Autor: shine21
Beta: Jasmin
Disclaimer: Wie immer
Rating:Dark, Humor(wenn man es so nennen kannO-o') sonst nichts besonderes.
INFO: Adrian und Adora sind im 6. Jahrgang, wurden eins hochgestuft;-)
Grüße an duivel. Hoffe, dass dir das Kapitel gefällt.
Kapitel 2
,Hogwarts, schmerzende Erinnerungen und eine neue Freundschaft"
Adrian schüttelte nur unwissend den Kopf. Was war nur los? Auf den Bildern war deutlich ein alter Mann mit grauen Haaren und langem ebenso grauem Bart abgebildet, eindeutig älter als 60. Dieser Mann vor ihnen war nur halb so alt und hatte auch noch blonde Haare.
#Belassen wir es dabei. Aus irgendeinem Grund hat er einen Illusionszauber auf sich angewandt. Für das Erste soll es so bleiben. Doch etwas an ihm verunsichert mich. Er kommt mir bekannt vor# setzte er seine Schwester über seine Zweifel in Kenntnis.
Professor Snape stellte die Beiden vor und verließ daraufhin das Zimmer des Direktors. Dieser stand auf und stellte sich vor die Zwillinge, reichte ihnen seine Hand zum Gruß.
"Es freut mich sie kennenzulernen und es gibt viel was geklärt werden sollte." sprach er freundlich und in einer rauen älteren Stimme. Adrian nahm es verzerrt war, hörte vereinzelt die Stimme eines jungen und dann wieder alten Mannes.
"Nun wo soll ich am Besten anfangen? Sie sind sich beide über ihre Herkunft bewusst. Nehme ich an."
"Ja Sir. Unserer Herkunft sind wir uns bewusst, auch warum wir die ganzen Jahre unentdeckt blieben." erwiderte Adora, sah abwechselnd zu Adrian, der dem Ganzen nur skeptisch entgegenstand.
"Sie galten in der Zauberwelt als Tod. Niemand hatte mehr mir ihrem Erscheinen gerechnet. Jetzt da sie wieder unter uns weilen habe ich mich entschlossen sie beide nach Hogwarts bringen zu lassen. Da sie der Magie mächtig sind, wird Professor Snape sie bis zum Schulanfang in zwei Wochen unterrichten und mich dann darüber informieren in welchen Jahrgang sie kommen sollen."
Er hielt inne und wandte sich an Adrian, kam zu ihm und sah diesen erstaunt an als Adrian sich von ihm entfernte, ihn nur ausdruckslos ansah.
"Die Tatsache, dass sie aufgehört haben zu reden werde ich den anderen Professoren mitteilen."
Adrian nickte nur, ging an dem Direktor vorbei zu seiner Schwester.
"Zu ihrem eigenen Schutz werden sie ihre Namen behalten. Adora und Adrian Taylor, ihre wahre Identität halten sie geheim und sollte sie jemand fragen, verweisen sie auf das Waisenhaus und darauf, dass sie sich an nichts erinnern könnten. Mehr werden sie später erfahren. Gehen sie nun zu Professor Snape, er wird sie in alles andere einweisen."
Zwar war das was ihnen der Direktor erzählte sehr knapp aber was sollten sie denn anderes tun? Sie stimmten dem zu, hörten was er ihnen noch zu erzählen hatte und verließen das Büro. Fragen stellten sie vorerst keine, auch von ihm gestellte Fragen wurden nicht beantwortet. Adrian erschien es nicht als die beste Lösung, da dieser Mann ihnen etwas zu verheimlichen schien und warum sollten sie es ihm dann nicht gleich tun?
Als Adrian und Adora wieder draußen auf dem Vorplatz waren, setzte sich Adrian nachdenklich auf die Treppe.
#Adora, irgendetwas stimmt hier nicht! Ich konnte in Professor Dumbledores Stimme deutliche Zweifel und Unsicherheit heraushören. Er verheimlicht etwas und das hat nicht nur mit seiner wahren Identität zu tun#
Adora nickte und setzte sich zu ihrem Bruder.
#Ich weiß, aber nun sind wir hier, wir können nicht mehr so leicht weg und diese Viecher sind auch hinter uns her. Sie haben uns 11 Jahre verschont oder nicht gefunden, dann wird es doch auch diesmal nicht sein, hoffe ich.#
Sie stand wieder auf und deutete ihren Bruder, ihr zu folgen.
#Wir müssen rein. Dieser Snape wartet auf uns und die Ferien gehen auch nur noch zwei Wochen. Ich bin ja mal gespannt was er uns alles beibringen will und wie er es anstellen will. Komm, wer als Erster da ist# grinste sie und fing an, unerwartet für Adrian, zu rennen.
#Du kleine...# Adrian rannte ihr so schnell er konnte hinterher, kam jedoch als letzter vor dem Büro des Zaubertränke Lehrers zum Stehen.
#Du hast geschummelt.#
Adora zuckte nur grinsend die Schultern und lachte, klopfte an die Tür. Professor Snape öffnete sie und bat die beiden herein.
Professor Snape ließ von seiner Tätigkeit ab. Er legte das Buch in seiner Hand zurück in das Regal und setzte sich an seinen Schreibtisch, deutete Adrian und Adora sich ebenfalls zu setzen.
