Betreten und enttäuscht schaute Haazen auf den violetten, reichlich mit goldenen Ornamenten verzierten Damenmantel, den ihm Krynda vor ein paar Standardsekunden in die allzeit dienstbereiten Hände gedrückt hatte. Sie hatte ihm noch ein freundliches huldvolles Lächeln geschenkt, dann hatte Barrison sie am Arm genommen, um seine Geliebte einigen wichtigen Geschäftspartnern vorzustellen, deren Bekanntschaft für die Beiden und damit für die Geschäfte des Hauses Draay von großer Wichtigkeit werden könnten. Eilfertig ging Haazen nun durch die weite Halle des Palastes, in welchem die Feierlichkeit stattfand, bis er die Garderobe erreichte, um dort den Mantel der Geliebten seine Herren und Padawan-Freundes abzugeben. Natürlich hatte er es nicht anders verdient. Wieder einmal hatte ihn diese Dossa vorgeführt. Diesmal gar noch vor den Augen seines Freundes. Sie hatte ihn diesmal noch nicht einmal mit irgendwelchen lasziven Spielchen verlockt. Höchstwahrscheinlich dachte sie, er wäre jetzt nach diesem „Zwischenfall" auf dem Selva-Plateau derart auf sie fixiert, dass sie jetzt ihre Verführerinnenmaske fallen lassen und ihr wahres Ich zeigen konnte – das einer skrupellosen kaltschnäuzigen Schmugglerin - einer Verbrecherin, die noch nicht einmal davor zurückschreckte, einen Jedi seines Lichtschwertes zu berauben. Und das schlimmste an der Sache war, dass sie es leider auch konnte. Barrison hatte Krynda sicherlich bereits alles über Haazens neuestes Versagen erzählt. Da war der Mantel, den er für sie in sichere Verwahrung bringen durfte, wahrlich noch eine angemessene Form der Demütigung.
Nachdem Haazen seine Pflicht erledigt hatte, mischte er sich zwanglos unter die Gäste der Feier, welche die Familie Draay organisiert hatte. Er hörte hier mit, schnappte da etwas auf und achtete darauf, stets in unmittelbarer Nähe seines Freundes zu sein, falls der oder die Dame seines Herzens seiner Dienste bedürfen würden. Haazen fand es wichtig, über die Vorgänge im Hause Draay und ihre Geschäftsverbindungen informiert zu sein. Was, wenn Barrison auf seinen Missionen irgendetwas zustoßen würde? Wer würde sich dann um das herrschaftliche Anwesen, die laufenden Geschäfte – oder gar um Krynda - kümmern?
Der Flug nach Yavin IV verlief ohne weitere Zwischenfälle. Felfax hatte Dossa beim Abschied noch zugewunken, bevor der Sternenjäger der Sith-Fury-Klasse abgehoben hatte. Dann war er wieder zu seiner Schmugglertruppe auf Arkania zurückgekehrt. Sie fühlte sich leicht und frei, als die eisige Schneekugel Arkanias in ihrem Rücken immer kleiner wurde. Dossa hatte sich als würdig erwiesen. Und deshalb durfte sie nun die alte Heimat Exar Kuns für immer hinter sich lassen und dessen neue Heimat kennenlernen. Vor ihrem inneren Auge materialisierte sich noch einmal das Bild des erst fassungslosen, dann angstverzerrten Gesichts von Haazen. Jetzt hatte er endlich kapiert, dass sie eine Nummer zu groß für ihn war, auch wenn sie einen Kopf kleiner war als er. Jetzt, nach dieser Schmach und dem Verlust seines Lichtschwertes, welches jetzt an ihren Gürtel geklippt war, würde er erst recht niemandem davon erzählen, was sich damals auf dem Selva-Plateau zugetragen hatte. Wo dieser Padawan sich ihr vollkommen unterworfen hatte, um seine fleischliche Lust zu befriedigen, während sie es so genossen hatte, ihn zu dominieren und ihn zum Schluss abrupt zu verlassen, wo sie seiner nicht mehr bedurfte.
Seiner nicht mehr bedurfte? Nein! So war es nicht! Sie hatte ihn doch nur hingehalten, um ihre Mission zu erfüllen, Felfax den Rücken freizuhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Und so, wie sie vor zwei Tagen diesem Jedi gegenüber erbarmungslos durchgegriffen hatte, würde niemand auch nur erahnen können, dass Dossa auf dem Selva-Plateau mit demselben Jedi noch eine ganz andere Linie gefahren war.
Der Mensch mit den kurzen braunen Haaren, braunen Augen und einem breiten markanten Kinn strahlte Macht aus. Das sah Dossa sofort, als sich die Ausstiegsluke öffnete.
„Du bist sicherlich Dossa", begann der Unbekannte die Konversation, bevor sie überhaupt irgendetwas sagen konnte. „Ich bin Ulic Qel-Droma, der Schüler Exar Kuns. Ich werde dir jetzt die Anlage zeigen und dich dann bei Doktor Uburluh abliefern."
Dossa schaute ihn etwas perplex an. Sie hatte schon gehofft, dass Exar Kun sie wenigstens jetzt …
„Deine Gedanken verraten dich, Dossa. Und hier gibt es viele, die sie lesen können", warnte er sie. „Ich habe heute eigentlich auch etwas Besseres vorgehabt, als Sith-Gehilfinnen einzuweisen. Exar Kun hält wohl viel von dir, wenn er seinen Schüler extra deswegen abstellt", setzte er mit einem Blick hinzu, der zwischen Misstrauen und Reserviertheit oszillierte.
„Die unfreiwilligen Komplimente sind immer die besten", zwitscherte sie den unfreundlichen Menschen an und schenkte ihm ein weißes Strahlelächeln, welches ihn nur noch mehr zu reizen schien.
Der Tempel- und Palastkomplex, den Ulic Qel-Droma ihr nun zeigte, war sauber, aufgeräumt und summte nur so von Aktivität. Aber Dossa kam etwas seltsam vor. Es gab keine Musik, keine Cafés, keine ziellosen Flaneure, die einfach den Tag genossen so wie in Pieralos auf Glee Anselm.
