Review-Antworten:

Guest (1): Freut mich, dass dir das letzte Kapitel so gefallen hat! Hoffentlich auch dieses hier ;) Tut mir Leid, dass du einen Monat warten musstest, aber das letze Kapitel war dafür wirklich lang (ursprünglich waren mal 2 Teile angedacht, also Glück gehabt^^) Danke für dein Review! J

Ravenclaw: Es freut mich wirklich jedes Mal aufs Neue von dir Reviews zu bekommen. Danke! J Das Ende war fies, ich weiß…aber jetzt geht's ja endlich weiter und dieses Ende ist (meiner Meinung nach) etwas netter. Interessante Logik, ob sie stimmt siehst du ja gleich selbst ;) Richtig, Lily und James kommen laut JKR erst im siebten Jahr zusammen, aber Tobby schreibt ihre FFs ohne Berücksichtigung der letzten beiden Bücher, von daher ist diese kleine Änderung denke ich akzeptabel. Das mit den bis dahin schlechten Schutzzaubern ist auch ein guter Einwand, aber lies einfach das Kapitel und finde heraus, was ich meine! J

Hauswölfchen: Auch dir danke für deine regelmäßigen Reviews! J Und auch deine Argumentation finde ich interessant und erst recht deine Vermutungen darüber wie's weiter geht…war da denn mal wieder jemand mit dem Übersetzer am Tüfteln? :D Wenn nicht, wirklich gut geraten! ;) Viel Spaß beim Lesen J

Guest (2-Tina): Ich hoffe du hast die Spannung ausgehalten und freust dich endlich weiterlesen zu können und herauszufinden wie James reagiert und was mit Harry passiert…Dumbledore könnte noch eine Weile (wie Ravenclaw vorgeschlagen hatte) mit seinen Zitronenbrausebonbons beschäftigt sein. ^^ Danke für dein Review und viel Spaß! J


22. Kapitel: Die Wahrheit Teil 1

James konnte es noch immer nicht fassen, es war schlichtweg unmöglich…Herry, der zukünftige Todesser, hatte sich vor den Avada Kedavra geworfen, um ihn zu retten. Er war für IHN gestorben.

Lilys Schrei brachte ihn wieder in die Realität zurück und er sah Voldemort in die Augen, immer noch entsetzt darüber, dass Herry für ihn gestorben war.


Sirius piekste sich, um sicher zu gehen, dass er nicht träumte. Er konnte es nicht fassen. Nicht nur, dass Voldemort vor ihm stand, aber Herry hatte sich gerade auch noch einfach geopfert, um sie alle vier zu retten. Das Einzige, was feststand, war dass sie nicht lange brauchen würden, um ihn im Jenseits wiederzutreffen.


Remus versuchte zu verstehen. Herry, oder eher Harry, war immer jemand gewesen, der sehr viel nachdachte, der sich alles in allem wie ein typischer Slytherin verhielt…aber gerade eben…das war überhaupt nicht die Art eines Slytherins gewesen…das war sogar viel eher das Verhalten eines Gryffindors. Ein ganz schön dummer Mut, er war immerhin tot. Warum sie retten, wenn er doch in Voldemorts Gunst stand?


„Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein so dummes Verhalten gesehen", sagte Voldemort.

Kaum hatte er seinen Satz beendet, schoss ein grünes Licht aus dem leblosen Körper, genauer gesagt aus der Narbe, die der Junge auf der Stirn hatte, und verlor sich in der Decke der Großen Halle.


Alles war so schwarz, es gab nur Leere, ihm tat nichts mehr weh, er spürte überhaupt nichts mehr. Plötzlich spürte er den Schmerz wieder, er befand sich in seiner Brust, als ob sich ein Fremdkörper im Innern seiner Brust bewegen würde.

Der Fremdkörper bewegte sich in Richtung seines Kopfes. Er versuchte herauszukommen, da ihn sein Blut bekämpfte. Dieser Körper war nichts anderes als Leid und Tod, er entwich aus der einzig möglichen Öffnung: Aus seiner Narbe.

Plötzlich kehrte er zurück in die Realität. Er spürte, wie er sich veränderte, er bemerkte am ganzen Körper ein seltsames Prickeln, er fühlte wieder. Das Erste, was er spürte, war der Schmerz aus dem sein gesamter Körper bestand, in dem für einige Sekunden lang kein Leben war. Dann die Härte des Bodens und sein Kopf, der ihn mit Schmerzen quälte. Verständlich, er war schließlich damit auf den Boden geschlagen.

Sein erster Reflex war zu versuchen sich daran zu erinnern, was geschehen war. Ein grüner Lichtstrahl kam ihm ins Gedächtnis. Er hatte einen Avada Kedavra abbekommen und hatte es zum zweiten Mal überlebt. Er stöhnte kurz vor Schmerz und öffnete die Augen. Um ihn herum war alles durcheinander. Er stand zögerlich wieder auf und hörte die Stimme, die er so sehr hasste.


Als der grüne Strahl in der Decke verschwunden war, wandten die anwesenden Schüler und Todesser ihre Blicke wieder dem „leblosen" Körper des Jungen zu. Erstaunt sahen sie zu, wie sich sein Aussehen veränderte. Seine so glatten schwarzen Haare wurden kürzer und ganz zerzaust, seine blasse Haut veränderte sich ganz leicht, aber die faszinierendste Veränderung geschah mit seinen Gesichtszügen, sie wurden viel männlicher, aber vor allem viel mehr…wie James.