"Nachdem ihnen Professor Dumbledore schon einiges erklärt hat, werden sie nun bei mir unterrichtet werden. Von jetzt an zwei Wochen, haben sie das Privileg eines Privatunterrichtes bei mir, danach werden sie mit den anderen Schülern am Unterricht teilnehmen, vorher wird jedoch entschieden in welchen Jahrgang sie kommen. Das hängt ganz von ihrem Können und Wissen ab."mit ernstem und festen Blick sah er zu den beiden.
#Hmm, der scheint ja ziemlich von sich überzeugt zu sein. Sollen wir ihm eine Lektion erteilen oder ihn etwas hinhalten?# fragte Adrian Adora grinsend, Snape sah das und man erkannte eine Regung in seinem Gesicht. Er setzte zu einer Frage an, doch es antwortete ihm keiner, vorerst.
"Kann sich ihr Bruder mit ihnen verständigen?"
#Hören wir uns an was er uns beibringen will und wenn es arg an der Grenze ist, dann zeigen wir ihm mal was wir so drauf haben.#
"Ja Professor. Adrian kommuniziert mit mir über seine Gedanken."antwortete Adora, nach einiger Zeit, knapp.
"Naja, das soll nicht mein Problem sein. Damit kann sich dann Professor Dumbledore auseinandersetzen. Der Unterricht wird gleich anfangen, ich werde ihnen außerdem einige Lehrbücher geben, die sie bitte lesen werden."er stand auf, holte zwei Bücher aus dem Regal heraus und gab sie den Zwillingen.
Vier Stunden später
"Sie haben sich gut bewährt. Sie können sich auf ihr Zimmer zurückziehen, wir sehen uns morgen wieder."
Die Zwillinge verabschiedeten sich von dem, doch sehr erstaunten Professor und verließen dessen Büro.
Professor Snape legte die Bücher auf den Tisch, setzte sich in den Sessel und seufzte laut auf, schloss seine Augen.
-Die Petterson Zwillinge sind also noch am Leben und ich bin neben Dumbledore der Einzige, der davon weiß. Irgendetwas stimmt mit den Beiden nicht! Gefahr liegt in der Luft und es hängt garantiert mit ihnen zusammen-
Er dachte noch eine Weile darüber nach, bevor er dass Licht dämmte und entschloss sich etwas zu auszuruhen.
Zur selben Zeit befanden sich Adrian und Adora auf dem Weg zu ihrem vorläufigem Zimmer. Ein Geist begleitete sie, er stellte sich ihnen als Sir Nicholas vor, auch liebevoll fast kopfloser Nick genannt. Als er ihnen zeigte wie er zu seinem Namen kam, mussten sie beide lachen, so etwas hatten sie sich schon gedacht. Vor ihrem Zimmer blieb der Geist schweben.
"Hier ist euer Zimmer, machts gut! Ich habe noch zu tun, ihr wisst schon, dringende geschäftliche Sachen, die Geister nun mal erledigen müssen." Sagte er in ernstem Ton, verbeugte sich vor ihnen, wobei ihm fast sein Kopf zu Seite gerutscht wäre, schwebte den Gang entlang, durch eine Wand und war verschwunden.
Adora ging schon hinein während Adrian noch draußen stehen blieb, sich umschauend, sah sich alles genau an ihre neue Umgebung, ihr neues Zuhause.
Er dachte darüber nach, wie sie Jason alleine gelassen haben, hierher gekommen sind und nun in einer ihnen eigentlich bekannten und doch befremdlichen Welt gelandet oder doch eher gestrandet waren.
Einen Blick zu den Gemälden, welche an den Wänden hingen verriet ihm, dass sogar die Personen, die darauf abgebildet waren bereits schliefen, ihre Augen waren geschlossen, vereinzelt hörte er ein Schnarchen. Schmunzelnd und darüber lächelnd ging er ebenfalls in das Zimmer und verschloss die Türe hinter sich.
Das Zimmer war sehr groß, für seine Verhältnisse zu groß. Im Waisenhaus teilten sie sich ein Zimmer mit Jason, was gerade einmal die Hälfte so groß wie dieses war. Es sah genauso alt aus wie das ganze Gebäude. Im oberen Teil stand ein großes Bett, frisch bezogen und schon von Adora probegelegen. Adora belagerte gerade das Bad und Adrian blieb nichts anderes übrig als sich auf das Bett zu legen, zu warten.
Etwa eine Stunde später lagen beide im Bett. Adrian schlief bereits, Adora lag noch wach neben ihm und sah sich ihren Bruder nachdenklich an, strich ihm über die Stirn.
Seine Ahnungen haben sich bis jetzt immer bestätigt. Was ist, wenn uns dieser Dumbledore nicht gut gesonnen ist?-
Sie legte ihren Arm um die Taile ihres Bruders, es wirkte fast beschützend und dann schloss sie ihre Augen.
-Warum sagt er mir nicht was ihn so bedrückt, warum vertraut er mir nicht genug um mir zu sagen warum er nicht mehr spricht. Egal! Wir sind zusammen und nur das zählt. Solange wir beide zusammen sind, kann nichts passieren!-
Die zwei Wochen vergingen recht schnell. Adora und Adrian fanden sich gut in Hogwarts zurecht, sie schauten sich um, entdeckten die Geheimnisse Hogwarts in Form von Geistern, versteckten Gängen, riesigen Ländereien und dem dunklen Wald, dessen Gefahren zu verlockend und doch verboten aber nicht unerreichbar waren. In ihrer letzten 'Privatstunde' bei Professor Snape, hatten sie sich etwas ganz besonderes vorgenommen, einen Scherz.
Adrian befand sich schon in Professor Snape's Büro, Adora stand draußen vor der Tür und kam hinein als sie Snape auf dem Gang sehen konnte.