„Und schon wieder kann ich deine Gedanken lesen, Dossa!", schalt sie der Sith Nr. 2.
„Irgendetwas muss ich doch denken", blaffte Dossa zurück. „Vergnügungen spielen sich hier alle innerhalb der vier Wände ab, oder der sechs oder acht Wände. Je nachdem, wie das Haus gebaut ist. Und das, was du hier vermisst, gibt es in den Außenbezirken, da wo die einfachen Arbeiter und niederen Angestellten wohnen", erklärte er barsch.
„Hmmm, ich dachte eigentlich immer, dass nur Jedi derart lustfeindlich und streng sind", gab sie spöttisch zurück. „Wenn es dir hier nicht gefällt, dann kann ich dich auch gleich wieder in den nächsten Flieger setzen und nach Glee Anselm zurückschicken", blaffte Ulic Qel-Droma.
„Ich glaube nicht, dass Ihr darüber zu entscheiden habt", säuselte sie honigsüß zurück, um dann gleich einzulenken: „Aber lassen wir das. Die Aussicht von Eurem Gleiter hier oben ist wirklich atemberaubend." Bei diesen Worten schaute sie in die Ferne und lächelte verklärt.
„Du wirst schon noch merken, was hier wirklich atemberaubend ist", murmelte Ulic Qel-Droma, stur geradeaus schauend.
Schließlich führte er sie in einen würfelförmigen Bau bestehend aus großen rotbräunlichen Steinblöcken, dessen Tür er mit Hilfe einer Karte geöffnet hatte. Dossa erkannte einen vertrauten Geruch und ihre grünen Lekkus erzitterten erwartungsvoll. Als sie das Innere betraten, jauchzte sie vor Freude laut auf, wobei sie der Schüler Exar Kuns mit einem missbilligenden Blick strafte. Das ganze Haus bestand nur aus einem einzigen riesigen Raum, von einem kleinen abgetrennten Eingangsbereich abgesehen. Und dieser riesige Raum enthielt einen großen quadratischen Pool von mindestens fünfzehn Standardmetern Kantenlänge. Sie hoffte, dass der Raumtemperatur nach zu urteilen, das Wasser ebenfalls angenehm warm war.
„Exar Kun meinte, dass das für dich sehr wichtig wäre. Du hast genau eine Stunde Zeit. Danach gehst du gleich in das Haus gegenüber in Doktor Uburluhs Praxis. Dort bekommst du dann deine Sith-Tätowierungen und wirst danach abgeholt, um dein Quartier zu beziehen. Viel Glück in der Sith-Welt."
Mit diesen Worten deutete der Schüler Exar Kuns ein diebisches Halblächeln an und verschwand.
Dossa verschloss die innere Eingangstür mit dem dafür vorgesehenen Schnapper, zog sich aus und legte ihre Sachen auf eine Steinbank am Rande des Pools. Offensichtlich war dieses Badehaus nur für Leute da, die sich kannten, denn sie sah keine abschließbaren Spinde oder andere Gerätschaften, die darauf schließen ließen, dass sich hier mehrere Personen aufhalten würden, die einander nicht kannten. Aber nun konnte sie nicht mehr an sich halten und sprang mit dem Kopf vornüber in den Pool, um dessen drei Standardmeter tiefes Becken kreuz und quer in schnellen Schwimmbewegungen ihrer wohltrainierten Arme und Beine zu durchpflügen, zwischendurch faul in einer Ecke zu liegen, ihre Lekkus um sich herumtrudeln zu lassen, um anschließend selbst zeitlupenartig durch das Wasser zu gleiten und über ihr neues Leben nachzudenken, ohne dass jemand neugierig und misstrauisch ihre Gedanken lesen würde. Ja, das Wasser des Pools war genauso warm, wie sie es erwartet und gewünscht hatte. Und ab jetzt würden sich auch all ihre weiteren Wünsche erfüllen!
Durch die grünen Wassermassen hindurch erblickte Dossa ein großes Chrono in Form eines gleichseitigen Dreiecks. Sie hatte jetzt noch exakt fünf Minuten, die sie im Wasser verbringen konnte, um sich danach zügig abzutrocknen, anzuziehen und dann in die Praxis zu gehen, die Ulic Qel-Droma ihr genannt hatte. Das einzige, was sie jetzt vermisste, waren die blauen Lekkus ihrer Freundin Meerda, die ihr jetzt zuzüngeln und ihr mitteilen würden, dass es jetzt Zeit fürs Auftauchen wäre.
Die Praxis von Doktor Uburluh war leer. Dossa war wohl seine einzige Patientin. Sie hatte sich kaum niedergelassen, da kam auch schon der Arzt, ein roter bulliger Massassi mit schwarzen markanten Tätowierungen im Gesicht und auf den Oberarmen. Der Abkömmling des stolzen Sith-Volkes kam Dossa eher wie ein grober Fleischer oder Fischzerteiler denn wie ein Arzt vor.
„Ah, da ist ja der Neuzugang", rief der rothäutige Doktor leutselig aus. „Oh, die schwarzen Muster werden sich hervorragend auf deiner grünen Haut ausnehmen. Letztens hatte ich einen dunkelbraunen Menschen hier, da musste ich als Tattoofarbe signalgelb anrühren. Schwarz hätte man bei dem gar nicht gesehen", hub er an, aus dem Nähkästchen zu plaudern.
„Leg dich einfach hier auf die Pritsche. Ich fange gleich an", wies er Dossa an, während er die Instrumente arrangierte.
Dann zog er einen Injektor an einem Schlauch aus einem Armaturen-Behälter und setzte an Dossas Gesicht an.
„Am Gesicht tut es immer am meisten weh. Und je eher es dort vorüber ist, desto angenehmer der Rest", erklärte er.
„Bekomme ich keine Betäubung?", fragte Dossa entsetzt.