Der Junge stöhnte kurz. Niemand wagte es sich zu bewegen, nicht einmal zu atmen. Der Junge bewegte sich und stand dann zögerlich auf. Die vier Gryffindors sahen ihn zwar nicht von vorne, aber der Rücken und der Haarschnitt erinnerten sie ganz klar an James. Voldemort brach das Schweigen.

„Nun, das ist wirklich äußerst interessant. Wer bist du?"

- „Dein schlimmster Albtraum. Wenn du eine ernsthafte Antwort hören willst, dann muss ich zugeben, dass das eine wirklich komplizierte Frage ist und ich mir nicht sicher bin, ob du die Antwort verstehen würdest."

Alle waren von Praotts Antwort sprachlos, wenn das überhaut sein wahrer Name war. Niemand hatte es je gewagt auf diese Weise mit Voldemort zu reden, wirklich niemand.

„Wie kannst du es nur wagen, knie nieder vor dem, der dein Meister sein wird!"

- „Ich würde lieber sterben, aber was das betrifft, tust du dir ja eher schwer. Du schaffst es nicht wirklich mich sterben zu lassen, nicht wahr?", machte Harry mit einem neckenden Ton weiter. „Außerdem, ohne dich kränken zu wollen und unter der Gefahr mich zu wiederholen, vor einem Halbblut niederknien, nein danke."

Plötzlich drehte sich Harry zu seinem Vater um und lächelte ihm zu. James war schlichtweg vor Angst versteinert. Sich selbst gegenüberzustehen war wirklich verstörend. Nun, nicht ganz sich selbst, Praotts Augen waren anders, er hatte smaragdgrüne Augen.

„Ich muss dich um einen großen Gefallen bitten James, ich leihe mir deine Brille aus, ich sehe sonst überhaupt nichts", flüsterte er ihm ins Ohr.

- „Mach was du denkst", stammelte er zurück.

Er nahm dessen Brille, James sah zwar besser als er, aber für den Moment würde es reichen. Er zog seinen Zauberstab und ging in Kampfstellung, dann sah er Voldemort ins Gesicht.

„Du hast wirklich vor gegen mich zu kämpfen?", lachte Voldemort. „Du bist nichts weiter als ein kleiner, eingebildeter Wicht, ich kann dich mit einem einfachen Zauber vernichten."

- „Ich warte auf nichts anderes als das", sagte er mit einem kleinen Lächeln.

Harry errichtete ein Schutzschild um sich selbst und um die vier Gryffindors und das Paar.

Voldemorts Angriff ließ nicht lange auf sich warten, er benutzte einen Zauber, den er nicht kannte. Er wich nach rechts aus und der Zauber traf einen weit entfernten Stuhl, der explodierte. Ein netter Zauber, dachte Harry.

„Oh Tom, wie konntest du mich bei dieser Entfernung nur verfehlen?"

- „NENNE MICH NICHT SO! Du kleine dreckige Ratte, Verräter aller Slytherins!"

- „Oh ich bitte dich, verschone mich mit deinem Geschwafel über den berühmten Erben von Slytherin. Du entehrst ihn. Außerdem, große Überraschung, ich bin nicht wirklich ein Slytherin. Erstaunlich oder?"

- Ehrlich gesagt nein, das überrascht mich wirklich nicht. Du bist nur eine Schachfigur unter vielen anderen", brüllte er vor Wut.

- „Es ist wirklich nicht nett deine persönlichen Arschkriecher so zu nennen, finde ich", sagte Harry in humorvollem Ton.

Ich muss doch verrückt sein! Ich darf nicht zeigen, dass ich buchstäblich Todesangst habe. Ich muss seine Wut nutzen, er muss unvermeidlich einen Fehler machen. Habt Erbarmen und sorgt dafür, dass Dumbledore kommt und das schnell.'

Harry nutzte die Wut des Dunklen Lords und richtete einen mächtigen Expelliarmus gegen ihn. Dies hatte zur Folge, dass Voldemort gegen eine Wand flog. Der Aufprall war sehr heftig. Harry war stolz auf sich, aber innerlich zitterte er vor Angst. Hoffentlich kam Dumbledore schnell, denn er würde gegen einen so mächtigen Zauberer wie Voldemort nicht lange standhalten können.

Ich, der ich mich praktisch für unbesiegbar hielt, es ist Zeit aufzuwachen und es ist wirklich überhaupt nicht angenehm das jetzt tun zu müssen.'

Harry musste auch auf das Phänomen achten, das zwischen seinem und Voldemorts Zauberstab im vierten Jahr aufgetreten war. Gleichzeitig versuchte er einige Todesser außer Gefecht zu setzen, die ihm oder den anderen Schülern zu nahe kamen. Das brachte James dazu zu reagieren, er versuchte nun seinerseits einige Todesser zu erwischen, aber ohne Brille war das so gut wie unmöglich. Sirius und Remus hatten es geschafft zwei Todesser außer Gefecht zu setzen. Ein guter Schlafzauber, es gab nichts effektiveres.

Harry seinerseits bekam es nun mit einer ganzen Schar an Cruciatus-Flüchen zu tun, der er nur mit großer Mühe ausweichen konnte. Dann wurde er plötzlich von einem gut platzierten „Imperio" getroffen. Stille trat ein, als man den Zauber hörte, den Voldemort gesprochen hatte.

„Bring sie um", sagte Voldemort und zeigte auf die Schüler.

Harry hörte die Stimme in sich flüstern, alle seine Gliedmaßen waren bereit zu tun, was ihm diese Stimme sagte, er wollte der Stimme gehorchen.