#Er kommt! Wir können anfangen#
Sie gab ihm ein Zeichen und plötzlich wurde alles schwarz, stockfinster. Die Türe wurde geöffnet und ein schwacher Lichtstrahl trat herein, Professor Snape nahm seinen Stab und aus diesem erschien ein schwaches Licht. Das war das Zeichen für Adrian und der Zauberstab befand sich plötzlich in seiner erhobenen Hand. Adora rief einen Spruch und es wurde hell, nun erkannte man Snape, der irritiert vor Adrian stand, ihn fassungslos anstarrte.
,Aber, Sie...was?"
Adrian gab Adora ein Zeichen und sie sagte einen Spruch, ein Stuhl erschien hinter Snape und dieser fiel darauf. Mit einem Male wurde es in dem Zimmer warm und die Einrichtung änderte sich, nein die ganze Umgebung schien sich zu verändern. Sie befanden sich auf einer Blumenwiese, Snape immer noch auf seinem Stuhl. Als er sich langsam wieder fasste, blieb sein Gesicht ernst und bestimmend.
"Ich habe verstanden! Lösen sie diese Illusion auf."
Mit einem Wink Harry's war alles verschwunden, er gab Snape dessen Zauberstab wieder und grinste. Adora kam hinzu und sah den Professor unschuldig an.
"Es tut uns leid, Professor Snape. Wir wollten uns nur einen kleinen Scherz erlauben und ihnen zeigen, dass ihr Unterricht keineswegs umsonst aber unnötig war. Adrian redet zwar nicht mehr aber er hat andere Stärken, die weit über ihre Vorstellungskraft liegen, genauso ist es bei mir, ich habe sehr viel gelesen und verfüge über ein immenses Wissen an Zaubersprüche und ähnliches."
"Wenn das so ist, werde ich Professor Dumbledore darüber in Kenntnis setzen. Dann findet heute wohl kein Unterricht statt."seufzte er und fuhr fort.
"In etwa einer Stunde treffen sie sich bitte mit mir vor dem Eingang. Wir werden zusammen in die Winkelgasse gehen und ihre Schulsachen einkaufen. Außerdem brauchen sie Zauberstäbe." Man hörte deutlich Verwunderung und Missmut aus seiner Stimme heraus, die er sich aber nicht ansehen ließ. Er verließ sein Büro ohne zurückzuschauen, ließ Adrian und Adora unbeachtet.
#Mhm, Adrian, vielleicht war es doch etwas übertrieben.#
Adrian schüttelte den Kopf, ging heraus auf dem Vorplatz blieben sie stehen.
#Nein! Es war gut so. Er hat verstanden und wird uns ab jetzt nicht mehr unterschätzen.#
Endlich in der Winkelgasse angekommen, blieb Professor Snape vor einem großen Gebäude stehen. Als sie es betraten kam ihnen ein ungeahnte Schönheit entgegen. Eine riesige Marmorhalle erstreckte sich vor ihnen, überall tummelten sich kleine Wesen, die ihnen als Goblins bekannt waren, herum. Vor einem großen Schemel blieben sie stehen, Professor Snape wandte sich an den Goblin, der darauf saß, gab ihm einen Schlüssel. Der Goblin ließ sie dabei nicht aus den Augen, schaute zu den Zwillingen herunter, beäugte sie argwöhnisch. Als er bemerkte wen er da als Kunden hatte, veränderte sich sein Blick kurzzeitig, wurde nachdenklich und auch etwas ängstlich.
"Aha, Petterson also, nun denn."er rief nach einem weiteren Goblin. Dieser kam schnell um die Ecke gerannt, blieb vor Adrian und Adora stehen. Ihm wurde ein Schlüssel überreicht. Dann wandte er sich an die Personen vor ihm.
"Bitte kommen sie mit mir."sagte er hastig und war schon wieder verschwunden. Adrian und Adora liefen hinter Professor Snape her und entdeckten den Goblin an einer Art Anliegeplatz für Waggons, wie in Minen.(1) Nachdem sie eingestiegen und eine etwas längere Strecke gefahren waren hielt der Waggon, sie stiegen aus und schauten sich um. Überall waren Tore zu sehen und über ihnen befanden sich Nummern. Der Goblin lief ihnen voraus und blieb vor einem Tor mit der Nummer 834 stehen, stellte die kleine Öllampe, die er in der Hand hielt, auf den Boden und schloss das Tor auf.
"Verließ 834, bitte!" er gab Professor Snape den Schlüssel und stellte sich etwas abseits, wartete.
"Gehen Sie hinein und holen sich ein paar Galeonen und Knuts."orderte Professor Snape.
#Galleonen? Knuts? Adora, dass kommt mir zwar bekannt vor aber trotzdem ist es ganz schön merkwürdig!#
#Klar, aber wir sollten einfach rein gehen und machen was Snape uns gesagt hat, deswegen sind wir schließlich hier.#
Adrian und Adora betraten das Verließ und machten große Augen als sie dessen Inhalt sahen. Alles war bis oben hin voll mit allerlei Gold und Silbermünzen, vereinzelt in kleinen Häufchen befanden sich auch Bronzemünzen in den Ecken. Adora, nahm sich eine Handvoll Goldmünzen und steckte sie sich in die Tasche, dasselbe machte sie mit den Silber,- und Bronzemünzen. Adrian tat es ihr nach anfänglichen Zweifeln nach.
#Vater und Mutter haben gut vorgesorgt#teilte Adora ihrem Bruder mit, dieser wurde traurig.