„Der Schmerz ist eine wichtige Quelle für Kraft und Stärke der Sith. Bewahre diesen Schmerz gut in dir auf und hüte ihn wie einen kostbaren Schatz. Er wird dir in der kommenden Zeit gute Dienste leisten", dozierte Doktor Uburluh, um nun an ihrer Stirn anzusetzen.
Dossa zuckte zusammen und kniff ängstlich ihre großen schwarzen Augen zusammen.
„Stillhalten! Sonst sieht es hinterher ganz fürchterlich aus. Ich kann dann nicht mehr korrigieren, wenn der Injektor erst einmal an der falschen Stelle gewesen war", verwarnte er sie.
Das saß. Dossa verzog keine Miene mehr. Aber Doktor Uburluh war feinfühlig genug, immer wieder Pausen einzubauen, um ihrem Körper die Möglichkeit zu geben, sich von dem wahnsinnigen Schmerz zu erholen, den der Injektor erst in ihrem Gesicht, dann auf ihrem oberen Rücken und schließlich auch auf ihren Lekkus verursachte, die Doktor Uburluh mit dicken schwarzen Ringen verzierte.
„Na, wie gefällst du dir?", fragte Doktor Uburluh, nachdem er sein neuestes Kunstwerk vollendet hatte.
Dossa bekam erst einen Schreck, als sie sich derart schwarz verziert im Spiegel sah. Aber nach und nach fand sie, dass diese Tätowierungen ihr freches und quirliges Temperament ganz gut wiedergaben.
„Wofür sind denn diese Ringe dort?", fragte sie neugierig, auf einen Kasten mit silberfarbigen Ringen weisend, der in einer Stein-Vitrine stand.
„Die sind für Piercings", erklärte Doktor Uburluh. „Viele Leute machen sich die ja in die Nase oder in die Lippe, aber das würde dir nicht stehen. Aber ein paar davon in die Oberseite deiner Lekkus, das würde Exar Kun sicherlich ganz hinreißend finden", versuchte er, sie zu ködern.
„Hmmm, sein Schüler scheint sich eher wenig daraus zu machen", gab sie etwas unlustig zurück.
„Ihm steht das auch nicht", erwiderte der rote Doktor grinsend.
„Na gut, einen Ring für jeden oberen Lekku im oberen Drittel", gab sie nach. Wenn schon, dann wollte sie alles so wie ein richtiger Sith durchziehen. „Werden die Lekkus noch genauso funktionieren, wenn sie durchstochen wurden?"
„Also von den Twi'leks, die hier waren, hat sich bis jetzt noch keine beschwert. Und deren Lekkus sind viel dicker", entgegnete Dr. Uburluh, um nun eine dicke gebogene Nadel zu holen, die den Weg der Ringe durch Dossas Lekkus bahnen sollte.
Also legte sie sich wieder zurück auf die Pritsche und fixierte mit ihren Händen ihren Kopf, um nicht in dem stechenden Schmerz wegzuzucken. Aber nachdem sie das volle Programm hinter sich hatte, war sie sehr zufrieden.
„Das sieht wirklich phantastisch aus!", meinte Doktor Uburluh anerkennend, während seine drei gelben Augen freudig glänzten. Dossa sah ihm an, wie stolz er auf sein Werk war.
Das Gleitertaxi musste schon eine Weile vor der Tür gestanden haben, als die frisch tätowierte und gepiercte Dossa aus Doktor Uburluhs Praxis herauskam. Jetzt, wo es sich mit Dossa in die luftigen Höhen von Yavin IV erhob, bekam sie einen Überblick über die vielen Tempel und den großen Palast, den Exar Kun für sich in fünfjähriger Arbeit erbauen hatte lassen. Ihr fielen vor allem die vielen Pyramidenkuppeln auf, die den Bau krönten. Der Gleiter hielt schließlich vor einem Nebengebäude, wo ein blonder Mensch auf sie wartete, um ihr ihr Quartier zu zeigen. Es war ein endloser dunkler Gang, dessen letzte linke Tür in ihr neues Zuhause führte. Ein ziemlich großer Raum, wie sie fand. Viel größer als der, den sie daheim im Belta-Slum mit zwei ihrer Geschwister bewohnt hatte. Und größer als das Zimmer, welches ihr Felfax in dem Schmugglerquartier auf Arkania zugewiesen hatte, welches sie immerhin allein bewohnt hatte.
„Ich darf Euch gleich zu Exar Kun bringen", sagte der Mensch etwas steif, nachdem er ihr alles erklärt und sie ihre Sachen abgestellt hatte.
Nun ging er mit ihr in den großen Palast nebenan und brachte sie in einen großen Saal, an dessen Rand viele schwarzer Statuen standen, während am oberen Ende ein großer Thron aus schwarzem Gestein stand. Und auf diesem Thron saß Exar Kun. Er hieß den anderen Menschen gehen und kam dann sogleich die Stufen heruntergeschritten, direkt auf Dossa zu.
„Es ist mir eine Ehre", sagte Dossa und deutete eine Verbeugung an, während welcher sie kokett lächelte.
„Ich nehme an, mein Schüler hat dir schon alles nötige erklärt", hub der Dunkle Lord der Sith an.
„Ja, er hat mir einen guten Einblick gegeben", erwiderte sie mit einem Augenzwinkern, welches Exar Kun einen Moment innehalten ließ. Aber er fand es in diesem Moment nicht angebracht, auf diese Spitze seiner neuen Schülerin einzugehen.
„Warum bist du hier?", fragte er sie nun direkt.
Dossa verschlug es für einen Moment die Sprache. Sie war schon genug von seiner äußeren Erscheinung eingenommen. Nicht nur, dass er denselben erhabenen gebieterischen Habitus an den Tag legte, wie an dem Tag, als er in ihren Perlenladen auf Glee Anselm gekommen war. Jetzt hatte er über seiner rüstungsartigen Kleidung auch noch einen aurodiumdurchwirkten schwarzen Umhang angezogen, der mit einer großen runden, ebenfalls aurodiumfarbenen Spange über seinem rechten Schlüsselbein zusammengehalten wurde. Jetzt bei dieser Frage an Dossa funkelten sie seine grauen Augen an, während seine schönen, vollen Lippen zu einem noch brutaleren Ausdruck verzogen waren, als ohnehin schon latent in ihnen vorhanden war. Dossa fühlte sich in die Zange genommen.