Er richtete seinen Zauberstab auf James, er richtete seinen Zauberstab auf seinen Vater. Seinen Vater! Aber Moment mal…warum sollte er seinen Vater umbringen?

Kämpf dagegen an Harry, widerstehe…', sagte er zu sich selbst.

„Bring sie um", brüllte Voldemort.

Das war zu viel für Harry. Er drehte sich in einer irren Geschwindigkeit um, richtete seinen Zauberstab auf Voldemort und sprach den Zauber ohne zu zögern.

Fulgur caecus."

Rot-goldene, aber auch silberne Strahlen erschienen und bedeckten Voldemorts Augen.

„Du glaubst doch wohl nicht etwa, dass ich alles tun würde, was du befehlst, mein Wille ist stärker als das! Du enttäuscht mich, letztlich bist du vielleicht doch kein Gegner auf meinem Niveau. Komm schon Tom, das Spiel geht so: Errate wo ich bin", sagte Harry und bewegte sich schnell hin und her und attackierte dabei Voldemort.

Aber dieser sprach einen Zauber, der Harry mitten in die Brust traf, der Schmerz war unvorstellbar, er traf auf eine Wand und fiel, er war nun ganz benommen. Es war ein wirklich mächtiger Zauber.


Als er die Große Halle betreten hatte, wusste er, dass ein großer Kampf bevorstand, aber als er gesehen hatte, dass Harry Potter dem Dunklen Lord dienen wollte, hatte er große Angst bekommen. Nur für einen kurzen Moment. Dann hatte sich Harry Potter vor den Todesfluch geworfen und hatte ihn ein zweites Mal überlebt.

Während den wenigen Sekunden, die nachdem der Zauber Harrys Brust getroffen hatte vergingen, war er überrascht darüber, dass er seinen Atem anhielt. Zu sehen, wie Harry wieder ins Leben zurückkehrte und den Dunklen Lord gegenübertrat, hatte ihn voller Mut erfüllt und er versuchte hinterrücks so viele Todesser wie möglich zu attackieren. Bis jetzt hatte ihn noch niemand bemerkt.


Das Schild, das ihn und seine Freunde beschützte, war verschwunden und die Todesser nutzten ihre Chance.

Einer von ihnen ging auf das Paar zu, das nur einen schwachen Widerstand leistete. Somit richteten sie sich also hauptsächlich gegen Nicolas, der Sophie beschützte. Der Todesser sprach den Todesfluch, aber der Zauber traf nicht Nicolas, sondern David.

David, der sich direkt nach der Ankunft der Todesser und vor dem Schließen der Türen in die Große Halle geschlichen hatte. David, der am Kampf teilgenommen hatte, indem er so gut er konnte vom Schatten aus half.

Als er die beiden Teenager in Gefahr sah, hatte er nicht gezögert, schließlich war sein Leben in seinen eigenen Augen nichts mehr wert. Er war ein Gefangener des Mals und wenn er zwei Leben retten könnte, dann würde er es tun.


Harry öffnete die Augen gerade noch rechtzeitig, um erstens festzustellen, dass er am Kopf blutete, zweitens dass ihm Voldemort gefährlich nahe kam und drittens um David zu sehen, seinen Astronomielehrer, der am Ende des Jahres sein Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste geworden war, wie ihn ein Avada Kedavra traf.

Seine Wut begann zurückzukehren, David hatte es nicht verdient zu sterben. Harry hatte ihn verstanden, als er herausfand wer er war. Er hatte verstanden, dass dieser sich gegen Voldemort gestellt hatte, er verdiente es nicht zu sterben. Aber er hatte nicht wirklich Zeit länger darüber nachzudenken, denn Voldemort traf ihn mit Zaubern, die immer schwerer ertragbar waren.

Harry schlug leider mehrere Male gegen die Wände der Großen Halle und als Voldemort sah, dass Praott nicht wieder aufstand, attackierte er Lily von hinten. Sie wurde von einem Zauber der schwarzen Magie getroffen und ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, leidete sie. Harry hatte sich nicht mehr unter Kontrolle und genau in diesem Moment schoss ein Blitz durch die Große Halle und platzierte sich direkt vor Voldemorts Füße.

„Wage es nie wieder sie anzugreifen!", brüllte er rasend vor Wut.

- „Sag bloß nicht, dass du an einem Schlammblut hängst. Du widerst mich an", spuckte Voldemort.

- „Und dennoch, laut der letzten Neuigkeiten ist dein Vater nichts weiter als ein einfacher Muggle Namens Riddle, nicht wahr Tom Vorlost Riddle?"

- „Aber wie…Dumledore hat dir das alles erzählt, nicht wahr? Du musst also noch wichtiger sein, als ich dachte. Du wirst heute Abend sterben Praott."

- „Du irrst dich, ich werde heute Abend nicht sterben und du auch nicht. Aber eines verspreche ich dir, das nächste Mal, wenn du mir unter die Augen kommst, wirst du viel verlieren, du wirst sogar alles verlieren."

- „Verspreche nichts, was du nicht halten kannst", machte sich Voldemort lustig.

- „Ich bin nicht derjenige, der schwachen Geistern Macht verspricht. Genau das machst du bewundernswert gut mit deinen kleinen Hunden, und das ist auch noch beleidigend für Hunde."

Harry und Voldemort standen sich erneut von Angesicht zu Angesicht. Harry dachte an den Blitz, der so plötzlich aus dem Nichts aufgetaucht war. Sofort durchzuckte ein zweiter Blitz die Große Halle und platzierte sich vor Voldemort.