#Ich würde alles Geld der Welt geben um alle Geschehnisse der Vergangenheit rückgängig machen zu können.#
Er stieß mit seiner Hand, die er zu einer Faust ballte gegen einen Stoß Silbermünzen, die daraufhin klirrend auf den Boden fielen. Sein Blick klärte sich wieder auf, als Adora hinter ihm auftauchte und ihren Kopf auf die Schulter ihres Bruder lehnte.
#Ich weiß, jedoch kann man nicht rückgängig machen was geschehen ist, man kann nur versuchen damit zu leben. Komm' wir gehen wieder raus zu Snape. Der schaut schon als gäbe es was umsonst.# Sie schaute auf, lächelte Adrian an, wartete auf dessen Reaktion. Dieser schenkte ihr ein Lächeln, nahm sie an der Hand und beide verließen das Verließ ihrer Eltern.
Wieder draußen auf der Winkelgasse wurde ersteinmal eingekauft. Professor Snape führte sie zu sämtlichen Läden, die vorhanden waren. Sie kauften Kessel, Bücher, Zaubertrankzutaten und diverse andere nützliche Kleinigkeiten ein. Adrian blieb plötzlich vor einem Laden zum Stehen, in dessen Schaufenster Besen ausgestellt waren, Flugbesen!
#Adora schau mal Besen! Weißt du noch wie mich Vater auf einem Besen hat fliegen lassen#
Adora grinste ihn an und klopfte ihm auf die Schulter.
#Klar weiß ich das noch. Du warst vier und bist wie ein nasser Sack herunter gefallen, zum Glück hat Dad noch rechtzeitig reagiert.#
#Aber nur weil ich abgelenkt wurde, ich bin für das erste Mal richtig gut geflogen.#
Adora musste anfangen zu lachen. Professor Snape stellte sich fragend zu ihr, sie klärt ihn auf und er nickte.
"Aha so ist das also, Sie können Flugstunden bei Mme Hooch nehmen und sollte sie es ihnen erlauben, dann können Sie vielleicht sogar in ihrer jeweiligen Mannschaft spielen. Quidditsch ist eine sehr anspruchsvolle Sportart..."
Während Professor Snape noch eine ganze Weile weiter herum philosophierte, gingen Adrian und Adora schon weiter und warteten vor einem Laden auf ihren Lehrer. In großen verschnörkelten Buchstaben stand 'Ollivander- Gute Zauberstäbe seit 382 v Chr.' sie entschieden sich dazu schon hinein zu gehen, als die Türe laut zufiel, schaute ein Kopf mit grauen Haaren unter der Ladentheke auf. Ein älterer Mann kam darunter hervor, sein Blick war freundlich und zuvorkommend.
"Guten Tag, neue Gesichter wie ich sehen kann." begrüßte er Adrian und Adora, sah sie eindringlich an.
#Adora kaufen wir die Zauberstäbe und dann gehen wir wieder, sonst fliegen wir noch auf. Mir kommt es so vor als könnte er durch mich hindurch sehen.#
Adora lief nach vorne und stellte sich und Adrian vor, schilderte dem Mann ihr Anliegen.
"So einen Moment, ich hole schnell ein paar."rief er ihnen zu und war auch schon verschwunden.
Nach etlichen Versuchen später, einen geeigneten Zauberstab zu finden, schien Herr Ollivander zu verzweifeln, von seiner sonst schon fast berühmten Geduld war nichts mehr zu sehen. Er verschwand in den hintersten Kammern seines Ladens und kam erst nach zehn Minuten wieder, mit jeweils einem Karton in seinen Händen.
Adrian und Adora nahmen den ihnen angebotenen Zauberstab in die Hand und ein grellen Licht hüllte sie ein, erleichtert atmete Herr Ollivander aus.
,Puh, das wäre geschafft. Auch wenn es sehr merkwürdig ist."
Adora nahm etwas Geld und legte es auf den Tresen, bezahlte die Zauberstäbe.
"Wieso merkwürdig? Herr Ollivander." fragte sie ihn.
"Nunja, ihre Stäbe sind aus dem selben Material wie das zweier Geschwister, keine Zwillinge wie sie aber dennoch durch ein starkes Band miteinander verbunden. Diese beiden Stäbe vereinen das Böse sowie das Gute man weiß nicht zu welchen Taten sie zu verwenden sind."
"Danke, wir werden aufpassen wie wir sie benutzen. Auf Wiedersehen." erwiderte sie nachdenklich und schaute dabei auf ihren Stab. Dann ging sie mit Adrian zur Tür.
Sie verließen Herr Ollivanders Laden, draußen kam ihnen auch schon Snape entgegen, außer Atmen.
"Wo waren sie? Ich habe sie überall gesucht. Oh wie ich sehe haben sie ihren Zauberstab gekauft, nun denn belassen wir es dabei! Haben sie eine Vorstellung welches Haustier sie wollen. Katze, Ratte, Eule...?"
#Haustier? Wir brauchen ein Haustier?#
#Ja Adrian. Ich glaube, dass ich eine Katze nehme.#
Den stillen Protest ihres Bruders ignorierte sie lachend und lief auf einen Laden zu in denen es besagte Haustiere zu kaufen gab. Adrian folgte ihr mit einem grimmigen Blick. Beide kamen nach einiger Zeit mit einer schwarz/braunen Katze für Adora und einer weißen Eule mit pechschwarzen Augen für Adrian heraus.