„Um endlich mal wieder im Pool zu baden?", gab sie mit einem leicht übertriebenen Grinsen zurück, um ihre Unsicherheit zu überspielen.
„Falsche Antwort. Da hättest du auch auf Glee Anselm bleiben können", gab Exar Kun in einer neutralen Stimmlage zurück. Jetzt wurde Dossa heiß. „Du hast noch zwei Versuche", trieb er sie weiter an.
„Ich möchte mehr über die Macht erfahren, darüber, was Ihr im Perlenladen auf Glee Anselm angedeutet habt. Ich kannte sonst niemanden, der ohne Hilfe des Körpers Dinge bewegen oder Leute mit Gedankentricks manipulieren kann. Ich fühlte mich einsam, auch und gerade unter vielen Leuten. Und als Ihr dann in den Laden kamt, habe ich sofort gespürt, dass Ihr so etwas auch könnt, ohne mich gleich in den Jedi-Tempel zu entführen. Da habe ich gewusst, dass ich schon immer auf jemanden wie Euch gewartet habe."
„Na bitte, es geht doch", sagte er, nun anerkennend lächelnd.
Dossa atmete erleichtert auf.
„Du hast jetzt ein Lichtschwert. Hast du es schon einmal benutzt?"
„Einmal. Ich habe es aktiviert, um damit den Jedi einzuschüchtern, dem ich es weggenommen habe", sagte sie lächelnd.
„Das war sehr klug von dir, es ansonsten stecken zu lassen. Was war das überhaupt für ein Jedi, der sich sein Lichtschwert von einer Schmugglerin wegnehmen lässt?", fragte er interessiert.
„Er heißt Haazen und ist meist mit seinem Padawan-Kollegen zusammen, für den er so eine Art besserer Diener ist. Ich glaube, er heißt Barrison."
„Barrison Draay?", inquirierte Exar Kun.
„Kann sein, dass er so heißt. Er ist blond und hat blaue Augen. Er hat eine Freundin, die auch blonde Haare und blaue Augen hat."
„Krynda Hulis, die begabte Jedi-Seherin", erklärte Exar Kun. „Du scheinst ziemlich viel über diesen Haazen zu wissen. Steht ihr euch so nahe?", fragte er mit einem Ausdruck zwischen Verwunderung und Amüsiertheit.
„Es scheint, die Jedi hetzen ihn immer auf mich. Warum, verstehe ich auch nicht. Zumal ich ihn bislang immer besiegt habe. Scheinbar bin ich zu einer Art Lebensaufgabe für ihn geworden", sagte sie mit einem treuherzigen Augenaufschlag.
„Wenn ihn die Jedi nicht gerade nach Yavin IV jagen, dann muss sich dieser Haazen nun eine neue Lebensaufgabe suchen."
Bei diesen Worten legte er seinen Arm um ihre Schulter und führte sie in einen Innenhof. Dossa fühlte, wie sie Zuversicht und Wärme durchfluteten, als Exar Kuns starker Arm sich um ihre Schultern legte. Sie war wie elektrisiert. Dieser Arm könnte mit ihr noch ganz andere Sachen machen, von denen sie seit einiger Zeit immer wieder geträumt hatte. Sie versuchte, an etwas anderes zu denken. Also fokussierte sie ihre Gedanken auf den sich vor ihnen auftuenden Innenhof. Dort standen kleine und größere Pyramiden aus Obsidiangestein auf Sockeln. Aber sie schienen nicht in ihnen verankert zu sein. Als erstes blieben sie vor einem Sockel stehen, auf welchem vier in einer geraden Linie aufgereihte drei- und vierseitige Pyramiden mit einer Größe von etwa vier Standardzentimetern standen.
„Hebe sie an!", wies Exar Kun sie an.
Dossa streckte gehorsam ihre grünen Hände aus und die zwei mittleren Pyramiden stiegen empor, während die beiden Äußeren kurz wackelten, jedoch stehenblieben.
„Das ist schon einmal nicht schlecht", meinte Exar Kun. „Eigentlich müsste ich dich jetzt irgendwie quälen und dir Schmerzen zufügen, um die Kraft der Dunklen Seite in dir zu wecken, dich damit antreiben. Aber für den Moment fühle ich, dass dir noch ganz andere Kräfte zur Verfügung stehen", bemerkte er.
Dossa schaute ihn an und sah ein vielsagendes Lächeln. Er hatte sie also doch durchschaut.
„Ich möchte, dass du hier bist zum Sonnenuntergang bleibst und ununterbrochen versuchst, mit deinen Kräften immer mehr und größere Pyramiden anzuheben. Du darfst nur unterbrechen, um folgende Meditationsübung zu machen: Du setzt dich mit gekreuzten Beinen auf den Boden und verstärkst das in dir im Moment vorhandene Grundgefühl bis ins Unendliche."
„Welches Gefühl denn?"
„Das ist egal", erwiderte Exar Kun mit einer weitschweifigen Handbewegung. „Hauptsache, es ist ein starkes Gefühl. Wichtig ist, dass du irgendwann dieses Gefühl beherrschst, anstatt, dass es dich beherrscht. Morgen kommst du dann wieder Punkt acht Uhr zu mir in den Thronsaal."
Mit diesen Worten verließ er sie. Sie schaute ihm hinterher. Sie würde so gerne in seine Haare fassen, die wieder in einem Pferdeschwanz gebunden hinter ihm herschwangen. Und eigentlich würde sie ebenfalls gerne wissen, wie sich seine schön geschwungenen Lippen beim Kuss anfühlen würden. Und sie hatte ihn wieder nicht gefragt, wie dieses Ding mit den Zinken hieß, mit dem man die Haare striegelte.