Plötzlich verstand Harry was sein Element war, die Mischung von Wasser und Feuer ergab einen Blitz! Jedes Mal, wenn ein Blitz in einen Baum schlug, entflammte sich dieser und Blitze entstanden in Wolken, die aus nichts anderem als kondensiertem Wasser bestanden.

Er konzentrierte sich wieder auf die Blitze und die beiden Kugeln aus goldenem Wasser, die er normalerweise immer hervorrief, wurden durch ein sehr helles silber-goldenes Licht ersetzt. Eines davon warf er auf Voldemort, der gerade noch ausweichen konnte.

Harry hatte seinen Zauberstab nicht mehr, aber sein Element genügte ihm bei weitem, das einzige Problem war, dass seine Magiereserve nicht unerschöpflich war und er fühlte, dass seine Zauber schwächer wurden.

Er wurde von einem weiteren Zauber Voldemorts getroffen und befand sich erneut in Gesellschaft einer Mauer. Er stand zitternd wieder auf, Blut lief von seinem Kopf und von seinen Armen. Voldemort begann erneut mit einer ganzen Serie an schwarzmagischen Zaubern, von denen Harry so vielen wie möglich auswich, bis er von einem getroffen wurde, der ihm den Arm durchbohrte. Er biss die Zähne angesichts dieses Schmerzes fest zusammen.

„Ich muss schon sagen, für ein 16-jähriges Kind bin ich wirklich sehr beeindruckt! Aber du wirst heute Abend dafür sterben, dass du es gewagt hast dich mir zu widersetzen, das hat noch niemand überlebt."

- „Sei ruhig Tom", sagte er, „du redest immer viel zu viel, und genau das ist dein Problem", lachte er hämisch.

- „Du wirst auf die schändlichste und langsamste Weise sterben, die es gibt, glaube mir."

Harry warf einen weiteren Blitz und brach zusammen. Er würde es nicht schaffen, er war zu erschöpft. Er musste sich noch ein bisschen zwingen weiter zu kämpfen, Dumbledore musste nun jeden Moment auftauchen, zumindest hoffte er das. Als er einen letzten Blitz warf fühlte er plötzlich wie die Blockade in ihm aufbrach, die er gespürt hatte, kurz nachdem er das seltsame Zimmer im Anwesen der Potters verlassen hatte.

Eine neue Stärke durchströmte plötzlich seinen Körper und er verstand. Die Magie hatte sich gerade unerwartet in seinem Blut freigesetzt, seine magische Kraft war erneut gewachsen. Seine Magie hatte gefühlt, dass er noch ein bisschen durchhalten musste! Er stand wieder auf und zitterte viel weniger. Nun schickte er seinerseits Voldemort gegen eine Wand. Es gab immerhin keinen Grund, warum immer nur er einstecken sollte. Er war schwach im Vergleich zu Voldemort, aber das hieß nicht, dass er zu überhaupt nichts fähig war, immerhin hätte sein Training sonst rein gar nichts gebracht.

Er benutzte also den Zauber, den Snape an ihm ausprobiert hatte, den Zauber, den er in seinem Buch wiedergefunden hatte. Aber er fügte eine neue Besonderheit hinzu.

Laboris amoris".

Harry wusste, dass es dauern würde, bis der Zauber seine Wirkung entfalten würde, aber Voldemort dachte, er hätte ihn verfehlt.

„Du enttäuschst mich, dein Zauber ging leider daneben…"

Voldemort beendete seinen Satz nicht, er begann etwas tief in seinem Innern zu spüren, ein leichter Schmerz, nicht viel schmerzhafter als ein Stich, nur er ließ sich nicht stechen. Nach und nach wurde der Schmerz schlimmer und er wurde immer unerträglicher.

„Was hast du mit mir gemacht du kleiner Wicht?"

- „Eindeutig, das Waisenhaus, in dem du aufgewachsen bist, hat dir keine guten Manieren beigebracht. Ehrlich, so redet man nicht mit anderen Leuten, das ist sehr unhöflich."

- „Antworte mir sofort, sonst töte ich dich."

- „Mich töten? Aber verstehe es doch endlich, du kannst mich nicht töten! Außerdem, wenn du es wie durch ein Wunder doch schaffen solltest mich zu töten, dann wird dich dieser Zauber von innen heraus verbrennen, bis du selbst dein Leiden beendest."

- „Ich finde sicher einen Gegenzauber, es gibt keinen unumkehrbaren Zauber."

- Und genau da irrst du dich Tom", sagte Harry und betonte Voldemorts Namen, „der Zauber, den ich benutzt habe, hat einen Schmerzzauber als Grundlage, der seit Längerem nicht mehr benutzt wird…"

- „Ich kenne ihn sehr gut, du hältst mich wohl für einen Idioten", sagte Voldemort und krümmte sich leicht unter dem Schmerz.

- „Ich habe nur noch etwas hinzugefügt. Etwas, das stärker ist als jede andere Art von Magie: Liebe. Das ist etwas das du nicht verstehst und auch nie verstehen wirst."

- „Das macht überhaupt keinen Sinn, so einen Zauber kannst du nicht erfinden."

- „Doch, kann ich. Der Beweis dafür, dass ich es kann, bist du, wie du dich gerade unter reiner Liebe krümmst. Die Liebe für meine Familie. Die Liebe für meine Freunde. Die Liebe für mein Leben."

- „Du nichtsnutziger…", Voldemort kniete sich vor Schmerz auf den Boden.

Harry beherrschte die Situation perfekt – bis ihn ein Todesser von hinten angriff. Er wurde von einem Cruciatus getroffen und, ohne es zu wollen, brach er seinen eigenen Zauber, den er auf Voldemort angewandt hatte. Dieser Fehler würde sein Verhängnis sein.