#Siehst du! War doch gar nicht so schwer, oder? Shiva ist doch süß und wie heißt deine Eule?# Adora strich ihrer Katze über ihr seidiges schwarz/braunes Fell, sie schnurrte und legte ihren Kopf auf Adora's Brust.
#Shadow, ich nenne sie Shadow! Ihre schwarzen Augen bilden einen tollen Kontrast zu ihrem Federkleid.#
Plötzlich kam ein kleines schwarzes Fellknäuel aus dem Laden gerannt, huschte an der noch geöffnteten Tür heraus und lief zu Adrian, sprang ihn an. Adrian schaute nach unten und sah einen kleines schwarzes Wolfsjunges(2) Mit leuchtend blauen Augen sah der kleine Wolf Adrian an, stieß mit seiner kleinen Schnauze gegen Adrian's Bein.
#Adora? Kannst du Snape mal fragen ob ich auch zwei Haustiere haben kann.#
#Erst gar keins und jetzt zwei? Na wenn es unbedingt sein muss#
Adora fragte Professor Snape und dieser nickte, verpflichtete sie jedoch mit Professor Dumbledore zu sprechen, da dieser es erst absegnen müsse.
Adrian bückte sich und nahm den kleinen Wolf erst auf seinen Arm und steckte ihn dann in seine Jacke.
#Mein Kleiner, du brauchst ja auch einen Namen!Oh du bist ja eine Kleine! Naja dann nenne ich dich Gemma(3)#
#Gemma?# Adora hakte nach, da sie sich an etwas aus der Vergangenheit zu erinnern schien.
#Jepp, Gemma! Erinnerst du dich noch? Mum hat italienisch gelernt und das erste Wort, das sie gelernt hatte war Gemma, weil sie dauernd irgendwelche Ketten und Ohrringe gekauft hatte und die Kleine sieht doch auch wie ein kleines Juwel aus, besonders ihre Augen.#
Mit ihren neuen Gefährten und dem Gepäck, das aber von Professor Snape schon nach Hogwarts gezaubert wurde, machten sie sich wieder auf den Rückweg.
Einen Tag später.
Vor den Toren Hogwarts sammelten sich eine große Schülermenge an. Einige von ihnen wurden in Gruppen sortiert es waren die Jüngeren. Die Älteren gingen bereits hinein, gingen zu ihren jeweiligen Gemeinschaftsräumen, nur um kurze Zeit später in die große Halle zur Einsortierung der Erstklässler und eventuellen Neuankömmlingen zu gehen. Adrian und Adora standen an eine Wand gelehnt vor der großen Halle, beobachteten die Angekommenden, schienen unbeachtet zu sein. Bis ein großer blonder Junge zu ihnen kam, ihm zur Seite ein weiterer Junge, mit langen braunen Haaren und ein Mädchen. Dieses lachte erst und als sie sah zu wem sie gehen sollten, veränderte sich ihr Blick und dieser wurde kalt, hochnäsig und herablassend. Vor Adrian und Adora kamen sie zum Stehen. Der blonde Junge sah auf Adrian herunter und dann zu Adora.
"Mein Name ist Malfoy, Draco Malfoy! Das ist Blaise Zabini..."
Der Vorgestellte schien seinen Blick auf Adora fixiert zu haben. Von ihr verzaubert nahm er gar nicht wahr wie sein Freund ihn vorstellte.
"Nun ja, er scheint momentan nicht ansprechbar zu sein und das hier ist Pansy Parkinson." Als er fertig war, wartete er auf eine Reaktion von Adrian. Diese blieb jedoch aus, gerade als Adora etwas erwidern wollte, stütze sich Draco über Adrians Kopf an der Wand ab, schien in seiner Ehre verletzt zu sein.
"Aha, da hält es wohl einer nicht für nötig was zu sagen, was? Na das fängt ja schon gut an."Er hob Adrians Kinn an und schaute ihn herausfordernd an. Doch plötzlich schien es ihm als ob er sich in diesen Augen verlieren würde. Ausdruckslos erwiderte Adrian Dracos Blick. Ein trauriges eisblau traf auf ein für Draco wunderschönes und eindringliches blaugrün, indem das grün zu dominieren schien. Für einen Moment blieb die Welt für Draco Malfoy, den Eisprinzen von Slytherin stehen, bis Adora ihn an der Schulter packte und von Adrian wegzerrte.
"Lass deine Finger von ihm! Er kann..."
Adora konnte ihrem Zorn nicht mehr Ausdruck verleihen, da griff Draco erbost ihre Hand und drückte sie gegen die Wand. Blaise, der ihr helfen wollte wurde von Pansy darin aufgehalten.
"Was fällt dir ein mich anzufassen? Du..."
Als ob keiner mehr dazu kommen sollte einen Satz beenden zu können, wurde nun auch Draco in seinem Tun sowie Reden unterbrochen. Adrian hatte sich entschlossen zu handeln, als er sah wie dieser fremde Junge seine Schwester wütend ansah und ihr drohte weh zu tun, fühlte er eine enorme Wut in sich aufsteigen. Er stand neben Draco, fasste diesen am Arm und zog ihn von Adora weg, sah ihn mit wütend funkelnden Augen an, der Griff um dessen Arm wurde fester und Draco blieb plötzlich sprichwörtlich die Luft weg. Der Schmerz an seinem Handgelenk wurde von dem Luftmangel abgelöst. Blaise der sah von wem dies zu kommen schien, lief zu Adora, bat sie um Hilfe.