„Deine Gedanken verraten dich, Dossa!", rief er ihr plötzlich mit halb zugewandtem Gesicht zu, während sie einen Flunsch zog und sich abrupt von ihm abwandte. Aber seine bei diesem Satz glitzernden grauen Augen blieben ihr noch lange im Gedächtnis.
Dossa versuchte nun allein, ihre Levitationsfähigkeiten zu vermehren. Und sie stellte fest, dass die Meditationsübung, die ihr Exar Kun gezeigt hatte, sie ruhiger und kraftvoller in ihren Gedanken und ihrem Energiefluss werden ließ. Schließlich konnte sie Pyramiden mit einer lichten Höhe von fünfzig Zentimetern und einer Seitenlänge von vierzig Zentimetern mit Hilfe der Macht anheben. Nachdem die Sonne untergegangen war, verließ sie den Innenhof, in welchem sich die ganze Zeit über niemand anders außer ihr aufgehalten hatte. Als sie in ihrem Zimmer angelangt war, schlang sie schnell einen Protein-Riegel hinter, trank noch etwas Wasser, dann fiel sie erschöpft in ihr frisch bezogenes Bett und schlief beinahe im selben Moment glücklich ein.
Haazen war niedergeschlagen. Nicht genug damit, dass er vor einer Woche nicht zum Jedi-Ritter ernannt worden war, während sein Freund Barrison Draay und Krynda Hulis freudestrahlend ihre Ernennung zum Jedi-Ritter entgegengenommen hatten. Haazen hatte sich gegen die in seinen Augen ungerechte Entscheidung des Jedi-Rates von Arkania aufgelehnt – seine Zurückweisung als Arroganz der Reichen und Mächtigen gegenüber Ärmeren wie ihn angeprangert. Um von seinem Meister Arca Jeth und schlussendlich noch seinem Freund Barrison gerügt und zur Mäßigung gerufen zu werden. Letztlich hatte sich Haazen dem Urteil seines Meisters gefügt. Was noch peinlicher war als sein Aufstand vorhin.
Haazen war nach draußen geflüchtet, suchte Abkühlung im kalten Schnee Arkanias, nur um auf dem Fuß von Barrison verfolgt zu werden, der versuchte, seinen Freund zu besänftigen.
„Na, das ist nicht so optimal gelaufen", sagte er in einem mitfühlenden Tonfall. Warum konnte ihn Barrison nicht einmal allein lassen! Wieso musste er jetzt auch noch darüber reden?!
„Du hast mich damals mit deinem Geld in den Jedi-Orden hineingekauft. Warum hast du mir jetzt nicht die Ritterschaft gekauft?"
„Damals habe ich dir eine Chance gegeben. Aber … ich kann doch bei einer so wichtigen Sache wie der Ritterschaft nicht die Jedi bestechen! Die Jedi und das Geld - Das sind Welten, die separat gehalten werden sollten."
„Ach ja?", rief Haazen mit Bitterkeit. „Weil du jetzt Krynda hast? So wie du Sie mit deinem Geld gekauft hast?"
Jetzt riss Barrison der Geduldsfaden. Haazen fühlte den Fausthieb seines Freundes an seinem Kinn. Blut rann aus seinem Mundwinkel, während Barrison dastand, fassungslos ob dem, was Haazen ihm soeben an den Kopf geworfen hatte – und ob seiner eigenen Affekthandlung.
Haazen genoss Barrisons schlechtes Gewissen. Es verlief so, wie er es vorausgeahnt hatte. Wie es immer verlief bei solch einer Auseinandersetzung. Er nahm zur Kenntnis, wie sich sein Freund wortreich entschuldigte, wie er Versprechungen mit dem Verweis auf andere Möglichkeiten machte, wie Haazen ihm weiterhin dienen könne auch nach der gescheiterten Prüfung, die seine Jedi-Karriere jäh beendet hatte. Das war der Preis, den Barrison zahlen musste, weil er der Bessere von beiden war.
Nachdem Barrison wieder nach drinnen gegangen war, nahm Haazen sein Taschenmesser, die einzige Waffe, die ihm jetzt noch geblieben war. Er schaute eine Weile auf die scharfe argentumfarbene Klinge. Dann schnitt er sich damit selbst seinen Padawan-Zopf ab und begrub ihn im ewigen Schnee Arkanias. Genau wie seine Hoffnungen, jemals ein Jedi-Ritter zu werden. Das Verschwinden seines Zopfes erleichterten Haazen die erlittene Niederlage auf eine Art und Weise, die er nicht für möglich gehalten hatte.
Am nächsten Tag wurde Dossa von einem energischen Klopfen an der Tür geweckt. Sie schrak hoch und nun fiel ihr ein, dass sie vergessen hatte, die Weck-Funktion ihres Chronos einzustellen, bevor sie ins Bett gefallen war. Sie zog sich schnell etwas über, um nun an der Tür Ulic Qel-Droma zu sehen, der sie böse anstarrte.
„Tut mir leid, ich habe…"
„Deine dummen Ausreden interessieren mich nicht", schnitt er ihr rüde das Wort ab.
„Richtig, Ihr habt sicher besseres zu tun", meinte sie zerknirscht, ohne, dass es ihr diesmal gelang, ihre Scham auch nur durch die Andeutung eines Lächelns abzumildern.
Schweigend folgte sie ihm in Exar Kuns Palast. An der Tür zum Thronsaal machte sein Schüler kehrt und sie war nun allein. Jetzt kam ihr eine Idee. Sie konzentrierte sich, machte eine Handbewegung und die Tür schob sich langsam auf, ohne, dass sie den Schalter dafür benutzen musste.
„Da hat sich das Zuspätkommen ja gelohnt", lobte Exar Kun sie ob ihres machtvollen Hereinkommens, während er von seinem Thron zu ihr herunterschritt.
„Ich war gestern so müde, da habe ich …"
„Das möchte ich jetzt gar nicht hören … zumindest, solange es nicht noch einmal vorkommt", setzte er streng hinzu.