Voldemort verschnaufte ein bisschen und stand dann wieder auf. Er fixierte Harry mit seinem brennenden Blick. Alles was Harry darin lesen konnte, war purer Hass für ihn. Der Todesser hob den Cruciatus wieder auf, aber Voldemort übernahm wieder und richtete einen besonders heftigen Cruciatus auf ihn. Als er fertig war, stand Harry zitternd wieder auf. Er machte eine Handbewegung und ließ aus dem Nichts eine Bank neben ihm auftauchen. Sie erwischte Voldemort im Bereich der Waden und er fiel zu Boden. Diese kleine Zeitspanne erlaubte es Harry einige Male tief einzuatmen und nachzusehen, wie sich seine Freunde schlugen.


Als Lily bemerkte, dass sich Herrys Aussehen veränderte lösten sich all ihre Kenntnisse über die magische Welt mit einem Mal in Luft auf. Was zum Teufel ging nur vor sich! Dann bewegte sich Herry und sie überraschte sich selbst als sie anfing wieder zu atmen. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie ihren Atem angehalten hatte. Aber er war so anders. Sie sah ihn nur von hinten aber auch so konnte sie sagen, dass er James sehr ähnelte. Alles wurde immer seltsamer.

Ein Blick zu den anderen verriet ihr, dass diese auch nicht mehr wussten als sie, nur Remus schien ein bisschen weniger überrascht als alle anderen. Dann drehte sich ihr Bruder zu James um. Jetzt war die Ähnlichkeit perfekt, Harry hatte nur einige Besonderheiten im Vergleich zu James: Er trug keine Brille, er war kleiner und dünner und seine Züge waren an manchen Stellen feiner. Als er James' Brille aufsetzte, korrigierte sich Lily selbst – er trug also auch eine Brille.

Sie hatte nicht mal Zeit, um „uff" zu sagen, da ging der Kampf zwischen Voldemort und Herry auch schon weiter. Wollte ihr Bruder Selbstmord begehen? Nachdem, was sie bis jetzt gesehen hatte, konnte sie schon sagen, dass er das eindeutig wollte, kein Zweifel mehr möglich. Ein Zauber hinderte sie daran wieder in Gedanken zu verfallen, sie bemerkte schließlich, dass ein Schutzschild sie alle zu beschützen schien, aber sie konnte dennoch Zauber hinaus schicken. James hatte genau das getan, obwohl er keine Brille aufhatte.

Ohne seine Brille hat er auch einen gewissen Charme und…aber an was denkst du nur mein armes Mädchen. Du bist umzingelt von Todessern und Voldemort ist auch noch da, und alles was du tust, ist an deinen Freund zu denken, du bist doch nicht mehr ganz dicht!'

Ohne weiter nachzudenken benutzte sie den ersten Zauber, der ihr in den Sinn kam: Den Schwebezauber. Er brachte im aktuellen Fall nicht sehr viel, aber sie ließ einen Stuhl, der sich auf dem Podium befand, auf einen nahestehenden Todesser fallen. Dieser brach zusammen, stand aber wenige Minuten später schon wieder auf. Lily konzentrierte sich also auf alle Zauber, die sie kannte. Einen Schweigezauber auszuwählen, sodass der Todesser nicht mehr reden könnte, wäre doch eine gute Wahl, oder?

Plötzlich trat Stille ein. Hatte sie gerade Imperio gehört? Denn dieses Wort bedeutete Ärger.

Als sie sah, wie sich Herry zu ihnen umdrehte, konnte sie sich nicht daran hindern zu denken, dass er James so ähnlich sah. Sie erlebte die Überraschung ihres Lebens, als sie feststellte, dass er es geschafft hatte dem Zauber zu widerstehen, wo ihn doch Voldemort selbst gesprochen hatte! Der Kampf fing von Neuem an.

Sie konzentrierte sich auf einen zweiten Todesser, als sie bemerkte, dass das Schutzschild, das sie beschützte, zusammenbrach. Sie verstand sofort, dass Herry in Schwierigkeiten war.

In diesem Moment sah sie, wie ein Mann aus dem Schatten kam und sich zwischen Nicolas und Sophie und einen Todesser stellte. Der Mann fiel tot zu Boden. Nun erkannte sie Mr Tress, ihren Astronomielehrer. Sie hatte ihn immer gemocht, er war immer pünktlich und interessant zuzuhören…

Lily starrte immer noch auf den leblosen Körper ihres Professors, als sie plötzlich ein Zauber in den Rücken traf. Das einzige, was sie fühlte, war der riesige, unerträgliche Schmerz, der ihren gesamten Körper durchlief. Sie brüllte nicht, aber nur weil sie nicht schreien konnte, sie fühlte wie sich ihre Eingeweide entflammten, dann einfroren. Sie fühlte sich schwer, dann gar nichts mehr. Der Zauber war aufgehoben worden.

Sie öffnete die Augen und sah eine schwarze Spur vor Voldemorts Füßen. Was war nur geschehen? Sie hatte nicht wirklich Zeit weiter darüber nachzudenken, denn schon landete ein weiterer Blitz genau vor Voldemort. Die Blitze kamen von Herry. Wie machte er das nur?

Sie erinnerte sich sehr gut an den Tag des Duellturniers, wo James das Element Feuer beherrscht hatte, konnte Herry dasselbe mit Blitzen tun? Nein, das war schließlich kein richtiges Element, es war jedoch genau die Form seiner Narbe, ob es da wohl eine Verbindung gab?

