Hi, ich hab es doch noch geschafft ein neues Chappi zu schreiben, bevor meine Austauschpartnerin kommt. Ich hoffe, es gefällt euch. Ich bin mir nämlich nicht so sicher, ob ich dieses Kapitel mögen oder hassen soll...
Naja, urteilt selbst:
Kapitel 3 oder Engelchen und Teufelchen
Severus saß nur wieder in seinem Sessel.
Mittlerweile war es Nachmittag geworden und er gönnte sich zum wiederholten Male eine Tasse Kaffee. Er musste so langsam aber sicher aufpassen, dass er nicht zu viel Kaffee trank... Aber das war wohl ein geringeres Problem als das, das gerade auf dem Sofa vor sich hin schlief.
Katrin...
Er kannte dieses Mädchen noch nicht einmal zehn Stunden und schon hatte es seinen ganzen Tagesablauf durcheinander gebracht. Normalerweise würde er jetzt durch die Gänge eilen und nach Schülern Ausschau halten, die wieder einmal die Schulregeln brachen. Aber jetzt...
...saß er in seinem Wohnzimmer und wartete darauf, dass ein kleines Mädchen, mit dem er unglücklicher Weise verwandt war, aufwachte. Als ob er nichts besseres zu tun hätte...
Die Arbeiten von seinen Siebtklässlern hatte er alle schon zuende korrigiert. Es lief ihm immer noch ein Schauer über den Rücken, wenn er daran dachte, dass er ihnen die Aufsätze morgen zurück geben musste. Danach wäre sein jahrelang so mühsam aufgebauter Ruf völlig im Eimer.
Aber andererseits brauchte er diesen auch überhaupt nicht mehr. Voldemort war Ende des letzten Jahres von Harry Potter besiegt worden, also worum machte er sich Sorgen?
‚Um nichts und wieder nichts', flüsterte ihm der kleine Engel von seiner Schulter aus zu. ‚Du musstest die Slytherins bevorzugen um dein Leben bei Voldemorts Rückkehr zu retten und das hast du auch getan. Jetzt gibt es keinen Grund mehr, diese Rolle weiter zu spielen.'
‚Aber das würde seinen Respekt hier in der Schule schmälern. Nicht lange und die Schüler würden ihm hier auf dem Kopf rumtanzen! So geht das aber nicht!', antwortete ein kleiner – wie konnte es auch anders sein? – Teufel, der sich auf seiner anderen, seiner linken, Schulter niedergelassen hatte.
Severus schüttelte bei dieser einfach nur lächerlichen Vorstellung den Kopf. Ein kleiner Engel und ein genauso kleiner Teufel, die sich auf seine Schultern setzten... Das war der Anfang vom Ende! ... Obwohl das stimmte nicht so ganz... Katrin war der Anfang vom Ende, nicht seine Vorstellung.
Bis zum Morgen, um genau zu sein war es da gerade zehn Uhr geworden, war noch alles in Ordnung gewesen. Er war durch die Gänge geeilt, hatte Schüler zur Schnecke gemacht, sie hatten sich darüber aufgeregt. Kurzum: Alles war perfekt.
Doch dann kam dieser schicksalsreiche Brief vom Direktor, dass er mit ihm sprechen wollte. Und von da an... ging alles den Bach hinunter... wie sagte man doch so schön: eine Teufelsspirale.
‚Hey, zieh mich da bitte nicht mit rein', empörte sich der kleine Teufel auf seiner Schulter. ‚Ich habe damit nichts zu tun!'
‚Genau, das war eine Fügung des Schicksals, dass du dich um das Mädchen kümmern musst. Sieh es doch einfach als Wiedergutmachung von deinen schlechten Taten an', argumentierte das Engelchen.
Severus verbarg sein Gesicht mit einem Verzweiflungsseufzer in den Händen. Er wurde so langsam aber sicher verrückt. Es gab doch keinen Teufel und erst recht keinen Engel in seinem Inneren. Wo käme er denn dann hin?
Das war einfach nur eine Wahnvorstellung, die er in diesem Moment der geistigen Umnachtung hatte und somit bestand auch kein Grund zur Sorge.
Er musste sich um die Kleine kümmern, Punkt um. Es war weder eine „Fügung des Schicksals" noch eine „Wiedergutmachung für seine schlechten Taten". Es war einfach nur Pech. Die Folge davon, dass die Eltern von Katrin gestorben waren.
‚Bist du dir wirklich so sicher, dass es uns nicht gibt', fragte in diesem Moment etwas in der Nähe seines linken Ohres.
Nein, er wollte es nicht wissen. Er wollte es wirklich nicht wissen. Verdammt! Warum sah er dann hin?
Nein, das konnte nicht sein. Das durfte nicht sein. Er leidete unter Halluzinationen. Er war geisteskrank. Genau, gleich morgen würde er sich ins St. Mungos einweisen lassen.
‚Du bist nicht geisteskrank', lachte das Engelchen. Zu seiner Verwunderung flog es ebenfalls auf seine linke Schulter. ‚Wir sind Feen und passen auf Katrin auf.'
„Feen", krächzte Severus tonlos.
‚Jup, sie hat uns irgendwann mal das Leben gerettet und seitdem passen wir auf sie auf', grinste das Teufelchen
„Und wieso, verdammt noch mal, habt ihr diese Show abgezogen?", fragte er. So langsam aber sicher gewann er seine Fassung zurück.
‚Nun, wir wollten sehen, wie lange du es mit Katrin aushältst', antwortete das Engelchen und spielte dabei gedankenverloren mit seinem Heiligenschein.
„Und?"
Teufelchen und Engelchen warfen sich einen kurzen Blick zu. „Keine Woche."
Ende Kapitel 3
Sooo, egal ob es euch gefallen hat oder nicht, bitte ich euch doch mir ein kleines, oder auch winziges Review zu hinterlassen. Das gilt übrigens auch für die allseits geliebten Schwarzleser...
Chrm, chrm, also... Auf bald!