Dossa wartete ab. Sie hatte keine Lust mehr, sich am heutigen Tag noch einmal das Wort abschneiden zu lassen.
„Was hast du gestern eigentlich gedacht, als ich gegangen bin?", fragte er sie nun direkt.
„Ihr habt gestern behauptet, Ihr könntet meine Gedanken lesen. So sagt Ihr es mir!", entgegnete sie keck.
„Na gut. Du wolltest in meine Haare fassen ... Und mich küssen", erwiderte er und nun stahl sich ein rostroter Ton in ihr grünes Gesicht.
„Das ist unwürdig gewesen, nicht wahr?", sagte sie, um Fassung ringend.
„Wäre ich denn unwürdig?", fragte er zurück.
„Natürlich nicht", entgegnete sie ziemlich einsilbig.
„Wir können keine Übungen zusammen machen, wenn ständig diese Energie aufgestaut wird", erklärte er nun. „Ich denke, wir sollten diese Unterredung anderswo fortsetzen."
Mit diesen Worten führte er sie hinter dem Thron aus dem Saal und sie gingen in ein Zimmer, in dem ein großes breites Bett stand.
Während Dossa das Bett betrachtete, fühlte sie, wie Exar Kun von hinten den Arm um ihren Oberkörper legte, so dass sein Arm knapp über ihren Brüsten lag. Nun zog er sie auf diese Weise von hinten an sich; eine Geste der Dominanz, die Dossa ungemein erregend fand. Sie gehörte jetzt ihm und es kam ihr vor, als sei ihr nichts anders bestimmt gewesen. So war es richtig. Sein Griff und sein Duft berauschte sie, wobei sich die Spitzen ihrer noch freiliegenden Lekkus kringelten.
„Weißt du eigentlich, dass du wunderschön bist?", begann er nun, Dossa in eine neue Dimension zu entführen.
„Oh, das habe ich wohl bemerkt, aber Ihr seid der Erste, der es wagt, es mir zu sagen", gab sie huldvoll zurück.
Jetzt löste er seinen Griff und führte sie mit einer Drehbewegung an ihrer rechten Schulter sanft zu sich herum.
„Hast du schon einmal etwas mit einem Menschen gehabt?", fragte er sanft.
„Noch nicht einmal mit einem von meiner Spezies", sagte sie leise und schaute nach unten.
Nun hob er mit seinem Zeigefinger sanft ihr Kinn an, um ihr in die schwarzen Augen zu schauen. Und in jenem Moment, als ihre Augen den seinen begegneten, war daraus jegliche Unsicherheit gewichen. Sie waren jetzt mit Erwartung und Freude erfüllt. Sie streckte ihm ihren Mund entgegen und er küsste sie. Und sie küsste ihn zurück.
Endlich!
Dossas Kuss war so süß und so leicht, wie der Kuss einer Jungfrau nur sein konnte. Exar Kun fragte sich, ob sie überhaupt schon einmal jemanden geküsst hatte. Aber das war egal. Ihm war klar, dass er hier eine junge Frau vor sich hatte, die sich nahm, was sie wollte, die das, was sie ausprobierte, genießen wollte. Dossa war keine verklemmte Person, die mit übertriebenen Schamgefühlen zu kämpfen hatte.
Er hob sie hoch und sie schlang wie automatisch ihre Beine um seine Taille, legte ihre Arme um seinen Hals und sie küssten sich wieder. So überbrückten sie küssend die Distanz, die sie noch von dem großen Bett trennte. Nachdem er sich mit ihr darauf niedergelassen hatte, drückte ihn Dossa nieder und sah ihm in die grauen Augen, die sie nun begehrlich anfunkelten.
„Soll ich … Euch … ausziehen?", fragte sie, unsicher, ob der Pluralis Majestatis in dieser Situation noch angebracht war.
„Die Frage ist doch, möchtest du?"
Dossa lächelte ihn nur an und begann dann, die große runde Schnalle zu lösen, die seinen schwarzen Umhang über dem rechten Schlüsselbein zusammenhielt. Sie hielt die Schnalle eine Weile in ihren Händen, um sanft über ihre aurodiumfarbene ziselierte Oberfläche zu fahren. Dann legte sie sie weg und öffnete mit ihren schlanken grünen Fingern den Gürtel, der die Lagen seiner grünen Tunika zusammenhielt. Sie schlug die Lagen zur Seite um nun seine breite, schwarzbehaarte Brust zu erblicken. Dann öffnete sie seine Hose, wo sie bereits eine verdächtige Beule bemerkte. Langsam öffnete sie einen Knopf nach dem anderen, während er schwer zu atmen begann.
Als sie sein bestes Teil freigelegt hatte, welches sich daraufhin erwartungsvoll aufrichtete, erhob er sich, um nun sie auszuziehen. Erst ihr Oberteil, aus dem ihm ihre prallen Brüste entgegensprangen. Dann ihre Hose. Dann drückte er sie auf das Bett und versenkte seinen Kopf zwischen ihren Beinen. Dossa sah keinen Bedarf, ihn zu fragen, was er da tat. Es war einfach viel zu schön, was seine Zunge dort unten mit ihr veranstaltete. Bislang hatte sie überhaupt keine Zeit gehabt, sich mit solchen Sachen zu beschäftigen. Sie hatte auch keinerlei Neigung verspürt, sich eher mit solchen Details zu befassen, als bis der Mann auftauchen würde, der es wert war. Und Exar Kun war das auf jeden Fall. Dossa spürte, wie ihr das Blut in ihre Mitte schoss. Irgendetwas wurde groß, begann zu kribbeln. Und dann wurde die Sensation ihrer Sinne derart riesig, dass sie es nicht mehr aushalten konnte. Sie wollte sich zurückziehen, aber Exar Kun hielt ihre Oberschenkel fest und leckte weiter, solange, bis ihr der Schweiß ausbrach, sich ihre Mitte rhythmisch zusammenzog und wieder öffnete, zusammenzog, öffnete - in einer ihr bislang unbekannten Lust, die schon bald in einen zuckersüßen Schmerz überging, der kaum noch zu ertragen war. Ein lauter Schrei entrang sich ihr. Und gleich noch einer. Jetzt, wo ihr Körper langsam erschlaffte, ließ er von ihr ab.