"Hilf ihm! Draco hat es nicht so gemeint. Er bringt ihn noch um."sagte er schon fast flehend und schaute abwechselnd zu seinem besten Freund und zu Adrian. Adora nickte und beeilte sich.
#Hör auf! Er hat mir nichts getan, du bringst ihn ja noch um.#
Adrians Blick veränderte sich, wurde wieder klarer. Er ließ Dracos Arm los und sah auf den Junge herab, der nun röchelnd auf dem Boden lag.
#Komm Adrian, wir gehen in die große Halle.#
Sie nahm ihren Bruder an der Hand und führte ihn in die Halle, sah noch mal zurück und schickte Blaise entschuldigende Blicke.
"Hey Draco geht es dir gut?" Blaise reichte ihm eine Hand und half ihm aufzustehen. Verwundert sah Draco sich um, hielt sich den Hals.
"Die beiden sind gefährlich! Wir sollten uns nicht mit denen abgeben..."sagte Pansy nachdenklich.
Draco sagte nichts dazu, setzte wieder seinen typischen Malfoy Blick auf und deutete seine beiden Freunde ihm in die Halle zu folgen.
Nach der üblichen Eröffnungszeremonie und der Einteilung der Erstklässler, kamen nun Adrian und Adora an die Reihe. Erwartungsvoll schaute Dumbledore auf, auch in Snapes sonst so ausdrucksloses Gesicht konnte man so etwas wie Erwartung erkennen.
"Adrian und Adora Taylor, bitte kommen Sie nach vorne."
Durch die Reihen der Schülern und der Tische gingen die Zwillinge nach vorne, zu einem alten, sprechenden ledernen Zauberhut. Sie wussten was zu tun war, da sie die Erstklässern genau dabei beobachtet hatten. Adrian setzte sich zuerst auf den Stuhl und setzte sich den alten Hut auf.
#Oh ein schlauer Kopf wie ich erkenne. Immer auf Streiche aus und auch Überheblichkeit ziert dein Gemüt. Eine immense Stärke ist in dir, sehr viel Potential für das Gute sowie für das Böse. Oh ja, deine Mutter hatte auch diese Wahl und deines Vaters Blut lenkt dein Verhalten. Nun wähle ein Haus, dass dir am geeignetsten erscheint.
Gryffindor ist bekannt für seinen Mut und Freundschaft, Slytherin für seine List und das Hervorbringen mächtiger Zauberer, Ravenclaw für deren Intelligenz und Hufflepuff für deren Treue. Die ersten beiden Häuser wären eine gute Wahl. Nun denn sprich, denn Potential hast du für beide."(4)
Der Hut verstummte und Adrian dachte nach.
#Na ja, dass wusste ich schon vorher aber was hat meine Mutter damit zu tun?
Ich habe keine Ahnung, schicke mich einfach in das Haus meiner Mutter, das wäre wohl die beste Lösung, vielleicht kriege ich dort Antworten auf all meine Fragen.#
Alle im Saal schauten erwartungsvoll nach vorne. Es dauerte bereits zu lange und ein leises Gemurmel wurde hörbar, plötzlich regte sich der Hut. Laut ertönte die Wahl des Hutes, die gleichzeitig auch Adrians Wahl war.
"Slytherin!"
Adrian stand auf, nahm den Hut und reichte ihn seiner Schwester, diese machte dasselbe wie ihr Bruder, jedoch rief der Hut seine bzw. ihre Entscheidung viel schneller. Beide liefen zu dem Tisch der Slytherins, wurden argwöhnisch von ihnen beäugt, Draco sah nicht zu ihnen, keiner sprach mit Adrian und Adora. Bis einer von ihnen die Stille durchbrach. Ein Junge mit kurzen braunen Haaren, braunen freundlichen Augen, beim näheren Betrachten sah man sogar einen leichten blauschimmer darin. Er war etwas größer als Adrian und reichte ihm die Hand.
"Mein Name ist Jonathan Brandon Nicholas. Ihr könnt mich J.B. nennen. Entschuldigt die anderen, die sind normalerweise nicht so schweigsam."er beugte sich zu Adrian herunter.
"Normalerweise reden die wie Bücher und wenn sie einen nur fertig machen wollen. Ach was solls."J.B grinste und wartete auf eine Reaktion von Adrian.
Adora nahm die Hand J.B's an, lächelte ihn freundlich an.
"Ich bin Adora Taylor und das hier ist mein Zwillingsbruder Adrian. Nehme es bitte nicht persönlich aber er spricht seit er vier ist nicht mehr. Danke für die Aufklärung."
J.B. schüttelte den Kopf, knuffte Adrian freundschaftlich in die Seite.
"Hey, dass geht schon klar."
Adrian lächelte und signalisierte J.B., dass er seiner Schwester zustimmte. Als er sich nun wieder an dem Tisch umsah, hörte er die Slytherin tuscheln. Einige von ihnen lächelten ihm und Adora freundlich zu, schienen nun zu verstehen. Auch in den Gesichtern Dracos, Pansy's und Blaise's sah man eine Regung. Draco schien angestrengt über etwas nachzudenken. Er sah abwechselnd und fast schon peinlich berührt zu Adrian, versuchte dabei dessen Blicken auszuweichen.
#Jetzt hat es auch der Letzte endlich verstanden.#
Adrian machte sich an sein Essen, hörte nebenbei J.B. zu, der ihm etwas über sich und Slytherins im Allgemeinen erzählte. Dabei fiel ihm etwas auf. J.B. strahlte etwas Bekanntes aus, etwas sehr vertrautes. Adrian fühlte sich in seiner Gegenwart sofort wohl und es schien ihm so als ob er ihn schon sein ganzes Leben lang kennen würde.