Herry hatte Voldemorts ungeteilte Aufmerksamkeit. Lily dankte Herry innerlich, sie hatte weder die Stärke, noch den Mut, den es brauchte, um mit Voldemort von Angesicht zu Angesicht kämpfen zu können. Herry schien zurechtzukommen, doch er verlor sehr viel Blut und das beunruhigte Lily sehr.

Sie setzte einen Todessern außer Gefecht, indem sie ihn mit magischen Lianen festband. Sie blickte also erneut auf das Kampffeld und sah, wie Voldemort von einer Bank getroffen wurde und zu Boden fiel, unter anderen Umständen hätte sie gelacht. Ihr Blick kreuzte den von Herry, sie lächelte ihm kaum merklich zu und drehte ihren Kopf zu James.


James hatte nicht wirklich alles verstanden. Herry Praott lebte? Aber das war unmöglich, man konnte den Todesfluch nicht überleben, er wusste das und sein Vater hatte es ihm ununterbrochen wiederholt! Selbst wenn Praott nie wirklich „normal" war, musste doch auch er Grenzen haben, nach einem Todesfluch wieder aufzustehen, war einfach unfassbar. Aber das war nicht alles…

Zudem, dass er lebte, glich er ihm auch noch wie ein Ei dem anderen, wirklich, bis auf die Augen vielleicht. Hatte er einen Zwilling, von dem ihm seine Eltern nie etwas erzählt hatten? Nein, das war unmöglich.

Als James Herry von vorne sah, war das der totale Schock für ihn, ein komplettes Black Out in James Potters Kopf.

Fähigkeit zu denken…nichts mehr.

Fähigkeit etwas zu tun…null.

Fähigkeit zu sprechen…keine Antwort!

Schließlich schaltete sein Gehirn den Betrieb wieder an, als er einen Zauber auf sich zufliegen sah, der an dem Schutzschild, das sie beschützte, abprallte. Selbst wenn er nicht wirklich sehen konnte, schaffte er es zu erraten wo sich die Todesser befanden. Er musste es nur mehrere Male versuchen, bis er wirklich einen Todesser traf. Sein Vater hatte ihm viele Angriffszauber beigebracht und er wandte sie hier an, nur konnte er die Wirkung nicht genau sehen.

James spürte es, als das Schutzschild fiel. Wie wenn man einem eine dünne Decke wegnahm, die einen wärmte und beschützte. Ohne sie fühlte man sich nackt. Er wurde von einem gut gezielten Cruciatus getroffen, doch er hielt nicht lange, sicherlich hatte jemand den Todesser getroffen.

Die Tatsache nichts zu sehen, gab James ein wirklich mulmiges Gefühl, nutzlos und vor allem überhaupt nicht leistungsfähig in der Rolle des beschützenden Freundes zu sein. Übrigens, wo war Lily überhaupt…

In diesem Moment spürte er ihren Blick voller Liebe auf sich ruhen. Er versuchte sie zu sehen und ihr zuversichtlich zuzulächeln. Hoffentlich würde Dumbledore bald auftauchen…


Wenn der Tod eine Person wäre, dann könnte man guten Gewissens sagen, dass diese Person Herry Praott abgrundtief hasste und dass sie ihn sobald nicht sehen wollte, wie sonst sollte man erklären, dass Herry nach einem Avada Kedavra immer noch am Leben war! In Sirius Kopf herrschte vor allem Unverständnis.

Aber er hatte nicht länger das Vergnügen weiter mit seinem Gewissen zu diskutieren, denn James hatte seinen Zauberstab gezogen und angefangen am Kampf teilzunehmen und das ohne seine Brille. Apropos, wo war seine Brille überhaupt?

Sirius betrachtete den Kampf genauer und sah wie sich Herry Praott, beziehungsweise nein, James Nummer 2 mit Voldemort duellierte und das mit der verlorenen Brille…

Aber das war doch bescheuert, nicht nur dass er das perfekte Ebenbild von James war, Praott trug auch noch eine Brille! Hatte ihm James einen Zwillingsbruder verheimlicht, oder was! Nur, wenn er wirklich ein Potter wäre, dann wäre er niemals nach Slytherin gekommen, oder? Aber was erzählte er da nur? Er fing an zu spinnen, wenn er seiner eigenen Logik folgen würde, dann hätte er in Slytherin landen müssen…

„Sirius, beweg dich, mach was, bleib nicht einfach tatenlos stehen!"

Das war Remus, der Sirius wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbrachte, also in den Kampf. Er zog nun selbst seinen Zauberstab und machte einen Todesser aus, aber mit was sollte er ihn angreifen? Mit einem Zauber, der Haare rosa färbt? Oder vielleicht mit einem, der Pusteln sprießen lässt? Argh, alle Angriffszauber, die er an Weihnachten gelernt hatte, schienen wie weggeblasen, als ob sie sich irgendwo ganz tief in einer Ecke seines Gehirns verstecken würden. Typisch sein Glück.

Und ein Schlafzauber? Ah ja, das war sicherlich schon interessanter…

Er bemerkte, dass der Todesser nun schon zum fünften Mal einen Cruciatus in seine Richtung schickte und dass er zum fünften Mal von dem Schutzschild absorbiert wurde. Herry war wirklich sehr stark, nun ja, nicht unbedingt angesichts Voldemort, wenn man die Bauchlandung sah, die er gerade gemacht hatte. So ein Mist, das Treffen mit einer Mauer mit einer gewissen Geschwindigkeit sollte verboten werden – zumindest im Innern der Schule versteht sich.