Er beugte sich über sie und jetzt spürte Dossa, wie er in sie eindrang. Das erste Mal war gar nicht so schmerzhaft, wie sie früher einmal gehört hatte. Sie merkte zwar, dass da irgendetwas riss, aber das erschien ihr, die noch in einer postorgasmischen Euphorie schwebte, absolut belanglos angesichts seiner erst langsamen und verhaltenen, später schnellen tiefen Stößen, die sie nun in eine neue Art der Extase versetzten. Oh, und wie gut er roch! Es dauerte gerademal fünf Minuten, da kam er stöhnend zum Höhepunkt. Viel zu früh, wie sie fand.
Er fiel auf sie nieder und sie begann wieder, ihn zu küssen, in seinem Pferdeschwanz herumzuwühlen, den er während dieser Zeit nicht geöffnet hatte. Während ihre grüne Hand spielerisch seinen Nacken kraulte, richtete er sich auf. Dossa sah, dass sein Schwanz schon wieder steif geworden war. Ohne zu zögern setzte sie sich derart auf seinen Schoß, dass seine Lanze sie wieder aufspießte. Nun begann sie, sich lustvoll auf ihm zu bewegen und sich dabei mit ihren Beinen, die über seine Oberschenkel gingen, von der anderen Seite abzustoßen, während er sie ebenfalls sitzend festhielt. Wie eine Blume mit vier von der eigentlichen Blüte weggestreckten Kelchblättern saßen sie nun auf dem Bett, um sich während ihrer Stöße entgegenzukommen, wieder voneinander zu entfernen und dabei gegenseitig in ihrem heißen Tun zu befeuern. Gelegentlich legten sie eine Pause ein, während der er ihre vielen Lekkus kraulte und befühlte, dabei ihre Piercings sorgfältig aussparend. So weich, lebendig und samtig waren Dossas Lekkus. Und anders als seine Haare konnten sie sich bewegen, wenn sie die entsprechenden Impulse oder Signale auffingen. Das fand er außerordentlich erregend.
Dossa versenkte ihren Kopf in seiner Schulterbeuge, um ihn dort gelegentlich zu küssen, bevor sie mit ihren kraftvollen Bewegungen fortfuhr, ihr und sein erneutes Verlangen zu befriedigen. Nachdem sie dies eine halbe Stunde so getrieben hatten, drückte Exar Kun Dossa wieder nach unten auf das Bett und begann, mit seinen Lippen ihre Brüste zu liebkosen, an ihren Nippeln zu saugen und seinen Kopf dazwischen zu verbergen, während Dossa dabei wieder mit seinem Pferdeschwanz spielte. Schließlich zog er sich aus ihr heraus, legte seinen Kolben zwischen ihre Brüste und bewegte ihn, feucht von ihrem Saft, wie er war, vor und zurück. Solange, bis Exar Kun erneut explodierte und seine zweite weiße Ladung aus dem tiefen Tal zwischen Dossas gewaltigen Kugeln hervorschoss. Sie fühlte, wie sein heißer Saft gegen ihr Kinn und ihren Hals klatschte, wo sich der Strom teilte, um nun an beiden Seiten ihres Halses hinunter auf das frisch bezogene Bett zu laufen.
Jetzt spürte sie ein Tuch an ihrer Kehle. Ihr Geliebter wischte ihr den Hals sauber, um sie nun von der mit seinem Sperma kontaminierten Stelle des Bettes wegzutragen. Nachdem er sie auf einem saubereren Platz des Bettes abgelegt hatte, legte er sich wieder neben sie, umschlang sie und blieb noch eine Weile mit ihr so liegen.
Jetzt breitete sich eine tiefe kraftvolle Zufriedenheit in Dossa aus.
„Das war ja noch viel schöner, als ich mir früher immer vorgestellt habe", murmelte sie, schloss ihre Augen und kuschelte sich an ihn.
Als Dossa ihre Augen wieder aufschlug, sah sie, dass Exar Kun seine Haare mit seinem Haargummi zu seiner Art Dutt hochgezwirbelt hatte, um nun derart vorbereitet in die an den Raum anschließende Duschkammer zu verschwinden. ‚Er wäscht seine Haare also nicht mit', dachte sie und folgte ihm.
„Darf ich dazukommen?", fragte sie ihn, ihm den schwarz-grünen Kopf durch den Duschvorhang entgegenstreckend.
„Gerne", erwiderte er. Und nun kam Dossa in die Kabine, ließ sich von Exar Kun einseifen, abbrausen, berühren und küssen. Das gefiel ihr außerordentlich und sie kraulte versonnen seine breite schwarzbehaarte Brust. Irgendwann später würde sie mit ihm in den Pool gehen und sie würden dort Liebe machen. Das wäre bestimmt wunderschön.
Nach einer Viertelstunde Duschen verließen sie die Duschkammer, trockneten sich ab, zogen sich an und machten sich gehfertig. Jetzt holte Exar Kun so ein längliches Teil mit vielen Zinken aus seiner Tasche und begann, nachdem er den Dutt aufgelöst hatte, seine Haare zu kämmen.
„Wie heißt dieses Ding eigentlich mit dem du … Ihr Euch die Haare kämmt?" Endlich hatte sie ihn gefragt.
„Das ist ein Kamm", erklärte er ihr.
„Wie oft muss man denn die Haare kämmen?"
„Mindestens früh nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen und nach Begebenheiten wie jetzt, damit sie nicht verfilzen und damit man beim späteren Kämmen nicht allzu viele Haare verliert."
„Ach so", erwiderte sie.
„Wir werden jetzt eine Kleinigkeit essen und dann wird mein Schüler zu uns stoßen, damit du mal einen richtig guten Lichtschwertkampf siehst, bevor ich dich selbst in dieser Kunst ausbilden werde", gab er nun den heutigen Tagesablauf vor.