Einen Blick zu Professor Dumbledore verriet ihm, dass dieser nicht sehr erfreut über ihre Entscheidung gewesen sein muss, da er seinen Kopf geneigt hatte und kein Wort zu seinen Kollegen sprach. Abwechselnd schaute er zu Adrian, wich dessen Blick nicht aus und für einen kurzen Moment konnte Adrian darin Traurigkeit sehen, sofern es über diese Entfernung möglich war.
Nach dem Essen machten sich alle auf in ihre Gemeinschaftsräume. Ein Gryffindor versperrte ihnen den Weg hinauf, indem er direkt an den Stufen der Treppe stehen blieb und sich bückte.
"Longbottom! Beweg' deinen Arsch da weg, deine verfluchte Kröte hat es endlich geschafft vor dir zu fliehen."rief ihm Draco bissig zu und wollte ihn zur Seite stoßen. Adrian stellte sich ihm in den Weg, half dem Jungen auf.
"Da-danke."stammelte dieser, plötzlich kam eine alte verrunzelte Kröte ,vorbei an den Slytherins, zu ihm gerannt.
"Trevor, da bist du ja."atmete er erleichtert auf und wandte sich wieder an Adrian.
"Danke für deine Hilfe. Mein Name ist Neville."als er die giftigen Blicke der Slytherins sah, nahm er seine Beine in die Hand und lief schnell zu seinem Gemeinschaftsraum.
#Adora, danke für deine Hilfe.#
#Keine Ursache Adrian. Die Kröte hatte sich verlaufen, ich habe sie nur in die richtige Richtung gebracht# Adora grinste und nahm ihren Bruder an die Hand. Beide liefen die Treppe hinunter zu den kargen Kerkern und gingen in ihren Gemeinschaftsraum. Die Slytherins ignorierten sie einfach, zu viele Fragen sind manchmal nicht gerade das was man sich wünscht.
Grummelnd und die Zurufe seiner Freunde ignorierend folgte ihnen auch Draco.
-Die beiden bleiben mir ein Mysterium aber ich muss mich bei ihnen entschuldigen, da führt leider kein Weg daran vorbei außerdem interessiert mich Adrian zu sehr.-
Alleine auf seinem Bett im Slytherinschlafsaal, nur Gemma neben sich, die sich auf seinem Kissen gemütlich gemacht hatte, schaute er aus dem Fenster. J.B befand sich gerade im Bad, die anderen saßen im Gemeinschaftsraum und unterhielten sich angeregt über den morgigen Tag. Als er die besorgte Stimme seiner Schwester hörte erhellte sich sein Gesichtsausdruck etwas.
#Adrian? Wie geht es dir#
#Mir geht es gut. Mach dir keine Sorgen, Adora.#
#Wir waren noch nie auch nur eine Nacht alleine, ich mache mir Sorgen.#
Adrian stand von seinem Bett auf und zog sich einen Mantel an, ließ die anderen Slytherins, die ihn argwöhnisch ansahen, unbeachtet, schenkte ihnen keine Aufmerksamkeit. Shadow blickt in ihrem Käfig auf, sah zu Adrian und gurrte. Adrian ging zu ihr und strich ihr durch die Federn,
#Schlaf jetzt Adora morgen fängt der Unterricht an und du solltest dir keine Gedanken mehr darüber machen.# damit kappte er die Verbindung zu seiner Schwester.
Ich muss mir jetzt erst über einiges klar werden.
Adrian deckte Gemma zu, strich ihr über ihr Fell und ließ sie wissen, dass sie im Bett bleiben sollte, da der kleine Wolf schon Anstalte machte ihm zu folgen. Danach verließ er die Slytherinkerker.
Er kam vor einem großen See zum Stehen. Der helle Mond spiegelte sich in dessen schwarz wirkenden Wasser und erhellte die Dunkelheit, welche herrschte, nur bedingt. Nachdenklich setzte er sich an das Ufer des Sees, warf einen Stein auf das Wasser, der Wellen schlug und dessen Aufschlag, die Stille durchbrach. Ein Geräusch vernehmend, dreht sich Adrian plötzlich um, hob seine Hand. Als er sah, wer auf ihn zukam und das Gesicht des Fremden erkennen konnte, drehte er sich wieder um, strafte ihn mit Missachtung. Die Person setzte sich neben Adrian und dessen Gesicht spiegelte sich in dem Wasser wieder.
"Es tut mir leid, ich wusste nicht, ich habe zu voreilig gehandelt."
Draco sah traurig zu Boden. Noch nie hatte er sich bei jemandem entschuldigt, noch nie hat er eine Schwäche zugestanden jedoch hatte er auch noch nie solche Gefühle empfunden.
Als er Adrian das erste Mal sah, in seinen Augen gefangen war, hatte er etwas gespürt, etwas vertrautes und ihm wurde bewusst wie sehr er jemanden brauchte mit dem er zusammen sein, reden konnte. (5)
Seit dem Verschwinden seines Cousins, hatte er sich zurückgezogen und ließ keinen an sich heran, nicht mal zu Blaise und Pansy brachte er ein so großes Vertrauen auf wie zu Kevin.
Nun empfand er für Adrian dasselbe Vertrauen, dasselbe-nur viel stärker. Etwas war anders.
