu stolz auf den Kobold mit der Knollnase.
Doch jetzt beim zweiten Blick sah der alte Seemann vielmehr ein Kind
mit Heimweh.
So
haben die vergessenen Jahre ihre Spuren in seinen Augen hinterlassen
und in der Nacht ist es das matte Schimmern in Links tiefen Blau,
welches seine Alpträume und Ängste verrät, die er
durchleben musste.
Die
Furcht eines Kindes in der Dunkelheit weit ab von dem sicheren
Zuhause.
‚Grausam ist das Schicksal, wenn es die Bürde des Heldenseins auf die Schultern eines Kindes niederlässt.'
Noch
während der Mond der morgendlichen Sonne weicht liegen die
beiden Gestalten in der farbenfrohen Hütte neben einander wach,
unbemerkt, dass der andere einen beobachtet.
Die
engen Augen des Meereskoboldes sehen mit den Sonnenstrahlen die
kindlichen Züge des Elfen weichen und wie sie von einem
entschlossenen und festen Gesicht ersetzt werden. Rauschebart
verdrängt die Sorgen über seinen Schüler und lässt
ihn wieder ackern wie einen Ochsen- schickt in los vierzig Mal zwei
große Eimer mit frischem Wasser an dem Brunnen in Lorian zu
füllen und in leere Fässer für die Überfahrt zu
füllen oder lässt Link ohne Eponas Hilfe, die unweit der
Hütte unter einer großen Eiche steht, mehrere Kisten voll
Dörrfleisch und eingelegten Gemüse und Obst herschleppen.
Link
kann von Glück sagen, dass sein Körper schnelle
Selbstheilungskräfte besitzt und von seiner Wunde nicht mehr ist
als ein trockener Kratzer mit Kruste über geblieben ist.
All
seine Narben aus vergangenen Kämpfen sind verschwunden- bis auf
eine kleine an seinem Hals, die kaum sichtbar über seinem
Kehlkopf liegt. Und es genügt ein Gedanke an jenen schwarzen
Mann aus der Wüste um die Narbe schmerzen zu lassen.Links
Gedanken sind im Moment aber fern von jenen Erinnerungen und er
konzentriert sich voll darauf möglichst schnell den Kobold
zufrieden zustellen, damit die große Überfahrt endlich
beginnen kann.
Die
Mädchen im Dorf sehen es gerne, wenn Link mit seinem
durchtrainierten Oberkörper schwitzend die schweren Eimer vom
Brunnen zur Hütte schleppt und sein Schweiß seine
sonnengebräunte Haut benetzt aufschimmern lässt.
So
manch einmal folgen sie ihm in kleinen Scharen kichernd zur Hütte,
bieten ihm ihre Hilfe an, doch Link lehnt hastig ab und rennt weiter.
Es
muss so um die Mittagszeit sein, als Link von der Hitze entkräftet
an einer schattigen Seite der Hütte sich ins Gras fallen lässt
und kurz die Augen schließt.
Die
Luft ist stickig warm und jeder Atemzug wird zu einer unsäglichen
Qual, wenn die trockene Luft dir scheinbar jeden Tropfen Feuchtigkeit
aus dem Rachenraum entzieht. Die Bucht flimmert in der grellen Hitze
und wirkt unreal eher wie eine Fata Morgana in der Wüste.
Jegliche Wolke wurde von den brennenden Sonnenstrahlen ausgemerzt.
Und
dabei ist es noch nicht einmal die heißeste Zeit des Jahres in
Hyrule, denn das auf Plakaten im Dorf angekündigte Vollmondfest
in Lorian verheißt die Mitte der ersten Jahreszeit.
Gedankenlos
liegt der Held der Zeit auf dem kühlen Boden und entspannt die
gepeinigten Muskeln, als jemand in gegen die Seite tippt und er die
müden Augen wieder öffnet.
„Du solltest mehr in der Nacht schlafen, dann bist du fit am Tag, Junge!"
Doch Link ignoriert den Kobold, der sich neben ihn stehend an die
Hütte gelehnt hat mit einem roten Apfel in der Hand.
Fiese
Gedanken strömen in Link Kopf gegen seinen Peiniger, welche der
mit Genuss liest.
„Oh, du solltest deine Gedanken gegen mich lieber zügeln, sonst blüht dir eine Strafe."
Endlich
scheint Link seine Stimme wieder gefunden zu haben und antwortet mit
einem kaum hörbaren Brummen.
„Dann
bestraf mich doch. Es kann nicht schlimmer sein, als hier für
dich den Packesel zu spielen!"
Die
jungendliche Ungeduld amüsiert den Kobold, worauf er genüsslich
in den saftigen Apfel beißt und etwas des Fruchtsaftes auf
Links Gesicht tropft.
Etwas
angewidert wischt sich Link die klebrige Flüssigkeit mit dem
Handrücken von der Wange, nur um erneut beim nächsten Biss
wieder getroffen zu werden.
„Pass doch auf- oder haben dir Moblins das Essen beigebracht!"
Rauschebart stellt sich wieder auf, beugt seinen kurzen und
gedrungenen Oberkörper über Link und beißt erneut in
die Frucht. Der rothaarige Kobold kaut so offen, dass es
unvermeidlich ist, dass dieses Mal sogar zerkaute Apfelstückchen
den Helden im Gesicht treffen.
Rauschebart
spürt grinsend, dass Links Geduldfaden gerissen ist, dreht sich
um, steigt auf seinen Spazierstock und springt mit dessen Hilfe flink
wie ein Hase in die hinter der Hütte liegenden Andockplätze
der Schiffe.
„Ich habe dich gewarnt!"