„Euer Schüler war bislang nicht besonders freundlich zu mir", sagte sie schmollend.
„Das musst du verstehen. Ulic Qel-Droma hat seine Frau und den Jedi-Orden verlassen, nur um dann von seiner Sith-Geliebten verraten zu werden. Er hat seitdem keine neue Gefährtin mehr gefunden und ist deshalb etwas eigen. Aber er hat auch viele gute Eigenschaften."
„Welche wären denn das?"
„Er ist das einzige Wesen, welches ich an meine Haare lasse. Er allein kann sie kämmen, ohne dabei allzu viele Haare auszureißen und vor allem kann er eine gerade Kante schneiden, ohne dass meine Haare danach allzu viel kürzer geworden sind. Ich habe ihn fürwahr gut in diesen Künsten unterrichtet."
„Macht denn das nicht jeder, … ähm … wie heißen diese Leute noch?"
„Friseure!"
Exar Kun spie das Wort hervor, schürzte dabei verachtungsvoll seine Lippen und schaute düster in die Ferne. „Hör mir nur auf damit! Ich hatte vor drei Jahren mal einen Termin bei einem angesagten Friseursalon auf Coruscant. Die machen überall in der Galaxis Werbung für sich. Überall während meiner Feldzügen habe ich ihre Werbebanner gesehen."
„Und? Was ist passiert?", fragte Dossa neugierig.
„Exakt einen Tag vor meinem Termin haben die Jedi es doch wirklich geschafft, meinen Schüler gefangen zu nehmen, ihn nach Coruscant zu entführen, um ihn dort ständiger Befragung und Folter zu unterziehen. Da kam es mir sehr zupass, dass Ulic ein paar Tage vorher das Duell mit Mandalore dem Unbezähmbaren gewonnen hatte. Dieser hatte Ulic gemäß der mandalorianischen Tradition angeboten, ihn zu enthaupten, auf dass Ulic als Duellsieger in Zukunft selbst die Mandalorianer anführe. Aber mein Schüler hatte andere Pläne mit ihm. Er überfiel mit ihm gemeinsam Coruscant, leider etwas übereilt, was zu Ulics Gefangennahme führte.
Daraufhin kam der Mandalore zu mir nach Yavin IV, um mich um Hilfe zu bitten, mit ihm gemeinsam Ulic zu befreien. Auf diese Weise konnte ich meinen Friseurtermin wahrnehmen, während Mandalore der Unbezähmbare mich für diese Stunde bei der Befreiung meines Schülers vertreten hat."
„Er ist ja wieder hier auf Yavin IV. Also hat doch alles geklappt."
„Könnte man meinen", zischte Exar Kun. „Aber nicht genug damit, dass mir dieser so genannte Friseurmeister mindestens vierzig Haare beim Kämmen ausgekämmt hat. Wenn mich mein Schüler kämmt, sind es höchstens drei, wenn überhaupt. Und dieser so genannte Friseur hat statt den von mir vorgegebenen zwei Standardzentimetern gleich fünf abgeschnitten. Dabei wollte ich nur die Kante begradigt haben. Ich habe es leider erst am Ende des Besuches gemerkt, weil ich mich während der Friseur-Sitzung in eine Sith-Trance versetzt hatte, um mich mental auf die Befreiung meines Schülers vorzubereiten."
„Und, was habt Ihr gemacht, als Ihr es entdeckt habt? Ich nehme an, Ihr habt dem Friseur dann kein Trinkgeld gegeben."
„Das auch", bestätigte er. „Aber nachdem ich des Schadens gewahr wurde, hat der Chef frech behauptet, das, was er abgeschnitten habe, sei sowieso kaputt gewesen. Was eine dreiste Lüge zur Verschleierung seiner Unfähigkeit war."
„Und was geschah dann?", fragte Dossa, die vor Neugierde beinahe platzte.
„Also habe ich den ganzen Laden in einer spontanen Entladung der Energie der Dunklen Seite bis zur Unkenntlichkeit verdampft."
„Und das Personal? Wie haben die reagiert?", fragte Dossa ungläubig.
„Sie haben davon gar nichts mehr mitbekommen", entgegnete Exar Kun etwas milder und strich ihr dabei sanft über ihre Lekkus. „Ich habe vorher jegliche Lebensenergie aus dem Meister und seinen zwei Angestellten abgesogen und in mich aufgenommen, um neue Stärke zu gewinnen. Das hat sie bereits vor der Verdampfung getötet."
Dossa hielt vorübergehend den Atem an ob dieser schaurigen Erzählung.
„Und anschließend konnte ich wie geplant zusammen mit Mandalore dem Unbezähmbaren meinen Schüler befreien. Seitdem darf nur noch er an meine Haare und er macht das wirklich sehr gut. Du solltest mal sehen, wie er meine Haarkante begradigt", fuhr Exar Kun in seiner Erzählung fort.
„Warum muss denn eigentlich die Haarkante begradigt werden?", fragte Dossa.
„Die Haare wachsen nicht alle gleichlang. Deshalb wird im Verlauf der Jahre die Kante unten fransig. Die Haare, die länger sind, werden dann nicht mehr an den Spitzen durch die Nachbarhaare geschützt. Diese wenigen längeren Haare verknäulen sich am Ende und fallen dann beim Kämmen schneller aus. Also muss regelmäßig die Kante geschnitten werden. Einmal im Jahr. Ulic Qel-Droma hält dann sein gezündetes Lichtschwert waagerecht und ich gehe einmal mit den Haaren drüber und erhalte eine supergerade Kante. Außerdem versiegelt die Hitze des Lichtschwertes die Haarspitzen und das ist wiederum gut gegen Spliss", beendet Exar Kun seine Ausführungen.
Dossa brummte jetzt derart der Kopf, dass sie keinerlei Neigung mehr verspürte, ihren Meister nach der Bedeutung des Wortes ‚Spliss' zu fragen.