Er benutzte den Zauber bei dem Todesser und er brach zusammen, das machte einen Todesser weniger. So lautete nun sein persönliches Ranking, nur jetzt hatte er nicht mehr einen, sondern gleich drei Todesser gegen ihn. Gelobt seien die Schutzschilde von…Moment…warum war das Schutzschild nicht mehr da?

Sirius beschwor selbst ein Schutzschild für sich herauf, bevor er mit einem weiteren Schlafzauber auf einen der Todesser zielte, der ihm ohne Mühe auswich. Jetzt flog ein Cruciatus in seine Richtung, aber sein Schutzschild war nicht das von Herry und zerbrach. Ihn traf sein erster Cruciatus. Wie schrecklich das nur war. Wie konnte man nur einen Zauber erfinden, der so weh tat?

Er stand wieder auf und sah, wie James den gleichen Zauber erlitt, er schickte also einen Expelliarmus auf den Todesser und fing dessen Zauberstab und zerbrach ihn. Dann trat er einem neuen Gegner gegenüber. Sirius machte das alles langsam richtig müde, er war nie wirklich auf einen Kampf gegen Todesser vorbereitet worden.

Er wich zurück und stolperte über einen Körper auf dem Boden, er fand sich nun auch am Boden wieder und sah auf den Körper, wegen dem er gestolpert war.

Sein Astronomieprofessor lag dort, tot. Er hatte nicht einmal bemerkt, dass dieser überhaupt hier war. Wann war er hereingekommen? Zumindest stand eines fest, er hatte es nicht verdient an diesem Abend zu sterben. Niemand hätte heute sterben sollen. Sirius wurde sich der Gefahr, in die er sich hineinmanövriert hatte, nun wirklich bewusst. Er schwor sich nie wieder eine Schulregel zu brechen…

Er warf einen Blick in Lilys Richtung, sie schien sich wacker zu schlagen, in die von James, der versuchte auf einen Todesser zu zielen, ohne es wirklich zu schaffen und in die von Remus, der hundemüde schien. Er entschied also diesem letzten zu helfen.


Zu sagen, dass Harry Potter ein außergewöhnliches Wesen war, war noch milde ausgedrückt, das hatte Remus mittlerweile verstanden. Wenn man aber zusätzlich auch noch ein Wunder miterlebte, dann zweifelte man nicht mehr an so einem Wesen.

Remus hatte tatsächlich verstanden was Harry ihm gesagt hatte, es war nicht wirklich schwer gewesen seinen Familiennamen zu erraten. Er fragte sich übrigens selbst, warum er es nicht früher gerochen hatte, es war so offensichtlich. Die Magie von James und Harry hatte praktisch den gleichen „Geruch", doch Harry hatte noch einen anderen, viel stärkeren Geruch und wenn er in Voldemorts Nähe war, schien der Geruch identisch zu sein. Wie konnte Harry denselben Geruch wie Voldemort und James haben? Er müsste ihn danach fragen, natürlich nur, falls sie hier lebend raus kämen.

Was Remus noch nicht herausgefunden hatte, war die Verbindung zwischen James, Voldemort und Harry, hier herrschte für ihn noch absolute Dunkelheit!

Aber Harrys wahres Aussehen zu sehen, sagte ihm, dass er wirklich ein sehr naher Verwandter von James sein musste. Wenn James ihm erzählen würde, dass er einen Zwillingsbruder hatte, wäre er überhaupt nicht überrascht und wäre sich hundertprozentig sicher, dass es Harry ist.

Harrys Erscheinung schockte alle, James und Lily erholten sich sofort wieder, sie hatten die Kunst des Kampfes im Blut, Remus zog seinen Zauberstab und setzte einen Todesser außer Gefecht. Dann warf er Sirius einen kurzen Blick zu. Dieser bewegte sich nicht, die Enthüllung hatte den Armen wirklich sehr schockiert.

„Sirius, beweg dich, mach was, bleib nicht einfach tatenlos stehen!"

Dieser Satz war von ganz alleine aus seinem Mund gekommen, er durfte jetzt nicht schwach werden, nicht in einem so kritischen Moment. Im selben Augenblick sah er wie Sirius denselben Zauber benutzte wie er, nun waren es zwei Todesser weniger, immerhin, dachte der Vertrauensschüler. Aber wie überall hieß es auch hier: Ein Todesser weniger, drei gewonnen…

Remus kämpfte so gut er konnte, auch als das Schutzschild zusammenbrach griff er weiter an, ohne an seine Verteidigung zu denken, sodass er von einem Cruciatus getroffen wurde. Er stand wieder auf und kämpfte weiter, aber der Kampf war schon im Vorneherein verloren. Wenn Dumbledore nicht in den nächsten Minuten auftauchen würde, dann wären sie im Eimer.

Remus beobachtete Harry beim Kämpfen. An seiner Art sich zu bewegen und anzugreifen konnte man spüren, dass dies nicht Harrys erster Kampf war und irgendwo war das verstörend. Wie konnte ein so junger Teenager die Kunst des Kampfes und des Krieges nur so gut kennen? Irgendwo war das nicht fair, hatte er wie alle anderen Kinder Zeit gehabt groß zu werden? Nein, sicherlich nicht. Wer konnte überhaupt von sich behaupten so lange gegen Voldemort durchgehalten zu haben? Kevin Potter würde gegen dieses Monster nicht so lange durchhalten.