Mit einen lauten Knurren rafft sich Link auf
und rennt hinter dem lachenden Kobold her, der ihm immer wieder durch
scharfe Kurven und flinke Harken wie ein Hase entkommt. Es geht über
Kisten und schwere Taue, sowie vorbei an schlafenden Seemännern
und durch Schwärme von Möwen.
Aber
nichts dergleichen kann die beiden von ihrer Hetzjagd abbringen. So
sprintet Link über das unebene Pflaster, stolpert und
strauchelt, aber fängt sich dann in der Hast wieder, nur das
Ziel vor Augen den Kobold auf seinem Stock zu fangen und ihm den Hals
umzudrehen.
Letztendlich
gewinnt der Kobold und Link sackt an einer sehr entlegenen Stelle des
großen Hafens auf die Knie und lässt sich keuchend mit dem
Oberkörper nach vorne fallen.
Endlich
steigt der Kobold von dem anscheinend magischen Gehstock ab und
marschiert pfeifend zu seinem Lehrling, der sich offenbar geschlagen
gibt.
„Sieh ein, Junge, das ich zu klug für dich bin. Und das du noch viel Training vor dir hast! Das mit der großen Hochzeit wird wohl nichts!"
Und Rauschebarts Grinsen wird so breit, dass seine roten
Wangen die engen Augen schließen und dem Kobold für einen
Moment die Sicht nehmen.
Und
es ist dieser Moment auf den Link gewartet hat, um wie ein Fuchs aus
der Lauerstellung hochzuschießen und den Hasen Rauschebart zu
packen und sich dann mit seiner Beute auf den Boden zu schmeißen.
Das Gesicht des Helden ist knallrot und verschwitzt, aber seine Kraft reicht noch für ein Grinsen, als er dem Kobold seinen Zauberstock abnimmt und ihn dann wie einen Hasen im Nacken packt und in von sich in die Höhe hält, so dass der Seemann mit seinen kurzen Beinen nicht mehr an den Boden kommt und wie ein Fisch hilflos an der Angel zappelt.
„Hey, lass mich runter! Los! Lass mich runter!" Der Kobold keift wie ein kleines Mädchen, das sich ärgert.
„Ich habe gewonnen." Zwischen seinen hastígen Atemzügen schafft es Link einen Satz zustande zubringen. Rauschebart schlägt noch eine zeitlang ums sich, doch sieht irgendwann ein, dass er gegen den deutlich größeren Hylianer ohne seinen Zauberstock nichts ausrichten kann aus seiner jetzigen Position.
„Was
willst du, Junge? Ich gebe mich geschlagen. Lass mich nun wieder
runter!"
Doch Link macht keine Anstalten des Gleichen, sondern
schüttelt den Kopf und stellt eine Forderung.
„Lass
uns endlich losreisen. Ich habe nicht ewig Zeit!"
Rauschebart hebt
kritisch seine linke dicke Augenbraue und verschränkt in seiner
hängenden Position seine kurzen Arme.
„Du bist noch nicht fertig, Junge. Wir könne nicht los!" Link unterbricht in harsch und schüttelt den Kobolden grob. „Ich bin jetzt dran- ich sage ich bin fertig!" Schreit Link den kleinen Mann an. „Ich habe schon weit mehr vollbracht, als so eine kleine Reise. Ich bin ein Held und kein Held in Ausbildung!" Und erneut schüttelt er den Kobold durch, der noch immer hilflos an seinen Kragen hängt.
Der sieht seine Position endlich ein und versucht Link zu beruhigen. „Schon gut, wir fahren bald los!"
„Nicht bald- jetzt !"
Doch der Kobold fällt Link ins Wort. Rauschebarts Tonlage ist harsch und lässt keine Zweifel zu.
„Dann dreh dich um, du Held. Das Schiff ist noch nicht fertig!"
Und Link dreht nur seinen Kopf in Richtung des Hafenbeckens und noch immer kleben seine blonden Haarsträhnen an dem schweißnassen Gesicht. Und er sieht was der Kapitän meint, denn im Hafenbecken treibt ein heruntergekommenes Segelschiff mit einem gebrochenem Mast auf welchem die Möwen hocken und an dessen verfaultem Holz sich Muscheln und andere Lebensformen festgesaugt haben.
„Das ist die ‚Wellentochter' unser- mein Schiff. Ich sagte doch, wir fahren bald los. Aber erst wenn das Schiff wieder seetauglich ist." Und Link lässt den Kobold unbemerkt herunter und läuft fassungslos zum Rand des Piers, gegen den das klare Meereswasser in sanften gleichmäßigen Wogen schlägt und sieht wie sein Traum an dieser heruntergekommenen Nussschale zu zerplatzen scheint.
Rauschebart,
der eben noch seinen Gehstock aufgehoben hat, taucht neben Link auf
und zündet sich seine Pfeife an.
„Wann wolltest du mir sagen,
dass es dieses Schiff ist?" Fragt Link ohne Rauschebart anzusehen.
„Ich hätte es dir erzählt, Junge. Ganz sicher. Aber du
musst wissen, es ist schon lange her, dass ich mit der Wellentochter
das Meer befahren habe."
Link kann seinen Blick einfach nicht von dem Schiff abwenden. „Wie lange, dass ein Schiff so verkommt?"
Der Meereskobold zieht an seiner Pfeife und stößt den Qualm in kleinen Ringen aus.
„Ich war zuletzt mit meinem letzten erfolgreichen Schüler auf dem Meer. Das ganze liegt nun fast 20 Jahre zurück." Dann macht der Kobold kehrt und Link meint eben in der rauen Stimme eine Spur von Traurigkeit gehört zu haben.
Und? Bitte Feedback geben! Ich brauche das mal wieder!
Die wieder Heimgekehrte.