Adrian bemerkte Dracos Zwiespalt, stumm sah er ihn an, seine Miene immer noch ausdruckslos und keine Emotion verratend. Er drehte sich zu ihm um schaute zu dem größeren Jungen, kniete sich vor ihn. Dann sah er ihm tief in die Augen.
#Ich weiß, dass du sehr gelitten haben musst, ich fühle es jedoch ist mein Vertrauen kostbar und ich gebe es nicht jedem, genauso wie ich nicht mit jedem rede. Als du in meine Augen gesehen hast habe ich gedacht, wir könnten Freunde werden doch als du Adora weh tun wolltest habe ich eine unbeschreibliche Wut gefühlt.#
Adrian wandte sich wieder von Draco ab.
"So kommunizierst du also." Er hielt kurz inne.
"Ich weiß, dass ich mir dadurch viel verspielt habe aber ich habe gedacht, dass wir nochmal ganz neu anfangen können. Ich will mehr über dich erfahren, dir mehr über mich verraten, wenn du willst. Jeder Mensch hat eine Maske, du und ich und jeder hat die Wahl sie abzulegen." Draco reichte ihm seine Hand.
"Mein Name ist Draco Malfoy."
Nach einer für Draco schier unendlichen Zeit, schaute Adrian vom Wasser ab, direkt in seine Augen. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich. Für einen kurzen Moment wechselte die kalte, emotionslose Fassade und schenkte ihm, so dachte er zumindest ein liebevolles Lächeln, erwiderte seine Geste.
#Mein Name ist Harry Adrian Taylor.#
Irgendwo fernab von den Geschehnissen
"Tom, wir haben sie gefunden."
Lucius Malfoy sah zu dem Angesprochenen, der am Fenster stand und sich daraufhin zu ihm umdrehte. Es war ein großer junger Mann, nicht älter als dreißig und doch zählte er zu den gefährlichsten Männern der Zauber,- und Menschenwelt, wenn nicht sogar als der gefährlichste. Ein paar seiner schwarzen kurzen Haare fielen ihm in sein Gesicht und er strich sie sich mit einer Hand weg.
"Nun ist es wohl bald soweit. Bald so hoffe ich wird sich einiges aufklären."
Er ging an Lucius Malfoy vorbei, seine Augen leuchteten gefährlich rot auf und ein paar Worte wiederholten sich in dessen Ohr als Tom Riddle alias Lord Voldemort das Zimmer verließ.
"Lucien wird für alles bezahlen, für alles!"
TBC
Wie immer, die Gedanken von einer Person aus der FF;-)
Draco's Gedanken.
Kevin? Kevin wo bist du?
Wieso hast du mich allein gelassen...wieso?
Verdiene ich es? Ist es meine Schuld?
Was habe ich getan...
Einsamkeit. Einsam bin ich und werde es bleiben.
Vertrauen. Vertrauen werde ich keinem!
Ich werde mich nicht mehr verletzen lassen.
Sehnsucht. Dennoch sehne ich mich nach jemandem.
Jemandem der meine Einsamkeit teilt...
..mich daraus holt.
Ausdrucklose blaugrüne Augen. Vergessen möchte ich mich darin.
Missachtung. Warum sagt er nichts? Warum verhöhnt er mich?
Schmerz. Ich fühle Schmerz. Mein Herz schmerzt!
Hass. Ich möchte ihn fühlen...doch es geht nicht.
Ihn nicht zu beachten fällt mir schwer...
Den einzigen Menschen an seiner Seite, der ihm etwas bedeutet.
Eifersucht? Ich verspüre Eifersucht bei einem Fremden?
Sie verteidigt ihn. Hass, nun spüre ich ihn...für sie!
Doch was nun? Er reagiert, handelt. Mein Handgelenk brennt...
...dort wo er mich berührt! Keine Luft! Ich kriege keine Luft...
Seine Augen blitzen auf, starren fast bösartig.
Schmach. Ich spüre sie als 'sie' mir hilft!
Was soll ich tun? Das einzig richtige...
Ich gehe zu ihm, folge ihm zum See..
Kevin, ich habe jemandem gefunden, dem ich vertraue..
Nun wird sich zeigen ob er mich auch verlässt so wie du es getan hattest.
(1)Mir wurde gesagt, dass es keine Boote wären;-) Ähem ich habe mich erkundigt, es sind wirklich keine BooteO-o'' Es sind Waggons. So ähnlich wie in Minen.
(2)Jasmin wollte ein kleines knuddeliges Wölfchen oder Füchschen. Wunsch erfüllt.
(3)Gemma bedeutet: Schmuckstück, Edelstein etc. ist italienisch und wird 'Tschema' ausgesprochen. Mir ist auf die Schnelle nichts anderes eingefallen.
(4) die Passage mit den Häusern habe ich aus meiner anderen FF genommen. Hatte keine Lust mir was neues einfallen zu lassen:-P
(5) Ihr wisst schon was ich mit reden meine, oder? Adrian kann ja nicht reden aber per Telepathie kommunizieren, das ist gemeint XD
So das wars mal wieder. Wieder stellen sich so viele Frage, jaja, die FF soll ja auch weiterhin ein kleines Mysterium bleiben.
Wer ist Lucien? Was wird aus Draco und Harry? Wie reagieren die anderen? Was passiert eigentlich mit Jason?
Vielleicht wird das schon im nächsten Kapitel geklärt. Ich stelle auch in dieser FF die Frage ob ich ein kleines Resumee am Anfang jedes Kapitel stellen soll, was im letzten Kapitel passiert ist etc. Sagt mir eure Meinung.