Remus sah zu seiner großen Überraschung, wie sich Voldemort vor Schmerz vor Harry krümmte. Vielleicht war der Kampf in diesem Fall doch nicht von Vorneherein verloren, aber Remus konnte nicht länger nachdenken, denn er wurde von einem Entwaffnungszauber getroffen. Er schaffte es seinen Zauberstab zu behalten, konnte aber den darauffolgenden Flug nicht verhindern.

Erschöpft bis zum Gehtnichtmehr, stand er wieder auf und trat diesem neuen Gegner gegenüber. Remus war kurz davor aufzugeben, alles hinzuschmeißen, er konnte nicht mehr, der letzte Vollmond war noch zu nahe, er hatte nicht seine ganze Kraft. Im letzten Moment spürte er, dass Sirius zu ihm kam und ihm half gegen diesen Gegner zu kämpfen. Er schöpfte in Sirius' Blick neue Kraft und stand wieder auf, um gemeinsam mit seinem Freund zu kämpfen.


„Gut gemacht, du hättest mich fast erwischt. Komm mit mir, wir werden ein exzellentes Duo formen", rief Voldemort, während er sich wieder aufrichtete und bewahrte sich so das bisschen Würde, das ihm noch blieb.

- „Du bist nichts weiter als ein erstrangiger Mörder, ich werde mich nie mit dir verbünden Tom", sagte er, um Voldemort ein weiteres Mal zu nerven.

Rasend vor Wut traf Voldemort Harry mit einem Cruciatus, sodass dieser auf die Knie fiel und brüllte, das war so schmerzhaft! Voldemort hob den Zauber so lange nicht auf, bis er sich nicht sicher war, dass der Junge physisch gebrochen war.

Harry konnte nicht mehr, der Schmerz war so stark. Plötzlich erinnerte er sich an etwas, an das Buch, das er im Anwesen der Potters gelesen hatte, das Buch über die Magie und das Blut. Aber um diesen mächtigen Zauber auszuführen benötigte er Zeit, genauer gesagt ganz schön viel Zeit und das hatte er nicht.

Voldemort hob endlich den Cruciatus auf und Harry brach auf seine linke Seite zusammen. Er spürte einen Schmerz auf Höhe seiner Hüfte. Er sah auf seine Tasche und sah, dass sie leicht deformiert war. Voldemort näherte sich Herry, er war überzeugt davon, dass dieser komplett gebrochen war und ihm überhaupt nichts mehr tun konnte.

„Wisse, dass du ein wirklich unterhaltsamer Gegner warst, es ist wirklich schade, dass ich dich töten muss. Einmal wo ich jemanden mit ein bisschen Potential gefunden habe, so eine Verschwendung."

Als Voldemort redete, tauchte er seine blutbefleckte Hand in seine Hose und zog einen silbernen Gegenstand heraus: Die Pfeife von Hagrid. Da wäre also das, was ihn voranbringen würde, eine Pfeife aus der kein Ton kam, es lief wirklich alles bestens, vor allem mit Voldemort, der immer näher kam.

Aber letzten Endes, was riskierte er? Lieber sich lächerlich machen, aber überhaupt etwas versuchen. Er kniete sich gegenüber von Voldemort hin und nahm die Pfeife zwischen seine Lippen.

„Und du denkst, du könntest mich mit einem Kinderspielzeug aufhalten? Du bist wirklich lächerlich."

Harry pfiff mit all seiner Kraft und wie jedes Mal, kam kein Ton aus der Pfeife. Er hob den Kopf und traute seinen Augen kaum.

Die gesamte Große Halle schien erstarrt zu sein, niemand bewegte sich mehr. Harry sah die Pfeife erneut an, Hagrids Geschenk war einfach genial! Schade, dass er es nicht während den Prüfungen versucht hatte, dachte er grinsend.

Das Grinsen verschwand sehr schnell wieder, er musste den Zauber so schnell wie möglich durchführen, er wusste schließlich nicht wie lange die Wirkung der Pfeife anhielt. Er stand wieder auf und trat Voldemort ein weiteres Mal gegenüber. Er konzentrierte sich auf das, was in dem Buch stand, als er sich schließlich bereit fühlte den Zauber durchzuführen, ließ die Wirkung der Pfeife nach. Harry war nun zu konzentriert, um Voldemort zuzuhören.

„Durch welche Magie hast du es geschafft aufzustehen, wie hast du…"

Harry begann aufzusagen:

„Ich verbanne dich Tom Vorlost Riddle aus dem, was für mich mein Zuhause ist.

Durch mein Blut, das durch die Liebe meiner Familie gesegnet ist, setze ich dir eine Frist.

Du wirst niemals zurückkehren können unter deiner Form aus Fleisch und Blut,

solange du nicht meines teilst, so sei auf der Hut!."

Als er die Formel gesprochen hatte, begann das Blut auf Harrys Händen zu funkeln, er schien von einem goldenen Schimmer umhüllt zu sein. Aus Reflex legte Harry seine Hände auf den Boden von Hogwarts. Das goldene Rinnsal lief von Harrys Händen auf den Boden und floss direkt auf Voldemort zu. Dieser schien vor Panik wie erstarrt.

Das magische Rinnsal stieß auf Voldemort und zog ihn aus der Großen Halle und brachte ihn, wie Harry wusste, über die Grenzen der Ländereien von Hogwarts. Er hatte Hogwarts immer als sein Zuhause angesehen.

Als sie ihren Meister verschwinden sahen, flüchteten die Todesser und die Gryffindors drehten sich zu Herry um. Dieser ging unbeholfen zu James und setzte ihm seine Brille wieder auf die Nase.

„Danke, sie war wirklich sehr nützlich", sagte er, bevor er ohnmächtig in James' Armen zusammenbrach.

Tbc…